Familie

“Ein Baum ohne Wurzeln – ein Mensch ohne Familie.”
Till Brendel *1988 Schüler und Hobbyaphoristiker

Familie kl - Familie

In den letzten Wochen und Monaten. Nee man kann sogar sagen im letzten Jahr, habe ich mir besonders viele Gedanken rund um das Thema Familie gemacht.

Ich kann sagen, dass Familie mit eins der wichtigsten dinge ist, dass wir als soziale Lebewesen haben. Und Familie für uns eine besondere Bedeutung hat, denn es ist der innerste und der engste Kreis in unserer Gesellschaft.

Komischerweise hat in der heutigen Zeit wo Entfernungen und auch die Lebensumstände uns dazu zwingen gegebenenfalls sogar auf verschiedenen Kontinenten zu leben, Familie immer eine besondere Bedeutung.

Ich habe Verwandtschaft in England und auch, wenn ich diese sehr selten sehe. Oder auch mit ihnen extrem selten kommuniziere, sei es über Telefon oder übers Internet, so denke ich oft an sie und frage mich, wie es ihnen geht.

Zum Glück sind die einen oder anderen, in meiner Familie aktiv im Internet. Und so werden immer wieder mal kleine Schnipsel Bilder oder auch Texte zu mir hin gespült. Und ich kann mich ein bisschen in das Leben meiner Familie und meiner Verwandten hineinversetzen.

“Enge Verbindung zu meiner Familie”

Auch, wenn ich durch meine Borderline Erkrankung doch jemand bin, der wirklich gerne alleine ist, da ich mittlerweile menschliches Verhalten nicht immer gut nachvollziehen und verstehen kann, und mich in Gegenwart anderer Menschen immer sehr komisch fühle, habe ich stets eine enge Verbindung zu meiner Familie selbst zu meinen Cousins und Cousinen oder sogar Großcousinen.

Wenn man mich jetzt schon länger verfolgt wird man wissen, dass ich hin und wieder mal selbst Probleme in meiner Familie habe und hatte. Ich denke, es wird auch in Zukunft hin und wieder mal schwierige Situationen gegeben.

Waren die Verletzung noch so groß, das Gefühl einer inneren Verbundenheit das gab es immer. Und ich glaube, das macht es so schwer mit Menschen aus der Familie zu brechen.

Auch wenn diese Menschen, da man sie ja liebt oder sie besonders wertvoll für jemanden sind, ein auch extrem verletzen können, sind sie auf der anderen Seite immer wieder wichtig für einen. Und man fragt sich, wie es denjenigen geht und was sie gerade machen.

Ich habe dies gesehen. Weil mein Vater, sich immer wieder nach meiner Schwester erkundigt hat und immer fragte, ob es irgendwas Neues gibt. Ob ich was wüsste, auch wenn sie schon lange Zeit nicht miteinander geredet haben. War immer wieder, ein Interesse da.

Ich denke deswegen, sind familiäre Beziehungen nicht immer, die einfachsten. Da es halt, zum einen diese Verletzbarkeit gibt und zum anderen diese starke Bindung. Die selbst, wenn man im Streit und im Groll zueinander steht noch, da ist.

“Wie kompliziert und wie “anstrengend” Familie sein kann.”

In meinem Umfeld sehe ich es auch immer wieder wie kompliziert und wie “anstrengend” Familie sein kann. Bei Ex Freundinnen war es auch immer wieder ein Thema. Das man sich von seiner Mutter nicht geliebt fühlte oder vom Vater zu sehr geliebt wurde bis hin zum sexuellen Übergriff.

Ich für meinen Teil versuche das Beste aus allem zu machen. Zum einen ist da dieses tiefe Gefühl der Zusammengehörigkeit und der bedingungslosen Liebe. Und zum anderen stets in dem Bewusstsein zu sein, dass nur jemand den man wirklich liebt und der einem wichtig ist, einen so verletzen kann, dass es wirklich weh tut. Es ist also eine Art Gratwanderung.

Auf der einen Seite kann dies wundervoll sein. Und auf der anderen Seite natürlich viele Schmerzen und viele schlaflose Nächte und viele Komplikationen mit sich bringen. Aber ich bin bereit dieses Risiko oder diese Last einzugehen, da es mir viel gibt und bringt.

“Familie ist keine einfache Sache und bedeutet immer viel Arbeit.”

Ich glaube, Familie ist keine einfache Sache und bedeutet immer viel Arbeit. Es ist eine Art Geben und Nehmen man hilft sich und man bekommt Hilfe. Und es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man dies tut. Ohne, dass man dafür eine Gegenleistung erwartet. Für mich ist es selbstverständlich den anderen zu helfen. Und man bekommt dafür auch etwas, ein gutes Gefühl, so wie, wenn man Freunden hilft, ohne die Erwartungshaltung zu haben, dass diese auch einem helfen. Man weiß, dass sie einem helfen.

Für mich heißt Familie nicht immer nur schöne Sachen zu machen und immer wieder nur lustige und aufregende Sachen mit der Familie zu erleben. Für mich heißt Familie füreinander da zu sein, vor allen Dingen auch in schweren Zeiten. Denn das Prinzip der Familie hat sich entwickelt aus der Notwendigkeit, dass der Mensch alleine nicht überleben kann. Es war wesentlich einfacher in kleinen Gruppen zu überleben, in denen man eine besondere Beziehung hat, oder eine besondere Nähe.

“Hilfe ohne dafür etwas zu erwarten.”

Und das macht für mich Familie aus. Bedingungslose Liebe und Hilfe ohne dafür etwas zu erwarten. Aber in dem wissen, dass man Hilfe bekommt, ohne zu fragen.

Wie seht ihr das und wie sind, da eure Erfahrungen? Schreibt es in die Kommentare, ich würde mich wirklich freuen eure Ansichten und Erlebnisse zu erfahren.

Euer Sascha

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Autor: Sascha Markmann

Legastheniker am Werk (Mehrfaches lesen meiner Postings kann zu irreparable Schäden an den Augen führen z. B.. Pseudotumor-zerebral-Syndrom) Leicht gestörter bis Mittel schwerer Fall von Überlebens Künstler, Maler, Blogger, Musiker, Podcaster und Video Produzenten "Audiovisueller STUMPFSINN mit keinem Nutzwert"

2 Gedanken zu „Familie“

  1. Danke Deiner so GROßEN Ehrlichkeit und Offenheit! Trotz viel Schlimmen, das Dir widerfahren ist. Hast DU einen Text geschrieben, der in diversen ( philosophisch theologischen) Ethik bis Moral Abhandlungen, oder ~ Einleitungen SEINES gleichen sucht ( Ich pauke eigentlich grad’ kathol. Moraltheologie für Art mini VHS Studium …) BESTEN DANK lieber Sascha !

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