Transparenz gehört für uns zum Musikmachen dazu. Darum gibt es auch für den Juni 2025 wieder einen offenen Blick auf die Streaming-Einnahmen von Raumwelle. Was hat funktioniert, welche Plattformen waren entscheidend – und welche Lehren lassen sich daraus ziehen?
Gesamtergebnis auf einen Blick
Im Juni wurden insgesamt 2.635 Streams gezählt. Downloads gab es keine. Der daraus resultierende Umsatz liegt bei 3,70 US-Dollar. Das entspricht im Durchschnitt 0,0014 USD pro Stream – also rund einem Zehntel Cent.
So nüchtern diese Zahl wirkt, sie zeigt sehr deutlich: Das Geschäft mit Streams ist immer ein Mengengeschäft. Einzelne Abrufe bringen nur minimale Beträge, entscheidend ist die Masse.
Plattformen: Wo das Geld herkommt
Am deutlichsten zeigt sich dieses Muster bei den Plattformen.
- YouTube führt mit 2,35 USD Umsatz und über 2.200 Streams.
- YouTube RED (also die Premium-Nutzung ohne Werbung) folgt mit 1,26 USD bei nur 220 Streams.
- Dahinter liegen kleinere Anteile von Amazon Prime, Apple Music oder Deezer.
Besonders spannend: Während YouTube im Werbemodell pro Stream nur etwa 0,001 USD zahlt, liegt der Wert bei YouTube RED fast beim Fünffachen. Premium-Nutzung ist also deutlich lohnender.
Tracks: Welche Songs am besten liefen
Auch bei den Tracks zeigt sich eine klare Spitze:
- Kack Puh führt mit knapp 0,71 USD Umsatz.
- Dahinter folgen Dar al-Techn (0,56 USD) und Orbit of Anatolia (0,39 USD).
- Mit etwas Abstand landen 42.3s Recording Pt. 3 sowie Es riecht nach käsiger Liebe im oberen Feld.
Die Top-3 Tracks machen zusammen fast die Hälfte der Einnahmen aus. Das heißt: Einige Stücke tragen den Monat, während viele andere eher im Long Tail laufen.
Regionen: Woher die Streams kommen
Ein Blick auf die Länder zeigt:
- WorldWide (WW), also nicht näher zuordenbare Abrufe im YouTube-Ökosystem, machen den größten Teil aus.
- Danach folgt Deutschland (0,39 USD), dicht gefolgt von den USA (0,23 USD) und dem UK (0,16 USD).
- Auffällig ist auch ein kleiner, aber sichtbarer Anteil aus Costa Rica und der Schweiz.
Das unterstreicht: Auch wenn der Kern in Deutschland liegt, hören Menschen weltweit.

Was wir daraus lernen
Die Analyse zeigt drei zentrale Punkte:
- YouTube ist die Basis – fast 98 % der Einnahmen stammen von dort. Wer Reichweite will, muss hier präsent sein.
- Premium-Nutzung lohnt sich – jeder Stream im Abo-Modell bringt deutlich mehr Geld. Ziel ist also, mehr Hörer*innen Richtung Premium zu bewegen.
- Hits treiben den Rest – einzelne Stücke machen einen großen Teil des Umsatzes aus. Es ist sinnvoll, diese Songs aktiv zu promoten, statt alle gleich stark zu streuen.
Ausblick und To-Dos
Für die kommenden Monate nehmen wir uns vor:
- Mehr Fokus auf YouTube Premium: z. B. über Playlists, Teaser oder Endcards.
- DSPs aktivieren: Apple Music und Amazon Prime gezielt mit kurzen Clips bewerben.
- Release-Strategie anpassen: neue Stücke verstärkt an starken Tagen veröffentlichen.
- International besser auffindbar sein: mehrsprachige Beschreibungen und SEO im Fediverse.
Fazit
Der Juni 2025 war kein Monat mit großen Einnahmen – aber ein klarer Hinweis darauf, wie sich Strukturen abzeichnen: YouTube bleibt das Rückgrat, Premium-Nutzung lohnt sich, und einzelne Tracks tragen die Hauptlast. Wer langfristig denkt, kann genau an diesen Stellschrauben drehen.
Bis zur nächsten Auswertung,
Sascha & Sarah / Raumwelle @ LautFunk
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