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00:00 – 0:00:02
*Musik*
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0:00:02 – 0:00:31
[Musik]
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0:00:31 – 0:00:38
Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Abschweifung, da wo ich gelegentlich,
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0:00:38 – 0:00:46
eigentlich nie, so sagt man mir nach, vom Thema abschweife. Ich bin Sascha Markmann und sage
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0:00:46 – 0:00:58
Hallo. Das heutige Thema ist inspiriert durch die Urlaubszeit. Oh man Urlaub, was für eine herrliche
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0:00:58 – 0:01:15
herrliche Zeit. Früher drei Wochen Erholung pur, heutzutage irgendwie maximal eine Woche. Also ich
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0:01:15 – 0:01:24
höre das und sehe das im Bekanntenkreis überall, dass sich Leute halt nur noch eine Woche leisten
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0:01:24 – 0:01:33
können. Wenn sie Glück haben, sind es zehn Tage. Und dann denke ich mir immer so, ein Tag Anreise,
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0:01:33 – 0:01:42
ein Tag Abreise, dann ist von der Woche nur noch fünf Tage da. Und das ist doch keine Erholung,
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0:01:42 – 0:01:50
zumindest meiner Meinung nach. Aber gehen wir mal zurück. Wie war Urlaub in meiner Kindheit? In
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0:01:50 – 0:01:56
In meiner Kindheit bestand Urlaub daraus, dass wir in die Niederlande gefahren sind,
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0:01:56 – 0:02:04
in die Provinz Zeeland und dort halt zwischen Flissing,
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0:02:04 – 0:02:12
genauer gesagt zwischen Biggekerk und Zauterland auf dem Campingplatz waren,
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0:02:12 – 0:02:15
da wo die Dünen am höchsten sind.
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0:02:15 – 0:02:22
Und da haben wir im Sommer immer drei Wochen auf dem Campingplatz verbracht.
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0:02:22 – 0:02:25
Da hatten wir ein großes Mobilwohnheim.
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0:02:25 – 0:02:28
Also kein Wohnwagen, sondern schon ein großes Schlachtschiff.
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0:02:28 – 0:02:34
Erst war es ein kleinerer gewesen, den man schon eher als Wohnwagen bezeichnen würde,
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0:02:34 – 0:02:39
aber später hat man sich vergrößert und dann hatten wir halt einen großen Wohnwagen.
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0:02:39 – 0:02:41
Oder Mobilwohnheim.
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0:02:41 – 0:02:56
Da war Dusche drin, da waren mehrere Schlafzimmer drin und viel Platz, um halt die Zeit zu genießen.
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0:02:56 – 0:03:04
Und da die Gegend, die die Holländer liebevoll "Zollfische Riviera" nennen,
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0:03:04 – 0:03:06
ich glaube ich habe das falsch ausgesprochen,
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0:03:06 – 0:03:11
ist da viel Sonne
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0:03:11 – 0:03:16
und da kannste viel Zeit vor allen Dingen in den Sommermonaten halt
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0:03:16 – 0:03:18
vorm Wohnwagen
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0:03:18 – 0:03:23
unter den Sonnenschirm verbringen und eigentlich nur zum Schlafen und
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0:03:23 – 0:03:26
Essen kochen, in den Wohnwagen gehen.
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0:03:26 – 0:03:33
Über solche Sachen wie Fernsehen gucken hat man sich damals keine Gedanken gemacht, weil erstens
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0:03:33 – 0:03:41
waren da nur niederländische Programme und da hast du eigentlich keinen Bock gehabt. Da war so viel
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0:03:41 – 0:03:50
Aktivitäten, so viele andere Kinder, Niederländer, Deutsche, manchmal Engländer, manchmal Franzosen,
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0:03:50 – 0:03:57
da war immer was los. Und da wir ja einen festen Platz hatten, kannte man die Nachbarn, die Kinder
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0:03:57 – 0:04:02
und so sind da über die Jahre ja richtige Freundschaften entstanden über den ganzen
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0:04:02 – 0:04:08
Campingplatz verteilt, dass man sich ja auch richtig darauf gefreut hat, wenn man
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0:04:08 – 0:04:15
Ostern da war. Ostern waren wir immer zwei Wochen da und in den Sommerferien die
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0:04:15 – 0:04:20
ganzen drei Wochen, dass man da seine Freunde trifft.
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0:04:20 – 0:04:25
Das war eine gute Zeit. Ich glaube ich war dafür damals bekannt, das habe ich schon
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0:04:25 – 0:04:30
mal gesagt gehabt, dass ich den Strand wohl einmal umgegraben habe. Ich habe
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0:04:30 – 0:04:38
immer Sandburgen gebaut, Löcher gegraben und Staudämme zwischen den Wellenbrechern. Ein
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0:04:38 – 0:04:50
faszinierendes Hobby. Meine Sehnen scheiden in den Gelenken, vor allen Dingen die an den,
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0:04:50 – 0:04:54
Ach Gott, jetzt fällt mir das Wort nicht ein. Verdammte Wortwinnungsstörung.
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0:04:54 – 0:05:06
Gelenken. Ist egal. Auf jeden Fall, ich hatte öfters mal eine fürchterliche Sehenscheidung,
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0:05:06 – 0:05:14
als ich in Norwegen aus dem Urlaub wiederkam. Man wird älter, man verdient irgendwann mal
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0:05:14 – 0:05:20
sein eigenes Geld. Natürlich habe ich gerne auf diesen Wohnwagen zurückgegriffen, vor allen Dingen
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0:05:20 – 0:05:27
wenn man auch längere Zeit die Möglichkeit hatte dort zu bleiben oder auch zu Zeiten wo kein anderer
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0:05:27 – 0:05:39
fährt. Semesterferien, super beliebt dafür, immer noch geiles Wetter, aber weniger los und dann kann
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0:05:39 – 0:05:46
man die schönen Seiten genießen. Geile Strände, aber leer. Ja, so gut wie leer. Aber dann kamen
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0:05:46 – 0:05:57
ja auch mal andere Zeiten. Da bin ich nach England. Diese typischen spanischen Orte, Ibiza und was man
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0:05:57 – 0:06:06
alles so gemacht hat. Aber das war nie so dieses Relax-Gefühl wie in Holland. Und wenn man sich
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0:06:06 – 0:06:12
das einfach so vorstellt. Man steht morgens auf, geht zum Strand, dazwischen natürlich die höchste
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0:06:12 – 0:06:28
Düne in ganz Holland mit 110 Stufen ungefähr und komischerweise 115 Stufen runter und dann bist du
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0:06:28 – 0:06:34
am Strand. Als Kind haben wir uns tierisch auf diese Treppe gefreut. Hurra, hurra die Treppe.
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0:06:34 – 0:06:39
Wenn du älter warst und auch mal Sachen rüber schleppen musstest, hast du das Ding verflucht.
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0:06:39 – 0:06:42
Definitiv einfach verflucht.
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0:06:42 – 0:06:50
Weil alles was zum Strand muss, muss auch vom Strand wieder zurück.
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0:06:50 – 0:06:53
Und gar nicht mal so lustig.
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0:06:53 – 0:06:59
Also haben meine Eltern schon damals sehr früh erkannt gehabt, man braucht so kleine
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0:06:59 – 0:07:00
Strandhäuser.
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0:07:00 – 0:07:02
Die gibt es dort, die kann man mieten.
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0:07:02 – 0:07:07
Wir hatten jedes Jahr das Gleiche, weil wir das einfach komplett die gesamte Saison über Jahre
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0:07:07 – 0:07:14
schon einfach gemietet haben. Was auch eigentlich gar nicht mal so teuer war. Ob ich das jetzt drei
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0:07:14 – 0:07:20
Wochen miete oder das ganze Jahr. Ich glaube da war nur irgendwie 100 Euro oder so oder 100 Gulden
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0:07:20 – 0:07:29
damals Unterschied. Also hat man die ersten zwei Tage alles rüber geschleppt, was man so brauchte
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0:07:29 – 0:07:37
und dann die letzten zwei Tage alles wieder zurückgeschleppt, damit das dann im Wohnwagen ist.
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0:07:37 – 0:07:42
Oder wenn man den Wohnwagen dann vermietet hat, was wir natürlich auch an Familienangehörige oder
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0:07:42 – 0:07:50
gute Bekannte gemacht haben, dann haben die halt einen Teil davon wieder zurückgeschleppt,
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0:07:50 – 0:07:53
weil ich hatte meistens die erste Woche, die erste Hälfte der Ferien.
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0:07:53 – 0:08:06
Ja, England war auch gut. Ich hatte ja Verwandtschaft oder habe immer noch Verwandtschaft dort und das
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0:08:06 – 0:08:10
war immer schön gewesen, wenn man da so einen Stützpunkt hatte. Interessanterweise auch so
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0:08:10 – 0:08:18
ein Küstenort und ein Ort, wo man eigentlich Urlaub macht. Da, wunderschön, man steht im
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0:08:18 – 0:08:26
Garten und guckt dann quasi von Rumps Gate aus, mitten aus Meer. Eine typische Stallküste,
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0:08:26 – 0:08:34
wie halt so im Süden England öfters vorkommt, vor allem in der Ecke dort, mit Kreidefelsen.
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0:08:34 – 0:08:42
Ich habe schon echt schöne Ecken gesehen auf der Welt, aber es gibt noch so viele andere Ecken,
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0:08:42 – 0:08:49
die ich gerne sehen möchte. Ist nur ein bisschen schwierig mittlerweile. Und da kommen wir auf ein
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0:08:49 – 0:08:55
anderes Thema, das ist so Barrierefreiheit. Der eine oder andere weiß ja, dass ich einen
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0:08:55 – 0:09:05
Schlaganfall hatte vor vielen Jahren und da ist einiges zurückgeblieben. Unter anderem auch diese
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0:09:05 – 0:09:11
Wortfindungsstörung, die ich manchmal habe
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0:09:11 – 0:09:14
und halt eine nicht immer auftretende
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0:09:14 – 0:09:16
halbseitige Gesichtslähmung, was ich
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0:09:16 – 0:09:19
Gott sei Dank schon längere Zeit nicht
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0:09:19 – 0:09:23
mal hatte. Aber das ist eine andere
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0:09:23 – 0:09:25
Geschichte und seitdem muss ich mir halt
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0:09:25 – 0:09:27
Gedanken über Barrierefreiheit machen.
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0:09:27 – 0:09:30
Habe ich mir früher nie Gedanken darum
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0:09:30 – 0:09:32
gemacht, wie denn auch. Ich meine,
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0:09:30 – 0:09:36
Irgendwann mal habe ich angefangen in der Fliege zu arbeiten und da ist Barrierefreiheit natürlich
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0:09:36 – 0:09:45
auch schon ein Thema, aber das betrifft mich doch nicht. Mich doch nicht. Mit 30 denkst du nicht
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0:09:45 – 0:09:52
darüber nach und bis zu meinem Schlaganfall, den ich mit 39 hatte, denkst du darüber auch nicht
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0:09:52 – 0:09:58
nach. Aber dann wird es echt ein Thema, so schlagartig. Das ist, wie als wenn dich jemand
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0:09:58 – 0:10:05
mit einem Lattenzaun begrüßt. Das ist so schlagartig, das Ding da. Dann machst du deine
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0:10:05 – 0:10:12
ersten Experimente, sag ich mal, im Krankenhaus oder so. Mehr schlecht als recht, weil mit einer
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0:10:12 – 0:10:20
halbseitigen Lähmung ist das noch schwierig. Aber da sind die Fußböden blitzblank gerade.
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0:10:20 – 0:10:27
Man kann sich fast darin spiegeln, so gerade sind die Böden. Und auch wenn du dann auf einer Seite
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0:10:27 – 0:10:31
weniger Kraft hast wie auf der anderen Seite in der Arme, da kommst du da ganz gut zurecht.
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0:10:31 – 0:10:43
Man bewegt sich dann mehr so in so Kurven, so langgezogenen Kurven, Ellipsen, Parabeln,
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0:10:43 – 0:10:59
Aber eine sehr flache Parabel. Das ist dann so ein Ding, wo man da klarkommt. Dann kommt sie in der
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0:10:59 – 0:11:05
Reha und dann irgendwann mal probiert man dann ja auch mal aus, mal mit draußen und dann stellt man
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0:11:05 – 0:11:13
fest, sobald man das Gebäude verlässt, mit den gleichen Unebenheiten wird das echt schwierig.
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0:11:13 – 0:11:21
Dann irgendwann mal hast du deinen einen Rollstuhl da stehen, ja so mit dem Rollator geht das ja so
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0:11:21 – 0:11:28
für kurze Strecken innerhalb der Wohnung oder so. Aber draußen ist echt eine Herausforderung,
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0:11:28 – 0:11:34
das merkt man. Und dann irgendwann mal stellst du dich auch mal die Frage, sag mal du hast auch
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0:11:34 – 0:11:42
mal Bock, irgendwo hinzufahren. Und dann muss er planen, weil das fängt über das Badezimmer an,
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0:11:42 – 0:11:56
geht über im Hotel, sind da Fahrstühle, sind die Fahrstühle breit genug, wie sieht das aus,
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0:11:56 – 0:12:07
mit, kommt man halt zu den Wellnessbereichen oder so und dann stellt man fest, wo es günstiger wird,
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0:12:07 – 0:12:15
ist schon schwierig. Und das ist nicht normal, selbst wenn du mit der Bahn fährst, ist das
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0:12:15 – 0:12:23
schwierig. Dortmund ist so ein super wichtiger Bahnhof in Deutschland und wenn man dort als
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0:12:23 – 0:12:32
Rollstuhlfahrer verreisen möchte, muss man
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0:12:32 – 0:12:34
eine gewisse Zeit vorher sich anmelden, damit
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0:12:34 – 0:12:38
dann halt das Personal bereitsteht,
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0:12:38 – 0:12:41
damit man die Lastenaufzüge benutzen
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0:12:41 – 0:12:43
kann. Nein, nicht weil ich so schwer bin, sondern
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weil es keine andere Möglichkeit gibt
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außer diese Lastenaufzüge, wo halt die
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0:12:47 – 0:12:58
ICEs und die anderen Züge versorgt werden mit dem, was sie halt so brauchen. Und das ist schon geil,
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0:12:58 – 0:13:03
oder? Also der gesamte Bahnhof ist nicht barrierefrei. Ich meine, den haben sie jetzt vor
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0:13:03 – 0:13:09
kurzem umgebaut und das Ding ist immer noch nicht barrierefrei. In den Bereichen, wo es die S-Bahn
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0:13:09 – 0:13:18
gibt. Da ist Barrierefreiheit gegeben. Da gibt es Aufzüge und so. Aber in anderen Teilen nada,
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0:13:18 – 0:13:31
niente, nix. Das ist ein Problem und dann muss man halt um seine Einschränkung herum planen.
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0:13:31 – 0:13:40
Und das macht so eine Reise echt kompliziert. Entweder lässt du das planen, aber dann zahlst
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0:13:40 – 0:13:46
du halt auch einen gewissen Teil oder du nimmst es selber in der Hand oder du nimmst halt so
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0:13:46 – 0:13:57
Angebote wie von der Arbeiterwohlfahrt im Anspruch. Und das ist halt immer mit einem
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0:13:57 – 0:14:06
gewissen, ja was soll ich sagen, das Angebot richtet sich meistenteils an einer etwas älteren Klasse.
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0:14:06 – 0:14:14
Ich meine, ich sehe das ja bei meiner Mutter, die halt jetzt auch viel verreist und Flusskreuzfahrten
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0:14:14 – 0:14:19
macht oder auch schon mit der AVO irgendwo hingefahren ist. Es sind halt immer alte Leute,
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0:14:19 – 0:14:32
Also 40, 50 ist da wenig bis gar nichts. Das ist dann eher so 60 plus. Meine Mutter ist über 70
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0:14:32 – 0:14:44
und fühlt sich da noch stellenweise jung. Und ja, ich weiß nicht. Also ich hätte keine Lust,
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0:14:44 – 0:14:51
mit so vielen alten Leuten zu verreisen, weil ich einfach einen anderen Anspruch habe. Außerdem denke
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0:14:51 – 0:14:58
ich mir immer so, ich habe mir gerne andere Länder angeschaut. Also ich bin da viel rumgetingelt.
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0:14:58 – 0:15:05
Mit dem Motorrad habe ich England komplett erkundet, große Teile von Spanien, Portugal,
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0:15:05 – 0:15:16
Frankreich. Aber ich kann das heute nicht mehr. Und wenn ich mir vorstelle, wenn ich auf Mallorca bin
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0:15:16 – 0:15:21
und dort die schönen kleinen Gassen in den schönen Städtchen und Dörfchen, die da sind,
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0:15:21 – 0:15:32
mit den buckligen Pflaster, da komme ich gar nicht zurecht und da habe ich nichts von. Also
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0:15:32 – 0:15:39
bleibt man zu Hause. Natürlich spart man auch einen Haufen Geld. Es ist ja nicht so, dass ich ja nicht
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0:15:39 – 0:15:46
rauskomme. Es ist nur mit einem gewissen Aufwand verbunden. Wenn ich erst mal im Rollen bin, dann
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0:15:46 – 0:15:56
bin ich unterwegs. Man muss nur den Rollwiderstand überwinden. Das ist wie eine große Kugel. Wenn
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0:15:56 – 0:16:02
man die anschubst und sie rollt, dann rollt sie. So ähnlich kann man das mit mir auch vergleichen.
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0:16:02 – 0:16:14
Nicht wegen den Volumen, sondern wegen dem Rollstuhl. Ja, ich hatte mal ausgerechnet gehabt,
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0:16:14 – 0:16:20
wie viele Katzen man bräuchte, um, also rein theoretisch, wie viele Katzen man bräuchte,
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0:16:20 – 0:16:28
um mich mit meinem Rollstuhl zu ziehen. Also, nachdem man den den Ruhewiderstand und den
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0:16:28 – 0:16:36
Rollwiderstand überwunden hat, bräuchte man für eine gleichmäßig erhaltene Fortbewegung sechs
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0:16:36 – 0:16:47
erwachsene Katzen. Ich weiß, das gibt es wieder am Aufschrei, aber das war nun mal so ein, ja,
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0:16:47 – 0:16:52
wie soll ich sagen, so ein Gedankenspiel. Ich mache öfter solche Sachen, dass ich mir halt frage,
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0:16:52 – 0:17:00
was bräuchte man für, was wäre wenn? Einfach nur mal so zu gucken. Dann schaut man halt, wie man das
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0:17:00 – 0:17:07
halt, ob es dafür Zahlen und Daten gibt und dann. Also ich wollte damit sagen, man braucht gar nicht
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0:17:07 – 0:17:17
mal so viel Kraft, um halt mich in einem Rollstuhl in einer Bewegung zu halten. Ja,
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0:17:17 – 0:17:26
jetzt bin ich abgeschweift. Verdammt nochmal, gut, dass dieses Format die Abschweifung heißt. Also
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0:17:26 – 0:17:37
nochmal zurück zu einer Zeit, wo ich jung, fröhlich und dynamisch war. Was brauchte ich? Ich brauchte
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0:17:37 – 0:17:45
ein paar Klamotten, ich brauchte mein Motorrad, ein schöner Kawasaki GPZ 500S und einen Tankrucksack
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0:17:45 – 0:17:55
und einen Rucksack. Und damit war ich über Wochen glücklich. Und heute wird es ein bisschen
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0:17:55 – 0:18:05
komplizierter. Außerdem, ich mag den Komfort, den halt so eine feste Location halt bietet.
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0:18:05 – 0:18:16
Ja, ich war bei dem Punkt gewesen, bevor ich abgeschweift bin, dass man jetzt lieber zu Hause
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0:18:16 – 0:18:25
bleibt, mir ist das stellenweise einfach so aufwendig, die Probleme, die sich durch meine
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0:18:25 – 0:18:33
speziellen Bedürfnisse ergeben, zu kompensieren und darauf zu vertrauen, dass andere Menschen
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0:18:33 – 0:18:45
diese Problemkompensation auch so auszuführen, wie das besprochen wurde. Ich habe mein Leben
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0:18:45 – 0:18:51
schon mehrmals erlebt, dass es nicht so ist. Ich habe während meiner Tätigkeit in der Pflege
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0:18:51 – 0:18:59
ja auch Reisegruppen begleitet und selbst bei solchen Trips, die vielleicht nur einen Tag
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0:18:59 – 0:19:06
gingen, habe ich erlebt gehabt, dass auf spezielle Bedürfnisse nicht eingegangen wurde, obwohl das
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0:19:06 – 0:19:13
geplant war und dass sich daraus Probleme ergeben haben. Wenn das in einem professionellen Umfeld
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0:19:13 – 0:19:21
schon passiert. Wie ist es dann halt, wenn man in einem weniger professionellen Umfeld ist? Ich
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0:19:21 – 0:19:29
habe da einfach keine Lust, dass wenn ich dafür ordentlich Geld bezahle, die besondere Zeit,
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0:19:29 – 0:19:35
die man halt im Jahr dann halt einplant, halt scheiße wird. Da gehe ich doch lieber hin und
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0:19:35 – 0:19:44
mach was anderes mit meinem Geld. Ich weiß nicht, ob ihr das verstehen könnt. Ich habe früher Urlaub
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0:19:44 – 0:19:51
einfach gefeiert, weil es einfach mal eine gute, sorglose Zeit war. Wenn ich überlege, wie das war,
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0:19:51 – 0:20:01
mit den Kumpels halt im Wohnwagen zu chillen und wenn man nach einer richtig geilen Nacht,
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0:20:01 – 0:20:09
weil man nachts noch schwimmen gegangen ist, wenn Meeresleuchten war, was leckeres getrunken hatte,
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0:20:09 – 0:20:18
erst um 12 Uhr aufgestanden ist und dann halt was sich zu essen gemacht hat und dann wieder zum
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0:20:18 – 0:20:25
Strand gepilgert ist. Das war eine gute, geile Zeit. Die möchte ich auch nicht missen. Ich meine davon
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0:20:25 – 0:20:33
ab, dass ich halt nie so der Partyhase war. Wobei manchmal irgendwie schon, wenn ich überlege,
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wie halt die wilden Partys, Discoabende in Bochum und Dortmund waren. Aber es war auch immer alles
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nur so eine Zeit. Aber in den Urlauben fand ich das einfach immer nur gut, wenn das so entspannt war.
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sondern einfach gelassene, relaxte Zeit. Lass den lieben Gott mal einen guten Mann sein. Ich glaube
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das war so die Devise. Jetzt mal die Frage an euch. Der Call to Action. Wie seht ihr das heute mit dem
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Urlaub. Heute, früher, ist es noch so möglich, dass man halt so sorgenlos in den Urlaub fahren kann,
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weil genug Pinke-Pinke da ist? Oder muss man im Livestream eine Spendenaktion machen, damit man
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auch genug Taschengeld hat? Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist. Also ich muss manchmal den Rudel
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schon zwei, drei mal umdrehen, um zu gucken, ob da noch vielleicht darunter noch ein kleiner Rubel
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ist oder ein Slotty oder halt Wong. So ein, zwei Wong. Man weiß es ja nicht. Vielleicht ergibt sich
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da ja was, wenn man den Rubel noch mal umdreht. Und wenn ihr in Urlaub fahrt, wie und wohin geht
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ist. Das würde mich mal interessieren. Also schreibt es in die Kommentare. Ich bedanke mich dafür,
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dass ihr mir zugehört habt und wünsche euch eine gute Zeit und bis zum nächsten Mal. Tschüss,
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euer Sascha.
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Früher war alles unbeschwerter – oder zumindest schienen es drei Wochen Camping in den Niederlanden zu sein.
In dieser Folge von Die Abschweifung blickt Sascha zurück auf verrauchte Sommertage in Zeeland, rekordverdächtige Sandburgen-Bauaktionen und spontane Motorrad-Trips an die englische Kreideküste. Doch wie verändert sich der Blick auf Urlaub, wenn man älter wird, das Geld knapper kalkuliert ist und nach einem Schlaganfall plötzlich Themen wie Barrierefreiheit, Rollwiderstände und unebene Pflastersteine den Reiseplan bestimmen?
Sascha teilt persönliche Einblicke über den Wandel von Erholung, die Tücken des Dortmunder Hauptbahnhofs für Rollstuhlfahrer – und stellt nebenbei eine ganz physikalische Berechnung auf: Wie viele Katzen bräuchte man eigentlich, um einen Rollstuhl am Rollen zu halten?
In dieser Episode:
- 🏖️ Camping-Nostalgie: Drei Wochen Mobilheim, 110 Dünenstufen & Strandhäuschen in Zeeland.
- 🏍️ Freiheit auf zwei Rädern: Spontane Trips mit der Kawasaki nach England.
- ♿ Realität Barrierefreiheit: Wie ein Schlaganfall die Urlaubsplanung und den Alltag schlagartig verändert.
- 🚉 Hürden im Reiseverkehr: Warum Barrierefreiheit am Bahnhof oft Theorie bleibt.
- 🐈 Das Katzen-Gedankenspiel: Physikalische Berechnungen zur Fortbewegung im Rollstuhl.
💬 Call to Action / Eure Meinung: Wie sieht Urlaub für euch heute aus? Könnt ihr noch unbeschwert verreisen oder wird das Budget (und die Logistik) immer enger? Und wohin geht es für euch am liebsten? Schreibt es mir in die Kommentare!

📌 Themengliederung
- Einleitung & Urlaubsfrust
- Begrüßung und Einleitung zum Thema Urlaubszeit
- Drei Wochen vs. eine Woche: Der Wandel der Erholungsdauer
- Anreise, Abreise und was von fünf Tagen Urlaub übrig bleibt
- Camping-Nostalgie in Zeeland
- Kindheitserinnerungen an die Niederlande (Biggekerke & Zoutelande)
- Das Mobilheim als Sommersitz: Sommer, Sonne und Nachbarschaft
- Keine Glotze, viele Freunde: Urlaub ohne Ablenkung
- Sandburgen, Staudämme und Sehnen scheiden am Strand
- Freiheiten im Studium & Reisen nach England
- Entspannte Strandtage in den Semesterferien
- Die Treppe der Superlative: 110 Stufen über die Düne
- Die Erfindung des Strandhäuschens: Logistik im Sommerurlaub
- Ramsgate & Kreidefelsen: Küstenzauber in England
- Barrierefreiheit: Wenn sich schlagartig alles ändert
- Der Schlaganfall mit 39 und die Folgen (Wortfindungsstörungen & Lähmungen)
- Wenn Barrierefreiheit plötzlich zum eigenen Thema wird
- Erste Gehversuche: Ebener Klinikboden vs. die Tücken der Außenwelt
- Die Logistik des Reisens mit Einschränkungen
- Hotelbäder, Fahrstühle & Wellnessbereiche: Die Tücken der Buchung
- Die Realität am Bahngleis: Warum der Dortmunder Hauptbahnhof fordert
- Lastenaufzüge statt Barrierefreiheit im Bahnverkehr
- Reiseangebote für Ältere (AWO & Flusskreuzfahrten) vs. eigene Ansprüche
- Motorrad-Erinnerungen & Das Katzen-Gedankenspiel
- Früher mit der Kawasaki GPZ 500S und Tankrucksack unterwegs
- Warum Zelt- und Altstadturlaub (Mallorca-Pflaster) heute entfallen
- Physik im Alltag: Wie viele Katzen bräuchte man, um einen Rollstuhl zu ziehen?
- Fazit & Call to Action
- Warum das Bleiben zu Hause manchmal entspannter ist
- Professionelle Pflege-Reisen und enttäuschte Erwartungen
- Frage an die Community: Wie fahrt ihr heute in den Urlaub?
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Mitwirkende dieser Episode
Spieldauer: 0:26:42
Tag der Aufnahme: 03.08.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.
Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.
Podcast Lizenz:
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License
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Autor: Sascha Markmann
Sascha Markmann ist ein kreativer Kopf mit bewegter Biografie: Informatiker, studierter Philosoph, Religionswissenschaftler und Psychologe – und gleichzeitig ein Mensch, der das Leben nach einem Schlaganfall ganz neu entdeckt hat. Nach Stationen als Rettungssanitäter und Altenpfleger fand Sascha seinen Weg in die Welt des kreativen Ausdrucks: Als Blogger, Musiker, Podcaster, Philosoph und visueller Geschichtenerzähler kombiniert er technisches Know-how mit emotionaler Tiefe und einem schrägen Sinn für Humor. Seine Beiträge entstehen irgendwo zwischen Borderline, Acid Bassline und Beistand – ehrlich, direkt und gerne auch mal mit einem Augenzwinkern. Leitmotiv: „Audiovisueller Stumpfsinn mit keinem Nutzwert – aber vielleicht genau deshalb so wertvoll.“ Alle Beiträge von Sascha Markmann anzeigen