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00:00 – 0:00:02
*Musik*
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0:00:02 – 0:00:31
[Musik]
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0:00:31 – 0:00:36
Hallo und willkommen zu einer neuen Ausgabe der Abschweifung,
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0:00:36 – 0:00:45
da wo ich gelegentlich vom Thema abschweife. Ich bin Sascha Markmann und sag Hallo. Das
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0:00:45 – 0:00:55
heutige Thema ist so was wie Bilder und Rahmen und ich rede jetzt nicht von den Nudeln. Ja,
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0:00:55 – 0:01:14
Ja, was meine ich denn damit? Ich meine damit halt so was wie Erzählweisen, Deutungshoheit oder auch das Kaschieren und das Setzen von Bilder,
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0:01:14 – 0:01:26
in dem man Narrative verwendet. Was ist denn ein Narrativ? Das ist halt Sinn- und wertstiftende
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0:01:26 – 0:01:43
Erzählung oder Erzählweise. Was ist ein Frame? Es ist ein Rahmen, also ein Rahmen, eine Erzählung,
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0:01:43 – 0:01:54
wie man halt ein Bild darstellt. Und das Bild ist quasi der Inhalt. Und damit versucht man halt
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0:01:54 – 0:02:02
verschiedene Sachen, meistenteils sehr eigennützig, halt, wie soll man das sagen,
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0:02:02 – 0:02:13
einen gewissen Sinn zu geben. Meistenteils sehr eigennützig. Ein besonderer, sehr starker Satz
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0:02:13 – 0:02:22
ist ja, der gefährlichste Frame ist nicht der, dem man widerspricht. Der gefährlichste Frame ist der,
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0:02:22 – 0:02:31
den man erst gar nicht als Frame erkennt. Und da sind wir dann schon am Punkt. Wenn ich von
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0:02:31 – 0:02:40
jemandem berichte und ich möchte, dass dieser Mensch oder dieses Ereignis, dieser Gegenstand
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0:02:40 – 0:02:48
besonders wahrgenommen wird und ich möchte, dass diese besondere Wahrnehmung eine besondere Richtung
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0:02:48 – 0:02:58
geht. Dann sprechen wir von einem Frame, von Framing als Tätigkeit. Wir können das ja mal
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0:02:58 – 0:03:06
ein Beispiel machen. Wir nehmen einfach ein und dasselbe Ereignis und berichten halt unterschiedlich
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0:03:06 – 0:03:17
darüber. Demonstranten blockierten den Hauptverkehrs oder eine Hauptverkehrsader. Oder wir könnten auch
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0:03:17 – 0:03:24
sagen, Klimakaoten legten die Innenstadt lahm. Ein und dieselbe Handlung, eine und dieselbe
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0:03:24 – 0:03:32
Konsequenz, aber eine komplett unterschiedliche Erzählung, die extrem wertend ist. Das eine ist,
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0:03:32 – 0:03:39
Demonstranten blockierten eine Hauptverkehrsader oder den Verkehr und das andere ist halt,
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0:03:39 – 0:03:46
Klimakaoten legten die Innenstadt lahm. Ihr wisst, was ich meine. Ich glaube,
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0:03:46 – 0:03:54
das kommt sehr gut zum Vorschein, was damit gemeint ist, wenn man Bilder, Rahmen setzt,
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0:03:54 – 0:04:04
wenn man framet. Jetzt ist aber dieses Framen nicht grundsätzlich etwas, was schlecht ist. Das machen
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0:04:04 – 0:04:12
wir selber schon andauernd. Wir bewerten, wir sortieren, wir ordnen ein für uns selber und das
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0:04:12 – 0:04:23
machen wir in Bruchteilen einer Sekunde. Und so kann es sein, dass für den einen oder den anderen ein
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0:04:23 – 0:04:36
und dasselbe Ereignis, Erlebnis unterschiedlicher Feinheiten, unterschiedlich bewertet wird,
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0:04:36 – 0:04:42
unterschiedlich aufgelöst wird oder auch eine unterschiedliche Bedeutung halt beigewogen wird.
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0:04:42 – 0:04:48
Und das passiert vollkommen automatisch und das macht jeder von uns. Wichtig ist nur,
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0:04:48 – 0:04:58
dass man dann halt das Frame und die Lüge miteinander abgrenzt. Denn ich kann ja auch
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0:04:58 – 0:05:09
so weit framen, dass es eine Lüge ist und dass ich Lügen verbreite, um halt dieses Bild gewissermaßen
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0:05:09 – 0:05:15
einzurahmen in einer Lüge. Aber ohne jetzt irgendwie großwissenschaftlich zu werden
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0:05:15 – 0:05:23
oder zu philosophisch, sollten wir doch einfach mal darüber reden. Jeder von uns macht das,
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0:05:23 – 0:05:36
denn jeder versucht ja irgendwie die Deutungshoheit zu haben. Gerade aktuell in diesen ganzen YouTube
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0:05:36 – 0:05:44
Beefs, den Beefs auf Social Media. Erlebt man das andauernd. Es werden Bilder gesät, es werden
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0:05:44 – 0:05:53
Geschichten erzählt und das Fatale an dieser Sache ist, je häufiger diese Geschichten wiederholt
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0:05:53 – 0:06:03
werden und je mehr diese Geschichten wiederholen, umso mehr verfestigt sich dieses Bild. Es ist
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0:06:03 – 0:06:12
tatsächlich dann so, dass es halt eine "Wahrheit" wird, weil wenn so viele Leute das sagen,
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0:06:12 – 0:06:25
dann muss das wahr sein. Und so entstehen in schöne Rahmen eingefasste Bilder, die absolut
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0:06:25 – 0:06:32
nichts mit der Realität zu tun haben. Ein Beispiel, wir hatten ja berichtet oder ich hatte berichtet,
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0:06:32 – 0:06:40
dass der Kanal Lautfunk die Monetarisierung verloren hatte und kurz die Geschichte dazu
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0:06:40 – 0:06:47
erzählt und dass wir die wieder haben. In der Erzählweise von außen wird aber immer weiter
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0:06:47 – 0:06:55
behauptet, wir haben sie immer noch verloren, weil wir AI-Slob, also künstlich generierte,
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0:06:55 – 0:07:10
ja Mist produzieren. Denn als Beispiel führte man da an, die KI-vertonten Märchen, sie wären ja
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0:07:10 – 0:07:17
komplett KI-generiert. Zum einen muss man sagen, diese Märchen wurden auf einen zweiten Kanal
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0:07:17 – 0:07:26
veröffentlicht, nämlich Lautfunk RAW. Und zum anderen war legendlich die Stimme, die den Text
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0:07:26 – 0:07:37
gesprochen hat, KI generiert. Die Musik und auch der Text, das war solide Handarbeit. Jeder, der
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0:07:37 – 0:07:45
mich kennt und mir schon länger folgt, weiß, ich bin ein Legastheniker. Ich verwende KI, um
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0:07:45 – 0:07:53
Rechtschreibung zu korrigieren. Das ist ja auch überall transparent nachvollziehbar,
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0:07:53 – 0:07:59
weil ich es ja auch überall transparent kommuniziere. Lässt man aber diese Details
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0:07:59 – 0:08:08
weg, entsteht der Rahmen oder das Bild wird eingerahmt. Es gab eine Sanktion von Seiten
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0:08:08 – 0:08:20
YouTube gehabt, dass man uns diese Monetarisierung weggenommen hat, weil wir KI-generierten Slop
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0:08:20 – 0:08:30
produzieren. Und je öfters das wiederholt wird, umso mehr glaubt man dieser Geschichte. Das Bild
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0:08:30 – 0:08:46
wird wahr, weil der Rahmen passt. Ja, so ist das und dagegen kann man wenig tun, weil wenn es ja
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0:08:46 – 0:08:54
alle behaupten, muss es ja wahr sein. Das sieht man ja auch aktuell wunderbar an der Geschichte mit
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0:08:54 – 0:09:03
Amy Zedek, Virgis Maoki in Verbindung mit Jay Riddle, was vor zwei Jahren passiert ist.
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0:09:03 – 0:09:10
Die Geschichte konnte damals nur so groß werden, weil reichweitenstarke YouTuber,
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0:09:10 – 0:09:21
Alarizo und viele andere diese Geschichte auch erzählt haben. Wie heißen sie denn alle? Alle,
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0:09:21 – 0:09:26
die halt ihre Geschichte erzählt haben, diese von ihren schlechten Erfahrungen mit Amy Zedek.
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0:09:26 – 0:09:34
Und auch ich hatte mit einem Kollegen zusammen eine Folge darüber gemacht gehabt,
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0:09:34 – 0:09:42
grenzwertig, wo wir über diese Dynamiken gesprochen hatten und auch unsere Einschätzung zu der
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0:09:42 – 0:09:50
Situation und haben uns auch dort verleiten lassen, weil so viele Leute, die halt Amy Zedek
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0:09:50 – 0:09:58
kannten oder mit ihr zusammengearbeitet haben, alle quasi die gleiche Geschichte erzählt haben.
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0:09:58 – 0:10:12
Und somit passte der Frame auf das Bild perfekt, das was Mauki da geschaffen hatte. Ja, da kann man
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0:10:12 – 0:10:21
mal sehen wie effektiv dieses einfache Mittel ist. Es ist ein Mechanismus bei uns im Gehirn,
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0:10:21 – 0:10:31
den man von außen triggern kann. Und wenn dann halt noch verstärkende Faktoren von außen sind,
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0:10:31 – 0:10:38
dann wird die Geschichte einfach wahr. Unglaublich, oder? Einfach unglaublich.
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0:10:38 – 0:10:50
Tja, aber ein schönes Bild ohne einen guten Rahmen ist eigentlich auch nichts wert. In der
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0:10:50 – 0:10:57
Kunstgeschichte gibt es Bilder, da ist der Rahmen manchmal mehr wert als das Bild. Denn
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0:10:57 – 0:11:04
wenn man den Rahmen nämlich zu einem anderen Bild packt, dann verdoppelt sich oder verdreifacht sich
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0:11:04 – 0:11:13
der Wert des Bildes. Und ich glaube, das ist einfach eine schöne Analogie zu dieser Geschichte mit dem
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0:11:13 – 0:11:26
Framing. Denn nur wenn ich dieses Framing gut betreibe und es passt zu der eigentlichen Geschichte,
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0:11:26 – 0:11:34
kann ich der Geschichte eine neue Bedeutung oder vielleicht einen besonderen Auxon geben,
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0:11:34 – 0:11:44
um es halt in eine gewisse Richtung kippen zu lassen. Wichtig ist, dass man halt ein Label,
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0:11:44 – 0:11:52
eine Etikette daran klebt, um es aus dem Beispiel des ersten Satzes zu nehmen. Ja,
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0:11:52 – 0:12:02
Man nimmt halt Aktivist, Verschwörungstheoretiker, Experte, Hater, Mob und damit bekommt man halt
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0:12:02 – 0:12:11
schon eine gewisse Bedeutung mit diesem Label. Man kann aber auch hingehen und einfach so gewisse
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0:12:11 – 0:12:23
Sachen weglassen. Ein kleiner Screenshot, wo man halt nur einen Teil von zeigt oder ein Teil eines
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0:12:23 – 0:12:31
Videoclips, der halt das bestätigt oder verstärkt, was man aussagen will. Das ist ja auch eine
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0:12:31 – 0:12:38
Möglichkeit, um halt den Kontext in eine gewisse Richtung zu lenken. Wenn man halt einen Nebensatz
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0:12:38 – 0:12:46
oder halt den Ende eines Satzes weglässt nach dem Komma oder wenn das so ein eingeschobener
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0:12:46 – 0:12:55
Zwischensatz ist. Was auch gut funktioniert ist einfach, indem man die Reihenfolge oder die
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0:12:55 – 0:13:02
Dramatologie, um das mal so zu sagen, verändert. Man kann Ereignisse in einer anderen Reihenfolge
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0:13:02 – 0:13:10
wiedergeben. Dadurch kann man auch einen gewissen Rahmen erzeugen, in dem man das Bild dann halt
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0:13:10 – 0:13:20
passend serviert präsentiert. Man kann auch framen, indem man halt nur gewisse Quellen zeigt. Es ist
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0:13:20 – 0:13:30
bei Meinungsblogging sowieso ein sehr gern genommenes Mittel, um seine Authentizität zu
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0:13:30 – 0:13:37
bestätigen, indem man halt nur gewisse Quellen verwendet und nicht halt den gesamten Kontext.
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0:13:37 – 0:13:45
Davon bin ich oder Sarah und ich auch nicht von befreit, auch wenn man sich sehr viel Mühe gibt.
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0:13:45 – 0:13:51
Es findet immer eine Selektion statt, ob das bewusst ist oder unbewusst ist,
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0:13:51 – 0:13:58
aber garantiert im Framing, da wird es ganz bewusst als Mittel benutzt.
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0:13:58 – 0:14:05
Und was man natürlich auch machen kann im audiovisuellen Kontext, also im Video oder
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0:14:05 – 0:14:15
im Audio oder halt im bildhaften Kontext, dass man damit versucht, gewisse Rahmen zu setzen.
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0:14:15 – 0:14:25
Es fängt subtil beim Vorschaubild an, beim Thumbnail, und geht dann halt weiter mit der
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0:14:25 – 0:14:36
Überschrift oder die Unterschrift, also eine Sub-Überschrift. Und so versucht man halt eine
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0:14:36 – 0:14:47
gewisse Richtung, einen gewissen Rahmen zu setzen. Was auch in diesem Kontext funktioniert, ist halt,
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0:14:47 – 0:14:58
wie man halt schneidet. Das ist dann halt auch eine Frage der Reihenfolge, welches Material man
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0:14:58 – 0:15:06
verwendet, welchen Ton verwendet man zu welchem Bild. Da kann man so viel machen, um eine Stimmung
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0:15:06 – 0:15:14
erzeugen. Eine und dieselbe Szene wirkt mit unterschiedlicher Hintergrundmusik komplett
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0:15:14 – 0:15:22
unterschiedlich. Selbst das ist Framing, weil man dem Bild einen neuen Rahmen gibt. Feindbilder kann
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0:15:22 – 0:15:31
man super benutzen auch für ein Framing. Ja, das sind die da, das sind die Bösen und wir sind die
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0:15:31 – 0:15:37
Guten. Das hat dann noch was mit In-Group und Out-Group und solchen Dynamiken zu tun. Dazu
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0:15:37 – 0:15:40
sollte man vielleicht auch mal eine gesonderte Ausgabe machen.
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0:15:40 – 0:15:46
Diese Gruppendynamik ist auch ein sehr faszinierendes Thema.
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0:15:46 – 0:15:59
Man kann so viele interessante Aspekte dabei benutzen, wenn man Framing als Waffe benutzt.
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0:15:59 – 0:16:08
Wichtig ist nur, dass man dabei Leute findet, die die gleichen Bilder, die gleichen Erzählweisen
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0:16:08 – 0:16:18
und die gleichen Rahmen verwenden. Am besten geht das natürlich, wenn man sich halt abspricht oder
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0:16:18 – 0:16:26
indem man so überzeugend ist, dass andere das übernehmen. Und das kann man auch in den aktuellen
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0:16:26 – 0:16:34
YouTube Beef beobachten. Dass das halt kleinere Content-Kreatoren übernehmen, dass es Zuschauergruppen
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0:16:34 – 0:16:43
übernehmen, dass es meinungsstarke Zuschauer übernehmen und je öfters das in der Kommentarspalte
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0:16:43 – 0:16:58
auftaucht, im Video oder im Beitrag, im Social Media Post und so echter und valider erscheint
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0:16:58 – 0:17:09
diese Geschichte, diese Aussage, dieses Bild, das geframed wurde, indem dieser Rahmen sich
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0:17:09 – 0:17:20
automatisch verstärkt. Aber wie kann man sich halt gegen das Framen wehren? Also es gibt dort einen
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0:17:20 – 0:17:29
ganz bestimmten Fall, den man halt dabei bedenken muss. Wenn man sich innerhalb dieses gesetzten
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0:17:29 – 0:17:37
Rahmens verteidigt und sich da bewegt, übernimmt man die Spielregeln des Gegners. Man macht
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0:17:37 – 0:17:53
Rechtfertigungs-Podcasts, Videos, Postings, Beiträge und ja, man trifft dann halt Aussagen,
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0:17:53 – 0:18:01
die halt den Vorwürfen widersprechen und damit bestätigt man direkt wiederum die Vorwürfe,
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0:18:01 – 0:18:11
weil man auf die Vorwürfe eingeht. Intelligenter oder besser und wirkungsvoller ist es, wenn man
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0:18:11 – 0:18:18
die, wenn man den unsichtbaren Rahmen, der übereingestülpt wird, sichtbar macht und die
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0:18:18 – 0:18:27
Meta-Ebene betritt. Was soll das heißen? Indem man sich mit den Rahmen beschäftigt und ihn analysiert.
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0:18:27 – 0:18:34
Man macht den unsichtbaren Rahmen sichtbar. Man geht quasi nicht auf die Kritik ein,
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0:18:34 – 0:18:44
sondern seziert diesen fein säuberlich wie ein Chirurg und zeigt so, dass ein Bild gezeichnet
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0:18:44 – 0:18:50
wird. Und wenn man das gemacht hat, dann kann man seinen eigenen Rahmen setzen,
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0:18:50 – 0:19:01
das sogenannte "reframing", dem man halt objektiv setzt, im Idealfall, um versucht,
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0:19:01 – 0:19:10
das Bild eine neue Bedeutung zu geben. Wichtig zum Erkennen ist halt, dass man halt über ein paar
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0:19:10 – 0:19:18
Mechanismen Bescheid weiß, wie dieses Framing passiert. An erster Stelle, welche Wörter laden
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0:19:18 – 0:19:26
das Thema emotional auf. Zweitens, welche Rolle bekommen die Person, Täter, Opfer, Experten,
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0:19:26 – 0:19:40
Gefährte oder eine Witzfigur, eine Gefahrenfigur? An dritter Stelle, was wird prominent gezeigt oder
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0:19:40 – 0:19:49
erzählt und was wird wissentlich weggelassen. Welche störenden Elemente lässt man aus der
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0:19:49 – 0:20:02
Erzählung weg? Wie ist die Reihenfolge oder welche Quellen werden verwendet? Und die wichtigste Frage
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0:20:02 – 0:20:15
ist, wen nützt diese Erzählung, wer profitiert von diesem Frame, was hat man davon? Und so kommen wir
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0:20:15 – 0:20:26
halt wieder zurück auf den markanten Hauptsatz von ganz am Anfang. Der gefährlichste Frame ist
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0:20:26 – 0:20:34
nicht der, den man widerspricht. Der gefährlichste Frame ist der, den man erst gar nicht als Frame
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0:20:34 – 0:20:46
erkennt. Ich weiß, es ist heute, ja, das ist dem Format geschundet. Ich kann hier nicht sehr tief
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0:20:46 – 0:20:51
in die Materie eingehen und ich will auch nicht so den Erklärbär machen. Ich wollte eigentlich
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0:20:51 – 0:21:04
eigentlich mehr oder weniger nur darauf hindeuten und hinweisen, dass Frames, Rahmen, Bilderrahmen,
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0:21:04 – 0:21:13
wie du es auch nennen magst, etwas total Normales sind, dass das unser Gehirn ständig macht,
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0:21:13 – 0:21:25
Ereignisse, Situationen zu bewerten, zu kategorisieren, eine Gewichtung geben und ein gern verwendetes
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0:21:25 – 0:21:36
Stilmittel ist, um eine Deutungshoheit zu haben über eine Erzählung. Ich kann wie in einem Beispiel
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0:21:36 – 0:21:43
ein und dasselbe Ereignis, je nachdem wie ich es erzähle, welchen Rahmen ich es packe,
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0:21:43 – 0:21:51
eine komplett unterschiedliche Bedeutung geben. Und das ist eine Manipulationstechnik. Und darauf
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0:21:51 – 0:21:58
wollte ich halt hinweisen. Die letzten Wochen und Monate sind so viele Videos über so viele Leute
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0:21:58 – 0:22:11
erschienen, wo eine manipulierende Erzählweise an den Tag gelegt wurde, um Gruppennarrative
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0:22:11 – 0:22:22
zu bestärken oder abzuschwächen oder in sich selber zu verstärken. Und das ist etwas, was ich
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0:22:22 – 0:22:31
oder auch was Sarah und ich in der letzten Zeit halt extrem beobachtet haben und ja,
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0:22:31 – 0:22:40
doch schon sehr kritisch einordnen. Ich bedanke mich auf jeden Fall dafür, dass ihr zugehört habt und
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0:22:40 – 0:22:46
ich weiß, das war eine fürchterlich, fürchterlich langweilige Folge, aber ich denke, der eine oder
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0:22:46 – 0:22:52
andere wird da schon verstanden haben, um was es hier geht. Also, danke schön und
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0:22:52 – 0:22:56
tschüss bis zum nächsten Mal. Euer Sascha
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0:22:56 – 0:22:59
[Musik]
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0:22:59 – 0:23:05
[Musik]
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Jeder von uns tut es, meistens in Bruchteilen einer Sekunde: Wir ordnen ein, bewerten und sortieren Erlebnisse. Doch was passiert, wenn dieser psychologische Mechanismus ganz gezielt von außen getriggert wird, um Deutungshoheit zu erlangen?
In dieser Folge der Abschweifung seziert Sascha das Phänomen des Framings. Warum funktioniert die gezielte Manipulation durch Auslassungen, geänderte Reihenfolgen oder emotionale Begriffe auf Social Media so erschreckend gut? Am konkreten Beispiel aktueller YouTube-Beefs und eigenen Erfahrungen mit dem Kanal Lautfunk wird gezeigt, wie aus ständigen Wiederholungen plötzlich eine gefühlte „Wahrheit“ konstruiert wird, die mit der Realität nichts mehr zu tun hat.
Das Wichtigste zum Schluss: Wie wehrt man sich gegen einen untergeschobenen Rahmen, ohne die Spielregeln des Gegners zu übernehmen? Der Wechsel auf die Meta-Ebene und die Kunst des Reframings.
„Der gefährlichste Frame ist nicht der, dem man widerspricht. Der gefährlichste Frame ist der, den man erst gar nicht als Frame erkennt.“

🎧 Themen Gliederung:
🟢 Intro & Begriffsbestimmung
- Willkommen zur Abschweifung | Begrüßung und Einstieg in die Episode.
- Das Fundament: Bilder und Rahmen | Was unterscheidet ein Narrativ (Sinn- und Wertstiftung) von einem Frame (Erzählrahmen) und dem eigentlichen Bildinhalt?.
- Das Kernproblem | Warum der gefährlichste Frame derjenige ist, den wir erst gar nicht als solchen wahrnehmen.
🔍 Die Natur des Framings
- Das linguistische Experiment | Wie dieselbe Tat durch Begriffe wie „Demonstranten“ vs. „Klimachaoten“ komplett unterschiedlich bewertet wird.
- Automatische Bewertung | Warum unser Gehirn permanent und in Bruchteilen einer Sekunde unbewusst framet, um Komplexität zu reduzieren.
- Die Grenze zur Lüge | Wann weicht die bloße Einordnung einer bewussten Falscherzählung?.
💥 Dynamiken auf Social Media & Fallbeispiele
- Die Wahrheit der Masse | Wie sich durch ständige Wiederholung in Social-Media-Beefs völlig verzerrte Bilder verfestigen.
- Fallbeispiel Lautfunk | Die selektive Erzählung über den Verlust der Monetarisierung und die Richtigstellung zum Thema KI-Stimmen bei Lautfunk RAW.
- Transparenz & Barrierefreiheit | Der Einsatz von KI als Hilfsmittel bei Legasthenie.
- Der Fall Amy Zedek | Rückblick auf die Dynamiken vor zwei Jahren, den Einfluss reichweitenstarker Kanäle und eine kritische Selbstreflexion zur eigenen damaligen Podcast-Folge.
🛠 Die Werkzeuge der Manipulation
- Die Analogie aus der Kunst | Warum der Rahmen manchmal wertvoller ist (oder den Wert bestimmt) als das Bild selbst.
- Die Werkzeugkiste des Framings | Wie Kontexte gezielt verschoben werden durch:
- Labels & Etiketten (Aktivist, Hater, Experte).
- Selektive Auslassungen (Zurechtgeschnittene Screenshots und Videoclips).
- Dramaturgie (Veränderung der chronologischen Reihenfolge von Ereignissen).
- Quellen-Selektion beim Meinungsblogging.
- Audiovisuelles Framing | Die subtile Macht von Thumbnails, Sub-Headlines und der psychologische Effekt von Hintergrundmusik im Videoschnitt.
- In-Group vs. Out-Group | Das Spiel mit Feindbildern („Wir gegen Die“).
🛡 Counter-Strategien & Fazit
- Die Rechtfertigungsfalle | Warum Verteidigung innerhalb des gegnerischen Rahmens nur dessen Spielregeln bestätigt.
- Der Meta-Blick | Den unsichtbaren Rahmen wie ein Chirurg sezieren, um ihn sichtbar zu machen.
- Reframing | Dem Bild eine neue, objektivere Bedeutung geben.
- Die 4 Prüffragen gegen Manipulation | Worauf man achten muss (Emotionale Wörter, Rollenverteilung, Auslassungen, Profit).
- Outro | Zusammenfassung, kritische Einordnung der aktuellen Netzkultur und Verabschiedung.
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Mitwirkende dieser Episode
Spieldauer: 0:27:16
Tag der Aufnahme: 10.06.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.
Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.
Podcast Lizenz:
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License
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Autor: Sascha Markmann
Sascha Markmann ist ein kreativer Kopf mit bewegter Biografie: Informatiker, studierter Philosoph, Religionswissenschaftler und Psychologe – und gleichzeitig ein Mensch, der das Leben nach einem Schlaganfall ganz neu entdeckt hat. Nach Stationen als Rettungssanitäter und Altenpfleger fand Sascha seinen Weg in die Welt des kreativen Ausdrucks: Als Blogger, Musiker, Podcaster, Philosoph und visueller Geschichtenerzähler kombiniert er technisches Know-how mit emotionaler Tiefe und einem schrägen Sinn für Humor. Seine Beiträge entstehen irgendwo zwischen Borderline, Acid Bassline und Beistand – ehrlich, direkt und gerne auch mal mit einem Augenzwinkern. Leitmotiv: „Audiovisueller Stumpfsinn mit keinem Nutzwert – aber vielleicht genau deshalb so wertvoll.“ Alle Beiträge von Sascha Markmann anzeigen