Probe Podcast 75 Third Places Lost Places

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Beschreibung:

Spontanrunde, die sich völlig ungezwungen in die drei großen Themen der (u. a. musikmachenden) Gesellschaft verläuft; das Wie, das Warum und das Wo. Von im Geld ertrinkenden Twitch-Streamern, knausrigen CEOs, seelenstripteasenden Popstars, aufgesplitteten Songs, Jugendlichen, die man einfach nur machen lässt, und Köln am Rhein auf der Fliegerbombe.

Gliederung der Themen für die Episode:
  • Einführung
  • Begrüßung und Startschwierigkeiten mit der Aufnahme
  • Kurzer Rückblick auf die letzte Folge
  • Hausmeisterei
  • Rückmeldungen und Reaktionen auf vorherige Episoden
  • Erwähnung von Hörerfeedback und Pseudonymen
  • Neuigkeiten aus der Musik- und Technikwelt
  • Kontroverse Aussagen des Spotify-CEOs
  • Herausforderungen für Künstler auf Streaming-Plattformen
  • Exklusive Verträge und deren Auswirkungen
  • Innovative Tools und Technologien
  • WavTool und die Integration von KI
  • Music Lawyer KI für Musikverträge
  • ZPlane Peel Musik in Instrumente wandeln
  • Kreative Freiräume und deren Bedeutung
  • Erfahrungsberichte über Proberäume und kreative Orte
  • Herausforderungen bei der Suche nach geeigneten Räumen
  • Persönliche Anekdoten zu Proberäumen und Konzerten
  • Schlussbemerkungen
  • Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
  • Ausblick auf die nächste Folge
  • Verabschiedung und Hinweise auf weitere Formate

Links zur Ausgabe:

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Transcript:

Aufnahme läuft.
In Zukunft einfach immer schon Aufnahme drücken, wenn es hier losgeht, oder?
Ja, aber das ist politisch inkorrekt.
Da kann ich auch nichts dafür, dass ihr plötzlich Persona non grata seid.
Dann schmeißen wir wieder drei Stunden weg.
Wo übrigens letztes Mal Atomstrom, Helmut Kohl, der Glasfaser-Ausbau.
Und irgendwann dann auch noch um Rechtfertigung.
Ich glaube, wir haben eine halbe Stunde über Rechtfertigung diskutiert.
Während der, wie soll ich sagen, studierte Religionswissenschaftler keinen Pieps gesagt hat.
Ich setze mich nicht in die heißen Kohlen, Leute.
Sonst wäre ich noch exmantikuliert, Leute.
Post hum.
Post hum.
Post hum, ja.
Du kannst auch auf was singen.
Ich werde doch nicht die lustigsten 15 Monate meines Lebens opfern, Leute.
Scheiß Masterarbeit.
Der Probe-Podcast.
Beim gemütlichen Talk im Proberaum.
Mit unseren Moderatoren.
Herr Raumwelle.
Tobi.
Und Herrn Notstrom.
Viel Spaß.
Ja, und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Folge Probe-Podcast.
Ja, wie geht's euch?
Juti.
Läuft schon die Aufnahme?
Die Aufnahme läuft.
Wie ist denn der Pegel?
Der ist gut gepegelt.
Das ist schon fast ausufernd.
Außer am Rhein, ne?
Ja, also noch ein paar Zentimeter und dann ist er oben.
Dann ist das Ufer da.
Genau, wenn die Zuhörer die Sendung hören, dann hat es schon ausgeufert oder wie war das?
Ja, wenn die Zuhörer die Sendung hören, das kommt ein bisschen drauf an.
Wenn wir es jetzt als 000 veröffentlichen, dann ist noch nichts passiert.
Wenn wir es dann regulär veröffentlichen, ist der Pegel wahrscheinlich in Düsseldorf.
Weißt du, ich mach jetzt mal was für den Pegel.
Aua.
Fick dich, ey.
War das zu nah am Mikro? Entschuldige.
Ich hab extra weit weggehalten.
Ja, das war zu nah.
Ich hab extra weit weggehalten.
Kannst froh sein, dass mein Limiter das gefressen hat.
Also Thomas ist jetzt plus 0,7.
Schönes rotes Fähnchen.
Wo ist der Rest?
Das ist ein 0,3.
Ein Flensburger.
Prost.
Jetzt klingen meine Ohren. Fick dich.
Das war keine Absicht.
Wollen wir mal kurz ein bisschen Hausmeisterei machen?
Gerne.
Wir hatten Reaktionen gehabt auf Sendungen.
Zum einen hat der, oh Gott, ich hasse kryptische Namen, S475E sich bedankt für die Folge über Depression und Kunst.
Vor allen Dingen zum Ende hin, wo es philosophisch wurde.
Und dann hat sich zu der Myth Sendung, oh Myth Sendung, hat einer geschrieben, besonders zum Ende, richtig gut.
Ja, da freuen wir uns natürlich, wenn wir gut informieren, gut unterhalten und was auch immer oder wie es euch gefällt.
Wie heißt das bei Shakespeare? Wie es euch gefällt.
Genau.
Wie war denn jetzt nochmal der Name von den guten Menschen? Ich war wieder so schnell mit dem wegklicken.
Ich möchte ja auch nicht, dass sein Name genannt wird.
Nein, das ist ja Kunstname auf irgendeiner Plattform.
Achso, auch pseudonym.
Wo ist die Folge?
Da.
Ich hasse dieses Interface bei Spotify.
So, da ist es.
Digital Kane.
Vielen, vielen Dank für die lieben Worte.
Ja, Hausmeisterei zu.
Sehr schön, einmal durchgefeudelt. Jetzt glänzt es wieder. Vielen Dank.
Was haben wir denn noch? Gibt es irgendwelche Neuigkeiten von euch?
Ich sehe absolut nichts.
Also nichts, was wir in irgendwelchen Folgen, die noch auf meiner Festplatte liegen.
Also es gibt ein paar KI News.
Es gibt zum einen die News, dass der Spotify-Besitzer, CEO, ich glaube der CEO, hat sich ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt auf Ex,
jemals Twitter und hat ganz viel Shitstorm dafür geerntet, was er geschrieben hat.
Der meinte nämlich, ja, ja, also hier moderne Musikproduktion, das wäre ja nicht so aufwendig.
Das ist ja mit ganz wenig Aufwand mittlerweile verbunden und da muss man sich dann mal darüber unterhalten,
wie lange oder kurzfristige Haltbarkeit von solchen Sachen.
Du meinst, also du meinst, er sagt, man muss sich darüber unterhalten, ob man die Künstler überhaupt noch bezahlen soll?
Ja, zum Beispiel, genau.
Machen sie auch schon nicht mehr.
Du musst quasi Minimum 1000 Streams haben, damit du überhaupt erstmal in den Bereich kommst, wo man Geld kriegen könnte.
Ja, also die Plattform ist echt auf dem absteigenden Ast.
Podcasts mit Geld bewerfen kannst du noch, aber das wird auch nicht mehr lange dauern.
Richtig.
Warum kriegen wir dann kein Geld von Spotify?
Weil du auf Spotify keine 2000 Plates hast.
Wahrscheinlich knapp darunter.
Nein, du musst exklusiv Spotify machen.
Ich wollte gerade sagen, ja.
Ernsthaft?
Klar.
Wenn du andere Streamingplattformen auch noch bedienst, dann kriegst du von Spotify nichts.
Genau.
Also bist jedenfalls nicht im exklusiv Programm und ich glaube nicht, dass die Leute, die regulär Podcasts öffentlichen, überhaupt bezahlen.
Das sind mafiöse Methoden.
Nö, das ist der Markt. Das macht Apple genauso.
Das machen alle so.
Die bedienen sich alle an der Datenbank von Apple.
Knallen da ihre Werbung drauf und gut ist.
Ja, der Punkt ist halt, und das glaube ich, das ist tatsächlich gerade ein bisschen am Eskalieren.
Ich habe schon so ein paar Podcasts, die ich alle Jubeljahre mal gehört habe, gefühlt, die haben dann irgendwann eine Folge gemacht.
So, wir sind jetzt ganz exklusiv auf dieser Plattform und dieser Plattform veröffentlicht.
Und das natürlich auch jedes Mal in eine andere.
Das heißt, du wirfst am Ende 30 Euro für 10 Podcasts mit je 3 Euro durch die Gegend, die jetzt auf dieser exklusiv Plattform vor sich hin darben.
Du könntest den ganzen Scheiß einfach von Patreon machen, könntest den Leuten zugestehen oder so ein Unterstützerding.
Oder du könntest quasi sagen, ja gut, die finde ich jetzt so gut, die werfe ich jetzt mal mit Geld.
Nee, stattdessen gehen die Leute hinter die Paywall und wundern sich dann, warum es nicht funktioniert.
Genau.
Wie hieß nochmal dieser Streamer mit dieser Streaming Plattform, die es gar nicht mehr gibt?
Mit dem 2-Jahres-Vertrag für 500 Millionen oder so?
Jajaja, ich weiß, wie das war.
Wie hieß es noch mal, die Streaming Plattform?
That's the point.
Da sind ja alle hingegangen, die ja bei Twitch rausgeflogen sind.
Und weil das total stramme Nazis waren, hat es dann die ganze andere Plattform auch ziemlich versäumt.
Boah, das waren 500 Millionen Vertrag.
Irgendwie so, ja, oder sogar noch mehr.
Das Netz ist völlig steil gegangen und alle haben gesagt, ja, das war jetzt ein,
also die haben alle gesagt, es wird jetzt ein Präzedenzfall, aber man war sich nicht sicher, in welche Richtung.
Ihr meint aber nicht Kik, oder? Kik.com?
Kik war, war, Kik hat auch solche Verträge gemacht.
Die war oder ist im Besitz von Amazon?
Kik mit oder ohne C?
Ne, mit K.
Kik kenne ich nur aus den Messs...
Twitch ist in Amazon Hand.
Jaja, ich wollte es gerade fragen.
Kik kenne ich, also die K, IK kenne ich nur aus dem Messenger, wo irgendwelche Pedos irgendwelche Kinder angraben.
So und dieses Kik Streaming Ding gehört einer Online Spielkette.
Also hier Spiel, Casino, Online Casino.
So und der amerikanische Influencer hieß Bruce "Drop 'Em Off".
Ja, oder?
Ich meine, ich hätte es auch gemacht mit 500 Millionen Tonnen, tut mir leid.
Weil die genaue Summe wurde nicht benannt.
Ich gucke gerade auf Wikipedia.
Am 16. Juni 2023 wurde bekannt gegeben, dass der ehemalige E-Sportler
XQC einen nicht exklusiven 2-Jahres-Vertrag im Wert von 100 Millionen US-Dollar mit der Plattform Kik unterzeichnet hat.
Auch für 100 Millionen würde ich es machen.
Aber die Plattform gibt es doch noch, oder nicht?
Ja, die gibt es doch schon, aber die ist nicht relevant.
Ne, ne, das war auch eine ganz andere Geschichte.
Ich glaube, das war das nicht 2019, meinte ich.
Also das war irgendeine Plattform, die es schon ewig nicht mehr gibt.
Wie hieß der Typ?
Ich komme nicht drauf. Ich google das stand nicht.
Aber ich habe den Fall, den du gerade genannt hast.
Ich habe andere Dinge.
Ich müsste entweder den Namen der Plattform oder des Typen haben.
Aber sag doch mal.
Das ist ein E-Sportler, der einen nicht exklusiven 2-Jahres-Vertrag im Wert von 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen hat.
Das sind pro Jahr 50 Millionen US-Dollar.
Und er ist ein ehemaliger E-Sportler.
Was macht er auf der Plattform dann?
Streamt jeden Tag, wie er spielt?
Casino zocken.
Bisschen labern.
Andere Leute reiten wenigstens noch ehrlich auf dem Pömpel rum.
Definitiv.
Hot-Tube-Streams.
Oder fotografieren die Sonne.
Ich hab's. Ninja.
Das war der Typ, der...
Und die Plattform war Mixer von Microsoft.
Hat das noch irgendjemand im Kopf?
Ne.
Mixer?
Ich glaube, es waren auch keine 500 Millionen.
Es war irgendwas zweistelliges, aber es war genug.
Ich finde jetzt 50 Millionen auch schon ziemlich krass.
Mancher Fußballspieler müsste sich ja jetzt eigentlich in den Hintern beißen.
Weil die kriegen ja nicht so viel, oder?
Du musst halt was leisten und verschleiß deinen Körper, oder?
Fußball ist ja wenigstens irgendwo durch noch Sport.
Energydrinks, Saufen und den ganzen Nacht Casino zocken.
Ich weiß nur, dass Leute wie MontanaBlack auch Angebote bekommen haben von Ankiq.
Und die waren ordentlich gewesen.
Also ich sehe hier auf Wikipedia gerade am 1. August 2019 kündigte Ninja an,
von Amazons Twitch zu der vergleichsweise weniger populären Livestream-Plattform Mixer von Microsoft zu wechseln
und dort exklusiv zu streamen.
Zu Hochzeiten hatte er ca. 250.000 zahlende Abonnenten auf Twitch.
Nach nur einer Woche erreicht er über eine Million Abonnenten auf der Plattform
und überstieg damit die Anzahl auf Twitch um das Vierfache.
Allerdings ist auch ein kostenloser Probe-Monat möglich,
was aussagt, dass nur wenige Abonnenten bezahlt haben dürften.
Im Juni 2020 wurde Mixer von Microsoft wieder geschlossen,
wodurch Ninja zu Twitch zurückkehrte.
Also ich lese hier gerade noch mal weiter bei Kik auf dem Wikipedia-Artikel.
Ist interessant, Affiliate-Programm, ähnlich wie bei Twitch und YouTube, bietet Kik ein Affiliate-Programm an.
Um als Streamer in dieses Programm aufgenommen zu werden,
muss man mehr als fünf Stunden gestreamt und mindestens 75 Follower haben.
Ist der Affiliate-Status erreicht, erhalten die Zuschauer die Möglichkeit,
Kanäle von Streamern für 4,99$ pro Monat zu abonnieren oder ein Geschenk-Abonnement an andere Zuschauer zu bezahlen.
Der Streamer bekommt hierbei einen Teil des Gewinns ab.
Eigenen Angaben zufolge halten Streamer bei Kik 95% ihrer generierten Einnahmen
und nur 5% gehen an die Plattform. Noch.
Im Vergleich wird der Anteil bei der Konkurrenz Twitch 70/30 oder 50/50 und bei YouTube 70/30 aufgeteilt.
70/30 für wen? Für YouTube?
Ne, für den Streamer.
Ich glaube schon für den Streamer.
Also 30% für den Streamer und 70% für YouTube?
Nein, 70% für den Streamer und 30% für YouTube.
Bei Twitch ist es genau umgekehrt.
Wobei die mittlerweile mehr so richtig beschissene Deals haben.
Früher hatten sie 50/50 gehabt und jetzt haben sie halt 30/70.
Also Twitch ist echt ganz übel. Das ist Monopolstellung, das funktioniert wie Spotify.
Du musst auf Spotify vertreten sein, damit du vom einzigen Algorithmus, der ich sage mal funktioniert,
jetzt abseits von YouTube, musst du quasi empfohlen wirst.
Und da hast du halt irgendwelche scheiß Dienste. Aber das können sie halt machen.
Und Twitch ist genauso. Twitch kann irgendeine Scheiße abziehen mit den Leuten,
weil das halt nach wie vor die Plattform aller Plattformen ist.
Ich streite mich gerade mit Instagram, weil die ständig neue Konten sperren.
Aber du musst zwangsläufig auf dieser Plattform vertreten sein.
Du hattest den Bandnamen irgendwie falsch eingegeben.
Wahrscheinlich habe ich die gleiche Adresse benutzt, mit der ich mal
sicherheitshalber irgendwas claimen wollte, damit es sich nicht in einen Crawler schnappt.
Und dann hat er mich wahrscheinlich für einen Crawler gehalten und nimmt seitdem alles von meinen Geräten nicht mehr an.
Super. Kacke. Böse Falle.
Ja, ich habe auch gedacht, also ich habe damals gedacht, das ist eine kluge Idee,
aber wahrscheinlich war das dann der Anfang vom Ende. Ich muss jetzt mal schauen.
Also ich muss ganz ehrlich gestehen.
Ich würde diese Plattform auch nicht nehmen, selbst wenn jetzt nur der Name verloren ist.
In dem Wikipedia Artikel, den kann man sich mal durchlesen.
Ich will das jetzt nicht weiter ausführen, sonst werden wir ja total off topic.
Es geht halt darum, dass Kick.com stark in der Kritik ist,
weil es wird vermutet, dass die halt versuchen, die Leute zum Glücksspiel zu locken.
Nein.
Nein. Wie kommen wir denn da drauf?
Es ist halt, weil es vielleicht ein Casino Betreiber gehört. Den Casino Betreiber im Internet.
Ja, vielleicht. Möglich. Könnte sein. Könnte man vielleicht vermuten, dass es so ist.
Ohne, ich will das jetzt nicht behaupten. Die Aussehenswende ist ja ihre Sinnung. Egal.
Was ich noch interessant fand an News, es gibt ja eine DAW, eine Digital Audio Workstation,
die online funktioniert und die heißt Wavetool.
Ja.
Die hat jetzt einen KI-Assistenten irgendwie verbundelt mit ChatGPT und Google Gemini.
Und du kannst jetzt auch Songs von Suno, von der Suno AI importieren mit so einem kleinen Trick.
Normalerweise kriegst du von der Suno AI ja komplette Musikstücke geliefert.
Also Schnipsel. Die machen ja nur ein bis zwei Minuten lange Schnipsel.
Aber dieses Wavetool, diese online DAW, hat jetzt einen KI-Assistenten,
mit dessen Hilfe du diesen Track von Suno AI einmal in die Bestandteile zerlegen kannst.
Ja, dann kannst du das basteln.
Richtig. Genau.
Dann lädst du die Schnipsel live rein und dann baust du sie.
Genau. Das Besondere ist, dass das Ding halt sprachbasiert ist.
Das ist also auch für, ich sag mal, für DAW Einsteiger vielleicht ganz gut,
weil du kannst halt den ChatGPT Prompt benutzen und du kannst den halt auch in Deutsch bedienen.
Also da Sachen eingeben.
Wenn du zum Beispiel sagst so, wo war hier ein Beispiel? Warte mal.
Ich möchte einen 60er Jahre Schlager haben, wo der Haupttext ist "Ich scheiße dann Bands".
Ne, zum Beispiel "Schreibe mir eine Baseline im E-Moll in 110 BPM"
oder "Verändere den Drumbeat in Halftime" oder "Kopiere die Drumnoten auf 16 Takte".
Das kannst du halt alles in Deutsch eingeben und dann macht die DAW das für dich.
Das finde ich eine interessante Entwicklung.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass das zum Beispiel für Menschen,
die halt nicht sehen können, vielleicht auch eine gute Sache ist oder Menschen, die keine Arme haben.
Das kann auch eine Hilfe sein, um dann Musik zu machen.
Aber ganz ehrlich.
Andererseits, ja.
Machst du das dann andererseits?
Andererseits warte ich immer noch auf eine KI, die mir die Steuererklärung macht.
Ja, und ich warte immer noch auf die KI, die mich backstage, naja, verführt.
Ne, aber genau das wollte ich gerade sagen. Schau mal.
Wundert es dich bei solchen News nicht, wenn daneben eine News steht, wo der Spotify-CEO,
der ja durchaus eine Wurst ist, kann man ja offen sagen, dann sagt "Ja gut, es ist ja überhaupt kein Aufwand".
Weißt du? Das bedingt sich doch gegenseitig.
Ja, das habe ich auch gedacht, als ich diese beiden News nebeneinander...
Die stehen auch tatsächlich auf der Gear-News-Seite.
Schöne, großartige Kollegen. Steht auch tatsächlich direkt übereinander, die News.
Und dazu kommt dann noch, hört, hört, eine weitere News, die will ich nur ganz kurz antisern.
"Music Lawyer KI sorgt für Klarheit in Musikverträgen kostenlos."
Ja, ist auch ein schönes Wortspiel mit Music Lawyer.
"Das kostenlose Tool Music Lawyer soll euch bei Missverständnissen in Aufnahme- und Tantiemenverträgen helfen und Probleme identifizieren."
"Daddy Kev mit bürgerlichem Namen Kevin Moo, Gründer bei Low End Theory, hat eine neue, von einer KI gesteuerte Webseite ins Leben gerufen."
"Die Künstlerin hilft, Aussagen von Plattenfirmen und Vertrieben zu entschlüsseln."
Entwirft diese KI dann auch Gerichtsfälle, die es nie gegeben hat?
Ja, also es ist halt immer eine Frage, mit was für Material du die Machine Learning Algorithmen halt gefüttert hast.
Ich meine, es ist jetzt zwei Jahre her, also da sind ja wahnsinnige Entwicklungen seither passiert.
Das können wir glaube ich sogar sagen, wenn wir keinen Peter von Dorsum hier in der Leitung haben.
Warte, ich war noch nicht fertig.
Ich bin noch nicht fertig.
So, und dann gibt es noch eine weitere Webseite, die nennt sich SpotStats.
Die ist nicht KI basiert, befindet sich gerade in der Beta-Phase.
"Ermöglicht es Künstlern eine separate Prüfung ihrer Spotify für Artists-Daten durchzuführen."
"Es schätzt tägliche, monatliche und jährliche Streaming-Einnahmen mittels Statistikmodulen, die auf Python basieren und als API bereitgestellt werden."
Das ist sozusagen eine öffentlich verfügbare Streaming-Vorhersage-App.
Also, geht los.
Sascha?
Ich habe ja bei ChatGBT so ein GBT mal gemacht und habe da die Handbücher von den Programmen, die ich verwende, reingeschmissen.
Ja, hast du erzählt, als Experten-System sozusagen.
Und das ist wunderbar.
Also, ich frage, was ich jetzt in QBase machen muss, um das und das zu machen.
Und dann gibt er mir eine detaillierte Anleitung und dann kann ich das machen.
Also, bei den Möglichkeiten, die ja diese Programme liefern, da kannst du ja nicht alles wissen.
Ich meine, es ist ein guter Ansatz.
Also, finde ich auf eine Art wahrscheinlich auch der interaktiv bessere, als jetzt irgendwie so sich einen ständig erweitenden Ableton-Guide wie zum Beispiel den von Loupop reinzuziehen, auch wenn das natürlich auch seinen Reiz hat.
Aber ich wollte halt, worauf ich noch mal zurück wollte, war der Punkt nicht nur, dass KI dich nicht backstage bumsen kann,
sondern ich habe hier noch auf meinem offenen iTunes,
Noch nicht.
Ja, komm doch.
Ich habe hier auf meinem offenen iTunes hier, hat vor wenigen, wenigen Stunden gedroppt, die neuste Single von Porter Robinson.
Porter Robinson, den kennt man schon ein bisschen, der ist schon eine Weile so als EDM-Korrefé, ist jetzt vielleicht so übertrieben, aber der ist schon so ein Ideal einer Generation.
Ich meine, Sad Machine hat er geschrieben, Shelter hat er geschrieben mit Madden zusammen, der ist Co-Writer von Clarity, falls das jemand noch kennt, also schon so, wie gesagt, den kennt man.
Und der hat jetzt gerade, er macht ein Album, kommt glaube ich nächsten Monat, und der hat jetzt gerade so einen Run, wo du dir denkst, also wenn das letzte Album schon persönlich gewesen sein sollte, dann ist das hier jetzt aber wirklich einfach nackt machen.
Also das ist ein Seelenstrip-Tease, das wird mit jeder Single schlimmer.
Aber die Leute relaten das total.
Die YouTube-Kommentare sind, ich weiß nicht, das ist so ein einziges Hornest-Fest.
Ich weiß nicht, ob das gut ist für eine Gesamtgesellschaft, aber ich glaube, das ist etwas, was Musiker noch bieten können.
Und ich glaube auch, dass es meiner Ansicht nach, ist das einer der wenigen Fälle, wo es sich überhaupt noch lohnt, Musik zu machen.
Weil, ja klar, als Gebrauchsmusiker werden wir gerade vom Musikautomaten überrannt.
Da wird es uns nicht anders ergehen als den Barpianisten, die halt irgendwann von den großen Orchestern und dann vom Plattenspieler kaputt gemacht wurden.
Und du hast dann eigentlich nur noch den Barpianisten gehabt, wenn du den Barpianisten erstens abfüllen konntest, zweitens Songwünsche äußern.
Und weil du es halt, also du konntest halt was auf den Menschen projizieren.
Und ich hatte das gerade letztes Wochenende, ich war bei einer EP-Release-Show von einem alten Kumpel mit seinem neuen Shoegaze-Projekt.
Und das war, ich sag mal so, für Shoegaze haben sie zu viel ins Publikum gestarrt.
Und es war jetzt auch ein bisschen weniger Slowdive, als es gerne wäre.
Aber das waren halt Vibes, weißt du?
Das ist Musik, die würde ich mir auf Platini anhören, aber live hat das gezündet in dieser engen, muffigen Kombüse da.
Mit, es war halt literally ein ausgehöhltes Schiff.
Aber eben wie gesagt, es war Publikum, die Leute waren latent angetrunken zum Teil.
Das Licht war super, der Sound war okay und dieser Vibe, das wirft dir KI nicht aus.
Und ich glaube auch, wir haben ja, ich arbeite ja wo, wo ich quasi eine Studio-Infrastruktur unterhalte.
Und früher war das immer so, dass wir quasi die Leute so ein bisschen anführen mussten und haben eilig so ein bisschen Produzenten-Jobs gemacht.
Oder man hat natürlich versucht nur assistiv da zu sein etc.
Aber das hat sich wie so, ja, man war da noch proaktiv dabei.
Jetzt ist der Punkt.
Ich glaube, den Job, den wir heute machen, den könnte KI auch machen.
Aber wir stellen die Infrastruktur.
Wir sind Menschen, die wir zur Not fragen können.
Und was wir jetzt gerade sehen, wir haben ein recht hohes Buchungspotential, wo die Leute einfach nur, ja quasi, wir brauchen nur unsere Tonkabine, wir brauchen hier so ein bisschen das, was halt ist.
Die meisten tüten einfach nur noch ihren Laptop an.
Aber du merkst, wie so der, weißt du, der Drang, Musik zu machen, der kommt nicht mehr so aus einem, also ich weiß nicht, es hat so ein bisschen das Kapitalistische, hat es ein bisschen verloren.
So nach dem Motto, ja, das könntest du ja auch mit AI machen oder.
Also niemand träumt in diesem Sinne noch vom großen Erfolg, außer er ist super naiv.
Also man hat das schon so ein bisschen auf der Rechnung.
Aber viel größer, glaube ich, steht so ein bisschen der Drang, sich musikalisch auszudrücken.
Und das habe ich in den letzten zehn Jahren, wo ich da gearbeitet habe, immer mal wieder, ich habe ja auch noch anders gemacht.
Das habe ich die letzten zehn Jahre so ein bisschen vermisst.
Und seit letztem Jahr kommt das aber wieder relativ krass, weißt du, dass die Leute Musik wieder als Ausdruck verstehen, als ja, als Ventil, weißt du.
Und ich glaube, das wirst du nie mit KI ersetzen können.
Und das ist völlig unerheblich, ob die dich doch irgendwann backstage bumsen wird.
Aber der Ausdruck, das wird dir, also selbst wenn es nicht klar ist, dass es eine Maschine ist, du brauchst irgendwas, worauf du das projizieren kannst oder.
Du kannst mir nicht sagen, dass du irgendwas anderes nur schon auf so Kunstprojekte wie Hatsune Miku, irgendwas anderes projizieren kannst, als zur Not deine eigene Geilheit.
Aber das war es.
Also es gibt in unseren Haus und Hof Forum gibt es eine Abstimmung, warum man Musik macht.
Ich finde ich es auf die Stelle nicht.
Im Sequencer Forum.
Und wie steht es da gerade?
Wie ich abgestimmt habe, war halt die Punkte, dass man Musik macht, um sich auszudrücken, um Leute zu erreichen, am meisten.
Und Geld verdienen und so weiter war ziemlich weit hinten.
Ich finde jetzt nicht auf die Schnelle.
Ich habe sie, aber ich habe aus irgendeinem Grund da noch nicht abgestimmt und kann die Ergebnisse nicht lesen.
Dann schicken wir mal den Link.
Hier ist drin.
Also es gibt, weil ich etwas sagen ausdrücken möchte, weil ich etwas sagen und ausdrücken habe.
Dann gibt es Menschen zu verbinden oder spalten.
Also es sind mehrfach, es ist mehrfach Abstimmung möglich.
Aber absoluter Favorit mit 88 Stimmen.
Ich weiß jetzt nicht, wie viele insgesamt Teilnehmer, doch steht da unten, Umfrage Teilnehmer.
119, eine Umfrage unter 119 Teilnehmer des Sequencer Forums.
Davon haben 88 gesagt.
Unter anderem aus Lied zu Musik.
Das folgt mit 66 Stimmen aus Neugier und Forschungszwecken.
Dann 47 aus Egoismus und Selbstbefriedigung.
Ja, und dann kommt halt hier, weil ich etwas zu sagen oder ausdrücken möchte.
Richtig.
Ja, und dann die Sachen, um berühmt zu werden.
Und dann sind es vier Stimmen, 3 Prozent.
Ja, tatsächlich, um berühmt zu werden.
Aber auch um die Menschen zu verbinden oder zu spalten.
Auch nur vier Stimmen.
Um Anerkennung zu bekommen.
Das ist ja auch unter den Lied.
Ja, würden die Leute das offen zugeben?
Ja, pass auf.
Was ich halt auch interessant fand in dem Zusammenhang.
Es gibt keine Option, weil ich Menschen Freude machen will.
Das haben nur 18 Leute angeklickt.
Ja, genau.
Aber da bist du auch relativ schnell schon wieder bei der Gebrauchsmusik, oder?
Ich meine, das Schöne ist auch, weil ich anderes nichts kann.
Ja, oder um Geld zu verdienen, acht Leute.
Ja.
Aber um Anerkennung zu bekommen, immerhin 19.
Ich finde auch, Liebe zur Musik ist wirklich gut.
Finde ich auch.
Habe ich übrigens nicht angegeben.
Ich habe es auch nicht angegeben, weil ich dachte, das ist selbstverständlich.
Aber egal.
Ich weiß nicht mal wirklich.
Ich habe so Momente, wo ich will, ich sage jetzt nicht ein paar Wochen,
ein paar Wochen alles stehen und liegen lassen kann ich glaube ich nicht.
Aber ich habe so Momente, wo ich wirklich nur klavier.
Da geht es mir weder um Liebe zur Musik, sondern es ist eher ein Ausdruck.
Was ich halt kann.
Ich glaube, wenn ich besser Tennis spielen könnte, ich kann überhaupt nicht Tennis spielen,
aber wenn ich besser Tennis spielen könnte, würde ich vielleicht Tennis spielen gehen.
Oder wenn das Wetter besser wäre, würde ich vielleicht Fahrrad fahren gehen.
Aber ich weiß, worauf du hinaus willst.
Es gibt so Zeiten oder so weiter, da spiele ich einfach nur so Flächen.
Ich lege dann Teppiche, wie man so schön sagt.
Und da kommt gar nichts Produktives bei raus, sondern da habe ich nur Spaß an der Freude.
Es gab mal dieses schöne Interview bei Rick Bito, glaube ich.
Der Typ ist relativ unangenehm, aber wenn der Leute da hat und die ausreden lässt,
finde ich das ziemlich cool.
Da hat Devin Townsend, der große Metal und mittlerweile auch Ambientmusiker,
erzählt, wie er übt oder sich musikalisch fit hält.
Da hat er gesagt, ich habe hier ein paar Effekte, ein Looper,
ich habe eine Kaffeemaschine und ich habe einen Fernseher,
also einen Bildschirm, wo quasi diese 10 Stunden Zugfahrtvideos aus Norwegen laufen,
oder die vom norwegischen Slow TV.
Dann sitze ich da, mache so meine Ambient Loops,
mit der Gitarre, trinke Kaffee, gucke Züge.
Und dann habe ich zwei Stereokanäle, die gehen in mein Studio, da ist ein Pitchshifter.
Wenn ich abends reingehe, drehe ich den Pitchshifter auf das, was ich gerade arbeite
und dann kommt so eine Keyboardwolke, so eine Flächenwolke.
Und damit arbeite ich dann.
Ich glaube, seit der Pandemie zieht sich das bei dem durch alle Alben.
Die sind voll mit solchen Cloud-Sounds.
Und das ist witzig, weil ich mache das auch schon seit ein paar Jahren.
Einfach so Nordlandsbahn, 10 Stunden Video, ab auf den Schirm.
Früher waren es eher so Ableton Loops, jetzt ist es so Dorf zum Loft-Kram.
Dorf ist ja eh super. Ich habe hier so einen Rose-Sounds, Love-Rose heißt er bei mir.
Der kriegt immer mehr Regler, da mal der Filter, ein bisschen die Zähre rein.
Das ist einfach die Fläche so ein bisschen wandeln.
Damit könnte ich Stunden verbringen. Da muss ich nicht mal Züge angucken.
Das kann ich auch einfach mit einem schwarzen Bildschirm.
Oder hier so den LED-Strip am Tisch auf Kaminfeuer.
Ich meine das auch nicht egoistisch.
Ich finde es gut, dass man so einen Moment hat.
Das, was ihr beschreibt, ist im Grunde genommen so ein meditativer Moment für sich zu verhaschen.
So eine Meditation durchführen für sich.
Das kann man ja auf unterschiedlichen Arten machen.
Du kannst dir ein Mantra zulegen, kannst sagen, wiederholst immer wieder dieselben Sachen.
Einige machen das mit "Um, pack mir rum" oder so.
Andere sagen dann halt hier den Namen ihres Lieblingsgottes aktuell oder religiöse Figur.
Wiederum andere summen halt irgendwie eine Melodie.
Und ja, ich glaube, dass man das auch gerade beim Musizieren, kann man diesen Zustand auch erreichen.
Ich habe das bei mir festgestellt.
Wenn ich dann mal einen Synthesizer anschmeiße, Kopfhörer aufsetze und einfach nur lange Töne spiele und einfach nur den Klängen lausche.
Ab und zu wird da mal ein Regler gedreht.
Je nachdem, was mir da so im Gegen fliegt.
Und das ist ja, das ist meditativ.
Ich bin jetzt nicht der Typ, der dann nebenbei noch Space Night gucken kann, um das Bayerische Pendant mal zu benennen.
Muss ich mal ausprobieren, wie das so ist.
Bestimmt interessant von Erfahrung her.
Hat bestimmt was.
Ich habe aber noch was gefunden.
Ich habe da so ein Bild, nur kurz, um das noch fertig zu machen.
Ich habe da so ein Bild, habe ich gerade in Slack gepostet.
Das ist im religiösen Kontext.
Das schicke ich gerne rum.
Von Speck Personics. Ein Plugin von Omnisphere.
Der Rückweiterung namens Holy Spirit.
Das ist keine Erweiterung.
Das habe ich einfach drüber geschrieben.
Er hat einfach drauf geschrieben, was er selber gebastelt.
Ah, okay.
Das schicke ich halt.
Sieht aber aus wie gedruckt.
Ja, das ist der Witz.
Ich habe mir auch ein bisschen Mühe gegeben.
Das schicke ich halt gerne rum.
An die Leute, die...
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich da so einen kompletten Background habe.
Aber der creept da immer mal wieder so ein bisschen rein in gewissen Kreisen.
Wo ich zwangsläufig manchmal Überschneidungen habe.
Wo die Leute sagen, das war jetzt wirklich gerade so eine heilige Atmosphäre.
Du hast dann Gott gespürt.
Das gibt ja so den alten stehenden Witz.
Man glaubt, Gott gespürt zu haben, es war einfach nur eine sehr gute Modulation.
Speck Personics advertist das ja tatsächlich auch so ein bisschen.
So ein Teil ihres Omnisphäre Werbeprogramms ist ja auch, oder war zumindest damals,
so im Rahmen des 2er Upgrades, so ein bisschen sich auf die Kirchenmusiker zu stürzen.
Auf diese Mega-Church-Musiker, wo halt wirklich einfach, ja,
dass hier dann quasi konstant mit dem Wirken Gottes verwechselt wird.
Das Blöde ist nur...
Das ist eine Geschichte, die ist viel zu lustig.
Das Blöde ist nur, dass die Kirchen angefangen haben, Mainstage-Presets zu bauen.
Also da haben sich irgendwelche Sounddesigner hingesetzt und haben gesagt,
wir sind viel schneller und viel besser,
wenn wir einfach mit den Möglichkeiten, die Mainstage inzwischen bieten,
weil das nutzen eh alle, wenn wir einfach da Soundpacks machen.
Dass das im Grunde genommen das ist, wo du in der Bibel von der Tempelreinigung lesen kannst,
wo der Herr die Händler aus dem Tempel geworfen hat.
Scheiß drauf, das ist in solchen Kreisen eh egal, oder?
Aber Omnisphere ist tatsächlich ziemlich out in diesen Bereichen.
Die Leute kaufen einfach nur noch Mainstage-Presets.
Aber das Bild stammt noch aus der Zeit, wo das so ein bisschen weniger der Fall war.
Aber ich find's, ja, und...
Aber da merkst du halt, es ist auch eine...
Ja, also so, weißt du, so eine Keyboard-Wolke, das hat auch eine Wirkung.
Also das bringt auch was, oder?
Und das ist auch zwangsläufig falsch deklarierender.
Man kann auch Gott spüren beim Kartoffelschälen, wollte ich nur damit sagen.
Ja, ohne Scheiß.
Und man sich in den Finger schmeitet.
Ja, aber das ist halt der Punkt.
Der beste Weg, sag ich immer, der beste Weg,
rauszufinden, ob das gerade wirklich Gott war,
ist es einfach die Sounds zu Hause laufen zu lassen in der Vorbereitung.
Ich hatte schon ein paar Leute, die mir für diesen Tipp gerne den Kopf abgerissen hätten.
Aber ich glaube, das ist so ein wichtiger Schritt im Glauben, oder so.
Die Unterscheidung von richtig und falsch, oder steht ja so auch in der Bibel.
Case closed.
Worüber wolltet ihr reden?
Ich hab noch eine News.
Von Zplane gibt es ein neues Plugin, das heißt Peel.
Und das Ding entschlüsselt in Echtzeit, also nicht dass es irgendwie rendermut,
in Echtzeit die Musik in verschiedene Komponenten, in verschiedene Instrumente.
Es trennt Sänger von Sängerinnen und so weiter.
Also das, was bei Logic von Haus aus mit drin ist,
kann man sich jetzt auch als Plugin namens Zplane Peel Stamps in seiner Lieblings-Store holen.
Und das hat den unglaublichen Preis von 39 Euro.
Wow, okay.
Und das ist für jede DAW, die VST, Audio Unit und ASX kann ausgelegt.
Stereo Aufnahmen, genau.
Hat nur bei einigen nicht die Multi-Out, also keine Multi-Out.
Bei Cubase zum Beispiel ist das noch nicht drinnen.
Bei, was ist das, Reason, Studio Logic und Studio One.
Also das dürfte vor allem bei Remix Fans, glaube ich, sehr Anklang finden.
Klar, wenn du nur Material kriegst, wo alles zusammengewürfelt ist
und du dann halt bestimmte Sachen separieren kannst, super.
Da schwingt natürlich auch bei solchen Geschichten immer die rechtliche Frage mit.
Kannst du eine Hookline patentrechtlich musikrechtechnisch schützen lassen?
Oder eine Dreier-Tonfolge von, keine Ahnung, irgendwie einem Lead Sound?
Ich denke da nur an Döb, Dö, Dö, Döb.
Knause.
Kraftwerk.
Geile Politik, bitte.
Genau, Kraftwerk.
Nein, ernsthaft.
Das ist ja, Dö, Dö, Dö.
Ja, ich will da jetzt nicht einsteigen, aber da könnte man halt mal musikrechtechnisch, kann man da auch mal.
Hatte ich mal Roger Waters gesagt, es ist halt Android-Lolotweber?
Beim Phantom of the Opera-Theme?
Hat er?
Hat er gesagt?
Er hat halt gemeint, den Typen kriegst du nicht klein, oder?
Selbst wenn das eine unserer Tonfolgen war, scheiß drauf, das kriegst du nicht mehr hin.
Das ist jetzt ewig darauf verknüpft.
Ich meine, also Trent Tressner sagt es ja ähnlich, oder?
Johnny Cash hat "Hört" gekovert und seither ist das gefühlt offiziell ein Johnny Cash Song.
Seitdem sie in der Werbung klassische Musik verwenden, hat mir das auch so das eine oder andere Meisterwerk wirklich versaut.
Ich sag nur, oh, wie verführerisch sind Schoko-Krossis.
Den guten deutschen Marsch.
Und du, Ellis, das famose Sattgemüse.
*singt*
Wobei ich eigentlich den Marsch hier von Opa Hoppenstetter viel, viel nicht besser finde.
Ja, das war gerade der.
Ja, Z-Plane. Okay, interessant.
Ich war letzte Woche mal wieder aufgrund irgendeines, keine Ahnung, Jahreskonzertes, Tag der offenen Tür, nenn's wie du willst,
in der alten Schlagzeugschule, wo ich vor 20 Jahren mal Schlagzeug gelernt habe.
Und die nutzen da, also das sie da gespielt und geklopft und alles haben, das ist so eine kleine interne Geschichte,
halt Freunde, Bekannte und Verwandte und alles, was da mal da war.
Und die nutzen da, also hat mir einer gezeigt von denen dort, von den Lehrern, hat mir eine App gezeigt,
die ist wirklich, du kannst Spuren rausfaden, alles, also wirklich in Stamps verlegt.
Oder früher brauchtest du Play-Along-Bücher, du brauchst, es war ein teurer Markt, du brauchst Play-Alongs, du brauchst Bücher etc.
Heutzutage nimmst du diese App nach vorne, ich hab vergessen wie sie heißt,
aber nimmst diese App nach vorne, regelst einfach die einzelnen Instrumente raus,
hast quasi einen Drumless Track, du kannst ihn upspeeden, du kannst ihn downspeeden, du kannst die Tonart verändern,
du hast die Lyrics direkt, das ist völlig irre was geht.
Und da hat gesagt, wir nutzen das seit Januar und ja, das hat, die Art und Weise wie wir unterrichten, hat das verändert.
Klar.
Ja und wenn das jetzt vor einem halben Jahr passiert ist, dann denk ich, dann werden wir in einem Jahr nochmal ganz andere Sachen sehen.
Da kann sich jetzt von Phil Collins in "The Yet Tonight" das Drum solo passend zur Musik üben.
Aber das sind wir auch wieder beim Punkt, weil, das sind wir auch wieder beim Punkt von vorher,
ich hab ihn dann später gefragt, hast du den Eindruck, merkst du eine Veränderung in der Art und Weise,
im Vergleich zu meiner Unterrichtsleiter, die ich noch 8 war und jetzt nicht das Kind, das hier gerade auf die Melles einschlägt oder so.
Wir hatten so einen guten Moment, wo so ein Kind einfach wirklich rhythmisch auf so ein Marimba-Phone eingedroschen hat
und der Lehrer dann so, ja gut, ich spiel hier noch auf dem Vibraphon was dazu oder
und ich so dann so, okay, kann ich auch noch ans Schlagzeug da drüben sitzen oder
es war so ein Moment oder so, genau das wieder so Zusammenspielen-Vibes oder das war jetzt keine hohe Kunst, das war einfach nur, ja, Zusammenspielen.
Und ich hab ihn dann gefragt später noch, also hast du den Eindruck, es hat sich verändert, also es hat sich dann so in der Diskussion ergeben oder
und er hat gemeint, es hat sich nicht zwingend verändert, aber es hat sich aufgeteilt.
Du hast ganz viele Eltern, hat er gesagt, wo die quasi ihr Kind, sobald es in die Oberstufe kommt, rausnehmen.
So nach dem Motto, ja, das Kind muss sich jetzt auf den Sport konzentrieren, das Kind muss sich jetzt auf die Schule konzentrieren, das Kind muss sich jetzt auf Aktivität XY konzentrieren oder
und der war vielleicht kein besonders guter begnadeter Schlagzeuger, aber das war halt ein Ausgleich oder, aber den Leuten ist es dann das nicht mehr wert oder.
Und er hat mit den anderen gesagt, nee, also ja, das sind halt wie früher auch, du begleitest die bis sie zum Teil 19, 18 sind, 18, 19, 20 sind und
das werden niemals Profi-Schlagzeuger, aber das gibt denen was oder und das führt sie dann auch irgendwo hin oder.
Und er hat gemeint, das ist halt so, das ist halt da, wo er gerade so das Gefühl hat, das trennt sich immer krasser auf oder.
Und ja, und ich glaube, was ich halt spannend finde und das wollte ich vorher noch sagen, in Bezug jetzt auf, wie gesagt, dieses Studio, was ich erzählt habe,
dass du in der Zeit, wo eigentlich jeder, eigentlich sagst, ja, wenn es nicht klappt mit der Arbeit, werde ich halt TikTok-Star, dann werde ich halt YouTube-Star.
YouTube-Star nicht mehr, das ist eine Ära, die ist vergangen und alle YouTube-Stars haben jetzt irgendwie Kacke an den Achsen gerade, aber dann werde ich halt TikTok-Star oder
das unter den, ich sag mal, realistischeren Kids wieder so eine Mentalität verfängt von, ja, ich will das einfach machen oder, scheiß egal, was dabei rauskommt,
ich will das jetzt einfach machen oder danke, dass ihr hier Tonkabine und Bildschirm und Master Keyboard.
Das ist mehr, ich habe ja, ich muss ja in meinem Mütchenjob auch Azubis betreuen, gehört halt mit zu meinen Aufgaben unter anderem.
Und das muss ich sagen, das stelle ich auch bei unseren jungen Azubis fest.
Also die sagen so, hey, ich habe hier einen Raspberry Pi, damit will ich mich jetzt beschäftigen, habe ich Bock drauf, einfach so.
Und ich habe das jetzt initiiert, dass das in unserem Ausbildungsjahr, dass das jetzt auch für alle nachfolgenden Azubis, die anfangen bei uns in der Firma, dass die das dann halt auch machen können, wenn sie wollen.
Wo ich dann sage so, da tut sich was irgendwie.
Du hast auch auf Twitch oder so ganz viele junge Leute, die irgendwelche lustigen Bastelprojekte während des Livestreams da machen und dann rumcoden sind und im 3D-Drucker irgendwelche Sachen dazu ausdrucken.
Ja, genau, ja. Also irgendwas ist da passiert. Ich weiß nicht, vielleicht kommt es durch die Corona-Zeit, dass da so eine gewisse Generation, weil sie halt rausgehen konnten.
Auf jeden. Ja, stimmt.
Vielleicht hat es dazu geführt, dass sie sich halt eher dann mit solchen Sachen beschäftigt haben und festgestellt haben, wie geil das ist, anstatt da nur auf YouTube rumzuhängen oder auf Instagram oder TikTok oder.
Ich glaube, es hat noch einen anderen Faktor. Ich glaube, es hat noch einen anderen Faktor und ich weiß nicht, ob ich davon begeistert bin, aber.
Also es gibt ja diese Co-Working-Spaces oder das ist dann so die, ich sage mal, businessmäßig abgehobene Variante davon.
Aber ich sage immer so, der Peak Freundschaft ist, wenn du im gleichen Raum koexistieren kannst, dein eigenes Ding machen und trotzdem wortlos miteinander kommunizieren.
Oder?
Das ist ein Männerding. Frauen können das nicht.
Ja, die würden halt reden, oder?
Ich weiß es halt nicht, aber was du halt. Ich habe den Eindruck, das haben wir in der Pandemie wirklich sehr viel gesehen.
Zum Teil so aus der Not heraus oder weil du halt nicht rausgehen durftest, zum Teil auch, weil es, ich sage mal, für gewisse Movements sehr, sehr praktisch ist, wenn du Leute in irgendeiner Selbstfindungs- oder sonst Krise irgendwie mit einer Echokammer ausstatest, aus denen sie gar nicht mehr rauskommen.
Für Radikalisierung jeder Art gut geeignet.
Aber ich glaube auch, dass es damit zu tun hat, dass du wie so mit deinem, also der Zwang, deine Alltäglichkeiten sozial zu machen.
Das ist ja nicht nur schlecht, oder? Da können wir jetzt mit dem geschulten psychologischen Auge drüber blicken und sagen, hey, das hat seine schlechten Seiten.
Oder wir können so machen wie die Boomer nach dem Motto, ja, die Kids sind ja nur online.
Aber die Kids, die nur online sind, die sind ja nicht abhängig von ihrem Gerät in der Hand.
Die sind abhängig davon, dass dahinter sich was verbirgt, oder?
Ich hatte dieses Gespräch witzigerweise neulich mit einer 90-jährigen Seniorin und so nach der Frage, wie kristallieren sich die Freundschaften im digitalen Raum heraus?
Und ich habe gesagt, Freundschaften, das sind die zufälligen Begegnungen oder regelmäßigen Begegnungen, die das Setting verlassen.
Zum Teil sind das dann Bekanntschaften, aber da entwickeln sich die Freundschaften.
Das geht auch analog, oder? Du hast Schulkollegen und sobald du die zu dir nach Hause einlädst, veränderst du was am Setting.
Und du gehst dann proaktiv.
Und stellst dann fest, dass die Leute total anders sind und dann hast du keinen Bock mehr, dich mit ihnen zu treffen.
Oder du stellst fest, die sind total cool, weil du vorher gedacht hast, was ist denn das für ein Idiot?
Genau.
Also ich habe beides erlebt, ne?
Ja, das erlebt man ja wohl immer wieder.
Ich habe an Arbeitsstellen angefangen und habe gesagt, hey, der ist ja ganz cool.
Und dann stellte sich heraus, das war das größte Arschloch, was da rum rannte.
Entschuldigung für das harte Wort, aber war so.
Ja, aber es muss nicht immer so sein.
Aber es kann auch sein, dass du jemanden sympathisch findest und dann triffst du dich mit dem und stellst fest, du hast halt nicht mehr mit ihm zu besprechen als die Sachen auf der Arbeit.
Ja, und es kann auch sein, dass du halt jemanden triffst und dann stellst du fest, mehr als Bett ist nicht, weil Kommunikation keine Ebene ist, weil da nicht so viel übereinschneidung gibt.
Genau, dann habt ihr wenigstens eine Interessengemeinschaft.
Das war auch schon nicht schlecht.
Ja, ist jetzt die Frage, ob man Bett auf Interessengemeinschaft reduzieren kann.
Andererseits Pömpel und Liffels.
Es gibt tatsächlich Leute, die können das.
Ja, es gibt Leute, die können das.
Ja, und dann beschweren sie sich darüber, dass an den Sachen noch ein Mensch hängt.
Ich weiß.
Das ist ja gerade die nervige Komponente in dem Fall.
Ja, aber der Punkt ist, es gibt kein "no strings attached", es gibt nur mehr oder weniger Ignoranz.
Wir wollen ja nicht über Extreme reden, sondern wir reden jetzt ja über, wie du schon jetzt eingeleitet hast, finde ich ganz gut.
Es geht darum, worüber reden wir eigentlich hier?
Wir hatten glaube ich ursprünglich mal eine Diskussion.
Wir haben über die jungen Menschen, die in deiner ehemaligen Schlagzeugschule jetzt lernen und jetzt durch das Spur trennen.
Wie war das?
Über die Separation von Spuren.
Ja, Stems.
Es ist einfach eine andere Art von Musik machen.
Ich musste mich mit Play-Aloons begnügen, davon gab es nur eine Handvoll, davon hatte die Schule genau den und den.
Oder ich konnte nicht einfach kommen mit einem Song und sagen, hier, mach mal die Drums weg, mach ihn 20 BPM langsamer, wir spielen jetzt dazu.
Da hat sich halt so viel dazu gefügt und ich glaube, da sind wir eigentlich wieder in der guten alten Zeit des Tapedex.
Das ist der Einstieg einfacher, oder?
Ja, und vor allem sind wir wieder in der guten alten Zeit des Tapedex in den 80ern, weil das konntest du auch langsamer machen.
Plattenspieler war halt irgendwann limitiert, aber das Tapedex konntest du slowen.
Und dann hast du deine Lieblingssongs rausgehört, hast sie auf die Klammfühl übertragen und dann, ja.
Also, verstehst du, ich hab so das Gefühl, wir sind jetzt, also ich will es nicht philosophisch machen, es gibt ja Leute, die sagen, alle 20 Jahre ist so ein Zyklus wieder geschlossen,
aber ich hab eher so das Gefühl, wir sind jetzt wieder in den 80ern oder 90ern.
Ja, und vor allem, das gibt dir umgefunden.
Eine riesen Menge an Material zum Üben.
Ja, es sind halt bessere, also du hast jetzt natürlich besseres Werkzeug, aber du bist wieder am Punkt, wo du, ja.
Lass es mich anders formulieren.
Ich glaube, das mit dem Zyklus fand ich gar nicht so schlecht.
Ich glaube schon, dass sich Technologie, aber auch Menschen, was auch immer, in Zyklen bewegt.
Und was wir sehen ist, ja, mag sein, wir haben so, was Musikmacher angeht, sind wir jetzt vielleicht wieder in den 80ern gekommen,
dass die Leute wieder so mehr Wertschätzung haben für handgemachte Musik.
Nee, ich hab mich aufs Lernen bezogen.
Das meinte ich.
Okay.
Aber du verbindest das Ganze mit den modernen Möglichkeiten, die wir jetzt haben, was dazu führt, dass das Lernen vielleicht dann wirklich einfacher wird.
Ich hab meine Tochter vor ein paar Monaten mal, die hat angefangen, so ein bisschen Klavierspielen zu üben in der Schule.
Und hier auch zu Hause hab ich ihr diese, wie heißt diese blöde App, die man dauernd auf YouTube beworben bekommen hat.
Welche von den fünf?
Diese Piano Lernen App.
Ja, ich weiß.
Das war so eine richtig penetrante Werbung, die man da...
Ja, die war überall.
Ich hab YouTube Premium, ich bin raus.
Ja, ich mittlerweile auch, aber man hat's eine ganze Weile, hat man die dauernd reingedrückt bekommen.
Ist auch egal.
Es ist halt eine Piano Lernen App, die halt per Mikrofon sozusagen dein Spiel überwachen kann und dir dann Tipps geben kann, was du halt anders machen sollst und so.
Und da hab ich halt meine damals Achtjährige rangesetzt und die hat da echt viel Spaß mit gehabt.
Die hatte Schnellerfolge, was sie halt zusätzlich dann noch motiviert hat, entsprechend dann weiter zu machen.
Ich finde die Entwicklung nicht so schlecht.
Ich meine, man muss ja auch bedenken, wenn du dein Kind zur Musikschule schickst, wie teuer das ist.
Das ist richtig.
Also Gruppenunterricht, keine Ahnung, aber irgendwie so 1 zu 1 Unterricht ist da ja wesentlich effektiver, wenn du dann halt wirklich mal was reißen willst in den Probestunden.
Meine Eltern haben das sehr früher bei meiner Schwester und bei mir auch gemacht.
Ja, der Gruppenunterricht bringt nicht so viel.
Gruppenunterricht bringt gar nichts, aber der Einzelunterricht, aber das kostet ja auch richtig was.
Ja klar.
Vor allem ist das nicht so eine selbstfütternde Maschine.
Du hast Musiker, die zwangsläufig unterrichten müssen, um ihre Brötchen zu verdienen und die bilden dann wieder Leute aus, die zwangsläufig unterrichten müssen und so weiter.
Ich verpasse gerade das Semesterkonzert weiter.
Ein Kollege von mir, der früher bei mir in der Schule, da war zwei Klassen über mir, der ist heute Musiklehrer in der Musikschule.
Und ich habe damals schon ziemlich cool, weil er schon immer so ziemlich musikalisch war und der hat dann halt seine Ausbildung gemacht und jetzt ist er Musiklehrer in der Musikschule.
Ja, heftig.
Er finanziert damit halt seine ganzen Projekte und halt sein Leben, weil Brotlos ist ja ein Gewerbe.
Wir haben bei uns einen Datenbankadministrator, der ist extern beschäftigt.
Der finanziert damit seine Tanzschule.
Nein, ernsthaft.
Der hat eine Tanzschule für Flamenco. Eine Flamenco-Tanzschule, die finanziert er halt mit seinem Tagesjob.
Ja, ist halt special interest, oder?
Quersfinanzierung.
Ja.
Ja.
Und er ist Kuba-Fan.
Und so finanziert er dann auch noch zusätzlich seine Kuba-Reisen.
Ja gut, Kuba ist ja so phallistisch, kostet nicht so viel.
Naja, also, er versucht es halt, ne?
Kennt ihr jetzt den Yorcoconuts?
Das ist doch hier, ist das nicht so ein Techno-Act?
Das ist ein Projekt, was halt so Technolieder oder Funkkraftwerk, die Sachen halt in, ich weiß gar nicht, wie man das nennt, in Salsa, in Lambada und irgendwelche so lateinamerikanische Musik umwandelt.
Und ich finde am besten halt hier Showroom-Dummys von Kraftwerk.
Das ist so schön, so mit Zylophon und Marimba und Vibraphon.
Und da musst du dich gerade dran denken, wie du gesagt hast, die Flamenco-Schule.
Ich stell mir gerade Autobahn in der Flamenco-Version vor.
Du, das haben die tatsächlich.
Und ich weiß, oder Trans-Europa-Express oder Tour de France.
Ja.
Ist bestimmt cool.
Ja, aber wie gesagt, am besten finde ich persönlich Showroom-Dummys.
Aber Showroom ist ein guter Punkt.
Ich nutze dann mal das Überleitern.
Ich stell dir gerade vor, ich sehe einen Model und bin ein Model und ich sehe gut aus.
Ja, ich mein, sie ist ein Model und sie sieht gut aus.
Sie ist ein Model und sie sieht gut aus, genau.
So mit Mariachi-Trumpeten und so.
Auf Tempo 200.
Geil.
Okay, du hast ein Showroom, Tobias.
Genau, danke.
Ich habe gerade überlegt, was wollte ich sagen.
Ich glaube, wir müssen einfach Räume bereitstellen.
Weißt du, gerade so oder einfach Möglichkeiten bereitstellen.
Ja.
Weil immer wenn du so, ich hab gestern Abend, es gibt ja 100.000 Videoessays,
die man sich so auf seiner später ansehenden Playlist hatte.
Gestern ist mir eines begegnet, das ich fantastisch direkt geguckt habe
über den Gitarristen von Limp Bizkit.
Aber das mal völlig auf der Seite gelassen.
Ich fand es wieder krass, wie das genau wie all diesen anderen Dokus
eigentlich die Situation beschrieben haben, wo Menschen einfach aufeinandertreffen.
Du hattest Fred Durst, du hattest Bandkollegen, du hattest Wes Borland
und das hat dann irgendwie harmoniert und funktioniert.
Und die waren jetzt alle nicht musikalisch, wie soll ich sagen, groß geschult.
Die waren jetzt nicht alle so bandmäßig darauf angesetzt,
dass sie jetzt harmonieren müssen.
Sondern die hatten einfach einen Raum, wo es ein bisschen laut werden konnte.
Einer hat ein Drumkit und dann haben sie halt den Rest mitgebracht.
Weißt du?
Und ich glaube, gerade wenn ich die Jugend betrachte, aber auch auf Erwachsene bezogen,
du musst Situationen schaffen.
Da bin ich jetzt gerade bei denen, wo ich am Wochenende war,
also jetzt nicht beim Gig bei der Band, das ist auch so ein typischer Fall von,
ja, wir hatten Raum übrig, wir waren ordentlich angesoffen
und ich habe dann halt von zu Hause den Synthesizer geholt.
Und jetzt sind wir Band.
Und jetzt spielen wir die nächste Wintertour Musikfestwochen.
Und ich glaube auch gerade jetzt, das kenne ich aus der Corona-Zeit in diversen Situationen,
das waren natürlich alles eher so End-Szener, Mid-20s höchstens.
Also quasi so eine ganz spezifische, adoleszente Phase, wo du das brauchst.
Vielleicht auch schon früher, vielleicht auch schon Teenagerzeit.
Ich denke, gewisse von uns haben diesen Punkt nie gehabt, werden ihn auch nie erreichen
oder haben ihn halt an irgendwas verschwendet,
was dann entweder sehr temporär war, aber man viel davon mitnehmen konnte
oder dann halt wirklich einfach Bullshit war, nach dem Motto "verschwendete Zeit".
Ich weiß selbst nicht, wie ich über diese diversen Projekte damals bei mir denken sollte,
aber was ich halt glaube ist, so was macht deutlich mehr mit dir.
Mein Schlagzeuglehrer hat auch gemeint, also dein linker Fuß,
an dem haben wir vier Jahre gearbeitet und der war nie gut.
Ja, aber es sind 15 Jahre vergangen, ich habe den benötigt.
Also ich glaube, das ist, würde ich sagen, fast viel, viel wichtiger,
als so artificielle Situationen zu kreieren.
Ich glaube, was uns als Erwachsene, gerade im Umgang mit der zukünftigen Musikjugend,
da spreche ich jetzt über mich, da spreche ich jetzt aber auch so ein bisschen über die Gesellschaft.
Wir müssen einfach Räume ermöglichen und in diesen Räumen,
passiert es ja dann auch wieder, oder nördlich der Mitte, oder da haben sich irgendwelche,
wir müssen mal einen Microbug einladen, fällt mir gerade wieder mal ein,
aber nördlich der Mitte finden sich irgendwelche drei Leute zusammen und sagen,
ja, wir spielen heute Abend, lass heute Abend zusammen spielen, hier ist ein Chordsheet.
Und nur weil wir das quasi in Lebenserhaltung und Maloche erdrängen müssen,
heißt das ja nicht, dass das uns als Erwachsene nicht auch auf eine Art guttätigt.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da habe ich mich mit einem Schulkameraden getroffen,
der hat dann halt das Wochenende von Samstag auf Sonntag bis Montag bei mir gepennt.
Ich hatte noch, ich komme aus einer Zeit, wo man noch so Samstagsschule hatte.
Und der hat dann sein Keyboard mitgebracht und dann haben wir uns halt hingesetzt,
haben damals so einen einfachen Mischer gehabt, so einen einfachen Summierer,
ein Viertel-Soll-Tomendmaschinen und dann haben wir da Sachen aufgenommen.
Da haben wir experimentiert, haben Sounds durch einen Equalizer durchgejagt,
den wir dann total wild eingestellt haben und haben so Sachen gebastelt und ausprobiert
und so die ersten Songs, was man halt damals so gemacht hat, so mit 15, 16 da so entwickelt.
Und das war eine großartige Zeit, weil super kreativ und obwohl man so wenig Stuff hatte
und so wenig Möglichkeiten, hat man extrem viel rausgeholt.
Und ich sehe das zum Beispiel jetzt hier so in Dortmund, wo ich jetzt wohne.
Überall sind Möglichkeiten, wo sich junge Leute halt treffen können,
zusammen was musikalisch aufziehen.
Räume, wo halt ein Drum-Computer, ein Aufnahmezetup ist.
In der Stadt, wo ich vorher gewohnt habe und in der Stadt, wo ich davor gewohnt habe, gab es das nicht,
weil die leitenden Leute, die so eine Stadt verwalten, einfach gesagt haben,
Jungendarbeit, Rotstift, kulturelle Arbeit, Rotstift.
Und hier in Dortmund sieht man das einfach, dass halt in der Nordstadt,
die ja so einen verdammt beschissenen Ruf hat,
unverschleinlich viele solche Möglichkeiten geboten werden,
wo junge Leute sich da aus experimentieren können und ausleben können.
Ja, Elend macht kreativ, oder?
Natürlich.
Das ist ja auch der Grund, warum aus Skandinavien so viel kommt.
Skandinavien hat diesen unglaublich, also das ist wirklich eine Musikförderung.
Das ist nicht einfach so ein "Ja, es gibt hier einen Ort und es gibt hier einen Ort",
sondern das ist so eine Selbstverständlichkeit, oder?
Und weil es eine Selbstverständlichkeit ist,
hast du auch praktisch keinen Teenager, der nicht irgendwann irgendwo mal in seinem Leben irgendwo in einer Band war.
Und zwar nicht, weil Mutti gesagt hat, du musst jetzt irgendwie was aus deinen geübten Gitarren machen,
oder du musst hier dieses und hier jedes.
Ich habe so das Gefühl, Deutschland leidet immer noch sehr krass unter der Zeit,
weil man immer noch die Flöte in die Hand gedrückt bekommen hat.
Und dann mit zehn Jahren und Scherzmusikunterricht drei Jahre oder vier,
ich weiß nicht wie alt du bist, mit zehn in einem deutschen Schuhsystem,
aber du hast dann keinen Bock mehr drauf gehabt, oder?
Und die Skandinavier waren dann einfach so, ja, das existiert hier halt, oder?
Wir zeigen euch so das ganze Spektrum, aber wir zwingen euch zu nichts, oder?
Und da entwickelt es sich dann auch.
Die Räume sind da und vor allem, und das war, glaube ich, der andere Punkt noch,
das ist ja dann nicht die Hauptsache,
sondern du machst nebenbei Musik, so wie du nebenbei Fußball spielst,
so wie du nebenbei, keine Ahnung, Kampfsport machst,
oder was bastelst oder auf Twitch streamst oder, keine Ahnung, Pömpel,
nein, das weniger, aber...
Gilt das nicht generell, nicht nur für Musik machen,
gilt das nicht auch für generell, für viele Sachen, für eine Gemeinde?
Müssten da nicht viel mehr Gemeinderäume einfach vorhanden sein,
die man vielleicht sogar in den Quartieren mehr nutzen könnte,
weil ich sehe das hier in Hamburg zum Beispiel, sehe ich das nicht.
Also, wenn ich nach Möglichkeiten suche, also wenn man sich hier umschaut,
da gibt es eigentlich nicht viel, wo du hingehen kannst.
Jetzt zum Beispiel hier in Hamburg-Barnberg zum Beispiel.
Wo soll ich hin?
Wo kann ich hingehen, um vielleicht mal,
so wie in München da der Florian Anwender mit seiner Truppe,
sich da alle zwei Monate, alle drei Monate zu treffen
und da so ein Amien-Konzert live zu streamen auf YouTube,
das sehe ich hier in Hamburg nicht, dass das irgendwie Realität wird.
Stattdessen musst du da halt, ja,
es gab ja mal so einige Versuche im Forum, das irgendwie ins Leben zu rufen,
aber da waren dann solche Geschichten dabei,
da hat irgendjemand von seiner Firma da Beruhräume angemietet
und dann hat man sich da halt getroffen,
was dann auch wieder irgendwie ein bisschen merkwürdig ist.
Ja, weil man ja auch Kosten hat.
Ja, das kam noch dazu.
Es kommt halt immer darauf an und ich glaube, dass da so regional
in einigen Ballungszentren, sage ich mal,
oder in einigen Regionen halt noch viel mehr passieren muss.
Und in Hamburg sehe ich zum Beispiel, dass da die, was die Förderung irgendwie
von nicht nur von Musikprojekten, so generell, was die Förderung von Projekten,
wo Menschen etwas zusammen machen angeht, dass das echt stiefmütterlich behandelt wird.
Also ich habe hier, ich habe gerade mal in meinen YouTube Cloudtrap geschaut.
Ich habe hier unironisch vier Dokus,
weil zum Beispiel "A lot of third places",
also der Verlust von dritten Räumen, die nicht irgendwie gehören,
und das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Der Frischfleischmarkt zum Beispiel, der ist so online,
dass es nur noch zehn Prozent von Leuten gibt, die sich überhaupt theoretisch finden können.
Also so accidental, weißt du, accidental meeting,
das ist mittlerweile quasi so ein Buchtrope geworden,
oder der eigentlich gar kein reales Äquivalent mehr hat.
Also ich will nicht, ich will es nicht wissen,
ob die nächste Generation oder anders gesagt,
ich will es nicht wissen, wie viele Prozent der nächsten Generation
nur schon in diesen Sachen einfach rausfallen
oder dann entweder auf Bezahlleistungen oder auf einen furchtbaren Datingmarkt ausweichen müssen,
weil das halt einfach diese Zufälle gar nicht mehr gibt.
Und das umfasst dann ja alles.
Das trifft nicht nur Musiker, das trifft auch Künstler,
das trifft generell die Kommunikation der Menschen untereinander.
Es ist egal, ob du jetzt Fotograf bist, der eine Ausstellung machen will
oder ob du Bildhauer bist oder ob du generell der Kleingartenverein,
der sich halt irgendwie, na ok, der Kleingartenverein ist schlechtes Beispiel,
aber die haben Möglichkeiten.
Nein, also bei euch vielleicht, bei uns wird er gerade für Neubaugebieten komplett verhackt.
Genau, das gibt es auch.
Wirklich?
Na klar.
Bloß weil ihr bei euch im Bundesland noch so ein bisschen Space habt
beziehungsweise Schleswig-Holstein und Niedersachsen besiedeln könnt.
Also hier wo du tatsächlich ein Platzproblem hast,
hier gehen die Kleingärten gerade rein, weiße Zunge.
Und du findest dann aber nichts Neues mehr,
weil das Brachland ist halt, ja, da müssen jetzt die Arbeiter für das Konto von Christoph Blocher hin.
Das ist wirklich ein Problem.
Und andererseits hast du dann irgendwelche Trottel, die in die Stadt ziehen
und dann einfach alles mit Ruhe Lärmklagen überziehen.
Also das bedingt sich ja alles zwangsläufig gegenseitig, oder?
Wie du vor folgendem mal erzählt mit dem Osten und dem Techno, oder?
Das waren Räume, oder?
Irgendwie hier Bunker, PA rein, Strobuskop rein, irgendeiner Richtung.
Ja, oder die ganzen Open Air Festivals, die haben ja dann auf ehemaligen Militärstützpunkten stattgefunden.
Ja, Solomons und Scherne findet ja immer noch auf den ehemaligen statt.
Richtig.
Ja, solange sie noch nicht brauchen, ja.
Ja, und Waldfrieden findet ja auf dem Acker statt.
Ja, Wacken ja auch.
Aber das hat sich dann halt irgendwann auch so totkommertialisiert und jetzt ist es eigentlich nur noch ein Konsumprodukt.
Es ist eigentlich kein Third Place mehr.
Richtig.
Was ich letztens gesehen habe, das war ein alter Bekannter aus genau diesem Studio, wo ich darüber geredet habe,
der jetzt quasi mit seinem, ich weiß nicht, es bezeichnet sich als Kollektiv, ich behaupte, es ist eine linke Aktivistengruppe.
Das ist vielleicht ein bisschen despektierlich, aber die haben es geschafft auf ganz interessante Art,
eigentlich Quartierkultur, Quartierpolitik, Kunst und Drogenmissbrauch zu kombinieren.
Und ich habe sie tatsächlich mal angetroffen, wie die einfach hier vor so einer Eckkneipe, die letzten, die es noch gibt,
hier im absoluten Siffviertel, wo ich auch immer nur durch musste, einfach quasi DJ Pullt vor die Hütte,
uffs, uffs, uffs, uffs, straßenecke in den Wahnsinn treiben, oder?
Aber das war Kunst, das war Kultur.
Da sind ein paar Leute heimgegangen, sind wahrscheinlich übereinander hergefallen, besoffen.
Aber das ist so wie in so einem Freakout, oder?
Und so wie du dir eigentlich eine Stadt vorstellst, jetzt im popkulturellen Sinne.
Ich weiß, was für negative Nebeneffekte so etwas haben kann, aber das war für mich, wie gesagt, auf so einer Art organisch frisch, oder?
Und gerade bei so viel AstroTurf, wo es einfach nur darum geht, ja, stelle einfach die Jugend hier irgendwo hier rein.
Es muss ja nicht immer so extrem sein.
Nee, aber...
Sondern was ich vermisse, als ich mit meinem Musikprojektkollegen zusammen da, als wir damals unsere Livekonzerte,
unsere Jam-Livekonzerte in Hamburg gemacht haben, ich habe echt Probleme gehabt.
Und das war in den Zehnerjahren.
Genau.
Da habe ich schon echt Probleme gehabt überhaupt, Orte zu finden, wo wir spielen konnten.
Ich bin von Pontus zu Pilatus getigert und sind wir an solchen Orten gelandet.
Wir haben in einem katholischen Kloster gespielt, einmal in Hamburg und dann einmal in Leipzig.
Und dann waren wir beim Radio FSK und einmal sind wir sogar auf St. Pauli in irgendeinem Kino gelandet.
Ja, aber ich habe Anfang der Nuller beschlossen, ich mache jetzt eine Amateurfunklizenz und war dann auch sehr aktiv im Verein.
Und die hatten über der Stadtverwaltung ein Außenbüro, in der, ja, da ist auch unten die Stadthalle drinne und so.
Da hatten die halt Büros noch gehabt und da war vorher der Verein drin, weil das auch ein relativ hohes Gebäude war.
Da konnte sie gut die Antennen aufs Dach packen, damit der Amateurfunkclub halt das, was er macht, machen kann.
Ja, dann brauchten die die Räume für sich, weil da waren auch Musiker drin gewesen, die sich getroffen haben, so Spielvereine, bla bla, alles mögliche.
Und dann hatten die echt Probleme gehabt, der Amateurfunkclub neue Räumlichkeiten zu finden.
Wo sind sie gelandet? Bei der evangelischen Kirche, bei der Pfarrgemeinde für die Schiffer.
Die hatten nämlich noch jede Menge Platz dort und die waren dankbar gewesen, dass da welche hinkommen und außerhalb die Schiffer dort auch den Ort mit Leben füllen.
Und die konnten sich da ausleben, ne, dicken Mast hinbauen, dann fettete Antennen drauf, damit sie da auch ihr Hobby nachgehen können.
Um das Ganze jetzt, worüber wir reden, auch nochmal mit Zahlen, Daten, Fakten, mit ZDF zu untermauern, wenn ich so über Hamburg schimpfe,
statista.de bzw. de.statista.com, also die offizielle Statistikseite der Regierung, wenn man da ein bisschen sucht, da findet man eine Statistik,
Leerstand von Büroflächen in Hamburg für das Jahr 2023. Ja, was glaubt ihr, wie viele Quadratmeter standen da leer an Büros in der Hansestadt?
Keine Ahnung, wirklich nicht. Entweder viel zu viele oder viel zu wenig. 657.000 Quadratmeter standen leer.
Kann halt keiner bezahlen, oder? Genau, das ist es nämlich. Auch die Stadt kann sich bezahlen.
Ich meine, die evangelische Kirche hat ja Träume, aber keine Menschen mehr, oder? Genau.
Aber die hat halt noch so einen Faktor Nächstenliebe, oder? Weil hier, hier um die Ecke, hat gerade etwas mit der wichtigste Kultur hub,
quasi, nicht im Quartier, aber so ein bisschen so in der Ecke, also in diesem Stadtteil, da dicht gemacht.
Es trifft sich jetzt relativ gut, weil ein anderes Kulturhaus wieder aufgeht. Aber während damals die ganze Szene gedacht hat, geil,
endlich haben wir neue Infrastruktur, die wirklich gut ausgerichtet ist. Zehn Bandräume, zwei Bühnen etc.
Also da hast du jetzt Willig Space bekommen. Jetzt wird das andere endlich entlastet. Am Arsch. Das andere geht zu.
Und warum? Weil die Stadt das Kulturbudget umgelegt hat, trotz mehreren gewonnenen Volksinitiativen, by the way.
Aber man hat ja gefunden, das Theater mit dem Ballettdirektor, der gerade ein riesiges Problem hat, weil er eine Kritikerin Kot angeworfen hat,
das Theater, das eh schon vor halbvollen Räumen spielt, das braucht mehr Geld. Also du subventionierst ein bisschen Hochkultur,
oder damit den Luxusbau nicht komplett verrottet, oder? Und Jugendkultur, die wird dann halt geraucht.
Jugendliche sind toleriert unter der Brücke, da wo sie sich gegenseitig abstechen. Also nicht die Jugendlichen, die anderen.
Das kulminiert dann halt. Und jetzt ist keinem geholfen. Ich glaube, der Neubau fängt knapp mal ein bisschen was ab,
weil zumindest nebenbei sind ja auch noch zwei andere Räumlichkeiten implodiert.
Ich meine, die allermeisten Band proben ja sowieso schon irgendwie 30 Kilometer weiter in der Aglo.
Also im ersten Fabrikgebiet, das noch nicht einer Neubausiedlung gewidmet ist. Aber das ist doch genau der Punkt.
Entweder brauchst du jemanden, der sich irgendwie, keine Ahnung, Gönnerwesen oder so eine Großzügheit auf die Fahne schreibt und Räume hat,
oder du gehst halt unter. Und natürlich stehen dann die Räume leer, weil da will keiner dafür bezahlen. Oder kann nicht dafür bezahlen.
Oder man könnte ja als Vermieter dann auch mal sagen, komm, bevor jetzt hier die nächsten zehn Jahre Leerstand ist, vermiete ich das halt mal.
Für keine Ahnung, 24 Monate für einen halben Preis an die Stadt.
Ja, und dann rocken die das runter und du musst das Luxus sanieren.
Ja, anderes Beispiel, ein schöner fetter Bunker. Ein richtig dicker fetter Bunker.
Den wollte ich gerade nämlich nennen. Ich wollte genau diesen Bunker gerade bezeichnen. Wir reden über dasselbe, oder?
Nein, ich rede jetzt über einen Bunker in Dattel. Da stand ein riesen Bunker, stand auf einem Neumarkt. So ein riesen Ding.
Und ja, nicht Neumarkt, ein bisschen daneben. Und das Ding wurde halt mehr oder weniger irgendwie als Schrottlager genutzt oder halt auch so...
Man hat die Ideen gehabt, dass man da halt Bandräume reinmachen kann, Proberäume, weil Mauer so dick, das stört sie keinen.
Ja, pust du gar nicht. Das Stückchen Land, wo da drauf stand, war so wertvoll, dass man lieber das Ding abgerissen hat.
Und ich meine, so 50, 60 Jahre alter Beton, der ist verdammt hart. Blauer Beton, der ist verdammt hart.
Ich glaube, das hat schon mal das Thema. In Hamburg haben Sie ja auch den dicken, fetten Flak Bunker auf dem Heiligen Greifsfeld.
Da wollte ich nämlich gerade rauf hinausziehen. Ist er noch da?
Genau, entweder machen Sie...
Da haben Sie Luxuswohnungen draufgemacht.
Entweder machen Sie die Dinger platt...
Sieht platt hässlich. Das sieht noch hässlicher aus als vorher.
Entweder machen Sie die Dinger platt oder die bauen da Luxuswohnungen rein.
Und ich habe in Dortmund, nicht in Dortmund, in Herl habe ich gesehen, da haben die mit Ketten quasi Fenster reingeschnitten und die Türen und so.
Da haben die den Bunker umgebaut als Luxuswohnungen. Also nicht oben draufgeklatscht, sondern den Bunker.
Ich meine, fantastisch, wenn du da so drei Meter dicke Wände hast.
Ja, wenn es Krieg gibt, bist du sicher.
Ja, aber doch nicht, wenn die ganzen Löcher drin sind für die Fenster und so.
Ist doch egal.
Ist ja nur ein moderner Drohnenkrieg, der genau weiß, wo er rein muss, oder?
Ist ja nicht einfach so Fliegerbomben runter und dann 50 Jahre später in Köln ausbuddeln.
Ja, aber trotzdem.
Dieser Raum, wo Leute halt was machen können, der wird immer weniger.
Ja, und weißt du, die Leute selbst haben ja auch keine...
Ich meine, das ist etwas, wo uns die USA mit ihren Papphäusern noch voraus ist.
Die meisten Leute haben da ein Einfamilienpapphaus und haben da halt im Idealfall ein Kellergeschoss.
Oder einer hat einen Kellergeschoss und dann kann da seine Highschool-Kollegin sein.
Oder eine Garage.
Ja, eine Garage. Genau, da treffen sie sich halt in der Garage.
Oder sie treffen sich halt in der Schule.
Pass auf, ich habe hier ungefähr so 150 Meter neben mir so einen Platz mit Garagen.
Und da ist einer, der übt halt hier immer so Drums.
Aber jetzt nicht hier so volles Becken und Dingesbums dazu,
sondern halt, das machst du so, wenn du so Marschmusik machst,
wenn du so einen Flötenzug oder so...
Da ist mit der Snaredrum da und den Federn drunter.
Das geht den Leuten so dermaßen auf den Sack.
Ja, ich meine, das macht dir jeden Samstag so eine Stunde, anderthalb Stunden.
Und dann ist es so scheißegal, da stört man die Fenster zu.
Aber andere Leute reden sich darüber auf.
Ja, weil du halt auch weißt, zumindest so intuitiv ein bisschen,
was das für ihn bedeutet.
Und nicht irgendwie so nach dem Motto, ja, das ist not in my backyard.
Ja, aber ich finde es viel schlimmer, wenn ich dann halt Samstags, Nachmittags
diese vier Stunden langen Beschallungen mit irgendwelchem Cloudrap,
wo sich ein Lied wirklich anhört wie der andere Track,
hier zwangsbeschallt werde.
Ja, das ist viel schlimmer, als den Mann dazu zu hören, wenn der da...
macht.
Ja gut, du kommst auch noch aus der Techno-Zeit.
Aber das ist halt genau das, was ich meine, oder?
Du hast nicht irgendwie so ein Fabrikgelände oder wenigstens den Keller
deines, ich sag mal, Kumpels mit den bestverdienendsten Eltern,
wo du halt zur Not noch den Keller ausbauen kannst,
neben der Wärmepumpe, deinen Drumset hinstellen kannst.
Sondern du kannst ja nicht mal, oder?
Du hast eigentlich das Problem, Dieter Meier, Boris Blank, oder?
Der Anfang von Yellow, ich hab's aus dem Reflektor-Podcast.
Sehr gute Folge, aber wo Dieter Meier quasi Boris Blank kennengelernt hat
und sie da gesagt haben, ja gut, ich hab hier Texte, ich hab hier Musik, oder?
Boris Blank hat in der Küche produziert, oder?
Und dann kommt Dieter Meier vorbei, schreit so laut ins Mikrofon,
dass Blank am Montag gekündigt wird fristlos und quasi eine neue Bleibe brauchte.
Dann war halt für Meier was praktisch, weil er hatte in der Roten Fabrik,
die ja damals schon umgebaut wurde zum autonomen Zentrum,
hatte der halt ein Atelier.
Das war hier halt ideal, weil da ist quasi Yellow entstanden, oder?
Aber Boris Blank brauchte jetzt eine neue Mietwohnung, oder?
Und ich glaube, das ist halt noch viel schwieriger, Alter,
wenn du halt nicht irgendwie dein "Not in my backyard"
oder so ein weiter Feld hast, wo du halt deine Papphütte draufstellst,
wie in den USA, wo du dann halt zur Not im Wohnzimmer das Drums halt aufbauen
oder auch nur irgendwie, keine Ahnung, zwei Volkers und ein Mikrofon,
wo du halt quasi so deine musikalischen Agüste der Jugend ausleben kannst,
sondern du hast hier eine fucking Mietwohnung, oder?
Ich hab schon sehr tolerante Nachbarn, ich hatte vorher aber bessere, oder?
Aber ich muss auch hier Kopfhörer, oder?
Und ich mach ja nun wirklich nicht nervigen Sound,
aber wenn ich mir hier vorstelle, ich hätte hier in meiner Mietwohnung
die Tonkabine, mit der wir gerade uns durch die Jugendszene fräsen,
weil wir die halt noch haben, oder?
Sprich, hier ist eine gute Aufnahmemöglichkeit, hier ist ein Keller,
hier kannst du vorbeikommen, hier ist zur Not sogar noch jemand,
der dir zeigt, wie man am Interface den Input anwählt.
Das hast du halt nicht, oder?
Und wenn Mutti und Vati aus der 20 Jahre Bestandsmiete rausgeklagt werden,
weil halt irgendwie das Kind da umschreit, weißt du?
Das ist ein Dilemma, das aufs nächste folgt, oder?
Und dann wundert sich die Leute, ja, warum hocken sie in der Ecke
und gucken in den Rechner?
Das hatte ich in meiner alten,
das hatten meine Frau und ich in unserer alten Wohnung.
Stand eines Tages, die Kleine war gerade noch nicht mal ein Jahr alt,
stand sie bei uns vor der Tür.
"Könnt ihr nicht mal dafür sorgen, dass das Kind nicht so schreit?"
Ich so, "Hallo, ist ein Säugling, da ist kein Regler dran.
Was soll ich denn machen? Das ist halt ein Schreikind, das ist so."
Komischerweise die Nachbarin über mir, die mit tierisch hoffend zack geht,
das Kind von ihr, was den ganzen Tag nur am Schreien ist, das stört mich nicht.
Aber sobald ich ihre Stimme höre,
stellen sich bei mir die Nackenhaare aus wie bei so einem Kater,
der halt jeden Moment in Kampfmodus geht.
Das sind die Frequenzen.
Jungs. - Third Places, ich weiß schon, wie die Folge heißt.
Was machen wir mit unserem anderen Thema?
Das machen wir die Tage. - Heben wir das auf?
Das machen wir die Tage.
Das ist die Frage.
Jetzt ist die Zeit rum, unsere Aufnahmezeit ist rum,
der Tobi muss jetzt weg, hat einen wichtigen Termin.
Ich hab schon gesagt, ich komme, wenn ich komme.
Du kennst uns.
Wenn wir jetzt noch weitermachen, quatschen wir noch 2 Stunden länger.
2 Pivipausen dazwischen und dann bis morgen früh, bis 8 Uhr.
Und dann werden wir wieder politisch, schmeißen wieder die 80 % vom Podcast weg.
Hatten zwar eine gute Zeit.
Ich hab das ausgerechnet, das waren 63,4 %.
Das hat aber mit dem Programm gelöst.
Ach ne, du bist ja Mathematiker von da.
Das hast du im Kopf gemacht, oder?
Nein.
83 % möglich.
Ich hab die Minuten und die Stunden in Dezimalstellen umgewandelt
und hab dann geguckt, das waren tatsächlich 63.
Aber wisst ihr was? Das war es wert.
Der Talk war gut, aber der wird es nie zu hören kriegen.
Den wird niemand zu hören kriegen.
Zumal die Realität uns auch überholt hat.
Insofern leider.
Das ist grausam.
Grausam überholt hat.
Stimmt, das war ja noch 2 Tage vorher.
Richtig.
Ich würde sagen, schaltet auch einfach beim nächsten Mal wieder ein.
Wenn ihr uns über ein weiteres Thema in unserem gemütlichen Proberaum sprechen hören wollt.
In meinem Fall live aus Baustellestan.
Mit Tobi aus der Schweiz.
Und mit dem Sascha aus dem Ruhrpott.
Und wenn ihr Sascha sagen hören wollt.
Der Proberaum Podcast, mein gemütlicher Talk aus dem Proberaum.
Jetzt hab ich dich aber auf dem falschen Fuß erwischt.
Ich hätte gedacht, du hattest so reihum, das geht heute halt an Tobi.
Aber nee.
Er hat sich doch letztes Mal beschwert.
Hat er das?
Aber der Tobi kann das so gut.
Der Tobi kann das so gut, weil Tobi ist halt anders.
Er hat mir Namen gegeben. Tiernamen.
Off Sendung by the way.
Ich könnte das raussteuern.
Was? Nein. Das bleibt drin. Hier wird nichts geschnitten.
Das ist drin geblieben.
Das wird ein Frankster.
Übrigens, schöne Folge, die ihr da gemacht habt.
Ich hätte so viel sagen können.
Jetzt machen wir schon Werbung fürs Gegner-Format.
Ach, ist er auch noch nicht draußen.
Nee, die kommt am Freitag, glaube ich. So hat er gesagt.
Wie war denn das Bewerbungsgespräch?
Bist du angenommen worden?
Ich bin total frech hingegangen und hab einen Kommentar geschrieben,
dass wir mal Expertise brauchen bei diesem Themenkomplex.
Und dann hat der Frankster eine WhatsApp geschrieben,
"angenommen, wann hast du Zeit?"
Wann hast du Zeit?
Ja, dann haben wir uns kurz geeinigt und dann haben wir am Montag die Aufnahme gemacht.
www.isolierstation.de, wenn ihr Bock habt.
Hört mal rein. Ist spaßig. Macht Laune.
Ist aber wirklich...
Ist mal was anderes. Hat nichts mit Musik zu tun, aber in diesem Sinne macht's gut.
Tschüssi.
Bis dann.
Bis dann.
Tawarisch.
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Sascha
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Spieldauer: 1:27:45
Tag der Aufnahme: 05.06.24
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.


Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.

Podcast Lizenz:

Autor: Sascha Markmann

Legastheniker am Werk (Mehrfaches lesen meiner Postings kann zu irreparable Schäden an den Augen führen z. B.. Pseudotumor-zerebral-Syndrom) Leicht gestörter bis Mittel schwerer Fall von Überlebens Künstler, Maler, Blogger, Musiker, Podcaster und Video Produzenten "Audiovisueller STUMPFSINN mit keinem Nutzwert"

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