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00:00 – 0:00:22
Der Probe-Podcast. Beim gemütlichen Talk im Proberaum. Mit unseren Moderatoren Herr Raumwelle,
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0:00:22 – 0:00:49
Hi, Schnitt Tobi hier. Wir haben vor einiger Zeit, noch im letzten Jahr, ein Interview aufgenommen
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0:00:49 – 0:00:55
mit der großartigen Andrea, besser bekannt als TuneGirl, welches ihr im Folgenden gleich
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0:00:55 – 0:00:56
hören werdet.
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0:00:56 – 0:01:00
Leider hat die gute Frau nur ein älteres MacBook als Mikrofon zur Verfügung und die Soundqualität
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0:01:00 – 0:01:02
klingt dementsprechend.
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0:01:02 – 0:01:06
Sascha hat zwei Dutzend Plugins draufgeworfen und ich hab, wie jetzt noch händisch, die
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0:01:06 – 0:01:10
übelsten Störgeräusche rausgekattet, was auch erklärt, warum das Ding auf meiner Festplatte
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0:01:10 – 0:01:11
überwintert hat.
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0:01:11 – 0:01:12
So halbwegs jedenfalls.
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0:01:12 – 0:01:13
Mehr Grundbar.
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0:01:13 – 0:01:19
Aber das Endergebnis lässt sich jetzt irgendwie hören und das Gespräch ist es umso mehr wert.
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0:01:19 – 0:01:26
Freut euch also auf anderthalb Stunden Talk mit einer der spannendsten Künstlerinnen unserer hiesigen elektronischen Musik/Modular Szene
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0:01:26 – 0:01:32
und gleich vorher noch auf ein extra von ihr für diesen Podcast angefertigtes kleines Intro-Set.
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0:01:32 – 0:01:37
Wir hören uns die Tage dann wieder aktuell. Bis dahin, haltet die Knöpfe fest und die Ohren steif.
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0:01:37 – 0:01:39
Musik!
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0:01:39 – 0:01:42
[Musik]
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0:01:42 – 0:01:45
[Musik]
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0:01:45 – 0:01:50
[Musik]
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0:01:50 – 0:01:57
[Musik]
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0:01:57 – 0:02:04
[Musik]
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0:02:04 – 0:02:11
[Musik]
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0:02:11 – 0:02:15
[Musik]
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0:02:15 – 0:02:20
[Musik]
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0:02:20 – 0:02:27
[Musik]
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0:02:27 – 0:02:35
[Musik]
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0:02:40 – 0:02:43
[Musik]
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0:02:43 – 0:02:50
[Musik]
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0:02:50 – 0:02:58
[Musik]
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0:02:58 – 0:03:06
[Musik]
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0:03:06 – 0:03:09
[Musik]
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0:03:09 – 0:03:16
[Musik]
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0:03:16 – 0:03:24
[Musik]
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0:03:24 – 0:03:32
[Musik]
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0:03:32 – 0:03:35
[Musik]
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0:03:35 – 0:03:42
[Musik]
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0:03:42 – 0:03:50
[Musik]
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0:03:50 – 0:03:59
[Musik]
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0:03:59 – 0:04:02
[Musik]
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0:04:02 – 0:04:07
[Musik]
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0:04:07 – 0:04:13
[Musik]
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0:04:13 – 0:04:19
[Musik]
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0:04:19 – 0:04:26
[Musik]
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0:04:26 – 0:04:29
[Musik]
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0:04:29 – 0:04:35
[Musik]
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0:04:35 – 0:04:41
[Musik]
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0:04:41 – 0:04:47
[Musik]
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0:04:47 – 0:04:54
[Musik]
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0:04:54 – 0:04:57
[Musik]
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0:04:57 – 0:05:03
[Musik]
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0:05:03 – 0:05:09
[Musik]
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0:05:09 – 0:05:15
[Musik]
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0:05:15 – 0:05:22
[Musik]
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0:05:22 – 0:05:42
[Musik]
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0:05:42 – 0:05:44
Ja, wo laufen sie denn?
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0:05:44 – 0:05:53
Wie war das mit der Rasen ist aber schön grün und so. Wie geht's euch? Moin, hallo.
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0:05:53 – 0:05:56
Ja, super. Hallo.
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0:05:56 – 0:05:59
Hallo Andrea.
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0:05:59 – 0:06:00
Hallöchen.
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0:06:00 – 0:06:05
Oh, hallo, wir haben einen Gast.
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0:06:05 – 0:06:11
Ja, mal wieder. Endlich mal wieder einen netten Gast, den ich angeschleppt habe.
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0:06:11 – 0:06:22
Andrea, du bist, ja, man könnte sagen, du bist, würdest du dich selbst als Underground-Künstlerin,
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0:06:22 – 0:06:28
als Musikerin bezeichnen oder was du tust mit Musik, wie würdest du das beschreiben?
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0:06:28 – 0:06:35
Tja, das ist eine gute Frage. Also ganz ehrlich, ich habe da ja noch gar nicht drüber nachgedacht.
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0:06:35 – 0:06:43
gedacht, ich mach einfach Musik. Und so Bezeichnungen dafür hab ich eigentlich gar nicht. Ich mach
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0:06:43 – 0:06:50
einfach das, was mir gefällt und wenn das anderen gefällt, dann find ich das natürlich super. Aber
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0:06:50 – 0:06:55
wie ich das bezeichnen würde, nein. Musik hab ich schon mal gar nicht, weil Noten sind nicht.
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0:06:55 – 0:07:11
Ja, ich weiß es nicht. Also, ich mach einfach. Mir ist es immer sehr schwierig, selber von sich zu sagen, was man jetzt genau ist.
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0:07:11 – 0:07:19
Das kann ich eigentlich nicht. Ich hab diese Frage schon häufig gestellt bekommen, aber ich hab dann nie so wirklich drüber nachgedacht.
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0:07:19 – 0:07:21
Ich glaube, Tobi?
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0:07:21 – 0:07:23
Ja, es ist ein pragmatischer Ansatz, oder?
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0:07:23 – 0:07:28
Wir hatten gerade drei Jahre lang jemanden, der nicht gemerkt hat, dass er Kanzler war.
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0:07:28 – 0:07:37
Andrea, wir haben ja gar nicht gesagt, unter welchem Künstlernamen du unterwegs bist.
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0:07:37 – 0:07:46
Und ich glaube, dein Künstlername beschreibt eigentlich auch das, was du denn mit Musik machst.
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0:07:46 – 0:07:50
"Tune Girl", das ist dann auch irgendwie passend.
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0:07:50 – 0:08:00
Und du hast einen eigenen YouTube-Kanal, den ich mir natürlich vorangeschaut habe, meine
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0:08:00 – 0:08:03
Kollegen hoffentlich auch, zur Vorbereitung auf diese Sendung.
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0:08:03 – 0:08:11
Und was mir gleich aufgefallen ist, und es gibt nicht viele Leute, zumindest ist es keiner,
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0:08:11 – 0:08:19
die ich kenne, die tatsächlich in der Lage sind, mit einer TA-909 bzw. mit den entsprechenden
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0:08:19 – 0:08:26
unterschiedlichen Geräten tatsächlich einen kompletten Track zu fahren und dabei auch noch
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0:08:26 – 0:08:29
dann wirklich die Sau rauszulassen.
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0:08:29 – 0:08:30
Also Chapeau!
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0:08:30 – 0:08:33
Hat mir gut gefallen.
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0:08:33 – 0:08:34
Ja, danke!
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0:08:34 – 0:08:43
Wie lange muss man dafür üben, um so gut zu werden, dass man nur mit einer Drummaschine einen kompletten Track fahren kann?
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0:08:43 – 0:08:54
Also üben, ja, gute Frage. Ja, habe ich eigentlich geübt. Also ich übe ja ständig. Also du übst ja praktisch, ich sag mal so,
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0:08:54 – 0:09:03
wenn du jetzt Musik machst, elektronische Musik, dann hast du ja dein Equipment und wenn du da dran gehst und stellst alles an und so,
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0:09:03 – 0:09:09
dann bist du ja schon, wenn du nur auf ein Knöpfchen drückst und die ganze Kiste läuft,
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0:09:09 – 0:09:13
dann übst du ja schon. Und du probierst und machst und tust. Und das ist ja für mich
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0:09:13 – 0:09:21
eigentlich auch schon Üben. Was mir halt auffällt, ist, dass viele Leute, und das finde ich sehr,
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0:09:21 – 0:09:28
sehr schade, immer im Vorfeld schon, wie soll ich das sagen, die im Vorfeld immer schon denken,
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0:09:28 – 0:09:32
Ich muss das so machen, wie kann ich das so machen? Das ist bei mir überhaupt nicht so.
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0:09:32 – 0:09:40
Ich mach einfach an und dreh und es läuft und gut. Ich denke gar nicht viel darüber nach.
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0:09:40 – 0:09:45
Und ich weiß immer gar nicht, wie ich das erklären soll. Das ist sehr schwierig.
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0:09:45 – 0:09:53
Und mir fällt es halt eben auf, dass jeder immer denkt, das ist alles geplant.
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0:09:53 – 0:09:54
Das ist aber gar nicht geplant.
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0:09:54 – 0:10:00
Und das ist auch eigentlich das Problem, was ich habe, wenn ich Tracks machen soll, die veröffentlicht werden sollen.
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0:10:00 – 0:10:05
Ich bin ein ganz miserabler Arrangeur. Ich kann überhaupt keine Tracks arrangieren.
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0:10:05 – 0:10:10
Also meine Musik, die fließt einfach in dieser Live-Performance.
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0:10:10 – 0:10:15
Da gehe ich auf. Das ist das, was mir am meisten liegt und was mir auch am meisten Spaß macht.
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0:10:15 – 0:10:21
Und wenn du jetzt sagst, ja, ein Track mit einer Drum-Maschine, das ist ein Zufall gewesen.
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0:10:21 – 0:10:26
Ich hatte einfach Spaß an dem Instrument und hab dann gedacht, na komm, mach mal einfach,
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0:10:26 – 0:10:29
rekorde das mal und vielleicht wird's ja gar nicht schlecht.
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0:10:29 – 0:10:33
Aber mehr hab ich eigentlich gar nicht darüber nachgedacht, wenn ich ehrlich bin.
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0:10:33 – 0:10:37
Das hört sich vielleicht ein bisschen doof an, aber das ist richtig so.
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0:10:37 – 0:10:41
Das ist dann ein Live-Performer.
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0:10:41 – 0:10:42
Ja, genau.
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0:10:42 – 0:10:44
Das kann aber auch nicht jeder.
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0:10:44 – 0:11:00
Also es gibt viele Leute, die können halt an der Door ganz toll Tracks bauen, aber ich drücke ihnen irgendwie ein Instrument in die Hand und damit kommen sie dann nicht klar.
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0:11:00 – 0:11:06
Aber das ist ja auch gar nicht so schlimm. Ich meine, ich kann das eine nicht und der andere kann dies nicht und das ist halt so.
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0:11:06 – 0:11:10
Ich glaube persönlich ja nicht, dass es hier um Können geht.
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0:11:10 – 0:11:12
Es geht hier um Ausstrahlung.
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0:11:12 – 0:11:17
Also ich würde mich jetzt nicht als grottenschlecht bezeichnen,
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0:11:17 – 0:11:22
aber ich habe eigentlich in meiner gesamten Kindheit
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0:11:22 – 0:11:25
oder sagen wir mal so bis zu meiner frühen Jugend,
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0:11:25 – 0:11:27
ich habe ja immer wieder anlassbedingt live gespielt.
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0:11:27 – 0:11:30
Das hat man bei Kindern, geht man ja gerne gnädig ran,
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0:11:30 – 0:11:34
aber also meine Bandkollegen in Projekten und sonstigen Einsätzen,
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0:11:34 – 0:11:40
die wurden da manchmal wegen Schlamperei quasi fast schon rausgeworfen, weil es einfach nicht
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0:11:40 – 0:11:45
funktioniert hat. Und ich habe mir manchmal gedacht, ja Jungs, ich mache es doch gar nicht
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0:11:45 – 0:11:49
viel besser als ihr, oder? Aber ich habe es offenbar geschafft, irgendwie eine Attitüde
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0:11:49 – 0:11:58
rauszuhauen, oder? Selbst bei einer Sache, die du eigentlich relativ in einem Rahmen
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0:11:58 – 0:12:08
abliefern musstest. Trotzdem noch mit der Selbstsicherheit zu glänzen. Und da gar nicht zwangsläufig
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0:12:08 – 0:12:19
das Können, sondern vielmehr das Wollen raushängen zu lassen. Das färbt ja dann auch ab. Ich
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0:12:19 – 0:12:23
muss zu meiner Schande gestehen, ich habe den YouTube-Kanal nicht angeguckt.
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0:12:23 – 0:12:31
Das ist auch nicht so schlimm, weil der Kanal ist eigentlich relativ, ja, der liegt so ein bisschen brach.
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0:12:31 – 0:12:42
Also ich konzentriere mich eigentlich ein bisschen mehr auf Instagram, weil das ist so, das ist eigentlich mehr so, ja, also das ist auch mehr mein Ding.
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0:12:42 – 0:12:47
Normform ist die Müllhalte geworden. Also das ist so generell so eine Medienfeststellung.
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0:12:47 – 0:12:51
haben ja auch eine Branchenkollegin damals, also ich bin selbst ja nicht mehr in der Medienbranche,
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0:12:51 – 0:12:55
aber hat mir auch eine Branchenkollegin neulich erzählt, die da noch drin ist,
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0:12:55 – 0:13:02
also YouTube ist nur noch Datenmüllhalte und der heiße Scheiß ist jetzt das Shortformat Wonders,
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0:13:02 – 0:13:06
da wird mir da Sascha wahrscheinlich bestätigen können, aber ich denke halt,
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0:13:06 – 0:13:15
der, woher ich dich ja kenne, sind diese unzähligen Forenthreads von irgendwelchen
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0:13:15 – 0:13:21
Treffen, da so nördlich der Metzger, oder Superboof, oder, und das heißt eigentlich immer so, ja, die Tune-Girl-Performance.
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0:13:21 – 0:13:24
Ja, die Tune-Girl-Performance. Einfach geil, oder so.
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0:13:24 – 0:13:26
Ja, die Leute sind alle begeistert.
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0:13:26 – 0:13:31
Ja, wirklich. Also es ist immer so, der Thread fließt so vor sich hin.
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0:13:31 – 0:13:38
Ja, Performance, okay, Performance war gut, hat Spaß gemacht, Hilfe, das hat besser geklungen, als es sich angefühlt hat.
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0:13:38 – 0:13:42
Und dann kommt der Thread, ja, und Tune-Girl war auch noch da, war natürlich, ja, top solide.
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0:13:42 – 0:13:53
Und dann guckst du dir manchmal diese Performances an und denkst dir, ja, so topsolide, ja, ich würde es jetzt nicht mal topsolide nennen, im Sinne von, das ist nicht meine Musik, aber es strahlt einfach jedes Mal sowas aus, oder?
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0:13:53 – 0:14:01
Und das ist nicht mal die Sache, nicht mal diese Selbstsicherheit von "Ich kann das jetzt", sondern im Sinne von "Ich mach das jetzt einfach", oder?
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0:14:01 – 0:14:02
Ja.
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0:14:02 – 0:14:12
Ich glaube dieses "Ich mach das jetzt einfach", das führt letzten Endes zu viel überzeugenderen Ergebnissen als ein großes "Ja, ich kann das".
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0:14:12 – 0:14:17
Weil dann hast du zwar einen Performer, der, also das läuft ja immer in zwei Richtungen,
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0:14:17 – 0:14:23
du hast entweder jemanden, der so von seiner Performance überzeugt ist, dass sie auch für ihn noch gut ist, wenn sie für allen anderen furchtbar ist,
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0:14:23 – 0:14:33
Oder du hast jemanden, der sich so auf die Performance fixiert, dass sie gerade deswegen zusammenstürzt.
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0:14:33 – 0:14:39
Weil diese Lockerheit und diese Offenheit für die Happy Accidents gar nicht da ist.
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0:14:39 – 0:14:46
Und beides sehe ich bei deinen Auftritten halt überhaupt nicht und deswegen sind sie ja wahrscheinlich auch so wertgeschätzt.
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0:14:46 – 0:14:53
als das, was sie sind. Und da hab ich mir einiges angeguckt, also wenigstens Sets, wo ich mir denke, ja, das ist jetzt zum Teil nicht meine Musik, aber hey, knallt.
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0:14:53 – 0:15:07
Ja, das ist schon wahr. Also, ja, ich muss das auch machen. Ich hab das schon mal in einem Interview gesagt. Ich muss das einfach machen, weil ich fühle das.
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0:15:07 – 0:15:15
Ich hab immer schon Musik gemacht und damals in den 70ern hatten wir die Rockband, da hab ich Metall gespielt und wir haben unsere eigenen Stücke gespielt.
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0:15:15 – 0:15:21
Wir haben Stücke nachgespielt von AC/DC und Status Quo und das war ja totale Rock-Geschichte.
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0:15:21 – 0:15:25
Damals gab es ja noch kein Heavy Metal, also beziehungsweise das hieß nicht so, das hieß
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0:15:25 – 0:15:30
noch Rockmusik oder Hard Rock.
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0:15:30 – 0:15:37
Und ja, ich bin dann irgendwann mit Synthesizer in Berührung gekommen und fand die Teile richtig
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0:15:37 – 0:15:38
cool.
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0:15:38 – 0:15:45
Und das war ja zu einer Zeit, als das mit den Computern und diesen DAWs oder DAWs ja
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0:15:45 – 0:15:50
noch gar nicht publik war. Wenn du da eine Aufnahme machen wolltest, da brauchtest du
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0:15:50 – 0:15:56
eine sette Tonbandmaschine und einen riesen Mischpult mit was weiß ich wie viel Knöppen.
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0:15:56 – 0:16:02
Und das war ja für uns alles unerschwinglich. Später dann irgendwann habe ich mal einen
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0:16:02 – 0:16:05
Riesen gesehen, das war sehr interessant, dann habe ich das mal ausprobiert. Aber ich
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0:16:05 – 0:16:13
habe vorher ja noch mit einem Atari gearbeitet und Cubase. Und da gab es noch gar kein Audio
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0:16:13 – 0:16:19
Das waren ja alles nur MIDI-Daten, die wir damals aufgenommen haben.
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0:16:19 – 0:16:26
Du brauchtest dann halt noch deine synthesizer, die mussten dann auch da geklemmt sein, damit du das Ganze auch hören konntest.
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0:16:26 – 0:16:29
Die Daten alleine machen es ja nicht.
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0:16:29 – 0:16:31
Also es war schon eine coole Zeit.
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0:16:31 – 0:16:35
Ich habe eine Zeit lang auch mal nichts gemacht und da ging es mir nicht gut.
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0:16:35 – 0:16:40
Ich musste dann auch wieder irgendwann Equipment kaufen und habe das auch gemacht.
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0:16:40 – 0:16:47
auch gemacht hat, natürlich auch viel ins Klo gegriffen. Das ist einfach so, ne? Das ist immer der Nachteil bei uns.
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0:16:47 – 0:16:56
Es sind ja auch sehr viele Instrumente, also sehr viele Synthesizer, elektronische Geräte,
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0:16:56 – 0:17:06
in den letzten Jahrzehnten auf den Markt gekommen und da muss man natürlich für sich dann finden, was zu einem passt.
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0:17:06 – 0:17:16
Du bist jetzt nicht nur mit der Drum-Maschine unterwegs, natürlich. Du hast auch ein relativ großes Modularsystem.
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0:17:16 – 0:17:25
Ich weiß nicht, wie viele Koffer du da mittlerweile hast. Waren das drei Stück, habe ich gezählt, oder ist das schon weniger oder mehr geworden?
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0:17:25 – 0:17:32
Also unterwegs bin ich immer nur mit einem oder anderthalb, sage ich da immer zu, mal.
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0:17:32 – 0:17:37
Eigentlich habe ich ein Mantis, das nehme ich immer mit, das von Tiptop Audio.
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0:17:37 – 0:17:47
Und dann habe ich auch hin und wieder nochmal so einen kleinen Pod von 4MS, ein 48iger oder halt eben...
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0:17:47 – 0:17:51
Kurz zur Erläuterung, ein Mantis ist, glaube ich, 106...
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0:17:51 – 0:17:53
104er, zweimal 104er.
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0:17:53 – 0:17:56
104er, genau, zweimal 104er rein.
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0:17:56 – 0:18:00
Genau. Und dann habe ich... das kommt immer ganz oft an.
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0:18:00 – 0:18:08
Ich habe dann manchmal vielleicht auch dreimal 104, indem ich halt eben noch ein externes mitnehme von MacMorris oder so, also eine Reihe.
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0:18:08 – 0:18:13
Aber ich versuche das so klein wie möglich zu halten, weil ich kann das nicht mehr tragen.
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0:18:13 – 0:18:18
Also mein Rücken möchte das nicht und das ist für mich dann auch immer ziemlich schwierig.
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0:18:18 – 0:18:25
Ich versuche das Live-Setup wirklich so klein wie möglich oder so leicht wie möglich zu halten.
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0:18:25 – 0:18:30
Manches Vollbestückt ist natürlich schon nicht so leicht.
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0:18:30 – 0:18:37
Das ist im Moment schwierig, live zu spielen,
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0:18:37 – 0:18:40
weil ich Probleme mit meinem Rücken habe.
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0:18:40 – 0:18:42
Aber gut, das ist eine andere Geschichte.
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0:18:42 – 0:18:46
Hier zu Hause habe ich ein bisschen mehr,
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0:18:46 – 0:18:50
aber das ist auch alles nicht in Benutzung.
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0:18:50 – 0:18:55
Ich habe da so, ich sage immer, das sind so meine Ablagestellen.
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0:18:55 – 0:19:05
Ich wechsel hin und wieder dann auf die Module, weil immer das gleiche Setup, ich brauche dann doch schon mal ein bisschen mehr Inspiration.
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0:19:05 – 0:19:14
Also wie so eine Autowerkstatt, die Modullagerung ist dann im Kasten.
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0:19:14 – 0:19:24
Ja, genau. Ich habe also noch zwei weitere Mantis. Die sind so mit diesen Dingern verbunden,
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0:19:24 – 0:19:31
also die stehen so übereinander. Und dann habe ich, glaube ich, noch ein, das war mein erstes
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0:19:31 – 0:19:37
Case, das von Wörther, das P9. Das war das erste Case, was ich gekauft habe. Das hat noch die alte
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0:19:37 – 0:20:05
Die CPU da drin, die CPU 2, ne, PSU. PSU 2, genau. Ja, das hab ich auch ganz gerne, muss ich ganz ehrlich sagen, aber leider reicht das immer nicht mit dem Strom da drin für alle drei Reihen, weil die digitalen Module heutzutage, die fressen schon eine ganze Menge. Da braucht man schon ordentlich Power. Ja, ansonsten hab ich noch…
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0:20:05 – 0:20:21
Wenn du sagst, du arbeitest da sehr aus dem Moment heraus, machst du das denn auch bei der Live-Performance, dass du da mit einem vorgepatchten System kommst? Oder wie machst du das?
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0:20:21 – 0:20:25
Ja, vorgepatcht ist es, das ist richtig.
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0:20:25 – 0:20:29
Aber, naja, ich weiß ja nicht so genau, was passiert.
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0:20:29 – 0:20:34
Also, das ist ja so, ich darf's ja sagen, du kannst ja beim Mobiliarsystem nichts speichern.
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0:20:34 – 0:20:38
Und du bist darauf angewiesen, dass es einen guten Tag hat.
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0:20:38 – 0:20:43
Das hört sich vielleicht lustig an, aber, und viele Leute denken wahrscheinlich, jetzt spinnt sie wieder.
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0:20:43 – 0:20:50
Aber das ist wirklich so. Also, mein Mobiliarsystem, das ist nicht immer, das klingt nicht immer gleich.
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0:20:50 – 0:21:00
Und manchmal ist es halt so, dass es so richtig genial ist und ich denke, du kannst jetzt alles überall dran drehen und es kommt immer was Cooles dabei raus.
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0:21:00 – 0:21:11
Und dann gibt es wieder Tage, wo ich denke, das ist auch hier zu Hause so, da denkst du, mein Gott, mach aus, das möchte heute einfach nicht.
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0:21:11 – 0:21:21
Das kennen wir alle, man setzt sich mal ran, versucht irgendwas zu machen und dann kommt auch nur Grütze dabei raus.
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0:21:21 – 0:21:25
Ich hab mir angewöhnt, dass ich dann meistens anfange, ein bisschen Sounddesign zu machen.
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0:21:25 – 0:21:30
Einfach so ein bisschen gucken, was kann ich mit den Klängen machen. Aber manchmal hilft das auch nicht.
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0:21:30 – 0:21:37
Ja, ich hab nicht viel da drin. Ich hab eine Zeit lang ja auch gar keine Drammmaschine dabei gehabt,
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0:21:37 – 0:21:43
gehabt, sondern habe alles nur mit dem Modulator-Trip gemacht. Aber die Drum-Module habe ich jetzt
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0:21:43 – 0:21:49
teilweise gar nicht mehr drin. Das mache ich alles mit der RD-9. Und ja gut, ich habe vielleicht
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0:21:49 – 0:21:55
noch ein Kickmodul. Ist weniger Gewicht, ne? Ja, das ist richtig. Und ich habe halt eben auch
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0:21:55 – 0:22:01
immer mal wieder das Bedürfnis nach anderen Sounds und da brauche ich wieder ein bisschen mehr Platz
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0:22:01 – 0:22:03
Von daher bietet sich das ganz gut an.
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0:22:03 – 0:22:08
Wäre da nicht so ein kleiner Tiny Sizer oder so?
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0:22:08 – 0:22:12
Dann nicht was für dich, für die Live-Performance?
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0:22:12 – 0:22:14
Nee, eigentlich nicht.
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0:22:14 – 0:22:17
Als es zu fummelig ist auf der Bühne?
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0:22:17 – 0:22:19
Ja, genau.
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0:22:19 – 0:22:25
Ich bin ja den ganzen Tag von Morgen bis Abend nur im Internet unterwegs.
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0:22:25 – 0:22:29
Ungefähr, ja, das hört sich jetzt blöd an und das ist auch nicht ganz so schlimm.
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0:22:29 – 0:22:41
Aber ich bin so ein wandelndes Lexikon, sagt mein Kumpel immer zu mir, weil ich mich ständig informiere über diese ganzen elektronischen Sachen.
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0:22:41 – 0:22:47
Aber ich komme immer wieder auf Eurorack zurück, weil es einfach so genial ist.
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0:22:47 – 0:22:55
Es ist halt klein, es ist handlich, wenn man sich da viel mit beschäftigt, dann findet man auch das, was man wirklich braucht.
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0:22:55 – 0:23:01
Am Anfang ist es natürlich immer so, dass es, es gibt auch sehr viele Anfänger, die mich fragen,
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0:23:01 – 0:23:07
du, was kannst du mir empfehlen? Das ist immer sehr schwierig. Man kann eigentlich gar nichts
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0:23:07 – 0:23:12
empfehlen. Jeder muss seine Erfahrungen selber machen und man kann ihm ein paar Tipps geben,
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0:23:12 – 0:23:18
aber ja, richtig empfehlen, kauf dieses Modul, kauf das Modul, kauf jenes Modul, das kann man
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0:23:18 – 0:23:23
eigentlich gar nicht, weil derjenige vielleicht eine ganz andere Ambition hat, wie sein Techno
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0:23:23 – 0:23:27
klingen soll oder wie dein Ambient klingen soll. Das ist sehr, sehr schwierig.
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0:23:27 – 0:23:38
Das ist auch der intuitive Zugang. Ich habe lange Zeit auf Arbeit ein Studio betreut,
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0:23:38 – 0:23:45
das habe ich jetzt abgegeben. Mein Nachfolger hat erstmal sämtliche Tastaturen und Launchpads
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0:23:45 – 0:23:51
rausgeworfen, mit denen ich sehr vertraut war, und macht alles mit der Maus. Das klingt total geil,
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0:23:51 – 0:23:54
und das ist die Art und Weise, wie er denkt, wie er arbeitet.
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0:23:54 – 0:23:56
Mein Bruder ist genauso.
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0:23:56 – 0:23:58
Der bringt seinen Laptop mit und ich hab ihm auch schon gesagt,
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0:23:58 – 0:24:02
Junge, hier, klemm dir doch einen Q-Nexus vor die Tastatur,
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0:24:02 – 0:24:05
dass du wenigstens einen Akkord einspielen kannst.
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0:24:05 – 0:24:07
Guck mal, das geht so schnell.
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0:24:07 – 0:24:09
Und er so, ja, aber ich bin eigentlich schneller bei der Maus.
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0:24:09 – 0:24:14
Man muss da auch den Zugang finden, der zu einem spricht.
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0:24:14 – 0:24:17
Und ich hab hier mit, ich sag mal so,
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0:24:17 – 0:24:21
ich hab mit radikalen Blindkäufen in der Regel die besseren Erfahrungen gemacht,
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0:24:21 – 0:24:28
mit Zeug, das ich irgendwie, keine Ahnung, zwei Jahre lang über Videos geschaut oder im Laden betatscht habe.
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0:24:28 – 0:24:33
Einfach weil man halt die Vibes auch fühlt.
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0:24:33 – 0:24:42
Also ich hab viermal versucht Modularsysteme anzufangen, hatte auch zwischendurch tatsächlich mal so eine Reihe,
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0:24:42 – 0:24:48
104er mit Mutable Instruments Modulen, als man die noch kaufen konnte damals.
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0:24:48 – 0:24:58
Ich habe da schon tolle Sachen mitgemacht, aber irgendwann ist mir diese Patcherei auf den Keks gegangen.
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0:24:58 – 0:25:06
Und nur einen Patch so zu lassen und das gar nicht zu verändern, das war mir dann auch ein bisschen zu schade.
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0:25:06 – 0:25:12
Und ich habe es dann irgendwann verkauft, weil ich mir dachte, das, was ich da an Klänge rausbekommen kann, das kriege ich auch tatsächlich.
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0:25:12 – 0:25:19
Mittlerweile ist die Software so weit, das kriege ich jetzt auch mit Software-Synthesizern hin.
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0:25:19 – 0:25:25
Und seitdem ist, ich weiß nicht, ob du das kennst, es gibt ja von, wie heißen die noch,
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0:25:25 – 0:25:30
dieses virtuelle Euro-Rec-System.
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0:25:30 – 0:25:33
Ja, ich weiß, wie heißt es, ja, große Frage.
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0:25:33 – 0:25:34
VCV-Rec.
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0:25:34 – 0:25:35
Aber ich weiß, was du meinst.
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0:25:35 – 0:25:38
Wie heißt das, Tobi?
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0:25:38 – 0:25:39
VCV-Rec.
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0:25:39 – 0:25:53
Genau, das VCB-Rack. Und die gibt's sogar auf dem iPad. Aber auch da muss ich sagen, habe ich nie großartig damit viel gemacht.
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0:25:53 – 0:25:59
Ich habe fertige Patches genommen und dann damit ein bisschen gearbeitet. Aber insgesamt, ich glaube, ich bin eher so der Kompakt-Synthesizer-Typ.
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0:25:59 – 0:26:05
Deswegen finde ich das so faszinierend, wenn Leute, die wir so interviewen,
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0:26:05 – 0:26:07
wenn die da so voll darauf abfahren.
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0:26:07 – 0:26:11
Ich habe das schon oft erzählt, ich erzähle es trotzdem nochmal.
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0:26:11 – 0:26:14
Ich hatte mal, ich bin ja noch mit ihm befreundet,
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0:26:14 – 0:26:17
also ein Freund von mir, wir haben zusammen Musik gemacht.
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0:26:17 – 0:26:23
Er hat auch ein kleines Eurorack gehabt, ein kleiner Döpferkoffer,
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0:26:23 – 0:26:28
zwei Reihen und da hat er tatsächlich ganz wenig verändert,
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0:26:29 – 0:26:33
hat aber viel gepatcht und ich fand es total faszinierend, was er da rausgeholt hat.
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0:26:33 – 0:26:38
Und zusätzlich hat er sich dann von Teenage Engineering noch ein OP1 dazu gestellt
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0:26:38 – 0:26:47
und von Novation das kleine Circuit, das erste Gerät, und hat damit dann so seine Beats gebaut.
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0:26:47 – 0:26:54
Und ich fand es faszinierend, ihn zu beobachten, wie er da einfach Spaß hatte, da an den Sachen rumzudrehen.
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0:26:54 – 0:26:59
Jetzt musst du doch die Parte erzählen von der Geschichte.
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0:26:59 – 0:27:06
dass das für ihn ein Monomaschinenersatz war. Er hat sich quasi in Eurorack eine Monomaschine nachgebaut.
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0:27:06 – 0:27:11
Das war das eine, aber die Pointe ist vielleicht das iPad, das er jetzt hat.
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0:27:11 – 0:27:17
Die Pointe ist, dass er vor ein paar Jahren alles verkauft hat und jetzt nur noch mit dem iPad Musik macht.
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0:27:17 – 0:27:28
Wo er sich das quasi auch mit den Möglichkeiten, die das iPad anbietet, alles virtuell verkabelt hat.
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0:27:28 – 0:27:31
Vielleicht wäre das mal eine Option für dich zukünftig.
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0:27:31 – 0:27:32
Auf gar keinen Fall.
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0:27:32 – 0:27:36
Da kann man auch ganz viel anfassen.
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0:27:36 – 0:27:40
Nein, nein, ich nicht. Es geht nicht. Es geht einfach nicht.
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0:27:40 – 0:27:49
Ich bin ja nun auch schon über 60 und ich habe ja nun in 40 Jahren schon so viel ausprobiert, das kann man sich gar nicht vorstellen.
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0:27:49 – 0:27:55
Und ich mache ja nicht erst elektronische Musik, seitdem ich das Euro-Rack entdeckt habe.
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0:27:55 – 0:28:05
Ich hab das ja vorher schon gemacht, aber nie irgendwie diese Zufriedenheit oder diese Freude daran.
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0:28:05 – 0:28:13
Ich hatte alles. Ich hatte von den Elektronen über die ganze Aira-Geschichte bis zum "Geht nicht mehr".
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0:28:13 – 0:28:20
Ich habe alles Mögliche ausprobiert. Und nein, es hat einfach nicht gewirkt.
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0:28:20 – 0:28:30
Und das Eurorack, das hat es irgendwie gebracht. Ich weiß nicht wieso. Es ist einfach, dieser Sound, der hat mich einfach geflasht, muss ich ganz ehrlich sagen.
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0:28:30 – 0:28:37
Und natürlich bin ich hin und wieder auch mal dabei und kaufe mir nochmal irgendwie eine Drummer-Schiene oder so.
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0:28:37 – 0:28:43
Ich habe mittlerweile auch zwei Korg Drum-Logs. Ich weiß gar nicht, warum die Leute den nicht mögen. Ich finde den so richtig cool.
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0:28:43 – 0:28:46
Besser. Das sage ich auch immer wieder.
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0:28:46 – 0:29:01
Ja, und ich habe auch noch eine TR-6S oder ich weiß nicht, ich hatte auch jetzt von Beringer ein paar Sachen, aber ich komme immer wieder zu meinen Modulen zurück, weil die sind lebendig.
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0:29:01 – 0:29:09
Das andere ist nicht so lebendig wie diese Module und ich weiß nicht, woran das liegt. Ich kann auch nicht sagen.
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0:29:09 – 0:29:14
Das klingt mir einfach alles zu statisch, was ich wahrscheinlich an mir habe.
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0:29:14 – 0:29:27
Diese Unberechenbarkeit der Control Voltages, so wie die Ströme fließen, manchmal weiß man gar nicht, was da passiert.
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0:29:27 – 0:29:33
Und dann rauchst du dir die Haare und denkst, wo kommt das denn jetzt her? Und, ah, das ist ja geil!
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0:29:33 – 0:29:40
Das ist einfach anders. Das klingt anders.
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0:29:40 – 0:29:49
Es ist auch noch ein anderer Zugang, oder? Also, wenn du den Zugang hast, für dich, ich habe hier, ich habe meine,
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0:29:49 – 0:29:55
letztes Jahr versucht, meine Master Keyboards nicht zu ersetzen, aber halt mal um zu gucken, ob ich die jetzt anfangen muss zu bunkern,
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0:29:55 – 0:30:01
weil der Nachfolger rauskam. Das waren wirklich marginale Veränderungen, ein paar wenige Sachen.
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0:30:01 – 0:30:08
Man war sofort zu Hause auf den neuen, aber es hat sich falsch angefühlt. Und ich habe die jetzt inzwischen alle wieder rausgeworfen.
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0:30:08 – 0:30:20
Ja, ich kann das absolut nachvollziehen, wenn uns jemand sagt, dass er das lieber macht als das, weil er hat genau der Zugang.
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0:30:20 – 0:30:36
Es gibt ja auch Manuale, die kann man lesen, aber bei mir ist das so, ich kriege meine Donnerstrahlmaschine, die stelle ich mir da hin und dann mache ich die an, dann gucke ich erstmal, ob ich klarkomme.
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0:30:36 – 0:30:39
Also ich würde nie von Anfang an ein Manual lesen.
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0:30:39 – 0:30:45
Und wenn ich nicht klarkomme, dann kram ich mal das Manual raus und dann guck ich mal, wie ich anfangen kann.
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0:30:45 – 0:30:48
Und dann lese ich aber auch noch nicht alles, sondern nur erstmal den Anfang.
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0:30:48 – 0:30:53
Und dann versuche ich wieder selber rauszufinden, wie ich weitermachen kann.
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0:30:53 – 0:31:01
Und wenn ich merke, ich hab das nicht alleine, ich bin so von diesem Manual abhängig, dann fliegt das raus.
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0:31:01 – 0:31:11
Ich möchte selber erforschen, ich möchte das erforschen, ich möchte sozusagen meinen Weg finden, meinen Zugang finden.
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0:31:11 – 0:31:15
Und ich finde, dass das sehr wichtig ist, also für mich zumindest.
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0:31:15 – 0:31:21
Dann habe ich immer das Gefühl, wir sind ein Team. Die Maschine und ich sind ein Team.
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0:31:21 – 0:31:26
Also ich möchte die Maschine jetzt nicht unbedingt beherrschen, ich möchte jetzt nicht der Herrscher sein.
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0:31:26 – 0:31:30
Nein, nein, ich möchte mit ihm befreundet sein. Wir sollen ein Team sein.
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0:31:30 – 0:31:37
Wir wollen zusammen was erstellen, was Freude macht und was auch den Menschen gefällt.
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0:31:37 – 0:31:41
Oder zumindest erstmal zu mir gefallen, wenn es den Menschen gefällt.
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0:31:41 – 0:31:43
Das ist natürlich auch toll.
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0:31:43 – 0:31:46
Aber das ist sehr, sehr wichtig.
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0:31:46 – 0:31:52
Deswegen sage ich auch immer, dass mein Augenblick lebt, mein Modulat.
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0:31:52 – 0:31:58
Das können viele nicht nachvollziehen, aber für mich ist es so…
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0:31:58 – 0:32:04
Ich weiß nicht, ich hab manchmal auch das Gefühl, das stinkt genau auf mich, wenn ich es fünf Tage nicht eingeschaltet habe.
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0:32:04 – 0:32:06
[Lachen]
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0:32:06 – 0:32:11
Ja, weiß ich auch nicht, also das ist ganz komisch.
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0:32:11 – 0:32:14
Ist es das…
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0:32:14 – 0:32:19
Ich hatte das schon auch öfter in Interviews schon mal gesagt, aber ist es das, was Bob Moe geschrieben hat,
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0:32:19 – 0:32:26
dass da auf Quantenebene so ein Austausch zwischen Musiker und seinem Instrument stattfindet.
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0:32:26 – 0:32:33
Ich meine, bei einer Gitarre ist klar, die hältst du in der Hand oder man könnte auch sagen, du umarmst sie.
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0:32:33 – 0:32:40
Und dieser Korpus, der schwingt ja, die Seiten schwingen, da fließen auch Ströme.
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0:32:40 – 0:32:45
Und beim Modularsystem verhält es sich so ein bisschen, geht es auch so in die Richtung.
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0:32:45 – 0:32:52
Und vielleicht noch ein bisschen unterschwelliger das Ganze natürlich, aber auch da passiert
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0:32:52 – 0:32:56
irgendwas zwischen der Maschine und dir.
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0:32:56 – 0:33:00
Ja, das könnte man so sehen, ja.
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0:33:00 – 0:33:02
Ich denke schon.
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0:33:02 – 0:33:06
Ich denke auch, man muss so… das ist eine Gefühlssache.
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0:33:06 – 0:33:09
Musik ist ja sowieso eine Gefühlssache, sag ich mal.
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0:33:09 – 0:33:12
Ich finde Musik hat überhaupt nichts Mechanisches.
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0:33:12 – 0:33:17
Auch wenn man mit elektronischen Bauteilen arbeitet, sage ich mal,
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0:33:17 – 0:33:22
hat es trotzdem irgendwie was Emotionales.
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0:33:22 – 0:33:27
Für mich, ich weiß nicht, vielleicht sehen andere Leute das anders,
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0:33:27 – 0:33:31
aber ich glaube, das ist ganz wichtig,
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0:33:31 – 0:33:38
dass man sein Gefühl da reinbringt und sich mit dem Instrument verbindet.
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0:33:38 – 0:33:42
Du kannst ja auch mit einer digitalen Ebene interagieren noch.
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0:33:42 – 0:33:47
Ich glaube, das ist gerade die Erkenntnis, die sich jetzt so langsam festsetzt,
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0:33:47 – 0:33:55
weil halt all dieses quasi auf "Large Language Model" gerechnete, generierte Zeug einfach
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0:33:55 – 0:33:57
pures Uncanny Valley ist, oder?
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0:33:57 – 0:34:00
Also egal, wie gut das Zwischen-ist,
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0:34:00 – 0:34:05
du hörst es vielleicht nicht direkt raus, aber du hast den Eindruck, dass was nicht stimmt.
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0:34:05 – 0:34:09
Weil einfach dieser ganz intuitive menschliche Zugang,
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0:34:09 – 0:34:11
den kannst du nicht rechnen.
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0:34:11 – 0:34:13
Und deswegen ist es auch...
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Also, ich hab auch den Eindruck,
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ich komm gleich noch mal etwas näher drauf,
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weil mich das Thema gerade interessiert,
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aber ich hab auch den Eindruck,
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dass sich, obwohl jetzt in der Modularwelt
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ganz viel Richtung Bits, Bytes und eigentlich Digitales gegangen ist,
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noch während hier im Hardware-Land
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noch das Analog-Revival getobt hat, ist ganz viel in der Modularwelt schon wirklich so wieder auf
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Microcontroller und Chips und Softwarebasis. Da gebe ich dir absolut recht. Und all das.
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Das war ja extrem früh dran und du hast trotzdem nicht den Eindruck, dass das jetzt irgendwie
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dadurch klinischer wird, sondern es ist einfach noch eine neue Ebene obendrauf.
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Ja, es wird kontrollierbarer, habe ich das Gefühl.
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Du kannst es reproduzieren, ja.
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Was da jetzt alles vorausgekommen ist, um meinen Eurorack zu steuern, das ist schon cool.
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Aber ich gehe da immer so ein bisschen vorsichtig dran.
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0:35:14 – 0:35:16
Ich bin da nicht so euphorisch.
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Ich frau aber immer noch ganz gerne selber an den Knöpfen.
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Es gibt ja auch Module, mit denen du Reglerbewegungen aufzeichnen kannst, quasi wie so eine Art
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0:35:31 – 0:35:32
Preset.
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Genau, oder es gibt auch Module, mit denen du Einstellungen quasi speichern kannst.
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Ich meine, beim Buckler ist ganz klar, die haben das irgendwie so halb speicherbar gemacht,
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das ganze System, was das von der Bedienung her auch nicht einfacher macht.
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ein Buchler-System per se ja da auch nochmal eine ganz andere Hausnummer ist. Aber das ist für dich
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jetzt nicht unbedingt der Weg, den du gehen möchtest, wenn du modular unterwegs bist. Welche
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0:36:00 – 0:36:07
Module interessieren dich denn? Was würdest du sagen, welche Module, ja hier so ein neues Filter-
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0:36:07 – 0:36:11
modul, das finde ich total interessant jetzt oder in welche Richtung geht das da bei dir?
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Das ist genau richtig. Ich bin totaler Filter-Herd. Also ich könnte mir einen Filter nach dem anderen
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ins Direkt schrauben, weil ich finde Filter unglaublich spannend. Also da kann man unglaublich
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viel mitmachen. Auch mit einfachen Filtern, die ein paar Euro nur kosten. Das müssen nicht immer
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die teuersten sein, finde ich. Ja, ansonsten natürlich nach wie vor alles, was rhythmisch ist,
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also alles, womit ich Rhythmus machen kann. Ich habe unglaublich viele Trigger-Sequenzer und das
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Das ist für mich das A und O.
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Das ist klar, aber dein Stil, das ist klar, du wirst das ja auch mit deinen Drum-Maschinen
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0:36:54 – 0:36:57
irgendwie synchronisieren.
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0:36:57 – 0:37:00
Wenn du viel mit Synkopen arbeitest, klar.
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0:37:00 – 0:37:07
Und das macht natürlich auch Spaß, wenn man dann da mit Frequenzteilern arbeiten kann
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0:37:07 – 0:37:08
und so weiter.
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0:37:08 – 0:37:15
Ja, also ich bin jetzt mal so ein bisschen aus dem Geschmack gekommen und versuche mal viel mit Modulation zu machen.
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0:37:15 – 0:37:18
Ich habe das eigentlich über die Jahre immer so ein bisschen vernachlässigt.
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0:37:18 – 0:37:31
Aber ich mich interessieren im Moment viele Module, mit denen ich viel TV senden kann und bestimmte Sachen modulieren kann.
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0:37:31 – 0:37:33
Das ist sehr spannend.
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0:37:33 – 0:37:37
Da bin ich jetzt mal so ein bisschen mit beschäftigt, obwohl vielleicht viele Leute denken,
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0:37:37 – 0:37:40
"Hä? Das ist doch eigentlich das A und O beim Modularsystem."
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0:37:40 – 0:37:44
Das finde ich eigentlich nicht. Also, es kommt immer darauf an, was man machen will
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0:37:44 – 0:37:47
oder was man für eine Musik anstrebt.
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0:37:47 – 0:37:55
Also, mit meinem Techno braucht man nicht unbedingt so viel CV und Modulation, sag ich mal.
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0:37:55 – 0:37:57
Es ist eher perkussiv.
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0:37:57 – 0:38:00
Ja, genau. Bei Ambient-Sachen ist das schon anders.
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0:38:00 – 0:38:04
anders. Also da finde ich das sehr wichtig und das finde ich auch total toll. Ich höre sowas gerne.
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0:38:04 – 0:38:12
Also wenn wir so diese Treffen haben, zum Beispiel das Happy Nobbing, das ist schon spannend, was die
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0:38:12 – 0:38:18
Jungs da machen teilweise. Da kriege ich nicht hin. Also wenn ich irgendwas ohne Rhythmus machen muss,
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0:38:18 – 0:38:26
das geht gar nicht. Hast du denn auch ein Make-Noise Mathes? Wie wir in Deutsch nicht immer sagen.
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0:38:26 – 0:38:34
Es haben sich ja ganz viele Leute, ich auch, haben sich das ja ins Rack geschraubt, weil
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das halt, ja, es ist halt so eine, diese Low-Pass-Gates, die haben ja einen ganz eigenen Klang und das
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0:38:43 – 0:38:48
macht das halt so besonders, dieses Modul, dieses leicht Verzögerte, wenn man Impulse
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0:38:48 – 0:38:54
reinschickt, dass das so ganz leicht verzögert dann reagiert, fast schon so wie, ja quasi
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0:38:54 – 0:38:59
wie so Microtiming-mäßig, dass da die Verzögerung ist. Das ist halt steuerbar, das Ganze. Und
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0:38:59 – 0:39:06
es ist sehr vielfältig einsetzbar, dieses Modul. Wobei ich mir jedes Mal, als ich das
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0:39:06 – 0:39:10
angefasst hatte, als ich damit gearbeitet habe, habe ich mir jedes Mal einen Knoten ins Gehirn
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0:39:10 – 0:39:15
geschraubt, weil ich nicht genau wusste, okay, jetzt habe ich die Flankensteilheit verändert
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0:39:15 – 0:39:19
und dann kannst du hier noch und da was drehen und …
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0:39:19 – 0:39:21
So richtig verstanden habe ich es nicht.
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0:39:21 – 0:39:23
Ja, genau das ist der Punkt.
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0:39:23 – 0:39:26
Ich verstehe das auch nicht.
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0:39:26 – 0:39:31
Also ich bin eigentlich totaler Laie, was diese ganzen Begriffe angeht.
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0:39:31 – 0:39:35
Ich habe damit angefangen und habe einfach nur in den Körper gedreht.
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0:39:35 – 0:39:39
Und ein bisschen was habe ich gelernt, okay, das gebe ich zu.
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0:39:39 – 0:39:44
Wie man zum Beispiel Trigger macht oder PCTV und so weiter.
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0:39:44 – 0:39:50
Das ist schon wichtig, aber wie das letztendlich wirklich funktioniert, das kann ich da nicht erklären.
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0:39:50 – 0:39:52
Das ist unmöglich.
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0:39:52 – 0:40:00
Und auch Frankensteinheit oder auch diese ganzen verschiedenen Wellenformen, ja, die gibt es, aber ist doch wurscht.
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0:40:00 – 0:40:02
Wenn es cool klingt, ist doch genial.
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0:40:02 – 0:40:09
Da muss ich ja nicht wissen, ob das jetzt ein Sinus war oder was weiß ich für eine Welle.
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0:40:09 – 0:40:11
Ich sehe das immer so.
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0:40:11 – 0:40:13
Ich bewundere die Leute, die sich damit auskennen.
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0:40:13 – 0:40:16
Du hast dir auch kein Oszilloskop an deinen Rack gefragt?
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0:40:16 – 0:40:18
Nein, nein, nein.
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0:40:18 – 0:40:23
Es gibt ja auch einiges. Von KORG gibt es ja dieses kleine, ich weiß gar nicht wie das heißt, NTS2 oder so.
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0:40:23 – 0:40:30
Oder NTS4, ich weiß nicht. Da kann man ja die Signale abgreifen und dann für sich sichtbar machen.
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0:40:30 – 0:40:34
Ich fand es immer ganz lustig, das zu beobachten, wie sich die Klänge verändern.
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0:40:34 – 0:40:39
Ja, spannend.
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0:40:39 – 0:40:46
Wobei, ganz ehrlich, das Beobachten, ich habe eher das Gefühl, dass, ich weiß nicht, ob es einfach nur so ein bisschen Meme geworden ist,
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0:40:46 – 0:40:51
oder ob es einfach irgendwie so, ob die Leute das grundsätzlich gerne tun, Klänge beobachten,
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0:40:51 – 0:40:56
aber ich habe so den Eindruck, dass es so, ich sag mal, eine Pflichtvorstellung für die Kamera, weißt du?
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0:40:56 – 0:41:01
Also, wenn du da so ein Modularsystem auf den Tisch legst, noch drei Kakteen drumherum,
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0:41:01 – 0:41:06
drumrum, oder einen, wo du auch noch schön regelmäßig reinfasst, oder dann willst du
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0:41:06 – 0:41:11
ja wenigstens für den Pöbel noch ein bisschen was zum Interpretieren geben, weil er kennt
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ja die Knöpfe nicht mit Vornamen, oder?
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0:41:13 – 0:41:17
Also ich glaube, da kommt die Seuche auch zumindest.
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0:41:17 – 0:41:21
Genauso wie dieses "Ich muss jetzt hier noch den Bildschirm einblenden und die Plugins",
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oder "Ich mache eine Doorless-Session, aber Hauptsache, dass das Display des DigiTac noch
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mal doppelt vergrößert, weil im Endeffekt ist es halt doch wichtig. Vielleicht kommt da auch so ein
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0:41:34 – 0:41:41
bisschen dieser Oszilloskop-Hype. Wir haben ja schon des Öfteren den Joke gemacht. Für so einen
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D-Takt oder für andere Kompakt-Synthesizer brauchst du dann für das Display eben eine fressende Linse,
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0:41:48 – 0:41:55
vor allem wenn man denn Ü50 ist, weil man es so schlecht lesen kann. Du hast ja auch schon
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0:41:55 – 0:42:01
gefühlt die Hälfte deines Vorpacks storniert oder zurückgeschickt, weil du das Display nicht mehr lesen kannst.
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0:42:01 – 0:42:06
Ja, aber das ist nicht der einzige Grund. Aber auch einer der Gründe, genau.
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0:42:06 – 0:42:13
Weil es zu meiner Kurzsichtigkeit auch noch eine Altersweitsichtigkeit dazu gekommen ist. Das ist natürlich tödlich.
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0:42:13 – 0:42:14
Ja.
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0:42:14 – 0:42:24
Studio hat jetzt, glaube ich, noch ein Thema, was du anschneiden wolltest. Du hattest es vorhin angesetzt. Meinst du, da kommst du später zu?
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0:42:24 – 0:42:28
Ich hatte zwei, also ich gehe sie jetzt der Reihe nach durch, weil ich greife beides nochmal auf.
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0:42:28 – 0:42:35
Aber das erste hatten wir eigentlich schon so ein bisschen quasi beantwortet,
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0:42:35 – 0:42:43
weil du da mit der Modulfrage reingegangen bist, weil ich hab's ja gesagt, eben diese digitale Entwicklung.
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0:42:43 – 0:42:50
Also wir haben im Grunde genommen Sampling-Module, das hätte ich gerne mal nur schon in Plugins gesehen.
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0:42:50 – 0:42:55
Also diese Dreistigkeit und Kreativität von irgendwelchen Einwandboden,
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0:42:55 – 0:42:59
hier ein Sample-Mangle-Modul zu bauen, wo du einfach denkst, geil,
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0:42:59 – 0:43:03
kann ich das vielleicht auch in Halbson teuer und zugänglicher haben?
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0:43:03 – 0:43:07
Also eine ganz, ganz spannende digitale Entwicklung.
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0:43:07 – 0:43:11
Aber du hast ja gesagt, du bist nicht so Fan davon.
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0:43:11 – 0:43:17
Also bei dir ist es eher analog und noch Control-Voltage gesteuert.
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0:43:17 – 0:43:18
Andrea.
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0:43:18 – 0:43:27
Ja, also ich mache mir da eigentlich gar nicht so viele Gedanken über analog oder digital oder weiß ich nicht.
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0:43:27 – 0:43:35
Ich sage immer, ich benutze alles, wenn es für mich, sag ich mal, funktioniert.
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0:43:35 – 0:43:37
Also für meinen Sound.
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0:43:37 – 0:43:44
Und ja, ich muss das erklären.
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0:43:44 – 0:43:47
Klar, ich beobachte das schon.
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0:43:47 – 0:43:49
Du bist auch nicht so herstellerhörig, ne?
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0:43:49 – 0:43:57
Du sagst so "Nee, auf den Hersteller, den kauf ich gar nicht, weil der kleine chinesische Kinderauspreis jetzt..."
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0:43:57 – 0:44:02
Nein, also ich kauf das einfach, weil ich Musik machen will.
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0:44:02 – 0:44:09
Und wenn mich das interessiert oder wenn ich das gut finde oder wenn es gut klingt, dann kauf ich das.
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0:44:09 – 0:44:10
Ja.
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0:44:10 – 0:44:14
Weil wenn ich das immer alles hinterfragen würde, dann könnte ich ja gar nichts mehr kaufen.
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0:44:14 – 0:44:17
Dann wäre ich ja nur damit beschäftigt.
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0:44:17 – 0:44:20
Ich möchte ja Musik machen.
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0:44:20 – 0:44:23
Genau, wollte ich gerade sagen. Das lenkt vom Musik machen ab.
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0:44:23 – 0:44:31
Die andere Frage, und wir müssen das Thema eigentlich anschneiden,
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0:44:31 – 0:44:36
weil da ist vorher so ein schöner Satz gefallen, den ich ausschließlich zitiere,
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0:44:36 – 0:44:39
was die Jungs da machen.
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0:44:39 – 0:44:42
Ja, die Boys.
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0:44:42 – 0:44:51
Gerade die Modularwelt ist ja jetzt wirklich eine Männer-mit-Geld-Domäne.
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0:44:51 – 0:44:53
Auf eine gewisse Art.
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0:44:53 – 0:44:55
Es gibt auch Leute, die sich für Modular...
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0:44:55 – 0:44:55
Zahnballzonen.
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0:44:55 – 0:44:58
Da muss ich mal eben widersprechen, das ist nicht mehr so.
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0:44:58 – 0:45:02
Das ist also spätestens seit Anfang dieses Jahres nicht mehr so.
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0:45:02 – 0:45:14
Und da solltet ihr wirklich mal auf Instagram schauen, da gibt es so viele Mädels, die wirklich teilweise richtig abgefahrenen Kram machen.
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0:45:14 – 0:45:18
Und die auch richtig tolles Thema haben.
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0:45:18 – 0:45:20
Ich kann ein paar Namen nennen.
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0:45:20 – 0:45:24
Jungle on wires aus Niederlande, muss ich sagen, Hammer.
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0:45:24 – 0:45:28
Oder Madon aus USA, lebt in Berlin.
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0:45:28 – 0:45:32
oder Lili aus Oldenburg, schaut euch das an.
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0:45:32 – 0:45:35
Das ist unglaublich, was die Mädels machen.
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0:45:35 – 0:45:39
Und ich kenne sie ja auch ein bisschen persönlich,
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0:45:39 – 0:45:44
man trifft sich da mal oder hier mal und ich bewundere sie teilweise.
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0:45:44 – 0:45:48
Ich beneide sie auch um ihr Alter, weil sie halt eben noch fit sind
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0:45:48 – 0:45:50
und noch richtig rausgehen können.
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0:45:50 – 0:45:55
Aber das ist unglaublich, was da für eine Entwicklung stattgefunden hat.
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0:45:55 – 0:46:05
es nur drei genannt, von was weiß ich, von endlich vielen. Und die Superbooth im letzten Jahr, 2024,
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0:46:05 – 0:46:13
hatte überwiegend weibliche Artists. Da solltet ihr euch nochmal das Line-Up anschauen,
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0:46:13 – 0:46:20
das ist der absolute Wahnsinn gewesen. Und ich finde es sehr gut, dass es diese Entwicklung gibt,
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0:46:20 – 0:46:23
Das finde ich sehr gut. Und die Mädchen, die...
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0:46:23 – 0:46:28
oder Frauen, muss man sagen, und die Frauen, die lassen sich nicht beirren, die machen ihr Ding.
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0:46:28 – 0:46:32
Und genau das ist das, was wir wollen.
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0:46:32 – 0:46:39
Einfach mal zeigen, hey, wir sind auch da und wir können auch an Knöpfen schrauben und wir kennen uns aus.
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0:46:39 – 0:46:42
Aber was die Männer machen, das finde ich auch klasse.
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0:46:42 – 0:46:45
Und ich finde es auch toll, wie ich bei den Männern aufgenommen wurde.
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0:46:45 – 0:46:49
Also da waren keine Berührungsängste oder sonst was.
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0:46:49 – 0:46:55
Natürlich, am Anfang wurde geguckt, meint die das ernst oder ich gehe jetzt nur hier, weil...
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0:46:55 – 0:46:58
Ja, das ist schon.
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0:46:58 – 0:47:03
Und wenn die dann aber merken, hey man, das ist ja cool und...
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0:47:03 – 0:47:07
Die Frau macht das beste Set des Abends um.
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0:47:07 – 0:47:09
Genau.
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0:47:09 – 0:47:12
Ja, die ist ja genauso ein Nerd wie wir, dann ist alles gut.
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0:47:12 – 0:47:19
Und ja, klar, wir Frauen müssen immer im Männerdomain besser sein.
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Wir müssen nicht 100 Prozent geben, wir müssen 150 Prozent geben, damit man uns akzeptiert.
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Aber damit kann man leben.
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0:47:28 – 0:47:30
Ich mache das ja nicht für die Männer.
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0:47:30 – 0:47:37
Ich mache die Musik für mich, für meine Seele, für mich, für mein Innerstes.
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0:47:37 – 0:47:41
Und wenn man das gut findet, ist doch schön.
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0:47:41 – 0:47:46
Aber wirklich, macht euch mal die Mühe, guckt euch mal diese Mädels an, da werdet ihr das trauen.
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0:47:46 – 0:47:53
Und die machen nicht alle Technik, die machen teilweise Sachen, da weiß ich echt nicht, wie die das hinkriegen.
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0:47:53 – 0:48:01
Also zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich gar kein Instagram habe, ich bin sehr wenig auf Social Media.
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0:48:01 – 0:48:03
Das ist sehr schade.
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Ich habe jetzt gelernt von dir, dass ich das ändern sollte.
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Ich bin auch nicht bei Facebook. Ich bin nur bei Instagram und da habe ich mittlerweile 68.000 Follower.
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0:48:16 – 0:48:17
Wow!
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0:48:17 – 0:48:20
Ja, das ist schon eine ganze Menge.
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0:48:20 – 0:48:24
Klar, ich habe meinen YouTube-Kanal, aber den habe ich sehr vernachlässigt.
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0:48:24 – 0:48:28
Das ist sehr schade, weil da muss ich mich auch noch ein bisschen mehr darum kümmern.
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0:48:28 – 0:48:32
Sascha, sind wir auf Instagram? Ich weiß gar nicht.
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Ich habe gar nicht geguckt.
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Der Lautfunk ist da und postet im Grunde genommen auch nur die Sonne, oder?
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Shit, ich poste da auch nur die Sachen. Ich hab mich aus Social Media komplett zurückgezwungen.
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0:48:42 – 0:48:46
Ich mach nur die Werbung für unsere und meine Beiträge.
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Aber ich seh das selber so auf...
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Und Telonymposts.
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Genau. Ich seh das aber halt auf TikTok, wie viele Mädels oder junge Frauen da sind,
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die mit Synthesizern oder auch mit Modularsystemen arbeiten.
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Und was mir seit Neuestem aufgefallen ist, die arbeiten auch viele jetzt mit Strudel.
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Mit was?
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Ja, Strudel. Das ist so eine...
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Apfelstrudel, Wasserstrudel, was jetzt?
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Ich weiß nicht, wie man das ausspricht, aber es ist Strudel geschrieben.
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0:49:25 – 0:49:28
Und es ist eine...
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0:49:28 – 0:49:30
Mit oder ohne E?
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0:49:30 – 0:49:32
Wahrscheinlich ohne "e".
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0:49:32 – 0:49:34
Ohne "e".
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Wahrscheinlich muss man es amerikanisch auswählen, so "struddle".
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0:49:36 – 0:49:40
Ja, das Symbol dafür ist auch ein "strudel".
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0:49:40 – 0:49:48
Und das ist quasi eine Programmierumgebung für Musik machen.
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0:49:48 – 0:49:52
Ach, das ist das, was du neulich in den News hier in unserem internen Chat gepostet hast.
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0:49:52 – 0:49:54
Ja, genau. Und das ist total irre.
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0:49:54 – 0:49:56
Diese Live-Coding-Geschichte.
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0:49:56 – 0:50:03
Geschichte. Ich bin total beeindruckt davon, wie kreativ und mit was für einer
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0:50:03 – 0:50:08
Diversität die Frauen daran gehen. Ja, finde ich klasse.
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0:50:08 – 0:50:14
Aber Instagram ist ziemlich wichtig für Sichtbarkeit.
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0:50:14 – 0:50:20
Ja, für Sichtbarkeit ist es das Nummer eins Medium. Und ich habe ja auch eine Theorie
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0:50:20 – 0:50:24
die letzten Jahre, ich sage jetzt nicht entworfen, weil es ist kein sonderlich
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0:50:24 – 0:50:28
kreativer Gedanke, aber ich weiß gar nicht, ob ich das hier im Podcast schon mal so ausgedeutscht habe,
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0:50:28 – 0:50:35
aber es ist ein guter Moment nochmal dafür. Und ich weiß auch, dass mir eine gute Freundin,
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0:50:35 – 0:50:44
die primär Frauenförderung in Musik macht, richtig feministisch aktiv, mir da wahrscheinlich links
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0:50:44 – 0:50:48
und rechts was um die Ohren hauen würde für die These. Also vielleicht ist sie auch, es ist ja nur
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0:50:48 – 0:50:54
Aber ich habe so den Eindruck, wir sehen es ja im großen, beziehungsweise im Musikgeschmack,
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0:50:54 – 0:50:59
dass du quasi Subkulturen im Prinzip gar nicht mehr auf Musik stützen kannst.
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0:50:59 – 0:51:06
Weil früher war es halt klar, du hast die Hip-Hopper, du hast die irgendwelche Raver,
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0:51:06 – 0:51:08
durchtrainierte Tänzer, du hast noch den Besenwagen der Metal.
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0:51:08 – 0:51:15
Aber das ist jetzt ein bisschen despektierlich, ich weiß, aber das wurde dann alles eingerissen,
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0:51:15 – 0:51:20
spätestens als zuerst die Downloads und dann Spotify, als die einfach irgendwelche Algorithmen
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0:51:20 – 0:51:24
wahllos irgendwelches Zeug reingespült haben, oder? Und du Leute, heute wirklich Leute hast,
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0:51:24 – 0:51:32
die am einen Abend ins Klassikkonzert gehen und am nächsten Tag zum Metal. Und den Eindruck habe ich
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0:51:32 – 0:51:36
jetzt auch, dass das zunehmend auch gerade pandemiebedingt, aber wahrscheinlich auch schon
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0:51:36 – 0:51:43
drei, vier Jahre vorher mit TikTok vor allem durch diesen Algorithmus sehr krass in Social
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0:51:43 – 0:51:51
niederübergeschwappt ist und da eigentlich so quasi diese, ich sag mal, diese räumliche
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0:51:51 – 0:51:53
Trennung niederreißt, weißt du?
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0:51:53 – 0:51:57
Ja, aber auch da, ich sag gleich nochmal was dazu.
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0:51:57 – 0:52:04
Du kannst hier halt, also abgesehen davon, dass du sowieso alles ins Netz streamen kannst,
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0:52:04 – 0:52:05
sinkt halt auch die Hemmschwelle, oder?
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0:52:05 – 0:52:14
Aber die Tatsache, dass du halt nicht mehr, ich sag mal, Gefahr läufst, jetzt gar nicht mal auf Modular bezogen,
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0:52:14 – 0:52:19
sondern jetzt will ich so, eigentlich jede musikalische Subkultur, dass du quasi einen ganz anderen,
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0:52:19 – 0:52:26
einen viel niederschwelligeren Zugang haben kannst und dann zunächst auch deine Leute findest.
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0:52:26 – 0:52:34
Jetzt ganz plakativ gesagt, Frauen, die dich untereinander vernetzen kannst und dann mit dieser Stärke in die,
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0:52:34 – 0:52:45
in die Subkultur rein und dort quasi wie so einen gemeinsamen Zugang findest durch diese digitale Tür eigentlich.
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0:52:45 – 0:52:53
Und dass es das halt sehr viel leichter gemacht hat im Vergleich zu damals, wo du halt der Outcast warst und 150 geben musstest.
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0:52:53 – 0:52:59
Es ist ja jetzt nicht nur so mit Frauen in sehr Männerdominierten Bereichen, sondern gut umgekehrt,
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0:52:59 – 0:53:01
Man steht da einfach mit einem Bein im Knast.
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0:53:01 – 0:53:03
Also, Gruß an den befreundeten Kindergärtner oder so.
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0:53:03 – 0:53:05
Was der gekämpft hat für seine Anerkennung.
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0:53:05 – 0:53:07
Das war unglaublich.
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0:53:07 – 0:53:09
Aber, ähm,
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0:53:09 – 0:53:11
ich denke schon, dass durch die,
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0:53:11 – 0:53:13
durch die, ähm,
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0:53:13 – 0:53:15
die, diese, eben dieses,
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0:53:15 – 0:53:17
diese Social-Media-Bildung,
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0:53:17 – 0:53:19
das zuerst eben auch wieder,
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0:53:19 – 0:53:21
du merkst,
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0:53:21 – 0:53:23
wie du es sagst, du merkst, du bist ja gar nicht allein.
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0:53:23 – 0:53:25
Du bist ja gar nicht zwangsläufig der Outcast.
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0:53:25 – 0:53:27
Du warst es vielleicht irgendwann, als du es räumlich warst.
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0:53:27 – 0:53:32
Jetzt ist es im Grunde genommen kein Problem mehr, weil du kannst dich einmal quer über den Kontinent vernetzen,
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0:53:32 – 0:53:40
zack, zehn gleiche, ich sag mal gleichere Leute und mit den gleicheren Leuten kannst du dann auch unter die gleichen Leute gehen.
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0:53:40 – 0:53:45
Es ist nicht nur auf Musik beschränkt, aber ich denke, es ist wahrscheinlich ein interessantes Bild.
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0:53:45 – 0:53:53
Ja, also ich glaube, dass das schon immer so war, nur das hat man halt nicht mitbekommen, weil man sich nicht vernetzen konnte.
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0:53:53 – 0:53:59
Ich denke, es gab Musikerinnen, sage ich mal so, gab es ja immer schon.
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0:53:59 – 0:54:09
Viele Frauen waren in der Rockmusik auch vielleicht nicht so berühmt und haben trotzdem Rockmusik gemacht damals, in den 70ern, in den 80ern.
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0:54:09 – 0:54:24
Aber da gab es halt eben noch kein Internet und du hattest keine Bandbreite, also keine Reichweite.
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0:54:24 – 0:54:30
Du warst in deinem Ort oder in deiner Stadt,
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0:54:30 – 0:54:38
Ich konnte da vielleicht mal Konzerte spielen und dann hast du dir einen Namen gemacht im Umkreis deiner Stadt.
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0:54:38 – 0:54:46
Heute ist das halt eben anders. Heute hast du die Möglichkeit, über das Internet, wie du schon gesagt hast,
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0:54:46 – 0:54:52
du kannst dich vernetzen über die ganze Welt. Dadurch hast du auch eine große Reichweite.
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0:54:52 – 0:54:59
Du hast vor allem Gewicht. Ich war an einem Festival hier, Jugendkulturfestival, habe ich, glaube ich, auch schon mal erzählt,
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0:54:59 – 0:55:06
Podcast, wo du, du hattest eine Vielfalt, die wäre noch vor 15 Jahren so nicht möglich
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0:55:06 – 0:55:10
gewesen, weil damals war es halt der gerade angesagte Indie-Sound. Und dass da eine Metalcore-Band
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0:55:10 – 0:55:16
steht, dass da Elektro-Duos stehen, dass da im Grunde genommen Stoner, Rock, Punk-Geschichten
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0:55:16 – 0:55:20
stehen, die alle eine wahnsinnige Reichweite haben, aber genau deswegen, dass es gebucht
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0:55:20 – 0:55:24
werden konnte, weil sie gar nicht konsensfähig sein mussten, weil sie halt trotzdem die Reichweite
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0:55:24 – 0:55:36
Und das ist, denke ich, das ist das positive Entwicklung. Das muss sich gar nicht auf irgendwelche, ich sag mal,
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0:55:36 – 0:55:42
Domänendurchbruch, muss sich das gar nicht beziehen, sondern eher auf den Aspekt von "ja, das gibt's ja auch noch",
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0:55:42 – 0:55:48
weil es eben nicht mehr mit dem Ballast einer Subkultur oder einer Szene kommt, oder?
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0:55:48 – 0:56:01
Also du bist quasi nicht mehr der, ich mach jetzt ein persönliches Beispiel, du bist nicht mehr der Typ, der den Laptop mitbringt zur Ambient Session, wo die anderen Leute ihre Minimoogs aus dem Auto laden,
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0:56:01 – 0:56:15
sondern mit dir kommen noch ein paar andere Laptop-Leute, weil die halt gesehen haben, okay, der andere Laptop-Dude ist auch da,
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0:56:15 – 0:56:21
Ich muss mir nicht den ganzen Abend Sprüche anhören und selbst wenn, dann rede ich halt nur mit einem Laptop-Dude.
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0:56:21 – 0:56:26
Wobei die Laptop-Dudes manchmal ganz schön kranke Scheiße machen mit ihrem Laptop.
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0:56:26 – 0:56:31
So viel kranker als so manchmal mit seinem Minimo.
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0:56:31 – 0:56:39
Du ganz ehrlich, ich hab bei unseren Jam-Sessions immer Schweißausbrüche bekommen, wenn Leute aufgetaucht sind.
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0:56:39 – 0:56:42
Nee, Laptop machen sie alle, weil es war ja eh mit dem Link-Jam.
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0:56:42 – 0:56:45
Ich hab keinen. Ich nehm auch keinen mit.
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0:56:45 – 0:56:52
Ich hab nur mein Modularsystem. Und wenn da irgendwas nicht funktioniert, dann haben wir halt Pech gehabt. Dann fangen wir nochmal von vorne an.
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0:56:52 – 0:56:59
Also das ist auch für mich wichtig. Wenn ich irgendwo spiele, spiele ich ohne doppelten Boden.
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0:56:59 – 0:57:03
Ich spiele mit meinem Modularsystem, mit meiner Drum Machine und fertig.
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0:57:03 – 0:57:05
Und deswegen ist es auch manchmal so...
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0:57:05 – 0:57:08
Ist dir das schon mal passiert? Ist dir die Drum Machine kaputt gegangen? Was hast du da gemacht?
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0:57:08 – 0:57:16
Ich hab jetzt ja, der letzte Auftritt war in Hamburg im Südpol, da hab ich mehrfach die Glocke verloren.
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0:57:16 – 0:57:23
Also wenn ich da nicht den Sync-Button gehabt hätte, dann hätten wir auf Start drücken müssen,
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0:57:23 – 0:57:27
dann hätten wir alle mal "Hallo" geschrien und dann hätten wir wieder auf Start gedrückt.
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0:57:27 – 0:57:35
Also das ist halt so. Ich hab auch keine Loops irgendwo sitzen, ich hab kein Ableton dabei und
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0:57:35 – 0:57:46
Nö, will ich auch nicht. Das ist mir viel Stress. Da muss ich ja ständig gucken und dann diese ganz kleinen Clips da drin.
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0:57:46 – 0:57:52
Ne, lass mal. Da gucke ich lieber auf meine Knöpfe und auf meine Kabel und gut ist.
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0:57:52 – 0:57:58
Und für mich ist es manchmal schon recht etwas stressig auf die Sonnenmaschine zu schauen.
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0:57:58 – 0:58:01
Welches Petter läuft denn gerade?
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0:58:01 – 0:58:08
Ja, also, weiß ich nicht. Also, so ein bisschen improvisieren sollte man ja dann doch, finde ich.
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0:58:08 – 0:58:12
Also, ich schreibe nicht mal mehr, ich mache nicht mal mehr Spuren vorbereiten.
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0:58:12 – 0:58:17
Also, ich habe so ein paar Sounds, die immer funktionieren und wenn ich mich nicht vorhöre, kann ich halt die.
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0:58:17 – 0:58:24
Und dann wird eine Spur nach dem anderen in Mableton geöffnet und wenn es abverreckt, ist es halt hinüber.
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0:58:24 – 0:58:33
Da kam auch mal einer mit einer Tuba, der Club hat gebebt, aber der hatte natürlich keine vorgefertigten Patterns.
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0:58:33 – 0:58:37
Da hatte ich am Ende des Abends auch keine Luft mehr.
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0:58:37 – 0:58:42
Es ist eine Herausforderung. Man kommt schon manchmal echt ins Schwitzen.
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0:58:42 – 0:58:45
Man guckt mal kurz auf die Uhr und denkt, das muss jetzt aber noch eine halbe Stunde.
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0:58:45 – 0:58:52
Scheiße, was kannst du denn jetzt nochmal machen? Welches Modul hast du denn noch nicht gehabt?
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0:58:52 – 0:59:00
Ich weiß nicht, ob ihr schon mal einen CT bekommen habt, so eine Computertomographie.
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0:59:00 – 0:59:02
Ja, vor zwei oder sechs Wochen.
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0:59:02 – 0:59:06
Die setzen mir jedes Mal so Kopfhörer auf, damit sie sich nicht so erschrecken.
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0:59:06 – 0:59:11
Wieso, das klingt auch wie ein original hardcore Techno-Track da drin.
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0:59:11 – 0:59:16
Nee, nee, stopp, stopp, stopp. CT ist die leise Röhre.
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0:59:16 – 0:59:18
CT ist die leise Röhre, die macht gar nichts.
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0:59:18 – 0:59:19
MRC.
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0:59:19 – 0:59:21
MRT, Entschuldigung.
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0:59:21 – 0:59:23
Das hatte ich auch ein paar Mal.
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0:59:23 – 0:59:25
Das klingt, also ich finde,
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0:59:25 – 0:59:27
wenn man nichts anderes hat, kann man ja auch
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0:59:27 – 0:59:29
erstmal einfach einen Trigger
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0:59:29 – 0:59:31
setzen und dann einfach
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0:59:31 – 0:59:33
Nadelimpuls.
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0:59:33 – 0:59:35
Man darf ja leider nichts mit reinnehmen.
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0:59:35 – 0:59:37
Das wäre doch nicht schlecht.
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0:59:37 – 0:59:39
Ja, weil alles direkt gegen die Röhre fliegt.
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0:59:39 – 0:59:41
Genau.
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0:59:41 – 0:59:43
Was man aufnehmen könnte, weil es ja magnetisch ist.
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0:59:43 – 0:59:45
Mich hat mal einer im MRT
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0:59:45 – 0:59:47
angeschrieben, ich soll aufhören,
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0:59:47 – 0:59:54
zu wippen, sie würden gerne meinen Kopf scannen. Das ist gut. Das war ein sehr guter Beat, also in meinem Kopf.
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0:59:54 – 0:59:59
Aber du kannst das auch gar nicht aufnehmen, ne? Also das geht gar nicht.
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0:59:59 – 1:00:04
Wir haben ja gerade schon gesagt, dass dir dann das Mikro nicht anliegt.
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1:00:04 – 1:00:10
Nicht, dass es wegfliegt, sondern die Magnetfelder wirken auf die Elektrik im Mikrofon ein.
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1:00:10 – 1:00:11
Ah, okay.
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1:00:11 – 1:00:18
Also von daher. Nee, aber ich hab das ja auch schon ein paar mal gehabt und ja, es ist halt
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1:00:18 – 1:00:21
irgendwie so eine Mischung zwischen, wie hieß das denn?
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1:00:21 – 1:00:22
Gabber.
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1:00:22 – 1:00:24
Gabber, dann halt hier dieses…
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1:00:24 – 1:00:26
Gabber, minimal Gabber.
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1:00:26 – 1:00:30
Hardcore und irgendwie so Schranz.
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1:00:30 – 1:00:31
Ja.
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1:00:31 – 1:00:32
Ja.
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1:00:32 – 1:00:38
[Musik]
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1:00:38 – 1:00:40
Das ist schon geil.
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1:00:40 – 1:00:44
Ich wollte gerade noch was sagen, habe ich jetzt vergessen.
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1:00:44 – 1:00:46
Verdammt, was war das?
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1:00:46 – 1:00:48
Ähm.
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1:00:48 – 1:00:50
Mach mal weiter.
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1:00:50 – 1:00:52
Was ich dich fragen wollte.
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1:00:52 – 1:00:56
Was hältst du denn, du als
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1:00:56 – 1:01:00
TA-909-Auskennerin?
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1:01:00 – 1:01:04
Was denkst du denn über die neue Roland Thea 1000?
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1:01:04 – 1:01:08
Genau das.
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1:01:08 – 1:01:12
Das finde ich gut, dass man es denken kann.
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1:01:12 – 1:01:16
Ja, eigentlich kann ich da ja nichts zu sagen,
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1:01:16 – 1:01:20
weil ich hatte das Teil ja noch nicht in den Händen.
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1:01:20 – 1:01:24
Tja, es ist sehr schwierig,
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1:01:24 – 1:01:28
das zu beurteilen.
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1:01:28 – 1:01:33
Es gibt ja angeblich wohl Timing-Probleme, also Symptom-Probleme,
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1:01:33 – 1:01:39
Medi-Symptom, soll ja nicht so berauschend sein, soll ja angeblich jetzt fix sein, ich weiß es nicht.
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1:01:39 – 1:01:43
Ich habe jetzt noch nicht so viel gelesen weiter, aber
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1:01:43 – 1:01:49
natürlich ist das ein tolles Gerät, da gehe ich ganz fest von aus.
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1:01:49 – 1:01:55
Da werden super tolle Sounds drin rein, es wird eine tolle Performance hergeben,
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1:01:55 – 1:02:05
auch sicherlich viel schrauben und neue Sounds oder Sounds verändern. Also ich glaube schon,
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1:02:05 – 1:02:14
dass das richtig cool ist. Der Preis, ja, sag ich da nö. Das möchte ich so nicht.
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1:02:14 – 1:02:20
Wie so Gipsenpreise, wenn man an den Gitarren schlicht und gut guckt.
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1:02:20 – 1:02:26
Ja, ich denke, Roland hat da wirklich hart dran gearbeitet an der Maschine.
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1:02:26 – 1:02:27
Also das glaube ich schon.
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1:02:27 – 1:02:34
Die haben da wirklich all ihre Erfahrungen und auch viel Neues mit reingebracht.
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1:02:34 – 1:02:38
Die haben wirklich versucht, alles in dieses Gerät zu packen, was sie ausgemacht hat.
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1:02:38 – 1:02:44
Vor allen Dingen in den 90ern, da ging es ja los mit dem ganzen Kerl.
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1:02:44 – 1:02:49
Also nicht eigentlich schon in den 80ern, aber in den 90ern war es ja schon mit dem Hype so.
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1:02:49 – 1:02:51
Extrem auch.
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1:02:51 – 1:02:57
Und ja, ich würde es gerne ausprobieren, aber ich würde es mir nicht kaufen,
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1:02:57 – 1:03:01
weil es ist mir einfach zu teuer und meine Hörgeräte waren jetzt teurer als los.
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1:03:01 – 1:03:11
Und von daher, nee, also, ich weiß nicht, ich bin da jetzt erstmal so ein bisschen scharf auf die Vermona,
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1:03:11 – 1:03:14
Ich glaube, das ist ein ganz neues Konzept.
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1:03:14 – 1:03:17
Wie hieß das Ding noch? Ich habe den Namen vergessen.
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1:03:17 – 1:03:19
Drumding.
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1:03:19 – 1:03:21
Genau, Drumding.
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1:03:21 – 1:03:23
Wie hieß das Ding noch? Drumding.
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1:03:23 – 1:03:26
Ja, genau. Das haben wir ja auch schon besprochen.
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1:03:26 – 1:03:28
Also, das ist ein sehr interessantes Konzept.
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1:03:28 – 1:03:32
Ich glaube, das ist ganz spannend und das interessiert mich schon,
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1:03:32 – 1:03:39
weil es so machbar ist, weil das wirklich etwas völlig Neues ist.
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1:03:39 – 1:03:45
Roland Sound, den habe ich ja nun auch hier stehen und der muss es auch nicht immer sein.
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1:03:45 – 1:03:49
Was sagst du zum Hexenwörter?
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1:03:49 – 1:03:53
Ja, Hex Drums.
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1:03:53 – 1:03:55
Der Hex Drums, genau.
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1:03:55 – 1:04:01
Ja, ist bestimmt auch toll, glaube ich schon, aber es reizt mich einfach nicht.
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1:04:01 – 1:04:07
Für mich persönlich nicht, aber ich glaube schon, dass es auch seine Abnehmer finden wird.
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1:04:07 – 1:04:12
Klar, auch cool, sage ich mal so.
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1:04:12 – 1:04:16
Aber, dass ich da jetzt so… ne, also, weiß nicht.
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1:04:16 – 1:04:19
Man darf es dabei auch cool belassen.
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1:04:19 – 1:04:23
Man muss nicht so alle eine fertige Meinung haben.
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1:04:23 – 1:04:25
Ja, ich kann das auch schlecht beurteilen.
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1:04:25 – 1:04:29
Ich sag mal so, ich kann das eigentlich für mich erst dann beurteilen,
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1:04:29 – 1:04:31
wenn ich das wirklich mal in den Händen gehabt habe,
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1:04:31 – 1:04:35
wenn ich mal probiert habe, wenn ich mal geguckt habe, was geht am Welt.
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1:04:35 – 1:04:41
Na klar, die einzige Beurteilung, die man im Voraus hat, ist "Möchte ich, dass sie den Händen haben?"
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1:04:41 – 1:04:48
Genau. Klar, ausprobieren würde ich es gerne, aber ich bin jetzt nicht so heiß darauf, dass ich sofort den Bestellkopf drücken würde.
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1:04:48 – 1:04:54
Das habe ich bei der Roland auch nicht gemacht. Das kam mir auch gar nicht in den Sinn.
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1:04:54 – 1:04:58
Ich dachte, naja, wir gucken mal, was da geht.
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1:04:58 – 1:05:01
Wie klingt es denn?
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1:05:01 – 1:05:06
Außerdem ist das glaube ich ein ganz schöner Klotz.
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1:05:06 – 1:05:09
Den mitzuschleppen ist bestimmt auch nicht so einfach.
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1:05:09 – 1:05:12
Die ist ziemlich groß und ich weiß jetzt nicht, wie schwer sie ist,
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1:05:12 – 1:05:15
aber die wird bestimmt auch ihren 5-6 Kilo wiegen.
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1:05:15 – 1:05:20
Viele Leute schreiben ja, es ist eher ein Studiogerät.
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1:05:20 – 1:05:22
Das kommt mir nämlich auch so vor.
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1:05:22 – 1:05:27
angeblich identisch mit der Vintage TH-909.
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1:05:27 – 1:05:29
5,5 Kilo habe ich.
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1:05:29 – 1:05:31
5,5 Kilo, ja.
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1:05:31 – 1:05:33
Also das ist schon ein ordentlicher Klopper.
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1:05:33 – 1:05:39
Ja, also ich glaube schon, dass das toll ist.
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1:05:39 – 1:05:42
Roland hat ja nun auch schon ordentlich verkauft.
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1:05:42 – 1:05:44
Ich glaube, die ist noch im Moment gar nicht super bei,
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1:05:44 – 1:05:46
erst wieder ein paar Monate oder so.
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1:05:46 – 1:05:48
Oder ich glaube, dieses Jahr gar nicht mehr.
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1:05:48 – 1:05:50
Ich weiß es nicht, aber irgendwie habe ich da was gelesen.
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1:05:50 – 1:05:56
Ich bin mal gespannt, was da so mit bezaubert wird.
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1:05:56 – 1:06:00
Ich hör mir das gerne an, wenn da irgendwelche Videos veröffentlicht werden.
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1:06:00 – 1:06:02
Hat jemand von euch die?
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1:06:02 – 1:06:08
Ich hatte den Bestellknopf gedrückt und hab sie dann wieder storniert, weil ich mir gedacht hab,
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1:06:08 – 1:06:13
nee, das ist es mir nicht wert. Also 2,7 Kilo ist schon eine Hausnummer.
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1:06:13 – 1:06:16
Ich find's auch sehr teuer, muss ich ganz ehrlich sagen.
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1:06:16 – 1:06:27
Letztendlich, du hast zwar dann mal wieder eine analoge Drum Machine von Roland,
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1:06:27 – 1:06:36
aber ich hab mir gedacht, das, was man sonst so an klassischen Roland Sounds hat,
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1:06:36 – 1:06:42
auch in Form von Software Plugins, das reicht mir.
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1:06:42 – 1:06:53
Und irgendwie, weiß nicht, die Maschine ist jetzt, was waren das, 43 Jahre alt.
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1:06:53 – 1:06:56
Muss man auch nicht jedes Mal nehmen.
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1:06:56 – 1:07:06
Ist zwar zwischendurch mal ganz okay, aber ich bin da auch nicht so der Riesenfan von dem Sound.
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1:07:06 – 1:07:09
Ja gut, Techno ist natürlich noch ne Neuheit.
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1:07:09 – 1:07:14
Das ist immer wieder… also vor allen Dingen die Hi-Hats. Die Hi-Hats sind der Hammer.
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1:07:14 – 1:07:16
Die Hi-Hats sind der Hammer, auf jeden Fall.
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1:07:16 – 1:07:18
Ich weiß nicht, wie die das gemacht haben.
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1:07:18 – 1:07:20
Also das ist für mich immer wieder…
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1:07:20 – 1:07:22
Das ist ein Sample. Die haben das gesamplet.
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1:07:22 – 1:07:27
Ja, das ist irre. Das ist einfach irre. Wirklich.
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1:07:27 – 1:07:29
Ja, das ist der Charme.
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1:07:29 – 1:07:33
Der Charme, der… ich weiß gar nicht, ist das 12-Bit oder was?
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1:07:33 – 1:07:35
Ja, 12-Bit.
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1:07:35 – 1:07:38
Ist das ein winziges Sample? Ist das eine rechte Quelle? Das knallt.
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1:07:38 – 1:07:45
Also nicht eine Rechteck-Welle, es ist ein Rechteck im Sample Edit. Das ist halt der Big-Twelve-Strick.
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1:07:45 – 1:07:51
Ich mach's immer so, wenn ich etwas als Block bilde, dann downsample ich's bis zum Geh-Dicht-Mehr.
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1:07:51 – 1:07:57
Nee, also für mich ist die Kiste nichts, weil ich kann's mir eh nicht leisten.
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1:07:57 – 1:07:59
Die T1000-Welle?
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1:07:59 – 1:08:05
Ja. Für mich ist die Kiste nichts, weil ich effektiv sehr wenig Strums mache.
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1:08:05 – 1:08:13
Selbst an Sessions nicht. Also wenn ich da mal irgendwie die Drums auspacke, dann klicke ich die in die DAW.
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1:08:13 – 1:08:20
Da bin ich dann, wie gesagt, auch wie all die Laptop-Menschen, das wollte ich ja vorher, bevor ich unterbrochen wurde, noch den Spruch machen.
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1:08:20 – 1:08:29
Also wenn jemand seinen Push auspackt oder eine MIDI-Tastatur oder vielleicht auch eben so ein Elektronengerät oder, keine Ahnung, vielleicht ein Analog-CD,
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1:08:29 – 1:08:34
da kannst du die Leute noch halbwegs erwarten. Aber wenn jemand nur mit seinem Laptop kommt,
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1:08:34 – 1:08:39
dann weißt du halt wirklich nicht, werden sie jetzt irgendwie schöne Naturgeräusche
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1:08:39 – 1:08:41
oder die größte Verzerrung, die du je gehört hast.
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1:08:41 – 1:08:46
Oder Akustikkopplersound. Das hatte ich ja mal.
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1:08:46 – 1:08:51
Hat denn jemand von euch Interesse an der Headphone? Oder ist das eher ein…
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1:08:51 – 1:08:54
Es ist ein spannendes Gerät.
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1:08:54 – 1:09:07
Wenn es die Art und Weise wäre, wie ich Musik mache und wenn ich eine weiße Tischplatte hätte, einen Kaktus und eine Kamera, ja, sofort.
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1:09:07 – 1:09:11
Du meinst, das ist wieder ein Holztischgerät? Holztisch mit Kaktus?
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1:09:11 – 1:09:20
Ja, also es haut mich optisch dermaßen an, dass ich mir denke, eigentlich müsste ich mir bestellen und mit dem Launchpad pro mal antriggern.
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1:09:20 – 1:09:24
Die sieht echt sexy aus, wie so ein Wasp-Synthesizer.
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1:09:24 – 1:09:26
Ja, das ist…
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1:09:26 – 1:09:28
Gelb-Schwarz.
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1:09:28 – 1:09:32
Ja, die Hex-Drum, die ist halt…
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1:09:32 – 1:09:35
kannst da halt nichts speichern.
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1:09:35 – 1:09:38
1200 Euro muss man dafür angehen.
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1:09:38 – 1:09:39
Ach echt?
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1:09:39 – 1:09:40
Schlusssteuern.
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1:09:40 – 1:09:42
Oh Mann.
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1:09:42 – 1:09:44
Meine Güte, das sind ja drei Module.
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1:09:44 – 1:09:47
Da kannst du auch nichts speichern.
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1:09:49 – 1:09:53
Kannst du ein Foto davon machen und dann rekonstruieren?
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1:09:53 – 1:09:59
Ich verstehe auch, ehrlich gesagt, ich verstehe auch irgendwie nicht so ganz den Sinn von dieser Veröffentlichung.
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1:09:59 – 1:10:07
Weil Erik Hassins hat auch den mit dem Perkunst so richtig tolles Teil abgeliefert und
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1:10:07 – 1:10:14
Hexenwörter hat tolle Module, tolle Drummodule. Ich verstehe das nicht.
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1:10:14 – 1:10:19
Also ich glaube wirklich, dass das für mich ist so ein Gerät,
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1:10:19 – 1:10:22
ja, Holztischgerät, aber ich meine es gar nicht im despetierlichen Sinn.
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1:10:22 – 1:10:29
Für mich ist das so ein Gerät, das wirklich sehr stark auf das Visuelle, das Direkte und das Momentum setzt.
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1:10:29 – 1:10:34
Und das ist so eine Entwicklung der letzten zehn Jahre, hätte ich gesagt.
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1:10:34 – 1:10:38
Hat, wie so vieles, eigentlich mit dem Minilogue angefangen,
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1:10:38 – 1:10:42
vielleicht auch mit dem MiniBrute, weil der war ja noch vorher.
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1:10:42 – 1:10:45
Also dieses zwangsläufig Unmittelbare.
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1:10:45 – 1:10:47
Das hättest du dich bis in die frühen 2010er
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1:10:47 – 1:10:50
jetzt abseits einiger Nischen ja gar nicht getraut,
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1:10:50 – 1:10:53
sowas in den Markt zu kloppen,
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1:10:53 – 1:10:58
in der Hoffnung, dass der Mainstream das tatsächlich wegkauft zu dem Preis.
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1:10:58 – 1:11:00
Erika Sins, die sind ja sehr progressiv,
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1:11:00 – 1:11:03
also wir probieren halt viel aus und machen viele Sachen.
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1:11:03 – 1:11:06
Die haben ja diese ganzen Drummodule,
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1:11:06 – 1:11:09
das nennt sich, glaube ich, Hexinverter-Serie,
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1:11:09 – 1:11:12
Hexinverter Mutant.
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1:11:12 – 1:11:17
Ja, die haben sich ja zusammengeschlossen oder irgendwie. Das war ja vorher eine eigenständige Firma.
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1:11:17 – 1:11:20
Echt? Das wusste ich gar nicht. Da weißt du mehr als ich.
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1:11:20 – 1:11:25
Jaja. Doch die Module, die sind ja jetzt schwarz, die waren ja vorher silberrot.
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1:11:25 – 1:11:38
Okay, dann hat wahrscheinlich der Entwickler sich gedacht, hey, ich möchte meine ganzen Drum-Module als Drum-Maschine ausbringen
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1:11:38 – 1:11:42
und hat da halt dann noch einen entsprechenden Sequencer mit dazu gepackt.
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1:11:42 – 1:11:48
Wie gesagt, an einer Session könnte das total geil sein, glaube ich.
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1:11:48 – 1:11:49
Ich glaube auch.
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1:11:49 – 1:11:54
Also wenn ich dann nur mit einem, keine Ahnung, bei einer unserer Trams halt irgendwie, keine Ahnung,
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1:11:54 – 1:11:59
die Glock halt beim Kollegen zu schnorren und dann nur mit einem X-Inverter und irgendeinem Trigger,
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1:11:59 – 1:12:01
keine Ahnung, Oxy davor oder…
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1:12:01 – 1:12:03
Das Teil ist wirklich hands-on, ne?
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1:12:03 – 1:12:08
Das ist ein Launchpad, was ich immer noch einer der besten Drumsequencer überhaupt finde.
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1:12:08 – 1:12:11
Jetzt ist der von Dreier, das Pro, das habe ich ja auch hier.
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1:12:11 – 1:12:25
Und das Problem ist halt, dass das nur so ein Teil meiner Musik, und ich sage mal 60, 70, 80 Prozent sind halt einfach Keyboard und Backing-Track, der da läuft.
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1:12:25 – 1:12:30
und mich umschaltet und hört, wie die Drums samplen.
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1:12:30 – 1:12:36
Klar, können Sie so einen Hexenwörter drehen, während hinter dir ein durchgestyltes Programm läuft.
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1:12:36 – 1:12:40
Würde wahrscheinlich auch Bock machen, oder? Aber das ist so, naja,
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1:12:40 – 1:12:44
mit pinkem Stroboskop hinten dran,
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1:12:44 – 1:12:49
nimmst du dir da erstens ein bisschen die Übersicht und zweitens ein bisschen das Konzept.
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1:12:49 – 1:12:54
Das ist, glaube ich, ihr Punkt. Der Hexenwörter ist einfach absolut nicht das, was ich mache.
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1:12:54 – 1:12:55
Ändert sich vielleicht irgendwann mal.
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1:12:55 – 1:12:57
Vielleicht bin ich auch mal wieder finanziell in der Lage.
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1:12:57 – 1:12:59
Das ist dann das andere.
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1:12:59 – 1:13:02
Aber es ist ja auch kein billiges Hobby.
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1:13:02 – 1:13:03
Immer doch nicht.
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1:13:03 – 1:13:04
Auch wenn ich mir tatsächlich denke,
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1:13:04 – 1:13:06
jetzt gerade hier
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1:13:06 – 1:13:09
AKAI, MPK Mini, MK4.
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1:13:09 – 1:13:10
Als das rauskam, habe ich mir gedacht,
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1:13:10 – 1:13:13
wir hätten uns geprügelt um so was
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1:13:13 – 1:13:15
zu den Zeiten, wo ich angefangen habe.
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1:13:15 – 1:13:17
Und die liegen noch nicht so lange zurück
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1:13:17 – 1:13:19
wie bei unserem Gast,
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1:13:19 – 1:13:22
also oder bei euch anderen beiden.
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1:13:22 – 1:13:31
Also das ist schon krass, was du heute eigentlich bekommen kannst für next to nothing.
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1:13:31 – 1:13:41
Es gibt ja von Behringer, die haben ja auch Module im Programm, die haben von der RD9 den Sequencer rausgerissen
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1:13:41 – 1:13:45
und verkaufen den als RS9 für 149 Dollar.
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1:13:45 – 1:13:49
Ich weiß gar nicht, ob es den schon gibt, diesen Träger-Sequencer.
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1:13:49 – 1:13:52
den gibt's schon länger, kostet 119 Euro bei Thomann.
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1:13:52 – 1:13:53
Echt?
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1:13:53 – 1:13:54
Ja, klar.
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1:13:54 – 1:13:55
Ich sehe das hier nur gerade.
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1:13:55 – 1:13:56
Ein riesen Schiff ist das.
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1:13:56 – 1:13:57
Letztes Jahr brauchst du fast ein neues Stage.
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1:13:57 – 1:14:01
Ja, genau, das Modul ist ziemlich groß.
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1:14:01 – 1:14:08
Aber im Prinzip kann man das als Herzstück nehmen und dann holt man sich ein paar Drummodule
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1:14:08 – 1:14:16
im Eurorack dazu, kann man ja auch gebrauchlich holen, dann hat man quasi so eine Hex-Drum
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1:14:16 – 1:14:18
im Grunde genommen.
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1:14:18 – 1:14:26
Es ist dann halt wieder gebastelt. Ich hatte sogar neulich den Reflex, als die neuen Yamaha's rauskamen,
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1:14:26 – 1:14:30
können wir ja in der Neuigkeitenausgabe, weil wir überhaupt mal eine machen, darüber reden,
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1:14:30 – 1:14:35
aber ich hatte so kurz den Reflex von "Ja, wär schon wieder schön, nach 15 Jahren wieder eine Workstation."
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1:14:35 – 1:14:41
Und da war ich so "Nein, nein, nein, nein, du funktionierst gerade jetzt sehr gut mit dem, was du hast,
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1:14:41 – 1:14:43
nicht schon wieder alles umwerfen."
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1:14:43 – 1:14:48
Aber klar, es ist halt ein Unterschied, wenn du alles in einer Box hast.
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1:14:48 – 1:14:51
Aber du sprichst da was Gutes an, ein riesiges Schiff.
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1:14:51 – 1:14:56
Da können wir vielleicht auch mal drüber reden, auch im Hinblick auf den Modulartrend vielleicht.
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1:14:56 – 1:15:02
Diese ganzen, ich sag mal, der semi-modulare Trend,
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1:15:02 – 1:15:06
der hat ja eigentlich, das war ja eigentlich das, was
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1:15:06 – 1:15:09
zumindest in meiner Wahrnehmung den modularen Trends ja geprägt hat,
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1:15:09 – 1:15:22
dass die Leute plötzlich einfach hier so einen Nuke Mordor M32 oder ihren Micro Brute, das war ja glaube ich der erste von Arturia,
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1:15:22 – 1:15:32
der ein kleines Patchfeld hatte, also so ein Mini-Patchfeld, und das haben sich ja auch viele Leute geholt und haben damit dann angefangen,
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1:15:32 – 1:15:39
weil Arturia so schlau war, halt auch ein eigenes Case rauszubringen, haben die Leute halt damit angefangen.
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1:15:39 – 1:15:41
Oder mit dem MiniBrute 2.
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1:15:41 – 1:15:43
Der hatte ja ein größeres Patchfeld.
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1:15:43 – 1:15:45
Der erste hatte keinen, oder?
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1:15:45 – 1:15:47
Nee, der MiniBrute nicht.
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1:15:47 – 1:15:49
Aber der 2er hatte ein größeres Patchfeld.
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1:15:49 – 1:15:51
Und der
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1:15:51 – 1:15:53
MicroBrute
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1:15:53 – 1:15:55
der hatte, das war
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1:15:55 – 1:15:57
der erste,
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1:15:57 – 1:15:59
2004, 2004.
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1:15:59 – 1:16:01
Ja, aber auch Moog war ja
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1:16:01 – 1:16:03
mit den Soundstudios relativ, also
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1:16:03 – 1:16:05
dieses ganze Ding von her, hier, hier.
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1:16:05 – 1:16:07
Moog mit seinen kleinen EuroVac
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1:16:07 – 1:16:14
Das war ja noch pre-Behringer, wo du dich einfach dieses ganze Komplettset kaufen konntest mit
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1:16:14 – 1:16:20
einem kleinen Mixer, drei Modulen, also drei Synthesizern eigentlich, plus so 30 Patchkabel
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1:16:20 – 1:16:24
und ein Stativ für alles und plötzlich hast du das Ding an jeder Ecke gesehen.
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1:16:24 – 1:16:29
Da hast du so ein Mini-Mog-Modular-System gehabt.
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1:16:29 – 1:16:35
Was mich zu meiner nächsten Frage bringt, hast du schon mal daran gedacht, vielleicht
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1:16:35 – 1:16:42
Ein größeres, also hier so ein 5U-Modular-System.
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1:16:42 – 1:16:43
Das ist gar kein Schaden.
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1:16:43 – 1:16:45
Weil zu groß, oder?
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1:16:45 – 1:16:48
Ja, da kann ich gar nicht mit arbeiten.
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1:16:48 – 1:16:51
Das verstehe ich nicht, das System.
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1:16:51 – 1:16:56
Ich habe das ja schon häufiger mal gesehen, bei unseren Treffen.
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1:16:56 – 1:17:03
Gibt es ja auch welche, die das haben und das dann auch mitschleppen.
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1:17:03 – 1:17:07
Aber das ist faszinierend anzuschauen.
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1:17:07 – 1:17:09
Klingt auch geil.
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1:17:09 – 1:17:12
Ja, das ist ein Bass, so etwas habe ich noch nicht gehört.
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1:17:12 – 1:17:20
Das ist schon richtig voluminös, aber das ist auch viel zu teuer.
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1:17:20 – 1:17:24
Es ist auch gar nicht notwendig, also ehrlich gesagt.
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1:17:24 – 1:17:28
Ich finde Euroregg ist super. Das ist genau das Richtige.
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1:17:28 – 1:17:34
Das ist genau die richtige Größe, die Vielfalt ist da und perfekt.
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1:17:34 – 1:17:36
So geht's nicht.
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1:17:36 – 1:17:40
Gut, ein paar Drummer-Maschinen könnten noch her, aber ansonsten.
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1:17:40 – 1:17:44
Also für eine Drummer-Maschine bist du immer zu haben.
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1:17:44 – 1:17:48
Immer. Ich hätte auch ganz gerne eine Jomox.
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1:17:48 – 1:17:50
Die MK2 hätte ich auch ganz gerne.
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1:17:50 – 1:17:52
Die Alpha-Bass.
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1:17:52 – 1:17:54
Ja, aber nee, nee.
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1:17:54 – 1:17:56
Ich sag das hörbar nicht.
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1:17:56 – 1:18:00
Ich hab mir mal so ein paar Videos über die Alpha Bass angeschaut.
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1:18:00 – 1:18:01
Die erste?
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1:18:01 – 1:18:02
Nee, von der MK2.
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1:18:02 – 1:18:03
Von der MK2, ja.
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1:18:03 – 1:18:09
Da gibt es ja viele Leute, die das einfach mal so zeigen, was sie mit dem Ding machen.
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1:18:09 – 1:18:19
Das ist also auch für mich, genauso wie die Hex Drums, ist eher so eine Performer-Maschine,
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1:18:19 – 1:18:23
wo du auch wirklich, du bist der Modulator.
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1:18:23 – 1:18:29
Du musst die an den Reglern schrauben, damit es organischer wird.
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1:18:29 – 1:18:33
Sonst findet da recht wenig statt.
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1:18:33 – 1:18:35
Die ist schon mal cool.
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1:18:35 – 1:18:42
Ja, die klingt auch super, aber du musst halt immer ein bisschen verändern, um es interessant zu machen.
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1:18:42 – 1:18:49
Vor allem ist das eine interessante Entwicklung, die der Herr Michaelis gemacht hat.
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1:18:49 – 1:18:55
Wenn ich mir überlege, was er als erstes rausgebracht hat, die 09 damals,
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1:18:55 – 1:19:00
ein Kumpel von mir, der hatte die und das klang so genial.
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1:19:00 – 1:19:04
Das ist heute noch ein Klopperalbum, das ist wirklich genial.
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1:19:04 – 1:19:10
Und dann hat er das halt weiterentwickelt, mit den 888, 999,
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1:19:10 – 1:19:13
aber halt eben nicht zu Ende entwickelt.
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1:19:13 – 1:19:15
Viele Leute haben halt eben immer gemeckert,
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1:19:15 – 1:19:19
mit der Bedienung und dies nicht und das klemmt das hier, hier klemmt das und da.
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1:19:19 – 1:19:24
Aber die Ideen, die er hatte, die finde ich schon echt genial, muss ich sagen.
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1:19:24 – 1:19:33
Was man zum 909 Sound nochmal sagen muss, ist, dass die Leute ja mittlerweile die Erwartung haben,
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1:19:33 – 1:19:43
wenn da so eine Drum-Maschine daherkommt, dann muss die so fett klingen und so reichal wie im
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1:19:43 – 1:19:50
Club. Was aber die Leute alle missverstanden haben, ist, dass das, was man da im Club hört,
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1:19:50 – 1:20:01
die ganzen Techno-Tracks, die sind mit so viel Mastering versehen worden, die Drums,
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1:20:01 – 1:20:11
dass dann die Geräte, wenn man sie denn so als Vintage-Gerät mal so vor sich hat,
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1:20:11 – 1:20:17
nur enttäuschen können. Und deswegen sind auch viele Leute wahrscheinlich von den ganzen Arturia
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1:20:17 – 1:20:22
Drum Machines, von dem Drum Root und auch von dem Drum Root Impact so ein bisschen enttäuscht,
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1:20:22 – 1:20:26
weil es eben nicht so klingt wie im Club. Ja, ist auch ganz klar, es fehlt die ganze Kompression,
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1:20:26 – 1:20:31
es fehlt Beats, es fehlen Effekte und so weiter. Das muss man hinterher alles erstmal wieder
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1:20:31 – 1:20:40
aufbringen. Und keine 909 klingt so wie das, was man im Club hört. Und das haben viele Leute,
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1:20:40 – 1:20:45
glaube ich, nicht verstanden und deswegen wird auch so viel gemeckert über den Sound. Zum Beispiel
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1:20:45 – 1:20:49
von einem Drum-Log, das ich auch nicht nachvollziehen kann, weil die Kiste ist wirklich geil.
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1:20:49 – 1:20:51
Ja, genial.
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1:20:51 – 1:20:54
Sieht halt nicht wie eine 009. Das ist auch cool.
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1:20:54 – 1:20:59
Er hat halt genau das gleiche Problem, was jetzt bei der CR1000 oder auch beim Tonwerk,
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1:20:59 – 1:21:07
von Elektron der Fall, es gibt diese Sync-Probleme. Ich habe ständig Sync-Probleme mit meinem Drum-Log,
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1:21:07 – 1:21:15
ständig, egal ob er als letztes Lied in der Midi-Kette ist oder als erstes, oder ob ich ihn einfach nur synche.
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1:21:15 – 1:21:17
Ich kann ihn synchen über die Erde 9.
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1:21:17 – 1:21:24
Er ist immer out of timing, wenn ich ein Pattern wechsel und das ist ein absolutes No-Go.
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1:21:24 – 1:21:29
Also für live ist er eigentlich nicht brauchbar.
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1:21:29 – 1:21:33
Das ist sehr schade, weil das volle Potential ist dadurch leider nicht...
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1:21:33 – 1:21:35
Du benutzt ihn stand-alone.
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1:21:35 – 1:21:39
Ja, der will das schon, wenn man live spielt.
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1:21:39 – 1:21:43
Naja, natürlich nicht, sondern das muss immer verbunden sein. Na klar.
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1:21:43 – 1:21:47
Ja, das hat The Cork, glaube ich, auch gar nicht richtig in den Griff bekommen.
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1:21:47 – 1:21:56
Ich hab mich da mal schlau gemacht, da heißt es dann, na, man soll den ans Ende der Mietkette stellen und dann soll das neueste Update drauf machen.
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1:21:56 – 1:22:00
Und dann haben wieder Leute geschrieben, nee, mit dem neuesten Update ist das doch schlimmer.
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1:22:00 – 1:22:03
Das ist sehr schade, ich verstehe es einfach nicht.
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1:22:03 – 1:22:11
Ja, okay, den kann ich verstehen, dass sie deswegen nicht so gerne genommen wird, aber das liegt dann nicht am Sound.
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1:22:11 – 1:22:16
Viele meckern ja auch über den kleinen Sample-Speicher, dabei reicht der völlig aus.
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1:22:16 – 1:22:17
Der ist geschnippelt und gut.
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1:22:17 – 1:22:19
Das ist riesig.
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1:22:19 – 1:22:26
Der ist, ich finde, das ist strukturiert draufgebaut. Und dann hast du da, du kannst da alles draufschmeißen, 909 und was weiß ich.
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1:22:26 – 1:22:27
Ja, genau.
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1:22:27 – 1:22:31
Und auch der Sequencer ist auch genial.
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1:22:31 – 1:22:34
Ich weiß nicht, aber gut.
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1:22:34 – 1:22:36
Die Leute sind einfach zu verwöhnt.
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1:22:36 – 1:22:37
Das ist so.
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1:22:37 – 1:22:42
Wenn man natürlich ein Elektron-Fan ist und damit nicht klarkommt,
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1:22:42 – 1:22:44
dann weiß man natürlich, was man hat.
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1:22:44 – 1:22:48
Und die Sachen sind ja auch gut, sag ich mal.
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1:22:48 – 1:22:51
Und dann denkt man natürlich, so ein Drum & Log, nö.
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1:22:51 – 1:22:54
Das ist langweilig.
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1:22:54 – 1:22:55
Aber eigentlich ist das nicht so.
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1:22:55 – 1:22:57
Ich finde es sehr schön.
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1:22:57 – 1:23:02
Ja, lustig war es, ich habe das im Forum ja, konnte man das ja quasi live beobachten.
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1:23:02 – 1:23:05
Alle haben sich erstmal rumgenörgelt, so "ja, nee, klingt nicht" und so.
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1:23:05 – 1:23:10
Und dann hat Korkt angekündigt, dass sie die Serie auslaufen lassen und nicht neu produzieren.
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1:23:10 – 1:23:18
Und schwuppdiwupp, plötzlich fanden die alle toll, weil sich alle einen gebraucht geholt haben oder im Abverkauf irgendwie.
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1:23:18 – 1:23:21
Ja, man kriegt den hoch.
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1:23:21 – 1:23:25
Die letzte Woche kriegt man einfach Post.
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1:23:25 – 1:23:29
Relativ günstig, glaube ich sogar. Ich glaube 3,77 war der letzte Preis.
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1:23:29 – 1:23:32
Ja, 3,79.
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1:23:32 – 1:23:34
Und deswegen hast du auch zwei Stück, ne?
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1:23:34 – 1:23:37
Ich habe die nicht neu gekauft.
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1:23:37 – 1:23:40
Ich habe die ganz günstig gebraucht.
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1:23:40 – 1:23:44
Ja, ich habe zwei Stück. Ich kann links, rechts und dann mache ich da ein bisschen DJ mit.
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1:23:44 – 1:23:48
Das ist genial. Es ist zwar immer ein bisschen aus dem Timing.
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1:23:48 – 1:23:52
Solange ich das zu Hause mache, geht's ja auch, ist eigentlich sehr schade.
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1:23:52 – 1:23:56
Oder mal in die Offen treffen, da ist das nicht so schlimm, wenn man mal was auf die Tange hat.
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1:23:56 – 1:23:59
Aber wenn du...
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1:23:59 – 1:24:04
Ich habe ja dieses Jahr Fusion gespielt, das war ja der absolute Wahnsinn.
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1:24:04 – 1:24:07
Da war ich dann doch froh, dass ich mein Modularsystem hatte und die Rd9.
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1:24:07 – 1:24:12
Wie ist das so, als Lifehack auf der Fusion zu sein? Das ist ja eine riesen Veranstaltung.
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1:24:12 – 1:24:17
Ich weiß nicht, wie viele... Sind das schon 10.000 oder sind's drüber?
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1:24:17 – 1:24:22
Besucher? Wir hatten dieses Jahr fast 80.000 Besucher.
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1:24:22 – 1:24:28
Okay, also ein kleines Festival, der kleine Quatsch. Das ist schon ein Riesen-Festival. 80.000?
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1:24:28 – 1:24:31
Ich hab sowas noch nie gesehen.
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1:24:31 – 1:24:35
Ich kann mich an Fusion-Zeiten erinnern, da waren sie noch bei 10.000.
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1:24:35 – 1:24:41
Also, ich kann das nicht in Worte sagen. Kann ich nicht. Das ist unmöglich.
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1:24:41 – 1:24:43
Und dann so eine riesen PA, ne?
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1:24:43 – 1:24:52
Ja, aber erstmal alleine das Areal, das riesige Areal, wo ich rund hingeguckt habe, überall,
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1:24:52 – 1:24:55
ich sag da hinten auch noch und da auch noch und da ganz hinten auch noch.
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1:24:55 – 1:24:56
Ja Wahnsinn!
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1:24:56 – 1:24:57
Wie jetzt?
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1:24:57 – 1:25:00
Ach da bis zum Wald, bis da hinten, bis zum Horizont.
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1:25:00 – 1:25:01
Jaja, sagte der Ordner.
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1:25:01 – 1:25:02
Ich sag, wie bitte?
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1:25:02 – 1:25:09
Ich bin wirklich, ich war völlig fertig, ich war völlig fertig.
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1:25:09 – 1:25:12
Absolut. Und es ist sehr anstrengend, muss ich sagen.
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1:25:12 – 1:25:16
Also wenn man morgens um 5 Uhr spielen muss,
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1:25:16 – 1:25:18
eine Stunde von 5 bis 6,
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1:25:18 – 1:25:22
und man hat kaum geschlafen,
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1:25:22 – 1:25:27
man ist also wirklich 24, 36 Stunden auf den Beinen,
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1:25:27 – 1:25:30
und dann in meinem Alter ist das echt schon…
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1:25:30 – 1:25:33
Aber es war super.
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1:25:33 – 1:25:36
Ich war fertig, aber glücklich.
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1:25:36 – 1:25:44
Ja, und natürlich ist es eine super Anlage, wenn man auf der Tanzflucht geht.
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1:25:44 – 1:25:47
Das war schon ein toller Sound.
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1:25:47 – 1:25:51
Und das ist auch jedes Mal auf der Super Bowl, das ist wirklich ein toller Sound, muss ich sagen.
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1:25:51 – 1:25:54
Das höre ich, das höre sogar ich.
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1:25:54 – 1:25:58
Und jetzt werde ich es wahrscheinlich noch besser hören mit meinen Hörgeräten.
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1:25:58 – 1:26:04
Weil, ja, ich habe einen ziemlich starken Hörverlust, was die Höhen betrifft.
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1:26:04 – 1:26:08
Das kommt durch die ganze Musik.
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1:26:08 – 1:26:14
Ich habe auch in jungen Jahren Partys gemacht und Disco gemacht.
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1:26:14 – 1:26:19
Zu meiner Zeit gab es noch keinen Börsch und ich dachte noch gar nicht darüber nach.
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1:26:19 – 1:26:24
Dann immer mit den Jungs in der Band und mach lauter.
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1:26:24 – 1:26:28
Irgendwann ist es dann vorbei. Die Höhen sind weg.
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1:26:28 – 1:26:33
Ich kann also eigenständig keine 808-Symbiose mehr hören.
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1:26:33 – 1:26:40
auch Schwierigkeiten mit meiner RD6, den Cymbals, und jetzt durch die Hörgeräte kann
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1:26:40 – 1:26:41
ich das Gott sei Dank wieder hören.
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1:26:41 – 1:26:43
Das ist sehr schön.
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1:26:43 – 1:26:44
Das klingt auch schön.
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1:26:44 – 1:26:51
Ja, nee, also, das war so richtig mein Highland in dieser Fusion.
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1:26:51 – 1:26:55
Also ich war schon sehr nervös, muss ich ganz ehrlich sagen, ich war pissenfällig.
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1:26:55 – 1:26:57
Ich hab gedacht, was machst du hier?
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1:26:57 – 1:26:58
Was machst du hier?
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1:26:58 – 1:26:59
Was machst du hier?
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1:26:59 – 1:27:10
Aber dann war es schon, wenn man erstmal da steht und man sieht an den Menschen, man spielt dann, man macht sich das bewusst.
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1:27:10 – 1:27:12
Das ist ein Traum.
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1:27:12 – 1:27:16
Du kriegst ja auch ganz viel von deinem Publikum zurück.
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1:27:16 – 1:27:24
Total. Und ich feier auch die Leute. Ich muss die feiern, weil ich finde das einfach klasse.
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1:27:24 – 1:27:27
Die haben dich gefeiert und du feierst sie. Das ist doch super.
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1:27:27 – 1:27:36
Ja, absolut. Ich muss auch mit denen ein bisschen interagieren, weil ich kann nicht einfach da nur stehen und mein Programm abspielen.
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1:27:36 – 1:27:38
Ich muss es einfach mit denen machen.
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1:27:38 – 1:27:43
Natürlich ist das nicht immer so einfach, weil ich brauche ja auch meine Konzentration für mein Setup.
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1:27:43 – 1:27:50
Weil das ist dann schon, will ja auch gesteuert werden, muss ja alles so laufen.
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1:27:50 – 1:28:03
Aber ich nehme immer wieder zwischendurch Zeit und versuche mit den Leuten ein bisschen auf die einzugehen und denen auch zu zeigen, dass ich Spaß habe.
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1:28:03 – 1:28:09
Es ist einfach Freude. Das ist wichtig. Absolut.
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1:28:09 – 1:28:14
Liebe Kollegen, habt ihr noch Fragen am Tuner?
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1:28:14 – 1:28:24
Nein, dann hätte ich noch zwei Fragen, bevor wir dann hier den Sack zumachen.
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1:28:24 – 1:28:31
Andrea, wann kann man dich denn wieder hören? Also wo kann man dich sehen live?
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1:28:31 – 1:28:39
Ja, in Wien ja wahrscheinlich nicht mehr, aber ich denke mal nächstes Jahr super gut.
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1:28:39 – 1:28:43
Oder in Hamburg vielleicht wieder?
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1:28:43 – 1:28:47
Nein, ich wusste bis jetzt nichts.
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1:28:47 – 1:28:55
Hast du eine Webseite oder postest du auf Instagram, wo du demnächst auftreten wirst?
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1:28:55 – 1:28:59
Ja, genau. Das läuft eigentlich alles über Instagram.
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1:28:59 – 1:29:07
Also wenn irgendjemand Interesse hat, wo ich spiele, dann schreibt er mich auf Instagram an und dann kann man sich immer noch persönlich über E-Mail austauschen.
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1:29:07 – 1:29:14
Okay, das heißt, ich notiere mir das mal morgen Instagram Account einrichten und als erstes
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1:29:14 – 1:29:15
TuneGirl folgen.
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1:29:15 – 1:29:18
Als erstes Lautfunk folgen.
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1:29:18 – 1:29:21
Als erstes Lautfunk und dann TuneGirl.
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1:29:21 – 1:29:24
Das gilt natürlich auch für alle Zuhörer.
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1:29:24 – 1:29:31
Und jetzt meine letzte Frage, das ist eine Frage, die wir jedem Interviewgast stellen.
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1:29:31 – 1:29:40
Was macht Andrea denn, um sich zu entspannen, wenn sie nicht gerade auf der Fusion im Einsatz ist?
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1:29:40 – 1:29:44
Oder sonst halt Musik macht, also abseits.
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1:29:44 – 1:29:47
Also außer Musik machen, was entspannt dich?
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1:29:47 – 1:29:51
Spazieren gehen.
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1:29:51 – 1:29:58
Spazieren gehen und mal an den See fahren und dann mal in die Natur gehen.
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1:29:58 – 1:30:00
Entspannt mich.
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1:30:00 – 1:30:02
Als Ausgleich, ne?
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1:30:02 – 1:30:06
Oder mal ein gutes Buch lesen, das ist auch ganz schön.
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1:30:06 – 1:30:08
Oder gute Gespräche führen.
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1:30:08 – 1:30:10
Ja, zum Beispiel mit uns.
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1:30:10 – 1:30:12
Ja, genau.
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1:30:12 – 1:30:14
Das entspannt auch.
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1:30:14 – 1:30:16
Schön, dass das erst mal geklappt hat.
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1:30:16 – 1:30:18
Ja.
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1:30:18 – 1:30:20
Ja, also ich muss ganz ehrlich sagen,
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1:30:20 – 1:30:22
ich würde auch viel lieber öfter spielen.
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1:30:22 – 1:30:25
Und ich habe auch viele Anfragen,
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1:30:25 – 1:30:27
aber ich muss das alles immer ablehnen,
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1:30:27 – 1:30:31
Ich habe seit Anfang des Jahres extreme Rückenprobleme.
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1:30:31 – 1:30:36
Und das ist sehr, sehr schade, weil ich könnte eigentlich viel mehr machen.
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1:30:36 – 1:30:39
Und das macht mich auch sehr traurig im Moment.
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1:30:39 – 1:30:42
Und ich bin eigentlich auch nicht so drauf, muss ich ganz ehrlich sagen,
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1:30:42 – 1:30:44
weil mich das doch sehr belastet.
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1:30:44 – 1:30:47
Obwohl ich eigentlich viel für den Rücken mache im Moment,
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1:30:47 – 1:30:49
mit Reha-Sporten und allem drum und dran.
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1:30:49 – 1:30:52
Aber da kommt dann wieder das Alter zum Tragen.
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1:30:52 – 1:30:57
Und ja, noch mal 20 Jahre jünger wäre jetzt nicht verkehrt.
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1:30:57 – 1:31:00
Aber gut, ich muss es so nehmen, wie es ist.
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1:31:00 – 1:31:05
Und möchte trotzdem mal jetzt, wenn ich die Gelegenheit habe,
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1:31:05 – 1:31:11
allen danken, die mich anschreiben und auch die wirklich meine Musik mögen.
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1:31:11 – 1:31:15
Das gibt mir auch immer so ein bisschen Kraft.
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1:31:15 – 1:31:20
Und ja, vielen Dank euch, dass ich hier sein konnte.
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1:31:20 – 1:31:22
Hat sehr viel Spaß gemacht mit euch.
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1:31:22 – 1:31:24
Ich glaube, ihr seid auch ein tolles Team
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1:31:24 – 1:31:26
und harmoniert auch ziemlich gut miteinander.
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1:31:26 – 1:31:28
Macht das, glaube ich, auch schon länger, ne?
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1:31:28 – 1:31:30
Ja,
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1:31:30 – 1:31:32
ein paar Jahre.
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1:31:32 – 1:31:34
Wir nähern uns
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1:31:34 – 1:31:36
der 100. Sendung.
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1:31:36 – 1:31:38
Ich weiß gar nicht, was wir da machen wollen, aber
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1:31:38 – 1:31:40
wir geben unser Bestes.
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1:31:40 – 1:31:42
Ist ja auch nur ein Hobbyprojekt.
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1:31:42 – 1:31:44
Wo kann ich das jetzt hören? Wo wird das veröffentlicht?
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1:31:44 – 1:31:46
Was ist das jetzt genau?
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1:31:46 – 1:31:48
Wir haben verschiedene Kanäle,
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1:31:48 – 1:31:50
die wir spielen.
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1:31:50 – 1:31:51
Ja.
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1:31:51 – 1:31:52
Die kommen alle dran.
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1:31:52 – 1:31:54
Überall, wo es Podcasts gibt.
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1:31:54 – 1:31:55
Bitte?
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1:31:55 – 1:31:57
Überall, wo es Podcasts gibt.
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1:31:57 – 1:32:00
Spotify, Apple, RSS-Feeds.
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1:32:00 – 1:32:04
Du kannst es aber auch über YouTube dir anhören.
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1:32:04 – 1:32:06
Okay.
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1:32:06 – 1:32:08
Es gibt halt zehn Werbeunterbrechungen.
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1:32:08 – 1:32:14
Oder ich schicke dir das Ganze schon mal vorab als MP3,
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1:32:14 – 1:32:16
dann kannst du dir das auch anhören.
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1:32:16 – 1:32:19
Ja, aber ich würde ja ganz gerne auch nochmal andere Sendungen von euch hören.
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1:32:19 – 1:32:22
Was lacht ihr jetzt?
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1:32:22 – 1:32:23
Hallo?
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1:32:23 – 1:32:27
Ja, weil es halt so offensichtlich ist. Ich lache nicht über dich, ich lache über den Kollegen.
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1:32:27 – 1:32:28
Achso.
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1:32:28 – 1:32:36
Ich schicke dir einen Link, mehrere Links und dann kannst du dir da deine Lieblingsplattform aussuchen.
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1:32:36 – 1:32:37
Gut.
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1:32:37 – 1:32:40
Andrea, TuneGirl.
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1:32:40 – 1:32:44
Vielen, vielen Dank, dass du hier bei uns warst. Hat Spaß gemacht.
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1:32:44 – 1:32:50
Und wenn dann das Vermona Drum Ding raus ist, vielleicht sprechen wir dann einfach nochmal.
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1:32:50 – 1:32:52
Ja, sehr gerne.
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1:32:52 – 1:32:54
Wenn du dir dann einen gegoogelt hast.
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1:32:54 – 1:32:55
Genau.
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1:32:55 – 1:33:02
Oder ausprobiert hast auf irgendeinem großen Festival oder im kleineren Rahmen.
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1:33:02 – 1:33:03
Genau.
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1:33:03 – 1:33:05
Vielen Dank, Andrea.
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1:33:05 – 1:33:06
Ich danke euch.
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1:33:06 – 1:33:07
Macht's gut.
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1:33:07 – 1:33:08
Macht's gut.
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1:33:08 – 1:33:09
Bis bald.
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1:33:09 – 1:33:09
Macht's gut.
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1:33:09 – 1:33:11
Tschüss.
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1:33:11 – 1:33:14
[Musik]
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1:33:14 – 1:33:17
[Musik]
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1:33:17 – 1:33:20
[Musik]
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1:33:20 – 1:33:26
[Musik]
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1:33:26 – 1:33:32
[Musik]
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1:33:32 – 1:33:38
[Musik]
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[Musik]
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[Musik]
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1:33:52 – 1:33:55
[Musik]
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1:33:55 – 1:33:58
[Musik]
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1:33:58 – 1:34:01
[Musik]
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Es ist 2026 (okay, zum Aufnahmezeitpunkt 2025) und wir haben endlich eine Frau im Podcast (schockierte Nerd-Geräusche). Und was für eine! Tunegirl kommuniziert mit den Euroracks, spielt vor 80’000 Leuten und steht mit ihrem Namen und ihrer Musik nicht selten für „DAS Liveset der [Veranstaltung einsetzen]“. Mit ihr zusammen reden wir über ihren Werdegang, natürlich über Eurorack, über Drum Machines, Frauen in Männerdomänen, das Fusion-Festival und über Gabba-Beats in der Röhre. Viel Spass

🎙️ Themenübersicht
Episode: TuneGirl – Modular, Live-Techno & 909
1. Einstieg & Vorstellung
- Begrüßung im Proberaum
- Vorstellung von Andrea alias TuneGirl
- Erste Einordnung: Underground-Künstlerin oder einfach Musikerin?
2. Musik ohne Etikett
- „Ich mach einfach“ – Intuition statt Konzept
- Live-Performance vs. Arrangement im Studio
- Warum geplante Tracks schwieriger sind als spontane Sets
3. Drum-Machine als vollständiges Instrument
- Komplette Tracks nur mit einer TR-909
- Übung oder Gefühl?
- Performance-Energie statt Perfektion
4. Modularsysteme & Eurorack-Welt
- Vom Atari & MIDI zur Control Voltage
- Warum Eurorack „lebendig“ wirkt
- Arbeiten mit vorgepatchten Systemen
- Modular ohne Speicher – Musik im Moment
- Filter, Trigger-Sequencer & rhythmischer Fokus
5. Analoge Emotion vs. digitale Kontrolle
- Sampling-Module & moderne Entwicklungen
- Warum nicht alles speicherbar sein muss
- Gefühl statt technischer Erklärung
- Instrument als Partner – nicht als Werkzeug
6. Live spielen ohne doppelten Boden
- Keine Backups, keine Ableton-Absicherung
- Sync-Probleme & Improvisation
- Modular als Risiko – und Freiheit
- Stress, Flow und spontane Lösungen auf der Bühne
7. Drum-Machines im Vergleich
- Roland TR-909 & der Mythos des Club-Sounds
- Roland TR-1000 – Hype oder Studiomaschine?
- Korg Drum-Log – unterschätzt oder missverstanden?
- Hex Drums & Performer-Konzepte
- Jomox & charakterstarke Analogsounds
8. Modular-Szene & weibliche Präsenz
- Entwicklung der letzten Jahre
- Sichtbarkeit durch Instagram & Social Media
- Mehr Diversität in der elektronischen Musik
- Superbooth & neue Generation Performerinnen
9. Social Media & Musikszene im Wandel
- YouTube vs. Instagram
- Reichweite statt Subkultur
- Vernetzung statt Isolation
- Digitalisierung als Chance
10. Festival-Erfahrungen
- Live-Auftritt auf der Fusion
- Große Bühne, großes Publikum
- Modular-Techno im Festival-Kontext
11. Technikphilosophie
- Manuals lesen oder selbst entdecken?
- Musik als emotionale Interaktion
- Analog, Digital – oder egal?
- Maschine und Mensch als Team
12. Ausblick & persönliche Haltung
- Warum Modular bleibt
- Keine Kompromisse beim Setup
- Musik als innerer Ausdruck
- Leidenschaft über Perfektion
Links zur Ausgabe:
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Mitwirkende dieser Episode
Spieldauer: 1:33:59
Tag der Aufnahme: 21.10.25
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.
Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.
Podcast Lizenz:
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License
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