Probe Podcast

Probe Podcast 102 Rekordsommergespräch(e)

Rekorde Rekorde Rekorde. Auch hier: So kurz war die Sommerfolge noch nie, so lange lag sie noch nie unfertig herum und so viel haben wir auch schon lange nicht mehr weggecuttet wie diesmal. Aber na ja, Kürze und Würze, ihr wisst schon. Dafür traditionell ein bunter Blumenstrauss an Themen über die kapitalismusbedingte Unzulänglichkeit der Dinge, eine Menge was-wäre-wenn und was-hätte-sein-können und irgendwann auch noch Materialschlacht. Schönen Restsommer noch! (Vor meinem Fenster hats 30 Grad.)

Musikproduzent im Tonstudio vor Bildschirmen mit schwebenden, leuchtenden Audio-Visualisierungen

Themengliderung:

  • Wenn die Technik schon vor dem Intro streikt – Dropouts, digitale Artefakte und die kleinen technischen Katastrophen, die zu einem Podcast offenbar einfach dazugehören.
  • Microsoft-Frust und die ewige Frage: Windows oder doch Mac? – Warum uns manche Entscheidungen rund um Windows zunehmend nerven und weshalb ein Wechsel ins Apple-Ökosystem plötzlich gar nicht mehr so abwegig erscheint.
  • Mac Mini, MacBook Pro und Musikproduktion unter macOS – Welche Apple-Hardware für das Studio interessant sein könnte und was bei einem Plattformwechsel für die Musikproduktion bedacht werden muss.
  • Wenn Computerhardware plötzlich zum Luxusgut wird – Steigende Preise für Komponenten, leistungsfähige Rechner und die Frage, wie viel Hardware man für Musikproduktion eigentlich wirklich benötigt.
  • Microsoft und die Spielebranche – Über Entwicklungen im Gaming-Bereich, große Konzerne und Entscheidungen, bei denen man sich als Spieler manchmal fragt, wohin die Reise eigentlich gehen soll.
  • Gaming zwischen Nostalgie, Atmosphäre und Entspannung – Von Paper Mario über Silent Hill und Scorn bis zu der erstaunlichen Erkenntnis, dass selbst virtuelles Angeln seinen Reiz haben kann.
  • REAPER und die unterschätzte Welt der Stock-Plugins – Warum man für eine gute Produktion nicht zwangsläufig hunderte zusätzliche Plugins benötigt und wie viel bereits mit den mitgelieferten Werkzeugen möglich ist.
  • Arturia, Valhalla, Newfangled Audio und der Plugin-Kaninchenbau – Welche Hersteller und Effekte bei uns immer wieder eine Rolle spielen und warum man trotzdem irgendwann anfangen muss, tatsächlich Musik zu machen.
  • iLok, Lizenzen und unnötiger Software-Frust – Wenn Kopierschutz und Lizenzverwaltung mehr Aufmerksamkeit verlangen als das Plugin, das man eigentlich benutzen wollte.
  • Apple Silicon und die Sache mit der Kompatibilität – Was passiert mit älterer Software, liebgewonnenen Plugins und bestehenden Projekten, wenn sich die technische Plattform verändert?
  • Wie viele Plugins braucht ein Mensch eigentlich? – Zwischen riesigen Plugin-Sammlungen, immer neuen Angeboten und der Erkenntnis, dass man am Ende häufig doch wieder dieselben Werkzeuge verwendet.
  • Wenn die Lust auf Musik langsam zurückkommt – Über Phasen, in denen musikalisch wenig passiert, und den Moment, in dem plötzlich wieder Ideen entstehen und man sich freiwillig vor die Instrumente setzt.
  • Inspiration oder einfach anfangen? – Muss eine musikalische Idee von selbst kommen oder entsteht Kreativität manchmal erst dadurch, dass man sich hinsetzt und bewusst an etwas arbeitet?
  • Alleine produzieren oder gemeinsam Musik machen? – Die Freiheit moderner Musikproduktion ermöglicht komplette Songs im Alleingang. Gleichzeitig fehlt dabei manchmal genau die Person, die zuhört, widerspricht oder eine völlig neue Idee einwirft.
  • Warum musikalische Zusammenarbeit mehr als Arbeitsteilung ist – Über Bands, unterschiedliche Rollen im kreativen Prozess und die besondere Dynamik, die entsteht, wenn mehrere Menschen gemeinsam an einem Stück arbeiten.
  • Die Einsamkeit des modernen Homestudios – Wenn theoretisch alles alleine möglich ist, aber genau dadurch spontane Gespräche, Feedback und kreative Reibung verloren gehen können.
  • Leoniden und ungewöhnliches Musikmarketing – Wie Bands neue Wege finden, Aufmerksamkeit für ihre Musik zu erzeugen und warum kreative Ideen rund um eine Veröffentlichung manchmal genauso spannend sind wie die Musik selbst.
  • Hardware-Synthesizer gegen Software-Synthesizer – Braucht man heute überhaupt noch echte Instrumente auf dem Tisch oder liefern Software und Emulationen längst alles, was musikalisch notwendig ist?
  • Warum Hardware trotzdem ihren Reiz behält – Regler anfassen, Klänge direkt formen und ein Instrument tatsächlich vor sich haben: Dinge, die sich nur schwer vollständig durch eine Maus ersetzen lassen.
  • Waldorf Iridium und Quantum – Digitale Synthese auf höchstem Niveau, unterschiedliche Konzepte und die Frage, wie viel Synthesizer man eigentlich braucht, bevor es endgültig unvernünftig wird.
  • UDO und modernes Synthesizer-Design – Über Instrumente, die nicht nur interessant klingen, sondern bei denen auch Bedienung, Oberfläche und Gestaltung Teil des Gesamtkonzepts sind.
  • Prophet-5, Jupiter und Juno: die großen Klassiker – Warum bestimmte Synthesizer Jahrzehnte später noch immer begehrt sind und wie viel davon tatsächlich Klang und wie viel Mythos und Nostalgie ist.
  • Yamaha EX5 und die unterschätzten Synthesizer vergangener Jahrzehnte – Alte Workstations, ungewöhnliche Syntheseverfahren und Instrumente, die heute teilweise spannender wirken als zu ihrer ursprünglichen Veröffentlichung.
  • Vintage-Hardware und die völlig irrationale Haben-wollen-Schublade – Instrumente, die objektiv nicht notwendig sind, die man aber trotzdem sofort ins Studio stellen würde.
  • Original oder Emulation? – Wie nah moderne Software und aktuelle Hardware an legendäre Vorbilder herankommen und ob der Unterschied im fertigen Mix überhaupt noch entscheidend ist.
  • Alte Chips, digitale Fehler und der besondere Charakter früher Synthesizer – Warum technische Unzulänglichkeiten manchmal genau das erzeugen, was wir heute als charakteristischen oder lebendigen Klang wahrnehmen.
  • Synthesizer kauft man manchmal auch mit den Augen – Klang ist wichtig. Bedienung ist wichtig. Aber manchmal steht ein Gerät vor einem und der einzige verbliebene Gedanke lautet schlicht: „Das Ding sieht verdammt gut aus.“
  • Und am Ende bleibt die wichtigste Frage: Warum machen wir das eigentlich alles? – Trotz Softwareproblemen, überteuerter Hardware, Lizenzsystemen und endlosen technischen Möglichkeiten bleibt Musikmachen vor allem eines: etwas, das uns immer wieder zurück vor die Instrumente bringt.


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Mitwirkende dieser Episode

Henrik
Henrik
Tobi
Tobi
Notstrom
Notstrom

Anzahl der Downloads: 122
Spieldauer: 2:07:50
Tag der Aufnahme: 24.07.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.


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Probe Podcast BONUS: 034 Gerüchteküche

Das Übliche. Gast fällt aus, einer sagt „hey es gäbe da noch unzählige Gerüchte, wir sollten darüber quatschen“ und dann reden sie 80% der fast zwei Stunden über was anderes. Dafür herrlich stamm-tischig, quasi ungeschnitten und gepflegt bodenlos, jedenfalls zwischendurch. Mit dabei: Subbässe, Smart-Media-Karten, primäre weibliche Geschlechtsteile, Influenza, Gewaltsex, Fruity Loops und Blasenschwäche. Die reguläre Folge kommt nächste Woche. Bis dann!

Bunte Patchkabel und Klinkenstecker an einem modularen Synthesizer in einem Tonstudio

Themen Gliederung:

Der Ausfall des Gastes: Krankheit in Hamburg, der Start in den Talk und aktuelle Live-Stream-Einblicke vom LautFunk-Netzwerk

Synthesizer-News & Plugin-Tests: Arturias neues „Pure Sub“-Plugin, die klanglichen Qualitäten und die typische Designsprache des Herstellers

Der große Hardware-Leak: Spekulationen, Fotos und die Frage, ob der vermeintliche Arturia Drum Freak die lang ersehnte, bezahlbare Groovebox bzw. die „Geistertribe“ wird

Rückblick in die Synth-Historie: Die goldene Ära der Korg Electribes (ER1, EMX, ESX), Yamaha-Grooveboxen und das Wettrüsten der Nullerjahre

Technik-Exkurse: Speicherkrisen, die KI-Blase, Server-Infrastrukturen und Apples M-Prozessoren im Reality-Check

Studio-Umbau & Monitore: Der Abschied von den geliebten Genelecs und die Erfahrungen mit den kompakten Adam D3V als neuer Desktop-Kompromiss

Gadget-Wahnsinn: Design-Kritik an mobilen Tastaturen wie Polyend Keys und dem Korg Nano Key Fold vs. mechanischem Komfort

Klaviere und Lern-Apps: Das neue Roland FP-40 Stage Piano, integriertes WLAN und die Sinnhaftigkeit von Streak-Funktionen und App-Zwang

Software & Betriebssysteme: iZotope-Übernahme durch Boris FX, DAW-Vergleiche (Reaper, Reason Studios) und der langsame Exodus von Windows hin zu Linux-DAWs und Plugins (wie Serum)

Viel Spaß wünschen euch Tobi, Thomas und Sascha.

Links zur Ausgabe:



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Mitwirkende dieser Episode

Tobi
Tobi
Notstrom
Notstrom

Anzahl der Downloads: 207
Spieldauer: 1:48:44
Tag der Aufnahme: 03.09.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.


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Probe Podcast BONUS: 033 Eight-Oh-Eight

In dieser Bonus-Ausgabe widmen sich Herr Nullstrom und Herr Raumwelle (diesmal ohne Tobi, der seine Arme laut eigener Aussage lieber abseits der DAW einsetzt) einer absoluten Legende der elektronischen Musikproduktion: der Roland TR-808.

Was 1980 als kostspieliger technischer Kompromiss zur Simulation von akustischen Schlagzeugen begann und anfangs als klanglicher Fehltritt galt, definierte kurz darauf dank Pfandhaus-Verkäufen und kreativer Zweckentfremdung durch junge Produzenten ganze Genres neu. Wir analysieren das analoge Fundament der Maschine und klären, warum die 808 bis heute unsterblich ist.

Themen in dieser Folge:

  • Die Historie: Die Entwicklung durch Tadao Kikumoto, fehlende Speicherchips und der Weg vom 1300-Dollar-Flop zum Kultobjekt in Hip-Hop, Electro und Synth-Pop (von Afrika Bambaataa bis Phil Collins).
  • Technik & Architektur: Warum die Kickdrum dank reiner Sinus-Wellen tief in den Magen geht, wieso alternde Quarze für den unverwechselbaren, „unperfekten“ Groove sorgen – und worin der klangliche Unterschied zur transientenreicheren TR-909 liegt.
  • Klangformung im Studio: Warum das rohe Signal aus der Kiste oft unspektakulär klingt und erst durch Layering, Kompression und gezieltes EQing auf den Einzelausgängen seinen massiven Punch entwickelt.
  • Modernes Gear & Alternativen: Wie man sich das 808-Fundament heute ins Setup holt. Wir diskutieren VST-Plugins (Sonic Charge Microtonic, D16 Nepheton) sowie Hardware-Lösungen und Klone (Roland TR-8S, TR-08, Acidlab Miami, Behringer RD-8 und Arturia DrumBrute Impact).

Inklusive Audio-Demos und einem speziellen musikalischen Tribut an den Vibe der 808.

808 VOM FLOP ZUR LEGENDE: Grafik zum Aufstieg der Roland TR-808 vom günstigen Gebrauchtgerät zum legendären Musikinstrument

Themengliederung:

🎙️ Warm-up & Setup

  • Studio-Talk: Hitzewellen, streikende Schreibtisch-Motoren und die kulinarische Abschweifung über Airfryer versus klassische Fritteuse.
  • Das Motto des Tages: Eine Geräte-Sondersendung zur Roland TR-808, getreu dem Motto „Aller guten Dinge sind 808“.

⏪ Historie: Vom Flop zur Legende

  • Die Anfänge (1980): Die Entwicklung durch Tadao Kikumoto mit dem anfänglichen Ziel, echte Schlagzeuge zu ersetzen.
  • Kommerzielle Bauchlandung: Der teure Einführungspreis von 1300 Dollar, fehlende Speicherchips für echte Samples und die übermächtige Konkurrenz durch die zeitgenössischere LinnDrum.
  • Produktionsstopp: Das frühe Ende nach ca. 12.000 produzierten Geräten, bedingt durch das Fehlen eines spezifischen Transistors, der für den Punch der Kickdrum verantwortlich war.
  • Der Siegeszug aus dem Pfandhaus: Wie junge Musiker die verramschten Gebrauchtgeräte für unter 100 Dollar für sich entdeckten und kreativ nutzten.
  • Meilensteine der Musikgeschichte: Der weltweite Durchbruch mit Marvin Gaye („Sexual Healing“) und die massive Prägung von Genres wie Hip-Hop, Electro-Funk und Synth-Pop.

🎛️ Klangarchitektur & Studio-Geheimnisse

  • Die rohe 808: Einordnung des reinen, unbearbeiteten Sounds inklusive Audio-Demo aus dem Plugin Sonic Charge Microtonic.
  • Die Magie der Post-Production: Wie durch Overdrive, Equalizer, Kompressoren und Layering über die Einzelausgänge der massiv drückende Sound auf Schallplatten erzeugt wird.
  • Der unperfekte Groove: Warum temperaturabhängige und alternde Quarze der 808 ein Timing verleihen, das für den einzigartigen Groove der Maschine sorgt.
  • Der große Vergleich: Die 808 mit ihren tiefen, wummernden Sinus-Bässen im direkten Vergleich zu den härteren Transienten der 909.

💻 Gear-Talk: Moderne Alternativen & Klone

  • Software & VSTs: Virtuelle Alternativen wie D16 Nepheton, Sonic Charge Microtonic, das Transistor-Preset im Waldorf Attack 3 sowie integrierte Sampler wie in Ableton Live 12 oder Native Instruments Battery.
  • Roland Hardware: Die modernen hauseigenen Lösungen, darunter die kompakte TR-08 mit ACB-Modeling, die umfassende TR-8S sowie die teure, analoge Neuauflage TR-1000.
  • Dritthersteller & analoge Klone: Hardware-Alternativen wie die Acidlab Miami, Behringers RD-8 MK2 und der Arturia DrumBrute Impact.
  • Sample-Packs & Rompler: Die Allgegenwärtigkeit der 808-Sounds in klassischen Drum-Expandern wie dem Yamaha RM50 und kommerziellen Sample-Bibliotheken.

🎵 Outro & musikalische Demos

  • Track-Premiere: Ein eigens produzierter musikalischer Tribut mit geliehenen 808-Bässen und Rap-Elementen.
  • Grüße an Tobi: Die Abmeldung des Schlagzeugers, der sich an diesem Tag lieber abseits der DAW beschäftigt.
  • Fazit: Ein Aufruf an die Hörer zum kreativen Experimentieren und Verfremden von 808-Samples im eigenen Sampler.

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Mitwirkende dieser Episode


Anzahl der Downloads: 334
Spieldauer: 0:44:12
Tag der Aufnahme: 05.08.26
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Probe Podcast 101 elysia

Nein, das Lektorat hat nicht geschlafen, die Bude schreibt sich in lowercase, also machen wir das hier auch. Übrigens eine Sache, die uns Stefan Colsmann, Produktspezialist bei der Nettetaler Studio-Gear-Manufaktur, im Interview selbst gar nicht erzählt hat (der Hinweis kam erst danach per Mail. Guter Marketingmann!). Dafür reden wir knapp 140 Minuten über andere Dinge; wofür der Mastering-Mensch eigentlich zuständig ist, warum man (dafür?) einen 11’000-€-Kompressor braucht, was es bedeutet, vom Konzept bis zum Knopf alles in-house anzufertigen und was an marktwirtschaftlicher Bedeutung man als kleiner Betrieb in einer unscheinbaren Ecke NRWs eigentlich anstrebt. Ausserdem: Frontplatten, Plugins, Lötstrassen und Videospiele. Viel Spass damit.

Hand bedient analoges Audio-Equipment in einem Mastering-Studio mit Wellenform-Anzeige und Plattenspieler

🎧 Themen-Gliederung: Der Probe-Podcast – Zu Gast bei Elysia

  • Intro & Begrüßung
    • Gemütlicher Talk im Proberaum & Einlaufen
    • Herzlich willkommen: Stefan Nettewald aus Nettetal
  • Mastering – Erklärt wie für einen 5-Jährigen
    • Definition: Der letzte Schritt vor der Vervielfältigung
    • Die Metapher: Der Autobau vs. die perfekte Politur
    • Warum für verschiedene Medien (Vinyl, CD, Streaming) unterschiedlich gemastert wird
    • Der Kompromiss: „Mastering for the weakest link“
  • Zu Besuch bei Elysia
    • Wer und was steckt hinter der High-End-Audio-Schmiede?
    • Die Geschichte seit 2006 & der легенdäre Alpha Compressor
    • Die Philosophie: Werkzeuge, die aus echten Problemen im Studio entstehen
  • Digital vs. Analog & Die Magie der Haptik
    • Warum Schaltungen keine Bits & Bytes sind
    • Haptisches Feedback: Hören und Fühlen statt Werte ablesen
    • Die Entstehung der Transientenbearbeitung & der Transient Designer
    • Signalbearbeitung bereits bei der Aufnahme (z. B. Human Beatpack)
  • Design, Fertigung & Innovation
    • Durchdachtes UI & Fertigung mit Toleranzen aus der Uhrenindustrie
    • Channel X Studio: Der Brückenschlag zwischen analoger Haptik und digitaler DAW-Steuerung (Total Recall)
    • Warum Elysia 99,8 % in-house fertigt und auf Fertigung im Ausland verzichtet
  • Markt, Zielgruppen & Plugins
    • Für wen lohnt sich Hardware für 7.500 € bis 11.000 €? (Synchron- & Hörbuchstudios)
    • Warum VST-Plugins für Elysia kein Ersatz, sondern ein wichtiger Türöffner sind
    • Das Paradoxon der unendlichen Möglichkeiten: „Choice Paralysis“ durch Plugin-Overload
    • Warum sich Produktpflege, Nachsorge & Ersatzteile lohnen
  • Home-Recording, Streamer & Die Zukunft der Audio-Branche
    • Weshalb In-House-Qualität eine Grenze nach unten im Preis hat
    • Der Wandel im Influencer-Marketing und Content-Creation
  • Die Abschlussfrage: Gamer durch und durch
    • Vom Donkey-Kong-Automaten in der Kneipe zur PS5 Pro
    • Die Faszination GTA 6, Indie-Perlen & Videospiel-Soundtracks
  • Verabschiedung & Outro
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Mitwirkende dieser Episode

Stefan Colsmann
Stefan Colsmann
Tobi
Tobi
Notstrom
Notstrom

Anzahl der Downloads: 198
Spieldauer: 2:21:22
Tag der Aufnahme: 15.07.26
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Probe Podcast 100 Axel Hartmann

Back to the roots. Bevor wir ein gefühlt gerontokratischer Stammtisch wurden, der über seine ständigen mehr oder minder lebensbedrohlichen Wehwehchen referiert und die Folge dann nie veröffentlicht, waren wir bekanntlich mal eine Sendung übers Musik machen, die Technik und die Leute dahinter, und alles was so dazu gehört. Höchste Zeit da mal wieder anzusetzen – und wie könnte man besser rein starten als mit dem Mann, dessen Arbeit wir – und nicht nur wir – ständig unter den Fingern und in den Ohren haben? Axel Hartmann ist gescheiterter Berufsmusiker und umso erfolgreicherer Industriedesigner, dessen Ideen sich durch die letzten vierzig Jahre Musikgeschichte ziehen – vom der ersten Mikrowelle bis zum neusten Rhodes, vom Startup zum Weltkonzern und von der teuersten Boutique bis zum billigsten Controller. Mit ihm reden wir über seinen Werdegang und seine Arbeit, einige seiner bekanntesten und/oder seltsamsten Kreationen, über Galaxien, Mäuse und Menschen, und über so einiges mehr.

Illustration der Verbindung von Musik, Design und Technik mit einer futuristischen Konsole und komplexen Schaltkreisen

Themengliederung:

  • Krankenstand & Comeback: Rückkehr in den Proberaum nach einer zweimonatigen Zwangspause durch Leisten-OPs und Rollerunfälle sowie die Vorstellung des Gastes Axel Hartmann.
  • Vom Jura-Studenten zum Synthesizer-Designer: Axels ursprünglicher Traum vom Dasein als Pianist, der kurze Ausflug in die Rechtswissenschaften und die finale Entdeckung des Industriedesigns.
  • Die Start-up-Phase bei Waldorf: Der Einstieg in die Synthesizer-Branche, die Gestaltung des 19-Zoll-Formats für den Microwave und die frühe Symbiose aus Hardware-Entwicklung und Sounddesign.
  • Design-Philosophie & Musiker-Vorteil: Die Wichtigkeit von „Form follows Function“, die bewusste Integration von „Störern“ (visuellen Ankern) auf Bedienpanels und der massive Vorteil, als Designer die technischen Signalflüsse der Ingenieure zu verstehen.
  • Corporate Identity (Arturia & Akai): Die enge Design-Partnerschaft mit Arturia (inklusive Diskussionen über unkonventionelle Farbexperimente aus Frankreich) und das Redesign des Akai MPK Mini, inspiriert von Minecraft und 90er-Jahre-Samplern.
  • Hartmann Neuron – Genialität & Grenzen: Der tiefe Einblick in das visionäre Konzept der Resynthese und 5.1-Raumklang-Steuerung via Joystick. Die enormen Hürden durch mangelnde Rechenleistung in den frühen 2000ern und das tragische Ende des wegweisenden Projekts.
  • Alesis Andromeda & komplexe Interfaces: Wie man hunderte Parameter sinnvoll anordnet. Der Weg vom starren Raster hin zum innovativen „Galaxien“-Konzept, das Funktionen nach Wichtigkeit und Modulzugehörigkeit in Kreisen gruppiert.
  • Sledge 2.0 Black Edition (Studio Logic): Die Konzeption eines kompromisslosen Luxus-Synthesizers. Gefräst aus einem massiven Aluminiumblock mit Laser-Gravur – und die kontroverse Entscheidung, eine preiswerte Blofeld-Engine in ein High-End-Gehäuse zu verbauen.
  • Verworfene Ideen & Prototyping: Workflow im Ravensburger Studio-Setup, die immense Bedeutung physischer Test-Modelle gegenüber reinen 3D-Renderings und nicht realisierte Hardware-Konzepte wie der integrierte „Rollbar“-Controller.
  • Amp1 & BluGuitar: Die lange Freundschaft zu Thomas Blug in der saarländischen Musikszene. Der fundamentale Unterschied bei der Hardware-Entwicklung, wenn leidenschaftliche Musiker am Werk sind anstatt reiner Manager (Das Phänomen „Einen Roland bauen“).
  • Leben abseits der Synthesizer: Entspannung beim Radfahren, Equipment-Optimierung beim Online-Shopping, Live-Auftritte mit der Coverband „Plattenspieler“ und der Umgang mit typischen körperlichen Verschleißerscheinungen wie dem Impingement-Syndrom.


Werbung:

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Mitwirkende dieser Episode

Axel Hartmann
Axel Hartmann
Tobi
Tobi
Notstrom
Notstrom

Anzahl der Downloads: 366
Spieldauer: 1:23:14
Tag der Aufnahme: 08.07.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.


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