Probe Podcast BONUS: 013 Die 55-Minuten-Challenge

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Beschreibung:

Die probe-podcastigen Überreste eines Abends Ende Mai. Irgendwie wollen die drei diesmal schnell zum Punkt kommen, schaffen es letzten Endes dafür auf keinen grünen Zweig – irgendwo zwischen Post-Booth-Dürre, Tobis monatlichen Fehlkäufen, industrietechnischen Detailfragen und ihrem eigentlich geplanten Thema (ursprünglich wollten sie über Software reden) oszilliert das hier herum, wirft aber noch genug gehaltvollen Dialog ab, um als Quickie zwischendurch veröffentlicht zu werden. Und ihre eigene Zeitlimite sprengen sie auch noch. Tja.

Disclaimer:

Kleiner Disclaimer, dieser Podcast wurde Ende Mai aufgenommen und ist damit älter als die letzten beiden Folgen. Das war’s auch schon. Viel Spaß damit! Der Probe-Podcast. Beim gemütlichen Talk im Proberaum. Mit unseren Moderatoren Herr Raumwelle, Tobi und Herrn Notstrom. Viel Spaß!

Gliederung der Themen im Podcast:

  • Begrüßung und Einleitung
  • Vorstellung der Moderatoren: Herr Raumwelle, Tobi, und Herr Notstrom
  • Hinweis, dass die Aufnahme Ende Mai stattfand
  • Ankündigung der Themen und Ablauf des Podcasts
  • Aktuelle Ereignisse und Neuigkeiten
  • Diskussion über die Baustellen und Straßenverhältnisse in Dortmund und Hamburg
  • Kurze News: Arturia MiniBrute V
  • Hauptthema: Optimierung vs. Musizieren
  • Tobi’s monatliche Fehlkäufe
  • Diskussion über den Superbooth und dessen Auswirkungen
  • Erfahrungen mit verschiedenen Musik-Hard- und Software
  • Spezielle Erwähnung: Push 2 und Push 3 von Ableton
  • Technische Details und Diskussion
  • Poly Aftertouch und die neuen Features von Synthesizern
  • Diskussion über verschiedene Synthesizer und Plugins (z.B., UDO Audio, Korg)
  • Vorstellung und Bewertung von Arturia MiniBrute V

Arturia MiniBrute V Thomann

  • Abschweifungen und Nebenbemerkungen
  • Witzige Anekdoten aus dem Musikeralltag
  • Diskussion über die Gamification von Synthesizern und Musiksoftware
  • Umgang mit zahlreichen Plugins und deren Verwaltung
  • Abschluss und Verabschiedung
  • Fazit der Diskussion
  • Dank an die Hörer und Verabschiedung
Links zur Ausgabe:

▶ Hier Klicken für das Tanscript:
Transcript:

Kleiner Disclaimer, dieser Podcast wurde Ende Mai aufgenommen und ist damit älter als die
letzten beiden Folgen. Das war's auch schon. Viel Spaß damit!
Der Probe-Podcast. Beim gemütlichen Talk im Proberaum. Mit unseren Moderatoren Herr Raumwelle,
Tobi und Herrn Notstrom. Viel Spaß! Ja, herzlich willkommen! Hier ist der Herr Notstrom aus,
wie wir hier so schön sagen, direkt aus dem Kalifat aus Lakhlochistan.
Dauerbaustelle A7 Kiel, nennen wir doch. Sie ist, glaube ich, schon fertig. Schnell sind da
oben die Ecke, also den Deckel haben sie drauf gemacht. Aber du findest, wenn du dann in den
Innenstadtbereich reinfährst, du findest dann an jeder Ecke eigentlich eine Baustelle. Genau.
Ja. Also an jeder Ecke. Und Schlaglöcher. Kindskopftiefe Schlaglöcher.
Das ist so das Niveau in der Gegend, wo ich wohne. Also am Rand von Dortmund,
also das ist das Normale. Da kannst du dir ganze Kinder reinschmeißen, so tiefsame Schlaglöcher.
Ja, so geht's hier in den Nebenstraßen hier in Hamburg auch so langsam. Also nicht nur in den
Nebenstraßen, auch auf den Hauptstraßen. Und Baustellen, wo halt nur die Baustellenabsperrung
ist. Sonst nichts. Von denen haben wir hier auch ein paar. Es gibt einmal im Jahr so einen Anlass,
da muss die ganze Stadt zugeteert werden und zwei, drei Tage später ist wieder offen. Bis nächstes
Jahr dann. Tobi hatte ein Thema für heute vorgeschlagen, was, glaub ich, tiefsinnig ist.
Richtig. Dass wir diese Sendung in 55 Minuten schaffen als Challenge. Läuft die Uhr schon?
Die Uhr läuft schon seit 5 Minuten 27. Und ich lese mal vor, was sein Vorschlag war. Also heute,
Dienstag mal irgendeine neue Folge zu irgendeinem Thema zu dritt und rattern kurz im ersten Teil
noch ein paar relevante News ab. So viel war es ja jetzt nicht mehr. Kann ich mal schnell machen.
Arturia, Miniboot. Das war's. Weitermachen. Hauptthema. Optimieren geht über Musizieren.
Also kurz noch zu den News. Es war wirklich nicht mehr so viel, oder? Also dieser Mega-Leak
vor der Boof, der hat ja irgendwie die Boof komplett obvious gerendert, oder? Ja, es war
schon noch ein bisschen, was da so dann im Nachhinein dann noch so aufgetaucht ist an
Sachen. Aber das haben wir ja noch, um jetzt auch, ich glaube, den Rest des Jahres Zeit,
das aufzuarbeiten. Es sind ja viele gute Sachen dabei gewesen. Ja, aber ich würde das dann
tatsächlich mit Leuten machen, die da tatsächlich da waren. Aber die sind im Moment noch ein bisschen
verhindert. Mal sehen. Im Juni dann vielleicht. Die verwursten das ganze Material schon selbst.
Ja, eben. Habt ihr den heute in dem Post gelesen? Für die heutige Live-Show?
Nee. Ja, da wird auch dann halt der Retro-Perspektive-Rückblick auf die Superbooth.
Ja, also ich glaube, das Fazit wird so ausfallen wie letztes Jahr. Hauptsache,
man hat sich mal getroffen. Die Superboothe ist ein toller Anlass. Man könnte sie natürlich auch so
treffen, aber die Leute machen es halt in der Superboothe. Ja, aber dann müssen die immer nach
Berlin fahren, die Leute. Immer nach Berlin. Ja, man braucht einen zentralen Ort.
Man sieht halt, was davon noch übrig ist, wenn das Internet schon alles vorneweg nimmt, oder? Das
war halt die Musikmesse in den 90ern und die ist dann komplett eingestürzt, dass man alles
vorher rausschauen musste. Und Berlin ist ja an den Rest der Welt auch noch gut angebunden. Nach
Hamburg kommt es ja nicht mehr. Da muss man ja in, keine Ahnung, Stuttgart umsteigen oder…
Stade Buxtehude, Schlaglöcher. Du kennst das, du warst ja auch hier.
Du, es ist ein paar Jährchen her, aber es war da wirklich bezeichnend. Ich glaube,
wir haben einen Tag lang Fahrräder gemietet und, ja, ich glaube schon in der Hälfte des Tages…
Um überhaupt irgendwo hinzukommen, ne?
Ja, aber es war weniger schlimm als mein Trip nach Ostfriesland mit dem Fahrrad,
das keine Bremsen und nur einen Rücktritt hatte. Ich war genau am Punkt, so wie die hier Autofahren,
nehme ich nächstes Mal mein eigenes mit. Boof News. Ich fand noch den Super 8 bemerkenswert.
Ich habe ja ein bisschen rumgehittelt im Forum. Ach, darf ich nicht mehr sagen. Rumge…
Rumgepöbelt.
Rumgeredet.
Rumgeführt.
Rumgesoffen. Ich habe im Forum so ein bisschen in Frage gestellt, was der 8er jetzt soll. Und
dann habe ich nochmal hingeschaut und habe gesehen, ja, 5 Oktaven macht natürlich Sinn,
oder? Der 6er ist jetzt…
MPE.
Also Poly Aftertouch.
Also Poly Aftertouch, genau. Poly Aftertouch. Und doppelte Stimmzahlen, ne? Also 8 heißt
er zwar, aber er hat 16 Stimmen.
Der 6er hat ja auch 12, aber da er ja binaural ist, hat er ja 6 im Binaural-Modus. Das ist
ja ein bisschen der Witz an der Kiste, oder? Und der 6er gibt es jetzt mit Austausch-Kit,
finde ich eine coole Sache. Also wirklich einfach Tastatur raus…
Für die Tastatur, genau.
Tastatur wieder rein, 350er Aufpreis, bloßen Schraubenzieher. Dann hast du Poly-AT auf
der Kiste. Finde ich eine gute Sache. Der 8er ist, glaube ich, auch bittimpral. Mir macht
jetzt der Gemini nicht ganz so… Also der schließe ich mir jetzt nicht mehr ganz. Wahrscheinlich
sind es einfach so noch die 400, 500 Flocken teurere Kiste mit doppeltem Direktzugriff,
Ribbon-Controller noch ein bisschen dicker. So für die Influencer-Bude oder so, glaube
ich.
Ja, sieht halt größer aus, ne? War ja auch eine größere Tastatur.
Ne, der hat jetzt die gleiche wie der 8er.
Ah, okay.
Ja, auf der Udo-Seite siehst du sie alle untereinander relativ gut. Udo-Audio.com.
So, wobei ja einige Leute, oder was heißt hier einige? Also einer hat ja im Forum berichtet,
dass er sich auf dem Stand von Udo beschwert hat, weil vom Super 6 das Betriebssystem immer
noch nicht die Version 1.0 erreicht hat und er sehr unzufrieden sei mit seinem Instrument
und es wahrscheinlich auch gar nicht benutzen kann deswegen.
Also ich hatte mal… Och, die Geschichte muss ich noch erzählen. Habt ihr das Foto
vom Astrolab gesehen, das ich mal gepostet habe?
Ja, ja.
Und deswegen erklärt sich ja auch, warum du Auerfinger hattest.
War das vor oder nach dem Effinger?
Tobi hat uns ein Foto gepostet in unserem internen Forum und da hat er uns den Effinger gezeigt.
Im Hintergrund sah man den Push 2 und der nächste Satz war dann "Das Ding geht zu Kleinanzeigen".
Und dann war vor wenigen Tagen, also gestern, dann doch tatsächlich nochmal ein Video mit
dem Push 2 gepostet. Woher kommt jetzt der Effinger?
Der Finger, also der kommt nicht vom Astrolab, der war tatsächlich an den Push gerichtet,
aber tatsächlich eher so im Gesamtkontext des Optimierens gegenüber Musikieren.
Ich habe den Push ja eingebunden, da quasi in mein Gesamtsetup.
Der hat genau das getan, was er war, nämlich Push, sprich die absolut top of the notch
ableton Universalbedienkiste.
Und ja, das Ding hat einfach Machtposition gezeigt mit dem Resultat, dass es absolut
jeden anderen Controller einfach überdrückt hat.
Sprich, wenn du das Teil in den Session-Mode geschaltet hast, sind halt alle anderen Controller
platt gegangen.
Und das war halt nicht die Idee.
Also ich habe jetzt das Launchpad wieder angehängt.
Jetzt hätte ich erwartet, dass du dir einen Push 3 bestellst, um herauszufinden, ob das
denn beim Push 3 auch so ist.
Ich gehe mal davon aus, aber tatsächlich rückt der Push 3 als Standalone ziemlich in
eine gewisse Nähe, weil jetzt mal unabhängig von diesem Setup-Fuck-up, also es gab noch
so ein anderes kleines Problem, dass du eigentlich externe Drum-Plugins nicht wirklich in den
Drum-Mode einbinden kannst, was mit dem Launchpad und seinem internen Sequencer sehr einfach
ist, aber beim Push war tatsächlich das Problem, dass du, wie gesagt, der hat einfach hier
im Setup nicht funktioniert.
Der funktioniert sonst eigentlich relativ gut.
Ich mag, wie der sich bedient.
Das ist immer noch genau ein Workflow, der sich dir aufdrängt, aber der ist deutlich
angenehmer als noch beim Einser.
Und ich denke, mit dem Dreier ist er noch besser.
Und die Sachen klingen dir auch nicht schlecht.
Ich habe ja auch beim Video damals den Drift und den Melt, glaube ich, nicht im Video,
aber sonst auch schon.
Ich habe mit den neuen Sachen durchaus rumgespielt.
Also der Push vom Bedienkonzept, ich finde ihn da immer noch ziemlich unschlagbar.
Aber der Reiz des Gerätes, auch als Standalone, erschließt sich mir da durchaus.
Die Frage ist natürlich, habe ich jetzt gerade 1800 übrig für einen Standalone-Dreier?
Ich glaube es nicht.
Und will ich 1000 Latzen für einen Dreier als Controller?
Nein, das bringt noch weniger.
Hier im Setup ist er tatsächlich, ich sage mal so, wenn er mir das Keyboard tot schießt
am Rechner, dann nützt er mir nichts.
Da muss ich halt sagen, ja, dann habe ich lieber einen total integrierten.
Aber also das Launchpad, weil das ist halt Innovation und Innovation, das spielt einfach 1A zusammen.
Aber das andere, also ansonsten Standalone, finde ich den nach wie vor eigentlich sehr toll.
Aber das Problem müssen doch auch andere irgendwie gelöst haben.
Ich meine, da benutzen viele Leute noch den Push 2 immer noch.
Gibt es da nicht was von Ratio-Fahren?
Weißt du, wenn ich ihn als Front-Controller direkt vor dem Bildschirm benutzen würde,
wäre das überhaupt kein Thema, weil dann ist er eh immer direkt dafür zuständig.
Aber so wie ich halt quasi meinen Side-Wing hier benutze, wo ich halt direkt die Clips
sehen muss, auch wenn ich die de facto auch auf der APC hätte, ja, ist so ein Detail,
aber ist hier halt ein matchentscheidendes Detail.
Und Push direkt vor den Bildschirm legen, das ist unglaublich.
Und du hast ihn dir ja geholt und damit kommen wir dann zu diesem Hauptthema.
Oder wollen wir noch kurz auf ein Mini-Berührt-V eingehen?
Da kommen wir doch eh gleich drauf.
Meinst du? Naja, stimmt.
Und du hast hier den Push 2 ja auch geholt, um deinen Arbeitsfluss, deinen Workflow,
wie man auf Neudeutsch sagt, zu optimieren, richtig?
Ja, aber das ist ja gescheitert, wie man sieht.
Wie gesagt, im Gesamt-Workflow bremst er mich tatsächlich.
Alleine ist er gut, aber alleine…
Ist das dann eine negative Optimierung?
Ja, du, es war jetzt halt nach dem Area-Touch die zweite Vollpleite auf dieser Position.
Ich denke, ich werde dieses Launchpad nicht mehr los.
Was ja auch nicht schlecht ist, weil das ist eigentlich günstig.
Vielleicht erinnert sich jemand an den Microcork-Post, den ich mal abgesetzt habe.
Oder so die… Wie ging der nochmal?
Ach, wo war ich hier?
Microcork…
Es wäre eher ein Haben-Wollen als ein Nutzen-Würden
und eher ein Wollen gewisser darauf projizierter Ereignisse und Gefühle.
Mit dem Microcork als wahrwerder Objekt eine Wunschprojektion auf 37 Tasten.
Ja, das fand ich geil. Das drückt eigentlich…
Das könnte man eigentlich für so viele Sachen sagen.
Gas!
Wahrgewordene Wunschwerdung.
Projizierte Wunschwerdung, ja.
So ging es mir halt irgendwie mit dem Touch und jetzt ging es mir auch mit dem Push so.
Ich glaube, hier komme ich nicht…
Wovon diese ganze Industrie lebt, vom Versprechen, dich optimieren zu können,
noch besser Musik machen, noch besser zu klingen, noch fettere Bässe, noch mehr Druck,
noch amtlichere Drums, noch schlauerer Worldflow, noch elegantere Sample-Verwaltung und, und, und.
Ich meine, wir hatten jetzt die Superbude da in Berlin.
Das ist doch eine einzige große Optimierung geht vor Musikieren-Show, oder?
Das ist dieses typische Ding, was man so als Anfänger hat.
Man steht da wie ein Ochs vorm Berg und hat da eine Million Möglichkeiten,
weil man schon mit den mitgelieferten Sachen bei einer DAW schon total überfordert ist.
Und denkt sich so, ja, wenn ich mir jetzt das Gerät kaufe, dann läuft es.
Dann kaufst du dir das Gerät und dann stehst du wie ein Ochs vorm Berg, das zweite Mal,
weil das Ding hat halt eine Million Möglichkeiten.
Und dann denkst du dir so, ja gut, dann brauche ich jetzt noch das.
Und schwuppdiwupps hast du zehn Kisten da stehen und im Endeffekt kannst du gar nichts.
Ist das der Grund für die Gamification von Synthesizern, wie wir das bei Microkorg 2 sehen
oder wie wir es auch bei den Elektronengeräten sehen, die ja angefangen haben,
in ihre Display-Anzeigen so lustige Animationen reinzubauen
und Syntheseparameter zusammengefasst haben zu Makroreglern,
das zu einem Höhepunkt ist, finde ich, der Syntact und auch der Model Cycles,
wo du wirklich eher abstrakte, makro, mit lustigen Parameternamen versehene Regler drehst.
Du weißt aber eigentlich gar nicht genau, was da passiert im Hintergrund.
Du kannst auch die Synthese-Engine nicht mehr genau im Hintergrund.
Es wird zwar behauptet, ja, das ist ja das und das und das und das, aber du weißt es nicht genau.
Ist das der Grund für die Selbstoptimierung?
Ich glaube schon, weil, nehmen wir jetzt mal die großen Schlachtschiffe,
egal ob es digitale Synthese oder analoge oder so weiter,
die haben so viele Möglichkeiten, so viele Parameter.
Und wenn du nicht wirklich weißt, was du damit machst,
dich nicht auskennst, dann wirst du einfach erschlagen.
Und dann sind halt acht Drehregler, die irgendwelche Bezeichnungen haben
und die irgendwelche Sachen machen, die den Klang verändern, verbiegen, irgendwie doch angenehm.
Weil, wenn ich mir überlege, dass ich jetzt unten, ich habe die ganzen Handbücher im Keller,
wo ja so 70 cm Handbücher stehen haben, die sind nicht hier gebundene Dinge oder so,
sondern die Handbücher, die bei den Geräten dabei sind, die sind ja nicht,
da ist ja kein dicker Umschlag drin, sondern nur ein Band.
Das ist alles dünn und da stehen locker 70 cm nur an Handbüchern von den Klamotten, die ich hier stehen habe.
Plus die ganzen Sachen, die ich noch als PDF habe.
Aber dem gegenüber stehen dann doch, ich sag mal, solche Verkaufsschlager,
wie diese ganzen Schlachtschiffe, die da jetzt präsentiert wurden auf der Superbooth,
inklusive den ganzen Eurorack-Modulen, wovon es ja, wie wir gelernt haben,
mittlerweile über 10.000 verschiedene Modulversionen gibt.
Ja genau, pass auf, so ein Eurorack-Ding, da schraubt sich nur jemand zusammen,
der sich dann wirklich auch auskennt, weil du kaufst den Oszillator und das da.
Das glaube ich nicht.
Nein, nein, nein.
Nee, aber du musst ja wissen, was die scheiß Dinger machen.
Du wirst mittelfristig, wirst du dich dann damit auskennen oder du bleibst auf eben so jemand,
der über die Feinheiten seines 8-Zylinders referiert,
aber auf Nachfrage den Unterschied von Benzin und Diesel nicht kennt.
Ja gut, das gibt es natürlich auch.
So kommt mir die Community manchmal vor.
Das gibt es natürlich auch, aber ich meinte jetzt so,
die Leute, die ich kenne, die Eurorack haben und so weiter, die wissen genau,
wenn sie dann jetzt hingehen, ich will das und das machen,
dann stellen sie sich halt ein Rack zusammen, dann kommt da halt zwei Oszillatoren rein
und die Höhlekurve, bla bla bla.
Und dann bauen sie das zusammen, stecken es zusammen,
dann müssen auch die Kabel gemacht werden und dann hast du was.
Die wissen, was sie wollen.
Ich bin zum Beispiel jetzt der Meinung, das beste Beispiel für dieses
"Du kannst viel machen, aber du brauchst nur wenig drehen"
ist zum Beispiel beim Montage dieser oder auch bei dem kleinen Bruder von dem,
dem Modex, der Superknopf.
Das ist ein Knopf, der x verschiedene Parameter verändert
und drastische Veränderungen am Klang bewirken kann.
Ja, da hast du halt einen Knopf und du hast, ich weiß nicht, wie viele Stufen der hat,
aber gefühlt 256, glaube ich.
Das sind bei Arturia die Makroregler, die du da einblenden kannst.
Die haben sie ja jetzt auch mittlerweile in jedem Plugin eigentlich drin.
Das ist mir jetzt bei dem neuesten Produkt hier,
bei dem MiniBrute V, ist mir das auch aufgefallen.
Da haben sie auch Makroregler.
Das sind die, die dann quasi ins Analog Lab rübergelegt werden,
als einfach ein großer Soundveränderparameter.
Richtig, genau.
Die kommen ja ursprünglich, also von der Idee her gibt es die schon länger,
ich glaube, Yamaha hat die schon in den SYs und in den EXs verbaut.
Die Motives haben sie auf jeden Fall.
Ich komme ja aus einer längeren Zeit des Motivprogrammierens.
Die sind mir da durchaus ein Begriff, die Makros.
Massive X hat die so ein bisschen in die Software gebracht.
Ne, nicht Massive X, der erste Massive.
Ich glaube halt, Makro, das mache ich ja auch.
Ich habe meinen Ambient Maker Makroregler,
das ist immer einer, wenn ich so ein bisschen dazu gemacht habe,
dass er meinen Sound quasi so ein bisschen verwäscht.
Dahinter stecken Reverbs, da stecken Delays,
da steckt zum Teil noch ein bisschen Granularkram.
Ich finde das beim Live-Spielen auch angenehmer,
anstatt jetzt drei Regler suchen zu müssen.
Das hat mich beim Summit immer so ein bisschen angekotzt, weißt du.
Da hast du zwar auch noch Makro-Knöpfe,
da kannst du einfach aufs Modwheel rooten,
aber wenn du da direkt eingreifen willst,
hier noch Delay und hier noch kurz ein Reverb und hier noch,
ach scheiße, ist da kein Knopf mehr.
Ich glaube halt, die Makroisierung,
ich finde, wenn du das auf Sound-Ebene machst,
das ist so ein bisschen auch wie bei den Dorsum-Plugins,
wo du ja quasi auch so ein paar Kombi-Parameter hast.
Bei MIF zum Beispiel, die Transformer, der Iris.
Ich würde da schon sagen,
ich würde das auch nicht direkt mit Gamification gleichsetzen.
Ich finde eher, es ist eine Herangehensweise an Synthese
und meines Wissens auch, oder sagen wir so,
meiner Überzeugung nach sogar vielleicht die durchaus angenehmere,
weil es ist alles irgendwie so Excel-Tabellen-mäßig,
das heißt 500 Parameter.
Thomas will es gerade sagen.
Es ist ein niedrigschwelliger Zugang zu den Instrumenten.
Es ist auch ein musikalischerer Zugang, meiner Ansicht nach.
Natürlich, wenn du auf der Bühne stehst und so weiter
und du willst da was machen,
sind diese Makros wesentlich einfacher zu bedienen,
als in vielen Geräten tief ins Menü reingehen
und dann halt hier drücken sie noch Shift und dann noch das,
damit du die dreifache Doppelbelegung dran kommst.
Genau, guckt euch den MicroFreak an.
Das war ja so der erste kompakte Synthesizer,
der quasi so von Mutable Instruments ausgeliehen
teilweise verschiedene Syntheseformen,
in digitaler Form in einen Synthesizer gepackt hat.
Und da hast du halt auch nur vier Drehregler pro Synthese-Engine.
Und du willst nicht deinen FM-Synthesizer programmieren,
während du eine Live-Show hast,
sondern du willst halt nur ein bisschen am Regler drehen
und dann soll was passieren. Genau.
Ich glaube, die Gamification-Elemente,
beispielsweise an einem MicroKorg, würde ich da so ein bisschen von abkoppeln,
weil das glaube ich tatsächlich, dass das so ein bisschen gemacht wurde,
vielleicht den Einsteiger-Keyboardern, sag ich jetzt mal,
quasi ein Gerät hinzustellen,
das auch langfristig ein bisschen begeistert,
weil das ist nicht so wie früher,
wo du dir halt ein MicroKorg leisten konntest
und dann erst mal drei Jahre lang quasi deine Indie-Band damit gefüttert hast,
sondern heute schreite ich halt jedes Subreddit an,
ja, du brauchst noch das hierzu und das dazu und überhaupt.
Und hast du dir eigentlich schon ein Mischpult gekauft?
Ja, das ist dieses Versprechen, was wir gesagt haben.
Du wirst halt mit diesem Optimierungswahn
und Optimieren über Musikieren,
damit wirst du halt aus allen Ecken totgeballert.
Alleine schon, ich habe heute wieder eine Werbung gesehen,
Innovation, Quatsch, Native Instruments hat gerade wieder Sale,
Summer of Deal,
Summer of Sound nennen die das,
da kriegst du die Complete Edition,
das ist halt wieder hinterhergeschmissen für die Hälfte, glaube ich.
Jetzt schon, cool.
Ja, jetzt schon, Frühsommer, ne?
Ja, ja.
Und, ja, was soll ich sagen,
das ist halt ein einziges Versprechen, dass alles besser wird.
Wie ist denn das bei euch?
Erliegt ihr dem?
Zu oft, zu oft.
Also, ich meine, ich habe jetzt gerade zwei Bruchlandungen hingelegt,
und das waren zwar beide mal unangenehme Überraschungen,
aber ich habe ja auch hier vor ein paar Folgen, glaube ich,
mal referiert darüber, dass ich eigentlich überlege,
im Sinne der Convenience und der Vibes,
mir wieder ein Digital-Piano mit integrierten Boxen anzuschaffen.
Jetzt ist aber so, ich habe die Hälfte meines Studios gerade zugestellt
mit dem kleiner Scheiße, und ich weiß nicht, wie das kommen sollte,
aber solange ich noch an meinem Schreibtisch durchkomme,
durch dieses Chaos, ist eigentlich gut,
und das Piano steht jetzt halt direkt neben mir.
Und ich habe mir ein Patch gebaut,
das jetzt beim Anschalten direkt aufstartet.
Das ist ein Upright-Klavier,
und das Digital-Piano, das ich mal angeschaut habe,
hat einen schönen Holzständer,
aber es hat eigentlich keine guten Upright-Sounds.
Ich finde den hier deutlich besser.
Und ja, da muss da halt dein Studiosetup anschalten,
sprich die Boxen, oder?
Aber tja, das geht schon.
Also, ich fall dann doch deutlich weniger drauf rein,
als es mir nicht mehr guttun würde.
Aber man muss natürlich auch, man muss sich auch so ein bisschen,
ich weiß nicht, man muss sich ein paar Mal zu viel dem Gefühl aussetzen,
dass 2017 sehr, sehr viel angenehmer war,
als es darum ging, einfach nur eins von vier vorhandenen Plugins zu öffnen.
Oder? Anstatt eins von, ich glaube, 150 sind es gerade.
Da haben wir ja schon gelernt von dir, Tobi,
dass du deine 150 Plugins aber auch fein, säuberlich sortiert hast.
Ich hatte da noch rumgewitzelt, der hat bestimmt eine Liste gemacht.
Ja, hat er tatsächlich.
Sogar nach Farben sortiert.
Und ich darf auf keinen Fall den orangefarbenen Ordner anzweifeln,
hat er mir gesagt.
Erklär mal, was hat es mit den Farben und dem orangefarbenen Folder auf sich?
Ja, also der rote und der orange, das sind ja quasi so zwei Favoritnebenen
einfach für Ableton Racks, die ich halt gebaut habe,
für unterschiedliche Sounds, die ich immer mal wieder brauche.
Ach so, das sind Do-It-Yourself-Sachen.
Ja klar, wenn ich alle in den roten werfen würde, dann hätte ich irgendwann ein Problem.
Deswegen sind im roten halt genau die drin, die wirklich so quasi so die Ars Ultima-Geschichten,
also das Zeug, was ich wirklich stunt-de-pete hier brauche.
Und orange ist eher so eine Scroll-Liste mit so schönen Zeug,
das zum Teil wirklich einmal zu brauchen ist.
Aber den Song brauche ich halt häufiger.
So ein Repro-Solo-Sound oder irgend so Small Towns,
das Small Towns-Patch zum Beispiel, das ist hier jetzt, wenn ich es mal aufmache,
das ist einfach so ein Mega-Rack aus dem Shaperbox,
einem Reverb und Omnisphere dahinter.
Und ja, da sind halt irgendwie zehn Regler gemappt, oder?
Und ja, das ist halt eine ganze Makro-Ebene.
Also dann geht halt bei gelb, das sind die Softsynths, dann habe ich FX Grün
und bei blau habe ich halt nochmal so eine Liste mit der B-Ware quasi verpackt.
Und bei lila habe ich dann die Drumkits, also vom Ableton Drum Rack gespeichert.
Grau ist dann noch für so Plugins, die ich gerade teste, also Demos im eigentlichen Sinne.
Aber die ersten beiden, das sind Ableton Racks, Makro-Sounds, wenn du mich so fragst.
Von denen habe ich ein paar auch inzwischen ins Mainstage geklont, wenn ich die da brauche.
Aber ja, ich benutze halt Ableton jetzt für Kreativkram, deswegen brauche ich die da halt auch.
Ich hätte wetten können, dass du da ein Excel-Sheet für hast.
Ne, also ich dachte mir halt, an dem Punkt, wo ich ein Excel-Sheet mache,
da kann ich auch den ganzen Tisch wegwerfen und einfach hier mit meinem Upright-Piano spielen gehen.
Sascha, du machst ja auch noch andere Sachen mit deiner DAW, du arbeitest ja sogar mit mehreren DAWs.
Du hast ja einmal Reaper für den ganzen Podcast-Kram.
Da haben wir ja die Plugin-Liste schon mal durchgeackert vor etlichen Folgen.
Also wer gerne nochmal hören möchte, was Sascha da am Start hat, der soll mal bitte Folge Nummer, welche war das?
Boah, ich weiß es nicht.
Weiß ich gar nicht. 26?
28, glaube ich.
28?
Ja, irgendwie so.
Also fern in den 20ern. Einfach nochmal gucken.
Da haben wir die auch im Detail besprochen.
Wie machst du das bei Musik machen? Welche Plugins benutzen, also nicht welche, sondern wie viele benutzt du da?
Hast du auch so 150 Stück?
Ich glaube, ich habe mehr. Aber das hat zwei Gründe.
Ich habe zum einen von UAD, von Universal Audio, eine DSP-Karte drinnen.
Wenn du die Software installierst, installiert der alle Geräte, die sie da haben.
Ich habe keine Ahnung, wie viele das sind.
Selber davon nutze ich die mitgelieferten, die paar, die ich mal gekauft habe.
Und dann habe ich noch ein Paket von Waves.
Wollen die immer noch das Universalisten?
Ne, mittlerweile nicht mehr. Aber ich habe noch eine alte Version. Da ist das halt so.
Und weil ich ja den NS1 brauche, wenn ich Mikrofonaufnahmen mache, um Störgeräusche schnell rauszufiltern.
Das habe ich in der Podcast-Folge genau erklärt. Aber das ist so ein No-Brainer.
Du machst da rein, ziehst den Regler hoch, dann passt das.
Ich kann ja mal gucken bei mir in den Ordner.
Also bei den VST.
Ja, das ist ein Haufen. Von Zebra über die gesamte Collection von Arturia.
Also dieses Koplett-Paket da.
Dann habe ich von Roland ein paar Dinge.
Dann hier diesen VSP von Vengance Sound, diesen Arranger oder wie das Ding heißt.
Adventure. So, komm, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8. 18 Stück auf jeder Seite. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 Seiten.
12 mal 18, 12 mal 20 sind 220, minus 20 sind etwa 200. Plus, minus.
Genau. Das muss man aber sagen, ich nutze davon nicht immer alles.
Das hätten wir jetzt auch nicht vermutet.
Wenn ich bei mir mal so gucke, ich habe glaube ich auch so um die 120 bis 160, 170.
Da muss ich aber sagen, ich habe jetzt hier nach AUV2 gefiltert in Ableton Live.
Da sind auch viele Sachen dabei, die zwar irgendwie mitgeliefert worden sind und die auch mit installiert wurden, aber die ich noch nie benutzt habe.
Was ist das? Ich habe gerade hier…
Weil viele von den Herstellern, die donnern dir da auch Sachen auf die Platte.
Ich habe jetzt zum Beispiel von Sonic Charge habe ich hier Bitspeak installiert.
Habe ich noch nie geöffnet. Ich wollte es gar nicht haben. Muss ich wohl vergessen haben, den Haken zu setzen.
Oder hier Arturia, Huckler Isel.
Habe ich bestimmt irgendwann mal aufgemacht in den letzten 5 Jahren.
Wollte ich gerade sagen.
Da ist es halt mit dabei.
Den habe ich halt ein, zwei mal aufgemacht und das war es.
Bei Arturia gehe ich jedes Mal gleich Rigorance den VST-Folder löschen, weil die es immer noch nicht hinbekommen, einfach nur VST3 und AUV2 zu installieren.
Sondern immer gleich die ganze Brigade von AAX bis ZYS. Keine Ahnung, was es da noch für Formate gibt.
Ich habe hier zum Beispiel Isotope Ozone.
Habe ich jetzt in zwei Versionen hier. Einmal als 9er, einmal als 11er.
So zieht sich das eigentlich durch. Da sind so viele Plugins, die doppelt sind, weil eine neue Version da ist.
Hier zum Beispiel Barricade, Version V3, V4 und so weiter und so fort.
Da kommt dann schon einiges zusammen.
Wenn man mal die ganzen Doppelten und so weiter abzieht, dann sind das vielleicht so 80 bis 90 Plugins.
Würde ich durchdrehen.
Davon benutze ich auch tatsächlich zusammen mit den Ableton Plugins vielleicht ein Dutzend.
Und nicht alle gleichzeitig, sondern unterschiedlich, je nach Anwendungsbedarf.
Also wenn ich jetzt mal so überlege, wenn ich jetzt diese Abient Sachen mache, dann habe ich halt viel dieser Augmentsachen von Arturia und viel von Dorsum.
Und dann kommen halt noch so ein paar Effekte und die kommen hauptsächlich auch von Arturia, weil der Fragment und so weiter einfach genial ist.
Von Dorsum läuft das.
Ich habe zwar auch einen Haufen irgendwelche Effektplugins.
Es ändert sich auch.
Ja, es ändert sich.
Das lebt alles und das ändert sich.
Da hast du dann so ein Projekt, wo du halt so in eine bestimmte Richtung gehen wirst.
Und da machst du vielleicht ein bisschen mehr mit Software oder irgendwann fängst du an und machst da halt ein bisschen mehr mit Hardware.
Und da hast du zum Beispiel nur Effektplugins am Start und gar keine Klangerzeuge.
Ich habe ja jetzt Reason auf, weil wir mit Reason ja aufnehmen.
Und der unterscheidet zwischen den VSTs, zwischen Instrumenten.
Ja, also nicht Reason, aber Reaper.
Und der unterscheidet aber zwischen VSTs.
Gehen da überhaupt Plugins zwischendrin?
Ja, das geht.
Natürlich, na klar.
Der unterscheidet aber halt zwischen VSTs, EES und VSTs.
War das nicht ein Riesending damals?
Der ist riesengroß, der VST kommt.
Der war so trocken.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass ich jetzt gerade nur die Instrumente sehe.
Wenn ich jetzt auf den anderen Ordner gehe, der VST3 heißt, dann habe ich die ganzen Effekte drin.
Und das ist glaube ich noch mehr.
Ich denke mal, es sind so 500 Stücke.
Aber dann hast du halt hier Charps Omni Mono.
Charps Omni Mono in einer anderen Version.
Charps Omni Channel Strip Stereo in einer anderen Version und so weiter und so fort.
Das habe ich bei Logic.
Also bei Logic muss ich das Plugin aufmachen und dann kann ich auswählen in allen Ausgaben, die er hat.
Eben kann das nicht, da muss ich immer so eine blöde Makro eben auf den Channel Strip setzen.
Ich wollte nur sagen, wenn ich jetzt so Effekte brauche wie Hall und so und ich will nicht nachdenken,
dann hole ich mir von Korg diesen MDMX, oder wie das Ding heißt.
So heißt das Ding doch.
Ja, MDX, ja.
Genau, das ist einfach so ein Multi-Effekt-Ding und da muss ich nicht nachdenken, gar nichts.
Das ist einfach, einfach simpel.
Das ist nämlich gerade scheiße lustig, weil Ableton hat ja seit neuestem einen sehr schönen Browser
und ich habe jetzt quasi meine Plugin-Liste alphabetisch offen, sprich nicht im Colon-Folder,
sondern einfach im Programm selbst und kann hier so ein bisschen die Hersteller auswählen.
Wenn ich hier auf Korg klicke, dann sehe ich eine ganze Reihe von Programmen und alle sind blau markiert,
sprich zweite Ebene, sprich dieser Komplettordner für "Ja, ist halt drauf", brauche ich nicht.
Außer der MDX, das ist so ein kleines popeliges Multi-Effekt-Ding, das nicht mal funktioniert gerade,
wenn ich das richtig sehe auf Ableton, weil das ich mit dem Zwölfer nicht kann.
Aber das ist der einzige, der grün ist.
Also das ist der einzige, den ich tatsächlich in Projekten und so auch noch verwende.
Alles andere ist irgendwie so, ja, Korg, die Collection ist eher so zweitrangig, nett zu haben.
Ich habe da auch bei Weitem nicht alle installiert, also hier mal die Electribe, die ist nett.
M3, die auch nicht funktioniert, den MicroKorg, den ich tatsächlich sehr schätze.
Und Wavestate Native habe ich halt auch noch, weil das so blöde NFL-Lizenzen sind, sonst hätte ich das alles schon längst weiterverkauft.
Außer vielleicht die Collection wegen halt dem MicroKorg, MiniKorg.
Und der Polysix hat auch ein paar nette, also der klingt eigentlich nicht wie ein Polysix, aber der hat halt so ein paar nette Sounds in diese Richtung.
Das ist halt so ein altes Poops-Plugin, oder, aus der Zeit, wo man einfach eine schöne Oberfläche und alles,
schweißt auf, dass die nicht funktional ist, aber das Auge hört ja bekanntlich mit.
Aber ich sehe halt, da hat es jetzt keiner von denen in meine meistgebrauchten Favoriten geschafft,
sondern das ist alles nur so additional Kram, außer dieses MDX.
Weil das ist halt wirklich so ein kleiner effektiver Multi-Effekt.
Der MiniBoot, jetzt virtuell, wer hätte das gedacht? Überraschung, als Plugin.
Hast du den dir gekauft?
Ich habe ihn mir gekauft, bei 69 Euro, für Sascha sogar nur 49.
Fand ich einfach unwiderstehlich. Ich meine, kostet so viel wie ein Videospiel.
Kostet so viel wie ein Videospiel, genau. Aber kein AAA-Titel.
Weiß ich nicht. Also das Besondere an der virtualisierten Version ist ja,
dass der, wenn du den Monophon benutzt, ich würde sagen, der klingt sehr stark nach einem MiniBoot.
Aber du kannst den achtfach-Polyphon spielen, was ziemlich geil ist.
Und die haben eine sehr, ihre sehr gute Effektsektion den ganzen spendiert.
Und das Ding, was da an Presets, an Factory-Presets mitgeliefert wird, das klingt verdammt gut.
Also klingt richtig, richtig gut. Ist ein schöner Polyphoner-Analog-Synthesizer.
Also Respekt. Was allerdings so ein bisschen Wasser auf meine Mühlen ist,
weil ich ja die These aufgestellt habe, dass Atelier da im Backend sozusagen eine einzige Engine hat,
die sie halt für die unterschiedlichen Produkte einfach nur unterschiedlich parametrisieren.
Kann ich nicht beweisen. Kannst nicht beweisen. Ich behaupte es jetzt einfach mal.
Also gibt es schon so 1 zu 1-Vergleiche zum Analogen? Weil der hat ja keine Engine.
Es gibt einen Vergleich auf YouTube, da hat jemand das Plug-In mit dem MiniBoot 2 verglichen.
Fand ich aber jetzt nicht so überzeugend, weil der MiniBoot 2 halt doch deutlich anders klingt.
Ich hatte den MiniBoot einmal, ich mochte den ganz gerne. Das war ein netter kleiner Synthesizer.
Hat Spaß gemacht. Auch hier so Wellenformen mischen und so weiter.
Das hat mich sehr an den Roland SH-101 erinnert. Da kannst du ja auch die Wellenformen mixen.
Was natürlich dazu führt, dass du sehr lebendige organische Sounds damit formen kannst.
Bei der Plug-In-Version ist natürlich alles automatisierbar.
Du kannst alles in der DAW aufzeichnen, kannst da die Macro-Controller drauflegen und so weiter.
Das volle moderne Programm, das die Software-Schmiede da mittlerweile bietet, das ist schon ganz cool.
Und da klingt Polyphon nochmal anders.
Ich fand die jetzt nicht schlecht. Ich habe ja auch noch die Demo drauf, wenn ich hier in den Demo-Ordner gucke.
Arturia Synthesizer generell, auch der MiniFreak V schon, den habe ich ja auch weiter verkauft.
Das Soundzeug von Arturia macht mich irgendwie nicht an.
Ich finde es bei den Effekten super. Auch wie das gemacht ist mit den eigenen Entwicklungen über den Emulationen.
Emulation interessiert mich eigentlich gar nicht so.
Ich glaube, das ist auch ganz gut so. Ich bin ja vor allem für kreatives Sounddesign, Mastering, Kompressor und so Zeug, das benutze ich gar nicht.
Von daher kannst du mir auch keine Channel-Strips und irgendwelche legendären Dinge verkaufen.
Da rege ich mich dann immer nur darüber auf, dass die Oberfläche komplett beschissen aussieht.
Aber bei Arturia, dieser Klangerzeuge-Aspekt, bei MiniFreak habe ich mir gedacht,
ja, das ist ein netter Soundvorrat, aber das wäre jetzt so ein gutes Soundpack für Diva, wäre das halt auch.
Also wenn ich 40 Euro rausgebe, dann hole ich mir Diva Automata auf der Hackmann-Seite und habe da 400 neue Presets.
Und kenne halt den Synthesizer. Und das ist halt so ein bisschen mein Problem. Ich bin ein extrem visueller Mensch.
Das heißt, ich weiß natürlich, wie subtraktive Synthese geht, aber ich merke mir nicht, wie subtraktive Synthese geht,
sondern ich merke mir, wo meine Knöpfe sind.
Das ist richtig, ja.
Also wechsel meinen Diva-Skin und ich kriege die Krise.
Also was ich interessant finde, ist, was Arturia dazu gebracht hat, ihren eigenen analogen Synthesizer zu virtualisieren.
Also das finde ich schon ein sehr ungewöhnlicher Schritt.
Und wer weiß, vielleicht sieht man ja irgendwann Hollywood 12 als V-Version.
Ich habe nur festgestellt, das Ding grillt meinen Prozessor.
Ja, der ist sehr CPU-hungrig. Das ist mir auch aufgefallen.
Und was meiner These widerspricht, ist einfach die Tatsache, dass sie ein sehr großes Entwicklerteam an der ganzen Chose sitzen hatten.
Ich habe nachgezählt 31 Entwickler.
Ja, wovon dann?
Das ist beinahe eine 160-Mann-Firma, die Arturia ist.
Da arbeiten insgesamt 160 Leute international an, ich glaube, vier oder fünf Standorten.
In Frankreich ist Grenoble der Hauptsitz, die haben aber noch in Los Angeles und ein paar anderen Standorten ihre Büros.
Und davon 31 Leute nur an diesem Plug-in.
Die werden sicherlich nicht die ganze Zeit über daran gearbeitet haben.
Glaub ich auch nicht.
So projektweise. Aber trotzdem.
Ich kann dir erzählen, das waren zwei, die sich um die Projimierung gekümmert haben.
Und die restlichen 29 um das grafische Element.
Meinst du?
Mhm.
Überleg doch mal, wie pixelgetreu ständig die ganzen Oberflächen der gesamten Emulation bei Arturia sind.
Mhm. Bis an den Punkt, wo man das Ding zuholt und plötzlich nichts mehr zu lesen ist.
Das ist nicht repressiv oder so, das ist wirklich Pixel.
Ich weiß nicht, ob das so ist.
Vielleicht ist es hier tatsächlich auch einfach der Bildschirm.
Ich denke mir regelmäßig am Doc, dass das grafisch nicht so das war.
Vielleicht funktioniert das direkt am Laptop-Display besser.
Aber Thomas, womit hast du eigentlich deine sieben Favoritenfarben gefüllt bei Ableton?
Ich muss gestehen, die Favoritenfarben noch gar nicht benutzt.
Ich habe nämlich noch nicht gecheckt, wie das überhaupt funktioniert mit diesen Favoritenfarben.
Ich habe da einen von Valhalla, den Supermassive, der wird mir irgendwie mit zwei bunten Punkten.
Und ich weiß nicht, wo die herkommen. Ich habe die nicht gesetzt.
Du musst einfach irgendwas auswählen. Hier in der Seitenleiste kann auch ein Groove sein.
Also hier, ich gehe mal auf Two-Step Shuffle.
Dann drücke ich eine Zahl von 1 bis 7 und dann ploppen die oben auf.
So einfach ist das.
Ah, okay. Und wie kriege ich die wieder weg?
Indem ich wieder die Tasten drücke.
Genau. Einfach draufklicken und dann wieder die Zahl von 1 bis 7.
Und was mache ich mit den Farben? Kann ich die dann irgendwo auswählen?
Ja, oben. Also wenn du Sammlungen kannst du aufklappen.
Überkategorien ist noch was namens Sammlungen.
Ach, da. Okay.
Das ist ja cool.
Jetzt ist aber die Frage...
Warum ist da der Synthland?
Du hast ihn wahrscheinlich mal angewählt und dann 7 gedrückt oder 5 oder 1.
Was fragst du, Sascha?
Wie geht ihr denn jetzt damit um mit den Plugins, die ihr nicht benutzt?
Ich würde sie gerne von der Platte putzen, aber ich traue mich immer nicht,
weil ich Angst habe, dass ich dann irgendwas kaputt mache und andere Plugins dadurch nicht funktionieren.
Teilweise sind die ja so derartig ätzend über das gesamte System verstreut.
Schön großer Native Instrument. Kein Bock hast du die zu löschen.
Deswegen habe ich noch solche alten Scheiße drauf wie Bulldog System 100 oder so.
Bei Native... Entschuldigung.
Bei Arturia kannst du ja hingehen und jedes Plugin aus der Software dann selbst in den Collection entfernen.
Bei Native... Scheiße, wie ist das denn da?
Es gibt eine Anleitung bei Native, die ist irgendwo dick und weg verborgen.
Und ich glaube auch, dass die nicht alles umfasst.
Aber ich habe es geschafft, mit dieser Anleitung mir tatsächlich den Native Access zu zerschießen.
Was bedeutet das eigentlich? Mein Native ist blockiert, bis ich den Computer neu aufsetze.
Ich könnte jetzt noch einzelne Libraries weglöschen.
Ich hatte auch versucht, mit dieser Anleitung Native Instruments Plugins zu entfernen.
Ich hatte da irgendwie noch so Reaktor oder so was.
Ich habe das Reaktor auch weggekriegt, aber bei jedem Booten des Rechners kam die Meldung,
dass der NTK-Demon sich irgendwie einloggen soll.
Da habe ich echt lange gesucht, um das rauszufinden, wie ich den Scheiße wegkriege.
Also ich hoffe, dass Native Instruments dazu gelernt hat, um das in der letzten...
Ja. Nein. Es gab ja eine Zeit lang, da haben ja viele Leute...
Ich meine, manche machen das heute auch...
...sich Sicherheitskopien besorgt und installiert.
Und die Leute, die diese Sicherheitskopien angefertigt haben, haben da auch immer einen Deinstaller dabei gepackt.
Die Dinger haben funktioniert.
Damit hast du halt auch Software, die du sonst nicht installieren konntest, entfernt.
Ja, aber warum kann der Hersteller nicht Deinstallationsroutinen anbieten?
Bei Elektron kriegst du für alles eine Deinstallationsroutine.
Du kannst dir alles von der Platte wieder putzen.
Ja, das ist bei anderen Herstellern auch so.
Weil das eine Firma ist, die vielleicht nicht davon profitiert, dass sie dich quasi ausspäht.
Ich glaube auch nicht, dass der Arturia-Uninstaller alles putzt.
Ich habe das heute in der Registry gefunden, wo ich mir gedacht habe, das ist mir neu.
Ja gut, dann in der Registry. Aber die Dateien sind erstmal weg und da platzt es wieder da auf der Platte.
Also, dazu fällt mir nur eins ein.
Der Summer of Sale kann mir gestohlen bleiben.
Ich will das Zeug trotzdem nicht auf meiner Platte haben.
Nie wieder!
Das Einzige, was ich auf meiner Platte habe, was von Native Instruments ist, ist Battery.
Das ist ein schöner Drum-Blabla-Bla.
Sampler. Drum-Sampler.
Und den Kontakt.
Hand auf Herz.
Weil das ist der Standard und dafür kriegst du einfach gute und sehr gut klingende Bibliotheken, die du da einfügen kannst.
Du kommst noch ein wenig drum herum.
Hand auf Herz?
Mittlerweile schon, aber das Problem ist halt, da hast du es wieder verteilt in VSL-Player, Signe-Player, irgendwas sonst.
Das ist auch nicht besser geworden, das wird eher schlimmer.
Wir knacken glaube ich gerade unsere 55.
Nee, wir sind noch bei 52.
Ah, okay, ich spreche ein bisschen schneller.
Also, wenn man so eine DAW sich holt, da ist ja eigentlich schon alles drin.
Warum muss man sich eigentlich dann noch ein Plug-In holen?
Weil du kriegst jede DAW mit Instrumenten, mit Techniken.
Es geht aber manchmal darum, dass du einfach ein bisschen mehr brauchst.
Zum Beispiel Delay und so weiter, das hast du alles dabei.
Aber manchmal fehlt dann die Tiefe, dass du nicht genau einstellen kannst, was du einstellen willst.
Und dann holst du dir, sag ich mal, Fragments oder von Dorsum Love, weil du halt Delay und Hall und dann die Sachen speziell bearbeiten willst.
Der eine hat eine lange Hallfahne, der andere hat das.
Daran scheitert es meistens.
Erinnert ihr euch an vor kurzem unser Interview mit Henrik?
Mhm.
Flo Vorton.
Der hat ja alles mit einem einzigen Plug-In gemacht.
Und ansonsten hatte er, glaube ich, nicht viel am Start, was irgendwie so Effekte anging.
Das reicht doch eigentlich.
Ja, aber bei dem Mann stehen halt auch unbenutzte Hardware-Synthesizer rum.
So sehe ich persönlich meinen Kontakt.
Also ich brauche aus meinem Kontakt...
Moment, dafür hat er sich ja ganz...
Auch ich würde da mal ganzes vorfangen.
Dafür hat er sich ja bewusst entschieden.
Ja.
Ich meine, wenn ich jetzt ganz ehrlich bin, könnte ich auch ganz viel machen, indem ich halt extrem lange Verkettungen von dem KORG Multi-Effekt machen würde.
Ich könnte den ja x-mal reinladen in einen Channel und...
Könnt ihr noch mal sagen, wie das Plug-In heißt? Weil ich kenne das überhaupt nicht.
Das kriegst du, wenn du von KORG die Collection hast.
MD-EX oder was?
Ja, so heißt das auch.
Da muss man sich die KORG Collection dafür holen. Okay, vergiss es.
Ich weiß gar nicht, ob das...
Bei mir war das drin gewesen, wie ich damals die allererste geholt hatte, wo der MS-50 war.
Ja, die kannst du so kaufen.
Ach, die kannst du mittlerweile so kaufen.
50 Dollar.
Ja, aber das ist so ein simpel, einfaches Ding.
Wenn ich jetzt sage, ich will halt... meine Stimme soll halt klingen wie in der Kathedrale.
Da gibt es x Plug-Ins, die das alle können.
Und da weiß ich genau, ich gehe hin, lad das Preset Kathedrale, mach ein bisschen wett,
Drehklar drehen und schon klinge ich wie in einer riesen Kathedrale.
Das ist das, was wir vorhin gesagt haben mit den Makros, weißt du?
Das Ding ist so eine Sammlung von ein paar vorgefertigten Effekten, die kannst du ein bisschen verändern und dann ist gut.
Das, was der Stimming auch auf der Superbooth vorgestellt hat, sein...
Ich habe vergessen, wie das Teil heißt, aber in Zusammenarbeit mit der Firma Doctron hat er ja so einen,
ich könnte sagen, so einen Saturator vorgestellt.
Das hat er dann immer live benutzt, so ein kleiner Kasten, hat er hinter seinen Geräten.
Und da ist halt so ein bisschen Sättigung, bisschen Filter, bisschen EQing, bisschen Kompression.
Und das ist quasi so eine Einknopfbedienungs-Besserklingermacher-Kiste.
So, aber wir haben unser Challenge verpasst, ne?
Bäm, bäm, bäm, bäm, bäm, bäm.
Darauf mal ein Knoppers.
Tobi gibt einen aus nächstes Mal.
Ja, von mir aus.
Ich esse jetzt einen Knoppers zur Feier des Tages.
Der ist mein Knoppers zur Feier. Ich trinke noch eine Runde Blasen- und Nierentee.
Hier ist leer.
Aber lass uns mal weiterquatschen, ich finde das Thema gerade sehr interessant.
Du sortierst deine Plugins nicht?
Ich habe es noch nicht getan, dass es mich so formuliert.
Ich habe meine Lieblingsplugins und ich ärgere mich jedes Mal, dass ich die jedes Mal raussuchen muss.
Ich bin schon froh, dass ich da über die Devices, beziehungsweise über der Ableton Live Browser so gut geworden bin,
dass man da relativ gut filtern kann.
Ja, der ist tatsächlich so gefiltert geworden.
Aber jetzt, wo du mir das gerade erklärt hast, wie simpel das ist, da Favoriten anzulegen,
werde ich mir natürlich alle meine Lieblingsplugins jetzt als Favoriten markieren.
Du kannst die Favoriten übrigens auch mit einem Rechtsklick noch umbenennen.
Also, habe ich ja gemacht.
Dann kannst du den irgendwie anablen.
Bei Reaper gibt es einen Ordner, der heißt "kürzlich verwendet".
Dann gibt es einen Ordner "Kategorien" und einen Ordner "Hersteller".
Da kannst du schon mal so suchen.
Bei Logic kommt die Scheiße immer in einem riesigen Dropdown-Menü.
Genau, so ist das nämlich bei Cubase auch.
Und die kürzlich verwendeten Sachen sind auch nie die Sachen, die du wirklich kürzlich verwendet hast.
Das sind einfach so ein paar Plugins, in die er sich aus irgendeinem Grund verliebt hat.
Ich nehme ja immer so kanalweise auf.
Was heißt kanalweise?
Du hast halt die, wie heißt denn das? Session View?
Nee, die andere.
Arrangement View?
Dann ist es doch die Session View.
In der Session View habe ich jedem Kanal eine ganze Reihe von Plugins zugewiesen als Template.
Das muss ich auch mal dringend überarbeiten.
Da habe ich jetzt bei mir hier zum Beispiel Cymatic drin.
Das Cymatic ist ein Cymatics Written Audio.
Da kannst du halt so ein bisschen Low-Fee-Sound machen.
Ein Vintage-Plugin, dann klingt es halt so wie von Tape aufgenommen, mit so einem Knistern und Worbel.
Geschwindigkeitsungleichheiten und so.
Ja genau, richtig.
Das benutze ich aber mittlerweile fast gar nicht mehr, zumindest für die letzten Projekte habe ich es nicht mehr genommen.
Dann habe ich Valhalla Supermassive da drin.
Dann kommt ein Ableton Factory Plugin, ein bisschen warmer, zum Anwärmen.
Das ist ein bisschen Drive, also quasi so ein Teil, was der Stimmen in harter Form hat.
Da kann ich so ein bisschen Sättigung machen.
So ein bisschen Drive.
Das regle ich meistens sehr weit runter, also der Drive-Wertregler ist meistens eher im einstelligen Prozentbereich.
Das kann ich nicht übertreiben.
Also Effekte sind meistens am besten, solche Geschichten, wenn du sie nicht bemerkst, sondern wenn das eher so nicht offensichtlich ist, wenn du sie einschaltest.
Kommt immer drauf an.
Ja, es kommt drauf an, aber ich finde, es muss nicht immer so direkt in die Fresse sein.
Dann habe ich hier noch weitere Plugins direkt aus der Ableton Live Mitlieferungsgeschichte.
Ein Panning Automation, wo du Sounds im Stereo-Feld verteilen kannst.
Und dann habe ich hier komischerweise noch so ein Vinyl Plugin, womit du so Vinyl-Geräusche einfahren kannst.
Ich weiß gar nicht, warum ich das da drin habe. Das benutze ich fast so gut wie gar nicht mehr.
Ich habe mal versucht, mehr Templates anzulegen. Man konnte ja seit Ableton 11 auch mehrere, wo man dann so ein bisschen switchen kann.
Und ich habe festgestellt, wenn ich Ableton aufmache und irgendwas anderes sehe als das Standard-Template, dann drehe ich aus irgendeinem Grund durch.
Weiß ich nicht warum.
Das ist wahrscheinlich irgendwie so eine verkappte Autismus-Nummer.
Ich mag so den Gedanken, mit einem kompletten Blank Space anzufangen, weil sonst fühle ich mich da irgendwie eingeengt.
Du willst immer irgendwie nicht das, was du gerade lädst.
Ich möchte Ableton Live als Tape-Maschine benutzen und ich möchte, dass alle Plugins, die ich für so einen Kanal brauche, auch schon da sind.
Ich möchte am liebsten auch, dass der Kanal schon fertig eingestellt ist.
So finde ich das überhaupt nicht.
Das ist unterschiedlich angehend, das weiß ich.
Wir meinen Upright Piano Sound.
Ich habe jetzt gerade mal hier so ein bisschen durch Kontakt gescrollt. Ich habe 53 Libraries und aktiv davon benutzen tue ich 16.
Also aktiv benutzen heißt hier halt, wenn du mir die wegnimmst, dann fehlt mir irgendwie was.
Und ich würde sagen, der Rest ist halt Festplatten zumüllen. Nice to have.
Aber ich habe hier auch ein bisschen Angst zu putzen, weil dann sieht es erstens nicht mehr so schön voll aus.
Und ich kann es aktuell dann nicht wieder installieren. Das wüssten wir auch nicht.
Irgendwann eine Rechner-Aufräumaktion machen.
Wir haben ja vor ein paar Folgen darüber gesprochen, vor dem Backup ziehen. Und dann geht los.
Haben wir sonst noch irgendwelche Themen?
Ich glaube, es ist gerade nicht viel aktuell.
Ich habe hier, wie gesagt, hoffentlich demnächst mal Geld genug für Verkäufe.
Also ich frage mich halt, der Push geht in die Kleinanzeigen, weil er mir alleine halt relativ wenig bringt.
Beziehungsweise ich könnte ihn jetzt halt auf meinem Büroschreibtisch aufstellen und mich dann darüber freuen, dass ich damit arbeiten kann.
Aber das ist irgendwie so, ich weiß nicht, ich glaube auch so ein Gerät, das dir so ein Zentrums-Workflow aufzwingt.
Also so ein Motto, benutze mich bitte entweder so, wie der Hersteller sich das denkt oder benutze mich halt gar nicht.
Ja, das regt mich dann halt irgendwie auf. Ich will halt meine schwarzen und weißen Tasten vom Bildschirm.
Es gibt ja auch so ein paar Sessions, wo ich dann mal bewusst das Launchpad oder so davor lege.
Aber das ist nicht die Art und Weise, wie ich grundsätzlich arbeiten will.
Und anders als fürchte ich diese Kohle, wo ich die dann als nächstes reinschütte.
Ich habe das vielleicht noch kurz als Gedanke, weil es mir gerade so durch den Kopf gegangen ist.
Wir hatten ja kürzlich mal wieder so eine Ansammlung von Videos in unserem internen Chat,
wo ich den Typen da gepostet habe, der in so 60 Sekunden Short Videos quasi in seinem Raum herum tänzelt
und komische Gesten mit der Hand macht.
Ja, so eine Kraftgeste, so "Urraaah, uuuh".
Mit der 80er Musik.
Ja, genau. Und dann so mit großem Pathos aufs Pedal zeigen, dann mal den Filter öffnen.
Liebe Leute, wenn ihr gucken wollt, das ist ein Short Video, wie heißt der bei YouTube?
Ja, Short.
Wenn ich daran denke, baue ich das ein.
Potential Power.
Von, wie heißt der Kanal?
Der Kanal heißt, warte, warte.
Ist das hier drin?
Das hört man nicht, wenn ich das abspiele.
Ach nein. "Mutt_Retro", "Synthesizer Music Raw and Uncut".
Das Problem bei dem, bei Raw und Uncut ist, also man sieht ja in den Shorts, also dafür öffne ich die Shorts halt,
das ist immer so eine Ansammlung von, ja, ich drücke irgendwo hier auf meine Drum Machine,
dann drücke ich auf unterschiedlichen Synthesizern rum und das klingt alles halt relativ gut,
weil es halt auch gute Hardware ist und dann, es gab so ein paar Kommentare nach dem Motto,
ja, mach doch mal Songs draus, veröffentlich das Zeug doch mal auf Spotify.
Und da hatten wir ein paar Sachen auf Spotify, habe ich gesehen.
Das Problem ist, die funktionieren genau nach dem gleichen Format.
Also das heißt, es ist irgendwie, da setzt du einen Drumbeat ein, dann unterschiedliche Synthesizer Sounds
und so geht's halt weiter.
Das hat irgendwie, ja, mir persönlich fehlt da ein bisschen der Song darin.
Oder ist es eine Synthesizer Demo nach der nächsten?
Da frage ich mich immer, wie man das durchkriegt, dass sowas dann auf Spotify landet.
Ach komm, da gibt's was.
Ich meine, ich habe es ja bewiesen, ne?
Ich habe es ja bewiesen mit "Acht Minuten lang C3 halten" und dann halt "Dorsum Novum".
Ich will es auch nicht inhärent kritisieren, ich finde es halt spannend, weil...
Da hätte der Hardware für 8000 Euro stehen und produziert nur Sounds.
18.000 Euro meinst du?
Die Sequentials fangen ja allein schon bei 3K das Stück an.
Ja gut.
Das ist, wenn du sie günstig kriegst.
Man hat da halt teure Presetmaschinen.
Ich sag mal so, er hat einfach Bock drauf und macht's einfach.
Ja und im Shortformat funktioniert es ja gut, weißt du?
Also im Shortformat ist es halt Geoporn kombiniert mit ein paar 80er Sounds.
Aber ich denke mir dann halt auch immer, und das geht mir bei vielen so,
du machst einen Loop, der Loop klingt super gut, aber dann denkst du,
hey, da muss jetzt doch was kommen, oder?
Und wenn ich was am Klavier arrangiere, dann ist es halt, ich sag mal,
deutlich, ich will jetzt nicht sagen funktional, aber das ist ja keine Funktionsmusik,
aber das ist irgendwie, du bist näher am Song dran, oder?
Das ist nicht einfach so Step by Step by Step by Step oder so halt,
ja hier ist noch was und ich muss das jetzt noch strecken,
dann spielen wir halt die Hauptmelodie nochmal.
Ich seh halt in letzter Zeit relativ viel solcher Short-Content und denke mir dann halt,
ja, das ist halt, also, ich such grad nach dem richtigen Begriff.
Ach, Kopfschmerzen, ich hätte gestern nicht Breakdance gemacht.
Er hat da ein, das ist nicht ernst, oder? Er hat da ein Korg ARP 2600.
Aber den Mini. Wahnsinn.
Also der, ja, was soll ich dazu sagen?
Ich find das nur witzig, du guckst immer mehr Shorts und TikTok,
die eigentlich die shortigste Plattform ist,
bietet mittlerweile an 60 Minuten Videos für ausgewählte Kreatoren
und vor allen Dingen dann nicht mehr im Hochformat, sondern im Querformat.
Wirklich? Ja.
Das kommt alles zurück.
Ich fand's auch spannend, wie jetzt du, also auf Festivals,
oder hattest du ja früher diese normalen querformatigen Screens
und drunter halt Werbung, drüber halt Werbung und jetzt hast du überall Hochformat.
Ja, weil die Leute alle in Hochformat filmen.
Du siehst jetzt halt eigentlich weniger, aber gleichzeitig siehst du halt mehr.
Du siehst die Sachen größer.
Wenn jetzt TikTok aber anfängt, so als massenkompatibelste Plattform
irgendwie im Querformat zu senden.
Ja, und das belohnt sogar der Algorithmus, weil das dann vermehrt ausgespielt wird.
Ja, dann ist das halt wieder Querformat in der Welt.
Dann werden wir ja auch unsere Telefone wieder querhalten.
Ich finde, das hat ja alles seine Daseinsberechtigung,
auch wenn der gute Herr da seine Sound-Demos da vorstellt
und dabei halt lustige Bewegungen mit dem Arm macht,
die ja Kraft und Ausdauer und Stärke zeigen sollen.
Ich meine, es scheint ja für ihn zu funktionieren und dann ist das nur Anmachung.
Ja, total.
Ich meine, ich hab mich hingesetzt und hab gekocht
und da haben sich die Leute mit mir unterhalten.
Meine Freundin hat sich hingesetzt und hat gegessen
und die Leute haben sich mit ihr unterhalten.
Na, wenn es funktioniert.
Und schaltet auch...
War das jetzt schon das Ende?
Ja, jetzt machen wir das Ende, oder?
Jetzt machen wir das Ende, ja.
Genau, und schaltet beim nächsten Mal auch wieder ein,
wenn ihr den Herrn Raum, wenn ihr sagen hören wollt.
Der Prober-Podcast, ein gemütlicher Talk aus dem Proberaum.
Ich sage vielen Dank und wünsche euch einen schönen Abend, Tag, Mittag, Morgen,
je nachdem wann ihr das hört und sage Tschüss.
Das wird an dir.
Tavarisch.
Du klingst so müde, als hättest du vier Stunden gepodcastet.
Nein, das waren keine vier Stunden, nein.
Nein.
55 Minuten, bisschen drüber.
55 Minuten, richtig.
Bisschen drüber, kleines bisschen.
Und ein Hanuta.
Mit.
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Sprecher:
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Tobi
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Sascha
Anzahl der Downloads: 16
Spieldauer: 1:05:27
Tag der Aufnahme: 01.01.70
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.


Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.

Podcast Lizenz:

Probe Podcast 76  Superbooth Nachlese (so halb)

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Beschreibung:

Ist zwar knapp n Monat her, aber da war ja noch so ne Veranstaltung in Berlin, worüber sie mit den Kollegen vom SequencerTalk eh mal reden wollten, weil die waren (im Gegensatz zu unseren Podcastern) immerhin vor Ort. Hat nicht so ganz geklappt, aber auch ein halber Sequencertalk ist eine ganz(e) (gute) Folge Probe Podcast. Zu viert heute aufm Programm also: Booth, Booth, Booth – übersehene News, überteurtes Essen und überaltertes Publikum. Ausserdem (und mit “ausserdem” meine ich; den Löwenanteil des Podcasts): Amphibien, Tim Pritlove, Marxismus, Elektron, Oberheim und irgendwann auch noch die gerade erst vorgestellte Obst-KI. Viel Spass damit.

Themen Gliederung:

Einleitung

  • Begrüßung und Vorstellung der Hosts
  • Kurze Einführung zur Superbooth

Themenübersicht

  • Superbooth Event Review
  • Erlebnisse und Eindrücke von der Superbooth
  • Diskussion über die Veranstaltung in Berlin
  • Vergleich der Erfahrungen zwischen vor Ort und Fernbleiben
  • Gäste und Diskussionen
  • Vorstellung des Special Guests Moogulator vom SequencerTalk
  • Einblicke und Berichte von Moogulator über die Superbooth
  • Technik und Synthesizer-News
  • Neue Synthesizer und Gerätevorstellungen
  • Analysen und Meinungen zu vorgestellten Produkten wie Elektron und Oberheim
  • Messetrends und Beobachtungen
  • Diskussion über das teure Messe-Essen
  • Publikumsstruktur und Alter
  • Diverses und Unterhaltsames
  • Exkurse zu ungewöhnlichen Themen wie Amphibien und Tim Pritlove
  • Vorstellung der neuesten Obst🍎-KI

Abschluss

  • Zusammenfassung der Episode
  • Ausblick auf kommende Folgen
  • Verabschiedung der Hosts und Gäste

Outro

  • Musik und Schlusswort
Videos:
ESI - X SYNTH / Superbooth 2024
DIY Valhalla Reverb & Mutable Instruments MODULE - Synthux Academy Simple Touch 2
Compact Powerhouse: MANATEE Fred's Lab Synthesizer - Superbooth 2024
PWM MANTIS : Sound Demo - Superbooth 2024
Dieter Doepfer - Future, News, Polyphonic Modules / Bus, Eurorack Module - Superbooth Talk
Links zur Ausgabe:

▶ Hier Klicken für das Tanscript:
Transcript:

Jetzt sagt keiner mehr was. Jetzt wurde eine Aufnahme.
Ja.
Knopf gedrückt hast. Sascha, wir warten auf deinen Einleitungsspruch.
Okay. Herzlich willkommen in unserem Probe-Podcast.
Da, wo wir über Musik und blablabla reden in gemütlichen Proberaum.
Ach, ihr wisst schon, was es hier geht.
Und hier live aus, ja, was ist denn das hier?
Kalifat.
Die märchenhaft grüne Elbmetropole.
Hamburg.
Der Herr Notstrom.
Und aus NRW, den...
Sascha?
Herrn Herr Raumwelle.
Genau. Und aus der Schweiz.
Hallo.
Du hast gesagt, du wolltest dir was zu trinken holen und nicht was zu essen.
Im Marken kommt sowieso alles zusammen.
Und wir haben einen Special-Gast heute.
Wir haben mal wieder vom Sequencer-Talk unseren Kollegen den Mogulator dabei.
Moin.
Schönen guten Abend.
Ein Vorschlag wäre einfach, neu anzufangen und alles, was jetzt bisher gesprochen wird,
für wertlos zu er...
Nein, es ist nur ein Vorschlag.
Der Probe-Podcast.
Beim gemütlichen Talk im Proberaum.
Mit unseren Moderatoren.
Herr Raumwelle.
Tobi.
Und Herrn Notstrom.
Viel Spaß.
[Musik]
Ja, herzlich willkommen zum Probe-Podcast, dem gemütlichen Talk aus dem Proberaum.
Ich bin der Sascha aka die Raumwelle und sag Hallo, meine Freunde.
Moin.
Guten Tag.
Was machen wir heute?
Super-Move-Nachlese, tatsächlich Mitte Juni.
Es hat einen Moment gedauert, aber es hat ja auch alles, Liefer-Schwierigkeiten, Bisburg, Kiener Fahr.
Von daher, wir sind sehr, sehr gut im Zeitplan, hätte ich gesagt.
Definitiv.
Wie geht's euch, Leute?
Gut. Man weiß doch, schlechten Menschen geht's immer gut.
Ich bin auch dabei, die ganzen News überhaupt zu sichten, weil da ist ja so viel vorgestellt worden auf der Superbude.
Das ist ja der Wahnsinn.
Also erstmal die ganzen dicken, fetten Schlachtschiffe, die da alle vorgestellt wurden.
Die ganzen Kompakt-Synthesizer, wobei Kompakt ist natürlich relativ, wenn ich mir so den Hollywood 12 anschaue.
Oder den Super 8.
Die sind ja nicht gerade klein.
Was von kleineren Herstellern gekommen ist und was auch, wie du ja schon angedeutet hast, erst nächstes Jahr kommt,
das braucht eine Weile, um da irgendwie durchzukommen.
Aber es gab auch ganz neue News.
Und die sind noch nicht geleakt worden bis Mittwoch, den 14. Mai?
Nein, vielleicht nicht ganz so laut.
Für den Waldorf M gibt es ein Firmware-Update.
Und das Interessante daran ist nicht, dass das passiert, sondern dass der Entwickler das tatsächlich auf seine Kappe nimmt.
Also Waldorf hat nicht gesagt, macht mal, sondern aus Dank.
Das ist auch mal ein ganz neuer Antrieb.
Normalerweise sagt die Firma, hier, mach mal ein Update.
Dafür haben wir ein bisschen Geld bereitgestellt.
Und Waldorf hat das gemacht.
Und da sind einige neue Funktionen, die man sich schon fast vorstellen kann, aus dem Bereich von Mutable,
so einige Algorithmen da reingeflossen.
Also es ist ein bisschen das Gefühl wie früher, wenn man eine Microwave XT hatte.
Ich hatte so einen und auch den Microwave 2 von Waldorf, also Wavetable Synthesizer.
Und der ist der Inbegriff von diesen Synthesizern, die so einen richtig langen und ausgiebigen Update-Schwall erhalten haben.
Ständig gab es sowas und plötzlich hatte man einige neue Filter, neue Funktionen und so ähnlich ist das hier auch.
Letztes System-Update waren Digitalfilter, neben einigen Bugfixes.
Und jetzt halt neue Oszillatormodelle quasi.
Mit anderen Worten, Mutable Instruments ist so wie ein gestorbenes Insekt, das quasi überall Larven gelegt hat.
Na, sagen wir mal, alle saugen sich von da ihr Blut raus, um bei der Sprache zu bleiben.
Das war ja eigentlich nicht so vorgesehen, weil die Erstellerin der Firma sich inzwischen abgewendet hat.
Ich glaube auch mit etwas Groll.
Inzwischen gibt es ja einen Haufen Module mit diesen Algorithmen und etliche Apps,
was ich eigentlich gut finde, weil ich diese Module mag.
Dass du diese ganzen Features hast und jetzt eben auch im M.
Die ganzen Mutable Instruments Euro-Rec-Module, die gibt es halt alle immer noch zu kaufen,
nur eben nicht mehr von Mutable Instruments.
Die Firma wurde von Emily G. aufgelöst oder auslaufen gelassen, man weiß es nicht so genau.
Aber man kriegt halt die Module immer noch, weil es ganz viele Kleinsthersteller gibt, die das am Leben erhalten.
Das ist ja auch irgendwie eine Hommage an die Ingenieurskunst, die da reingeflossen ist.
Das ganze Herzblut und auch wirklich sehr viel Liebe.
Wenn man sich die Module mal anschaut, ich hatte mal ein komplettes System, nur auf 3 HE,
aber trotzdem alles nur Mutable Instruments Module.
Das hat schon ziemlich einen Impact gehabt, auch auf die Synthesizer-Welt.
Vor allem, weil Emily dann gesagt hat, hier, alles was ihr hier seht, Schaltpläne, Algorithmen usw.,
das stelle ich alles nicht einfach Open Source, das ist glaube ich noch andere Lizensierungen dabei.
Ich glaube, das war eine Berkley-Lizensierung.
Creative Commons, glaube ich.
Ja, genau. Irgendwie sowas.
Und das steht halt der Entwicklerwelt sozusagen zur Verfügung und die können damit halt arbeiten.
Da haben sich natürlich so einige Firmen schon dran bedient.
Der Uli natürlich hat sich daran bedient, aber auch Arturia hat schon dieses Wissen genutzt.
Und man findet das halt in vielen Geräten schon.
Ja, und eben bei Modulen, ja, After, Later und solche so kleine Modulschmieden, sagt man da immer gern.
Und der M hat halt jetzt mal MPE bekommen und noch ein paar Modulationssachen und dritten Oszillator-Modus mit algorithmischem Generator.
Und das ist eben viel von dem Brades Modul, also von dem Modul.
Oszillator-Modul.
Und das ist natürlich schon eine schöne Sache, finde ich. Und eine schöne Art von Pflege.
Und ich finde, mir wäre es das wert, das einfach mal zu sagen.
Der Vladimir hatte auf Gearspace das als erstes gepostet und er hat halt ganz nett dazu geschrieben,
dass er halt nicht dafür bezahlt wurde, sondern weil er sich das von der Idee her mit dem Martin Stürze,
den wir auch hier vor einigen Folgen im Interview hatten, zusammen überlegt hatte.
Und dann hat er das einfach gemacht.
Was ich cool finde, ist von Waldorf, dass sie ihm da auch so viel Freiheit lassen, dass er halt das auch machen kann.
Das ist ja auch nicht bei jeder Firma selbstverständlich, dass man seine Entwickler einfach mal machen lässt.
Ja, finde ich auch. Aber ich fände es auch gut, wenn man bei so etwas, wie gesagt, das ist sehr selten,
zum Beispiel bei dem Kira oder Kyra oder wie auch immer man ihn denn wirklich nennt,
war es zum Beispiel so, dass dort ja nicht so wahnsinnig viel an Updates kam.
Das ist ein bisschen schade, weil da hätte man bestimmt das eine oder andere noch erreichen können.
Und hier eben doch, was vielleicht ein Kaffee an den Vladimir wert ist.
Also irgendwie so eine Anerkennung fände ich total toll, wenn Leute das machen würden,
weil das ist wirklich nicht selbstverständlich, auch wenn das jetzt so wirkt, weil nach außen hin wirkt es eben.
Apropos Kyra. Thoman hat ja gerade ihren 70, 75 Jahre, oder 70 Jahre?
70.
Ihre 70 Jahre Feier sozusagen das ganze Jahr über und hauen da halt solche Sachen wie den Waldorf Puls 2
zum Beispiel in der Sonderedition für 400 Euro raus.
Und jetzt haben sie tatsächlich diesen Monat, nee, letzten Monat war das sogar schon,
den Waldorf Kyra sowohl in der Standard als auch in der Sea Blue Edition,
hauen sie mal eben so für 1.100 Euro raus, 1.800 Euro.
Plusquamperfekt bitte, ich finde nichts mehr im Shop. Ich sehe keinen mehr.
Keine mehr? Sind die Deutschen schon alle weg?
Nee, also die Blauen waren irgendwie gefühlt innerhalb von einem Tag weg und die anderen…
Ach, tatsächlich, du hast recht, schon ausverkauft. Das ist ja der Wahnsinn.
Plusquamperfekt.
Ja, das ist ja auch, wenn du da 500, 600 Euro sparen kannst, ist kein Wunder.
Den anderen kriegt man noch, den Standard.
Ich sehe hier keinen mehr.
Stimmt, du hast recht, Produkt ist ausverkauft.
Ja, das war's dann, dann brauchen wir da gar nicht weiter drüber reden.
Nächstes Thema. Superbude.
Ja, wenn ihr euch jetzt fragt, liebe Zuhörer, falls ihr die Beschreibung nicht gelesen habt,
was man euch ja zutraut, wenn ihr euch jetzt fragt, wer ist der Typ hier,
der plötzlich so kompetent über Dinge sprechen kann?
Wir haben ganz bewusst ein bisschen gewartet, mit unserem Superbuch nachzulesen,
damit wir die Kollegen vom Sequenz-Hotfox dazu holen können.
Einen haben wir immerhin bekommen, den anderen leider kurzfristig nicht.
An dieser Stelle gute Besserung nach Leipzig.
Und ja, hallo Mick, schön für's Dabeisein.
Ja, danke schön.
Warum haben wir den Mick eingeladen? Weil der halt da war.
Wir drei sind ja Hobbyisten.
Wir haben nebenbei so schöne Dinge wie Broterwerb oder riesige Distanzen bis Berlin
oder niemand streikt freiwillig in eine S-Bahn.
Aber der Mick, der macht das ja so mehr oder weniger beruflich und der war ja vor Ort da.
Also Mick, jetzt pack mal richtig aus. Wie war's auf der Superbude?
Schrippen gibt es auch in Berlin.
Hast du die sehr, sehr liebsten Mitarbeiter auf eine sehr nerdige Art und Weise besucht?
Also ich glaube, ich war ganz konventionell dort und war einfach nur da.
Wir als Sequencer-Talk, das muss man jetzt wahrscheinlich auch noch sagen,
also Dean und ich, der Modulator sozusagen, haben uns die Aufgabe gemacht,
weil ich bin ja immer so eine Dreifaltigkeit auf der Superbude, Messe, wie auch immer.
Ich finde, das Wort Messe wäre vermessen, deswegen sage ich eben erstmal Superbude.
Auf jeden Fall, um das mal kurz klar zu kriegen, das Magazin, Synthesizer-Magazin,
ich und Dean als Sequencer-Talk und ich alleine als sequencer.de,
also das sind sozusagen verschiedene gespaltene Persönlichkeiten mit verschiedenen Ausrichtungen,
die dann da letztendlich hingehen und da geht es dann irgendwo zwischen
"Ich möchte den und den noch treffen und mit dem und dem noch reden"
bis hin zu "Wäre schön, wenn man tatsächlich mal was mitkriegt".
Letztes Mal habe ich ganz wenig mitbekommen, weil wir haben uns ja da hingesetzt
und haben dann an einer festen Stelle gesendet.
Das ist super, aber wir selber waren nicht dabei.
Ja, absolut. Traurig, traurig und furchtbar im Wetter.
Daneben war die sogenannte Strandbühne, also gibt es natürlich da auch den Neues.
Diesmal haben wir das noch ein bisschen anders gemacht.
Wir haben also unsere Sachen rumtragbar gemacht und haben selber Reportagen gemacht,
und zwar einfach alles, weil wir wollten es mal ausprobieren, ob wir das können.
Ich finde, ich sollte das einfach schildern, auch wenn es ein bisschen Gelaber ist,
aber dann wisst ihr, warum ich da war und mit was für einer Intention.
Das bedeutet auch, man trifft endlich sehr viele Leute, was ich mag,
also sowohl Menschen, die da irgendwie Business machen,
bis hin zu einfach richtigen Menschen, die man da eben so trifft,
die einfach Freunde sind oder die einen begrüßen,
oder auch andere Menschen mit Kameras und ohne Kameras, die irgendwas machen.
Also so ist meine Sichtweise.
Und aus dieser habe ich mehr gesehen als vorher,
aber natürlich bei Weitem nicht so viel wie jemand, der einfach nur dahin geht und einfach nur guckt.
Das ist nämlich die beste Variante.
Es hat ja jemand mal über die VidCon von YouTube den schönen Satz fallen gelassen.
Das ist im Grunde genommen auch wieder in eine Kamera schreien, nur in diejenigen der anderen.
Ja, ein bisschen schon.
Ich habe mir als der Daheimgebliebene eure Videos natürlich alle reingezogen.
Alle?
Ich glaube nicht alle.
Wie viele sind das denn?
Bitte, bitte, bitte, auslehn.
Ich habe für uns als Vorbereitung für diese Sendung den Kollegen hier, den beiden,
schon mal so ein paar Videos sozusagen reingestellt, damit die da sich mal wenigstens ein bisschen...
Machen die jetzt als Foltermethoden, damit die das angucken müssen?
Foltermethoden.
Also ich fand es wirklich, mir hat es wirklich gefallen, wie ihr es diesmal gemacht habt.
Ich fand das sehr locker von der Art her, sehr authentisch.
Die Stimmung kam gut rüber, fand ich.
Die Leute haben interessant erzählt und so weiter, mit denen ihr dann da so gequatscht habt.
Das Interview mit Dieter Döpfer, großartig.
Dieter ist der König.
Dieter ist der König, auf jeden Fall.
Der hat das alles erfunden.
Was ich schön fand, dass ihr auch wirklich dann nicht nur die Highlights hier,
Polly Brut und so weiter, gezeigt habt, sondern ihr habt da auch wirklich dann mal so in die Ecken geguckt
und habt da so richtig interessante Sachen rausgegraben, wo wir gerade über Mutable Instruments gesprochen hatten.
Da gab es so einen kleinen Aussteller, Syntux, oder Syntax Academy Simple Touch.
Das war so ein Do-It-Yourself, Valhalla Reverb und so ein paar miteinander verbastelte Mutable Instruments Module.
Die haben da halt so, das war halt anscheinend so ein universitäres Do-It-Yourself-Projekt aus Holland, glaube ich.
Das war zumindest ein holländischer Professor.
Genau.
Und ich fand es halt cool.
Und dann hatten sie da irgendwie noch so ein, ich weiß nicht was das war, so ein Gerät mit Schnüren dran,
die sich so frequenzmäßig bewegt hatten.
Kannst du das nochmal erklären, was da zu sehen war?
Oder habt ihr nicht darüber gesprochen mit denen?
Also das Wichtigste dabei ist, es handelt sich um Wendemodule.
Oder wie soll man sagen, du kaufst dir sozusagen einmal diese Hardware und dann kannst du eine andere Firmware reinladen
und dann ist das ein anderes Modul und macht auch was anderes.
Und das ist das Besondere daran.
Also du hast ein Gerät, du kannst dir natürlich auch drei kaufen,
aber die haben die Funktion, die du möchtest, dass sie hat.
Das ist also was Besonderes.
Das Zweite ist, der untere Bereich des Geräts ist so eine Touchfläche.
Die muss man sich so vorstellen wie vielleicht bei, naja, bei dem Make-Noise-Pressure-Points oder sowas.
Also so eine Fläche, wo der Alien drauf touchen kann und je mehr der toucht, desto mehr und so.
So wie bei Micro Freak.
Und dann haben wir noch ein paar Knöpfe und das kann man dann natürlich austauschen.
Da drin ist natürlich ein kleiner Prozessor, kleines Prozessörchen und im Grunde ist es ein austauschbares System.
Und das haben die sich auch gedacht und haben da so eine ganze Menge Varianten mit dem jeweiligen Betriebssystem drin aufgestellt
und die dann einfach gezeigt.
Das ist die Idee dahinter.
Und du kannst dann halt, wenn du willst, lädst du dann halt das andere aus runter, also alle Osses runter oder so.
Und dann kannst du jederzeit die Funktion ändern.
Finde ich prinzipiell gut, gerade wenn man eine Performance macht und man braucht dann für die andere Geräte,
kann man die umflashen.
Und die Valhalla-Sachen sind ja eigentlich ziemlich cool, haben ja einen guten Ruf.
Deswegen passt das auch ganz gut zusammen.
Also das würde ich so zusammenfassen.
Ansonsten guckt das Video, sequencer.de.
Genau, wir verlinken das.
Vielleicht hilft das ein bisschen.
Und natürlich sind wir auch gar nicht die Einzigen.
Es gibt natürlich auch noch andere, die auch Videos gemacht haben.
Wir haben das so gemischt gemacht.
Mal Deutsch, mal Englisch, mal "Zeig mal", mal "Lass mal nur Musik hören".
Wir wollten einfach mal gucken, was dabei rauskommt.
Und deswegen, vielleicht passt das mal hier gut und mal da nicht so gut.
Schreibt es gerne an uns, das würde uns auf jeden Fall interessieren.
Aber um bei dem Thema eben jetzt zu bleiben, es gibt ja immer so viele, die auch noch was machen.
Dann hattet ihr noch so eine etwas größere Runde zum Schluss quasi gemacht,
so zum Ende der Superbooth hin.
Und da haben ganz viele berichtet, ja, Essen teuer und schlecht.
Was sind denn so die schmutzigen Details von der Superbooth? Erzähl mal.
Also wie waren die Toiletten?
Die Toiletten waren so wie immer zum Ende hin.
Naja, wie geht der Nerd so grundsätzlich mit der Toilette um?
Aber egal, also so wie immer.
Also zu wenig und lange Schlangen?
Nee, es geht eigentlich. Ich finde schon, dass das dafür, dass da so viele Leute sind, recht gut gefluckt hat.
Also man hat da nicht lang gewartet. Höchstens eine oder zwei Personen länger habe ich nicht gewartet.
Fand ich also schon mal sehr gut.
Ich kenne Berlin so, dass du fürs Pipi machen bezahlen musst.
Das ist das Effizit. Also da gibt es allerdings andere Probleme.
Da waren zum Beispiel, ging es da um Frösche, die da irgendwie geleicht haben und deswegen darf man da nicht lang.
Der Frosch und sein Sex ist wichtiger als wir.
Und das hat das Gefühl, dass man ab 21 Uhr Fresse halten sollte.
Und das ist auch tatsächlich neu gewesen, dass ab da tatsächlich,
so wie man das bei Konzerten kennt, dass dann so freundliche Securities mit so Men in Black Jacken da kommen und sagen,
ja, kannst du ja mal vielleicht jetzt hier mal diesen Ort verlassen und da hinten geht es weiter.
Und dann sollten alle in diesen, wie hieß das, Kater, Waldkater gehen.
Und früher war das ja immer so, dass so gegen null Uhr die letzte Party steigt.
Das war diesmal also ein bisschen härter. Also bis dahin musste eben alles runtergefahren sein.
Also Regel von oben. Das ist schon besonders.
Und das mit dem Essen, das kann ich auch relativ kurz sagen, weil es für heute nicht mehr so wichtig ist.
Aber unter 10 Euro gab es fast nichts.
Eine Cola 4,50 Euro, finde ich, ist nicht so ganz billig.
Und Tante Frisante haben wir alle vermisst. Das war früher immer dieser Verteilservice für Getränke.
Und für eine Wurst musste dann da am Eingang sehr lange stehen, was ich dann meistens einfach nicht gemacht habe.
Und die anderen, also die Stände, die noch übrig waren, die waren zwar da, aber naja, man hätte da noch so Fähnchen dran machen.
Lass mich raten, das Berliner Ordnungsamt hat Auflagen gemacht, sodass deswegen dann nicht so viele da waren.
Ja, ich vermute das, weil es weniger Essstände waren, trotz höheren Bedarfs.
Und ja, das, was wirklich gut ist, hätte man eher noch verstärken können.
Da hätte man locker drei, vier Anbieter noch dazu stellen können.
Die hätten alle Glück gehabt und die Schlangen wären immer noch lang genug gewesen.
Und dann halt nicht selten 10 Euro. Ich war auch mal oben, irgendwas mit Spargel und Klöße oder so, 18 Euro.
Da habe ich gedacht, nee, ich kann heute Abend auch essen gehen.
Da bezahle ich auch das Geld und kriege das dann nicht so kantinenmäßig.
Also fürs Überleben kann man heute empfehlen, pack dir was ein in den Rucksack und nimm einfach was mit.
Und das wäre noch nicht festivlmäßig, du suchst nach dem Motto "Hier, Essen, weg, hör, hör, du bleibst draußen, aber du nimmst das Zeug nicht mit rein".
Ja, okay, ich habe das nicht vorgeschlagen. Also, wieder zurück.
Aber das ist schon krass, dass es so ist.
Es dürfte an Auflagen liegen und ich weiß auch, dass auch die oberste, oberste Leitung nicht so glücklich damit war.
Das ist also wahrscheinlich, wie man auch unseren Andreas Schneider kennt, ganz sicher nicht von oben so gewollt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nach Alternativen…
Da kommt jetzt eine Episode "Fuck you, FWZ". Das kann man auch filmreiben. "Fuck you, Funkhaus" war ja schon sehr gut damals.
Ja, naja, vielleicht kommen die Leute auch, wenn etwas sich etabliert hat und irgendwie nicht ganz geheuer ist,
ein Haufen Nerds und Konfirmierende oder sowas.
Das kennen wir noch von der CeBIT, als damals Ende der 90er die ganzen Gamer plötzlich alle auf der CeBIT rumliefen.
Das war ja dann auch schon, ne? Könnt ihr euch noch erinnern?
Also, ich hatte es mit YouTuber auf der Gamescom, aber ich glaube, es ist so ungefähr dasselbe Feeling.
Ja, klar. Die stinken doch alle, die waschen sich nicht und so. Das wissen wir doch.
Ja, aber ernsthaft, gibt es in Berlin noch eine Location mit F, wo man dann in vier Jahren schön Beef mit haben kann?
Oder sollte man sich das FWZ warm halten?
Gab es da nicht diese Läden "Ficken 2000" und "Ficken 3000"? Aber die sind halt zu klein.
Vielleicht müsste man da mal dieses "Faltstadion" oder wie das heißt. Also, auf jeden Fall, es gibt, wer weiß.
Deutschland hat ja noch mehr Orte zu bieten, wo man solche Veranstaltungen machen kann.
Ich würde den Tim Pritzler fragen. Ganz ehrlich.
Der Kongress tanzt in Leipzig oder in Hamburg.
Die machen jetzt wieder einen in Berlin und die haben da eine richtig coole Location gefunden.
Ist jetzt, glaube ich, Ende September.
Meinst du, diese Nerds reden mit noch kleineren Nerds? Wir sind ja sehr kleine Nerds.
Wenn der mit mir redet, dann redet der auch mit dir.
Das hat nichts damit zu tun, dass ich mittlerweile Mitglied hier in Chaos Computer Club bin.
Da muss man nämlich auch erstmal…
Du kennst den Tim Pritzler gar nicht, oder?
Ich höre alle seine Podcasts, aber der kennt mich natürlich nicht.
Oder kann der Sascha dann da mal Kontakt vermitteln?
Ja, die Freakshow liebe ich absolut. Ich kann die Titelmelodie singen.
Ich finde das alles wirklich gut. Selbst die ganzen Ableger mit Holger Klein und all denen, die aus dieser Bubble rausgefallen sind.
Übrigens finde ich es immer noch gut, dass sie sich umgenannt haben und sich nicht so an diese eine Firma mit A angehängt haben,
die sich jetzt anschickt, neue Wege zu gehen auf alten Gleisen.
Aber naja, mal gucken.
Neue intelligente Wege.
Ja, Apple Intelligence heißt das jetzt.
Da können wir gleich nochmal drüber reden. Ich wollte nochmal bei der Superbooth bleiben.
Wir haben im Forum, als die ersten Videos aufgetaucht sind von euch und auch von anderen Leuten,
da kam dann so die Reaktion im Sequenza-Forum. Ich zitiere mal.
Derjenige, der das geschrieben hat, den kenne ich übrigens persönlich. Schönen Gruß nach Hamburg-Horn.
"Wenn ich die Bilder und Videos der Superbooth so sehe, kommt mir der Gedanke,
dass hier nur Konsumanreize für eine 50+ und monetär gut ausgestattete Klientel angeboten werden.
So sind die Konzepte, die neuen Klangkonzepte, auch für den Geringverdiener.
Eine echte Hipster-Veranstaltung und nur gefühlt alternativ.
Wird sich sicherlich, wenn man nicht aufpasst, genau wie die Musikmesse bald überlebt haben."
So das Zitat aus dem Forum. Was war dein Eindruck?
Ich glaube, das liegt auch daran, dass wirklich viele Synthesizer oberhalb der 3-Kilo-Euro-Grenze
den Anschaffungswiderstand der meisten heute durchschnittlichen lebenden Musikanten überschritten haben.
Das ist natürlich einfach viel. Die Leute sind jetzt mehr so die Preise der alleruntersten Sachen gewöhnt.
Das finde ich aber nicht irgendwie negativ. Ich weiß auch, wer es war.
Ich habe ihm da auch relativ schnell recht gegeben bezüglich dessen, dass es einfach wahnsinnig viel sehr teure Sachen gibt.
Da hat er völlig recht. Und natürlich ist es am Ende, egal wie schön und wie hippiehaft das aussieht,
eine Leistungsshow der sehr mächtigen Euro-Rack-Industrie.
Gleichzeitig müssen wir darüber nachdenken, was hat der Kapitalismus je für uns getan.
Das stimmt.
Das ist natürlich einfach so. Geräte sind Geräte. Wie sie hergestellt werden,
muss man sich bei Synthesizers genauso fragen, nur weil das jetzt Instrumente sind,
ändert das nichts daran, dass das auch Elektronik, auch Herstellung ist.
Und alle diese Regeln und Dinge, die da mit solchen Produkten passieren,
treffen natürlich auch auf Instrumente zu.
Und das, was da stattfindet, ich meine, überleg mal, es gibt auch Module,
die 450, 500 Euro oder auch noch mehr kosten. Das würde ich auch nicht billig nennen.
Es gibt zum Beispiel, ich finde es toll, aber es gibt ein von Hans Zimmer vorgestelltes System von AJH,
was irgendwo zwischen EMS und so weiter...
Radiophonic Workshop.
Genau, das ist total toll, aber den Preis willst du dir nicht wissen, weil er nämlich eben auch fünfstellig ist.
So was zum Beispiel, wo du... Also normale Menschen schalten dann sogar fast aus.
Ich habe zum Beispiel auch festgestellt, bei Sequencer Talk, wenn ich da zum Beispiel ein System 700 vorstelle,
das interessiert keinen mehr. Das will keiner wissen, weil das kann sich weder einer leisten noch,
denken die meisten, das könnte mal irgendwann was sein, was ich habe.
Auch nicht so aus Interessegründen, habe ich den Eindruck,
es geht wirklich runter auf das, was man sich leisten kann.
Und dann guckt man das sogar besonders deutlich an.
Deswegen, wer jetzt irgendwie YouTuber ist, macht einfach nur Videos von Geräten,
die unter 300 Euro kosten. Dann habt ihr sehr viel Erfolg.
Es klingt so ein bisschen kritisch, wie ich das sage, und es ist auch so gemein,
aber gleichzeitig ist es auch wahr.
Ja, aber es ist doch klar, dass das so ist.
Wenn ich da hingehe und mir die teuren Dinge angucke, dann ist das doch Selbstkasteiung.
Dann denkst du dir so, oh, toll, wäre ja toll, aber soll ich dann die nächsten zwei Jahre
nur Nudeln und Ketchup essen, oder will ich auch ein bisschen Lebensqualität haben?
Ja, oder überhaupt keine Musik mehr machen.
Und ich glaube, was da noch dazu kommt, ist etwas, das wir historisch sehr gerne ausblenden.
So ein System 700 zum Beispiel, oder die gute alte Baseline von Deepash Mode, egal jetzt welche,
es waren glaube ich einige, das stand ja damals auch im Studio rum.
Wie alt war Flord damals, als er Deepash Mode aufgenommen hat?
Auch schon eine Weile älter. Also diese ganze, ja, die Jungen können sich das nicht leisten.
Das war damals schon im Grunde genommen nicht anders.
Der Unterschied ist diesmal aber, diese ganze Generation, die jetzt nachkommt,
die produziert zu gewissen Teilen zu Hause, und die ganze Industrie spielt so ein bisschen auf
"Kauf dir, kauf dir, kauf dir" für zu Hause an und wundert sich dann,
warum sich der Nachwuchs eigentlich nur noch ein MicroKorg leisten kann,
wenn er nicht sowieso alle Plugins crackt.
Hey, hey, MicroKorg, das ist doch ein schönes Gerät.
Ja, total. Also der hat die Indie-Welle alleine quasi getragen.
Aber weißt du, der Punkt ist halt, von den Leuten, die wir halt jetzt bei Telekom Beats
am Euro-Rack rumschrauben sehen, das sind die zwei von denen,
die mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen sind, und der Rest hippt eine Handy-App voll.
Ja, man kann auch sehr kritisch an die Artists rangehen.
Wie kommt man als Star von irgendwo an einen Buchleiter,
der 100% E und was muss daneben stehen, Serge,
wo man so ein bisschen Snobismus vielleicht erkennen könnte, aber nicht muss.
Ich finde schon, dass das, also eigentlich kann man da kaum was gegen sagen,
weil es einfach stimmt, dass die Sachen einfach teurer sind
und dass die Lebenshaltungskosten deutlich gestiegen sind.
Das ist ja fast schon Politik, aber naja, wir haben eben auch ein bisschen Politik.
Kann es nicht auch sein, dass gerade die Geräte so teuer geworden sind,
weil auch die Lebenshaltungskosten gestiegen sind?
Ich meine, so ein Synthesizer-Bauer will ja auch irgendwie Brötchen kaufen,
Stromrechnung bezahlen, Grasrechnung bezahlen.
Lieferketten waren zwischendurch auch nicht so geil.
Ja, aber es hat sich eigentlich ein bisschen wieder gefangen für die meisten.
Ich meine jetzt nicht so im Sinne von Beschwichtigung,
sondern im Sinne von die Herstellergeschichte,
die sind auf längere Zeit ausgelegt.
Aber es kommt auch schon mal vor, dass ein Hersteller das,
weiß ich nicht, vor fünf Jahren ausgeplant hat
und der Prozessor wird nicht mehr hergestellt oder so,
oder das Display, da muss er das austauschen.
Das sind ja die normalen Sorgen, aber die anderen Sorgen sind die,
die wir hier in unserem Land haben oder die in diesem Gebiet.
Das könnte man eher politisch analysieren, fast schon, oder wirtschaftlich.
Und dann würde man die Gründe eher finden,
als wenn wir das Musikalische suchen würden.
Die Gründe sind einfach beim klassischen Kapitalismus versus Überleben zu finden,
würde ich mal tippen.
Ihr hättet halt alle die Partei für Schulmedizinische Verjüngungsforschung
ins Europaparlament wählen sollen, dann wäre das alles überhaupt kein Thema.
Äh, das...
Ja, ich hab's gesehen.
Nein, das waren zu viele Parteien, ich hab nicht jede einzelne dorthin geguckt.
Das war doch ein Riesenmeme.
Also, wir hatten ja, wir hatten ja,
also ich war auch mal ein paar Mal in Bavü zwischendurch,
während die Kampagnen liefen.
Und Internet kriegt man natürlich auch ein bisschen mit.
Und alle anderen hatten so Einwort-, Schlagwortplakate und so.
Und die Partei für Schulmedizinische Verjüngungsforschung,
die hat einfach so gefühlt ihr halbes Manifest aufs Plakat gedrückt.
Das konnte niemand lesen im Vorbeifahren.
Aber ich glaube, im Wesentlichen...
Ey, Wahnsinn.
Ich hab's hier irgendwo.
Die Partei ist eine Einthemenpartei.
Und wenn ich Wikipedia hier so ungefähr zusammenfasse,
wollen die einfach die komplette Forschung darauf ausrichten,
dass die Menschen nicht altern.
Und sie schreiben da, ja, wenn man da jetzt genügend investiert,
dann sind wir schon bald an dem Punkt,
dass alle Menschen durch den medizinischen Fortschritt
quasi immer so Mitte 20 sind
und über 800, 900 Jahre alt werden können.
Und dann schreiben sie hier,
und dann ist ja das, also sie haben sonst keine Politik,
aber wenn sie dann alle Leute erstmal auf gleichem Level sind
und gesund, dann ist ja Politik auch nicht mehr das Problem.
Dann wird sich der Rest irgendwie so automatisch regeln.
Das ist sehr interessant.
Das war so wild auszudrücken.
Aber wenn man es fair behandelt,
wenn man sich so Parteiplakate anguckt,
da steht aber auch nicht viel mehr drauf als Sicherheit, Freiheit.
Das ist so ein bisschen wie Fleisch oder nicht Fleisch oder irgendwas.
Also es ist irgendein random Spruch und dann eine Fresse drauf.
Also ich weiß auch nicht, wie viele Leute irgendwie wählen wegen der Plakate.
Ich schätze mal null.
Oh ja, da stand Sicherheit drauf.
Ich glaube, ich nehme die.
Was ich sehr gut fand, und das war mein Lieblingsbeispiel aus dem Wahlkampf,
war der Wahlwerbespot der MLPD mit diesem Buch.
Und dann hat die ARD gesagt,
hallo, ihr sollt eure Partei bewerben und nicht euer Buch.
Und die MLPD so, hey, hey, hey, wir gehen jetzt aufs Verfassungsgericht.
Das haben sie halt unironisch getan.
So nach dem Motto, ja, Kommunismus dies, das,
aber Verfassungsgericht ist ganz schön praktisch.
Und das Verfassungsgericht hat dann halt gesagt, nee, Kollegen,
Buchpräsentation in der ARD ist kein verfassungsgeschütztes Recht.
Was sagt denn die Partei zu Synthesizern?
Ich versuche nur, den Segway einfach in die richtige Richtung zu schubsen.
Den Segway.
Ich wollte gerade vorschlagen, wäre das nicht mal eine Idee,
in fünf Jahren, wenn sie die EU wählen,
wieder einfach mal mit einer Synthesizer-Partei antreten.
Oh mein Gott, das wird wahrscheinlich nicht gut.
Ich hatte schon die Idee, hier fürs Lokalparlament mit einem Sampler zu kandidieren.
Da könnte man eine so tolle Forderung stellen wie,
alle Sequenzer, die keine 128 Steps haben, werden verboten.
128 Steps ist ja wohl wirklich von gestern.
Was mich zu meiner nächsten Frage bringt, Nick,
unser Adlerauge Tobi hat dich neulich bei einem Live-Konzert gesehen.
Und hat dich nicht angesprochen, oder was?
Nein, auf Video.
Weil das nur auf Video war.
Aber was uns aufgefallen ist, oder was Tobi aufgefallen ist,
deine Electribes sind weg.
Was ist passiert?
Dann hast du eins von zwei nerdigen Videos gesehen,
wo ich mich mit zwei iPads und einem Digitakt,
oder wahlweise mit einem Roland System 100 M und einem Digitakt 2,
dahingesetzt habe. Welches davon hätten Sie gerne?
Im Grunde genommen die Idee, dass der Digitakt die Tribes ablöst,
oder wie muss ich es jetzt diesmal verstehen?
Ich spiele auf einem Event und habe Bock.
Das ist eigentlich die Antwort.
Ich hatte bei beiden Bock und hatte halt einfach der Idee des Events entsprechend.
Ich wollte mal was anderes machen mit gefiltertem Rauschen und Festfilterbänken.
Das habe ich dann einfach gemacht in Stereo.
Und dann habe ich die Digitakt, weil ich die lieb habe,
als dezente Rhythmuspumpe mitgenommen.
Und eben diese in der zweiten Version,
dann beim nächsten Mal auch mit einem ganz anderen Stück.
Und das dann mal modular probiert,
da ich aber nicht im Besitz von ausreichend Eurorack-Kram bin,
muss ich mein alten Kram dahin bringen.
Und habe das eben auch gemacht.
Und ich mag den Klang des Roland System 100 M, genannt Vince.
Und der hat dann so...
Nicht Clarkie?
Ich komme aus der Provinz Clark, so könnte man es auch sagen.
*lachen*
Ja, und das macht einfach Spaß. Das ist doch einfach cool.
Weil es sind sehr unterschiedliche Musikstücke.
Und ich gehöre zu diesen Leuten, die musikorientiert sind
und nicht so sehr darauf gucken, wie, womit und so.
Aber das passt halt einfach. Deswegen habe ich das gemacht.
Bei dem nächsten Gig wird es wahrscheinlich wieder einfach der Koffer sein.
Es gibt aber ein anderes Mischpult da drin, kleiner.
Und dadurch kann man noch mehr Synthesizer mitnehmen.
Das ist das Tolle dabei.
Aber ist das eine Idee, mit der du schwanger gehst?
Den DigiTag 2, da hat er jetzt 128 Steps und einen Song Mode.
Ist das so etwas, mit dem du schwanger gehst,
die Electripes durch den DigiTag 2 zu ersetzen?
Also mit Song Modes gehe ich generell nicht schwanger,
weil ich die meist nicht benutze, weil ich performe.
Und Song Mode ist halt für Leute, die nicht wissen, wie es weitergeht.
Oder die halt singen wollen und das Gerät nicht mit anfassen wollen.
Deswegen habe ich beschlossen, das so zu machen.
Ich nehme einfach das, was passt.
Es wird sich auch wohl nicht ändern.
Die Electripes eignen sich hervorragend für Jams und für offene Sessions.
Ich muss ja auch die anderen benutzen, damit die auch eingearbeitet werden.
Also für mich, damit ich mich daran gewöhne.
Der Bassal Memory aufbauen, ne?
Ja, und einfach mal gucken, wie es funktioniert, wie es aussieht,
was man damit machen kann.
Auch mal ein bisschen, naja, dieses berühmte gemütliche Sofa mal räumen
und dann auch wieder ändern.
Und das mache ich einfach.
Ich bin auch immer sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich bin auch sehr gespannt, was da passiert.
Ich habe sogar tatsächlich Absicht, wenn mal was kaputt geht,
dann ist es nicht schlimm.
Oder wenn mal einer das berühmte Bier reingießt,
weil ich allerdings denke, wenn das passiert,
dann hoffe ich ja wohl, dass mindestens drei Leute zu Hilfe kommen
und diesem Biertrinker per Gewalt zeigt, dass das so nicht geht.
Gott sei Dank.
Gott sei Dank gibt es ja die Electribes, zumindest den Rhythm,
den Electribe R als iPad-App.
Ja, das würde mir aber nicht helfen,
weil ich benutze diese ganz alten Electribes überhaupt nicht,
weil ich habe die noch nicht mal mehr.
Wir nannten sie immer den Trash-Faktor,
also Electribe S, R, A und M.
Was kommt da raus? Sarm?
Ja, die sind toll, aber die sind nicht mehr zeitgemäß.
Bei mir handelt es sich ja um die ebenfalls nicht mehr zeitgemäßen Röhrenmodelle
und die Röhren sind doof, deswegen nicht,
aber wegen der Performance und wegen der Achtakte.
Und der Digitakt hat Achtakte, ist aber jemand, der immer vergisst,
wenn man seine Step-Tasten loslässt, welche Note er sich da gespeichert hat.
Das ist ein bisschen schlecht für die Performance.
Es gibt Tricks, es gibt immer Tricks,
und an die muss man sich vielleicht gewöhnen.
Man soll also nicht rumjammern, sondern gucken,
was das neue Ding besser, schöner und schneller kann.
Und dann versucht man, das eben irgendwie miteinander zu verbinden.
Und ja, jetzt habe ich wenigstens keinen Grund mehr
bei dem Thema Länge von Patterns,
aber ich habe noch genügend andere Baustellen,
Jammereien und Nöte, die ich halt versuche,
mit diversen extravaganten Konzerten aufzuarbeiten.
Ich habe ja dann irgendwie über 20 Jahre dunkle Vergangenheit aufzuholen mit den Geräten.
Und das versuche ich einfach.
Ich finde das eigentlich ganz normal, weil irgendwann sagt jeder mal,
ja, jetzt ändere ich ganz grundlegend was
oder gehe mal auch einfach um,
die Musik, die mir im Kopf ist, besser umzusetzen.
Denn das ist ja der eigentliche Grund.
Das ist ja nicht die Geräte, sondern die Möglichkeiten
und das, was du dir im Kopf vorstellst,
warum du jetzt überhaupt auf die Bühne gehst.
Das ist für mich das Oberste.
Also der Rest muss irgendwie sehen, wie er weiterkommt.
Aber ich versuche das halt.
Ich weiß, du redest da nicht gern drüber.
Doch, sehr gern.
Du bist ja immer sehr bescheiden,
wenn es um so Gierempfehlungen oder generell was du benutzt.
Da bist du doch immer sehr zurückhaltend.
Findest du das?
Das ist eigentlich ein sympathischer,
zumindest kommt mir das immer so vor,
wenn man dich und Dean so beobachtet im Sequencer Talk,
da bist du doch ein bisschen zurückhaltender
und da versuchst du auch immer sehr neutral zu sein.
Das finde ich eigentlich immer ganz sympathisch bei dir.
Ich bin die Schweiz.
Tobi ist die Schweiz.
Du wolltest bohren und dann...
Ja, wohin will ich bohren?
Groovebox, es gibt ja mittlerweile so viele andere Angebote von Mitbewerbern.
Warum ist es jetzt ausgerechnet die Elektronenkiste geworden?
Wegen der Elektronenfaktor?
Das ist eine saugute Frage,
weil ich hätte genauso gut auch eine MPC gut finden können.
Oder Maschine Plus oder...
Maschine Plus wäre auch super von der Bedienung.
Ich finde die alle gut und ich habe ein paar sogar davon.
Es ist trotzdem so, dass der Sieger
möglichst viel von dem erfüllen muss, was mein Ziel ist.
Ich habe ein paar Sachen, die ich sehr lieb habe und die ich haben möchte.
Die Digitakt ist aber eigentlich ursprünglich
mal eine achtstimmige Drum Machine gewesen.
Das ist ein bisschen wenig.
Ich bin nicht so minimalistisch,
dass ich alles auf acht Stimmen runter prügele,
wenn ich das vorher mit 20 Stimmen gemacht habe.
Das sage ich jetzt mal, nur so grob.
Das ist letztendlich auch das Problem.
Jetzt gibt es eben die Digitakt 2.
Da sind es immerhin schon 16 Stimmen und Stereo.
Das Letztere ist gar nicht so wichtig für mich.
Es ist einfach das Organisieren,
wie viel man von dem, was man machen möchte, da rein bekommt.
Bei mir ist eben auch die Taktlänge wichtig gewesen.
Dann finde ich auch ein paar strukturelle Funktionen wichtig.
Das ist einfach so ausprobieren und klappt das.
Auf der Bühne ist das etwas,
was nach einer Woche Benutzen noch im Kopf ist.
Ich habe keine Angst vor komplizierteren Geräten,
aber ich finde, wenn Sie ein Studium verlangen
und nach zwei Monaten nicht benutzen,
wieder ein Studium verlangen,
dann ist das auch nicht das richtige Gerät.
Dann haben die was falsch gemacht und nicht ich.
Also nach sowas suche ich auch aus.
Ich werfe mal ein, Octatrack.
Octatrack ist eigentlich toll,
aber ich meine auch bei acht Stimmen geblieben.
Und du brauchst ein Studium.
Ich bräuchte mehrere Octatracks und sieben Gehirne.
Also sechs hätte ich,
eins brauche ich halt noch für die Hintergrundberechnung.
Aber das Wichtige ist halt wirklich,
es ist wirklich gar nicht lustig in dem Sinne gemeint,
sondern es ist wirklich einfach so,
dass du einfach deine Ziele haben willst
und die Geräte in irgendeiner Weise
so an einer oder zwei Sachen unfassbar failen und scheitern.
Scheitern soll ja zwar auch eine Chance sein,
aber die mich dann davon abhalten, ganz darauf zu setzen.
Und das darf auch nicht zu simpel sein,
weil du willst ja damit dann auch eine gewisse Zeit
sozusagen auf der Bühne dein Programm bestreiten können.
Wobei die Elektrads sind schweinesimpel, richtig brutal simpel.
Ja, aber sie sind dann doch so komplex,
dass du damit dann halt auch so einen Abend überleben kannst.
Der Abend wird natürlich auch überlebt.
Ich mag es zum Beispiel, wenn ich es so dazu bringen kann,
dass die Maschine an keiner Stelle wiederholt klingt,
aber gleichzeitig, also das möchte ich, dass es geht.
Nicht immer, dass es auch in den Stücken so ist.
Und diese Maschinen sehr, wie soll ich sagen,
von der Hand in den Mund.
Also ich möchte mir die Sachen schnell ausdenken
und in die Maschine bringen können.
So ein ganz kurzer Weg dahin, also ein Instrument halt.
Und das können die Electrides sehr gut.
Und es gibt sogar, wie du deren Rhythmen eingibst allein,
oder wie du Real-Time, ich bin ein Real-Time Fan,
da könnte man sich natürlich auch eine andere Maschine kaufen,
ist mir klar.
Aber da hat man sich, das sind jetzt sehr viele Details,
ich weiß nicht, ob wir die Zeit haben,
aber das ist das, was letztendlich dann dazu bringt,
ja, ich setze jetzt auf das Ding.
Und deswegen eiert ich so rum damit.
Ich habe ja auch öffentlich ausreichend geeiert.
Wie kommt es, dass KORG dieses, ich sag mal,
dieses Erfolgskonzept hat auslaufen lassen
und jetzt eher einen lieblosen Nachfolger auf den Markt gebracht hat,
anstatt einfach auf das wirklich gute Konzept,
auch Bedienkonzept, weil ich hatte auch die Electride
viele Jahre lang und habe gerne damit gearbeitet.
Ich weiß nicht, warum, was bei KORG passiert ist,
dass sie sich gesagt haben, hey, wir verschlimmbessern das mal.
Also ich habe den Eindruck, dass die Originalentwickler nicht mehr da sind
beziehungsweise dass es auch eine Leitung gibt,
die sagt, jetzt müssen wir was anderes machen.
Sowas ähnliches unterstelle ich auch Roland,
dass da so ein Zwangs, jetzt müssen wir was anders machen, kommt,
aber nicht unbedingt in eine musikalische Richtung
und auf keinen Fall so, wie die Leute es früher jetzt wollen
oder früher mal wollten.
Also als die Leute alle nach 3.0.3 geschrien haben,
was haben sie nicht gemacht.
Oder die Entwickler werden nur Projektbezogen geholt.
So, ey, komm hier, wir wollen mal eine Groovebox machen,
wir holen mal irgendwie fünf Entwickler
und dann werden sie ins nächste Projekt gesteckt.
Hier, macht uns mal einen Yamaha Montage.
Oder sie sind von außerhalb.
Wenn deine ganze Firmenregion, also deine ganze Manager-Etage
zu Poco begehen muss, wenn du dich verhebst mit deiner tollen neuen Idee,
dann wirst du dir das auch nicht eingestehen.
Man sieht es ja gerade bei Akai.
Ich warte noch, bis Akai einbricht und der APC40 MK3 macht,
weil alle wollen die.
Der Zweier ist inzwischen, glaube ich, beim Neupreis in der Bucht.
Aber, nee, die machen das nicht.
Die haben mit dem 64er das Konzept komplett umgestellt
und versuchen den jetzt, das ist inzwischen ein Drittel so teuer,
wie er ursprünglich mal gekostet hat.
Ich habe jetzt Shops das Ding für 259 verscherbeln sehen,
aber da kommt nichts.
Und jetzt, pass auf, jetzt mache ich den Bogen zur Superbooth.
Was ich dann so faszinierend fand,
ihr hattet den Mike von Dijk da im Interview,
und da hat er erzählt, dass er mit dem Yamaha Sektrek aufgetreten ist.
Zwei davon sogar.
Und sogar mit zwei von diesen Geräten.
Das fand ich total interessant, wie er darüber erzählt hat.
Weil ich habe mir das Gerät ja damals,
als es vorgestellt wurde, genau angeschaut.
Ich habe gedacht, so die Tasten an den Seiten,
das ist jetzt nicht so der Knaller.
Aber es scheint ja dann doch irgendwie was zu bringen.
Also die Maschine ist eigentlich, also mit acht Takten,
wahnsinnig performanceorientiert.
Also ich finde, als Performancegerät sind die gut,
sind aber sehr, sehr minimal angelegt,
damit muss man dann auch umgehen, lernen oder wollen.
Ich glaube, an Sounds müsstest du dir da eine Idee aufbauen,
weil das, wie das Ding funktioniert hat damit natürlich zu tun.
Und ich glaube, wenn du ein bisschen minimaler drauf bist
und jemand, der Techno macht, der ist minimal,
dann kannst du das auch ein bisschen leichter umsetzen,
weil du musst da wirklich genau planen,
welches Sample wo genutzt wird,
weil du hast nicht so viel, einfach an Menge, reiner Menge.
Und du hast immer nur ein Sample, was du pro Set reinladen kannst.
Und das bedeutet, du musst sehr klar auf den Punkt kommen,
hast aber eine der coolsten Variationslösungen
für ähnliche oder für alternative Spuren pro Instrument,
was richtig gut ist für die Performance.
Also das einzige Ding, was das auch so klug gemacht hat,
ist der Polyendplay.
Da finde ich das Variationshandling,
also alternative Patterns pro Spur, richtig, richtig gut.
Und das pällt nicht jedem so ein.
Das finde ich auch übrigens wirklich wesentlich besser
als das, was sonst so üblich ist,
inklusive Elektron und Electribe und was auch immer.
Das finde ich wirklich gut.
Das muss man einfach anerkennen, dass das auch was ist.
Und deswegen kann ich mir sehr gut vorstellen,
dass man den sehr, sehr gut für eine spontane Jam Session verwenden kann.
Oder man könnte ihn auch in eine Art größere,
sprich bedienbare Kiste verwandeln,
die nicht so auf Design, Image oder was auch immer da alles zusammenhängt,
auszielen, sondern vielleicht so im Stil des klassischen RS-7000,
RM1X oder wie die ganze Geschichte hieß.
Glaubst du das wirklich, dass Yamaha das machen wird?
Nein, natürlich nicht.
Die müssen Seppuku begehen, wenn sie sich eingestehen,
dass der Six-Track eine blöde Idee war.
Das sind japanische Föhren. Das ist ja genau das Problem.
Oder nee, das wird irgendeine Boutiquebude übernehmen
und wird dann daran scheitern, ein Gehäuse anzufertigen,
das sich preislich tatsächlich in diesem ganzen...
Also quasi so...
Ich habe generell den Eindruck,
und ich habe ein paar Fragen angehäuft,
aber ich habe generell den Eindruck,
dass wir in den 2010ern,
als eigentlich alle Firmen gerade damit beschäftigt waren,
sich irgendwie so zu minimieren,
also Boutiques etc.
Also es war jetzt noch nicht der Beringer Waren,
aber es war halt alles so ein bisschen der Versuch...
Also während oben quasi die Synthies, die jetzt 4K sind und so,
die waren ja zwischendurch auch mal 2,5K,
sprich jetzt Prophet Six, OB6 und so.
Also es gab so eine Zeit, da war irgendwie mehr Geld da.
Du konntest dir als wenig gut Verdienender
auch irgendwie mal ein bisschen höherpreisiges Zeug leisten.
Und da wurde sich irgendwie so nicht so Mühe gegeben,
irgendwas im Sinne...
Also da wurde so der Tapeziertisch
da schon quasi so ein bisschen provoziert.
Es hat sich niemandem Mühe gegeben,
so eine Groovebox im größeren Stil zu bauen.
Und jetzt vielleicht Arcai mit dem peinlichen Versuch einer MPC,
die halt für den Rechter hängt.
OP1 Teenage Engineering.
Ja, wobei das dann ja schon quasi
eigentlich wieder der Anfang vom anderen war.
Aber ich rede jetzt so wirklich von etwas im Sinne
eines Q700 von Yamaha
oder eben einer RM1X bis zum gewissen Punkt.
Das war ja schon die kleine Variante von der 7000,
wenn ich es richtig im Kopf habe.
Oder die MC oder die Roland M. Faust,
die ja auch mal ein ganz großes Ding war.
Das war alles irgendwie so abwesend.
Das kommt jetzt gerade wieder.
Aber es kommt da halt schon irgendwie so gefühlt in eine Zeit,
wo die Leute schon dann wieder...
Also die Entwicklung kehrt ein bisschen dahin zurück,
aber die Leute können diese Entwicklung
gar nicht mehr finanzieren.
Also das ist eigentlich so eine Verschiebung von Budget
und von Möglichkeiten.
Also das, was die Leute früher jetzt
angesichts der allgemeinen Preislage bereit gewesen wären,
für jetzt eine MPC zu latzen,
das ist ihnen heute mit einer XSE
oder mit einer Live 2 schon fast zu viel.
Also ich muss sagen,
ich würde eher mehr...
Also wenn das mein Zentralinstrument ist,
von großer Wichtigkeit,
würde ich dafür auch viel ausgeben.
Allerdings würde ich das,
was Firmen teilweise so machen,
mit dem Geld nicht finanzieren wollen.
Ich kann das vielleicht an einem ganz einfachen Ding erklären,
nämlich dieser Matrix,
den sie sich jetzt meistens angenommen haben,
mit meistens 8 mal 16,
und zwar 16 in die Breite.
Das heißt, du kriegst halt nie
eine chromatische Tonleiter darauf abgebildet.
Und das ist suboptimal bei der Übersicht.
Also wenn Deluge hat,
der ist eine tolle, sehr, sehr tolle Groovebox.
Aber Übersicht ist da nicht groß geschrieben,
wirklich gar nicht.
Und das ist halt auch ein...
Vielleicht müssen manche,
sagen wir mal, Irrwege gegangen werden
und übertriebene Sachen.
Man muss auch nicht im Lauflicht
zehn Spuren gleichzeitig anzeigen.
Eine reicht, wenn man es klug macht.
Deswegen, dieses einfache Prinzip
von den Electribes ist der Gestalt nicht dumm.
Schwierig ist nur, wie man Akkorde
und polyphone Melodien
über ein Lauflicht sinnvoll darstellt,
zum schnellen Löschen und Erzeugen.
Meiner Meinung nach liegt darin
ein großer Knackpunkt,
warum manche Konzepte
besser oder nicht so gut funktionieren
und ob Menschen,
das sage ich sehr, sehr ungern,
weil das klingt wieder so von oben herab,
ist aber überhaupt nicht so gemein,
können die Leute spielen oder sind das Programmierer?
Und für beide gibt es Konzepte,
die toll sind.
Und dennoch habe ich den Eindruck,
dass das Letztere heute
größer geschrieben wird
und dadurch die Geräte anders sind
und die einfach anderen Konzepten folgen
und dadurch vielleicht in der Art,
wie sie bedient werden,
auch einfach ein anderes Konzept haben.
Das Mindset dahinter spielt eine Rolle.
Egal, ob du jetzt 500, 300 oder 2100 Euro
für dieses Gerät ausgibst,
du musst ja bei der Planung als Firma eben sagen,
ja, das ist ein gutes Konzept,
das trauen wir uns, das machen wir mal.
Und bei einer Groovebox, finde ich,
da hat wohl jeder inzwischen begriffen,
dass Samples da reingehören,
sonst hat man eigentlich keine Chance.
Also nur ein Sequencer ist schwierig.
Und das ist also schon mal der richtige Weg,
weil damit könntest du schon mal allein Musik machen.
Und der Rest ist Handling.
Und Handling ist super wichtig.
Also bezüglich der Musikalität.
Und das, finde ich, liegt fast noch über dem Preis.
Es gibt einige Leute,
die sich auch für ewig anstellen,
ein sehr teures Ding zu kaufen,
wenn es sie denn weiterbringt
und das ihr Hauptinstrument wird.
Damit will ich nicht sagen,
jeder kann sich das leisten.
Das ist überhaupt nicht damit gemeint.
Aber was du heute kaufen kannst,
du kannst heute fantastische Geräte,
du wirst 200 Euro kaufen,
die wahnsinnig gut klingen.
Ich glaube, es ist alles da.
Oder es sind sehr viele Sachen da.
Man muss das Richtige eher finden
und dann halt für sich auch musikalisch nutzen können.
Ich finde nicht, dass es gar nichts gibt
oder dass zu wenig da ist.
Es gibt schon echt viel.
Das war gerade das,
worauf ich hinaus wollte.
Hängt das nicht auch ein bisschen damit zusammen?
Oder beeinflusst es nicht das gegenseitige,
dass auf der Superbooth wahnsinnig viele Konzepte
oder Ideen im weitesten Sinne auftauchen?
Ich mache es jetzt mal am Tor so S4 fest,
lege es aber nicht auf den...
Das ist wirklich nur ein Beispiel.
Ganz viele Geräte,
die eigentlich so dieses Groovebox-and-Play-Konzept
so ein bisschen,
also Groovebox im erweiterten Sinne,
quasi das...
Ich weiß nicht,
ob man es generative Musikerstellung nennen soll,
aber so dieses Sequencing,
Playing, Programming,
wie du es genannt hast,
und