Moralisch inkorrekt 005 Bildung TUT mir WEH

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Beschreibung:

Dieses Mal loten unsere moralisch inkorrekte Fragensteller Sascha, Thomas und neu Susanne, die Tiefen der Philosophie hinter Bildung, Einbildung und Unbildung aus, und stellen der These nach, das Wissen subversiv und gefährlich sein könnte, und eine Gefahr für die Menschenhaltung.

ChatGPT erklärung:

To convert Fahrenheit to Celsius, you can use the following formula:

°C = (°F – 32) * 5/9

Where:

  • °C represents degrees Celsius.
  • °F represents degrees Fahrenheit.

Here’s a step-by-step guide:

  1. Take the temperature in Fahrenheit that you want to convert.
  2. Subtract 32 from that temperature.
  3. Multiply the result by 5/9.
  4. The final value will be the temperature in degrees Celsius.

For example, if you have 68°F:

°C = (68°F – 32) \ *5/9 °C = (36°F) * 5/9 °C = 20°C

So, 68 degrees Fahrenheit is equivalent to 20 degrees Celsius[1].

Links zur Ausgabe:

▶ Hier Klicken für das Tanscript:
Tanscript:

Moralisch inkorrekt. Ein fragwürdiger Podcast. Ein zweifelhaftes Verlassen. Total falsch. Moralisch verwerfen.
Haben wir eigentlich einen Intro-Spruch?
Nö. Nö.
Nö, ne?
Brauchen wir einen für dieses Format hier?
Ne. Wir sind ja inkorrekt.
Jo. Hallo Sascha.
Hallo Thomas.
Hallo Susanne.
Hallo Thomas.
Hallo Susanne.
Hallo Sascha.
Ich hab mir mal gedacht, ich hab mit Susanne vor ein paar Wochen telefoniert und vor ein paar Monaten telefoniert und wir hatten so die dumme Idee, weil wir immer so stundenlang miteinander telefonieren
und auch sehr teilweise auch kontroverse Themen diskutieren mit auch manchmal halt gegensätzlichen Meinungen,
dass das auch mal eine ganz lustige Idee wäre, wenn wir Susanne einfach mal in dieses Format hier einladen, moralisch inkorrekt,
und mit Susanne einfach gemeinsam mal diskutieren.
Und ich glaube Sascha, du fandest das eine gute Idee.
Klar.
Deswegen sind wir heute hier.
Und lustigerweise, das muss irgendwie Gedankenübertragung sein oder Quantenverschränkung, keine Ahnung, morphisches Feld, nach Rupert Sheldrake.
Susanne und ich haben gestern, als ich ihr beim Einrichten des Audio-Interfaces geholfen habe, haben wir so nebenbei über das Thema Bildung hier in Deutschland gesprochen.
Und der Sascha, der von dieser Diskussion gar nichts mitbekommen hat, der hat dann tatsächlich mir vor ein paar Minuten auf unserem Slack,
das ist unser Kommunikationsmedium, was wir halt benutzen, um Sendungen vorzubereiten, hat er mir ein Bild geschickt.
Und auf diesem Bild, ich schicke dir das mal auf Telegram, Susanne, damit du das auch siehst,
auf diesem Bild ist zu sehen ein Twitter-Post, wie heißen die jetzt?
"X" heißen die jetzt, oder? Ist zu sehen ein Post von Manuela.
Den Namen darf ich sagen, ist kein Nachname dabei.
Ja, vor allen Dingen, es ist ja auch noch eine…
Nee, das ist kein Twitter-Post, das ist eine Amazon-Kritik, die ist öffentlich.
Und bei dieser Amazon-Kritik, da geht es um einen Thermometer.
Ja, und auf diesem Thermometer, die Rezession, die sie geschrieben hat, sieht man ein Thermometer, was 21,6 Grad anzeigt.
Dann sagt sie, dann schreibt sie hier den Text, Manuela schreibt,
"Wie man sieht, werden 21,6 Grad angezeigt und nicht 0.
Das heißt, wenn man zum Beispiel Milch auf 90 Grad erhitzen will, muss das Thermometer 111,6 Grad anzeigen.
Das entspricht nicht meinen Erwartungen eines Thermometer, Leerzeichen S."
42 Personen fanden diese Informationen hilfreich.
Zum Thema Bildung.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Dame dieses Thermometer hier auf ihrem Küchentisch fotografiert hat.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Außentemperatur in ihrer Küche 21,6 Grad ist.
Oder theoretisch könnte natürlich, ich kann das nicht genau erkennen, dieses Thermometer natürlich auch Alternativfahrenheit anzeigen.
Aber ich würde jetzt mal sagen, bei dieser Dame hat die Bildung hier in Deutschland nicht geholfen
oder beziehungsweise das sagt eine ganze Menge über die Bildung hier in Deutschland oder den Bildungsstand hier in Deutschland aus, oder?
Ja klar. Vor allen Dingen, wenn ich die Milch auf 90 Grad erhitzen will, warum muss ich das dann auf 111 Grad anzeigen?
Also wenn das hier Grad Celsius sein sollen, dann ist die Außentemperatur 21,6 Grad.
Und wenn sie die Milch auf 90 Grad erhitzen will, dann muss sie sie nicht auf 111 Grad erhitzen.
Auf 90?
Sie kann sie natürlich auch auf 111 Grad erhitzen, aber ich glaube, dann verdampft die Milch, oder?
Nein, sie möchte die Milch so weit erhitzen, bis das Thermometer 111,6 Grad anzeigt.
Das kann sie natürlich versuchen.
Aber wenn sie 90 plus 21,6 grad addiert, also immerhin das kann sie, das ist doch schon mal super.
Wenn sie die Milch auf 111 Grad erhitzt, dann hat sie auf jeden Fall ein Stück Kohlenstoff vom Topfboden abzukratzen.
Ja, vor allen Dingen, sie hat die Milch ja um 90 Grad erhitzt, nicht auf, sondern um.
Hier steht ja, sie will es auf 90 Grad, dann hat sie es nämlich um 90 Grad erhitzt.
Aber bei der Recherche gerade, ganz schnell hier, Fahrenheit in Celsius, kommt natürlich bei mir das Plugin,
was ich im Browser habe von ChatGBT natürlich rein und sagt sofort,
"To convert Fahrenheit in Celsius, you can use the following formula."
Die FIOS KI, da kann man erkennen, das ist keine künstliche Intelligenz, sondern künstliche Dummheit.
Pass auf, da haut mich jetzt gerade die Formel dafür raus, wie man das ausrechnet.
Celsius gleich Fahrenheit minus 32, weil 32 Fahrenheit sind 0 Grad Celsius, mal 5/9.
[Lachen]
Wunderbar, einfach wunderbar.
So, und jetzt stellt euch mal vor, wenn das jetzt mit den KI-Systemen weiter überhandnimmt,
wie das dann um die Bildung unserer Mitmenschen bestimmt sein wird zukünftig.
Kennt ihr den Film "Idiosecrisy"?
Nee.
Kennt ihr den nicht? Filmtipp, solltet ihr mal schauen, gibt es glaube ich bei Prime oder bei Netflix, keine Ahnung.
Da geht es darum, dass ein Mann, ein Amerikaner, in 100 Jahren in die Zukunft aus irgendwelchen Gründen,
keine Ahnung, irgendwie so ein Atomunfall oder keine Ahnung was da passiert,
das ist aber wieder eine komödie, oder wird er eingefroren?
Ich habe Ausschnitte auf TikTok gesehen, wo dann auch so ein Idiotentest, ein Intelligenztest kommt.
Es ist eine Science-Fiction-Komödie.
Der Film äußert zu Beginn die These, dass in der modernen Gesellschaft
Intelligenz und Bildung keine Selektionsvorteile sein müssen.
Und ein Erzähler illustriert das am Beispiel eines Akademiker-Ehepaars.
Im Laufe von 15 Jahren finden sie immer wieder neue Gründe,
warum Kinder nicht in ihre aktuelle Lebenssituation passen.
Bis schließlich der Ehemann stirbt.
Kontrastiert wird dieses Bild durch eine chaotische Unterschichtsfamilie,
die sich ungeplant und rasch vergrößert.
Nennt man das demografisch-ökonomisches Paradoxon.
Die Zukunftsvision des Films zeigt daher ein Land,
in dem kritisches Denken und Bildung nahezu ausgestorben sind.
Dieser Amerikaner, der als Protagonist durch die Geschichte stolpert,
nimmt an einem strengen Geheimen Kälteschlaf-Experiment.
Er wird dann nach 100 Jahren sozusagen aufgetaut und stellt dann fest,
dass er, obwohl er nur ein Durchschnittsamerikaner ist,
nach 100 Jahren der intelligenteste Mensch auf dem Planeten ist.
Und so geht es halt immer weiter und immer weiter.
Ich habe verschiedene Szenen daraus gesehen.
Da gibt es tatsächlich auch diesen Intelligenztest,
wo du dann so ein Viereck hast, so ein Kreis und ein X vor dir
und dann musst du halt das passende Objekt einführen.
Genau. Und Susanne und ich hatten gestern genau über dieses Thema gesprochen,
über Bildung und über Wissen und über einen französischen Philosophen.
Susanne, erzähl mal.
Mich soll was über den Philosophen erzählen oder über das, was wir gestern gesprochen haben?
Beides.
Michel Foucault, ein französischer Philosoph, ist verstorben mittlerweile,
der sehr schwierige, also wie ich finde, sehr herausfordernde Texte herausgegeben hat.
Bücher, die auch aus meiner Sicht sehr kritisch auf gesellschaftliche Machtverhältnisse gucken.
Ich weiß gar nicht, ob ich so viel dazu sagen kann.
Ich hatte eines der Bücher in einem Studienseminar.
Das war für mich auch sozusagen eine Wahlveranstaltung.
Und ein kleines Büchlein, ein Taschenbuch, "Wahnsinn und Gesellschaft".
Das ist ein Stück weit auch mein Arbeitsbereich und das ist unter anderem etwas, was mich sehr interessiert.
Auch Zusammenhänge, wie wirkt sich, welche Auswirkungen haben
gesellschaftliche Mechanismen, Dynamiken auch auf einzelne Individuen.
Ja, und über den Foucault kann ich selber gar nicht viel sagen.
Ich weiß nur, dass mich das unheimlich fasziniert hat, dass ich …
Wir kamen auf Foucault, Thomas, weil ich irgendwann vor zwei, drei Wochen nach dem Dienst am Antiquariat vorbeigegangen bin
und da ein Taschenbuch gefunden habe, auch mit Texten von ihm, im Schaufenster, und mich das sehr angesprochen hat.
Das habe ich dann gekauft und mitgenommen und hatte dir das geschickt,
weil ich mir vorstellen konnte, dass das auch ein Gesprächsthema für uns sein könnte.
Wie hieß das Buch noch? "Subversives Wissen"?
Ich weiß nicht, ich habe es glaube ich im Rahmen des feiertäglichen Aufräums irgendwo hingepackt.
Ich nehme an, das ist da, wo auch meine Fachbücher sind.
Da müsste ich es nochmal rausholen. Ich hatte leider auch noch keine Zeit, da reinzulesen.
Ich glaube, unterm Strich geht es darum, dass er sich damit beschäftigt,
wie wir alle, also wie unsere Denkmuster und unsere Überzeugungen geprägt sind, auch von öffentlicher Meinung.
Das ist jetzt nicht Bildung oder Wissen, was ich von mir gebe, weil ich das tatsächlich nicht genau weiß.
Das ist das, was ich erinnere.
Foucault hat sich in dem Buch, ich weiß nicht, hat er das geschrieben?
Ja, hat er geschrieben. Von der Subversion des Wissens ist erschienen.
Aktuell gibt es das noch im Fischer Wissenschaftstaschenbuchverlag.
Da hat er Gespräche geführt mit verschiedenen quasi Mitstreitern, mit Philosophen.
Er erzählt, wie er sich mit ausgrenzenden Institutionen befasst hat,
mit Gefängnissen, mit Schulen, mit psychiatrischen Anstalten.
Er erkundet in diesem Buch den Zusammenhang von Macht und Wissen
und die Möglichkeiten eines anderen subversiven Wissens.
Was mich dazu geführt hat, zu Susanne zu sagen, dass die Menschen hier in diesem Land immer dümmer werden
und wissen teilweise, dass man dafür ja auch schon ausgegrenzt wird.
Für Bildung und Wissen, oder was meinst du?
Genau, wenn du dich als gebildet sozusagen gibst,
das passiert ja schon ganz automatisch durch deine Wortwahl,
dann wirst du teilweise für einzelne Wörter, die du da benutzt,
vielleicht sogar schon diskriminiert oder einfach, wie sagt man so schön auf Neudeutsch, gecancelt.
Es gibt beim Duden, wenn man da Wörter nachschlägt,
vor allem ich verwende da ja viel die Online-Version,
gibt es ja immer so die Erklärung und dann gibt es dann halt noch so die Einstufung,
das jetzt halt so Umgangssprache ist und manchmal steht dann auch Bildungssprache oder Bildungsbürger.
Und das ist gerade so ein Punkt gewesen, wo ich dran denken musste.
Ich war mal in so einer zusammengewürfelten Klasse, das ist schon das graue Steinzeit,
das muss so 96 gewesen sein, quasi so Grundschuljahr,
also nicht Grundschuljahr, Berufsgrundschuljahr.
Und ich hatte nach zwei Wochen den Spitznamen Professor gehabt,
weil ich quasi auf jede Frage, die da kam, irgendwie eine Antwort wusste.
Und das brachte dann auch im Laufe der Zeit die Missgunst der Mitschüler mit sich,
weil ich mich nicht anstrengen brauchte, weil ich die Lösung immer wusste.
Weil das für mich etwas war, was man mir vorher schon alles vermittelt hatte,
was in den ersten Wochen halt dann wieder aufgekommt, ja gar gekocht wurde.
Also Bruchrechnen, der beste Punkt ist Bruchrechnen.
Ich habe in meinem Leben x-mal Bruchrechnen machen müssen,
weil jedes Mal, wenn ich eine neue Schulform angefangen habe,
als erstes immer geguckt wurde, was können die Kinder, was können die Jungs und Mädels?
Und dazu gehörte dann halt immer so ein bisschen Mathematik, ein bisschen Deutsch und hier und da und Bruchrechnen.
Und weil ich da keine Probleme hatte, konnte ich dann die Lösung.
Und ich wurde recht ganz schnell immer als der oberschlaue Meier und so weiter abgestempelt.
Das sind auch vielleicht die Wortwahl, wie ich mich ausdrücke oder so, keine Ahnung.
Aber das ist so Bildungsbürger.
Du hattest mir den "Guten Mann" als Lesetipp am 6. Dezember ins Leck gestellt.
Kann sein, ja. Aber du hast auch nicht reingeschaut, ne?
Doch, ich habe das überflogen hier von Deutschlandfunk.
Ich meine, ich überfliege die ganzen Sachen immer alles so.
Und mal hänge ich mal mehr, mal weniger dran.
Gehört habe ich von dem "Guten Mann" schon.
Ja, das ist ein interessanter Typ, ne?
Der hat halt ziemlich viele Thesen aufgestellt.
Also ich meine, so Philosophie liegt mir ja auch ziemlich.
Und der hat sich da halt hingesetzt und hat halt nachgedacht.
Und hat dabei halt sehr gerne gesellschaftskritische Themen aufgefasst.
Um das jetzt mal ein bisschen zu verallgemeinern.
Normalerweise machen wir ja in diesem Format hier immer,
was alles schlecht läuft hier.
Haben wir ja letztes Mal, dann sind wir ja schon darüber hergezogen.
Und ich glaube, das ist so eins der Dinge, die hier so generell seit,
ich weiß nicht, schon seit Längerem irgendwie in eine Schieflage geraten ist.
Wenn ich so sehe, ich in meinem Beruf, wenn ich da auf junge Menschen treffe,
die bei uns eine Ausbildung machen, da ist also, da ist wirklich alles dabei.
Und ich muss tatsächlich sagen, dass die jungen Leute, von denen ich sage,
die sind richtig im Beruf, da habe ich das Gefühl, dass das immer weniger wird.
Und es werden immer mehr, wo ich mich frage, was machst du hier?
Ich habe ja ganz am Anfang meiner beruflichen Laufbahn ja auch mal
so was Handwerkliches gelernt, Elektronenstallateur.
Und dazu gehört es ja auch, dass man Freitags, nachmittags,
so ab 12 Uhr anfängt, die Halle sauber zu machen.
Als Auszubildender. Und fegen und so.
Und es gab tatsächlich Leute, die nicht, die man nicht wussten, wie man fegt.
Nein.
Du hast 16-Jährige, 17-, 18-Jährige gehabt, die nicht wussten, wie man fegt.
Nein.
Und ich habe das früher immer so als Gerücht gehalten.
Aber dann ist mir eingefallen, ich kannte auch Leute, die mit so mit 12
nicht wussten, wie man ein Bett bezieht.
Ja, das ist erstaunlich.
Ja, genau. Und ja, dann, okay, ja gut, dann erklärt man das, wie man halt fegt.
Und wie das halt so in der Halle ist, kann man nicht einfach so fegen,
wenn da jetzt so Geräte aufgebaut werden, da gibt es dann halt so ein Bindemittel.
Das sind dann irgendwie so Segelspäne mit irgendeinem öligen Zeug,
damit das nicht staubt, wenn du fegst.
Dass man das erst auf dem Boden tut, so ein bisschen verteilt,
und dann kann man fegen.
Und die haben nicht verstanden, dass man im Endeffekt den Staub mit diesem Zeug auffegt.
Sondern, ja, wenn ich das vorher verteile, dann ist das kein Wundersicht,
das man fegen muss. Also die sind nicht dahinter verstanden.
Und da habe ich mir gedacht gehabt, ey, das sind alles Realschüler.
Weil die Firma hat nur Realschüler genommen.
Realschüler, also, ja, das war schon ein harter Tobak.
Bei wem klopft das? Bei mir?
Bei mir klopft keiner.
Bei mir ist es auch nicht.
Dann später, viele Jahre später,
Hör mal, wer da hämmert, oder wie?
Hab ich selber Auszubildende gehabt.
Zwar in einem anderen Beruf, aber ich hatte dann halt immer wieder mal Auszubildende dabei.
Dann habe ich dann auch gesehen, das hat sich nicht geändert.
Das ist eher schlimmer geworden.
Ja, wo durchkommt das?
Ist das gewollt, dass die Leute dumm bleiben oder dümmer werden,
damit man sie leichter lenken kann?
Ist das genau dieses Thema, was der Michel Foucault analysiert hat?
Oder die Thesen, die er aufgestellt hat, geht es wirklich darum,
durch Nichtwissen mehr Macht über die Menschen zu bekommen?
Oder, ich hatte gestern mit einem Freund darüber gesprochen,
da haben wir festgestellt,
dass vielleicht einfach die Haltungsbedingungen von den Menschen sich verändern,
immer mehr abhängig sein.
Das erkennst du dann an solchen Sachen wie nicht in der Lage sein, fegen zu können.
Okay, dann brauchst du dafür eine Maschine, die das für dich erledigt.
Oder auch diese KI-Systeme, die machen ja auch abhängig.
Irgendwann lernst du keine Fremdsprachen mehr und machst dir die KI für mich.
Das heißt, du trainierst dann auch dein Gehirn nicht mehr und du benutzt dein Gehirn nicht mehr.
Und wie jedes Organ, das durch regelmäßige Benutzung trainiert wird,
verkümmert es dann.
Insofern ist dieser Film, "Idiocracy", fast schon ein bisschen prophetisch.
Ja, aber guck dir das doch an.
Du hast so viele Situationen im Leben, wo du raus schaust, nach draußen gehst
und wo du siehst, stell dich dumm, dann ist das einfacher.
Das ist die Mimikrie.
Wie hat das Elon Musk mal formuliert?
Du musst lügen, um dich anpassen zu können, nach außen hin.
Das ist eine Frage, was er mit Lügen meint.
Ich glaube, dass das immer ganz wichtig ist, wenn man miteinander im Gespräch ist,
sich zu vergewissern, ob man bei den Begriffen, die wir verwenden,
ob wir da ähnliche Vorstellungen haben oder ob wir die anders nutzen,
ob wir ein anderes Verständnis haben von verschiedenen Begriffen.
Die Frage ist ja, was versteht er denn unter Lügen?
Vielleicht meinte er aber auch, sich damit zu verstellen.
Man muss sich die Situation immer anpassen.
Ich passe mich mein Gegenüber immer ganz gerne mal an,
um eine einfache Kommunikation zu haben.
In bestimmten Bereichen geht das nur.
Ich kann jetzt nicht mein Gehirn mittels Lobotomie abschalten,
damit ich mich mit jedem unterhalten kann.
Du hast es doch in den letzten vier Jahren gesehen.
Wenn du dich nicht angepasst hast, wenn du nicht gelogen hast,
dann bist du platt gemacht worden.
Egal von welcher Seite.
Das gilt mittlerweile für die Spaltung der Gesellschaft.
Es geht ja bis in die Schlafzimmer hinein mittlerweile.
Das hat man ja geschafft.
Du kannst ja noch nicht mal mehr deinen Nachbarn auf dem Flur treffen
und freundlich grüßen und sagen, das Wetter ist Mist.
Da kommt sofort eine politische Antwort.
Da kommt nicht politisch, sondern eine ideologische Antwort.
Was kommt denn da von der Antwort?
Ja, der Klimawandel.
Achso, zum Beispiel.
Ja, aber das ist doch erst mal nur Wetter.
Das können die Leute aber nicht trennen.
Nicht mehr.
Weil sie so manipuliert werden.
Mir geht es halt einfach darum, du musst dich verstellen.
In dem Moment, wo du deine eigenen vier Wände verlässt,
fängst du an zu lügen.
Du bist dazu gezwungen, um mit den Resten von Menschen
quasi vernünftig auskommen zu können.
Das nennt man Anpassung.
Das ist die Frage, wo hat das ein Ende?
Wo sind die Grenzen der Anpassung an andere?
Wenn wir alle absolute Individualitäten wären,
die wir ja trotzdem sind, aber nicht sozusagen …
Das verweigert das System uns aber.
Nein, du kannst in einer gewissen Weise individuell sein.
Aber die Individualität hört immer da auf,
wo die Individualität des anderen anfängt.
Wo die Individualität der anderen anfängt,
das bestimmt nicht du, das bestimmen auch die anderen.
Du wirst quasi ständig bevormundet.
Du musst eine Maske aufsetzen.
Du kannst dir aber Gott sei Dank auch die Gruppe aussuchen,
mit der du interagierst.
Um das jetzt mal so auszudrücken.
Du hast ja quasi Aussuch mit den Abhängs.
Das ist ja sehr relativ, ob ich aussuchen kann oder nicht.
Das wird schon schwierig, wenn ich …
Auf der Arbeit?
Auf der Arbeit kann ich mir das auch nicht aussuchen.
Bei meiner Arbeit auf jeden Fall nicht.
Und wenn ich in den Supermarkt gehe, geht es nicht.
Sobald ich mich in der Öffentlichkeit bewege,
suche ich es mir nicht mehr aus.
Das sind entweder zufällige Begegnungen
oder Kontakte, die gewissen Zwängen unterworfen sind,
wie zum Beispiel auf der Arbeit.
Ich stelle ja meine Kollegen nicht ein.
Das machen dann meine Vorgesetzten und, und, und.
Wer mir auf der Behörde begegnet, weiß ich auch nicht.
Und entsprechend, je nachdem, welche Ziele wir haben.
Wenn ich wohin gehe, habe ich unter Umständen ein bestimmtes Ziel.
Wenn ich einkaufen gehe, vielleicht den Zettel abarbeiten.
Auf der Arbeit gibt es bestimmte Ziele, Aufgaben,
die ich mir teilweise dann auch nicht selber aussuche,
wo ich einen gewissen Spielraum habe.
Und das bestimmt ja auch die Qualität der Begegnung.
Wie gehen wir miteinander in Kontakt, wir Menschen?
Das heißt, dass ich als absolutes vereinzeltes Individuum
kaum in Kontakt käme mit anderen Menschen,
wenn ich nicht aufmache und gucke, wie kann ein Kontakt zustande kommen.
Das ist dann mitunter auch ein stetes Aushandeln,
was wir mitunter gar nicht bemerken, wo wir Zugeständnisse machen,
wo wir uns vielleicht unbewusst überlegen,
nicht zu erzählen, wie es uns wirklich geht,
oder mit bestimmten anderen Informationen hinterm Berg halten
und gezielt auswählen, was wir an Informationen vermitteln.
Das machen wir ja auch bei der Bekleidung in der Regel, oder?
Oder geht die im Schlafanzug raus, wenn euch gerade Donner ist?
Meine Tochter macht das.
Hat sie auch schon gebracht.
Das ist das rebellische.
Das hat sie auch nicht im Winter gemacht, das hat sie natürlich im Sommer gemacht.
Aber das ist der Rebell in ihr, das darf sie dann auch.
Und sie muss ja mit den Konsequenzen leben, dass ihr den komisch angeguckt wird.
Aber generell würde ich sagen, dass das, was du gerade erzählt hast,
das bestätigt ja dieses Zitat von Elon Musk.
"You must lie to fit in", hat er gesagt.
Ja.
Und genau das ist es nämlich.
Ja, das ist natürlich...
Ist das ein Zwang?
Wenn du mit der Außenwelt kommunizieren willst,
musst du dich natürlich irgendwie dann auch adäquat verhalten.
Das sind dann die Verhaltensregeln und so weiter.
Aber wie kriegen wir jetzt den Bogen zum Wissen
und zur Wissensvermittlung? Egal.
Nein, um halt in gewissen Gruppen zu interagieren...
Du musst dich dumm stellen.
Und bei vielen Leuten, die ich auch kenne,
auch in meinem Umfeld, ist es so, dass ich da nicht besonders gut ankomme,
wenn ich halt auf einem gewissen Level rede oder auch interagiere.
Sondern wenn ich hingehe und dann das da alles ein bisschen runterschraube
und auch keine hohe Erwartungshaltung habe,
dass das unbedingt verstanden wird, was ich sage.
Das heißt, wenn man sich in der Außenwelt bewegt und unter Mitmenschen bewegt,
muss man eigentlich quasi immer so ein bisschen Chamäleon sein.
Zum Beispiel die Kunst des Smalltalks. Das ist eine ganz wichtige Sache.
Absolut, ja.
Viel reden, wenig sagen können und dann belanglos. Möglichst belanglos.
Das beste Thema ist... Ah, wie geht's? Ah, gestern ging's noch.
Das beste Thema ist Wetter. Wetter betrifft eigentlich jeden irgendwie.
Ja, das sagte ich ja schon. Auch das ist schon schwierig.
Ja, man muss ja gucken, mit wem man das machen kann.
Aber ansonsten über Belanglosigkeiten reden und dann möglichst viel.
Das geht super in Smalltalk.
Wie man schon sagt, Smalltalk ist das kleine Gespräch nebenbei.
Belanglosigkeiten. Damit fährst du gut.
Was ist denn belanglos? Was verstehst du darunter?
Oder was versteht ihr beide unter belanglos?
Was sind belanglose Gespräche?
Das sind Gespräche, an die du dich zwei Minuten später,
nachdem du die Person, mit der du dich ausgetauscht hast,
nicht mehr siehst, schon vergessen hast.
Ja.
Wer zum Beispiel unser Gespräch hier ist, ist zum Beispiel kein Smalltalk.
Smalltalk ist sowas wie, na, hast du auch die Tagesschau gestern gesehen?
Oder wie fandest du das Essen in der Kantine heute?
Oder wie war dein Urlaub? Das ist Smalltalk.
Ja, aber wer legt das fest? Das sind ja auch wieder Kriterien.
Es gibt Kriterien zur Belanglosigkeit, Kriterien zu Smalltalk.
Wer legt denn das fest?
Das Quantenfeld.
Was ihr darunter, was ihr darüber versteht.
Die Allgemeinheit. Deine Umwelt, deine Mitmenschen liegen das Niveau fest.
Die Frage ist gut, weil wer legt das fest?
Und das ist ja so ein soziokultureller Lernprozess.
Übers Wetter reden ist relativ belanglos, wenn ich jetzt nicht unbedingt am Strand gehen will.
Weil ich habe da keinen Einfluss drauf, wie das Wetter ist.
Ich kann mich nur vernünftig danach kleiden.
Also ich kann nur reagieren darauf.
Wie das Essen in der Kantine ist, da habe ich auch wenig Einfluss drauf,
weil entweder können die Köche ihr Handwerk oder sie können es nicht.
Oder ich habe eine persönliche Abneigung gegen das Essen, weil ich bin eine andere Küche gewöhnt.
Ich glaube, das lernst du von klein auf, also quasi mit der Muttermilch,
was belanglos ist und was eine Wichtigkeit hat.
Und in den Kulturkreisen, in denen du dich bewegst.
Zum Beispiel, wie viele Wörter für Schnee kennst du?
Nur genau eins.
Richtig. Vielleicht noch Pulverschnee und Nasserschnee und Matschschnee.
Ach so, ja. Ja, ja. Genau. So was magst du angehen.
Aber jemand, der halt da lebt, wo es viel Schnee gibt, zum Beispiel ein Inuit,
die haben etliche Wörter dafür.
Der Schnee beschreibt Eigenschaften und so weiter.
Die brauchen das, weil die halt in dem Bereich leben, wo das halt entscheidend ist,
wenn man halt sagen kann mit einem Wort, pass auf, der Schnee hat die und die Eigenschaft.
Mit denen kannst du das und das machen oder beziehungsweise nicht machen.
Für uns ist das nie wichtig, weil Schnee ist Schnee.
Vielleicht ist es auch noch ein Pulverschnee, der ist gut zum Skifahren.
Der Matschschnee ist gut, um ein Iglu zu bauen.
Ich kenne drei Wörter für Wetter.
Hier aus dem Hamburger Umfeld.
Schietwetter, Kackwetter und Wetterwetter.
Ich kenne zwei Wetter.
In Berlin bestimmt nicht anders, oder?
Also Schietwetter gibt es hier nicht.
Also den Begriff zumindest nicht.
Weiß ich gar nicht, aber ich glaube, ich habe vielleicht auch nicht so viel Smalltalk in meinem Alltag.
Ne, das stimmt nicht.
Also das hat eine bestimmte Funktion, so belanglos zu sprechen miteinander.
Richtig, das hat eine Funktion.
Zumindest in meinem Alltag.
Wenn ich Nachbarn treffe, je nachdem wie gut ich die schon kenne, wie oft ich die schon getroffen habe,
ob es um auf der Arbeit, wenn ich mit Klienten spreche, Arbeitskontext.
Und das erschließt sich einem manchmal nicht so, welche Funktion hat eigentlich gerade der Smalltalk.
Vielleicht ist dieser Begriff Smalltalk, das ist ja ein englischer Begriff.
Ich weiß gar nicht aus welchem Kulturkreis der kommt, ob der aus Amerika oder aus England kommt, ist auch egal.
Ich glaube, dass das von der Begrifflichkeit her vielleicht nicht so genau beschreibt, was eigentlich damit gemeint ist.
Da fände ich eigentlich die deutsche Bezeichnung dafür, finde ich eigentlich viel besser.
Belanglosigkeiten austauschen oder auch Freundlichkeiten austauschen.
Du kannst auch sagen, das ist der kleine freundliche Schnack.
Ja, genau, der kleine freundliche Schnack.
Wenn ich an der Kasse stehe und bezahle, kann ich ja auch hingehen und da grießgrämig sitzen und meine Ware verpacken und bezahlen.
Oder du machst ein kleines Witzchen.
Genau, oder halt so.
Da ist die Kasse mal wieder leer.
Genau, oder heute ist der Laden aber schön gefüllt.
Irgendwie sowas, ne? Eine Kleinigkeit.
Genau, oder hier in Munzburg sind neulich Schaufensterscheiben kaputtgeschlagen worden und dann kann man sich darüber mit der Bäckereifachverkäuferin unterhalten.
Ja.
Na, sind bei Ihnen auch die Scheiben eingeschlagen worden und dann hörst du da so eine grießgrämige Antwort, wir haben keine Scheiben.
Susanne, du wolltest was sagen.
Ich hab mich gefragt, ob das denn noch Smalltalk ist oder schon eher verbindlich.
Das ist ja genau.
Na ja, es geht ja darum, sozusagen ein gemeinsames Erleben oder ein gemeinsames Sehen mitzuteilen.
Zu sagen, so, ich hab das gesehen, dass da Scheiben eingeschlagen worden sind und wie gut, dass das bei Ihnen nicht passiert ist.
Das ist eigentlich das, was ich damit implizieren wollte.
Und das hat sie dann halt auch irgendwie, das ist dann die Kommunikation, die dann unterschwellig abläuft.
Ich versuche mich mit ihr zu sympathisieren.
Sympathikus, freundlich.
Ne, was heißt Sympathikus?
Ich hab vergessen, mein Latein ist so eingerostet.
Es geht einfach darum, auf verschiedenen Ebenen mitzuteilen, meine, sozusagen, meine Anteilnahme mitzuteilen
und sich quasi so gemeinschaftlich eine Gemeinschaft herzustellen, weißt du.
Ich gehe fast jeden Tag zu diesem Bäcker, die kennen mich mittlerweile, die wissen, was ich haben will, ich muss schon gar nicht mehr viel sagen.
Es geht einfach so darum, so ein bisschen diese Mitmenschlichkeit, dieses Miteinander zu pflegen.
Und ich glaube, dass das auch eines der Dinge ist, die in den letzten Jahren lockdown-bedingt sehr gelitten haben.
Und jüngere Mitmenschen kennen das zum Beispiel teilweise nicht.
Oder so wie sie in den Social Media miteinander umgehen, haben sie es nie gelernt.
Es geht einfach darum, diese Mitmenschlichkeit auch so ein bisschen zu pflegen.
Durch die Funktion des freundlichen Wortes.
Das ist die soziale Funktion eigentlich.
Ich gebe dir mal ein kleines Beispiel, was vor und nach der Pandemie so unterschiedlich ist.
Vor der Pandemie sind alle schön feiern gegangen am Wochenende, ne?
So ein bisschen Party machen.
Dann kam die Pandemie und dann war die Pandemie zu Ende und das normale Leben ging weiter.
Trotzdem sind hier in der Gegend etliche Nachtclubs, Diskotheken und so weiter bankrott gegangen.
Die es noch während der Pandemie zwar irgendwie noch geschafft haben, aber danach sind sie trotzdem pleite gegangen.
Warum? Weil die jungen Leute in dem Zeitraum einfach verlernt haben, Party machen zu gehen.
Das sind solche Auswirkungen, die indirekt…
Du meinst, die können nicht mehr Party machen?
Das ist eine Erziehung gewesen.
Die können Party machen, die machen nur anders Party.
Aber das ist genau das, was ich meinte.
Die Haltungsbedingungen für die Menschen haben sich geändert.
Die Haltungsbedingungen wie Käfighaltung oder Freigehege?
Im übertragenen Sinne.
Im übertragenen Sinne.
Du musst das so ein bisschen abstrahieren.
Ich gehe mal davon aus, dass auch wir Menschen domestiziert sind und einen gewissen freiheitlichen Rahmen bekommen.
Du kannst das gerne Gefängnis nennen, wie du willst.
Im Lockdown in den Pandemiejahren hat man ja gesehen, wie viel Freiheit wir eigentlich alle haben oder auch eben nicht.
Und wie schnell das verlustig gehen kann.
Und dadurch hat man erreicht, dass die jungen Menschen das einfach nicht gelernt haben, Party zu machen.
Also gehen sie auch nicht mehr raus.
Sie hängen dann lieber zu Hause rum vor der Konsole.
Fließen sich nicht zu Gruppen zusammen, vielleicht sogar zu größeren Gruppen.
Werden vielleicht sogar politisch aktiv.
Oder wenn sie aktiv werden, dann vielleicht nur so, wie es gewollt und gewünscht und geduldet wird.
Aber nicht so, wie es vielleicht nicht gewünscht wird.
Wie lange war denn der Lockdown?
Ich frage mich gerade, das klingt so, als ob wir 20 Jahre Lockdown gehabt haben.
Nein, das nicht. Aber das hat ausgereicht, um eine Generation zu versauen.
Ja, dann leben wir glaube ich in völlig verschiedenen Welten.
Hier in Berlin, also da, wo ich unterwegs gewesen bin, vor dem Lockdown, währenddessen, weil ich auch arbeiten gegangen bin und jetzt danach.
Also es wurde auch mittendrin noch Party gemacht. Das ist keine Frage.
Und in den Pausen zwischen den Lockdowns, da haben sich Rudeln, das ist vielleicht da, wo du dich aufgehalten hast.
Aber das ist ja einmal die Frage, ob das, was wir als Einzelperson hin und wieder beobachten,
oder was wir ständig beobachten, ob das repräsentativ ist, sodass wir das verallgemeinern können und da eine Regel ableiten können.
Das ist halt die Frage, ob das so eine Relevanz hat.
Und was ich beobachte, ist, dass, also ich finde das im Übrigen auch nicht schade, wenn man weniger Party macht,
aber das ist mein persönlicher Geschmack, wer es gerne mag, der soll es machen.
Aber ich weiß auch nicht, ob das, wir sind mit dem Thema Bildung eingestiegen,
ob das dazu führt, dass der Bildungsgrad gesteigert wird.
Hier in Berlin ist der Trend dazu gegangen, dass unheimlich viele Spätis aufgemacht haben
und die Menschen, auch die jungen Leute, sich da versammeln und Party machen, Musik hören, weil es einfach billiger ist,
als in den Club zu gehen.
Jetzt musst du doch mal erklären, was Spätis sind für die Nicht-Berliner.
Spätkäufe.
Bei uns im Ruhrgebiet würde man sagen, das ist eine Bude.
Eine Bude, okay.
Oder ein Kiosk.
Also ein Späti ist ein Spätkauf.
Also ein Kiosk.
Ja, nee, das ist schon manchmal so ein kleiner Laden.
Also was vielleicht mal ein Zeitungsladen gewesen ist.
Und das hat sich so in den letzten Jahren, hat sich das zumindest in meinem Wohnumfeld so entwickelt,
dass die sich ausgebaut haben, also dass die ein wahnsinniges Angebot an Alkoholiker haben.
Und Menschen das gerne und immer mehr nutzen, um da auf Bänken davor zu sitzen
und dann eher etwas günstiger Alkohol zu trinken.
Dann gibt es Knappereien und was weiß ich, was man sich noch besorgen kann.
Pizza, Milch.
Genau, das kannst du dir sogar liefern lassen, die Pizza.
Cornflakes.
Genau, und dann, also ich war mehrere Jahre bei einem Friseur, der sagte,
dass er den Jahreswechsel immer gerne an seinem Späti feiert.
Also der geht nicht irgendwo hin, also nicht in irgendeinen Club oder so, sondern der findet das toll.
Okay, dann hat das ja durchaus auch positive Effekte gehabt, sich da solche Spätis entwickeln.
Ja, die gab es vorher auch schon, aber ich meine, dass es zumindest hier im Wohnumfeld noch mal deutlich mehr gibt.
Also hier in Hamburg hat sich sowas nicht entwickelt.
Also hier bei uns im Ruhrgebiet, hier in Dormer, da gab es das natürlich auch schon,
aber es ist wirklich mehr geworden und das Sortiment ist natürlich gewaltig gestiegen.
Du gehörst hier in Hamburg an Lieferdienste, das stimmt.
Wenn ich vorher hingegangen bin und konnte, sag ich mal, in so einer Späti oder Bude Brötchen kaufen,
manchmal sogar Belegte und halt Getränke und dann halt diese typischen Sachen, die man in der Bude so bekommt,
kann ich heute hingehen, mir Milch holen, Eier, gekochte sogar ungekochte Eier.
Ah, Tante-Emma-Läden von früher. Kennt ihr die noch?
Ja, genau.
Ich kenne die noch, Susanne auch, das weiß ich.
Ich muss mir vorstellen, die haben dann bis 23, 24 Uhr offen und wenn du dann wirklich mal sagst,
ey, scheiße, ich habe die Eier vergessen, ich wollte morgen Kuchen backen, ja, dann kannst du da hingehen.
Wie gesagt, hier in Hamburg gibt es sicherlich auch Ecken, wo es Kioske gibt und die haben auch sicherlich Sortimente ausgebaut,
aber das ist jetzt hier in Hamburg leider nicht so, dass du das in jeder Straßenecke oder in allen Vierteln so hast.
Was ich hier beobachtet habe, ist, dass hier vor allem Lieferdienste, Picknick, keine Ahnung, wie sie alle heißen,
sind hier wie Pilze aus dem Boden geschossen und alle gesteuert durch die großen Lebensmittelkonzerne,
die dich mit allem versorgen, was gut und günstig ist, plus 20 Prozent Aufschlag.
Wobei ich sagen muss, ich bin Picknick-Kunde und der ist nicht teurer wie Edeka.
Ja, aber Edeka ist jetzt auch nicht gerade so günstig.
Ja gut, aber du weißt, wenn ich bei Edeka einkaufen gehe, sage ich das Gleiche.
Ja, nochmal um auf den Ausgang zurückzukommen. Ich bin ja groß geworden in einer Familie, Arbeiter.
Meine Mutter war medizinischer Fachangestellte, mein Vater war Handwerker zu dem Zeitpunkt.
Also so ein ganz normales Malocher-Kind.
Und für mich war es immer was Besonderes, wenn das Kindertheater bei uns war und wir da hingegangen sind,
dann gab es halt eine schöne Vorstellung und ich fand das besser wie Kino.
Natürlich Kino ist was anderes, aber ich fand das geiler.
Und dann irgendwann mal sagte meine Mutter, nachdem dann halt so meine mittleren Neffen mal da waren,
ja hier in Dortmund haben sie ja auch ein tolles Kinderkino und so, nach meinem Schwager sofort, dafür interessieren wir uns nicht.
Und ich denke mir nur so, warum? Und dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
Der kennt das alles gar nicht. Der kennt keine Musikschule, der weiß nicht wie das ist, wenn man ins Theater geht und solche Sachen.
Der kennt einfach nur so Kirmes, Freizeitpark und solche Sachen.
Aber so die ganzen anderen Freunde, das kennt er alles gar nicht und deswegen ist das auch nicht wichtig.
Und du kannst dich mit diesen Menschen zwar über alles unterhalten, aber man merkt halt, dass irgendwo ein bisschen Bildung fehlt.
Also ich sage nicht, dass er dumm ist, nein, ganz und gar nicht, er ist ein intelligenter Mensch,
nur keine kulturelle Bildung, keine musikalische Bildung, nichts.
Das Umfeld hat das auch nicht gefördert.
Genau, weil es einfach nicht nötig ist.
Hat das Umfeld gesagt.
Genau.
Und da kommen wir an den Punkt.
Also meine Frau arbeitet ja in einem Kindergarten und in diesem Kindergarten, der Kindergarten hat angeboten bekommen,
dass sie kostenlos einmal im Jahr mit einer Gruppe von Kindern, das wird allen Hamburger Kindergärten angeboten,
dass sie einmal im Jahr kostenlos das Miniatur Wunderland besuchen dürfen.
Für Nicht-Hamburger.
Miniatur Wunderland ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt.
Die geht über mehrere Ebenen.
Und Gebäude.
Und Gebäude, genau.
Ich weiß gar nicht, wie viele Millionen Besucher da jedes Jahr sich das angucken.
Ist auf jeden Fall sehr, sehr, sehr, sehr viel für alle Altersklassen zum Angucken und zum Staunen.
Und die Kindergartenleitung hat zu meiner Frau gesagt, nein, das wollen wir nicht.
Wir wollen nicht daran teilnehmen.
Da frage ich mich, warum nicht?
Weil es ist ein kostenloses Angebot, für das sich der Kindergarten natürlich erst mal bewerben muss,
für die entsprechenden Termine.
Argumentation war, ja, dann müssen wir für den Ausflug ja Personal bereitstellen.
Wo du dir echt nur einen Kopf fassen kannst, ja, aber das ist doch gut für die Kinder.
Und ich glaube, dass die Bildung in unserem Land schon lange nicht mehr als etwas Wichtiges erachtet wird.
Sondern es geht nur noch um betriebswirtschaftliche Faktoren.
Da ist das Personal, die müssen bezahlt werden, da müssen Tickets gekauft werden für die Fahrkarten für die Kinder.
Und dann ist ja noch das Thema Sicherheit, was ist mit der Versicherung und bla bla bla.
Aber dass vielleicht bei dem einen oder anderen Kind, dass dort vielleicht ein Funke entfacht wird,
der mal irgendwann zu einem lodernden Feuer werden könnte.
Und vielleicht dafür sorgt, dass eines von diesen Kindern, die dieses Miniaturwunderland besucht haben,
vielleicht irgendwann mal, keine Ahnung, Lufthansa-Pilot werden oder Zugführer oder, was weiß ich, Bundeskanzler oder Kanzlerin.
Das wird einfach weggewischt aus wirtschaftlichen Faktoren.
Und ist vielleicht auch der Grund, dass dieser Eindruck, den ich habe, dass meine Mitmenschen immer dümmer werden,
einfach der Grund, weil wir dem Kapitalismus hinterherlaufen?
Frage ich.
Mein mittlerer Neffe, wo ja gesagt wurde, das interessiert uns nicht, war jetzt mal mit meiner Mutter in so einem Schattentheater-Vorführung für Kinder.
Und der war auch vor, im Kino gewesen.
Und weißt du, was der gesagt hat?
Er möchte noch mal zu so einer Kindertheater-Vorführung.
Er möchte gerne mehr davon sehen.
Und das Resultat war davon gewesen, dass der sich quasi in der Grundschule,
die haben da auch schon so was ähnliches wie AGs, in einer Musik-AG angemeldet hat und da jetzt Instrumente spielt,
weil ihn das interessiert.
Und das ist für mich der Punkt.
Du musst Angebote schaffen, damit jemand, der auch erstmal auf die Idee kommt, das könnte ihm ja gefallen.
Und dafür muss er halt auch eine gewisse Offenheit haben.
Mir ist aufgefallen, dass sobald du dich irgendwie als jemand, der halt Ahnung hat, bautest, dir oft ja, Ummut entgegenschlägt.
Also in meiner Frage.
Du meinst so wie du mit deinem Doktor in Mathematik?
Zum Beispiel. Das ist etwas, womit ich halt nicht hausieren gehe, weil man wird schon manchmal echt doof deswegen angeguckt.
Und ja, in meiner Vergangenheit habe ich halt erfahren, dass, warum auch, ich habe keine Ahnung, warum ich das Glück hatte.
Ich musste nie großartig lernen.
Und mir ist das alles so zugeflogen.
Und Hausaufgaben kenne ich auch nur halt in Deutsch und in Englisch.
Ansonsten habe ich nie Hausaufgaben gemacht, weil ich die nicht brauchte, die konnte ich einfach.
Und das hat den Neid meiner Mitschüler auf sich gezogen.
Das muss man sich mal vorstellen. Ich kann nichts dafür.
Das ist dieser klassische Streber, der auch in den früheren 70er, 80er Jahren halt immer das bebrillte Nerdkind, das hat sich ja Gott sei Dank ein bisschen geändert.
Nicht zuletzt durch diese eigene Fernsehserie. Wie heißt die denn noch?
Big Bang Theory.
Du meinst Big Bang Theory.
Ja, aber vorher schon bei YouTube wurde ja auch das Nerdtum schon gefeiert.
Es gab jede Menge Leute, die sich öffentlich als Nerd bezeichnet haben, aber jetzt nicht Nerd in diesem wissenschaftlichen Typ, sondern als Nerd, der halt komische Hobbys hat.
So wie Manga sammeln oder YouTube machen und solche Sachen.
Und da ist das ja angefangen, dass das halt schon so normaler wurde, dass man halt auch ein Nerd sein darf.
Aber ich kann mich noch erinnern, es gab diese Serie "Vier Fäuste".
Ja, ein Trio mit vier Fäusten.
Genau.
Die hatten auch einen Nerd.
Genau. Brille, komischer Typ.
Kaputten Brillenbügel, konnte Computer programmieren, aber keine Hubschrauber fliegen.
Hubschrauber konnten nur die coolen, die zwei coolen Typen, die ständig die Frauen auch abgekriegt haben.
Das sind ja eher Beispiele, dass das in früheren Zeiten, also als wir noch jung waren, jugendlich waren, vor 30, 40 Jahren, das auch nicht so gern gesehen war, wenn Menschen gebildet waren.
Etwas überdurchschnittlicher, besser mit Bildungsinhalten umgehen konnten.
Das würde ich jetzt so sehen.
Ich denke, dass das auch Ängste hervorruft bei Menschen, die zum Beispiel Schwierigkeiten hatten in der Schule mit Mathematik oder die Lateral nie begriffen haben.
Ja, überhaupt mit der Schulbildung nichts anfangen konnten, weil sie vielleicht Lehrer hatten, die ihnen das nicht vermitteln konnten, die vielleicht keine Freude an der Pädagogik hatten.
Pädagogik bedeutet ja, dass man sich Gedanken macht, wie Inhalte transportiert werden können, dass die auch verinnerlicht werden können.
Ich stelle mir das vor, dass das bei vielen Menschen auch Ängste auslöst und unangenehme Gefühle, die wir ja alle nicht haben wollen.
Also wer möchte schon gerne unangenehme Gefühle haben und das hat sich ja bewährt.
Entschuldige, wenn ich dich unterbreche, aber hat das nicht auch eine Methode, dass auch das Umfeld dafür geschaffen wird?
Ich würde mal sagen, dass das Biotop dafür gesät wird, dass diese Angst auch schön gedeihen kann.
Oh, der ist klug, der ist gefährlich.
Ja, wir nehmen jetzt mal einfach das Beispiel Länder, dritte Welt, wo halt ein ziemlich niedriges Bildungsniveau ist der der Bevölkerung.
Also der überwiegende Teil der Bevölkerung ist schlecht gebildet.
Die sind relativ einfach kontrollierbar, weil denen fehlt das Wissen, um sich vernünftig wehren zu können, um sich politisch zu engagieren,
um sich auf eine nicht, ich rede jetzt mit der Mistgabel hinter dir her, sondern auf eine zivilisierte Art und Weise zu wehren.
Denen fehlt einfach das Wissen dafür, weil sie keinen Zugang dazu haben und weil sie auch nicht wissen, wie sie Zugang dazu bekommen.
Oder weil es technologisch gesehen nicht die Möglichkeit dazu gibt.
Und je funktioneller ich eine Bevölkerung halte, das ist ein doofer Begriff dafür, aber je funktioneller ich sie halte…
Das passt doch, das ist doch genau, worauf ich hinaus wollte. Die Haltungsbedingungen haben sich gestaltet.
Habe ich folgsame Arbeiter, die zufrieden sind, Brot und Spiele.
Das hat in alten Rom funktioniert und das funktioniert heute auch.
Nur unser Brot und Spiele, das ist einmal der Lieferando und Lieferdienst und das andere ist RTL2.
Sag mal, was ist denn hier los? Das ist doch von mir, glaube ich.
Das sind wahrscheinlich die Böller.
Ja, das sind wohl die Böller.
Ich wundere mich, dass das bei mir vor der Tür so ruhig ist.
Bei mir ist es auch schon die ganze Zeit rumknallen.
Aber Sascha, das ist ganz interessant, was du da sagst, weil das klingt wieder nach Foucault, der Zusammenhang zwischen Wissen und Bildung und Macht.
Aus dem Grund hat man ja auch Frauen lange von der Schulbildung, von der universitären Bildung ferngehalten.
Gerne auch verstanden, dass die Gehirne ja viel zu klein sind dafür, Frauen zu emotional und so weiter.
Ganz genau, ja.
Und auch die Bevölkerung ist, wenn überhaupt, in die Volksschule gegangen, um dann vielleicht aus der Bibel etwas lesen zu können.
Da ging es nicht darum, irgendeine Form von Bildung zu erreichen, dass sie selbstständiger werden.
Ich glaube, man muss auch nochmal gucken, was verstehen wir unter dem Begriff Bildung.
Ich glaube, gebildet oder bildsam sind ja ganz viele.
Selbst wenn da keine Schulbildung und auch keine universitäre Bildung in dem Sinne, dass das gemeinsam geteilte Bildungsinhalte sind,
wie Naturwissenschaften, Mathe oder Fremdsprachen oder was auch immer.
Aber man kann sich schon vorstellen, dass auch Menschen, Kinder, wenn die irgendwo auf dem Dorf groß werden,
dass die natürlich auch über andere Formen von Bildung verfügen.
Vielleicht auch so ein intuitives Wissen, was Pflanzen betrifft, was Ernährung betrifft oder so andere Sachen.
Aber das wird ja auch bekämpft.
Was ich meinte, war ja das Funktionelle.
Also jemand, der halt in gewissem Rahmen lesen kann, in gewissem Rahmen mathematische Fähigkeiten hat,
dass man halt alltagsfunktionell ist.
Ja, das kann ich mir…
Das kann auch jemand auf dem Dorf.
Ja, meinst du jetzt ein deutsches Dorf?
Doch, ein deutsches Dorf.
Ich glaube nicht, dass in den Großstädten die Schmieden sind, die Kaderschmieden für große Geister oder so.
Das kannst du in den Dörfern genauso haben.
Aber woran ich gerade denken muss, ist, dass das natürlich politisch auch gesteuert wird,
was an Bildungsinhalten vermittelt werden müsste, damit der Arbeitsmarkt bedient wird,
damit die Wirtschaft weiter so läuft oder sich weiterentwickeln kann, wohin auch immer das denn gehen soll.
Und dass dazu natürlich auch bestimmte Bildungsinhalte vermittelt werden müssen.
Aber das ist ja genau das, was ich zumindest immer wieder lese und höre.
Und ich glaube auch, Thomas, was ihr beide auch meintet, dass das offensichtlich immer schwieriger wird.
Also selbst dafür, Nachwuchs zu finden, weil es so große Lücken bezogen auf bestimmte Bildungsinhalte gibt.
Ich hatte, um ein Beispiel zu nennen, ich hatte im vergangenen Jahr eine Auszubildende,
die hat von uns einen Lehrplan bekommen, wo Aufgaben drauf sind, die sie selbstständig erledigen konnte.
Und die war nicht in der Lage, sich mit dem Thema so weit auseinanderzusetzen, dass sie Fragen sich notiert
und selbstmotiviert vielleicht mit den Fragen zu uns kommt und uns diese Fragen stellt,
sondern sie hat die einzige Erwartungshaltung gehabt, dass sie von uns die Lösung bekommt für die Aufgabenstellung.
Das war ihre einzige Frage, wenn wir sie denn gefragt haben, brauchst du Hilfe?
Da hat sie nur gesagt, ja, wie ist denn die Lösung jetzt?
Das ist so Psychiatrie.
Sie war unfähig, und das war eine Gymnasiastin, sie war unfähig, sich selber dazu zu bringen,
in die Lage zu versetzen, dass sie die richtigen Fragen stellt, um dann selber auf die Lösung zu kommen
oder sich selber die Lösung zu entwickeln.
Sie war nicht in der Lage, die Problematik in Teilaufgabenstellungen zu zerlegen und die dann abzuarbeiten.
Das konnte sie nicht.
Bei dieser Beobachtung habe ich schon vor vielen Jahren gemacht.
Sascha ist 16.
Sascha verdient sich ein bisschen Geld dazu, indem er manchen Leuten erklärt, wie ein Computer funktioniert.
Damals war DOS noch ein ganz großes Thema.
Da komme ich zu einem Sohnemann hin von einem Arzt, der hatte einen nagelneuen Computer geschenkt gekriegt,
so eine absolute Traummaschine damals.
Natürlich war da auch MS-DOS 6 drauf.
Und jetzt mach was damit.
Und dann habe ich ihm gesagt, hier, lies das Buch, lies das Buch, und dann kapierst du, was du mit der Kommandozeile machen kannst.
Er war nicht in der Lage gewesen, das umzusetzen.
Er hat einfach erwartet, dass ich ihm jetzt einen Haufen Sachen erzähle oder am besten noch aufschreibe, dass er was machen kann.
Jeder, der damals mit einem Rechner gearbeitet hat, weiß, die unglaublichen, faszinierenden Möglichkeiten der Eingabezeile bei DOS, die eigentlich nicht vorhanden sind.
Das Ding ist einfach das, was du mittlerweile alles mit der Maus machst.
Das musste man halt dort in einzelne Befehle zerlegen und die dann mit Variablen versehen und parametrisieren.
Und dann hast du im Prinzip dieselben Sachen machen können.
Die grafischen Oberflächen sind natürlich schon eine große Erleichterung.
Jetzt modernere Übersetze, die Touch-Gestiken, die man auf so einem Smartphone machen kann, sind ja nichts anderes als der hinterliegende Befehle, die der Computer ausführt.
Genau. Und da habe ich schon gemerkt gehabt, egal wie gut das Elternhaus ist, egal wie viel Geld da ist, wenn du da nicht das Interesse hast oder auch die…
Das ist, glaube ich, der Punkt, das Desinteresse, das vorhanden ist.
Provokative Frage. Jetzt haben wir ja so ein bisschen auch an Beispielen besprochen oder haben Beispiele gehört, was Menschen oder auch was junge Menschen alles so nicht können.
Also am Beispiel von jungen Menschen in der Ausbildung.
Auch alte Menschen übrigens. Da differenziere ich jetzt nicht unbedingt.
Genau. Die Frage ist ja, ob der Bildungsgrad tatsächlich so abgenommen hat oder was sich da ansonsten noch verändert hat.
Was denkt ihr denn, woran das liegt? Könnt ihr euch da hineinversetzen in die Betreffenden, wenn ihr in Kontakt seid und feststellt, da versteht jemand was nicht. Könnt ihr das nachvollziehen?
Ich höre ganz oft, wenn ich da mal so nachhake oder so weiter, das brauche ich nicht. Das muss ich nicht können.
Desinteresse.
Ganz oft ist da Desinteresse.
Oder es ist halt bequemer, das nachzuplappern, was das Fernsehen einem erzählt, als mal selber sein Gehirn einzuschalten.
Das ist halt anstrengend. Denken ist anstrengend. Es verbraucht viel Kalorien.
Überleg doch mal, seit der Einführung von diesen ganzen Infotainment-Klamotten auf dem Privaten vor allen Dingen, also nicht, dass es das nicht auf dem Öffentlich-Rechtlichen gab.
Knopfhoff ist das beste Beispiel für Infotainment gewesen.
Diese Wissenschaftssendungen damals, die ersten oder zweite?
Keine Ahnung. Ist schon so lange her.
Aber das kam ja nochmal richtig groß auf O7 und RTL und so weiter hervor.
Und diese Formate vermitteln ja ein bisschen Wissen mit einer tollen Show dabei.
Man merkt so wirklich, dass da auch so dieser Einbruch passiert ist, dass man halt auf einem gewissen Level etwas weiß, aber wenn es weiterführt, also wenn es interessant wird, dann bricht es meistenteils ein.
Ich versuche das ja mal so zu erklären mit der Mathematik.
Du lernst ja auf der Hauptschule alles, was wichtig ist, bis zur 10. Klasse.
Und dann, wenn es so quadratische Gleichungen kommen, so diese schönen Sachen in der Mathematik.
Das lernst du alles nicht mehr.
Du lernst Lineare Gleichungen.
Wenn du einen guten Lehrer hast, der bringt dir noch die ersten Sachen für eine quadratische Gleichung bei.
Aber danach, alles was interessant ist oder auch was einen wirklich weiterbringen würde, das kommt ja nicht mehr.
Und wenn du da kein Interesse hast oder so, dann geht das alles an dir vorbei.
Nehmen wir mal das Beispiel Klimawandel.
Da wird den Leuten erzählt, ja das böse CO2 und wir hier in Deutschland, wir müssen mit Beispiel vorangehen.
So ja, okay. Wie viel CO2 sind denn in der Atmosphäre?
Ja, du meinst die Prozentzahl, das hatten wir ja schon mal aufgedröselt.
Ja, aber wenn du das den normalen Leuten auf der Straße, wenn du sie danach fragst, da kommen dann solche Antworten wie ja so 20% oder 30%.
Die wissen nicht, dass das nur 0,04% sind.
Und das ist nun wirklich ein wichtiges, ein kleines, aber ein wichtiges Detail, was in dieser kompletten Berichterstattung halt immer weggelassen wird.
Und dass Deutschland, anteile ich nur mal gerade eben, 4% davon, also von 0,04% Gesamtsjahreserzeugung, davon nur Deutschland, nur 4%.
Das wird den Leuten nicht erklärt, das lässt man einfach weg.
Ja, das ist aber auch der Komplexität dieses Themas geschuldet. Also wenn das alles richtig aufdröseln würde.
Ja, dann muss man den Leuten das nochmal ein bisschen genauer erklären, damit die Leute da auch mal eine andere, und du musst vor allem auch andere Meinungen und andere, nicht nur andere Meinungen, du musst auch mal andere Fakten zu dieser ganzen Thematik auf dem Tisch legen.
Und nur dieser eine Bericht, den mal so gerade eben irgendwie so 120 Wissenschaftler unterschrieben haben, das wird immer so als Konsent, als der wissenschaftliche Konsent, nee, das stimmt nicht.
Das ist nicht wahr. Und das ist das Schlimme an dieser ganzen Geschichte.
Das geht ja mittlerweile so weit, dass dieses Thema an sich schon den Status einer Religion erreicht hat. Die Leute gehen nicht mehr in die Kirche, sondern jetzt gehen sie halt zu welchen Veranstaltungen auch immer und tanzen und hüpfen.
Was mich in der Diskussion um diese Sache so tierisch abfuckt, um das mal so zu sagen, ist, dass andere Meinungen gar nicht geduldet werden.
Wenn du jetzt hier auf die Straße, du gehst nach draußen und läufst mit offenen Augen herum, dann solltest du eigentlich mal verstehen und feststellen, dass sich in der Umwelt etwas verändert.
Die Blütenzeiten haben sich nach vorne verschoben. Manche Sachen blühen länger, andere Sachen blühen wesentlich eher.
Jetzt gerade diese Regenmengen, viele andere Sachen. Das sind nur ein paar Beispiele von vielen Veränderungen, die wir so haben.
Also, dass irgendetwas da passiert auf größerer Ebene, das sollte wohl eigentlich irgendwie jedem auffallen. Was ist der genaue Grund dafür?
Lassen wir mal ausgeklammert, ob es das CO2 ist oder ob es rülpsende und furzende Kühe sind, ob es Sonnenaktivitäten sind, ist egal.
Alleine die Tatsache, wenn man erwähnt, dass sich da etwas verändert, bringt Leute schon zum Explodieren.
In die eine oder in die andere Richtung, ganz genau.
Und das ist egal, ob das jetzt der Nachbar ist oder halt der Assi von der Tankstelle oder sonst was. Jeder hat dazu irgendwas zu sagen und jeder explodiert.
Also, um deine Frage zu beantworten, Susanne, die du gestellt hast, wie wir uns das erklären, dass die Leute so sind.
Zum einen ist das das Desinteresse. Das Fernsehen erklärt mir ja alles, nimmt mir das Denken ab.
Ja, wieso? Hat doch hier der Onkel in den Nachrichten gesagt, dass das so ist.
Oder der Wettermann oder wer auch immer, ist auch egal. Irgendein Experte, heute wird ja gerne mit Experten gearbeitet, die werden das schon wissen.
Also muss das auch so sein.
Ich sag mal so, vor 40, 50 Jahren ist die Religionsgläubigkeit, die Kirchengläubigkeit ersetzt worden durch Experten, durch Wissenschaftsgläubigkeit.
Die haben A gegen B ausgetauscht. Das Ganze ist jetzt quasi eine Ersatzreligion.
Ich könnte es auch als Aberglauben bezeichnen, ich weiß es nicht.
Aber das wäre meine Erklärung, warum die Menschen sich so verhalten.
Und das ist das, was ich meinte, die Haltungsbedingungen haben sich geändert.
Ja, aber das ist aber auch die Suche nach einfachen Erklärungen. Einfache Erklärungen sind immer gut.
Ja, weil es bequem ist.
Ist das nicht vielleicht auch eine einfache Erklärung, die auch einfach erklärt, warum Menschen eine andere Meinung haben als ich selbst.
Das ist die Krux an der Sache.
Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Das ist die Krux an der Sache.
Das ist eine provokative Frage, weil ich finde es immer ganz wichtig, sich immer wieder an die eigene Nase zu fassen und sich Gedanken darüber zu machen, inwieweit ich selber verkürzt denke, ob ich gerade einen Tunnelblick habe.
Das kann ja manchmal auch ganz nützlich sein und trotzdem ist es ja wichtig, den Blick weiterzustellen und zu kontextualisieren.
Und das ist nicht immer einfach.
Und in diesem Zusammenhang finde ich es auch wichtig zu schauen, was lösen eigentlich andere Meinungen in mir für Gefühle aus.
Wie gehe ich damit um? Bemerke ich das überhaupt?
Wenn ich das nicht bemerke, dann stelle ich mir die Frage wahrscheinlich nicht.
Garantiert nicht.
Ja, und ich glaube, das betrifft alle Menschen, ganz egal für CO2, gegen CO2, in welchem Lager auch immer sich jemand verortet oder ob jemand meint, ein ganz eigener Individualist zu sein.
Das hat halt dazu, dass sie sich auf die Straße kleben.
Ja, warum die das machen, das findest du vielleicht eher heraus, wenn du dich intensiv beschäftigst.
Also nicht so viel deuten, sondern hinterfragen, was bewegt die eigentlich.
Ich glaube, dass das ganz viele sind, die auch echt Angst haben. Viele junge Leute, die Angst vor ihrer Zukunft haben oder Angst davor, keine Zukunft zu haben.
Oder einfach das machen, was die Gruppe ihnen sagt.
Aber das machen ja auch ganz viele und es ist meiner Meinung nach auch Teil des Menschseins, macht das ja aus.
Das haben wir ja schon festgestellt.
Also "you lie to fit in", wie Elon Musk gesagt hat. Also machst du es halt mit.
Lässt sich da von welchem Verein auch immer bezahlen, dass du dich da halt auf die Straße klebst.
Ja, aber die Susanne hat da gerade richtig was Wichtiges gesagt.
Wir Menschen sind Herdentiere, das hat man zu vergleichen.
Es gibt genügend soziale Experimente, echte Experimente, keine YouTube-sozialen Experimente,
wo man nachgewiesen hat, wenn einer so einen Leithammel macht, dann laufen viele hinterher.
Die Leute, die sich auf der Straße kleben, die haben eine reelle Angst, dass sie die letzte Generation sind, die etwas verändern kann, um halt einen schlimmen Klimawandel zu verhindern.
Das ist eine real existierende Angst.
Und deswegen kleben sie sich fest, um den maximal unangenehmen Eingriff zu machen, um uns alle wach zu rütteln.
Ja, aber wie können sie sich so sicher sein, dass das, was man ihnen da erzählt …
Ja, weil die Leute auch draußen rumrennen und wehnen.
Thomas, wie kannst du dir denn sicher sein, dass das, was du denkst, die Wahrheit ist?
Niemand weiß, was wahr ist, weil wir so beschränkt sind.
Also ich weiß, was Propaganda ist und was Lüge ist, das weiß ich mit Sicherheit.
Und wenn ich das alles weglasse, wenn ich die Propaganda und die Lügen weglasse, dann habe ich die Wahrheit.
Nicht unbedingt. Aber worauf ich jetzt hinaus wollte, war der Punkt gewesen, dass die Leute genauso draußen rumrennen und genauso Veränderungen in der Umwelt feststellen wie du und ich.
Nur sie sehen halt so, dass etwas Schlimmes auf uns zukommt. Das sehen andere Menschen auch.
Ja, weil man ihnen das eingeredet hat.
Ja, weil es halt die plausibelste Erklärung dafür ist, was gerade passiert.
Ja, aber du weißt nicht, was passiert. Du hast irgendwelche Computermodelle, die du mit irgendwelchen Daten gefüttert hast.
Und wie wir schon festgestellt haben, Machine Learning Algorithmen sind doof und sind keine zuverlässige Quelle für eine Zukunftsvorhersage.
Die Zukunft können wir nur erleben.
Jetzt kommen wir zu etwas, dass wir halt in einem deterministischen Universum leben.
Das sind ja tolle mathematische Begriffe.
Ja, aber sie erzählen uns ja, dass es hier teilweise bis zu 80 Grad werden soll. Und das ist Quatsch. Das stimmt einfach nicht.
Wer sind denn Sie, Thomas? Das ist auch was, was ich finde.
Das finde ich schwierig, weil das spaltet auch. Als ob du dich separierst von dir und von den anderen.
Reden wir mal ganz konkret. Ich will jetzt hier keine Namen nennen, damit wir hier keine Schwierigkeiten kriegen.
Aber es gibt so gewisse Fernsehprofessoren, die sich halt hinstellen im Öffentlich-Rechtlichen und behaupten, dass wir in 20 Jahren, das war übrigens vor 20 Jahren, dass wir in 20 Jahren in Teilen der Welt über 80 Grad haben werden.
Das ist Bullshit. Jetzt, 20 Jahre später, wissen wir, dass das Bullshit war. Trotzdem wird dieser Bullshit weiterhin verbreitet. Und die Leute glauben weiterhin daran.
Und wenn du dir Interviews anschaust mit Leuten von der letzten Generation, wie sie sich nennen, dann wiederholen sie immer wieder diese Propaganda von vor 20 Jahren.
Das ist einfach eine Lüge. Und deswegen hat das den Status einer Religion. Und du kannst mit religiösen Fanatikern nicht diskutieren und auch nicht argumentieren, weil die das nicht hören wollen.
Ja, aber das kannst du mit jeder Art von Fanatikern. Und das ist die eine und die andere Seite.
Genau, das sage ich ja.
Wir sind uns einig, dass irgendetwas draußen vor sich geht, was nicht normal ist, weil der Rhythmus sich…
Na klar, Klimawandel findet statt. Der findet statt, ob wir nun nicht mehr Auto fahren oder doch. Das spielt keine Rolle. Der wird stattfinden, so oder so.
Aber die Auswirkung, ob das so schlimm wird, wie behauptet wird, das bezweifle ich. Weil nämlich so viele andere Faktoren da auch noch eine Rolle spielen.
Der Golfstrom zum Beispiel. Was passiert, wenn der Golfstrom zusammenbricht? Kriegen wir eine Eiszeit.
Ja, das hatten wir zweimal gehabt.
Da ist dann nichts mit 80 Grad, sondern dann wird es in vielen Teilen der Welt einfach deutlich kälter.
Wir sind aber auch klimatisch gesehen in einer Warmphase während einer Eiszeit. Also das ist der aktuelle Stand, wissenschaftlich gesehen. Es ist eine Warmphase innerhalb einer Eiszeit.
Und wenn man da mal so schaut, an der Position, wo wir sind, ist Wasser flüssig möglich, aber eher gefroren.
Genau, also das heißt, als nächstes kriegen wir wahrscheinlich wieder eiszeitliche Verhältnisse.
Dann sind ja alle Vorhersagen, was das Thema Klimakatastrophe angeht, irgendwie nicht so richtig, wie es eigentlich tatsächlich dann wahrscheinlich stattfinden wird, oder?
Die meisten Modelle gehen davon aus, dass es halt erst schlimmer wird, was Temperaturen angeht, und dann passiert ein Zusammenbruch.
Weil das ist oft bei solchen Systemen. Dann passiert ein Zusammenbruch und dann kommt die Eiszeit.
Genau.
Pass auf, wir nehmen ein Pendel und das schwingt. Und du kannst so jederzeit voraussagen, in welchem Zustand das Pendel ist.
Wenn du jetzt hingehst, aber eine zusätzliche Achse an das Pendel anbringst, wird das Pendel nicht mehr vorhersehbar.
Genau so funktioniert unser Klima, weil wir nämlich pendeltechnisch, astrophysikalisch, auch an der Sonne mit dranhängen.
Und die Sonnenwinde haben auch einen starken Einfluss auf unser Klima.
Zum Beispiel.
Und das, was mit den Sonnenwinden dann auch im Zusammenhang mit den anderen Planeten in unserem Sonnensystem auch passiert, weil wir da dann nämlich auch teilweise abgeschirmt werden, weil die Sonnenwinde auch abgelenkt werden.
Zum Beispiel durch die Saturnringe.
Durch das starke Magnetfeld der Saturn.
Und der Jupiter hat ja auch nur sein Ding und so weiter.
Richtig. Deswegen ist es eigentlich nicht vorhersehbar, oder was heißt ja eigentlich, es ist nicht vorhersehbar, was passieren wird.
Ja genau, aber worauf ich hinaus wollte ist, du kannst bei einem normalen Pendel jederzeit vorhersagen, wo das Pendel sich befinden wird.
Und dann machst du eine zusätzliche Achse dran, oder einen zusätzlichen Attraktor, dann wird das Pendel unvorhersehbar.
Und das schlägt im Chaos aus.
Aber du wirst immer wieder zwischendurch Perioden feststellen, wo das Ganze symmetrisch sich bewegt.
Im Einklang.
Und dann bricht irgendwie, durch irgendetwas, bricht das wieder ins Chaos aus.
Und das gleiche ist, wenn man diese Wettermodelle durchrechnet und durchführt, hast du das auch.
Du hast immer wieder Phasen, wo es gleichmäßig ist, stabil ist, und dann bricht das wieder ins Chaos aus.
Und jetzt haben die Leute Angst, dass dadurch, dass wir der Atmosphäre ermöglichen, immer mehr Energie aufzunehmen,
und das ist ja durch das CO2 und durch andere Klimagase, dass wir diesen Prozess beschleunigen,
dass wir schneller in dieses Chaos wieder zurückfallen.
Und dass dann die stabile Warmzeit, nein, Eiszeit zu Ende ist.
Genau. Und du hast jetzt was Wichtiges gesagt.
Die Leute haben Angst.
Was ist ein sehr mächtiges Werkzeug?
Angst.
Wie steuert man Massen?
Und man kann das Verhalten von Massen vorhersagen, dem man ihnen Angst macht.
Ja, sie sind einfacher zu lenken, wenn sie Angst haben.
Richtig. Deswegen, die Haltungsbedingungen haben sich verändert.
Du willst Kontrolle ausüben, du willst bestimmte Strukturen neu auferrichten,
du willst die Menschenhaltung verändern. Wie machst du das? Mit Angst.
Ja, weil es effektiv ist und gut funktioniert.
Richtig. Und es funktioniert super.
Insofern kann man eigentlich den Menschen, so wie sie sich jetzt verhalten, kann man ihnen das nicht vorwerfen.
Nein.
Sie werden programmiert und sie merken es gar nicht. Und sie machen es sogar teilweise freiwillig mit.
Ja, weil es einfacher ist. Das ist es.
Genau. Und dann sind wir wieder bei dem Foucault.
Macht und Wissen.
Ja, also wenn man das dann abstrahiert, dann müsste man eigentlich zum Schluss kommen.
Also ich komme für mich jedenfalls zum Schluss, dass ich glaube, dass das hier alles gesteuert wird.
Es werden neue Haltungsbedingungen für uns Menschen errichtet gerade. Wir sehen das. Wir können das sehen überall.
Ich glaube nicht, dass das gesteuert ist. Ich glaube, dass es ein dynamischer Prozess ist, der einfach alleine läuft.
Weil es gibt so eine Ökonomie-Theorie, dass ich immer das durchsetze, wo ich am wenigsten Energie reinstecken muss.
Also wenn ich jetzt ein Problem habe und ich finde eine Lösung, die am wenigsten Energie, also Ressourcen oder Energie verbraucht,
wird sich dieses als Lösungsansatz durchsetzen.
Und ich glaube einfach, weil sich selber Gedanken über alles Mögliche zu machen aufwendiger ist,
als wenn ich das akzeptiere, was mir vorgesetzt wird als Lösung.
Das ist ein einfacher Weg, dass wir deswegen in der Bredouille sitzen, in der wir zurzeit sind,
was Bildung angeht und die Wichtigkeit, weil die Lösung so einfach ist.
Ich weiß es nicht, wer hat das gesagt mit der Ökonomie?
Mit was?
Das Gesetz der Ökonomie, dass Lösungen, die wenig Ressourcen verbrauchen, immer die sind, die sich durchsetzen werden.
Das klingt ja auch ganz logisch, wenn du wenig reinsteckst.
Das scheint mir ja das Gesetz des Kapitalismus zu sein.
Ich stecke wenig rein und bekomme maximal was raus.
Das sind zehn fundamentale ökonomische Gesetze von Ludwig von Nises.
Siehst du?
An dem Punkt bin ich auch.
Du guckst auch parallel.
Ich hab die jetzt gemeinsam gegoogelt.
Aber es gibt auch hier diese Verhandlungsformel der Ferenghi und da gibt es auch solche Grundsätze.
Wie viele Regeln sind das?
98 oder waren es 99?
99 oder 298?
Das ist eine total krumme Zahl.
Verhaltensregeln.
Wie heißen die bei den Ferenghi?
Das gucke ich jetzt, der nächste.
Ferenghi Erwerbsregeln der Ferenghi.
Hier ist Star Trek, oder?
Ja, das ist aber auch Star Trek.
Die Erwerbsregeln der Ferenghi.
Gelegentlich auch heilige Regeln des Erwerbs sind ein Leitwerk für die Geschäftsbeziehungen der Ferenghi und haben in der Ferenghi-Allianz in etwa den Status von Gesetzen.
Die Einhaltung der Regeln wird ebenso wie die Einhaltung der Ferenghi-Satzung von den Liquidatoren der Ferenghi-Handelsbehörde überwacht.
Ja, wir wollten mal wissen, wie viele Regeln es gibt.
Die Regeln sind gar nicht so viele.
Es sind nur 289.
Siehst du, ich meinte, das war doch 89.
Erst schießen, dann den Profit ausrechnen.
Siehst du, selbst die haben, selbst eine fiktive Rasse hat halt quasi Regeln dafür.
Regel Nummer eins.
Geld und Gold, das mag ich sehr und habe ich es erst von anderen, gebe ich es nicht mehr her.
Ja.
Regel Nummer drei.
Gib niemals mehr für einen Erwerb aus, als es unbedingt sein muss.
Regel Nummer sieben. Halte deine Ohren offen.
Hat das tatsächlich jemand 298 Regeln aufgeschrieben?
Naja, also die haben aus den verschiedenen Deep Space Nine Folgen, haben sie die Sachen zusammengetragen.
Die Sachen zusammengetragen und es sind 289 Regeln, aber sie haben nicht alle 289 hier, sondern es sind dann vielleicht 20 oder 30.
Aber selbst da gibt es ja eine Regel, ich weiß gar nicht, wie die ist, aber die sagt ja aus, dass man halt nur so und so viel reinstecken soll, um das Maximale rauszuholen.
Also ich muss schon sagen, Chapeau an die Drehbuchautoren von Star Trek.
Die haben halt dort, ich sag mal nach allen Regeln der Kunst mit viel Wissen und auch Witz den Kapitalismus auf die Schippe genommen.
Bei den Ferengi definitiv.
Genau, bei den Ferengis.
Und da sind wir auch wieder an dem Punkt, Frauen dürfen keine Kleidung tragen.
Ja genau, genau das ist dann nämlich der Fall. Die dürfen die Frauen nämlich keine Kleidung tragen. Und oh, ein Weibchen, das Geschäfte macht, das geht ja gar nicht.
Genau.
Und wenn man heutzutage mal an der Universität guckt, dann siehst du halt mehr Kommilitonen als Kommilitonen.
In vielen Bereichen.
Ja und ich finde halt die Regeln, die sie da genannt haben, die sind sehr interessant. Regel 190, höre alles, glaube nichts.
Ja, das ist eine schöne Regel, oder? Finde ich.
Oder Regel Nummer 203, das sollte man auf jeden Fall beherzigen. Neue Kunden sind wie Greywürmer mit rasierklingenscharfen Zähnen. Sie können sehr saftig sein, aber manchmal beißen sie auch zurück.
Und manchmal ist das einzige, was gefährlicher als eine Frage ist, eine Antwort.
Ja, deswegen ist es besser, wenn man fragt, erst gar nicht.
Ich finde es wichtig, ich finde das hat Susanne auch schön auf den Punkt gebracht, man sollte nicht aufhören, Fragen zu stellen und sich auch selber natürlich zu fragen.
Sich selber zu hinterfragen, das ist ganz wichtig.
Sich selber zu hinterfragen.
Aber andere Leute haben eher so die Mentalität, ich stelle erst gar nicht die Frage, weil die Antwort könnte mir ja nicht gefallen.
Richtig.
Das ist so wie früher, Papa, darf ich heute länger Fernsehen gucken? Ja, muss Mama fragen. Nee, da traue ich mich nicht.
Weil du die Antwort weißt. Nö.
Aber ich glaube, das ist jetzt ein gutes Schluss-Zitat-Wort.
Wir haben jetzt 90 Minuten.
Ich denke auch, wir sind damit quasi mit dem Regeln der Ferengis quasi wieder zum Anfang des Gesprächs gekommen.
In der Ferengi-Gesellschaft hat sich ja im Laufe der Deep Space Nine Staffeln auch eine Revolution vollzogen, die Frauen haben sich dort auch emanzipiert.
Stimmt, die war sogar großer Nagus.
Pass auf, ich finde das so interessant, weil sie dort nämlich festgestellt haben, 50 Prozent unserer Ferengi-Bevölkerung macht keinen Profit.
Wäre es nicht besser, wenn 100 Prozent konsumieren würden und arbeiten gehen würden?
Genau dasselbe ist bei uns Menschen auch passiert.
Die Menschenhaltungsbedingungen haben sich geändert.
Frauen dürfen auf einmal arbeiten gehen, dürfen ihr eigenes Einkommen haben.
Okay, dann haben sie keine Zeit mehr für die Aufzucht von Kindern.
Das muss da halt irgendwie anders geregelt werden.
Damit kann man auch Profit machen.
Das hat schon sehr, sehr starke Parallelen zu unserer Realität, würde ich sagen.
Da haben sich schon sehr viele Beobachtungen einfließen lassen, über die man, finde ich, mal nachdenken könnte.
Das wäre ein gutes Thema für eine einständige Folge. Die latente Misogynie in der Gesellschaft.
In der deutschen Gesellschaft.
Ich lebe nur in der deutschen, vielleicht noch im Internet.
Vielleicht auch bei den Schweizern. Die Österreicher sind ja auch immer schlecht drauf, oder? War das nicht so?
Das weiß ich gar nicht. Müssen wir Tobi fragen, der kennt sich daraus.
Ich kenne nicht so viele Österreicher.
Ja.
In diesem Sinne.
Bedanken wir uns bei Susanne.
Vielen Dank, Susanne.
Danke, dass ich dabei sein durfte.
Du kannst ruhig öfters kommen.
Ja, gerne. Das macht, glaube ich, Spaß. Kann ich mir vorstellen.
Ja, das ist gut. Ich fand deine Wortbeiträge sehr gut. In einer sehr eloquenten Art und Weise.
Danke.
Beim Thema Misogynie bin ich gerne mit dabei. Keine Frage.
Da freut sich auch NRW Vision, weil die sagen immer, ja, ihr müsst doch mal eine Frau fragen.
Wobei Misogynie kein spezielles Frauenthema ist, oder?
Das ist ja die allgemeine Übellaunigkeit.
Ne, das ist der krankhafte Hass von Männern gegenüber Frauen.
Genau.
Und das ist natürlich auch ein Männerthema, weil...
Weil Männer kranker Frauen hassen.
Genau, deswegen...
Das muss ich jetzt googeln. Misogynie, Misogynie Substantiv, ist feminin übrigens.
Krankhafter Hass von Männern gegenüber Frauen.
Aber das geht auch andersrum, habe ich gelernt.
Natürlich. Es geht alles vorwärts und rückwärts und andersrum.
Hat nur einen anderen Namen. Läuft aber etwas selber hinaus.
Ja, dann sind wir wieder bei der Spaltung der Gesellschaft.
Ja, das ist übrigens auch ein Thema für eine andere Sendung.
Macht's gut.
Macht's gut.
Bis zum nächsten Mal. Tschüssi.
Tschüss.
Moralisch inkorrekt. Ein fragwürdiger Podcast. Ein zweifelhaftes Verlauf. Total falsch und moralisch verwerfend.
Untertitel von Stephanie Geiges

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Anzal der Downloads: 328 /  Spieldauer: 1:36:08 /
Tag der Aufnahme: 30.12.23 /  Diese Folge stammt aus der Staffel 3, es gibt insgesam 4 Staffeln.

Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.


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Adderall Egal 002 99 Minuten schlechte Laune

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Des Franksters Lieblingsformat, der jährliche Vierundzwanzigst-Dezemberige Stream of Consciousness aus schiefer Nostalgie, dem hinterher trauern von Konsumgütern auf die man seine besseren Zeiten projiziert hat, den Abgründen des Zwischenmenschlichen und irgendwann gehts um Tod und Waffen. Frohes Fest.

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* Musik *
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So. - Ja. - Ja, wer fängt an? - Du. - Ich.
Ja, hallo Frank. Das ist hier deine jährliche Lieblingssendung.
Die wunderschöne Weihnachts-Ausgabe mit Freude, Besinnlichkeit.
Das ist deine eigene, hier ist die Weihnachts-Depression.
Kennst du es ja inzwischen. Hallo Sascha. - Hallo Tobi.
Ja, was machen wir heute?
Der dritte Anlauf, der einzige, den wir veröffentlichen.
Ich glaube, wir machen das jetzt einfach als Jahresabschluss schlechte Laune-Format.
Zumindest ich hätte Bock drauf. Wer da keinen Bock drauf hat, soll sich einfach melden.
Dann reden wir nächstes Mal über Sex im US-Senat.
Und ja. - Glory Holz an Universitäten wäre auch noch ein Thema.
Ohne Scheiß, das war auf dem Zettel der andere Gedanke.
Aber dann ist mir das über die Twitter-Timeline geflattert.
Und ich habe nur gedacht, okay, Augsburg, das ist aber auch, wie lange ist das her?
Wann war das? Ende Oktober? - Ich glaube schon.
Ich habe den Eindruck, das war gestern gefilmt.
Aber gleichzeitig ist es schon so weit weg, weißt du?
Man verabschiedet sich von einer Sache und sie wird von drei, vier, fünf, neun Sachen erdrückt.
Ist dir mal aufgefallen, dass in der Ukraine immer noch Krieg herrscht?
Ja, ist mir aufgefallen.
Kannst du dir vorstellen, dass man von 1,2 Kilo Mehl, da kommen ja noch Zutaten hinzu, Vanillekipfel macht?
Das ist ein riesiger Bergteig.
Ja. - Und davon ist so gut wie nichts da.
Wo sind die alle verschwunden? Wo sind die hin?
Vom Teig her oder vom ... - Fertigen Keks.
Aha. 1,5 Kilo.
Ja, 1,2 Kilo plus die ganzen Zutaten.
Der Frank würde jetzt wahrscheinlich sagen, guck an dir runter.
Ne, ich habe gar nicht so viele davon gekriegt.
Das meiste ist verschenkt, verpackt.
Ja, deswegen wohne ich alleine.
Und mache mich größtenteils unbeliebt bei allen Leuten, die doch potenziell was von mir wollen.
Aber vielleicht hat sich auch meine Kochkunst durchgesetzt.
Ich habe mal zu einem Familientreffen diesen ...
Ne, das stimmt nicht. Das war keine Familiengeschichte.
Aber es war irgendwas anderes.
Da wurde ich halt gefragt, kannst du was machen? Irgendwas aus deiner Spezialküche.
Da habe ich den Klassiker mitgebracht.
Das ist Blätterteig direkt ab Rolle.
Also ausgewählt, aber natürlich schon so gekauft.
Stück abreißen auf Pringles, so ein Einzel oder zwei, damit es stabil bleibt.
Oben noch Fleischkäse drauf, Scheib, also auch ein Fetzen, dann Mayonnaise drauf.
Und das Ganze dann so als Achtung, Schranke hoch, dazu kommt wie bei Kleinkindern.
Ja.
Ich glaube, in progressiven Kreisen hätte man es gut geredet.
Leider bewege ich mich nicht in selbigen.
Das hat irgendwas so von Canapé.
Ja, total.
Es ist eigentlich das ...
Gut, Low Carb würde ich es jetzt nicht nennen, oder?
Flamme Käse und drauf, ja, ja.
Low Carb.
Das ist dann eher so Fettkarp.
Ja, also Chips sind jetzt auch nicht so low.
Bleibt immer in der Toast weg, ja.
Du hattest eine Idee gehabt, so verschwindende Dinge.
Du hattest die Idee gehabt.
Also ich habe nur diesen Muffin von der TANKE gepostet, den ich mal vor einem Jahr hier fotografiert habe.
Davon habe ich mich letzten Winter ernährt.
Der Kram war irgendwie, weißte so, halt Tee und diese Muffins und hier so gemütlich ...
Damals war die Bude, ja hatte die Bude ja noch was von was Neuem, weißt du?
Also der erste Winter, der du in deiner neuen Wohnung verbringst, der hat so einen Vibe.
Der zweite ist jetzt schon super älzend.
Es mag daran liegen, dass es diese Muffins nicht mehr gibt.
Also das ist tragisch, weil ich habe, also von den Dingen habe ich mich eigentlich so ...
Ich würde jetzt nicht sagen meine ganze Jugend, aber ich würde mal sagen so der ...
Kennst du so diese Schwelte, wo man halt so langsam selbstständig wird und die Dinge einfach machen kann?
Ja.
Man wohnt zwar noch zu Hause, aber man ist eigentlich seit ich kinderwünsche, ich glaube so 17, 18 war das irgendwo oben so.
Keine Ahnung.
Und da waren die Dinge halt so, diese ersten Farben im frühen Morgen mit dem Fahrrad zur TANKE.
Seither haben mich die Dinge eigentlich begleitet und ja, die gibt es nicht mehr.
Stimmt, du bist auf die Idee gekommen, weil ich da von den Kuchen erzählt habe.
Richtig, was war das nochmal?
Damals, den Vorgänger von Netto, also bei Plus, da gab es diesen Nusskuchen, aber nicht in dieser Silberfolie, sondern in dieser klaren Folie.
Und dann war das wie aus der Backform so.
Der war zwar in so weißem Plastik, nicht Plastik, so weißem Papier.
Ja, Backpapier.
So dieses, was man von Muffins kennt.
Ja, das war gewählt.
Genau, dieses gewählte Backpapier, das man so von Muffins kennt.
Also hier zumindest jetzt.
Ich weiß nicht, wie es bei euch auch so ist.
Ja, aber genau so.
Und dann, das war halt so eine Kastenform und das war ein Nusskuchen und das schmeckte tatsächlich wie selbstgemacht.
Manchmal ist das bei fertigen Kuchen, dass da irgendwie so eine Note ist, so von Backpulver oder sowas, irgendwas ist da so eine Fehlnote.
Aber der Kuchen schmeckte richtig geil und den gab es auf einmal nicht mehr.
Und das ist mir so eingefallen, wie du gesagt hast, dass es diese Muffins nicht mehr gibt.
Und das ist dir eingefallen, wie lange gibt es die schon nicht mehr? 20 Jahre oder so?
Ja, so ungefähr.
Jetzt mal überlegen. Ja, das kommt hin, 20 Jahre.
Also doppelt so lange, wie wir uns eigentlich kennen.
Was es auch nicht mehr gibt, ist die Bank, in die ... eingefahren ist.
Aber ist schön dort.
Das haben wir ja glaube ich auch tatsächlich nirgends erzählt. 20 Jahre waren es jetzt nicht, aber 10.
Und dann haben wir uns diesen Herbst tatsächlich glaube ich zum ersten Mal live getroffen.
Ich war auf der Durchreise und ich sag mal so, es war ein netter Nachmittag.
Du hast das Studio aka Schlafzimmer aka keine Ahnung gesehen und die Bank vom ***.
Zumindest ist es, wo es aber stand.
Ja und ich habe den Fußball gesehen, wie er die Stadt überschwemmt, zumindest vor dem Spiel.
Du bist unterm Borsigplatz durchgefahren?
Ja, möglich, ja.
Also ich war einfach im Polizeikessel plötzlich.
Du kommst aus einem Zug, der immer gelber wird und du hast da selber diesen gelben Nein-Aufkleber auf deinem Laptop.
Das ist eigentlich nur so ein Protest, weil ich mit Methesaband den Apfel abgeklebt habe.
Aber das war plötzlich ein sehr gefährliches Objekt in diesem Zug.
Und dann ging es direkt raus von dieser Bimmelbahn in eine, ich würde mal sagen, Kolonne, die sich dann so zur U-Bahn gewälzt hat.
Links und rechts Gitter.
Das ist schon so lange her, dass ich in so einer Situation war, dass war 2006, wie hier die ganzen Spiele von der EM waren.
Oh ja.
Ja, nur da liefen noch jede Menge andere Leute mit rum.
Wenn du in Brasilien gespielt hast, hast du auf einmal so Brasilianer gesehen und die richtig Theater und Spaß hatten im Bus oder im Zug.
Da war immer Stimmung.
Aber du hattest eine andere Art von Stimmung.
Ich hatte, also ich meine, es war ja vorher, es war noch gewissermaßen etwas, so ein bisschen positiv.
Das Problem war halt wirklich einfach so, dass es, es gab halt nur diesen Weg oder? Du glücklicher wohnst da ziemlich schön außerhalb, oder?
Ich wohne extrem außerhalb.
Also Bahn und Bus und ja, also man ist so förmlich ins Nirgendwo gegurkt, so eine anderthalb Stunden lang, oder?
Und die Bahn wurde immer leerer und der Bus war schon leer, als ich da einstieg.
Aber, nee, aber halt Bahnhof selbst, das war, man musste halt irgendwo dahin kommen oder?
Und da gab es halt nur diese gelbe Welle.
Aber kleiner Fun Fact, der Bus fährt alle zehn Minuten.
Zwar nur in einer Richtung, aber alle zehn Minuten. Das ist genial.
Du kommst immer gut zur Bahn.
Ja, also das machen sie hier, selbst hier, wo ich sagen würde, die Öffis machen einen guten Job, ist das schon auch alle zehn Minuten.
Aber hier ist nicht Outback oder hier ist Downtown.
Ja, hier ist Outback.
Nee, aber war tatsächlich ein sehr schönes Treffen, muss ich sagen.
Und das ist auch schon wieder ein paar Monate her.
Ja.
Fühlt sich aber gleichzeitig kürzer und länger an. Ist das dieses Erwachsenwerden?
Das ist das Erwachsenwerden, pass auf.
Wir hatten früher so eine Uhr gehabt, so eine elektrische und da waren diese großen LED-Anzeigen drauf.
Diese sieben Segmentanzeigen, aber ein ganz groß.
Und ich habe mich da vorgesetzt und immer geguckt gehabt, wie lange so eine Minute dauert.
Und so eine Minute fühlt sich ungefähr dreimal so lang an, wie ich Luft anhalten kann.
Das wird ewig, das dauert ewig.
Und heute frage ich mich immer, wo der Monat ist.
Aber du kannst trotzdem nur 20 Sekunden die Luft anhalten.
Ja, aber du weißt, was ich meine. Du sitzt da als Kind vor und das dauert ewig, bis sich die Zahl verändert, von ein höher wird.
Und heute?
Ja, erinnerst du dich an meine drei Minuten Piep-Piep vor der Aufnahme?
Ich habe so ein Handy raus, ups, fünf Minuten, sorry.
Na, aber so als Erwachsener, wo ist die Woche, wo ist der Monat?
Ich meine, es gibt ja auch durchaus wissenschaftlich rationale Erklärungen dafür, dass du quasi nur die Zeiten, in denen du neue Impulse oder dich verändernde Impulse, die erlebst du dann eigentlich als etwas, was du rückwirkend noch betrachten kannst.
Als Kind ist das alles neu.
Ja, aber eine Minute ist eine Minute.
Eine Minute ist eine Minute, ja.
Aber als Kind dauert also eine Minute ewig.
Wenn wir früher zum Wohnwagen nach Holland gefahren sind, wie lange dauert das dann noch? 20 Minuten. Oh Gott, noch 20 Minuten.
Ja, wenn ich heute Essen mache oder so, dann cool, 20 Minuten. Zack, wo sind die Seiten?
Eine Stunde ist auch anstrengend, wenn du auf DHL wartest, aber eine Stunde ist viel zu schnell vorbei, wenn du eigentlich weg musst und nur deswegen auf DHL wartest, weil er noch nicht da war.
Ja?
Oder wenn du irgendwelche schönen Sachen machst oder nicht irgendwelche Sachen nachtraust, die verschwunden sind.
Ja.
Bei schönen Sachen vergeht die Zeit mal voll schnell, bei den anderen Sachen, das dauert ewig.
Keine Ahnung, warum mir das gerade in den Kopf kommt. Ich arbeite ja so ein bisschen mit der Jugend zusammen, einfach topbedingt hat man da so seine Berührungspunkte.
Und ich muss immer an den 10-Jährigen denken, der gesagt hat, der Kontext ist nicht wichtig, aber ich dachte schon, fünf Jahre, das dauert ja ewig.
Und ich war so, ja, für dich ist das dein halbes Leben. Für mich ist das gefühlten Wimpernschlag inzwischen.
Ich meine, vor vier Jahren war Pandemie, by the way.
Ja, unglaublich, unglaublich.
Sie werden so schnell groß, sie werden so schnell discontinued.
RIP, das war's, Wassermelonen-Eistee letzten Sommer.
Der war aber auch eklig, muss man sagen.
Der war ziemlich eklig, glaubst du, ja.
Der von Lipton, oder?
Ja, nicht nur von denen. Es gab doch hier Faux Bros und hatste nicht gesehen alles.
Die ganzen Rapper-Eistee, die haben es nie über die Grenze geschafft.
Sei froh.
Also den Capital Bra habe ich, glaube ich, vor zwei Jahren mal ausprobiert.
Der Bra-Tea, der Bra-Tea.
Mir schmeckten davon eigentlich nur eine einzige Sorte immer, die klassische. Das ist Zitrone oder Pfirsich. Alles andere kannst du vergessen.
Die fand ich beide nicht so geil. Ich fand den, boah, ich muss doch mal nachgucken, welcher das war.
Ich glaube, entweder der Wassermelone oder der Granatapfel, einer von beiden ist superlecker und der andere ist supereglig.
Aber ich kann es nicht mehr festnageln, was gut ist, weil dann fasse ich die Dinger nicht mehr an.
Ne, aber ich sehe das ja bei meinem Neffen, also der Mittlere, der ist jetzt sieben Jahre alt und wenn der so Sachen erzählt,
boah, wenn der anfängt in dieser Jugendsprache zu sprechen, da muss ich mich ja stellenweise echt kaputtlachen.
Ballerkrise.
Ja, Ballerkrise, richtig.
Hast du ja auch gelesen, Ballerkrise.
Gelesen? War das ein Buch? Ich kenn's nur von dir.
Bei mir am Locust, da hängt ein Zettel, da steht Ballerkrise drauf. Ballerkrise Bruder.
Ne, ich war nicht bei dir auf dem Locust. Ich glaube, ich hab nachher irgendwo ins Gebüsch gepisst.
Keine Ahnung.
Oben an der Bank, die nicht mehr da war.
Ja, oder irgendwo beim Warten auf dem Bus.
Möglicherweise auch an die, wie heißen die, die öffentlichen Verkehrsbetriebe bei euch. Keine Ahnung.
Ne, den Zettel hab ich nicht gesehen. Ich hab den YouTube Poop gesehen da mit dem Kanzlerinterview, wo sie es auch reingeschrieben haben.
Daher kenn ich's. Aber ich weiß natürlich, dass das ein ganz großes Ding ist.
Aber der Vorteil ist halt, wir sind hier ganz im Süden so weit weg von den deutschen klassischen Memes, dass du eigentlich nur die Sachen, die es schwierig hier rüber schaffen, mitbekommst.
Und Ballerkrise ist mir so gar nicht präsent. Also ich kenn's aus Internet, aber jetzt nicht aus den realen Erfahrungen. Aber ist natürlich auch immer nur eine Einzelbeobachtung.
Also letzten Sommer bei der Einschulung, ne, kleine Feier danach so, ein bisschen Würstchen, ein bisschen Kartoffelsalat.
Und dann kommt da mein damals sechsjähriger Neffe und sagt "Voila, Krise ist voll krass, Bruder!"
Und ich musste so loslachen, ne.
Weil das war so falsch und so verkehrt, weil vor, als du auf TikTok mitgekriegt hast, ist es eine Ballerkrise und dann haut der Junge das da so raus. Aber wie ne?
Ohne Kontext.
Ja genau.
Das erinnert mich auch an mich, bevor ich auf Ritalin war.
Man möchte sich dann nachträglich eigentlich verbuddeln gehen, aber geht ja nicht.
Ne, aber Kinder sind schon, ich bin auch dankbar, dass man so ein bisschen den Blick hat. Und gleichzeitig dankbar, dass es nicht die eigenen sind.
Ja, der Vorteil bei denen nicht den eigenen ist, die kann man einfach wieder abgeben.
Richtig.
Die verschwinden dann auch einfach.
Man bleibt so der coole Onkel, also ich hab's ja noch vor mir. In meiner Generation gibt's jetzt in der Familie eigentlich noch, aber kurz, gibt's schon was? Ich müsste mal gucken.
Geh mal den Insta-Feed durch, vielleicht siehst du ja mal. "Ach guck mal, da hab ich nen Neffen, da hab ich nen Neffen."
Ne, also im Insta-Alter sind die zum Glück alle noch nicht.
Ich glaube, es gibt irgendwo auf irgendeiner Linie, gibt's sicher schon ne Generation unter mir, aber dass die Generation halt, ist halt meine Generation auch noch mal vertreten durch keine Ahnung, Leute, die fünf Jahre alt sind oder so.
Mhm.
Und das variiert ja dann auch immer.
Aber was total scheiße ist und was auch verschwunden ist, ist der coole Onkel Sascha.
Für meinen älteren Neffen war ich nämlich der coole Onkel Sascha, mit dem man total tolle Sachen machen konnte.
Jetzt bin ich der alte, kaputte Onkel Sascha, mit dem man nichts machen kann.
Ja, so ist das Leben manchmal. Wir sind dann auch, ja, wir sind dann halt eine andere Art vorgelebtes Leben.
Ja, also ich meine, wie ich in deinem Alter war, da war ich der coole Onkel, so Sternwarte gefahren und irgendwie hier auf der Hohen Wart rumgehangen.
Und jetzt, ach, egal, jetzt bin ich der Onkel, mit dem man Hausaufgaben macht.
Oh, immerhin.
Ja, man macht noch mit Begeisterung Hausaufgaben.
Tatsächlich, ja. Das ist auch so.
Ich mag es, wieso der, wie gesagt, ich erzähle die Geschichte, ich arbeite in pädagogischen Betrieben.
Das ist nicht mein Job mit den Kids, aber man bekommt es halt mit. Ich mag es, wie der Schalter fällt, so in den, keine Ahnung, so halt vor Pubertät.
Oder wie so plötzlich von, ja, Hausaufgaben muss man machen, sind toll, da bringt es doch was, da will man noch was lernen, hin zu, das habe ich verstanden, Arbeit, Zusatzarbeit.
Wo du dir auch denkst, du musstest den Kids halt auch wirklich nur einfach eine Beschäftigung verschaffen, wo sie dann auch tatsächlich noch anknüpfen können.
Also wenn du den Lerndrang packst, dann ist es ja überhaupt kein Thema, oder?
Nee.
Ich weiß noch, wie ich Kids da hatte, ich habe so die unzählige Angewohnheit, wenn ich irgendwas ausrechnen muss, mir halt Stift und Papier zu nehmen, weil ich schriftlich immer noch extrem gut bin.
Im Kopf kannst du vergessen, also Kopf rechnen, das ist gestorben, oder aber schriftlich was, was dividieren, addieren, etc.
Ja, es geht halt noch, dann hast du so, keine Ahnung, 10-, 12-jährige, 13-jährige, die dir über die Schulter schauen und denken, wow, geil, und ich so, hatte dir das nicht irgendwie vor vier Klassen oder so?
Du bist gerade wieder abgehakt.
Bin ich das? Okay, warte mal kurz, ich reloade hier kurz. Besser?
Ja, bis jetzt ja, du musst noch ein bisschen reden.
Ja, du, ganz ehrlich, weißt du was, das ist halt das, was dir auch verschwindet, die Handyantennen, die im Umfeld noch klarkommen.
Ja, ich hatte, ich weiß, ich hatte in letzter Zeit einen Termin gehabt bei den Betologen und da konnte ich im Gebäude, das ist so ein ehemaliges Landesbankgebäude, hatte ich immer einen super Handyempfang mit meinen Anbietern.
Und nachdem wir das G4-Netz abgeschaltet haben und alles nur noch das G5-Netz ist, der puste Kuchen.
Ja, kommt halt nicht mehr durch, oder?
Also ich stelle mir so eine beschissene Verbindung, da kommt da nichts mehr durch, weil, es kommt ein kleiner Fun Fact, je höher die Frequenz ist, umso lichtähnlicher ist das Signal.
Da reichen schon ein paar Blätter aus, um halt so ein Signal abzudämpfen.
Ja, was ja an und für sich nicht so eine dumme Idee ist. Wenn man mit quasi ein dichteres Netz spannt, dann kann man eigentlich den Empfang quasi aufrechterhalten mit deutlich weniger Leistung eigentlich, oder?
Aber ja, natürlich, wenn man dann damit umgeht, als wären es vier Geherntennen, viel Spaß.
Mhm.
Ja, ne, aber ich merke es halt, du hast wirklich so den Eindruck, mit jeder Generation, die jetzt noch ein Smartphone kriegt, bricht dir das Handy-Netz noch mehr zusammen.
Jetzt ist es hier natürlich auch noch eine dumme Ecke, muss ich dafür sagen. Aber ich hatte in meiner letzten Wohnung, die war nicht so weit von hier entfernt, die war sogar näher am Schulhaus, ich hatte bombigen Empfang, zumindest in den Sommerferien.
Ich habe hier im Schrank neben mir ein Weihnachtsgeschenk liegen für den Kurzen. Der hat sich keine richtige Smartwatch gewünscht, sondern eine Uhr, mit der man telefonieren kann. Der kriegt ein Smartphone vom Vater. Der kriegt von uns diese Smartwatch.
Und alles hat eine eigene SIM-Karte. Die großen Smartwatch für die Erwachsenen musst du ja koppeln an dein Handy, aber das Ding hat eine eigene Smartkarte und da kannst du telefonieren mit und hast du nicht gesehen.
Dann machst du quasi eine Multi-SIM und hast quasi dann...
Ja, so ungefähr, aber das muss ja meine Schwester machen, da habe ich ja nichts mehr zu tun.
Gut so.
Ich gebe doch vor meinen 50 Gigabyte doch nichts ab, du.
50 Gigabyte, das stimmt. Ihr habt ja immer noch Datenvolumen. Die sind hier ungefähr ausgestorben, also diese Datentarife hier in der Schweiz sind ausgestorben, irgendwie zusammen mit meinem Lieblings-Energy-Drink und das war vor... keine Ahnung, aber...
Das ist auch verschwunden? Nein!
Ja, also hier ist alles flat inzwischen. Du kannst quasi kaum einen Tarif bekommen. Ich glaube, es gibt noch so wenig Nutzer-Tarife, die halt willig für Senioren sind, die mal ihre SMS und Anrufe oder... die noch so aus der Sparschweinzeit kommen, weißt du? Der Rest hat flat. Also alles ist wirklich alles flat.
Ich würde dir noch einen Datentarif empfehlen. Du zahlst ein bisschen mehr, aber ich fahre das ganze Internet hier drüber. Wir kennen diese Leidensgeschichte, seit wir Probe-Podcast machen.
Meine Mutter kriegt sogar jetzt in nächster Zeit einen Glasfaseranschluss.
Nein!
Doch. Die wohnt ja ein bisschen weiter Richtung Innenstadt. Aber die kriegt bald einen Glasfaseranschluss. Da freut sich dann halt ihr Mitbewohner.
Ich habe hier, glaube ich, auch Glasfaseranschluss, ich gucke, wie das da könnte. Ich glaube sogar Gigabit, aber...
Ne, ich lebe in so einer Illusion von "Ja, demnächst ziehst du eh wieder um". Das geht ja über das Telefon.
Ich weiß. Ich bin der traurige Mann, der immer die Reste zusammenkneten darf von den Aufnahmen, die du hier produzierst. Weißt du noch, bei den einen Podcast, die wir aufgenommen haben, wo die Hälfte weg war?
Absolutes Massaker.
Wo sich der Martin drüber aufgerichtet hat, kann man den Mann nicht mal abschalten?
Das muss in einer Sequenz gewesen sein, wo ich generell schon weggebrochen bin.
Du warst komplett weg. Da kam nur noch so...
Kann man dem Mann nicht mal Arro schmeißen?
Ist das noch drin im Podcast? Ich weiß gar nicht.
Ne, du hast das rausgeschnitten gehabt, aber in der Originalaufnahme ist es ja drin.
Ist mir beim Schnitt so aber nicht aufgefallen, ehrlich gesagt. Vielleicht hast du es auch schon bereits gekannt und ich weiß es nicht mehr.
Das kann sein, aber im Originalzeug ist es drin und das ist so witzig.
Vor allem, man merkt es so, erst ist es total so nett und ruhig und dann bricht es so langsam so und lässt die Fußhäuser raus.
Da war die Kontellation weg.
Kann ich irgendwo durch auch verstehen.
Es gibt ja Gründe, warum ich diese Podcast so schneide, wie ich sie schneide.
Es geht ja auch so ein bisschen um den Hörgenuss. Ich will nicht derjenige sein, der sich drei Leute, die sich nonstop ins Wort fallen, hören will, wenn jeder davon was Gutes zu sagen hat.
Ja.
Aber ich bin ja selbst die Audio-Störung dieses Podcasts.
Ist es schön, wenn man erkennt, wenn man ein Teil der Singularität ist.
Das hat sich echt gut angehört.
Ja, also ich glaube, um drei Ecken soll es intellektuell sein, aber so rein vom Wording her fand ich es, ja, fand ich es, es hatte so etwas Poetisches, oder?
Ja, und es hat auch eine verdammt große Deepness.
Ja, und du musst mir das Wort vielleicht noch erklären, aber sonst.
Aber ich bin ja doch ein bisschen enttäuscht von den Herrn Frankster.
Wieso?
Der hatte irgendwann mal so einen Twitter-Post gemacht gehabt. Ja, Frank, ich lese Twitter.
Wo er gesagt hatte, dass er noch eine Aufnahme machen will mit mir, aber ich weiß das noch nicht.
Lass mich raten, er hat sich nie wieder gemeldet.
Richtig, das hatte ich ja zwischenzeitlich schon sehr progressiv über mehrere Twitter-Accounts ihn darauf aufmerksam gemacht, dass da jemand ist, der auf ihn wartet, aber der hat sich nie wieder gemeldet.
Ja, ich fand auch schön, als er einen Tweet rausgehauen hat, oh, unerwartet alleine daheim jemand Podcast.
Ich habe so zehn Minuten später quasi ein Emoji geschickt, in der er so, ich habe gerade die Serienmaschine angeschmissen, ich melde mich nachher.
Kannst du zweimal raten, was er nie wieder gemacht hat?
Er hat sich nie wieder gemeldet.
Ich meine, er hat jetzt auch Kinder in die Welt gesetzt.
Ja, da muss man die Zeit nutzen und Prioritäten setzen, klar.
Richtig, die sind nur eine gewisse Zeit knuffig, oder? In wenigen Jahren werden die dir, keine Ahnung, zur ernsthaften Konkurrenz.
Aber da hat die Tierwelt was ganz Gutes geschaffen.
Die Babys werden geboren, sie sind niedlich.
Und sobald sie anstrengend und kompliziert werden, fressen die Eltern sie.
Warum machen wir das nicht?
Sozialisierung.
Aber es wird echt manche Probleme wirklich lösen.
Natürlich, es würde auch manche Probleme lösen, einfach Selbstschussanlagen an die europäischen Außengrenzen zu stellen.
Dann wird das Problem auch einfach weg.
Es schafft halt insofern ein neues, dass du dich moralisch mit der Sache auseinandersetzen musst, oder?
Ja, aber auf der anderen Seite hast du dann Leute, die dann tot im Mittelmeer herumtreiben.
Richtig.
Und dann hast du halt ein anderes moralisches Dilemma.
Egal, wie du die Seite drehst.
Scheiße.
Boah, ist das besinnlich geworden, diese Ambivalenz.
Da verstehst du dann auch, warum sich die Leute in seiche Unterhaltung flüchten.
Ja, das ist die Kunst des Smalltalks.
Ich hab jetzt schon mal drüber geredet.
Große Gespräche führen, ohne dass man irgendwelchen tiefgehenden Inhalt zum Diskurs bringt.
Hat viel geredet, nichts gesagt und fühlte sich gut an.
Richtig.
Das könnte eine Line sein von Deichkind.
Es ist Rammstein.
Was ist eigentlich daraus geworden?
Rammstein.
Da war doch auch was, oder?
Ja, er verklagte weiterhin hier.
Die bekommt weiterhin Morddrohung, was für eine famegeile Bitch sie doch ist.
Ja, ansonsten redet da keiner mehr großartig drüber.
Die Leute haben sich vor alles zerfleischt, weil der eine ist Profan und der andere ist Mensch.
Und denkt sich so, ach Gott, ich bin die ganzen armen Frauen.
Naja, da ist irgendwie nichts mehr draus. Man hört das einfach nicht mehr.
Und weißt du, an dem Punkt habe ich dann angefangen, Gianni Infantino zu verstehen, oder?
Der hat ja anfang diesen, nein, letzten Jahres mal diesen schönen Artikel im Guardian geschrieben,
oder was ein Interview, ich habe es nicht mehr im Kopf, wo er gesagt hat,
mehr Fußball-Weltmeisterschaften, jährliche Weltmeisterschaften oder zweijährliche Weltmeisterschaften
würden helfen, damit nicht so viele Leute im Mittelmeer ertrinken.
Den Kontext habe ich nicht mehr im Kopf. Ich glaube nicht, dass es einen gab.
Aber ich habe bei der Geschichte letzten Sommer gemerkt, ja gut, du merkst, dass kein Fusi läuft.
Wir haben einen fusi-freien Sommer.
Ja, dafür hatten wir halt einen fusi-besetzten Winter.
Ja, letztes Jahr halt. Aber wir hatten halt Zeit für so die großen Problemen der Welt.
Oder zum Beispiel bumsende Rockstars.
Oder kleine, die halt ihre Finger nicht bei sich lassen können, dann 16 Stunden Hassmaterial produzieren,
um anschließend drei Jahre später einen auf den Finger zu kriegen und als absoluten Lügner dazustehen.
Ist da was im Internet passiert, was mir entgangen ist?
Ja, es begab sich so vor drei Jahren doch diese Situation, dass doch irgendjemand mal gesagt hatte,
ich weiß die ganzen Namen alle nicht, ein Mädchen hat halt angegeben gehabt, dass er von *Piepen*
sexuell genötigt oder belästigt wurde.
Daraufhin hat *Piepen*, glaube ich, heißt sie, gesagt, du, das ist mir vor ein paar Jahren auch schon passiert.
Und dann ging der Shitstorm richtig los. Sie hat jede Menge Hass bekommen.
Er hat Hass-Triaden geschürt und hat 16 Stunden Material geliefert, was er öffentlich online war,
indem er sie beschimpft hat und als Lügnerin dargestellt hat und immer wieder, dass er vor Gerichter halt gewinnen wird.
Und drei Jahre später, jetzt ist das Urteil gesprochen und er konnte nicht beweisen, dass seine Vision die richtige ist
und man hat ihr halt absolute Wahrheit zugestanden.
Sie hat quasi die hundertprozentige Prozessführung gewonnen oder so, ach, keine Ahnung, wie das heißt.
Ein Haufen Geld weniger, eine zerstörte YouTube-Karriere von ihr und viele, viele böse Nachrichten.
Ich freue mich schon darauf, dass du helftest mit *Piepen*, weil ja, im Schnitt.
Aber ja, gut, doch, danke für Dinge, die ich ohne die sozialen Medien nicht ertragen müsste.
Ganz ehrlich?
Ja, das war übrigens so, apropos Dinge, die wieder weg sind, was ja so ein bisschen unser Kernthema ist,
unserem kleinen, melancholischen, ach, das war auch noch dieses Jahr, Rückblick.
Erinnerst du dich an das große X über Seattle, San Francisco?
Ja, das ist aber auch weg.
Das ist auch weg.
Das war so nett gewesen, dass ja manche Leute sich beschwert haben, dass sie jetzt nicht mehr schlafen können.
Haben sie es runtergenommen oder ist es wegen, weil es so dilettantisch befestigt war, einfach irgendwann ist die Straße gedonnert?
Ich weiß es nicht mehr.
Nein, er musste es irgendwie ein paar Tage nachdem er es montiert hat, wieder demontieren.
Das war aber schon fest, oder?
Das war schon fest. Aber das Geile ist, die Domäne, unter denen man X jetzt erreichen kann, ist immer noch Twitter.com.
Das ist noch nicht weg.
Und was ist X? Also worauf führt jetzt X.com? Ist das immer noch irgendeine Bumse-Seite?
Ich weiß es nicht. Ich probiere es mal. X.com.
Es führt nach Twitter.com.
Oh, Fortschritte.
Fortschritte. Ich hatte ja schon Angst, dass mein P-Hole das rausfiltern würde.
Und dann kam ja noch der ganze Spaß mit all diesen alternativen Netzwerken, wo man überall sein muss, um sich den Namen zu sichern.
Ja, aber das letzte kam ja erst vor kurzem. Das neueste.
Threads.
Threads. Da hat ja auch der lieber Frankstar auch schon einen Kommentar hinterlassen, der Spitzjungliger nicht sein könnte.
Ich bin immer wieder schlecht vorbereitet.
Klassischer Frank, oder?
Ja, aber ich bin immer wieder schlecht vorbereitet, wie immer.
Ja, Frankstar.
So, das muss das Ding jetzt hier genauso abfeiern wie jede andere Twitter-Alternative in den letzten Jahren.
An diesen nicht anders ist als eine andere Twitter-Alternative.
Und wann kommt das Tool, mit dem man bei allen gleichzeitig posten kann?
Ja, wird lustig, wenn jeder Geld für die eigenen Ideas wird.
Erinnerst du dich noch, wie wir zwei Wochen geglaubt haben, Reddit wäre demnächst tot?
Ja.
Das weiß ich noch.
Ja, stattdessen, also der Mist lebt natürlich weiter.
Stattdessen habe ich im Keller jetzt noch zwei Packungen von meinem Lieblings-Koffein-Eistee stehen,
die ich als sie quasi durch eine neue Sorte ersetzt wurden, noch schnell irgendwo in der Gegend rumfahren und zusammensuchen war.
Da musste ich mir auch was Neues suchen, und dachte, dass ich mich schon von meinem Apfel-Energy-Drink verabschieden musste,
weil der auch vergriffen wurde.
Und der hat aber lange durchgehalten, muss ich sagen.
Früher haben die Sorten ja gefüllte Minutentakt gewechselt.
Aber dann gab es plötzlich nur noch immer die drei gleichen, und vielleicht noch eine Sonderedition.
Das sind diese OK-Dinger vom Kiosk.
Ich weiß nicht, ob es sie in Schland auch gibt, aber ich glaube, die haben exportiert.
Also, expandiert.
Vielleicht ist sie ja auch ganz schnell wieder weg.
Keine Ahnung.
Der Punkt war halt, es war mal eine echt harte Fluktuation.
Du konntest ein ganzes Regal in deinem Wohnzimmer mit den Farben des Regenbogens füllen.
Einige davon waren kurz sehr eklig, und andere davon waren so lecker, dass es einfach eine Tragödie war,
dass sie nach drei, vier Monaten wieder weg waren.
Richtig.
Aber den Grünen gab es dann die ganze Zeit, und dann war er irgendwann weg.
Und dann kam der Rote wieder, also nicht der gute Rote, sondern halt der halb gute Rote,
und da war dann auch irgendwann wieder weg.
Und jetzt gibt es noch Gelb und Blau, und wenn der Blaue auch noch wegfällt, dann habe ich keinen Grund mehr morgens aufzustehen.
Da muss ich wahrscheinlich gleich noch anfangen, Kaffee zu trinken.
Ich mag Kaffee.
Seit wann?
Oh, lass mal überlegen.
Da war ich vielleicht 26 oder so.
Das fing relativ spät an bei mir.
Eben.
Ist so die Frage, ob das ein Acquired Taste ist, weißt du?
Ich glaube, man muss diese Bitterness mögen.
Und als Kind magst du das nicht.
Ich meine, bitter ist ja auch quasi so ein Gefahrensignal.
Etwas, was bitter ist, kann nicht gut sein.
Und die meisten Stoffe, die giftig sind, sind bitter.
Da gibt es noch, glaube ich, eine einzige Ausnahme, das ist das Gift der Tollkirsche.
Das schmeckt sogar recht lecker, macht nur ein bisschen Dulle.
Also im Sinne von Dulle oder bringt es sich mittelfristig unter die Erde?
Das ist eine Frage der Dosis.
Ach so.
Also in haushaltsüblichen Größen macht es dich Dulle und alles darüber hinaus bringt es dich unter die Erde.
Aber die meisten Gifte schmecken einfach scheiße, sind bitter wie Galle.
Und deswegen mag man das nicht so.
Und als Kind ist man sowieso ein bisschen empfindlicher.
Wobei es sauer ist, kann das Kind gar nicht sauer genug sein.
Stimmt, also Zentaschocks, die laufen bei uns in den Instituten der Süßigkeiten Kiosk oder die Zentaschocks laufen wie Scheiße.
Ja, genau.
Scharf, okay.
Ja, scharf.
Wie heißen diese?
So ähnlich wie Tortilla-Chips, nur ...
Nachos?
Nee, so gerollt.
Und dann sind die scharf und dann haben die so perverse Farben.
Das eine ist so blau, dass er danach eine blaue Zunge hat.
Stimmt, da war ja was.
Ist auch immer witzig mit den Soßen. Kriegst du eine hingestellt beim Mexikaner, so eine Platte mit drei Schüsseln oder?
Sagt er scharf, sehr scharf, nicht scharf oder?
Okay, ja gut.
Weiß könnte nicht scharf sein, ja.
Arschlecken.
Ja, genau.
Jetzt aber grün oder?
Jetzt zerreiße ich dann fast.
Vor allen Dingen zweimal.
Ja, genau. Und was war dann am Ende die gute Soße? Es war rot.
Rot war auch scharf im Vergleich.
Also ich habe ja mit einem Kumpel die Tradition, wie so erwachsene Menschen, die sich halt Traditionen überlegen müssen, damit sie sich überhaupt noch sehen.
Wir gehen einmal im Quartal Döner essen für so einen Mittag.
Und weil du halt in der Stadt eine gewisse Fluktuation an Dönerboden hast, geht auch die Abwechslung nie aus.
Und wir probieren dann regelmäßig eine neue.
Und es ist immer witzig zu überlegen, was haben die Leute, die dir die Bude empfohlen haben oder was sagt dir so deine Nase?
Wenn du hier scharf bestellst, gehst du dann drei Tage nicht mehr kacken oder gehst du drei Tage am Stück kacken?
Drei Tage am Stück?
Das ist immer die Frage.
Ich bestelle dann einfach regelmäßig nicht scharf, wenn ich noch einen Termin habe.
Meine Tante in England, die hat einen Curry gekocht.
Oh.
Man meint ja immer, Curry kommt so traditionell aus Indien.
Nein, das Curry-Gericht ist eigentlich so ein englisches Erfindungsding, so wie die Döner-Tasche nicht eine türkische Erfindung ist, sondern eine Berliner Erfindung.
Ja, im Kolonialismus ist ja eh alles durcheinander geraten.
Auf jeden Fall.
Wenn die einen Curry gemacht hat, dann hat die morgens so ein Hühnchen in den Kochtopf getan und hat das so lange gekocht, bis sich die Knochen und das Fleisch von alleine getrennt haben.
Schön.
Hat das dann halt, das was noch davor war, kleingeschnitten und hat das weiter gekocht.
Und in der Zwischenzeit kam dann Curry-Pasta rein oder so und die gesamte Bude hat einfach nur lecker, würzig, curryhaft gerochen.
Das war so scharf gewesen, das hat nicht nur zweimal gebrannt, das hat sogar dreimal gebrannt.
Weil es hat gebrannt beim Essen, es hat gebrannt im Bauch und es hat gebrannt, wie es den Körper wieder verlassen hat.
Ja.
Und meine Cousine meinte immer so, das ist ein gutes Curry, ne? Brennt dreimal.
Ja, ich meine, das ist forschender, so besser als diese keine Ahnung Currywürste aus diesen, kennst du den Twitter-Account, der aus irgendwelchen Kantinen und der Unimensa, die dich getwittert?
Ich verfolge den zwar nicht, aber ich sehe den regelmäßig.
Ja, der ist übel viral gegangen im letzten Jahr.
Es gibt auch einen autistischen Jungen, der kreuz und quer durch Deutschland fährt und nur Currywurst isst.
Ah, okay.
In jeder Bude, wo der isst, muss er eine Currywurst probieren und der fährt extra dann halt nach Anutuk, irgendwo hin, um halt dort, weil das die beste Currywurst in der Gegend ist, die Currywurst zu essen.
Und dann bewertet er das so und ja, das ist schon irgendwie interessant, wenn ein neurontypisches Gehirn quasi so eine Expertise abgibt über eine Currywurst.
Mhm.
Da streiten sich aber auch die Geister. Wer hat das erfunden?
Ich muss echt überlegen, wann ich zuletzt eine Currywurst, also eine klassische Currywurst gegessen habe, weil das ist so ein deutsches Ding, weißt du?
Also ich behaupte, ich müsste nur hier über die Grenze spazieren, würde was bekommen, aber der Anlass.
Stell dir vor, du gehst über die Grenze, hörst dabei die Ostdeutsche Nationalhymne und isst dann halt eine anständige Currywurst.
Da da da da da da da.
Ich meine, die Leute streiten sich ja, ne? Haben es die Berliner erfunden oder halt die Leute im Ruhrgebiet?
Ja.
Auf jeden Fall eine Currywurst ohne Haut ist, naja, nicht mein Fall.
Ich habe ehrlich gesagt wirklich keine Ahnung.
Wenn du bei dir über die Grenze gehst, welches Dorf ist dein in der Nähe?
Kommt ein bisschen drauf an. Also Dreiländereck ist Weiler am Rhein oder Burgfelden, so wie der Bums heißt.
Ja gut, dann weiß ich, wo du bist.
Ja klar, also äußerst da draußen Grenze Schweiz, da ist es nicht so viel bemerkenswertes Land.
Aber das ist witzig, weil hier ist halt tatsächlich, du hast hier Stadt und da hast du gerade einfach sehr lange den Rhein hoch, einfach nur Pampa.
Und dann hast du oben auch wieder Stadt, aber auf der Gegenseite. Das ist Konstanz und das ist Basel.
Und der Rest des Rheins ist quasi eigentlich nur so Brachland mit Autobahnen.
Aber das ist witzig, weil irgendwie hat niemand, also wenn du halt an die anderen Grenzübergänge denkst, dann hast du halt den Eindruck, hier ist Stadt und hier ist Stadt und irgendwie kommen die klar mit.
Ich weiß jetzt nicht, wie es im Osten aussieht oder wie es im Westen aussieht. Frankreich, das ist nochmal ein ganz anderes Thema für sich.
Aber so der Gedanke, dass du hast, eigentlich hättest du hier eine perfekte Handelszone, oder?
Das einzige, was dir einfällt, ist Stadt auf der einen Seite, Stadt auf der anderen Seite und dann irgendwie so, keine Ahnung, 200 Kilometer Brachland.
Du beschreibst gerade den Übergang vom Ruhrgebiet ins Münsterland. Nur dass es dann irgendwie nur so 60 Kilometer sind.
Den Gedanken hatte ich beim da rumfahren tatsächlich auch ein bisschen.
Du kommst aus dem Ruhrgebiet raus und dann in die Richtung, die du dann gefahren bist, dann kommt erstmal gar nichts.
Außer mal hier eine Burg und da mal eine Wasserburg und dann wieder eine Burg und eine Wasserburg.
Und Bauern, jede Menge Bauern.
Ja, wobei die sind ja jetzt gerade alle in Berlin.
Das mag sein, aber da sind sie zu Hause weg.
Ich gucke gerade noch durch meine gesicherten Tweets, um zu schauen, ob ich irgendetwas verpasst habe.
Ja, garantiert, jede Menge Sachen.
Was dieses Jahr noch so passiert ist. Aber das einzige, was ich finde, ist irgendwie, keine Ahnung, hier wo ist das Läck, solche Dinge.
Oh, das ist aber böse, ne?
Ja.
Das ist so richtig böse. Oh Gott.
Also zu sehen sind im Hintergrund die einstürzenden Twin Tower.
Ja.
Die Viertel-Vertage ersetzt durch, wie heißen diese Dinge eigentlich?
Ja, da oben steht's, 11 Bar September.
Ja, 11 Bar.
Boah, das ist aber echt übel, ne?
Das Wort spielt so weinig.
Ja, das ist auf so vielen Ebenen übel.
Aber ich finde das ist so super, ich muss mir dieses Meme quasi ausschneiden.
Das ist auf so vielen Ebenen, das zeigt so ein bisschen die Mesh-Up-Kultur, die sich entwickelt hat, oder?
Ja.
Es reicht halt nicht mehr, dass du einfach gemeinsames Wissen hast, sondern du hast das kombiniertes gemeinsames Wissen, das zusammen einen neuen Kontext gibt.
Übrigens, das Foto ist 153 Kilobyte groß.
Das zeigt's hier an.
Nee, dieses Jahr hat meine bessere Hälfte aufgehört zu rauchen.