Borderline und Depression: Eine enge Beziehung – Ein tiefer Einblick in die Verbindung zweier Seelenleiden

“Gefangen in zwei Welten: Die Dualität von Borderline und Depression”

Lesezeit

4 Minuten

Einführung in die Thematik

In meiner Reise durch die Tiefen der psychischen Gesundheit, begleitet von der Diagnose Borderline, habe ich eine ständige Gefährtin an meiner Seite: die Depression. Diese Volkskrankheit, die viele in ihren Bann zieht, zeigt sich besonders häufig in der Gesellschaft anderer psychischer Störungen. In diesem Blogpost möchte ich das komplexe Geflecht zwischen Borderline und Depression näher beleuchten.

Die Reise begann, als eine Arbeitskollegin, erfahren in psychiatrischer Behandlung, mir den Mut gab, meinen inneren Kämpfen ins Auge zu sehen und professionelle Hilfe zu suchen. Nach zahlreichen Sitzungen und Analysen wurde bei mir eine depressive Episode diagnostiziert, verbunden mit dem Verdacht auf eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, spezifisch vom Borderline-Typ.

Diese Diagnose weckte in mir zugleich Verwirrung und Neugier. Ich konzentrierte mich zunächst auf die Behandlung der Depression, nahm an einer stationären Therapie teil und begann, tiefer in die Materie einzutauchen. Bald erkannte ich, dass ich mich mit Borderline-Patienten mehr identifizieren konnte als mit jenen, die ausschließlich an Depressionen litten. Die Gefühlsschwankungen, Ängste und emotionalen Turbulenzen der Borderline-Patienten schienen eine stärkere Resonanz in mir zu finden.

Die Verbindung zwischen Borderline und Depression

Während weiterer Aufenthalte in der Psychiatrie beobachtete ich, dass viele Borderline-Patienten auch depressive Phasen durchlebten, oft intensiver als diejenigen, die nur unter Depressionen litten. Dies führte mich zu der Erkenntnis, dass Depression bei Menschen mit Borderline eine tiefere, vielleicht intensivere Rolle spielt.

Jedoch ist jede Depressionserfahrung individuell. Manche Menschen finden Wege, relativ gut mit ihrer Depression umzugehen, doch die Frage bleibt: Warum tritt Depression so häufig bei Borderline auf? Die Antwort liegt in den gemeinsamen Faktoren, die uns unglücklich machen können – Lebensumstände, Schwierigkeiten, ungelöste Probleme.

Interessanterweise können Depressionen in manchen Fällen als Schutzmechanismus dienen, der vor Überlastung schützen soll, aber außer Kontrolle geraten kann. Bei Borderline-Patienten, die oft einen intensiven Lebensstil führen und sich selbst unter enormen Druck setzen, kann dieser Schutzmechanismus besonders aktiv werden. Der Versuch, den Alltag zu meistern, führt häufig zu einem Zustand der Überlastung, in dem die Depression als Ruhepol dient.

Es gibt verschiedene Formen von Depressionen, und nicht alle stehen im Zeichen der Ruhe. Besonders in schweren depressiven Episoden kann die Lähmung so stark sein, dass man das Bett nicht mehr verlassen kann, was dringend professionelle Behandlung erfordert.

Wichtigkeit professioneller Hilfe

Die Wichtigkeit, bei einer depressiven Episode professionelle Hilfe zu suchen, kann nicht genug betont werden. Frühzeitige Intervention kann den Verlauf erheblich verbessern und lange Therapiepausen vermeiden.

Ich möchte jeden ermutigen, sich rechtzeitig Hilfe zu holen, offen über Gefühle und Gedanken zu sprechen und soziale Kontakte zu pflegen. Als soziale Wesen sind wir auf gegenseitige Unterstützung angewiesen, um Glück und Wohlbefinden zu finden.

Abschluss und Ermutigung

Zum Abschluss möchte ich betonen, dass dieser Blogpost nur einen ersten Einblick in die komplexe Beziehung zwischen Borderline und Depression bietet. Es gibt viele weitere Aspekte und Facetten, die den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Ich hoffe, dass dieser Beitrag einen Anstoß gibt, sich um die eigene psychische Gesundheit zu kümmern und bei Bedarf professionelle Hilfe zu suchen.

Passt auf euch auf und bleibt stark.

Euer Sascha

Hier sind einige Tipps und hilfreiche Links

Tipps:

  1. Professionelle Hilfe suchen: Betonen Sie die Wichtigkeit, professionelle Hilfe zu suchen. Psychiater und Therapeuten können maßgeschneiderte Behandlungspläne bieten.
  2. Selbsthilfegruppen: Erwägen Sie den Beitritt zu Selbsthilfegruppen. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann unterstützend und aufklärend sein.
  3. Achtsamkeitsübungen und Meditation: Regelmäßige Achtsamkeitsübungen und Meditation können helfen, Stress zu reduzieren und die emotionale Regulation zu verbessern.
  4. Tagebuch führen: Ein Tagebuch über Gefühle und Erfahrungen zu führen, kann helfen, Muster zu erkennen und Emotionen besser zu verarbeiten.
  5. Gesunde Lebensweise: Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf sind wichtig für das psychische Wohlbefinden.

Hilfreiche Links:

  1. Deutsche Gesellschaft für Borderline – Bietet Informationen und Ressourcen für Menschen mit Borderline.
  2. Stiftung Deutsche Depressionshilfe – Eine umfassende Quelle für Informationen über Depressionen und Unterstützungsmöglichkeiten.
  3. PsychInfo – Eine Informationsseite mit vielen Artikeln über psychische Gesundheit, einschließlich Borderline und Depression.
  4. Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) – Informationen über MBSR-Kurse, die helfen können, Stress zu bewältigen.
  5. Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen – Ressourcen und Unterstützung für Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Autor: Sascha Markmann

Legastheniker am Werk (Mehrfaches lesen meiner Postings kann zu irreparable Schäden an den Augen führen z. B.. Pseudotumor-zerebral-Syndrom) Leicht gestörter bis Mittel schwerer Fall von Überlebens Künstler, Maler, Blogger, Musiker, Podcaster und Video Produzenten "Audiovisueller STUMPFSINN mit keinem Nutzwert"

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