Probe Podcast 67 Die grossen “Was brauche ich eigentlich?” – Folgen / Teil 1

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Beschreibung:

Huch, ist das wieder ausgeufert. Viel los heute. Passend zum Jahresanfang geht es vor allem ums Anfangen, ums Umsetzen, um die grosse Frage, was denn eigentlich fürs Musikmachen heutzutage so notwendig ist. Dem Anfänger wird genauso Hand gereicht wie die Wissenden mit Anekdoten belustigt werden, demjenigen der einfach nur sein Geklimper aufnehmen will genauso geholfen wie demjenigen, der seinen Raum im Raum schweben haben möchte. Von der Idee bis zum Abmischen, vom Einsingen bis zum Gegenhören = heute gehts um das volle Programm. Darüber hinaus: eine dicke Geschichtsstunde über die Digital Audio Workstation (DAW), ein Plädoyer gegen Eierkartons (und für Bücherregale) und, wie immer hier, gemütlichste Proberaumstimmung. Frohes Neues!

(Das hier ist der erste Teil unserer Neueinstiegs-Serie, der sich primär der Produktion von Audio widmet. Über weitere Dinge wie MIDI, Plug-Ins und den ganzen Rattenschwanz, der bei einer Produktion noch so mit dran hängt, sprechen wir dann in einer kommenden Folge).

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Tanscript:

Der Probe-Podcast. Beim gemütlichen Talk im Proberaum. Mit unseren Moderatoren Herr Raumwelle,
Tobi und Herrn Notstrom. Viel Spaß. Hallo und willkommen zu einer neuen Ausgabe des
heißbegabten und ähnlich gefeierten Probe-Podcasts. Ich bin Sascha Mahrkmann, auch bekannt als die
Raumwelle. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, das machen wir jetzt nicht
mehr bitte. Wir haben ein neues Intro, das die Moderatoren vorstellt. Das ist jetzt komplett
redundant. Bitte nicht. Danke. Alle wissen, wer wir sind. Super, super, super. Wir haben doch
gerade nur eine Vision gehabt, wo doch dann nix mehr drin war, nachdem du dich beschwert hast,
dass das so lang war. Also nehmen wir jetzt das neue Intro. Das finde ich cool. Haben wir das
jetzt schon davor geschnitten? Finde ich gut. Das machen wir einfach nachher. Ich weiß,
dass wir es hinterher machen, aber hatten wir schon beschlossen, dass wir es reinschneiden? Du
wolltest ja noch mal eine Vision ohne Laberei. Ja, testweise. Ich fand die Laberei eigentlich cool.
Ja, ich fand sie auch cool. Wollen wir den Längenstreit jetzt on board austragen?
Natürlich, selbstverständlich. Lasst doch die Zuhörer an unserem Disput teilhaben.
Längenstreit? Jawollo. Das ist halt ein virtueller Pi-Pi-Pi-Fall gleich.
Wie mit 15 in der Schultoilette.
New Year, old me. Genau. Heute ist die erste Sendung nach dem Jahreswechsel. Moin Jungs.
Moin. Moinsen. Willkommen in der neuen Saison. In der neuen Saison, genau. Wie seid ihr reingekommen?
Rübergestolpert, so wie ich, oder reingeschlittert? Ohne Bremsen den Berg runter, habe ich festgestellt.
Das E-Bike muss dringend in die Werft. Ansonsten… Was hast du für ein E-Bike? Kann man da auch drin
wohnen, wenn das in die Werft muss? Früher haben die Leute ja in ihren Autos geschlafen,
wenn sie denn obdachlos geworden sind. Heutzutage schlafen sie dann in ihren E-Bikes.
Ach so. Wenn der Akku abfuckt, ist er auch warm. Ist auch nachhaltiger. War einsam, aber war durchaus
schön. Zumindest das eigentliche Neujahr. Die anderen fünf Tage, so der Krach nach,
die waren auch nicht schlecht. Ich weiß jetzt nicht, wie 24, 25, 26 und 27 waren,
aber 28 hat eigentlich relativ gut angefangen, heute Morgen.
Also ich habe den Jahreswechsel mit der Crew der Enterprise verbracht. Ich habe mir das Probe-Abo
von Paramount+ gegönnt. Das kostet ja nichts, für sieben Tage. Und habe mir dann alle zwei Staffeln
von Strange New Worlds reingeprügelt. Insofern hatte ich einen sehr unterhaltsamen Jahreswechsel.
Ich und Kirky und Pike und Scotty. Ach nee, Scotty ist noch nicht aufgetaubt. Oder? Doch,
der taucht dann irgendwie zum Schluss der zweiten Staffel auf. Sei er bei dir? Familienzusammenkunft
wieder zum Jahreswechsel? Weihnachten war ja heiligabend-stressig. Dann die Tage war ganz
ruhig. Dann war eigentlich geplant gewesen, chinesisch essen gehen zum Jahreswechsel.
Und da bei uns hat er die Magen-Darm-Grippe weggerafft. Vor den Chinesen? Vor den Chinesen.
Also haben wir auf der Toilette mit Eimern zwischen der Beine verbracht. Wohlgemerkt
einer Toilette. Also man könnte sagen, bei euch war der Jahresbeginn sozusagen,
ist dann ins Klo gefallen. Und im Eimer. Total im Eimer. Den kannst du ja jetzt nur noch für
den Rest des Jahres bergauf geben. Das heißt, ihr habt voll Entfaltungsmöglichkeiten. Du weißt,
wer morgens zerknittert ist oder am Jahresanfang, hat das ganze Jahr über Entfaltungsmöglichkeiten.
Richtig. Die Sache ist halt nur so gewesen, ich hatte jetzt mehrere Tage lang extremsten
Muskelkater im Bauch. Ja, das ist nervig. Nervig, aber nicht so schlimm wie das,
was auf meiner Twitter-Timeline passiert ist, wo jemand um 20 Uhr so nach dem Motto "Ja,
alle haben irgendwen. Wo ist mein Neujahrsdate?" Dann um 11 Uhr Neujahrsdate, um 12 Uhr Kussbilder
und um 4 Uhr morgens "Hm, war leider rechts." Ich glaube, die haben sich über die Böller-Diskussion
unterhalten. Ich hab mir so gedacht, das kannst du nicht mehr toppen.
Wo treibst du denn immer diese Menschen auf?
Weißt du, hier regnet es…
Algorithmen, Sascha. Algorithmen.
Hier regnet es seit Monaten. Die Auffangbecken sind voll gefüllt.
Ja, genau. Ihr auch.
Und solange die Leute dann noch solche Probleme haben, kann es nicht ganz so schlimm sein, oder?
Aber kommen wir mal zu den Themen. Also wir haben uns gedacht, wir machen heute mal ein buntes Potpourri
an Themen. Neues Jahr, neue Vorsätze fürs Musikmachen. Womit fängt man denn so an?
Man macht sich erstmal Gedanken darüber, habe ich überhaupt alles da, was ich brauche zum Musikmachen?
Also ich kann seit heute Nachmittag sagen, nein. Aber das kennen wir ja inzwischen. Warte mal kurz,
das steht hier gleich im Slack. Ich war heute Nachmittag nämlich…
Du warst shoppen.
Nicht für mich, für jemand anderen. Also wir hatten 15 Jahre altes Stage-Pianos abgelegen
und während der sich da durchgeprüft hat, hat der Händler meines Vertrauens das folgende
ausgebuddelt und jetzt habe ich Gas.
Das ist… also Tobi hat ein Foto gepostet von einem Synthesizer. Ich sehe da unter seiner Hand
sehe ich einen Prophet 12 in meinem…
Nee, das ist ein X. Das ist ein X.
Ach, ein Prophet X ist das. Okay. Und das, was ich hier sehe, ist ein…
der kommt mir irgendwie bekannt vor, aber auch nicht bekannt. Warte mal.
Warte, warte, warte, warte, warte. Ich finde es noch raus. Ist das ein Prophet 6?
Nahe dran, nein.
Dann ist es ein Trigon 6.
Richtig. Das erkenne ich an einem Birkenholz von mir.
Okay, also du hast einen Trigon 6 Probe gespielt. Hat dich das Moog-Leather-Filter dahin weggerafft?
Es ist ein polyphoner Mini-Moog. Nee, was passiert ist, ist…
Ich habe ja letztes Mal in der Aufnahme, die wir nicht veröffentlicht haben und auch nicht veröffentlichen werden bis dato,
also sie geht auf die Festplatte, die dann irgendwann mal eine Bonus-Ausgabe füttern wird, wenn wir mal zwei Wochen weg sind oder so.
Ich habe ja letztes Mal gesagt, ich habe meinen Summit verkauft.
Und mit dem hatte ich immer so ein bisschen das Problem, dass er zwar Hands-On war
und ich eigentlich lieber programmierbare Knöpfe habe, aber Hands-On hat natürlich schon so seinen Reiz.
Aber der packt dann die ganzen Details, den Frickelkram und all diese Dinge packt er dann wieder in Untermenüs.
Und das macht der Trigon halt nicht.
Du drückst aufs Init-Patch und hast alles in der Hand. Wirklich alles.
Also du hast ja kein Display, du hast keine Unterseiten, du hast alles, maximal eine Shift-Taste entfernt
und auch nur die ganz komplexen Sachen. Und die Klangerzeugung ist komplett oben drauf.
Und dann auf der Seite, sieht man jetzt auf dem Bild nicht, aber auf der Seite hat er einen,
eigentlich einen ganzen Streifen seines Bedienplans nur für den Aftertouch.
Und du kannst wirklich genau sagen, was muss der Aftertouch machen, wie viel, wohin ist er geroutet.
Und dieses absolute Hands-On, da ist jeder Hardware-Synti, den ich bis dato hatte, ist verblasst gegen das.
Und ich habe um die großen Sequentials immer einen Bogen gemacht, weil die einfach teuer.
Aber ich fürchte, das ist ein Bedienkonzept, das ist so eine Luxusklasse, da funktioniert mein Hands-On.
Und da habe ich mich zurückerinnert an meinen Model Compact.
War gut, dass du den Prophet 10 nicht angespielt hast.
Habe ich, letztes Jahr, nee, der kam mir zu wenig.
Achso. Der kann noch weniger als der Trigon 6.
Der Trigon kann eine ganze Menge.
Ich dachte, der Trigon 6 ist sowas wie der Prophet 6, nur halt mit Lederfilter.
Ja, er hat halt ein Osteosmeer und er hat noch ein paar andere Sachen.
Er ist schon recht simpel, aber er ist in seiner Simplizität, mal abgesehen davon klingt er wie der feuchte Traum von Trent Dresdner, also Nine Inch Nails,
das Ding ist so dreckig, es ist so dermaßen kaputt und es ist so hochmelodisch.
Dass er mit Staubwedel ausgeliefert wird.
Ja, also schwarz ist er auch.
Also das Ding wird Fingerabdrück gesammelt.
Ich hatte ihn fresh out of the box, also das Bild zeigt gar nichts.
Ich hab den immer ignoriert, weil ich das Holzgehäuse so merkwürdig finde.
Ich glaube, es gibt auch eine Desktopversion von dem, oder?
Doch, die gibt es seit letzter Woche oder letzten Monat.
Also ganz, ganz frisch.
Du meinst also seit letztem Jahr.
Ja, wenn wir das Spiel spielen wollen, seit letztem Jahr.
Ich war dieses Jahr erst einmal duschen, hallo.
Tatsächlich, es gibt eine Desktopversion.
Die kostet auch nur schlappe 2800 Euro und ist in 9 bis 12 Wochen lieferbar.
Zumindest bei diesem Händler, wo ich gerade gucke.
Also das hier war halt der erste Trigon, den ich live gesehen habe.
Und ich hab die, ich hab OB6 und Prophet 6 nicht mehr so gut im Kopf.
Drei VCOs hat der, drei VCOs, drei diskrete VCOs.
Der Hinweis mit dem VCO ist wichtig.
Es ist kein digitaler Synthesizer, sondern ist tatsächlich ein polyphoner, analoger Synthesizer.
Mit einem Moog Ladder Filter.
Wie viele LFOs?
Einmal, und der dritte Oszillator kann umgeschaltet werden.
Richtig, der kann auch noch.
Das ist also ein klassischer Moog-Aufbau.
Es ist wirklich, es ist der polyphone Minimoog, wenn er ein Prophet wäre.
Und ich muss wirklich sagen, für mich, also ich kann ihn mir nicht leisten.
Ich kann ihn mir statt jetzt nicht leisten.
Das ist witzig, wenn du jemanden neben dir sitzen hast, der...
Ja, aber du hast doch den Summit verkauft.
...zur Hälfte des Preises, dass das Ding hier kostet.
Und das war noch ohne großes Minus.
Ne, du hast, neben mir saß jemand am North Stage.
Sind wir zurückgekehrt an den North Stage, so nach dem Motto, ja, ist eben schon gut.
Aber 4K, oder?
Und ich hab gesagt, du, wenn du das noch einmal sagst, dreh ich das Preisschild um.
Und dann so völlig spöttig zu mir, und was kostet deiner da?
Und das ist eben auch eher näher an 4K, denn, ja, den anderthalb K vom Summit.
Ja, es ist halt ein relativ, es ist ein relativ simpel gestrickter Synthesizer.
Aus den Features, aus dem Feature-Set, was hier angegeben ist,
kenne ich gerade nicht, was der an Modulations-Matrix bietet.
Warum Matrix? Der hat einen LFO, der kann ein bisschen was,
der kann das ein bisschen hin und her schicken.
Also ich glaube, du kannst auf die Frequenzen gehen, aufs Filter,
auf irgendwelche sonstigen Geschichten.
Aber es ist halt unfassbar logisch, und das ist der Punkt, auf den ich raus will.
Ich hatte bisher immer nur Hardware-Synthesizer, die zwar eine Oberfläche hatten,
die insrecht logisch ist, aber die eigentlich die ganzen Features
dann doch wieder ins Menü gesteckt haben.
Und das hat der nicht, der hat gar kein Menü.
Und irgendwie hat's mich, ich wollte vorhin sagen, es hat mich an meinen Kobalt erinnert,
weil der ist ja auch Hands-on.
Also der ist nicht ganz ohne Menü, aber der ist deutlich Hands-oniger
als zum Beispiel der Summit, trotz weniger Knöpfen.
Und ich glaube, diesen Ansatz, dass du eben nicht wieder für irgendwelche Wavetables
oder einen Hall-Effekt-Variationen oder irgendwas, du brauchst dieses Display nicht.
Und ich weiß nicht, was mich an diesem Gerät fasziniert,
weil der Summit hat mich auch fasziniert, aber dann irgendwie wieder abgeschreckt.
Ich frage mich, ob das eine spontane Laden-Obsession ist, weißt du,
was ich mir denn jetzt irgendwie kaufen würde?
Ja, der Summit ist ja ein bitembraler Synthesizer.
Du musst quasi zwei Synthesizer auf der Benutzeroberfläche unterbringen
und musst halt auch immer nur zwei...
Ne, es geht auch für den Einzelnen.
Also die Doppeloberfläche ist nicht der Punkt.
Es geht wirklich um den Klangerzeuger, also einen monotembralen Klangerzeuger.
Der Summit ist für mich, ich weiß nicht, ob er zu komplex ist,
aber er ist für mich trotz eigentlich seiner stringenten Logik...
Und vielleicht ist es einfach das Design.
Weißt du, hier hast du weiße Linien, die dir genau sagen, was ist was.
Und das ist so logisch.
Also die Funktionseinheiten sind wirklich komplett ausgeführt.
Das finde ich auch ganz charmant hier.
Du hast zum Beispiel, wie du schon sagtest,
du hast eine eigene Sektion für den Aftertouch.
Da hast du einen Regler für den Amount,
also für den Wertebereich, den Aftertouch einnehmen soll.
Und dann hast du acht Druckknöpfe,
mit denen du dann sozusagen das Ziel,
was dort moduliert werden soll, angeben kannst.
Und wo stelle ich die Quelle ein?
Wieso Quelle? Das ist ja der Aftertouch.
Ach so, das ist...
Ja.
Also das Modwheel habe ich noch nicht gesehen,
aber das wird irgendwo auch damit zu tun haben.
So, und Polymod.
Ich gucke mir gerade das Desktopmodell an,
das ist direkt daneben.
Das ist ähnlich aufgebaut.
Da hast du statt einem zwei.
Und das geht halt, als Quelle hast du entweder die Filterenvelope
oder halt den Oszillator drei als Quelle.
Wie stark das wirken soll,
auf dann entsprechend die...
auf die einzelnen Ziele.
Du kannst auch das Filter oder auf die drei,
auf den Pitch der Oszillatoren wirken lassen
oder auf die Pulsweiten.
Oder auf den, was war das dritte?
Was ist das denn?
Ach, auf Feedback.
Ja, ist sehr übersichtlich. Stimmt.
Es ist halt völlig schlimm,
PolyBrute war ja schon sehr hands-on,
auch mit 5.6 zusammen.
Wenn du dich entschuldigen solltest,
diesen Synthesizer zu kaufen.
Ja, dann kann ich den Rest des Jahres Ravioli essen.
Kleiner Tipp von jemandem,
der bereits mehrere Sequential Synthesizer hatte.
Überprüfe erstmal,
ob alle Stimmen, alle Voice Cards auch wirklich funktionieren.
Weil ich hatte schon diverse Modelle,
bei denen ein oder zwei,
manchmal auch drei Stimmen nicht richtig funktioniert haben
und die ich dann auch teilweise wieder zurückgeschickt habe.
Ich hatte mal einen OB-6 als Desktop.
Ich fand den geil.
Ich hätte den auch gerne behalten,
weil der wirklich, wirklich geil klingt.
Aber drei Stimmen haben sich eigentlich permanent verstimmt.
Da hat auch das eingebaute Auto-Tuning,
was du aktivieren konntest,
hat nicht viel geholfen.
Und ich hatte gleich nach dem Auspacken,
dass einer dieser Taster,
dieser grauen Taster,
die da ganz vorne sind für die Patch-Auswahl,
ist mir sofort abgebrochen.
Problem.
Also bei Sequential muss man halt immer gucken wegen der Qualität.
Vielleicht ist es ja jetzt durch den Verkauf an,
wie heißt Mutterkonzern von Novation?
Focusrider.
Da muss man mal gucken,
ob Focusrider dem, sozusagen dem Laden gut getan hat
und sich, ich sag mal,
die Qualitätssicherung so ein bisschen verbessert hat.
Die Geräte, die ich noch gekauft hatte,
die waren alle made in USA.
Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist
oder ob sie mittlerweile auch woanders fertigen lassen.
Ich glaube, den Take haben sie partiell woanders zusammengesetzt.
Und das macht ihn deswegen günstiger, Trigon.
Und das ist garantiert noch made in USA.
Ja, aber der Take 5, der soll dann klanglich halt auch anders klingen.
Nee, du, der ist lecker.
Also das ist eigentlich ein nicht ganz so dicker Profit.
Also habe ich mir sagen lassen.
Ich finde den leider von der Haptik
und vom Design mit diesem großen Filterknopf überhaupt nicht cool.
Ich stehe eher so auf die Optik,
so nach dem Motto, alle Knöpfe sind gleich groß.
Und diese Schrift, diese Displays.
Ja, die haben sich viel Menüsteuerung drin.
Nööö, das geht eigentlich noch beim Take.
Also so da, wo ich ihn einmal angespielt habe.
Nee, aber ich habe mir gerade gesagt, keinen Hardware-Synth mehr.
Du hast jetzt fünf Hardware-Synths, keiner davon war's.
Muss es jetzt die Nummer 6 werden?
Ich habe keine Ahnung.
Wahrscheinlich geht der innere Bonk.
Du hattest ja noch einen PolyBrute gespielt.
Ja, da steht übrigens genau da gegenüber.
Hast du mal verglichen?
Ich wollte es noch machen.
Wir wurden dann leider mehr oder weniger aus dem Laden rausgeschmissen.
Nicht, weil wir zu lange da drin waren,
sondern weil sie es so machen wollten.
Das ist so eine PolyBrute-Erfahrung bei mir.
Nee, also ich glaube, der war auch gar nicht am Strom.
Die sind rumgezogen.
Also der PolyBrute ist natürlich nicht so hands-on wie der Trigon 6.
Nee, ist er nicht.
Weil der natürlich alles ausgeführt hat.
Das Schlimmste beim PolyBrute ist diese Tastatur.
Die ist so dermaßen nicht mein Bier.
Die ist nicht schlecht, aber sie ist nicht...
Sie ist nicht schnell.
Und ich habe halt gesagt, wenn ich einen Hardware-Synth will,
dann will ich drauf spielen können.
Und da muss er mir mechanistisch Bock machen.
Sonst kann ich auch Software benutzen.
Und wie klingt denn jetzt das Teil?
Ich habe mir zwar versucht, Demos reinzuziehen,
aber das, was ich an Demos gefunden habe von dem Trigon 6,
das hat mir alles nicht so zugesagt.
Kennst du die Hardware-Geschichten,
also die Videos von Nine Inch Nails,
wo Trent Dresnau den DX7 zerkloppt?
Nein.
Ungefähr so, also wie das Zerkloppen des DX7.
Also er kann wirklich dreckig.
Jetzt sag nicht, er kann wie ein DX7 klingen.
Nein, das kann er nicht.
Wobei, er kann dir ganz schön digital vortäuschen.
Es gibt Patches da drin, wo ich gedacht habe, das ist FM.
Ich will jetzt nicht sagen, dass er das ...
Ich weiß gar nicht, wie man das nennt.
Das ist diese Polymorph.
Crossmorph.
Ja, Polymorph, Crossmorph.
Da sind ja schon die anderen Prophets.
Also Prophet 6 und Obi-Six.
Die 6er-Serie ist da gut drin.
Also ich finde, was er nicht kann, ist Oberheim.
Das muss er aber auch nicht, weil es ist kein Oberheim.
Dafür haben sie ja ein Oberheim.
Ich finde, Prophet kann er relativ gut,
aber man merkt halt das Lederfilter.
Was er wirklich gut kann für mich jetzt,
sind diese leicht angecrunchten,
also dieser Distortion-Knopf ist unfassbar mächtig,
aber ganz am Anfang so leicht angecrunchte, creamy Sounds.
Weißt du, wo der LFO quasi die Rhythmik mit dem Filter macht?
Die eine ganze Chordwall nur auf drei Noten schon hinrichten,
wo du eigentlich den ganzen Song damit antreiben kannst.
Das hat er so gut gemacht wie noch kein anderer Synthi, den ich kenne.
Vielleicht mit Ausnahme, jetzt ins Software gesprochen, die Diva.
Da kommt es ran, da mache ich die normalerweise auch mit.
Also aber so dieses "dü dü dü dü dü dü"
oder wo du halt merkst, die Fläche ist immer da,
aber der LFO macht quasi Filter auf und zu und gibt dadurch an.
Und so wie eine Knetmasse zum reingreifen, solche Sounds.
Ich liebe solche Sounds.
Und die hat er 1A gekonnt.
Das ist aus dem Stand.
Auch hier wieder, das habe ich jetzt nicht probiert.
Also das müsste ich, wenn ich da bin, nochmal probieren,
diesen Arpeggio, den ich damals auf dem PolyBrute innerhalb von einer Minute zusammen hatte.
Ich glaube, da bin ich auf dem Trigger noch ein bisschen schneller,
werde aber vermutlich ein bisschen länger am Sound haben,
weil die Resonance, was der Punkt ist, die ist halt mogig.
Also du kommst nicht so nah an die 303s wie mit dem Steiner Parker im PolyBrute.
Das auf keinen Fall.
Aber ich denke, vom Druck her, die Resonance muss das nicht übernehmen.
Ich denke, die Distortion Einheit könnte das auch.
Also ich habe jetzt, keine Ahnung, vielleicht eine Dreiviertelstunde an dem Ding gesessen.
Ich würde es sicher noch mal hin.
Er ist, ja, er klingt im Grunde genommen wie so eine deformierte Knetmasse.
Und zwar eine Knetmasse, will ich zum gemütlich,
was ist so entspannend, so meditativ durchkneten,
Ball formen und die nächste Scheibe einwerfen.
Ich liebe ja von irgendwelchen Automatismen erzeugte Texte für Beschreibungen von Synthesizern.
Da kommen dann solche tollen Sachen raus wie umschaltbares,
zwei- vierpoliges, diskretes, resonantes, Tiefpass, Leiterfilter pro Stimme.
Leiterfilter?
Das Leiterfilter. Sehr geil.
3779 Euro im Internetversandhandel mit Tastatur.
Wobei die Tastaturen, die Sequential verbaut,
also den Pro 2, den ich mal hatte, da mochte ich die Tastatur gar nicht, die hat geklebt.
Ich fand sie okay. Also der X unten hatte die schnellere,
aber ich fand für so, wie gesagt, auch wieder hier cremige Knetmasse,
dafür war sie cool.
Und wie gesagt, sie ist deutlich spielbarer als diejenige des Polybrute.
Das heißt, dein Vorsatz von unserer letzten Sendung,
kein neues Gear kaufen, hast du jetzt schon wieder aufgeweicht.
Hat ja nicht lange gehalten.
Also gekauft ist er noch nicht, aber ich…
Aber im Warenkorb.
Nein, nein, das Ding ist so jenseits meiner Preisklasse.
Ich denke mal, das Schöne ist halt, ich habe noch heute Mittag eine Eloge gehalten
über den Laptop und Gutes.
Ich weiß nicht, ich muss halt schauen, wenn ich den inneren Monk dazu kriege,
dass er eine dritte Tastatur im Studio toleriert, warum eigentlich nicht?
Kaufe doch die Desktop-Version, warum willst du dir noch eine Tastatur hinstellen?
Ich bin kein Freund von Desktops, ich habe es gemerkt.
Also ich habe mir die Taste vom Cobalt hin gestellt,
dann auf den Desktop gewechselt, weil das einfacher war,
weil das so ein dickes Schiff war.
Das ist nicht mehr das gleiche Feeling.
Ich glaube, die Tastatur hat hier sehr viel mit dem Synthesizer zu tun.
Die ist so anti-klimatisch gegen meine Rest-Tastaturen hier.
Und vor allem, dann hast du wieder geraffelt, dann hast du gar nicht…
Nee, nee, muss nicht sein.
Sie haben auch noch einen sofort lieferbaren B-Stock für 3.5.
Nein. Also 3.5 kriege ich hier neu, weißt du.
Ich will hier nicht den Synth-Dealer machen.
Das wäre gemein. Nein, kauf mal lieber nichts.
Diesen Sound kriegst du auch mit deinen Software-Synthesizers.
Den Sound, ja, die Haptik, nein.
3,5k hier, das kann ich mir im Moment nicht leisten.
Wenn du das E-Bike noch verkaufst, dann reicht das.
Dann komme ich nirgendwo mehr hin.
Das ist kaputt.
Hast da zwar nichts mehr, wo du wohnen kannst.
Das hat einfach keine Bremsen mehr.
Das Problem ist einfach der Termin in der Werft,
weil jetzt alle halt ihre Sachen bringen.
Und dann muss man ja zwei Wochen noch auf der Tretmühle unterwegs sein.
Das wird lustig.
Das gibt ordentlich Muckis.
Also, damit hätten wir schon geklärt, was Tobi jetzt vorhat für dieses Jahr.
Er wird sich in den Trigon 6 noch weiter verlieben und dann zuschlagen.
Er wird ein halbes Jahr lang Ravioli essen.
Und im E-Bike schlafen.
Nudeln mit Tomatenketchup, das ist noch billiger wie Ravioli.
Jamjam-Nudeln sind noch günstiger.
Aber nicht so ästhetisch.
Jamjam-Nudeln sind noch günstiger.
Nudeln mit Ketchup musst du aufwärmen.
Jamjam-Nudeln brauchst du nur aus heißem Wasser.
Und im Fabrikverkauf kriegst du die Packung für 10 Cent.
Aus der Wasserleitung von meinem E-Bike.
Oder du gehst einfach zu den Nachbarn und fragst,
kann ich warmes Wasser kriegen?
Ich muss meine Jamjam-Nudeln aufwärmen.
Nein, ernsthaft, Leute.
Für einen Synthesizer würde ich keine Jamjam-Nudeln essen.
Und auch keine Ravioli.
Nicht freiwillig.
Das ist es nicht wert.
Also wenn ihr euch das nicht leisten könnt,
dann wartet lieber noch ein bisschen,
spart lieber noch ein bisschen.
Geht nebenbei vielleicht Drogen verkaufen.
Habe ich das wirklich jetzt laut gesagt?
Nein, natürlich.
Keine Drogen verkaufen.
Nein, nein, nein.
Treppenhäuser putzen.
Autos waschen.
Nackt.
Ach nee, im Winter.
Jetzt bringt Sascha nicht wieder auf die Ideen.
Ich muss wieder schneiden.
Ich muss mir schon hart auf die Zunge beißen, Leute.
Ich frage mich, wo er ist, dass er das noch nicht reingeschrien hat.
Ich muss mir hart auf die Zunge beißen, Leute.
Wie läuft eigentlich dein Onlyfans, Sascha?
Ich habe einen Abonnenten.
Den bespiele ich auch schön mit irgendwelchen abstrakten Sachen.
Und, wann kannst du dir den Trigon leisten, den B-Ringer?
Oh, sagen wir mal so, ich muss erst mal die Auszahlungsgrenze erreichen von 20 Dollar.
Und wenn ich Glück habe, erreiche ich das so in 5, 6 Monaten.
Also kannst du dir ja vorstellen, wie gut das läuft.
Ja gut, Jungs, wie seid ihr?
Wie seid ihr reingestartet?
War der auch schon am dritten Tag shoppen?
Nein.
Nee, wirklich. Ich habe tatsächlich ein bisschen Musik gemacht.
Das Einzige, was ich gefunden habe, war gewesen, Entschuldigung, dass ich da reingrätsche.
Wer heißt das denn?
Von Futurephonic, der Rivenmizer Ultra.
Okay.
Was auch immer das ist.
Ein kleines Ding, was Midi-Noten produziert.
Okay.
Ihr wisst, ich stehe auf so kleine Gadgets, die mir kleine Melodien liefern,
indem ich einfach nur ein Knöpfchen drücken muss.
Und dann haut das Ding irgendwie auf magische Art und Weise irgendwelche Noten in meine Plugins rein.
Das hat jetzt aber nicht Geld gekostet, oder?
Nee, der ist günstig. Der kostet irgendwie keine 40 Euro.
Nee, günstig ist...
Ich schick dir ein Klavierlehrbuch.
Ich habe mir einen Chat-GBT gebastelt. Das Ding heißt "Studio Kumpel".
Da habe ich dann halt sämtliche Harmonie-Lehrer-Bücher gefunden, die ich so gefunden habe, reingeladen.
Wenn ich eine Frage habe, stelle ich sie dort und bekomme eine eloquente und sehr freundliche Antwort,
welche Harmonie ich machen könnte.
Die grundsätzlich Falsches.
Nee, das ist ja pure Mathematik für Harmonie-Lehrer.
Nur zur Erinnerung, Herr Raumwelle hat eine Professur in Mathematik gehabt.
Keine Professur.
Einen Quatsch. Ein Doktor in Mathe.
Also, ich fand das Ding interessant, weil es wirklich günstig ist.
Ich meine, für 37 Euro oder so ist das ein No-Brainer.
Wenn man halt...
Kannst du noch mal den Namen sagen?
Hm?
Kannst du noch mal den Namen sagen?
Phonik Rhythmizer Ultra.
Phonik mit F oder PH?
PH.
Und dann Rhythmizer?
Ah, hier, das macht mir hier schon die Gerüsel automatisch.
Rhythmizer Ultra.
So weißt du.
Generates infinite randomized MIDI, tweaks scale and rhythm portability, probabilities including custom scales.
Also das, wofür andere Leute sich zum Beispiel einen Torso T1 holen.
Der macht nämlich auch sowas ähnliches.
Das gibt's jetzt hier quasi als Software.
Und das Besondere ist halt...
Es ist randomisiert.
Es ist halt für die Ideenfindung gut.
Okay, interessant.
Wie bist du da aufgekommen?
Ich war bei Facebook so rumscrollen, so langweilig, langweilig, langweilig.
Oh, was ist das denn?
Wie ist dir die der Chord Packs angeboten worden?
Die sind ja sowas ständig.
Ach, diese personalisierte Werbung.
Und ich hab ja überall mittlerweile die Werbung rausgebannt, aber in manchen Sachen geht das ja nicht.
Und dann kriegst du da Angelzeiten und denkst mir so, oh, was ist das denn?
Ja, klick mal kurz drauf.
Oh la la.
Dir servieren die Algorithmen neues Spielzeug, mir servieren sie das Liebesleben von irgendwelchen seltsamen Menschen auf Threads.
Nee, Twitter war's, glaub ich.
Dann musst du nicht immer solche komischen Subreddits, Threads besuchen.
Nee, das war ja Twitter.
Oder Xer, keine Ahnung, wie man das jetzt nennt.
Ja, man kann sein Leben natürlich für so eine Scheiße verschwenden.
Man kann aber auch, so wie ich jetzt über den Jahreswechsel, einfach ein bisschen Musik machen.
Sich über das Erzeugte freuen und auch ein kleines Intro dann für unseren Podcast hier basteln.
Was sehr schön geworden ist, by the way.
Sehr schön.
Ich hatte auch viel Spaß bei der Klangsuche.
Was hast du da gemacht?
Mir fiel's irgendwie so wie Schuppen aus den Haaren.
Eigentlich wollte ich was anderes machen.
Ich hab hier mit einem von meinen Desktop-Synthesizern so ein bisschen rumgespielt,
hab das Ganze dann in Ableton aufgenommen, hab auf die Loops nochmal so ein bisschen
von den neuen Plugins, die ich im letzten Jahr gekauft habe, einfach draufgesetzt.
Hab gedacht so, hm, die sind nicht schlecht.
Hab dann noch mehr Elemente dazu gepackt, um dann irgendwann, ihr kennt das, kill your darlings.
Dann hab ich einfach ein paar von den Loops, die ich aufgenommen hab, wieder entfernt am nächsten Tag
und hab dann festgestellt, da bleibt ja irgendwie so ein Grundgerüst übrig.
Wenn ich da noch so einen kleinen Beat dazu mache, hab ich dann Sonic Judge Microtonic genommen dafür.
Hab da einen von den Rhythmen genommen, hab da ein paar Instrumente noch ein bisschen verändert.
Hab dann gedacht so, ja, hey, das passt ja irgendwie.
Und diesen relativ monotonen Sound hab gedacht, das passt eigentlich irgendwie ja auch zu unserem Podcast.
Wir sind ja auch so ein monotoner, langweiliger Podcast, von dem nichts passiert.
Und hab dann einfach die Ansage gemacht und hab die Ansage dann nochmal durch den Arturia Fragments,
ne, stimmt nicht. - Motions? - Ne, Motions, genau.
Durch Motions nochmal durchgeschickt, durch einste Presets.
Hab da noch ein bisschen rumgespielt, dass das halt nicht zu stark ist.
Hab das halt quasi dann mit der APC, mit der Archi APC, den Dry/Wet Regler da nochmal bedient,
manuell während der Aufnahme und hab so dann die Effekte für die Stimme da noch.
Und insgesamt so, als Gesamtpaket, fand ich das dann eigentlich so schmissig,
dass ich gedacht hab, ich stell euch das einfach mal vor und ihr sagt mir, was ihr davon haltet.
Ich fand's gut. - Ich fand's auch gut. Schön minimalistisch.
Ja, danke.
Ja, meine Herren, dann fangen wir doch das neue Jahr jetzt wirklich minimalistisch an.
Ich hab mir nämlich mal vor, glaub ich, dreieinhalb Nächten oder so,
hab ich mal den Slack-Channel Probe-Podcast Ideensammlung durchsucht,
nach Themen, die wir da so grundsätzlich reinwerfen.
Hab dann festgestellt, oh, der hat nur ungefähr 40 Tage Speicher,
weil der Werder Herr Raumwelle ist zu Recht nicht für nötig, hell Slack dafür zu bezahlen.
Ich muss das pro Benutzer bezahlen dann, ne?
Ja, du willst doch als Hersteller an den Firmen verdienen, die auf dich angewiesen sind. Also bitte.
Professionelles Software ist ja genau deswegen so ein Geldgrab geworden, weil es funktioniert halt.
Nee, auf jeden Fall, ich hab diesen Slack-Channel mal durchwühlt und wir haben hier jetzt,
Thomas hat das nochmal sehr schön zusammengetragen,
eine Ansammlung von kleinen Themen, über die wir eigentlich schon länger mal sprechen wollten.
Ich würde jetzt einfach mal vorschlagen, starten wir doch minimalistisch,
werfen wir doch mal diesen ganzen Sammelwahn und diese super Professionalisierung
und die 4000 Euro Synthesizer über Bord und sagen einfach mal so,
ja, ein Hobbyist, ein Einsteiger, ein bisschen Fortgeschrittener,
was braucht man denn eigentlich wirklich und vor allem was braucht man in den Dingen,
die man vielleicht gar nicht so direkt auf dem Schirm hat?
Das war mein Versuch, das Thema anzumoderieren, aber du hast das jetzt viel eleganter nochmal zusammengefasst.
Das heißt, du hast dir vorgenommen fürs neue Jahr, ich will jetzt mal Musik machen und ich bin Anfänger
oder ich bin schon ein bisschen Fortgeschrittener, aber ich will jetzt richtig loslegen.
Womit fängt man eigentlich an?
Erstmal mit der Entscheidung, was will ich eigentlich machen?
Was für Musik will ich machen? Will ich einfach nur ein bisschen rumklimpern oder will ich Sounddesign machen
oder will ich vielleicht einfach mein Gitarrenspiel oder mein Klavierspiel aufnehmen?
Es kommt halt immer darauf an. Also erstmal glaube ich, was man machen soll,
als allererstes sich überlegen, was will ich eigentlich für Musik machen?
Ist es einfach nur so oder reicht mir vielleicht auch eine Klampfe/Gitarre
oder möchte ich mit einer Handpan Musik machen?
Das ist halt eine Entscheidung, die man ganz am Anfang erstmal treffen muss.
Und auch die Fragestellung, will ich mit einer DAW oder ohne eine DAW arbeiten,
also einer Digital Audio Workstation?
Weil danach richtet sich dann auch, was ich mir dann zulege.
Ja, ich würde hier für die DAW plädieren, weil DAWless ist ein so geraunhaftes Feld geworden,
aber wir kommen gleich dazu. Ich wollte vorhin auch anmerken, die Frage ist ja an sich,
ich finde sie auch super wichtig, aber sie ist volatil.
Also ich beantworte mir diese Frage nicht gleich wie jetzt vor 20 Jahren,
als ich ungefähr angefangen habe. Würde ich mal sagen, nee, das war vorher.
Ich bin im Umfeld von Klavier und Schlagzeug aufgewachsen, es gibt Videos von mir,
da habe ich noch aus der guten alten Camcorder-Zeit, also so Mini-DV-Kassetten und so,
oder sogar noch Analogbänder, wo ich halt so mit drei Jahren auf Schlagzeug im Keller eindresche.
Schon relativ rhythmisch, muss man dazu sagen.
Ich stelle mir die Frage natürlich immer wieder und ich würde sie mir nicht gleich beantworten,
aber ich finde es gut, so nach dem Motto, dass man sich die Frage voranstellt,
was will ich jetzt gleich machen, weißt du?
Also nichts gegen die Frage, die ist super, ich möchte sie präzisieren.
Was will ich im Moment machen? Also was ist mein nächster, also mein,
das Ziel, das mir am nächsten liegt, oder? Und das sind nicht die Bretter, die die Welt bedeuten,
sondern das ist das Greifbare, verstehst du, was ich meine?
Ich möchte jetzt auf diese Trommel einschlagen, oder?
Wenn ich jetzt damit in 20 Jahren Geld verdiene, ist das schön,
aber ich möchte jetzt erst mal auf diese Trommel einschlagen.
Auch wenn ich grundsätzlich nicht der Meinung bin, dass man zwangsläufig immer auf Imitationen raus muss,
es ist doch immer noch ein sehr guter Moment, oder?
Das heißt, so nach dem Motto, ja, ich will jetzt halt quasi am Strandlager Feuer Coldplay
auf der Klampe spielen können, oder? Und das ist der erste Schritt vielleicht auch.
Das Geile ist ja, was ich immer geil finde, ist, wenn manche Leute mit Musik machen anfangen,
dann machen sie einfach, ja, und machen auch total verrückte Sachen,
weil ihnen Gott sei Dank, möchte man sagen, auch keiner vorher gesagt hat,
dass das nicht geht, Coldplay auf der Gitarre spielen, oder sowas.
Das ist das Coole dabei.
Ich weiß nicht, ob du dich noch daran erinnerst, aber Coldplay war mal eine Gitarrenband.
Ich weiß. Das hat man von Rolling Stones auch mal behauptet.
Nee, aber eben so der Aspekt von, okay, ich will vielleicht mittelfristig draußen im Lagerfeuer Yellow spielen können,
aber die nächste beste Idee ist, ich will sie zuerst mal zu Hause auf meiner Couch probieren.
Wo ist eine Klampe?
Gehen wir mal davon aus, jemand nimmt schon Gitarrenunterricht und möchte jetzt sein Gitarrenspiel aufnehmen.
Dann wäre das minimalste Setup tatsächlich, im Rechner aufnehmen, weil der Rechner ist vermutlich auch schon da.
Das Naheliegendste wäre dann einfach, sich ein kleines Audiointerface zu besorgen und vielleicht noch ein Mikrofon.
Kopfhörer wäre natürlich auch nicht verkehrt. Und dann kann man sein Gitarrenspiel auch schon aufnehmen.
Also man kann auch das Handy einfach davor legen vor die Akustik.
Man kann auch das Handy davor legen, aber es geht ja darum, das so ein bisschen professioneller zu machen.
Ja, aber du musst ja nicht unbedingt einen Rechner haben. Die aktuellen Verkaufszahlen sprechen Bände dafür.
Wir hatten ja gerade gesagt, dass wir nicht über Doorless reden.
Nee, du musst ja nicht Doorless sein, aber du kannst auch ein iPad nehmen oder so ein Android-Pad.
iPhone oder...
Ja, das stimmt. Habt ihr recht.
Da kannst du ein Interface dran hängen.
Das stimmt. Man kann auch ein aktuelles iPad nehmen oder ein iPhone und da auch ein Audiointerface dran hängen.
Ja, nicht nur iPad, sondern auch ein anderes Tablet von einer anderen Firma. Die können alle das.
Ist Android mittlerweile soweit?
Ja, Android ist soweit. Ich habe bei mir regelmäßig ein Interface am Handy dran, also am Android.
Ah, okay. Erzähl.
Was für einen hast du?
Was für einen Android?
Ja.
Samsung.
Was ist das denn?
22. S22.
Ah, okay, gut. Ja, top. Also schon auch ein gutes Modell.
Das ist schon eins der besseren Modelle.
Ja, das ist Oberklasse.
Ich kann mir gut vorstellen, dass diejenigen, die ihr Android wirklich optimieren oder wie Google einfach reines Android ausspielen,
da weniger Probleme hatten als der China-Boulder mit seinen drei Oberflächen drüber,
der schon selbst kaum mit diesen nachkommt oder geschweige denn noch latenzfrei Audio verarbeiten kann.
Aber es ist gut, dass die Technik inzwischen so weit ist, dass auch Android relativ weit ist.
Ich meine, sogar im Webbrowser sind die DAWs gut.
Es gibt DAW-Anwendungen für den Webbrowser und ich habe beruflich immer mal wieder tatsächlich Leute hier,
die mir einfach so ihre DAW im Webbrowser hinstellen und sich dann darüber wundern, warum die Internetleitung so scheiße ist.
Weil sie wollen jetzt latenzfrei ihren Song hören, aber der ist da drin.
Der ist quasi in der Cloud und wird dort von MIDI und Audiospuren abgespielt.
Also da geht schon sehr viel.
Ja, also so viel dazu. Du bist jetzt nicht unbedingt im Rechner stehen,
aber bei den ganzen Minifizierungen und den kleinen Färben der Rechner ist das ja echt kein Thema,
dass du da halt Laptop, Desktopgerät oder sonst was da stehen hast.
Und die müssen ja auch für reine Audioaufnahme brauchen,
die ja auch nicht, wer weiß, wie leistungsstark so ein Rechner zu sein.
Und die Audio-Interfaces sind ja mittlerweile auch die etwas neueren,
die sind ja auch so von den Herstellern mittlerweile gebaut,
dass die auch tatsächlich dann am Smartphone und am Tablet entsprechend funktionieren.
Das ist ja auch früher nicht so gewesen ohne Probleme.
Ich weiß noch, wie das damals war. Du brauchst das Spezialkabel und irgendwie nur noch so eine Konfiguration.
Und wenn du es dann zwischendurch an den Rechner gehängt hast, hast du das alles wieder vergessen.
Wir sind tatsächlich auf einem guten Weg.
Also so ein Minifuse, ich kann jetzt nur für die Apple-Welt sprechen,
aber so ein Minifuse, das hänge ich überall an und das funktioniert überall.
Ich glaube, die neueren Behringer auch.
Ja, die sind alle Class Compliant, wie man so schön sagt.
Das Schöne an dem Minifuse, und sorry für den Werbeblock,
aber das Schöne an dem Minifuse, und ich weiß, dass das andere jetzt auch anfangen zu machen ist,
sind diese USB-Hubs in den Interfaces.
Früher hattest du nur noch Kopfhörerbuchsen an den Geräten, das haben ja nicht mal mehr die iPads,
weil Apple da einfach in Richtung Portless arbeitet
und dafür noch ganz schön aufs Fressbrett kriegen wird von der Musik machenden Community,
wenn die alle auf Android umziehen.
Aber du hast halt am Minifuse, und das haben wie gesagt andere schon angefangen haben,
quasi gegen diesen Trend nur noch eine Buchse zu verbauen,
haben sie einfach einen USB-Hub ins Interface gesteckt und jetzt kannst du da deinen Controller anschließen,
Interface rein und das funktioniert wunderbar.
So, Klammer geschlossen, so von wegen Anschlusskrise.
Mach bitte weiter.
Die Empfehlung wäre einfach darauf zu achten,
dass das Audio-Interface class-compliant ist.
Roku und class-compliant.
Und es sollte natürlich, wie du schon sagtest,
wenn es geht, auch über einen USB-Port verfügen,
wo man halt auch noch weitere Geräte dranhängen kann.
Ja, ansonsten gibt es ja noch so kleine Zaubergeräte,
so Zwischenadapter, wo dann auch Ladeanschluss mit dran ist
und USB-Hub.
Und immer gucken, dass Audio-Interface immer nach seinem Anwendungsfall entsprechend auswählen.
Man muss auch nicht unbedingt heutzutage ein Mischpult kaufen,
kann man natürlich machen, wenn man mehrere Geräte, mehrere Instrumente hat,
die man vielleicht anschließen möchte.
Oder man hat zum Beispiel ein Drumset, was man mikrofonieren möchte,
also mehrere Mikrofone, dann bietet sich so ein Mischpult natürlich auch an.
Und man muss auch nicht, wenn ich den Bogen noch machen darf,
liebe Nachwuchsstreamer, man muss auch nicht ein Sturr SM7B kaufen.
Nein, muss man auch nicht. Es gibt andere Mikrofone.
Und es dann in ein Focusrite 2i2 stecken, ohne die Phantom-Speisung anzumachen.
Richtig, das muss man auch nicht machen.
Das wäre dann eigentlich das nächste Thema.
Thema Mikrofonierung. Worauf muss man da eigentlich achten?
Du hast es schon angedeutet, Preamp bei einem dynamischen Mikrofon.
Der Raum.
Genau.
Also beim beschissenen Raum eher ein dynamisches Mikrofon verwenden.
Und wenn der Raum optimierter ist oder halt weniger hallig,
dann kannst du auch einen Kondensator nehmen.
Aber das ist immer schwierig, weil Kondensator, die lösen meistens sehr auf
und sind super empfindlich, aber klingen dafür halt wesentlich besser.
Wie halt ein dynamisches.
Ja. Ich denke, es ist auch die Frage, möchte man lediglich verständlich sein
oder möchte man da auch professioneller klingen.
Ich habe tatsächlich den Eindruck, wenn es nicht gerade die Art von Musik,
die du machen willst, erfordert, und ich meine wirklich die Art von Musik
und nicht irgendwelche Fuzzes auf Reddit, die das nur glauben,
dass das die Art von Musik erfordert, dann würde ich sagen,
dass Verständlichkeit immer über Qualität eigentlich geht,
wenn die Qualität quasi dazu beiträgt, dass die Verständlichkeit runtergeht.
Zumindest in den verständlichen Dingen.
Ich rede jetzt nicht von irgendwelcher Arthausgeschichte.
Aber worauf ich raus will, ich meine, ich bin ja bekannt als der Mann
mit den Audio-Problemen hier.
Ich spreche hier in ein AKG D5S, also S für Schalter.
Es gibt auch noch eine Version ohne.
Den Schalter habe ich witzigerweise abgeklebt,
weil ich das nicht so richtig in meinem Podcast mache.
Das ist mein Vokoder-Mikrofon.
Das ist ein extrem zentriertes, also es ist ein Gesangs-Mikrofon,
aber ich benutze es vor allem für diese ganz scharfen Geschichten.
Ich hätte auch noch einen Audio-Techniker hier,
aber wenn ich das auspacke, beschwert sich Sascha wieder über den Raum.
Ja, wobei, wir haben da mehr Raum wie Tobi.
Ja, und nicht weil ich am Ende des Raums schreie, es hört sich nur so an.
Richtig.
Das ist bei der Frage der Mikrofonierung tatsächlich auch noch wichtig,
dass man so ein bisschen die Umstände beachtet, weil, ja,
ein Mischpult ist kein Klärwerk,
aber man kann in der Post-Pro doch noch einiges machen.
Aber ich, so wie ich weiß, hat Sascha lieber so meine Lautstärke-Schwankungen
so ein bisschen im Griff, anstatt meinen Hall rauszurechnen.
Definitiv.
Das liegt aber auch daran, dass deine Mikrofondisziplin besser geworden ist
und du nicht ständig vor dem Mikro rumhampelst, glaube ich, oder?
Nicht vor dem Mikro, mit dem Mikro.
Ah, okay.
Oh, jetzt hab ich so ein Bild im Kopf,
dass Tobi sich ein Headset gebaut hat mit Mikrofon.
Oh Gott, was für ein Riesending.
Ja, gut.
Ja, mit dem AT-2050, genau.
Ne, mit so einem Röhrenmikrofon von der Arbeit.
Und dann ist natürlich die Frage, wenn man jetzt sozusagen Audio Interface,
Mikrofon, Preamp und so weiter halt hat,
was vielleicht idealerweise auch noch einen Gitarreneingang hat,
dass man vielleicht auch die Gitarre aufnehmen kann
und nicht nur die per Mikrofon abnehmen,
sondern vielleicht kann man sie auch direkt an das Audio Interface anschließen.
Übrigens, das AudioFuse verfügt über so einen Anschluss.
Ja, High-Z.
Genau, das ist der High-Z-Anschluss.
Wenn man das denn hat, was passiert dann?
Dann landet das ja nicht automatisch im Rechner,
sondern man braucht dann noch eine entsprechende Software,
die man sich installieren muss.
Eine Anwendung, eine Digital Audio Workstation,
da gibt es zum Beispiel ganz großartig,
benutze ich auch ab und zu ganz gerne,
zum Beispiel um unseren Podcasts Millisekunden genau anzuhören,
Audacity.
Das ist kostenlos.
Das ist kostenlos, ist eine Open Source Software,
mit der kann man aufnehmen, abspielen, sogar mehrspurig,
kann schneiden, bietet sogar ein paar Effekte,
Hall, Delay und so weiter.
Also das als allererstes kann man das zum Beispiel…
Kann seit einigen Visionen etwas ganz Wichtiges,
VST Plugins verwenden.
Das eröffnet nämlich die Welt in dem besser klingenden Audio Bearbeitung.
Richtig.
Gab es da nicht neulich noch eine Kontroverse?
Oder habe ich das nicht mehr im Kopf?
War das ein Spruch?
Ich habe eine Kontroverse erzählt.
Irgendwas war mit Audacity.
Ja, die sind doch gekauft worden und dann sollte das verschlimmbessert werden
und dann irgendwie so ein Bezahlmodell,
aber da haben sich die Community und auch andere Leute tierisch aufgeregt
und dann haben sie wieder zurückgerudert.
Das war vor ein paar Monaten.
Oder ja.
Ne, also wenn da wieder alles in Ordnung ist,
dann muss ich sagen, ja, dann Audacity.
Ich meine, es ist Open Source, man kann nicht viel machen.
Zur Not einfach eine alte Version rein.
Um nochmal so die Größenordnung von Audacity nochmal ins Licht zu rücken.
Audacity wurde im Laufe der Jahre oder man kann auch schon sagen fast Jahrzehnte,
es gibt es nämlich schon sehr lange, über 100 Millionen Mal runtergeladen.
Ja, und das sieht immer noch genauso aus.
Und es sieht immer noch genauso aus und es funktioniert wirklich gut.
Ja, und ich liebe es, um halt um unseren Podcast halt nochmal gegenzuhören,
weil man wirklich da auch Millisekunden genaue Angaben kriegt.
Alles in einer schönen großen Anzeige.
Schlecht sehen kann ich gut und das hilft ungemein.
Also ich finde es selbst für mich als Ableton Live Nutzer,
ich finde es halt auch immer noch ein gutes Tool,
was ich ab und zu mal rauskrame.
Also sollte eigentlich jeder auf seiner Platte haben.
Gibt es auch für die unterschiedlichen Betriebssysteme,
sogar für Linux, wenn jemand unbedingt Linux benutzen möchte.
Ja, ihr habt es angesprochen.
Plugins, braucht man da unbedingt dann irgendwas für den Anfang?
Nein, also die meisten DRWs liefern ja so einen Grundstock an Klamotten mit,
die gut klingt und vielseitig verwendbar ist.
Also manche mehr, manche weniger.
Aber im Großen und Ganzen hast du da wirklich ein gutes Fundament an Klamotten mit.
Sogar selbst Reaper liefert wirklich sehr gute Sachen.
Können wir kurz Preisklassen stapeln, weil ich finde das jetzt wichtig.
Also das wäre so die kleinste Preisklasse, sag ich mal.
Ja, Freeway halt.
Genau, Software und Audio Interface.
Also da liefern die ganzen Hersteller der Audio Interface
auch immer ein Bundle an Software mit.
Ja, fast immer.
Was man sich da holt, da kriegt man auch einen Haufen Software eigentlich mit.
Da ist auch immer meistens eine DAW mit dabei.
Aber man kann sich auf jeden Fall, sollte man sich Audacity halt auch nochmal anschauen.
Da ist man, ich glaube, wenn man so 100 Euro ausgibt für sein Audio Interface,
dann hat man eigentlich so ein Komplettpaket.
Mikrofonen kostet vielleicht auch nochmal 50.
Muss man ja nicht neu kaufen, kann man ja auch gebraucht kaufen.
Dann ist man eigentlich schon ganz gut mit dabei.
Ich meine, jeder und seine Mutter schickt natürlich auch noch Ableton Live Lite
oder sowas in der Art mit.
Aber das ist halt eher ein Unfixed-Tool, während halt Audacity für sich steht.
Also dass es nicht irgendwas abgespeckt ist, sondern Audacity hast du,
will ich die Möglichkeiten, wenn Live Lite irgendwie bei fünf Spuren oder so aufhört
und man dann gefälligst 200 für die richtige Version zahlen soll.
Nee, also Audacity ist, finde ich auch, ist wahrscheinlich der Freeway-Tipp schlechthin,
weil das Tool ist schon recht mächtig geworden.
Es ist auch relativ übersichtlich.
Also ich kenne Leute, die kaum was mit professioneller Audio-Produktion am Hut haben,
aber mit Audacity kommen die alle klar.
Dann gibt es natürlich noch so Geschichten wie Traction, Waveform heißt es, glaube ich.
Früher hieß die Software mal Traction, war von der Firma Mackie,
wurde dann über Umwege irgendwie mehrmals verkauft.
Dann hat sich irgendjemand das dann geholt als Markennamen
und hat daraus dann eine Firma gemacht, die wiederum dann die DAW,
die früher Traction hieß, dann jetzt Waveform genannt hat.
Und da gibt es auch eine kostenlose Version, die hat nämlich,
die nehmen immer die Vorgänger-Version und machen daraus einen kostenlosen Download,
die vollumfänglich nutzbar ist.
Ja, die liefert zwar jetzt nichts mit, aber die ist in 100...
Nee, du hast keine Software-Synthesizer oder so dabei,
aber du kannst halt die vollumfänglich nutzen mit voller Spurenanzahl.
Das finde ich sogar besser als das, was man bei Ableton Live Intro oder Bitwig Intro bekommt.
Das Geschäftsmodell bei denen ist ja so, dass die ja nicht irgendwie eine kastrierte Version haben,
dann eine beschnittene Version, dann die volle Version,
sondern du kaufst quasi nur den Unterschied an was sie mitgeben mit.
Richtig.
Also du kaufst im günstigsten Fall eine voll funktionsfähige, ohne Limitierungen DAW.
Dann kommt das erste Paket, wo halt ein bisschen an Plugins und Software-Synthesizer dabei ist.
Und dann kommt noch mal ein Paket, wo sehr viel dabei ist.
Und dann kommt das Oberbrüller-Paket, wo alles dabei ist.
Ich bin grundsätzlich kein Freund von solchen Staffeln,
aber wenn schon die Basis-DAW einfach eine vollwertige DAW ist,
dann muss ich sagen, ich mag das.
Ja, aber wenn du doch alles hast, dann brauchst du ja nicht das andere.
Stimmt eigentlich, also quasi so eine nackte DAW ohne die ganze andere Tonne Scheiße.
Warum hab ich eigentlich Ableton Suite? Warum hab ich eigentlich Ableton Standard? Vergiss es.
Also ich hab Ableton Standard, ich weiß nicht warum du die Suite hast.
Ja, weil sie damals mit dem Push irgendwie günstig war. Ich weiß nicht warum ich den Push brauche.
Ich bin damit nie klar gekommen.
Ja, aber wir vergessen auch nicht noch Reaper.
Reaper kostet irgendwie 60 Dollar und ist eine vollwertige DAW mit jeder Menge,
was mitgeliefert wird. Also für 60 Dollar, das ist echt nichts.
Jetzt hilf mir aber mal kurz auf die Sprünge. Reaper und Reason sind nicht das Gleiche, oder?
Nein, nein, nein. Total unterschiedlich.
Also Reaper gibt es ja auch für alle drei Betriebssysteme.
Das Reaper sieht so ein bisschen aus, wie Logic früher ausgesehen hat.
Oh ja, genau.
Und ist ähnlich modular.
Deswegen haben ja die Jungs mit den Studio Link und Ultraschall, das als Grundlagerüst genommen
und bauen da ihr Ultraschall auf. Es hat überall eine API und Haltschnittstellen und so weiter.
Du kommst da super tief rein und kannst da viel verändern.
Wo ihr gerade Logic erwähnt, ich würde dieses fast jetzt kurz aufmachen,
weil Apple Logic ist natürlich mal so ein Thema für sich.
Da wären wir denn jetzt bei den Fortgeschrittenen.
Nein, weil ich möchte ganz ehrlich kurz stapeln.
GarageBand kennt man ja inzwischen, also es ist fast schon Synonym für die iPad.
Genau, jeder Mac kommt mit GarageBand.
Richtig, aber die iPad App ist eigentlich das, was man heute so ein bisschen drunter versteht.
Und genau deswegen ist so ein bisschen der GarageBand Aspekt, man darf nicht vergessen,
GarageBand ist der Vivat von Logic. Das heißt, da ist mittlerweile die volle Engine drin,
fast so gut wie alle Kapazitäten und es gibt im eigentlichen Logic noch eine Option,
quasi so eine Art einfacher Modus, der quasi GarageBand aufbläst, ohne sich komplett als Logic aufzupuppen.
Warum sage ich das?
Wenn ihr zu den Menschen gehört, die sich einen Mac kaufen, was ich grundsätzlich befürworte,
ich meine, ich bin Apple User.
Ja, Logic gibt es auch nur für Apple.
Ja, Magic haben die mal irgendwo aufgekauft vor Arno Blumenkohl, also glaube ich 2005, 2006 oder so.
Also noch vor GarageBand, aber das kam ja auch irgendwo 2006, 2007 raus.
Also Apple ist quasi, der Apple Computer ist der Logic-Dongle.
Aber wenn ihr sagt, ich habe einen Apple und ich möchte mich mit Logic, also GarageBand wird mitgeliefert.
Auf dem iPad kostet es, glaube ich, für den Bonus-Content noch eine kleine Progebühr.
Es gibt ja auch Logic fürs iPad mittlerweile. Da gibt es, glaube ich, so ein Abo-Modell.
Was ich sagen wollte, ist, Logic Pro X von Apple, das kostet einmal 200 Flocken oder 300 mittlerweile, glaube ich, sind drauf.
Das wird seit zehn Jahren geupdatet.
Das ist schön für diejenigen, die das wie ich 2012 gekauft haben oder 2014, ich weiß nicht mehr genau.
Und das ist eine unfassbar mächtige DAW. Die liefert so viel Content mit.
Da haben ganze Leute ihre Musikkarrieren drauf gemacht.
Du bist dann halt im Apple-Universum gefangen, aber du kannst da wirklich stapeln.
Du kannst von GarageBand kommen, du bist nahtlos über zu Logic.
Logic wird immer potenter. Logic ist ein unfassbar starkes Programm.
Es klingt ein bisschen wie Logic, genauso wie Ableton nach Ableton klingt, wenn du den Stock-Content benutzt.
Also mit Zusatz-Content stürzt dann keiner mehr.
Ich möchte es einfach sagen, weil ich finde, Logic läuft durch die Apple-Exklusivität ein bisschen abseits.
Aber eben dadurch auch, weil es im Vergleich zu all diesen Profi-Programmen, und Logic ist ein Profi-Programm, wirklich, wirklich günstig ist.
Die 200, 250, was es jetzt aktuell irgendwie kostet, das ist kein Preis.
229?
229, die es aktuell kostet, im Vergleich mit einer vorausgestatteten Ableton Suite für 500 oder so, einem vorausgestatteten Cubase für irgendwie...
5,79 kostet die Pro-Version von Cubase, die Vollversion.
Ja, genau. Oder auch Studio One ist ein bisschen billiger.
Aber Logic ist unter den großen DAWs, dank der Apple-Exklusivität, dank diesen teuren Dongles,
namens Macbooks oder iMacs oder wie die Dinger heißen.
Es ist eine Option der Way-to-go.
Also falls ihr eure Klampfe aufnehmen wollt und fürs Studium eh schon ein Mac habt, damit ihr bei Starbucks besser ausseht,
dann steht euch eigentlich mit GarageBand und dann drauf basierend Logic eine ganze Produktionswelt für sehr viel weniger Geld zur Verfügung.
Du kennst dich ja damit aus. Wo sind denn jetzt die Unterschiede zwischen GarageBand und Logic?
Ich habe vorhin schon argut, GarageBand ist Logic für Dummies.
Also ein volles Logic, den du in den Einfach-Modus abschaltest, dann verliert er seine Holzseitenteile.
Das ist recht schön gemacht. GarageBand hat so dicke Holzränder, Logic hat dünne Holzränder.
Und wenn du Logic in den Erweiterten-Modus schaltest, verliert er diese Holzränder und speitet dafür Wüsteflüche in der Symbolleistung.
Also irgendwelche kryptischen Knöpfe.
Der Unterschied ist tatsächlich weniger die Klangqualität, die ist überall gleich.
Ein bisschen noch der Content, also Logic liefert da natürlich mehr mit, auch wenn GarageBand schon recht dick ist und man halt,
weil die Unsitte ja auch angefangen hat, weiteren Content dazukaufen kann für alle Programme.
Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass das einfach der Stuff ist, der bei Logic im Update mitkommt, kommt dann bei GarageBand als DLC obendrauf,
weil man halt die Anfänger anvisiert, die das vielleicht schon aus dem Gaming-Bereich und vom Handy gewöhnt sind.
Ich würde sagen, GarageBand macht dir Dinge einfach, die Logic auch kann, aber da natürlich in einer ganz anderen Komplexität.
Und das ist für mich eigentlich der eigentliche Unterschied.
Also die Art und Weise, wie ich zum Beispiel unsere Podcasts schneide, das könnte ich so auf GarageBand nicht machen,
weil das natürlich eine Mischung aus Tools und aus Geschwindigkeiten, aus Kombis und aus einer Modifizierbarkeit und aus eigentlich so einem Command Manager,
also Logic, das spreche ich fließend, das einfach zu lernen, schwierig zu meistern, wie ein gutes Mario-Spiel.
Und du kannst GarageBand halt nicht meistern, weil das irgendwann halt einfach die Komplexitätsschwelle zuklappt.
Aber ansonsten ist es, glaube ich, nur noch eine Frage von Content und eine Frage von "Was will ich eigentlich machen?"
Also du kannst auch bei GarageBand unzählige Spuren aufmachen, du kannst bei GarageBand, hast du willig,
du hast Tools wie die Step Sequencer und den Drummer und all das. Dieses Programm ist wirklich potent.
Also das ist nicht irgendeine abgespeckte DAW, sondern das ist eine DAW, die sich an die Leute richtet, die das ganz bewusst einfacher machen.
Also wenn du bei GarageBand einsteigst, kannst du bei Logic rauskommen irgendwann.
Und wenn du direkt bei Logic einsteigst, dann verstehst du GarageBand natürlich sofort. Das ist eigentlich der Unterschied.
Dann gibt's als, ich sag mal, als Gegentwurf, auch fürs Windows-Betriebssystem, ob es das für Windows gibt, weiß ich nicht, Cubase.
Nee, für Linux gibt's nicht.
Okay, dann nur für Windows und für Mac, aber Cubase von der Firma Steinberg, die vor einigen Jahren von Yamaha aufgekauft wurden.
Übrigens interessanterweise, Imagic, Logic und Cubase sind beides deutsche Produkte.
Das heißt, ihr kriegt dort auch entsprechend natürlich den guten Support.
Beide aus Hamburg, oder?
Beide sogar aus Hamburg, ganz genau.
Zu den Berliner Firmen kommen wir gleich noch.
Also Logic und Cubase sind beides die Uropas der Digital Audio Workstations.
Die gibt es schon seit den 1990er Jahren.
Und noch ein bisschen eher, weil Atari-Zeiten und so.
Ja, also ich hab, glaube ich, mein erstes Steinberg-Produkt, das war Steinberg 12.
Das hab ich, wann hab ich denn das gekauft? Ich glaube 1991?
War da noch Golfkrieg?
Kann sein. War da noch Golfkrieg?
Die Mauer war schon weg.
Die ersten Versionen konnten nur mehr.
Cole war noch Kanzler.
Die ersten Versionen konnten nur mehr.
Das ist eine sehr lange Zeitspanne.
16 Jahre.
Das war Ende der 90er auch noch.
Die ersten Versionen konnten nur MIDI.
Dann halt MIDI und Audio.
Genau. Das ist aber viel, viel später.
War übrigens witzig, ich wollte es nur kurz einwerfen,
wie sich Logic und Cubase damals immer so im Wettstreit miteinander lagen.
Weil das halt die beiden OGs waren.
Also ganz ehrlich, liebe Kinder, eure Playstation und Xbox-Kriege,
die sind nix dagegen.
Ja, das stimmt.
Ich hab mich da nicht eingemischt.
Ich hab mich nur in den Amiga versus Atari,
ehemals C64 gegen Atari 800 XL, daran hab ich mich beteiligt.
Aber in diesen Cubase versus Logic hab ich mich nie beteiligt.
Ich hab dann einfach alles benutzt irgendwann.
Weil du einfach auch Fruity Loops genutzt hast, oder?
Ich hab Fruity Loops nicht genutzt.
Ich wollt's nur für meinen Neffen kaufen.
Richtig.
Der Fruity Loops wäre jetzt nämlich so, ich sag mal,
das sind ja jetzt die DAWs, die Digital Audio Workstations,
die halt so quasi als Enkelkinder danach kamen.
Ja, aber man muss bei Cubase nämlich noch ein paar Sachen erklären.
Es gibt drei Versionen, eine kleine, eine mittlere, also die Artist,
und dann halt die große, die Pro-Version.
Die kleine ist nett, aber die ist total limitiert.
Jetzt ist der kleine Bruder von Scheiße übrigens.
Die ist total limitiert, weil du kannst irgendwie nur,
was war das gewesen, fünf Instrumente ins Rack packen,
dann das gleiche an Effekte,
MIDI-Spuren kannst du auch nur so 20 oder so aufmachen,
Audio-Spuren irgendwie 50.
Also das ist total limitiert.
Interessant wird's dann tatsächlich erst ab der Artist.
50 Audio-Spuren findest du limitiert?
Ja, im Vergleich.
Ich mach nie mehr als 10 oder 12.
Ja, es gibt aber Leute, die machen ihre Drums alles nur mit Audio-Spuren.
Ja, gut, okay.
Dann gibt es die Pad, also für das Android-Pad, App, App, App, App.
Die Version, das ist Cubase, anstatt CU dann mit Q,
im Buchstaben Q geschrieben.
Das ist dann halt so die Einsteiger-Droge auf den Tablet-PCs.
Das ist nicht Cubase, oder? Das wär noch mal was anderes.
Das gibt es ja auch noch, Cubase.
Ja, eine absolute grauenhafte App.
Ich hab die aus irgendeinem dummen Idee mal herausgekauft.
Du brauchst jetzt einen Stift und selbst damit hast du nix getroffen.
Ja, genau.
Ich hab keine Ahnung, wie die jetzt optimiert ist,
aber ich hab keinen Bock mehr nachzuschauen.
Ist wahrscheinlich auch schon dreimal erneuert worden für sehr viel Geld.
So, nur so dazu.
Dann halt diese typischen Sachen wie bei allen anderen DRWs.
Je größer die Version, umso mehr wird mitgeliefert an Content.
Umso mehr Funktionen werden freigeschaltet.
Und dann gibt es halt diese Spezialderivate.
Was meinst du mit Spezialderivate?
Ja, Reason, Fruity Loops und wie sie alle heißen.
Also Fruity Studio.
Ich würde, wenn wir jetzt kurz über Fruity Loops reden können,
ich würde das vielleicht noch ein bisschen abkoppeln,
weil das war halt, ich glaube, das ist ein deutlich anderes Mindset.
Also man muss sich natürlich vorschlagen,
also die DRWs, zu dem ganzen Berliner Kollegen kommen wir wie gesagt gleich noch,
die DRWs, also Cubase und Emagic, also Steinberg und Emagic,
hauen sich da die Rübe ein, während der Mächtiger.
Oder City läuft so nebenbei, das war halt dann so die Freeware.
Und dann kommt so ein kleines, damals wirklich noch sehr kleines Programm
namens Fruity Loops auf den Markt und macht einen Siegeszug durch.
Also der Hip-Hop wäre ohne dieses Programm anders.
Die EDM-Szene wäre ohne dieses Programm anders.
Diverse Leute, die es heute zu Ruhm und Ehre gebracht würden,
die wären wahrscheinlich von ihren Gaming-Rechner versauert,
anstatt heute Speeds zu bauen.
Ich glaube, der beispiellose Siegeszug von Fruity Loops.
Wollen wir noch zwei, drei Worte sagen?
Weil ich finde, gehört sich für mich so in der Diskussion,
Einsteiger-DRW oder womit soll man anfangen, auf welche Plattformen soll man sich...
Ich meine, das ist ja auch noch wichtig in der ganzen Debatte.
Bei Fruity Loops möchte ich nur sagen, Leute, kauft keine Gift-Certificates,
wenn ihr in Europa wohnt, wenn ihr Amerikaner seid und in Amerika wohnt.
Kein Problem, kauft den Scheiß, macht, was ihr wollt.
Schreibt uns an, der Thomas hat noch eine Lizenz zu verschenken.
Nee, keine Lizenz, aber ein Gift-Certificate.
Ah ja.
Spende ich.
Also in Amerika.
Drei, zwei, eins, Briefkasten voll.
Nein, wirklich?
Das ist doch keine Live-Sendung.
Endlich Feedback, yay.
Nee, aber lass kurz drüber reden.
Fruity Loops, weil das war ja so der dritte Gigant,
den man gar nicht als Gigant wahrgenommen hat.
Ich muss leider sagen, ich bin, abgesehen vom Impact, bin ich total raus.
Sascha, du bist ein bisschen älter, du hast es wahrscheinlich ein bisschen mehr mitbekommen.
Wie hat sich das entwickelt und wo steht es heute?
Das ist vor allem wichtig, weil, wie gesagt, ich kenne nur die Szenen-Impacts.
Ich habe damals mir diese von Terratech, diese professionellen Soundkarten geholt,
diese Phase 22, 24, wie sie alle hießen.
Und da war immer halt eine relativ große Version von, damals hieß es, der Fruity Loops dabei.
Natürlich hat man sich das installiert und hat damit ein bisschen rumgespielt.
Damals war das noch so gewesen, das war so richtig patternbasierend.
Also man hat dann halt diese Rhythmus-Muster gemacht, dann immer so Ketten,
und hat die halt aneinandergekettet und hat damit seinen Song gebaut.
Man kam super schnell zu tollen Ergebnissen.
Weil Loopen war ganz einfach gewesen, wenn du halt so ein Muster da gebaut hattest,
konntest du ruckzuck da weiter Variationen machen.
Das war vor allem Sample-basiert, ne?
Ja, Sample, aber es gab auch schon jede Menge virtuelle Synthesizer.
Es gab auch schon eine Menge virtuelle Synthesizer.
Ich sag mal, der Vorreiter von Fruity Loops im Geiste war eigentlich Propellerhead's Rebirth aus Schweden.
Das waren eine 808, eine 909 und zwei 303 simuliert.
Genau, man muss aber sagen, die hatten halt dort auch dieses komplett strange Pattern-System gehabt.
Genau, und dann kamen halt Fruity Loops und haben das quasi kopiert, was die Schweden gemacht haben,
haben das aber so geil weiterentwickelt, dass alle Leute, die Rebirth genutzt hatten,
plötzlich dann alle auf Fruity Loops umgeschwenkt sind, weil das einfach auch geil war.
Und das Gleiche haben ja die Leute von Reason ja auch gemacht, das gleiche Prinzip genutzt.
Reason ist ja von Propellerhead, das ist ja von weiten Leuten, die Rebirth gemacht haben.
Das haben sie dann halt da auch weiter benutzt.
Richtig, die haben sich quasi gegenseitig befruchtet.
Das war halt ein super geschlossenes System in sich und es war wirklich sehr einfach,
sehr schnell an gute Ergebnisse zu kommen.
Und auf einmal explodierte bei Fruity Loops auch diese bei YouTube.
Überall waren Tutorials, wie man die geilsten Klamotten bauen kann in Fruity Loops.
Grund war, jetzt muss man noch erklären, warum der Grund von diesen Produkten war,
dass sie so einen Siegeszug hatten, weil es nämlich in den klassischen Doors,
Logic und Cubase keine virtuellen Instrumente gab.
Und das andere war natürlich auch, weil der Copy Protection Schutz von Fruity Loops so scheiße war,
dass der Crack quasi Day One da war und man einfach loslegen konnte.
Vor allem auch für die Live Timeless Sends, ok.
Kein iLog, keine blöde Lizenzgeschichte wie damals bei Logic noch,
sondern einfach Crack runter und jeder Zehnjährige kann loslegen.
Das hat natürlich zur Verbreitung dazu beigetragen.
Bei Propellerheads musstest du immer die CD im Rechner haben.
Ja, das war so nervig.
Fürchterlich war das.
Hast du einmal die CD nicht drin gehabt, konntest du das scheiß Programm nicht starten.
Ja, damals.
Damals.
Auf jeden Fall hast du dann diese Pattern gehabt und du hast super schnell damit gearbeitet.
Ich wiederhole mich, was das angeht.
Und ich verstehe, dass die Leute das fantastisch fanden,
weil die anderen Programme, Logic, Cubase und so weiter,
verfolgen ja eine andere Richtung, was halt das Arrangement angeht.
Ja, die lineare Bandmaschine, links nach rechts, wie ein Mario-Spiel.
Genau.
Es gibt halt verschiedene Ansätze.
Du hast zum Beispiel auch noch, ihr habt es schon genannt, PreSonus Studio One.
Das ist auch eher so eine klassische DAW.
Und dann hätten wir dann auch noch hier das Traction.
Wobei das Traction, als es damals rausgekommen ist, war halt auch innovativ in dem Sinne.
Bei Logic und auch bei Cubase musst du halt immer mehrere Fenster offen haben
und auch zwischen den Fenstern wechseln, um die DAW halt bedienen zu können,
weil die Produkte halt sehr komplex waren.
Das gab es bei Traction nicht, bei Waveforms.
Ist das Studio One auch nicht?
Ja, genau. Studio One ist auch neuer.
Wobei das jetzt alles ja so neuere Derby-Warte sind.
Richtig, bei Waveform überziehen wir mindestens 15 Jahre.
Ja, aber wir sind rein von der Erzählung her,
also mit den großen Beinen und mit Flutty Loops auf dem Siegeszug,
sind wir ja immer noch so in den mittleren Nullern.
Und dann kam das, worüber Thomas jetzt die große Eloge halten wird,
weil ich habe jetzt gerade Logic geblieben.
Genau, dann ging es nämlich los, dass sich ein Musiker aus Berlin,
der Robert Henke, zusammen mit ein paar anderen Leuten gedacht hatte,
so DJs waren auch dabei, ganz wichtig, DJs.
Genau, DJs waren auch dabei. Viele, wie man heutzutage sagt, EDM-Producer,
die sich gesagt haben, so das ist alles feißig.
Ich hätte gern was für meinen Bedarf,
was ein bisschen mehr so für Live-Sessions und für Live-Jamming
von elektronischer Tanzmusik ausgelegt ist.
Damals war es halt noch Techno.
Genau, und so ist die erste Version von Live entstanden.
Ich kenne nicht den genauen Grund, warum es dann plötzlich Ableton Live hieß.
Dazu müssten wir vielleicht mal den Robert Henke einladen,
das wäre total geil, wenn das klappen könnte.
Da schauen wir mal.
Auf jeden Fall kam dann Ableton Live 1 und hat abgeräumt.
Aber mal so richtig.
Ja, weil das so extrem schnell die Leute…
Das war extrem live-tauglich, du konntest einfach Loops aufnehmen,
in beliebiger Länge, Time-Stretchen, Pitchen,
was auch immer du gerne halt so DJ-mäßig damit machen wolltest.
Und so hat sich da quasi auch eine komplette Remix-Szene
daraus auch noch mal entstanden,
basierend auf dem, was Ableton Live damals konnte.
Und Ableton Live ist jetzt mittlerweile, kommt dieses Jahr in der Version 12,
hat auch irgendwann ein Arrangierfenster bekommen,
konnte am Anfang kein MIDI, es war nur Audio.
Dann kam MIDI Version 4 und das gute MIDI dann in 6.
Also, es gab zwei Versionen daraus.
Genau, wobei die Version 6 dauernd bei mir abgestürzt ist,
wenn ich das gleichzeitig mit Traction auf der Platte hatte,
auf meinem Mac, auf meinem MacBook damals.
Und so ist es halt entstanden.
Und dann, irgendwann ist Ableton Live halt immer größer und größer
und größer und größer und größer und größer geworden.
Und dann hat sich eine Gruppe von Entwicklern bei Ableton entschieden,
wir können es besser, wir haben keinen Bock mehr.
Wir gründen jetzt eine eigene Firma und programmieren unser eigenes Bitwig.
Mit Koks und Nutten.
Das weiß ich nicht, die Geschichte kennst du bestimmt besser als ich.
Es ist Berlin, natürlich.
Auf jeden Fall haben sie halt ihre eigene DAW rausgebracht,
die, ja, sie hat schon sehr wie Ableton Live Version,
ich weiß nicht mehr, ich glaube 9 oder 8, ausgesehen.
Ist dann aber interessanterweise auch gleich vom Start her
in der Version 1 für Linux auf den Markt geworfen worden.
Also gibt es für macOS, für Windows und für Linux.
Und mittlerweile hat sich Bitwig,
jetzt mittlerweile in der Version 5.1,
sehr, sehr, sehr geil entwickelt und gemousert.
Fährt so einen modularen Ansatz,
das ist quasi wie ein Modularsystem in the Box.
Man hat dort Modulationen, die man auf verschiedene Sachen,
auf MIDI-Parameter, auf Audio, auf was auch immer, genau.
Du kannst alles mit allem verschalten.
Ableton hat halt die große Stärke, dass es sehr stringent ist,
auch jetzt noch in Version 12, wenn das ein bisschen aufweicht.
Aber Ableton sieht und denkt sich immer noch so,
wie eigentlich vom ersten Tag her.
Das ist schön, wenn man Kontinuität will,
aber wenn man kreativ sein will,
da ist tatsächlich dann Bitwig mit diesem kompletten Ansatz.
Genau, Bitwig hat sich quasi geöffnet
und hat sich jetzt von seinem Vater gelöst
und ist ein eigenes Kind geworden.
Klammerbemerkung darum, die haben ja gerade mit Hackman zusammen
jetzt auch noch diesen neuen Plug-In-Standard,
den sie so ein bisschen versuchen, in die Welt zu schieben
und der das nochmal um die Plug-Ins erweitert.
Dieses Modulator, jedes alles kann jedes beeinflussen.
Das Ding haben sie Clap genannt, in Berlin immer eine große Sache.
Jetzt bin ich ruhig.
Genau, das sind aber die Berliner,
man könnte sagen die ganzen sehr erfolgreichen DAWs am Markt.
Bitwig, Ableton Live, Logic, Cubase
kommen alle aus Deutschland, aus Hamburg und aus Berlin.
Ich frage mich, warum das so ist.
Land der dichten Denker.
Genau, das Land der dichten Denker und Techno-Musiker.
Ich wollte es vielleicht nur kurz einwerfen,
weil es ist ja ein riesen Haufen Optionen.
Du wirst irgendwann an den Punkt kommen,
wo deine Sprachmemo-App oder vielleicht auch Odyssey,
die ausreicht, um deine Ideen zu notieren
oder wenn du ein bisschen was produzieren willst.
Ich komme gleich noch dazu, über den Producer-Gedanken,
da machen wir nachher noch ein eigenes Segment.
Aber wenn du dich jetzt auf eine DAW festlegen willst,
wo sollst du nicht hin?
Mir fallen zwei Sachen ein.
Erstens, der Magix Music Maker ist Mist.
Egal was dir die Stiftung Warentest oder sonstige Dinge erzählen,
der Magix Music Maker macht keinen Spaß.
Wenn man das mal für 20 Euro ausprobiert,
ganz am Anfang ist es in Ordnung.
Ich habe es auch ganz am Anfang, als ich angefangen habe,
am Computer Musik zu machen, habe ich es auch ausprobiert.
Ich fand es ganz lustig, habe aber schnell gemerkt,
dass man halt an seine Grenzen stößt.
Es sind Überlimitierung überall.
Ja, man kriegt von jeder DAW, die wir genannt haben,
kriegt man Intro-Version, wenn man sich ein Hardware-Interface kauft.
Wie gesagt, man kriegt von jedem Hersteller,
also wirklich von jedem Hersteller,
kriegst du Software hinterhergeschmissen.
Du kriegst von jedem Hersteller eine Version,
die irgendwie beim Interface dabei liegt,
die super, super klein ist.
Und mit der kann man aber auch schon mal die ersten Schritte machen,
wenn es nur darum geht, Gitarre, Gesang, Schlagzeug.
Genau, und dann gibt es halt diese Elements-Version
oder wie sie alle heißen, die kleinste von dem normalen Portfolio.
Und selbst mit denen kannst du schon total viel machen.
Das andere, wovor ich noch explizit warnen wollte,
bitte nicht machen.
Cakewalk, Sonna oder wie der Bums gerade heißt,
diese Firma, auch wenn die DAW nicht mal so schlecht ist,
diese Firma ist ein Schrottwichtelpokal.
Niemand weiß, wem sie gerade gehört.
Ständig ändern die Lizenzen.
Ich würde das niemandem empfehlen.
Cakewalk ist auch so ein Uropa, der eigentlich schon ein Zombie ist.
Also die Firma ist irgendwann pleite gegangen,
ist dann aufgekauft worden,
ist so halbbelebt worden
und die Software ist einfach, ja ...
Niemand weiß, wer sie gerade besitzt,
niemand weiß, wo sie gerade ist,
niemand weiß, was sie gerade kann
und niemand weiß, wann er zuletzt irgendwo Geld dafür ausgeben musste,
weil es einfach ein Chaos ist.
Gibt es tatsächlich noch Leute, die Cakewalk nehmen?
Gehört jetzt mittlerweile BandLab?
Die haben sie doch vor kurzer Zeit schon mal umsonst rausgehauen.
Ist das so?
Komplett offen.
Ich würde jetzt nicht mehr zu den Zeiten von Roland.
Ich wäre beinahe auf Cakewalk gegangen, Leute.
Nein.
Weil die Oberfläche damals war so sexy.
Ganz ehrlich, das war so ...
Guck mir das gerade an. Ich finde das gar nicht sexy.
Das sieht aus wie Cubase.
Ja, aber das dunkle Schwarz damals, das war ...
Ich habe auch eine Version gehabt.
Das war sexy.
Ich habe so eine kleine Version mal gehabt,
also irgendwie für ein paar Euro
oder für damals ein paar D-Mark gekauft.
Also keine 10 oder 15 D-Mark.
Das war eine ältere Version zu dem Zeitpunkt.
Man konnte mitarbeiten, es sah nett aus.
Aber ich bin dann halb bei Cubase erst mal geblieben.
Du wolltest was sagen zu den Interfaces,
die mit der mitgelieferten Software kommen, Thomas.
Wenn ihr mitgelieferte Software habt bei eurem Audio-Interface,
nehmt erst mal die, probiert damit erst mal rum.
Parallel kann man sich auch noch mal Audacity anschauen.
Das ist halt immer sinnvoll.
Das ist ein schnelles Werkzeug.
Wenn man eben schnell hier irgendwas aufnehmen will oder so,
dann kann man das nachher in die DAW ziehen,
rüberziehen, einfach speichern und dann in die DAW laden
und dort weiter bearbeiten.
Und jede Version bei jedem Audio-Interface,
da gibt es die ...
Logic wird natürlich nicht mit mir irgendwo mitgeliefert,
aber Cubase, Studio One.
Ich glaube, Traction Waveforms
wird, glaube ich, auch mittlerweile irgendwo beigelegt.
Oder Bitwig oder Ableton Live.
Da gibt es überall Starter-Versionen,
die kann man mal benutzen.
Cakewalk habe ich ehrlich gesagt schon lange nicht mehr gesehen
bei irgendeinem Audio-Interface.
Was liefert Behringer mit?
Oh, gute Frage.
Ich habe die Software-Pakete ehrlich gesagt
nie runtergeladen in der letzten Zeit.
Ich gehe mal kurz zu Thomas.
Die entwickeln doch auch ihre eigene DAW mittlerweile, oder?
War das nicht so?
Ich habe da mal so Leute gehört,
dass die auch in die Software-Entwicklung eingestiegen sind.
Wenn man eine Software-Entwicklung wie der OBX hat,
dann kann man sie ja noch 5 Tage böllern.
Dann haben wir dann 2035.
Ach, noch länger.
Ich suche gerade ein Behringer Audio-Interface,
um mal zu schauen, was da mitgeliefert wurde.
Ich sehe nur "Groß auf die Seite" und gehe da rauf.
Support, Download.
Tatsächlich, die liefern gar nichts mit.
Doch, die liefern was mit.
Das musst du runterladen von der Seite.
"Frachten Behringer Nutzer".
Mach ich doch.
Welches nehmen wir denn jetzt?
Interface.
Ah, nehmen wir das fette mal.
Software.
USB-Driver.
Wie haben die Treiber da drin?
Bei Thomann steht leider nicht was.
Ich bin gerade bei diesem 50 Euro UMC 22,
das ja auch groß gehypt wurde damals.
Ach, "Isotope, Ozonele, Anachnee"
Das ist nur eine App von Thomann.
Genau.
Die liefern "Krachmacher" mit,
die liefern ein DAW mit
und die liefern hier so Mini-Versionen
von irgendwelchen anderen Effekt-Plugins.
Aber was für ein DAW?
Da habe ich es jetzt nicht gefunden.
Dann gehe ich mal bei den MIDI-Controllern hin.
Ne, das haben die alles rausgenommen von der Seite.
Du konntest das vorher runterladen.
Okay, dann haben sie sich jetzt nicht mit irgendjemand geeinigt.
Das kann natürlich auch ein Auswahlkriterium sein,
dass jemand sagt,
ich will aber ein mitgeliefertes Software haben.
Dann muss man da entsprechend gucken,
was die Hersteller da entsprechend anbieten.
So.
Genau.
Dann muss man halt schauen,
was man mit der DAW machen möchte.
Möchte man mehr MIDI machen,
sind vielleicht, zum Beispiel Logic,
ist vielleicht dann besser geeignet,
wenn man dann Mac hat.
Oder wenn man zum Beispiel nur einen Windows-Rechner hat,
dann wäre vielleicht Cubase eher das geeignete.
Oder wenn man halt doch mehr so Loop-orientiert rangehen will,
aber auch MIDI-Loops gerne bearbeitet,
dann ist man natürlich dann zum Beispiel bei Bitwig
vielleicht ganz gut aufgehoben.
Oder Ableton oder FL Studio.
Genau.
Also da gibt es halt unterschiedliche Workflows,
unterschiedliche Schwerpunkte, die die einzelnen DAWs setzen.
Und da kann man ganz ehrlich,
ihr müsst es einfach ausprobieren.
Probiert es einfach aus, was gefällt euch am besten,
was passt zu eurer Arbeitsweise,
womit kommt ihr am besten zurecht.
Ich bin zum Beispiel,
ich habe immer wieder mal versucht,
im Laufe der letzten 20 Jahre,
25 Jahre irgendwie in Logic reinzukommen.
Und ich kann mit dem Teil nichts anfangen.
Es tut mir leid, aber Logic ist geil.
Aber nicht für mich.
Irgendwie ist das, als wenn ich versuche,
ein Telefonbuch auswendig zu lernen.
Ich kann es einfach nicht.
Schande, Schande, Schande!
Cubase habe ich am Anfang benutzt,
relativ lange sogar.
Ich weiß gar nicht mehr, bis welcher Version.
Ich glaube bis Version 5 oder so, keine Ahnung.
5 war doch ein Traum gewesen.
Nach der 3 war das 5er Org.
Und ich bin dann, als ich vom Windows Rechner
auf den Mac gewechselt bin,
bin ich dann tatsächlich erst auf Traction,
damals war es halt wie gesagt noch von Mac-E,
gewechselt auf Traction Waveform,
weil es halt diese ein Bildschirm Oberfläche hatte.
Du hast nur einen einzigen Bildschirm
und kannst dort alles machen.
Und dann irgendwann bin ich halt auf den Ableton Live Zug
mit der Version 4, glaube ich, aufgesprungen.
Nachdem Ableton endlich auch irgendwann MIDI-fähig war.
Es war dann natürlich, wie du schon sagst, Tobi,
halt erst in der Version 6 richtig nutzbar.
Aber das war mir egal.
Es war Berliner Do-It-Yourself.
Aber Ableton Live ist schon geil.
Ja, die Leute tun sich in Berghain Dinge an,
da ist sich Ableton 4 MIDI-mäßig antun,
und klackst dagegen.
Oh, der braucht ein bisschen, der muss reifen.
Richtig, wie gute Geschlechtskrankheiten.
Boah, jetzt wird's...
Schnitt!
Da muss man noch zusagen,
so diese Spezialderivate wie Reason und so,
die ja lange Zeit sich dann ja gewährt haben,
dass man auch einen Linearmodus haben kann,
haben den irgendwann mal eingeführt,
haben dann irgendwann mal auch das geöffnet,
dass man halt MIDI rein- und raussenden kann,
das war nämlich vorher auch total geschlossen.
Und seit einiger Zeit kannst du auch VSTs verwenden.
Und damit ist das Ding halt genauso gut
und genauso vielseitig verwendbar wie jeder andere DAW.
Übrigens, es heißt jetzt nicht mehr Reason,
beziehungsweise die Firma heißt, glaube ich,
nicht mehr Propellerheads,
sondern Reason Studios.
Ah, ich fand aber Propellerhead immer viel geiler.
Ich auch.
Weil ich mir immer so einen kleinen Jungen vorgestellt habe
mit dieser Kappe und einem Propeller auf dem Kopf.
Und Reason ist halt...
Oh, die haben die Oberfläche verändert.
Das war früher so ein richtiges Ding in the Box.
Warum haben die im Hintergrund Ableton Live hier am Start?
Nein, ernsthaft! Guck mal auf die Seite von denen!
Du hast im Hintergrund Ableton Live! Was ist das denn?
Gib mal Link!
Das kann nicht wahr sein! Wie geil ist das denn?
Warte, warte, wo ist der Slack?
Das ist ja krank.
Hier, geh mal einfach auf die Seite von Reason Studios.
Das ist krank. Und als Screenshot haben sie ihr Produkt
und im Hintergrund siehst du Ableton Live.
Sie werben da sogar mit.
It's compatible with all major DAWs.
Ich gehe Bonkers, ich gehe komplett Affenscheiße.
Und das gleich als erstes Screenshot, wenn du runterscrollst.
Ableton Live, geil!
Ja, du kriegst ja auch mittlerweile das Reason als Rack Plugin.
Das ist sogar oben noch im Header mit drin.
Ja, eben!
Ich wollte gerade nur sagen, wenn du Reason kaufst,
kriegst du auch das Reason Rack Plugin.
Das ist quasi wie so ein Container, den du aufmachst.
Dann kannst du die ganzen Reason Module reinpacken.
Hast das aber als VST Plugin.
Wisst ihr noch, wo Reason nur alles in seiner eigenen Form unterstützt hat
und VSTs einfach ausgesperrt hat?
Ja, das war sehr, sehr lange.
Richtig lange.
Bis noch weit in die 10er Jahre.
Man hat ja auch immer so gedacht, der Dr. Rex,
also der Dr. Octorex, das wäre schon geil, den halt so normal zu haben.
Oder hier Europa, oh ja, das ist auch ein toller Synthesizer.
Welcher war denn noch gewesen?
Grain fand ich auch geil.
Also das Besondere an Reason ist ja,
dass sie halt diese,
erst mal, sie setzen voll auf diesen Virtual Look,
also virtuelle Instrumenten Look.
Das heißt, du hast so echte Geräte als grafische Oberfläche halt dargestellt
und du kannst dann halt sie virtuell umdrehen und Patchkabel ziehen.
Richtig, die sich auch bewegt haben wie Kabel.
Ja, genau.
Dann gab es auch so legendäre Synthesizer,
so wie den Maelstrom oder wie der heißt.
Ja, den Maelstrom, der übrigens von einem Sonic Charge Entwickler stammt.
Nur so nebenbei.
Der war ja auch so legendär.
Ist halt sehr schwedisch, das Ganze.
Subtraktor war auch gut.
Und Thor.
Ja, Thor war auch geil.
Den hatte ich auch als iPad App, den Thor.
Stimmt, den hatte ich auch mal.
Der war nett, ja.
Leider aus den Zeiten, wo die iPad Apps alle noch nicht miteinander sprechen konnten.
Dann habe ich es irgendwann, ja, es wurde halt nicht mehr aktualisiert
und ich habe dann alles aus den Augen verloren und so.
Also Reason ist halt ein sehr spezielles Produkt,
weil sie halt diese simulierten, grafischen,
also von realen Instrumenten simulierten Oberflächen haben.
Man muss also halt ganz kleine virtuelle Knöpfe bedienen.
Man braucht quasi eine Lupe zur Bedienung.
Es sieht dann halt zwar lustig aus.
Der Fachausdruck ist, glaube ich, Skymorphismus oder so.
Was?
Hier, Wikipedia, Link war mal kurz, ich werfe den kurz rein.
Oh, ich sehe schon, das Trello-Bot wird dann gleich überquellen vor lauter Linz.
Ja, ich bin schon fleißig am Editieren, ich muss noch mal speichern.
Aber ihr merkt, in diesem Podcast, in dieser Folge,
hier kann man auch noch was lernen.
Skymorphismus, was?
Skymorphismus.
Skymorphismus, na, egal.
Altgriechisch für Behälterwerkzeug ist eine Stilrichtung.
Hauptsächlich im Design werden Objekte in ihrer Gestaltung
die Form eines vertrauten Gegenstandes nachahmen,
ohne dass diese durch ihre Funktion begründet ist.
Ja, genau, das ist der Fall. Richtig.
Sag mal, bei Recent Studio, habt ihr euch mal die Player MIDI-FX angeschaut?
Nein.
Nee, ich sehe es hier zum ersten Mal in meinem Leben.
I'm sorry.
Ja, wunderbar.
Wieso?
Ja, die haben da voll die Hacker-Tools.
Baseline-Generator, Beatmap, Chor-Sequencer,
Drum-Sequencer, Durall-Apacheo, dann halt MIDI-Note-Echo,
das kennt man auch von anderen.
Ja, das ist wieder für die Menschen, die Spielen gelernt haben.
Ich sage nicht, dass das was Schlechtes ist.
Man kann auch mit sehr wenig Ahnung sehr schönes Zeug machen.
Ich habe viel Ahnung und nutze das trotzdem.
Liebe Kollegen, jetzt habe ich zwei Fragen,
beziehungsweise noch zwei Sachen, die mir einfallen,
worüber wir auch noch mal reden sollten.
Wenn man sich jetzt sowas angeschafft hat,
man hat jetzt eine DAW, man hat ein Audio-Interface,
man hat vielleicht auch ein schönes Mikro,
wobei man muss nicht unbedingt ein Mikro kaufen,
um irgendwas aufzunehmen.
Du kannst auch den Kopfhörer nehmen, das geht auch.
Man kann auch einen Kopfhörer an ein Mikrofon anschließen.
Ja, ordentlich die Verstärkung aufdrehen.
Okay, aber jetzt kommen wir zu einer ganz wichtigen Frage.
Wenn ich diesen ganzen Bums jetzt angeschlossen habe,
wie höre ich mir eigentlich diesen Kack an?
Zwei Möglichkeiten.
Kopfhörer oder irgendwie Lautsprecher.
In einem Mehrparteienhaus sicherlich immer eine gute Wahl.
Oder?
Oder halt Lautsprecher.
Wobei da man wieder unterscheiden muss in verschiedenen Kategorien.
Generell ist es so,
dass man Abhörer unterscheiden muss
zwischen High-Fee-Equipment und dem, was für Musiker gemacht ist.
Das für Musiker muss nicht unbedingt teurer sein,
weil High-Fee-Equipment kann wesentlich teurer sein.
Also da gibt es so viel Auswahl,
sowohl für Kopfhörer als auch für Monitor und Sprecher.
Ich will mal zwei Empfehlungen aussprechen für Einsteiger.
Fortgeschrittene können wir gleich auch nochmal für Einsteiger.
Liebe Leute, tut euch einen Gefallen.
Kauft nicht die billigen Lautsprecher im Mediamarkt oder bei Aldi oder bei Lidl,
die da auf dem Grabbeltisch rumliegen, die PT-Lautsprecher.
Die haben wir früher schon Brüllwürfel genannt.
Gebt ein bisschen mehr aus und kauft euch was Anständiges.
Da habt ihr auch ein bisschen mehr von.
Die kann man auch als normale High-Fee-Lautsprecher benutzen.
Es gibt von der Firma JBL ganz kleine Lautsprecherboxen.
Die kann man zum Beispiel auch an einen ganz normalen Verstärker anschließen.
Nennt sich JBL Control One.
Die sind schon seit Jahrzehnten immer eine gute Wahl,
sowohl für den High-Fee-Gebrauch oder wenn man am Computer arbeitet.
Die gibt es auch in der aktiven Version. Das sind dann die Control One Pro.
Damit kann man eigentlich nichts verkehrt machen.
Für den Anfang sind die völlig ausreichend.
Man kostet als Paar so um die 150 Euro.
Wenn man ein bisschen guckt, kriegt man die wahrscheinlich sogar noch billiger.
Kopfhörer.
Da würde ich einfach mal das empfehlen, was du mir empfohlen hast.
Wollen wir das verraten?
Du meinst deine Abhörer, die du das Heitertraum hast?
Richtig.
Ja, hause raus.
Das wäre nämlich von der Marke Superlux die HD 660 Pro.
Und zwar würde ich dort gleich die in der 32 Ohm Version nehmen.
Dann kann man die nämlich auch nochmal an seinem Smartphone anschließen, wenn man möchte.
Kostet 39 Euro.
Guter Klang. Sitzt gut.
Ist billig verarbeitet, hält aber wahrscheinlich entsprechend doch länger als man denkt.
Und sie klingen wirklich toll.
Schön. Damit hätten wir die Empfehlung zum Geldausgeben.
Kurzer Einschub.
Wenn ihr Mac Benutzer seid, ein MacBook ab 2016 hat in der Regel so gute Boxen,
da könnt ihr auch eine ganze Weile lang damit arbeiten.
Der iMac könnte inzwischen auch soweit sein.
Habe ich aber persönlich keinen. Kann ich nicht vergleichen.
Desktopcomputer haben die natürlich nicht, auch wenn ich glaube, dass sie Macs mit suchen.
iMac 24 Zoll, also neuere Version M1.
Kann ich sagen, haben gute Lautsprecher, reicht zum Fernsehgucken und YouTube-Videos schauen,
zum Musikmachen? Nein.
Dir nicht, mir schon wahrscheinlich.
Weil ich, wie gesagt, ich mixe alles eigentlich über die Apple-Boxen ab.
Und das, obwohl ich hier professionelle Genelecs für 300 Flocken aufwärts das Stück habe.
Es ist einfach, und das ist ein bisschen der Unterpunkt,
kurzer Einschub, wenn ihr schon so im Stadium des Veröffentlichens seid,
macht Gegenproben. Nehmt euer Handy, wie klingt's da, nehmt das Küchenradio,
wie klingt's da, nehmt eure internen Boxen, wie klingt's da.
Das wäre meine nächste Empfehlung.
Die Studio-Monitoren werden euch, ja.
Auf die wollte ich noch hinaus, wenn es zum Thema Abmischen geht.
Können wir vorher noch über etwas reden, was ich finde, das ist wirklich wichtig ist,
dass es ganz, ganz schwierige Entwicklungen gibt, ich sag mal so in den Szenen,
mit denen wir so teilweise überschneiden.
Und das ist dieser Zwang zu produktiven Ergebnissen.
Also diese Vorstellung von, du hast jetzt eine DAW,
du hast jetzt quasi die Möglichkeit, Songs zu produzieren, du musst jetzt.
Es gibt Subreddits, die quasi nur daraus existieren.
Und da hast du zwei Leute, die einen hauen ständig irgendwelchen Müll raus,
das sind zwei Tagen entstanden.
Da ist keine Liebe drin, nur Handwerk, was ja nicht schlecht ist,
aber das hat halt mit Kunst relativ wenig zu tun.
Und es gibt die anderen, die sagen, ich komme nicht voran.
Oder ich bin halt nicht produktiv.
Dieser Zwang zur Produktivität, die Vorstellung davon,
dass man nur weil man das Zeug hat, um heute günstig,
also die Leute vor 40 Jahren würden, glaube ich, dafür einiges bezahlen,
für die Möglichkeit, die wir heute haben.
Du kannst aus dem Handy, aus dem Smartphone Zeug rausrendern,
das heute rado-tauglich ist, wenn du es weißt, was du machst.
Aber dieser Zwang, etwas Greifbares machen zu wollen.
Ich muss hier jetzt einmal die Lanze brechen für das Basteln in der DAW.
Keiner wirft einem Gitarristen vor, wenn er nur zu Hause in der Kammer sitzt
und übt und das Zeug nachspielt, worauf er Bock hat.
Niemand sagt zu dem, mach doch Songs, hau doch mal Songs raus.
Und ich glaube, gerade bei den Leuten mit DAWs, diese Schnittmengen,
da gibt es eine Art eigenen Zwang, aber es gibt auch eine Art Fremdzwang.
Und ich möchte jetzt willig sagen, die DAW ist genauso ein Werkzeug wie alles andere auch.
Ihr könnt damit machen, was ihr wollt, fühlt euch nicht verpflichtet, Material rauszuhauen.
Ja, kann ich nur unterstreichen. Ja, absolut.
Der zweite Punkt, und den hast du vorher mit dem Hi-Fi und den Brüllwürfeln und alles schon angesprochen.
Ich möchte mal ganz kurz zum Aspekt der Raumoptimierung kommen,
bevor wir nachher gleich das Thema abmischen und dann vielleicht auch noch das Thema VSTIs
und noch das andere, was wir auf dem Zettel haben, angehen.
Wie gesagt, ich bin hier derjenige mit dem furchtbaren Sound.
Ich sitze in einer Mietwohnung, die nicht isoliert ist.
Die hat einen furchtbar hässlichen Sub-Bass-Ton bei einer gewissen Taste.
Ich drücke den jetzt nicht, weil meine Nachbarn schlafen.
Ich könnte diesen Raum natürlich optimieren.
Oder ich könnte jetzt versuchen, aus dieser furchtbar verwinkelnden Mietwohnung etwas zu machen,
dass man auf diesen "Show Your Studio" Subreddits und ähnlichen Kram, also das Instagram-Able wäre.
Das würde dann immer noch scheiße klingen, aber es wäre halt Instagram-Able.
Ich könnte jetzt auch versuchen, das hier akustisch tatsächlich zu optimieren.
Der Punkt ist immer noch, das ist eine Mietwohnung.
Ich habe ein Problem grundsätzlich schon mit dem Hören.
Einfach durch situative Umstände, ein paar medizinische Probleme.
Ich muss das nicht optimieren.
Ich weiß nicht, die anderen können gleich noch erzählen, wie sie das hinkriegen mit ihrem schönen Sound,
mit ihren Kondensatormikrofonen und den Großmembranen und alles.
Saschas Butze kenne ich, bei Thomas weiß ich es nicht.
Aber dieser Aspekt von Raumoptimierung,
und auch hier sind wir wieder so ein bisschen im Social-Media-Bereich angekommen,
dieser Zwang dazu, sich dann zu sagen, ja, aber jetzt habe ich hier Material.
Ich will nicht sagen, dass das etwas Schlechtes ist.
Wenn ihr investieren möchtet in diese Sache, könnt ihr das machen.
Tontechnik ist was Tolles, Qualität ist was Schönes.
Das Problem ist einfach, ich habe den Eindruck, manche Leute,
und gerade auch diejenigen, die im Internet besonders laut sind,
weil ja, wie gesagt, was ich damit meine ist,
passt da nicht auf diese Gefahr auf, dass ihr euch zuerst optimieren müsst fürs Ausprobieren.
Ich sitze seit ich Musik mache, das ist wirklich über 20 Jahre her,
sitze ich im unoptimierten Boden oder einfach auch nur irgendwo auf dem Dixi-Klo,
mit dem Rechner auf dem Schoß und bin kreativ.
Und das ist deutlich wichtiger, also eure Ergebnisse und das, was ihr eingebt in eure DAW,
das, was ihr damit macht, das ist deutlich wichtiger als eure Schallabsorber in den Römmern.
Schaut, dass das Zeug irgendwie funktioniert, dass es für euch ausreicht,
aber dass es viel wichtiger ist, dass ihr in einem optimierten Studio mit schön beleuchteten LEDs
und eurer supertollen Battle Station hockt.
Es sei denn, das ist ja Sinn der Sache, dass ihr eine schöne Battle Station habt.
Also wenn das euer Hobby ist, ich habe zum Beispiel mal einen Kollegen gehabt,
der hat wahnsinnig viel Spaß daran gehabt, sich ein Studio einzurichten,
hat sich einen großen Yamaha Digital Mischpult gekauft,
was damals glaube ich 12.000 Euro gekostet hat und so weiter und so fort,
und alles eingerichtet mit Raumoptimierung und so weiter.
Da habe ich ihn gefragt, was machst du für Musik?
Wie, Musik machen?
Ne, ich mache das nur hier so einrichten, weil ich da Bock drauf habe.
Ja, ist ein freies Laden.
Kann man auch machen, ist auch ein Hobby dann, das ist dann so wie Modelleisenbahn.
Aber ansonsten, ich muss dir recht geben, es ist wirklich so,
geilen Scheiß machen ist was anderes, als dein Zimmer zu optimieren.
Wenn du dir einen Kopfhörer aufsetzt, kann das Zimmer klingen wie Fickhulle,
dann hast du den guten Sound auf den Ohren und dann kannst du halt produktiv sein.
Du kannst auch in einem Scheißzimmer mit Scheißboxen geile Stuff machen.
Es gibt dieses Album von FM84, in diesem Forum wurde es als der Goldstandard
für Retrowave-Produktion gefeiert.
Die Leute haben das Ding gejubelt, haben von Prophets und von Oberhainz