Ein Leben mit dem Jobcenter

“Angemessen fordern ist fördern.”
Michael Marie Jung

Ein Leben mit dem Jobcenter k - Ein Leben mit dem Jobcenter

Es heißt fördern und fordern, doch so richtig durchdacht ist das Konzept so nicht, denn bis jetzt habe ich nur erlebt, dass man immer nur von mir fordert und mich nicht fördert.

Eigentlich wollte ich das Ganze etwas anders aufbauen, aber aktuelle Anlässe bringe mich dazu, das jetzt so zu gestalten wie ich’s Gestaltung denn nach einer Trennung ist meine Wohnung jetzt zu groß und ich habe einen Brief bekommen, dass ich jetzt gefälligst umziehen soll.

Okay eine Wohnung muss angemessen sein, das verstehe ich ja noch, aber ich bin schwerbehindert, ich bin drauf angewiesen etwas mehr Platz zu haben, ich brauche einfach mehr Platz, weil ich mich mit einem Rollator in meiner Wohnung bewegen muss, der mein Rollstuhl passt einfach nicht in die Wohnung, da er zu breit für die Türen ist.

Das Schlimme an der Sache ist ja nicht, dass ich meine neue Wohnung suchen muss, nein es ist mal wieder, wie dieser Brief formuliert ist, das ist eins von diesen besagten, vorformulierten Stücken, die auch ohne Unterschrift gültig sind, darin heißt es, dass ich jetzt immer bis zum 15 eines Monats 10 verschiedene Wohnungen mir angeschaut haben soll.

Jetzt würde man sagen unter normalen Umständen kein Problem, das mache ich, gibt ja genug Wohnungen ja, wenn es genug Wohnung geben würde, zum anderen habe ich das Problem, ich bin schwerbehindert, ich bin auf Hilfe angewiesen und die Menschen, die mir helfen das ist meine Familie und diese hat ein eigenes Leben und so muss ich immer alles planen und die Termine zusammenlegen und je mehr Termine ich habe, umso komplizierter wird dies, jetzt könnte man sagen ja, wo ist denn das Problem, dann plane doch besser, aber ich habe jetzt schon Probleme alle Termine unter ein Dach zu bekommen.

Dann ist das nächste Problem, meine Behinderung ich kann kaum laufen geschweige dann länger stehen und so habe ich jetzt das Problem, dass ich einfach nicht weiß, wie ich diese Nachweise meiner Bemühung erbringen soll, komischerweise zahlt mir das Amt ja schon eine Mehrbedarf von 17 %, da ich ja einen Grad der Behinderung von 100 habe und das Merkzeichen G, das für gehbehindert steht.

Eigentlich müssten mir 15 Quadratmeter mehr zu stehen, da ich ja mehr Platz in meiner Wohnung brauche, um mit meinem Rollator mich zu bewegen, aber dies scheint wohl nicht berücksichtigt worden zu sein und so kann ich mich jetzt wieder darum kümmern, was mich dazu wieder bringt, es wird nur gefordert aber nicht gefördert.

Auch in meinem privaten Umfeld habe ich das immer wieder erlebt, dass das Jobcenter mit merkwürdigen Forderungen immer wieder ankommt und einen sogar dafür Sanktionen gibt oder ein dafür sogar bestraft, wenn man diese Aufforderung nicht nachkommen kann, warum auch immer es wird, nie gefragt, warum können sie das nicht, sondern es wird sofort gehandelt und sanktioniert.

Ich habe jetzt natürlich Angst, dass ich entweder in 6 Monaten die miete, selber bezahlen muss zumindest die Differenz von dem, was mir zusteht oder anders gesagt angemessen ist und der tatsächlichen Höhe meiner Miete, das wären in meinem Fall, gut 100 € das ist sehr viel Geld, zumal ich nach Begleichung sämtlicher Kosten gerade mal um die 160 € habe um zu leben das bedeutet Lebensmittel Kleidung und andere Dinge des täglichen Lebens.

Dazu kommt noch die Angst, dass ich jetzt Sanktion bekomme, wenn ich nicht jeden Monat bis zum 15. Meine Bemühungen nachweisen kann, dass ich mich um 10 Uhr Wohnungen bemüht habe als zumal diese Wohnungen gar nicht mal so wirklich existieren denn diese sind in Ballungsgebieten mehr als Mangelware.

Es ist ja nicht, sodass ich in anderen Städten dich schon auflisten stehe, dass ich eine Wohnung benötige und das schnellstmöglich ich habe mich ja schließlich schon bemüht und ich war auch schon beim Jobcenter und habe nach klargestellt, dass ich umziehen muss, da ich Hilfe brauche und diese wurde auch mir bewilligt bzw. der Umzug wurde mir bewilligt, auch wurden mir die Kosten die beiden Umzug entstehen bewilligt, deswegen bin ich ja so total irritiert darüber, über diesen Brief, dass ich schnellst möglichst eine neue Wohnung suchen müsste, die angemessen ist.

Mir ist klar, dass es halt, um Angemessenheit geht, was ist denn angemessen um die 50 Quadratmeter für eine alleinstehende Menschen plus 15 Quadratmeter für jeden weiteren Erwachsenen Bewohner, oder wie in meinem Fall 15 Quadratmeter mehr da ich mit einem Rollator mich durch die Wohnung bewege oder eigentlich schon mit einem Rollstuhl mich bewegen müsste aber, da die Türen nicht breit genug sind, bin ich auf einen Rollator angewiesen.

Würde dieser 15 Quadratmeter berücksichtigt werden wäre die Wohnung, in der ich jetzt wohne, vollkommen angemessen und müsste voll bezahlt werden.

Jetzt habe ich die Situation, dass ich mich wieder drum kümmern muss, ich werde gefordert etwas zu tun mich, um meine Angelegenheiten zu kümmern, um nicht irgendwelche Sanktionen vonseiten des Jobcenters zu bekommen.

Und da sind wir beim Passus knackus, es wird gesagt wir fördern und fordern aber in Wirklichkeit ist es nur fordern denn sie arbeiten mit der Angst, dass sie mir eine Sanktion zukommen lassen, in der ich weniger Geld bekomme, wenn ich nicht mitarbeite und allein aus dieser Angst heraus werde ich jetzt aktiv, denn ich möchte nicht noch weniger Geld zum Leben haben denn, wenn jemand schon mal mit weniger als 100 € im Monat überlebt hat, weiß ganz genau wie schwierig das ist damit sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren.

Also wird hier bewusst mit der Angst gearbeitet und nicht gefördert, wo ist das denn fördern? Wenn ich jemanden mit Angst und Schrecken zu etwas bewege, nur um etwas zu ändern.

Ich habe es mir nicht ausgesucht einen Schlaganfall zu bekommen und danach gehbehindert zu sein und auf Leistungen vom Jobcenter angewiesen zu sein da meine Erwerbsminderungsrente nicht ausreicht, ich habe mir tatsächlich meine Zukunft anders vorgestellt auch mehr mit arbeiten und Geld verdienen vielleicht sogar eine Familie gründen

Stattdessen muss ich mich jetzt mit Angestellten des Jobcenters herumschlagen, die mir offen gesagt haben, dass sie eigentlich keine Lust haben, dort zu arbeiten da Ihnen das zu viel Arbeit ist man muss so viel Papierkram machen es ist zu viel Briefe lesen und so weiter und so fort in Wirklichkeit würde man sich schon länger umschauen nach einem anderen Job.

Und so Menschen entscheiden darüber über mich über mein Wohlergehen diese Menschen wollen mich fördern und fordern.

Wenn man so wie ich längere Zeit vom Jobcenter lebt und Arbeitslosengeld II bezieht erlebt man so einiges auch wie schnell und wie oft die Ansprechpartner sechs haben ich habe für mich das Gefühl, dass die Leute in Wirklichkeit keine große Lust haben, zu fördern, sondern einfach nur uns verwalten möglichst wenig Arbeit zu haben und wenn man nicht das tut, was man will, dann wird man mit einer Sanktion bestraft.

Als zumal ich ja als Behinderter mit ein Grad der Behinderung von 100, gar nicht mal mehr so arbeiten kann, wie ich wollte oder sollte oder sogar müsste ich hätte es gerne anders, aber werde genauso schlecht behandelt, wie jemand der sich lieber beim Supermarkt hinstellt, dass gerade gekauft Sixpack Bier trinkt und sich keine Gedanken darüber macht wie es morgen oder übermorgen oder vielleicht irgendwann sein Leben verändern wird, wenn er sich jeden Tag schön ein hinter der binden kippt.

Ich habe mich wirklich bemüht alles zu tun was das Jobcenter von mir fordert, aber irgendwo sehe ich nicht ein mich immer und immer wieder genauso schlecht behandeln zu lassen wie diejenigen die zwar Arbeiten können aber nicht arbeiten wollen.

Ich für meinen Teil werde jetzt mir das noch anschauen und wenn ich merke, dass ich weiter so mies behandelt werde, ich Rechtsmittel suchen und diese auch einsetzen bzw. meine Rechte durchsetzen und wenn ich vor Gericht ziehen muss.

Kennt ihr auch so Situation oder habt ihr Ähnliches erlebt? Ich würde mich freuen davon in den Kommentaren zu lesen.

Euer Sascha

Autor: Sascha Markmann

Legastheniker am Werk ( Mehrfaches lesen meiner Postings kann zu irreparable Schäden am den Augen führen zb. Pseudotumor-cerebri-Syndrom ) Leicht gestörter bis Mittel schwerer Fall von Überlebens Künstler, Maler,Blogger, Musiker, Podcaster und Video Produzenten "Audiovisueller STUMPFSINN mit keinem Nutzwert"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.