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*Musik*
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[Musik]
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0:00:31 – 0:00:39
Hallo und willkommen zu einer neuen Ausgabe der Abschweifung. Ich bin Sascha Markmann und ich sage
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0:00:39 – 0:00:51
hallo. Ich glaube heute werden wir mal ein bisschen mehr abschweifen bzw. in Erinnerungen schwelgen.
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0:00:51 – 0:01:06
Das heutige Thema ist irgendwie Rücksichtnahme, sprich ich nehme bewusst wahr, dass ein anderer
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0:01:06 – 0:01:16
Mensch irgendwelche Schwächen hat oder Einschränkungen und reagiere darauf. Aber jetzt nicht so,
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0:01:16 – 0:01:22
dass ich hingehe und sage so "haha du hast das und das" sondern eher so nach dem Motto
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0:01:22 – 0:01:35
"ich sehe es und akzeptiere es" oder "ich sehe es und reagiere darauf wohlwollend, freundlich,
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0:01:35 – 0:01:45
fürsorglich, denke mit". Ich glaube wir kennen das alle irgendwie, dass man halt einen Menschen im
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0:01:45 – 0:01:54
Rollstuhl sieht und dann hält man die Tür auf. Beim Bus ein- und aussteigen fragt man,
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0:01:54 – 0:02:03
ob man vielleicht helfen könnte, die Rampe hochzurollen oder sowas. Ich weiß noch,
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0:02:03 – 0:02:09
ich habe ein Praktikum gemacht gehabt bei einer großen Firma in meinem Heimatort,
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0:02:09 – 0:02:19
damals in Datteln. Und da durfte ich dann mit dem Hausmeister jeden Morgen, weil es da keine
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0:02:19 – 0:02:36
Rollstuhlrampe gab, einen Mitarbeiter zum Eingang tragen. Und das war normal. Man muss dazu sagen,
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0:02:36 – 0:02:43
bevor mein Vater quasi wieder als Handwerker gearbeitet hat oder als Zerspannungsmechaniker,
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0:02:43 – 0:02:59
Dreher, hat er als Heil- und Erziehungspfleger gearbeitet in einer Wohnstätte für geistig
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0:02:59 – 0:03:08
Behinderte. Und da gab es auch Sommerfest, Winterfest, Weihnachtsfest und da waren auch
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0:03:08 – 0:03:15
Familienmitglieder der Mitarbeiter eingeladen. Und da waren wir dann auch gewesen. Man war das
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0:03:15 – 0:03:24
total normal gewesen, dass wir uns da mit den Bewohnern, die unterschiedliche Alter hatten,
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0:03:24 – 0:03:38
umgeben haben und zusammen gespielt haben oder auch gegessen und sowas und deswegen war das für uns
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0:03:38 – 0:03:50
total normal. Also es war nichts komisches. Ich kann mich noch daran erinnern, wo ich als Kind,
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0:03:50 – 0:03:59
Also das kleine Kind, da war ich vielleicht schon in der Schule, in der ersten Klasse oder war das später?
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0:03:59 – 0:04:08
Ein Sportverein, da gab es auch halt ein Weihnachtsfest. Da kam der Nikolaus und da war ein Kind von einer
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0:04:08 – 0:04:18
Familie, das war nicht nur körperlich, auch geistig behindert. Und gut, das fand ich befremdlich,
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0:04:18 – 0:04:25
weil ich da keine Berührungspunkte hatte. Aber später war das normal gewesen. Und auch während
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0:04:25 – 0:04:34
meiner Schulaufbahn gab es immer wieder Kinder, die im Rollstuhl gesessen haben. Und da hat man,
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0:04:34 – 0:04:43
also wir haben das gelernt, dass das normal war und dass wir halt dann auch geholfen haben,
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0:04:43 – 0:04:49
wenn es halt Unterstützung gab. Es gab also bei zwei, die hatten halt einen Schulbegleiter dabei,
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0:04:49 – 0:04:54
dass er dann auch mal die Treppen rauf und runter getragen hat, wenn es nötig war. Weil obwohl die
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0:04:54 – 0:05:01
Schule ziemlich behindertengerecht war, gab es ein, zwei Räumlichkeiten, wo man wirklich schlecht mit
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0:05:01 – 0:05:11
einem Rollstuhl hingehauen. Und ja, ich glaube, es hat sich einfach im Laufe der Zeit ein Gefühl
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0:05:11 – 0:05:21
für, ja heute sagt man Inklusion, entwickelt. Weil das normal war, dass man Rücksicht genommen hat
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0:05:21 – 0:05:28
und auf andere Menschen und ihre speziellen Bedürfnisse eingegangen ist. Das war irgendwie
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0:05:28 – 0:05:36
total normal. Also man musste nicht darüber nachdenken. Und das ist auch etwas, was ich
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0:05:36 – 0:05:44
beobachte hier in der Gesellschaft, wenn ich mit meinem Rollstuhl ankomme und in den Bus rein will
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0:05:44 – 0:05:52
oder wenn ich einen guten Tag habe mit dem Rollator, dann ist eine ganz bestimmte Menschengruppe, die
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0:05:52 – 0:05:59
super freundlich und super höflich fragen, ob sie mir helfen können. Und das sind nicht unbedingt
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0:05:59 – 0:06:13
halt hier geborene Menschen, sondern Leute mit Immigrationshintergrund. Das ist mir schon ein
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0:06:13 – 0:06:22
paar Mal aufgefallen. Also es fing an mit Türen aufhalten, nachfragen, ob alles in Ordnung ist,
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0:06:22 – 0:06:32
ob man jetzt Hilfe braucht und so. Was ich vorher überhaupt nicht gewöhnt war, also ich habe ja
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0:06:32 – 0:06:38
2016 einen Schlaganfall gehabt und danach bin ich halt irgendwann mal so mobil gewesen, dass ich mich
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0:06:38 – 0:06:47
auch draußen bewegt habe. Ich überhaupt nicht gewöhnt war von meinen Mitbürgern, dass danach
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0:06:47 – 0:06:55
gefragt wird, sondern die kümmern sich alle um ihr eigenes Ding und das ist etwas, was tief in
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0:06:55 – 0:07:04
meiner Persönlichkeit anders läuft. Ein kleines Beispiel. 50 Prozent meiner Kernfamilie sind
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0:07:04 – 0:07:12
Frauen, die früher oder später angefangen haben zu menstruieren. Für mich war das total normal,
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0:07:12 – 0:07:22
dass man da spezielle Hygieneprodukte im Haus hatte bzw. im Badezimmer. Da waren Tampons,
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0:07:22 – 0:07:32
da waren Binnen in unterschiedlichen Ausführungen und das war total normal. Wie ich dann halt das
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0:07:32 – 0:07:38
erste Mal mit meiner damaligen Freundin zusammengezogen bin – erste eigene Wohnung war das –,
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0:07:38 – 0:07:46
Da war das auch total normal und ich habe auch kein Problem gehabt in ein Geschäft zu gehen mit
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0:07:46 – 0:07:57
meinen 20 Jahren, 21, 22 und diese Sachen zu kaufen. Da fand ich andere Sachen viel viel schlimmer zu
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0:07:57 – 0:08:06
kaufen. Und wenn ich jetzt so überlege in meiner ersten Wohnung, die ich alleine hatte, nachdem die
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0:08:06 – 0:08:12
Beziehung zu Ende war, da hatte ich das auch immer gehabt. Ich habe ja auch Frauenbesuch gekriegt,
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0:08:12 – 0:08:21
also sei es halt innerhalb der Familie oder auch bekannte Freundinnen, die mich besucht haben oder
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0:08:21 – 0:08:34
andere Personen, die weiblich waren. Und ich habe einfach aus Rücksicht auf das Bedürfnis,
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0:08:34 – 0:08:42
wenn sie halt ihre Periode haben, halt ein paar Sachen da gehabt in verschiedenen Ausführungen.
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0:08:42 – 0:08:51
Also jetzt nicht unbedingt das Maximum, aber halt Small und Medium und total normal. Also
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0:08:51 – 0:08:57
manche Frauen waren total überrascht gewesen, dass ich überhaupt Mülleimer im Badezimmer hatte. Also
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0:08:57 – 0:09:02
wenn man sich das mal überlegt, man war überrascht gewesen, dass ein Single Mann ein Mülleimer im
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0:09:02 – 0:09:10
Badezimmer hat, neben der Toilette. Ich meine, ich war das von klein auf an gewöhnt, dass ein Mülleimer
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0:09:10 – 0:09:16
im Badezimmer ist und wenn dann nachher mal was anfällt, dann kann man das da rein tun und das
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0:09:16 – 0:09:25
sind jetzt nicht nur Shampoo-Flaschen oder so, das ist ja auch eine Rotzfahne oder so,
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0:09:25 – 0:09:29
wenn du gerade eine Sitzung machst, die länger dauert.
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0:09:29 – 0:09:36
Ich kann mich nämlich noch an eine Situation erinnern.
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0:09:36 – 0:09:41
Da hatte eine Arbeitskollegin, die Ärztin war, die hatte eine weiße Hose an gehabt.
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0:09:41 – 0:09:47
Und da ist das ganz plötzlich zu einer Blutung gekommen.
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0:09:47 – 0:09:48
Ich weiß nicht, ob sie ihre Periode hat oder so.
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0:09:48 – 0:09:51
Ich gehe mal spät davon aus.
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0:09:51 – 0:10:03
Und naja, bei den Einsätzen im Rettungsdienst, mal auf die Knie, wieder aufstehen, Kompressionen auf
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0:10:03 – 0:10:10
dem Bauchraum, das wurde einfach immer größer und größer. Und hätte nicht ein Kollege sein
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0:10:10 – 0:10:17
Sweatshirt gegeben, was er sich dann halt sportlich um die Hüfte gebunden hat, ich hatte kein,
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0:10:17 – 0:10:27
ich hatte halt nur T-Shirt an, hätte das, bis wir zurück waren, sehr dumm für die Frau ausgesehen
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0:10:27 – 0:10:36
und wäre ihr auch sicherlich sehr peinlich gewesen, weil auf einer weißen Hose dann halt dieses rote
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0:10:36 – 0:10:49
in Anführungszeichen Blut. Und ich hatte halt auch dann später auf der Arbeit in meiner Tasche halt
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0:10:49 – 0:10:57
immer ein paar Produkte. Das war so eine Erfahrung, wo ich mir gedacht habe, wo ist das Problem,
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0:10:57 – 0:11:03
dass ich da was reinpacke? Das nimmt ja auch keinen Platz weg. Ich meine, das Schlimmste,
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0:11:03 – 0:11:09
was mir passieren kann, ist, wenn ich mich halt vergesse zu rasieren, und sagen wir mal,
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0:11:09 – 0:11:13
das könnte ja auch mal sein, dass ich mich mal so sechs Wochen vergesse zu rasieren,
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0:11:13 – 0:11:21
dass ich einfach mehrere Millimeter oder auch vielleicht ein Zentimeter Bart habe. Das ist
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0:11:21 – 0:11:29
das Schlimmste, was mir als Mann passieren kann. Ich kann nicht menstruieren. Naja,
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0:11:29 – 0:11:37
Und da muss ich halt auch da Rücksicht nehmen oder auch mir Gedanken machen, wie ich halt es angenehm machen kann.
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0:11:37 – 0:11:40
Und da sind wir an dem Punkt, den ich meine.
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0:11:40 – 0:11:48
Wenn schon eine Frau erstaunt ist, dass ein Single-Mann einen Mülleimer da hat, was meint ihr, was das für Reaktionen gab?
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0:11:48 – 0:11:53
Wie ich gesagt habe, und falls du was brauchst, das ist da und da.
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0:11:53 – 0:12:01
Ich hatte so ein Alibert und der hatte mehrere Schubladen und in einer waren halt diese Sachen
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0:12:01 – 0:12:09
drin. Tampons, bin fertig. Man war erstaunt gewesen, dass sich jemand Gedanken gemacht hat,
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0:12:09 – 0:12:17
es könnte ja mal sein und wenn da nix da ist, dann ist da was. Unglaublich oder? Unglaublich.
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0:12:17 – 0:12:28
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich ein besonders sensibler und empathischer Mensch bin, sondern
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0:12:28 – 0:12:37
das ist einfach nur so etwas, was ich mitgekriegt habe in meinem Leben und das sind Erfahrungswerte
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0:12:37 – 0:12:39
und eine Normalisierung.
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0:12:39 – 0:12:48
Ich habe nicht diese Bedürfnisse an besonderen Tagen im Monat. Das habe ich nicht. Aber dennoch
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0:12:48 – 0:12:54
habe ich ein Verständnis dafür, dass das so ein Problem geben kann. Meine Mutter hatte auch mal
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0:12:54 – 0:13:00
irgendwann mal so eine ähnliche Geschichte erzählt. Da muss ich auch so Anfang Teenager Jahre gewesen
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0:13:00 – 0:13:07
sein. Da ist das ihrer Kollegin passiert und keiner hatte was dabei gehabt. Ja wie scheiße ist das denn
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0:13:07 – 0:13:13
in der Arztpraxis, alle haben helle Klamotten an. Wie scheiße ist das? Und vor allen Dingen,
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0:13:13 – 0:13:22
jeder reagiert ja auch mit Unverständnis. Und das ist so ein Punkt. Wieso wird sowas
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0:13:22 – 0:13:30
nicht normalisiert und man nimmt da einfach Rücksicht aufeinander? Ich muss mich ständig
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0:13:30 – 0:13:43
dafür entschuldigen, dass ich Legastheniker bin. Ich habe einfach ein neurologisch anders
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0:13:43 – 0:13:53
verdrahtetes Gehirn. Ich habe eine etwas andere Wahrnehmung in Bezug auf meine Umwelt und ich
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0:13:53 – 0:13:59
habe Schwierigkeiten beim Lesen und beim Schreiben, weil ich diese Mustererkennung einfach nicht habe.
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0:13:59 – 0:14:06
Ein normalsterblicher Mensch geht hin, wenn er es gelernt hat, der erkennt ein Wort anhand
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0:14:06 – 0:14:17
seines Musters, der Struktur und des Musters und weiß intuitiv ohne nachzudenken, das ist das Wort,
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0:14:17 – 0:14:26
nehmen wir mal, was können wir denn nehmen für ein Wort? Abschweifung. Das wird einfach so gesehen.
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0:14:26 – 0:14:40
Ich muss oft hingehen, also a, b, s, c, h, das ist /ʃ/, dann /v/, /w/, dann /aɪ/ und dann /f/.
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0:14:40 – 0:14:43
Okay, ab, schweiß, /f/ und dann kommt /ŋk/.
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0:14:43 – 0:14:49
Ich habe für viele Wörter, habe ich das auch mittlerweile verinnerlicht, wie die Struktur
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0:14:49 – 0:14:51
ist, dass ich die nicht so lesen muss.
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0:14:51 – 0:15:11
Aber wenn es zum Beispiel um irgendwelche super komplizierenden, exotischen oder selten verwendete Wörter es geht, aus dem Lateinischen, im wissenschaftlichen Bereich, in der Informatik, dann muss ich das schon so machen.
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0:15:11 – 0:15:18
Und für mich war es halt besonders schwierig, mir halt das anzueignen, wie man im Englischen schreibt.
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0:15:18 – 0:15:29
Denn wenn man halt mit dieser Methodik hingeht, dass man halt Laute in seine Buchstaben übersetzt
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0:15:29 – 0:15:36
oder auch die Buchstaben in Laute übersetzt, funktioniert das nicht in der Muttersprache,
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0:15:36 – 0:15:44
wenn es Englisch ist. Und noch schlimmer ist es zum Beispiel eine Sprache, die der nordischen
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0:15:44 – 0:15:53
Sprachfamilie fremd ist. Sagen wir mal Französisch oder Russisch. Das ist dann nicht ganz so einfach,
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0:15:53 – 0:15:58
weil diese Mechanismen funktionieren nicht. Beim Französischen geht es ja auch so halbwegs,
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0:15:58 – 0:16:05
weil es ja auch die gleiche Schrift ist. Aber beim Kyrillischen sieht es anders aus. Die haben
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0:16:05 – 0:16:11
ein komplett anderes Alphabet und die haben sechs Fälle und da sind die Polen ja noch schlimmer mit
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0:16:11 – 0:16:16
ihren acht Fällen. Dann haben sie Weichheitszeichen, Härtezeichen und noch ein paar andere Besonderheiten.
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0:16:16 – 0:16:25
Da habe ich richtig Probleme mit. Und dann ist das egal, wie gut ich sprachlich bin. Ich habe
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0:16:25 – 0:16:30
meine Note in diesen Fächern eigentlich immer versaut durch den schriftlichen Teil. Und da wurde
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0:16:30 – 0:16:36
bis zu meiner Diagnose, dass ich Legastheniker bin, wurde auch wenig Rücksicht gebunden.
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0:16:36 – 0:16:45
Sondern, ja gut, dann ist das halt schwierig. Der Junge ist halt ein schlechter Leser. Aber
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0:16:45 – 0:16:51
nachdem ich den Beweis hatte, dass ich halt neurodivergent war, also nicht nur neurodiverse,
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0:16:51 – 0:16:57
weil das sind wir ja alle, weil jedes Gehirn unterscheidet sich ja voneinander, sondern
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0:16:57 – 0:17:03
wirklich ein anders verdrahtetes Gehirn habe und dadurch halt keine Erkrankung habe, sondern
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0:17:03 – 0:17:15
eine wirkliche Störung, so ähnlich wie beim Autismus oder auch bei einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom.
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0:17:15 – 0:17:24
Also ich habe da eine Beeinträchtigung, eine Behinderung und dann gibt es halt einen Ausgleich
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0:17:24 – 0:17:32
Und das war einfach mehr Zeit gewesen. Und ich muss sagen, dadurch, dass ich bei Klausuren
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0:17:32 – 0:17:38
stellenweise 30 Minuten mehr Zeit hatte, was bei anderen, je jünger man war,
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0:17:38 – 0:17:45
dann auch sauer aufgestoßen ist, weil "Warum darf der das denn und ich nicht? Ich bin auch Legastheniker",
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0:17:45 – 0:17:53
war das halt wirklich Game Changer. Ich meine, ich habe zwar immer noch extrem gestruggelt,
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0:17:53 – 0:17:59
Aber ich hatte einfach mehr Zeit gehabt, um das für mich zu erarbeiten und zu verifizieren.
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0:17:59 – 0:18:08
Und auch später an der Uni war das ein absoluter Game Changer, einen Zettel zu haben, wo drauf steht,
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0:18:08 – 0:18:19
ja, er ist Legastheniker. Der ist nicht dumm, sondern der braucht halt ein bisschen mehr Zeit
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0:18:19 – 0:18:28
aufgrund seiner Andersartigkeit. Und was ich auch sagen will ist, diese Legasthenie hat ja auch
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0:18:28 – 0:18:38
andere Vorteile. Neben ihren vielen Nachteilen hat sie auch Vorteile, denn man kann anders,
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0:18:38 – 0:18:46
aufgrund der Andersartigkeit des Gehirns, kann man Probleme anders lösen. Man trainiert sich an,
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0:18:46 – 0:18:52
Wissen sehr schnell aufzunehmen und gut abzuspeichern, dass man es abrufen kann.
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0:18:52 – 0:19:00
Und man erlernt einen Haufen Verhaltensweisen und Mechanismen, um halt durch den Schulalltag
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0:19:00 – 0:19:05
zu kommen und auch später durch die Arbeitswelt. Natürlich gehört da auch viel Maskieren zu,
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0:19:05 – 0:19:14
dass man ja nicht auffällt. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, wo ich halt mit vielen
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0:19:14 – 0:19:20
fremden Menschen zusammen war und der eine Kollege sagte dann zu mir so mal in so einem
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0:19:20 – 0:19:27
ruhigen Moment, sagt mal irgendwas stimmt nicht. Du redest komplett anders wie du schreibst. Da
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0:19:27 – 0:19:32
liegen Welten dazwischen. Dann habe ich ihm das erklärt und dann sagte er so, ja das habe ich
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0:19:32 – 0:19:42
mir schon gedacht, aber ich dachte mal ich frage mal nach. Und ja, in einem gewissen Bereich, wo
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0:19:42 – 0:19:47
wo Menschen halt das nötige Taktgefühl haben oder auch den Wissensstand haben, wissen was
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0:19:47 – 0:19:52
Legasthenie ist, trifft man dann auf Verständnis.
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0:19:52 – 0:19:59
Aber ich bin auch so oft, und das passiert mir auch so oft im Internet, dass ich auf totales
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0:19:59 – 0:20:04
Unverständnis treffe.
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0:20:04 – 0:20:10
Und da sind wir wieder an dem Punkt, wo wir losgegangen sind.
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0:20:10 – 0:20:15
Wenn ich einen Kommentar schreibe oder einen Text schreibe und da sind Rechtschreibfehler drin,
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0:20:15 – 0:20:19
und man findet inhaltlich keinen Fehler,
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0:20:19 – 0:20:23
also keinen Angriffspunkt, wo man mich widerlegen könnte,
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0:20:23 – 0:20:29
dann gehen die Leute tatsächlich hin und suchen dann entweder so, wie ich spreche,
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0:20:29 – 0:20:33
"Oh, da hat der Sascha das falsche Wort ausgesprochen",
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0:20:33 – 0:20:38
oder wie ich halt schreibe, "Das ist aber falsch, das schreibt man anders",
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0:20:38 – 0:20:48
Oder was ja auch so ganz gerne genommen wird, ist, das wird so und so ausgesprochen, das ist Hochdeutsch.
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0:20:48 – 0:20:55
Das was du redest ist Mundart, Dialekt oder sonst was. Das ist grammatikalisch nicht richtig.
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0:20:55 – 0:21:02
Und dann denke ich mir immer so, ja cool, ich kritisier doch auch nicht, wenn du aus
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0:21:02 – 0:21:09
aus dem Sachsenland kommst, wenn du rumsechselst. Das kritisiere ich doch auch nicht. Ich kritisiere
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0:21:09 – 0:21:16
doch auch nicht, wenn du halt aus Hessen kommst oder aus Bayern, aus Oberbayern oder aus Franken.
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0:21:16 – 0:21:23
Da mache ich mich ja auch nicht halt hin. Das kann gar nicht so sein. So wie du redest,
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0:21:23 – 0:21:34
kannst du ja auch nur ein dummer Bauer sein. Nee, das hat was damit zu tun, dass, auch wenn ich
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0:21:34 – 0:21:41
manche Dialekte halt interessanter und auch witziger finde, weil es sich einfach witzig
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0:21:41 – 0:21:50
anhört für mich, aber ich würde es nie aus Respekt kommunizieren, dass es so ist. Ich würde es den
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0:21:50 – 0:21:59
jenigen auch nicht spüren lassen, wenn das so ist. Einfach aus Respekt und auch mit Gefühl.
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Nein, auch nicht so. Das ist einfach, weil man das nicht macht. Ich habe einfach diese
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Erfahrung gemacht im Leben, dass man mir eindeutig das gezeigt hat und ich will diese
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Erfahrung nicht an andere geben. Mein Bestreben ist es doch einfach, dass ich durch die Welt gehe,
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mit dem Gefühl, dass sie, und das hat meine Podologin auch mal gesagt gehabt, das ist ihr
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Sinn des Lebens. Sie will durchs Leben gehen mit dem Gefühl, dass sie die Welt besser verlässt,
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wie sie sie vorgefunden hat. Und genauso sehe ich es auch. Ich kann als Individuum nicht viel bewirken.
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Ich werde nicht die kalte Fusion erfinden. Ich werde nicht ein super
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bahnbrechendes Medikament entwickeln. Ich werde nicht die nächste EDV-Revolution
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auslösen. Das werde ich alles nicht schaffen. Ich werde auch nicht, wer weiß, was für einen
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riesen besonderen Podcast machen oder auf YouTube irgendwie was Besonderes bewirken.
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Ich kann nur kleine Denkanstöße geben und hoffen, dass ich die Welt mit dem, was ich hier mache und
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manche Menschen dazu anrege, einfach mal über ihr Denken, Fühlen und vor allem Handeln nachzudenken
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und die Welt zu einem kleinen bisschen besseren Ort machen. Und wenn ich so darüber nachdenke,
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Meine Eltern haben tatsächlich es hingekriegt, erst einen jungen Mann und jetzt auch jemand im
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mittleren Alter zu formen, der sich einfach auch Gedanken um seine Mitmenschen macht.
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Und da sind wir jetzt wieder hier bei den empathisch seelenden und fühlenden Menschen.
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Man muss sich das, dieses Label muss man sich nicht selber aufsetzen, sondern so nehmen andere
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Menschen einen wahr. Weil für mich sind das Selbstverständlichkeiten, dass ich jemanden
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die Tür aufhalte und die nicht einfach, wenn die dann so schnell zugeht, quasi vor das Gesicht
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knatschen lasse. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich meinen Arm
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manchmal zwischen den Fahrstuhl Tür und der Türzage vom
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Türrahmen vom Fahrstuhl mache, weil ich weiß, dass da eine
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Abschaltautomatik ist. Das tut nicht mal richtig weh, wenn jemand noch den
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Fahrstuhl erreichen möchte. Für mich ist das kein Beinbruch, wenn ich eng gehe und meinen Rollator im
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Fahrstuhl zusammenklappe, damit noch jemand reinpasst. Damit er nicht länger warten muss
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auf den nächsten Fahrstuhl, der auch höchstwahrscheinlich wieder total überfüllt ist.
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Und das sind alles Kleinigkeiten, wo ich mir keinen Sacken aus der Krone breche,
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wo ich keinen Nachteil habe, wo ich mich halt nur ein kleines bisschen zurücknehmen muss,
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um einem anderen Menschen einen Gefallen zu tun, zu helfen oder vielleicht den Tag nur ein kleines
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bisschen angenehmer zu machen. Manchmal ist es auch einfach nur ein nettes Wort zu einer Kassiererin,
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die einen total genervten Tag bis jetzt hatte, weil jeder sie nur angeschnauzt hat, weil das
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alles nicht schnell genug geht, der Laden total unterbesetzt ist und die Kassenschlange schon fast
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bis zum Eingang geht. Das sind so diese winzig winzig Kleinigkeiten, wo man sich einfach mal ein
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bisschen zurück nimmt und dann einfach Rücksicht gegenüber anderen zeigt. Ja, das sind so meine
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zwei Cent heute. Das war mir mal echt wichtig. Ich meine, wir haben heute Sonntag oder so und
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Ich habe heute wieder so viele Sachen im Internet gesehen, wo mir der Schädel geraucht hat,
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wo ich mir einfach gedacht habe, Mensch, halt dich doch mal ein kleines bisschen zurück und mach
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nicht so eine Riesen-Ego-Show. Du bist nicht der Welt, wilde Nagel. Um dich dreht sich nicht die
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ganze Welt und das Universum. In diesem Sinne bedanke ich mich für's Zuhören. Ich würde mich
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freuen, wenn ihr das nächste Mal dabei seid. Ihr wisst, kommentiert, denn Diskurs, das habe ich heute
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wieder gelernt, ist was Wunderbares, denn nur so kann man sich spannend austauschen. Also,
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Tschüss und bis zum nächsten Mal. Euer Sascha
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In dieser Folge von Die Abschweifung geht es um etwas, das wir oft für selbstverständlich halten – und doch viel zu selten bewusst leben: Rücksichtnahme. Nicht als großes moralisches Konzept, sondern als alltägliche Haltung.
Sascha erzählt von persönlichen Erfahrungen mit Inklusion, Behinderung und Neurodivergenz – von Rollstuhl, Rollator und Legasthenie, aber auch von kleinen Gesten, die den Alltag für andere spürbar leichter machen. Türen aufhalten. Zeit geben. Mitdenken. Dinge normalisieren, die eigentlich normal sein sollten.
Es geht um Menstruation im Alltag, um unausgesprochene Erwartungen, um Scham, Unverständnis und darum, wie verletzend mangelnde Rücksicht sein kann – gerade dann, wenn sie als „Kritik“ oder vermeintliche Überlegenheit daherkommt. Gleichzeitig geht es um die Frage, warum viele dieser Dinge für manche Menschen ganz selbstverständlich sind und für andere offenbar nicht.
Eine persönliche, nachdenkliche Folge über Empathie ohne Pathos, über Respekt statt Mitleid und über die leisen Entscheidungen, mit denen wir jeden Tag bestimmen, wie menschlich unsere Gesellschaft ist.

🧭 Themenübersicht
1. Einstieg: Abschweifen mit Absicht
- Begrüßung & Ton der Folge
- Warum Rücksichtnahme heute Thema ist
- Abschweifung als bewusste Form des Nachdenkens
2. Was Rücksichtnahme wirklich bedeutet
- Wahrnehmen statt bewerten
- Akzeptieren von Schwächen und Einschränkungen
- Der Unterschied zwischen Spott, Mitleid und Respekt
3. Frühe Prägung & Normalisierung
- Kindheitliche Erfahrungen mit Behinderung
- Familie, Pflegeumfeld und frühe Berührungspunkte
- Warum Inklusion früher einfach „normal“ war
4. Alltagssituationen & gelebte Inklusion
- Türen aufhalten, Hilfe anbieten, mitdenken
- Erfahrungen im öffentlichen Raum (Bus, Rollstuhl, Rollator)
- Beobachtungen zu Höflichkeit und gesellschaftlichem Verhalten
5. Rücksicht jenseits von Klischees
- Menstruation als alltägliche Realität
- Hygieneprodukte, Mülleimer und Normalität
- Überraschung darüber, dass Mitdenken keine Selbstverständlichkeit ist
6. Ein prägendes Erlebnis aus dem Berufsalltag
- Die Situation mit der Kollegin im Rettungsdienst
- Peinlichkeit, Hilflosigkeit und spontane Solidarität
- Warum Vorbereitung manchmal alles ist
7. Eigene Einschränkungen: Legasthenie & Neurodivergenz
- Lesen, Schreiben und anders denken
- Schulzeit, Diagnostik und fehlende Rücksicht
- Nachteilsausgleich als echter Gamechanger
8. Stärken durch Andersartigkeit
- Kompensationsstrategien und alternative Problemlösungen
- Maskieren im Alltag und soziale Anpassung
- Wahrnehmung von außen vs. Selbstbild
9. Internet, Kritik und fehlende Empathie
- Angriffe über Sprache, Rechtschreibung und Dialekt
- Wenn Inhalt nicht angreifbar ist
- Respektlosigkeit als Ersatzargument
10. Kleine Gesten – große Wirkung
- Fahrstuhl, Kasse, Alltagssituationen
- Sich selbst zurücknehmen, ohne etwas zu verlieren
- Warum Rücksicht keine Heldentat ist
11. Persönliche Haltung & Schlussgedanken
- Die Welt ein kleines Stück besser verlassen
- Grenzen der eigenen Wirksamkeit
- Einladung zum Nachdenken statt Belehren
12. Abschluss & Einladung zum Diskurs
- Dank an die Zuhörenden
- Bedeutung von Austausch und Diskussion
- Verabschiedung
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Mitwirkende dieser Episode
Spieldauer: 0:31:09
Tag der Aufnahme: 18.01.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.
Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.
Podcast Lizenz:
This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License
Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision ohne zusätzliche Kosten für dich.
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Autor: Sascha Markmann
Sascha Markmann ist ein kreativer Kopf mit bewegter Biografie: Informatiker, studierter Philosoph, Religionswissenschaftler und Psychologe – und gleichzeitig ein Mensch, der das Leben nach einem Schlaganfall ganz neu entdeckt hat. Nach Stationen als Rettungssanitäter und Altenpfleger fand Sascha seinen Weg in die Welt des kreativen Ausdrucks: Als Blogger, Musiker, Podcaster, Philosoph und visueller Geschichtenerzähler kombiniert er technisches Know-how mit emotionaler Tiefe und einem schrägen Sinn für Humor. Seine Beiträge entstehen irgendwo zwischen Borderline, Acid Bassline und Beistand – ehrlich, direkt und gerne auch mal mit einem Augenzwinkern. Leitmotiv: „Audiovisueller Stumpfsinn mit keinem Nutzwert – aber vielleicht genau deshalb so wertvoll.“ Alle Beiträge von Sascha Markmann anzeigen