Die Abschweifung 89 – Der Herbst des Lebens: Erinnerungen, Älterwerden und Gelassenheit

Der Herbst ist da. Die Blätter färben sich golden, die Luft wird kühler und die Natur verändert langsam ihr Gesicht. Doch manchmal reicht schon ein Blick aus dem Küchenfenster, um nicht nur die Jahreszeit wahrzunehmen, sondern auch eine Reise in die eigene Vergangenheit anzutreten.

In dieser Ausgabe der Abschweifung nimmt Sascha Markmann den Herbst zum Anlass, über Kindheitserinnerungen, das Älterwerden und die verschiedenen Jahreszeiten des Lebens nachzudenken.

Da sind die Erinnerungen an leuchtend rote Bäume, gesammelte Kastanien, Drachensteigen auf abgeernteten Feldern und eine Kindheit, in der die Jahreszeiten noch eine ganz eigene Bedeutung hatten. Doch aus diesen zunächst unbeschwerten Gedanken entwickelt sich eine tiefere Betrachtung darüber, wie sich unser Blick auf die Welt mit zunehmendem Alter verändert.

Mit fast 50 Jahren blickt Sascha auf die Erfahrungen seines Lebens zurück. Auf spontane Motorradreisen quer durch Europa, auf jugendlichen Leichtsinn, auf veränderte Lebensumstände und auf den Schlaganfall, der vor zehn Jahren vieles grundlegend verändert hat. Dabei geht es nicht allein um das, was mit den Jahren verloren geht, sondern vor allem darum, was wir an Erkenntnissen und Gelassenheit gewinnen können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit. Aus seiner früheren Arbeit in der Pflege berichtet Sascha von Begegnungen mit älteren und sterbenden Menschen, von deren Lebensgeschichten und von kleinen Weisheiten, deren Bedeutung sich manchmal erst viele Jahre später erschließt.

Eine dieser Erkenntnisse steht besonders im Mittelpunkt: Wie wichtig ist es, einen Menschen an seiner Seite zu haben, mit dem man auch nach vielen gemeinsamen Jahren noch wirklich reden kann?

Die Folge beschäftigt sich außerdem mit der Frage, weshalb Altern und Sterben in unserer Gesellschaft häufig an den Rand gedrängt werden, warum Lebenserfahrung nicht einfach weitergegeben werden kann und weshalb jede Generation ihre eigenen Fehler machen muss.

Eine persönliche, nachdenkliche und stellenweise humorvolle Abschweifung über Erinnerungen, Veränderungen, Beziehungen und die Erkenntnis, dass der Herbst des Lebens nicht dessen Ende bedeutet.

Denn jede Jahreszeit hat ihre eigene Schönheit – und jedes Alter seine eigene Bedeutung.

Mann mit Rucksack blickt bei Sonnenuntergang auf eine Landschaft, umgeben von Erinnerungen aus verschiedenen Lebensphasen

Themen dieser Folge:

  • Wenn die Natur Erinnerungen weckt: Warum das herbstliche Farbenspiel der Bäume plötzlich Bilder aus der eigenen Kindheit zurückbringt und manche Erinnerungen auch nach Jahrzehnten lebendig bleiben.
  • Kastanien, Drachen und abgeerntete Felder: Eine Reise zurück in die Kindheit, als die Jahreszeiten noch bewusster erlebt wurden, Naturmaterialien zum Spielen gehörten und selbst kleine Abenteuer unvergesslich waren.
  • Wie sich unser Verhältnis zu den Jahreszeiten verändert: Weshalb wir als Kinder Frühling, Sommer, Herbst und Winter möglicherweise intensiver wahrnehmen und viele dieser kleinen Besonderheiten im Erwachsenenleben aus dem Blick verlieren.
  • Fast 50 Jahre – und plötzlich wird die Zeit greifbar: Über das Älterwerden, den eigenen Lebensrückblick und die Frage, ob eine klassische Midlife-Crisis überhaupt notwendig ist.
  • Ein Schlaganfall und neue Prioritäten: Wie ein einschneidendes gesundheitliches Ereignis den Blick auf das eigene Leben verändern kann und warum persönliche Zufriedenheit nicht zwangsläufig an frühere Leistungsfähigkeit gebunden sein muss.
  • Motorradreisen, grenzenlose Freiheit und vergangene Zeiten: Erinnerungen an spontane Fahrten durch Europa, die Aufbruchstimmung nach dem Mauerfall und die Freiheiten, die eine ganze Lebensphase geprägt haben.
  • Wenn der Körper andere Grenzen setzt: Warum eine schwere Schranktür plötzlich zum Symbol des Älterwerdens wird und wie sich körperliche Veränderungen im Vergleich zu früheren Jahrzehnten bemerkbar machen.
  • Der Herbst als Sinnbild des Lebens: Von jugendlicher Unbeschwertheit über die Erfahrungen des Erwachsenenlebens bis zur Gelassenheit des höheren Alters – und warum jede dieser Phasen ihren eigenen Wert besitzt.
  • Was sterbende Menschen über das Leben erzählen: Persönliche Erfahrungen aus der Altenpflege, Begegnungen mit Menschen am Lebensende und die unterschiedlichen Arten, der eigenen Endlichkeit zu begegnen.
  • Warum wir das Alter und den Tod verdrängen: Über den gesellschaftlichen Umgang mit Pflegebedürftigkeit, Hospizen, Sterben und die zunehmende Distanz zu natürlichen Lebensprozessen.
  • Die vielleicht wichtigste Erkenntnis über Partnerschaften: Weshalb Gespräche, gegenseitiges Verständnis und geistige Verbundenheit auf Dauer bedeutsamer sein können als körperliche Anziehung allein.
  • Lebensweisheiten, Fehler und jugendlicher Unsinn: Warum man manche Erfahrungen selbst machen muss, weshalb nicht jeder gut gemeinte Rat sofort verstanden wird und welche ziemlich absurden Jugenderlebnisse rückblickend zum Schmunzeln bringen.
  • Die nächste Generation und der Kreislauf des Lebens: Gedanken über die eigenen Neffen, das Weitergeben von Erfahrungen und die unterschiedlichen Lebensphasen, in denen sich die Generationen einer Familie gleichzeitig befinden.
  • Jedes hat seine Zeit: Warum das Älterwerden nicht nur Verlust bedeutet, sondern auch Zufriedenheit, neue Perspektiven und die Freiheit, das eigene Leben bewusster zu betrachten.


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Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.


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Die Abschweifung-014 Häusliche-Pflege in Zeiten von Corona

Gedanken zur häuslichen Versorgung in Zeiten der Corona-Pandemie



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Mein Leben mit der Pflege

„Pflege deine Wunden aber konserviere sie nicht!“
Helga Schäferling (*1957) deutsche Sozialpädagogin.

Es ist ja jetzt schon einige Zeit her, wie ich darüber berichtet habe wie es war, bei der Begutachtung des Pflegegrades. Und heute möchte ich euch berichten, wie es in der Zwischenzeit weiter gegangen ist. 

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LautFunk-005 Mein Leben mit der Pflege

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Pflege: Was brauche ich?

„Der Mann, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat, seine Werkzeuge zu pflegen“
Sprichwort aus Spanien

Aktuell beschäftigt mich das Thema „Pflege“ und „Häusliche Versorgung“, denn ich bin akut davon betroffen – sei es aus medizinischen Gründen – wie auch bei der Unterstützung des alltäglichen Lebens.

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