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00:00 – 0:00:10
Heute geht es mal um Therapiesprache, um psychiatrische Diagnosen in Social Media
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0:00:10 – 0:00:18
und wie ein Fähnchen im Wind seine Meinung verändert während eines Livestreams.
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0:00:18 – 0:00:27
Klar, klarfunkt. Nicht drumherum. Nicht einfach weiter. Nicht nur laut. Hinterfragen.
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0:00:27 – 0:00:37
Klarfunkt. Reden wir darüber.
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0:00:37 – 0:00:52
Willkommen zur Lautfunk, ich bin Sascha Markmann und sage Hallo. Ja, ich habe heute ein Video gesehen
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0:00:52 – 0:01:01
gehabt von dem LeFloid. Ein Content Creator, der ja schon seit Ewigkeiten Sachen macht auf YouTube,
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0:01:01 – 0:01:09
eine sehr bewegte Vergangenheit hat, hier und da auch mal seine Probleme mit Alkohol bzw. ohne Alkohol
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0:01:09 – 0:01:19
hatte und die ganze Zeit über Content gemacht hat. Er hat auch ganz nebenbei tatsächlich Psychologie
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0:01:19 – 0:01:29
studiert, wovon er übrigens jeden abrät, der nicht gerne Mathematik macht, denn dieses Fachgebiet hat
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0:01:29 – 0:01:39
erstaunlich viel mit Statistik zu tun und mit Mathematik. Wer hätte es gedacht? Ja,
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0:01:39 – 0:01:49
in diesem Video geht es darum, dass halt in Social Media ein Trend ist, ja, in kurzen Videos,
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0:01:49 – 0:01:59
besonders gerne auf TikTok oder auch auf YouTube in Shorts, Therapiesprache zu benutzen. Und so
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0:01:59 – 0:02:06
halt Wissen zu vermitteln, was gar nicht mal so wirklich Wissen ist, wie in dem Video von
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0:02:06 – 0:02:13
Love Lloyd gezeigt wird. Das ist übrigens auch in den Show Notes verlinkt, beziehungsweise in
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0:02:13 – 0:02:22
angepinnten Kommentaren. Gar nicht mal so wirklich relevant ist das Wissen, was dort vermittelt wird,
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0:02:22 – 0:02:29
weil man in maximal 30 Sekunden halt nicht wirklich solche komplexen Themen wie das Verhalten von
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0:02:29 – 0:02:37
Menschen aufschlüsseln. Besonders interessant fand ich ja auch den Abschnitt über Narzissmus.
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0:02:37 – 0:02:50
LeFloid verwendet solche Sachen wie "Diese drei Dinge machen Narzissten" so als Video-Aufreißer
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0:02:50 – 0:03:01
Und da spricht er nämlich ein paar Sachen an. Denn narzisstische Züge hat ein jeder von uns in sich.
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0:03:01 – 0:03:06
Und dann ist die Frage nur, wann ist es halt eine Persönlichkeitsstörung,
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0:03:06 – 0:03:15
nämlich eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, oder ist das noch alles in den normalen Rahmen,
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0:03:15 – 0:03:23
den halt eine komplexe Persönlichkeit ausmacht. Wenn man sich jetzt diese ganzen
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0:03:23 – 0:03:30
Persönlichkeitsanteile anschaut, dann hat man halt mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger
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0:03:30 – 0:03:37
ausgeprägt, verschiedene Aspekte. Das macht halt uns aus und das ist halt ein sehr komplexes Thema
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0:03:37 – 0:03:44
und man muss das auch immer kontextbasiert sehen. Jetzt könnte ich hingehen und wer weiß,
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0:03:44 – 0:03:50
was für einen riesen Vortrag darüber ausbreiten und Sachen erklären. Das will ich gar nicht. Ich
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0:03:50 – 0:04:00
will einfach nur mal die Augen öffnen, dass Therapiesprache, also das gezielte Verwenden
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0:04:00 – 0:04:07
von medizinischen Fachbegriffen, um jemanden zu stigmatisieren und das passiert automatisch,
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0:04:07 – 0:04:21
wenn man halt das macht, dass es in keinster Weise dem gerecht wird, wofür diese Wörter,
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0:04:21 – 0:04:28
diese Therapiesprache ursprünglich mal erfunden wurde. Denn man beschreibt damit menschliches
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0:04:28 – 0:04:36
Verhalten und das kann man nicht machen, wenn man halt nicht die grundlagen dafür hat und
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0:04:36 – 0:04:42
davon rede ich nicht von Ausbildung und Wissen und so weiter, sondern ohne dass man sich mit
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0:04:42 – 0:04:48
dem Menschen beschäftigt hat. Wenn man jemanden nicht kennt, sondern nur das, was er halt ins
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0:04:48 – 0:04:55
Internet hinein erkuliert, betrachtet und darauf halt Rückschlüsse auf eine komplexe Persönlichkeit
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0:04:55 – 0:05:03
schließt, dann ist das fachlich gesehen total falsch. Und das passiert halt hier von Menschen,
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0:05:03 – 0:05:07
die in keinster Weise irgendwie eine Ausbildung haben, sondern nur einen Haufen Content im
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0:05:07 – 0:05:14
Internet konsumiert haben. Der dann sogar stellenweise echt falsch ist. LeFloid bringt
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0:05:14 – 0:05:22
da eine Metastudie hervor. Ich weiß gar nicht, ob die verlinkt ist bei Ihnen im Video. Da geht es
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0:05:22 – 0:05:29
da drum, dass man sich halt einen Haufen Content-Kreatoren, die halt diesen Aufklärungscontent
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0:05:29 – 0:05:34
gemacht haben über psychische Erkrankungen angeschaut hat und da waren tatsächlich weniger
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als 20 Prozent die kein Bullshit gelabert haben, die fachlich richtig waren. Der Rest war entweder
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0:05:42 – 0:05:50
halb oder totale Katastrophe und die totale Katastrophe war mehr als die Hälfte. Ja und
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0:05:50 – 0:05:57
das ist auch das was ich erlebe. Ich sehe in den Kommentarspalten Menschen die halt in verschiedensten
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0:05:57 – 0:06:03
Schubladen gesteckt werden, ohne dass man sich wirklich mit dem beschäftigt hat, sondern halt
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0:06:03 – 0:06:10
nur das gesehen hat, was diejenigen von sich freiwillig im Internet zeigen. Und das ist schon
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0:06:10 – 0:06:18
echt komisch und das ist so ein Punkt, der bringt mich halt zum Nachdenken. Klar habe ich in der
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0:06:18 – 0:06:25
Vergangenheit auch gesagt, das hat ja schon rassistische Züge, aber rassistische Züge hat
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an jeder von uns in sich halt mal mehr oder mal weniger ausgeprägt und das ist total normal,
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0:06:33 – 0:06:41
denn ein bisschen an sich selber denken ist schon wichtig oder wenn man halt jemand ist,
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der halt eine Außenwirkung haben soll, dann sollte auch schon ein bisschen halt in sich
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0:06:47 – 0:06:54
selbst verliebt sein, damit man auch halt das entsprechende Auftreten hat, die Selbstsicherheit,
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0:06:54 – 0:07:04
um nach außen zu wirken. Man muss nicht gleich glatt zu den oberen 10 Prozent der hübschesten zählen,
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0:07:04 – 0:07:14
um halt narzisstische Züge zu haben. Das fängt bei vielen Kleinigkeiten an. Oder wenn man halt
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0:07:14 – 0:07:22
hingeht und Verhaltensweisen aufgrund einer psychiatrischen Diagnose ableitet, weil man
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0:07:22 – 0:07:28
gerne ein gewisses Bild nach außen transportieren möchte, wie zum Beispiel den Vorwurf, dass man
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0:07:28 – 0:07:36
halt opportunistisch eingestellt wäre, wenn man eine Borderline-Diagnose hat. Das ist auch ziemlich
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0:07:36 – 0:07:44
gefährlich, aber passt genau in dieses Muster rein, indem ich jemanden anderen eine psychiatrische
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0:07:44 – 0:07:55
Diagnose aufdrücke und ihn damit ja quasi valide als psychisch krank darstelle, dann erklärt sich
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0:07:55 – 0:08:04
ja vieles seiner Verhaltensweisen und er ist ja eh nicht ernst zu nehmen und ist ja eh psychisch krank.
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0:08:04 – 0:08:12
Ja, es ist ein super Mittel, was super funktioniert. Ich meine, irgendwelche Attentäter wurden in der
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0:08:12 – 0:08:23
Vergangenheit auch gerne mal als Sonderling, als psychisch auffällig oder als Kommunist dargestellt.
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0:08:23 – 0:08:33
Ja, ich weiß, das ist jetzt ein krasser Vergleich, aber es ist ein Mittel, was gerne verwendet wird.
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0:08:33 – 0:08:39
Und warum, wenn das halt in der großen Geschichte immer wieder funktioniert hat, warum funktioniert
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0:08:39 – 0:08:48
das auch nicht im Kleinen, im kleinen YouTube, ja, wie nennt man das jetzt? Bubble? Bubble wird ja
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0:08:48 – 0:08:57
auch so gerne nicht mehr gesehen. Dann nennen wir es einfach YouTube-Refugium, ein kleiner Ort mit
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0:08:57 – 0:09:07
wenigen tausend Einwohnern. Eine Enklave, um es mal anders auszudrücken. Und da ist das drauf und
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0:09:07 – 0:09:14
dran hoch und runter da werden Diagnosen verteilt und wehe dem einer redet öffentlich darüber dass
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0:09:14 – 0:09:20
er dies und jenes hat dann haut man sofort mit dem Baseballschläger drauf aber nein dieser
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0:09:20 – 0:09:26
Baseballschläger der hat ja auch noch fünf bis sechs zehn Zoll Nägel drin damit das wenigstens
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0:09:26 – 0:09:34
einen richtigen bleibenden Eindruck hinterlässt wenn man da drauf gehauen hat. Ist schon komisch
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0:09:34 – 0:09:43
Vielleicht sollte man einfach mal überlegen, dass es wirklich Menschen gibt, die halt eine
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0:09:43 – 0:09:49
psychiatrische Diagnose haben und vielleicht da auch viele Probleme haben. Gerne wird ja zurzeit
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0:09:49 – 0:09:58
ja die Fackel der Depression hochgehalten und da gibt es dann auch Menschen, die darüber Content
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0:09:58 – 0:10:04
machen und dann gar nicht so wirklich auf den Chat reagieren, der voll gespickt ist mit irgendwelchen
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0:10:04 – 0:10:14
Halbwahrheiten, weil Kommentator X oder Kommentator Y hat mit jenem oder diesem Medikament eine positive
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0:10:14 – 0:10:20
oder negative Erfahrung gemacht. Das eine hat vielleicht dazu geführt, dass man halt Gewicht
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0:10:20 – 0:10:26
zugelegt hat, das andere hat dazu geführt, dass man Gewicht verloren hat. Und so kann man dann halt
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0:10:26 – 0:10:33
herrlich in den Kommentaren sich irgendwelche Medikamenten-Tipps an den Kopf werfen, ohne dass
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0:10:33 – 0:10:44
da irgendwie eine fundierte Grundlage zu existiert. Tja, Halbwissen, Halbwahrheiten, ja das ist so ein
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0:10:44 – 0:10:53
Ding, was richtig groß gerade ist. Oder man verpackt eine Unwahrheit mit ein bisschen Wahrheit
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0:10:53 – 0:11:04
und schon kann man herrlich Diagnosen und andere Konstrukte aufbauen. Das ist wirklich fantastisch
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0:11:04 – 0:11:12
und ich finde das Video von LeFloid ein super Beispiel dafür und er erklärt es wirklich gut
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0:11:12 – 0:11:20
und stellenweise auch mit sehr viel Fachsprache, aber selbst die erklärt er, wie das halt so
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0:11:20 – 0:11:27
funktioniert und was daran hochgradig problematisch ist. Und ich denke, wenn jemand besser das
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0:11:27 – 0:11:32
erklären kann wie ich, dann sollte es auch derjenige sein. Schaut euch das Video an. Es
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0:11:32 – 0:11:39
ist in den Shownotes oder im angepinnten Kommentar verlinkt. Naja, dann kommen wir jetzt mal hier
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0:11:39 – 0:11:48
zum nächsten Thema. So Fähnlein im Winde. Mir ist die Tage etwas richtig interessantes
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0:11:48 – 0:11:57
aufgefallen. Der gute Bernie von Bernis Nachtcafé hatte irgendwie um 5 Uhr morgens einen Livestream
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0:11:57 – 0:12:05
gemacht gehabt, der sehr emotional war. Ich denke, die meisten wissen, um was es geht. Es ging um die
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0:12:05 – 0:12:12
Tatsache, dass er halt unter einem Beitrag eines treuen Zuschauers Kommentare gefunden hatte,
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0:12:12 – 0:12:20
die halt sein Weltbild, sagen wir es mal so, erschüttert haben. Denn es wurden da Sachen von
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0:12:20 – 0:12:25
ehemaligen Zuschauern oder auch aktuellen Zuschauern gedroppt, die halt nicht positiv
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0:12:25 – 0:12:34
waren. Der Stein des Anstoßes war ein Telefonat gewesen mit jemandem, der halt nicht besonders
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0:12:34 – 0:12:42
gut dasteht in dieser kleinen Enklave des Internets von YouTube, nämlich Frank Battermann. Und obwohl
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0:12:42 – 0:12:48
die beiden sich ja irgendwie nicht mögen, haben die beiden tatsächlich es hingekriegt, dass man hin und
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0:12:48 – 0:12:53
wieder mal eine E-Mail schreibt oder vielleicht sogar mal telefoniert. Was ich glaube so als
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0:12:53 – 0:12:59
erwachsener Mensch wirklich eine tolle Sache ist, dass man sich auch mit Menschen, mit denen man sich
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0:12:59 – 0:13:06
nicht versteht, immer noch irgendwie austauschen kann. Das ist eine richtig gute Sache, weil man
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0:13:06 – 0:13:13
dann kann man Missverständnisse klären und nicht nur immer auf höheren Sagen reagieren. Aber das
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0:13:13 – 0:13:19
ist ein Thema für ein anderes, für anderen Podcast oder ein anderes Video. Auf jeden Fall ist das
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0:13:19 – 0:13:29
Missfallen in der Community richtig missfallen und daraufhin haben sich halt ein paar abgewendet
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0:13:29 – 0:13:38
und die haben halt ihren Frust in diesem Community-Beitrag des Zuschauers richtig rausgelassen.
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0:13:38 – 0:13:41
Und das hat Bernie nicht gefallen.
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0:13:41 – 0:13:46
Es ist auf totales Missfallen gestoßen, weil wie kann es sein, dass der großartige Bernie
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0:13:46 – 0:13:51
auf seinem Balkon auf einmal mit so einem Gegenwind ausläuten, wo er gedacht hatte,
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0:13:51 – 0:13:57
es sind die engsten Vertrauten, dass die solche Kommentare da lassen.
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0:13:57 – 0:14:02
Und so hat er um 5 Uhr einen Podcast gemacht oder war es ein Video?
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0:14:02 – 0:14:07
Ich glaube das war sogar ein Video und hat darüber gesprochen, hat auch ein paar Kommentare
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0:14:07 – 0:14:14
vorgelesen und unter anderem auch erwähnt, dass ich ihn eine E-Mail geschrieben habe,
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0:14:14 – 0:14:18
in der ich um ein Gespräch gebeten habe, weil mir ein paar Sachen aufgefallen sind.
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0:14:18 – 0:14:25
Das ist natürlich sofort auf irgendwie Ablehnung gestoßen, weil der Sascha von Lautfunk, der
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0:14:25 – 0:14:32
kann nur im Auftrag von Frank Butterman handeln. Der soll dich aushorchen, der soll dich manipulieren
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und das was ihr da gesprochen habt eventuell aufzeichnen und dieses sofort den Frank Butterman
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0:14:38 – 0:14:51
zuspielen. Also ich bin ja schon wirklich ein verdammt ausgefuchster Schlaufuchs, ein Schlaufunkfuchs.
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0:14:51 – 0:15:03
Aber solche Boshaftigkeit, nein, das liegt mir bei weitem fern. Also, man merkte tatsächlich,
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0:15:03 – 0:15:13
wie der Chat abging und das wirklich mehr als negativ aufgenommen hatte, dass man jetzt über
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0:15:13 – 0:15:25
die Kommentatoren unter diesem Community-Beitrag bei den ehemaligen Zuschauer, dass man da halt
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0:15:25 – 0:15:31
negativ darauf reagiert hatte, dass man das auch noch sehr stark negativ aufgefasst hat.
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0:15:31 – 0:15:42
Und man merkte, dass das irgendwann mal zu Bernie durchgedrungen ist und er sich dann halt beruhigt
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0:15:42 – 0:15:48
hatte. Dazu führten auch drei Telefonate, wo jedes Mal eine Frau angerufen hatte und die dann jedes
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0:15:48 – 0:15:55
Mal sehr emotional und die eine mehr, die andere weniger sachlich auf die Sache eingegangen ist,
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0:15:55 – 0:16:03
wie er langsam umschwenkte und die Idee des Kontaktaufbaus mit Lautfunk, mit mir, mit Sascha,
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0:16:03 – 0:16:11
gar nicht mal so gut fand und vor allen Dingen, dass er vielleicht doch ein bisschen zu hart
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0:16:11 – 0:16:17
und zuvor reagiert hätte, was die Kommentare angingen. Ich habe mir natürlich selber die
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0:16:17 – 0:16:23
Kommentare angeschaut und die waren, wie so üblich, von den üblichen Kommentarschreibern unter aller
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0:16:23 – 0:16:29
Sau. Ich meine, diese Leute sind so unter aller Sau, dass sie bei uns auf dem Kanal ausgeblendet
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0:16:29 – 0:16:36
sind, weil ich selbst, obwohl wir jeden Kommentar händlisch freigeben müssen, ich mich mit so einem
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0:16:36 – 0:16:44
Scheiß gar nicht beschäftigen will, denn da kommt manchmal harter Tobak. Und was manch ein
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0:16:44 – 0:16:54
Kommentarschreiber so hinterlässt, ist schon, ja manchmal würde ich sogar schon sagen juristikabel.
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0:16:54 – 0:17:03
Also das Doxen, das Beleidigen ist an der Tagesordnung und da wird mit harten, ja da wird
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0:17:03 – 0:17:09
mit Atombomben auf kleine Spatzen geschossen. Aber hier nicht solche taktischen Sprengköpfe.
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0:17:09 – 0:17:19
Nee, das sind gleich so Welten, Planeten, Vernichter. So dermaßen übertrieben ist das.
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0:17:19 – 0:17:28
Und ich kann schon verstehen, dass Bernie da ein bisschen ungehalten war. Aber ich meine,
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0:17:28 – 0:17:34
Kritik an ihn ist ja sowieso Kritik an die Menschheit. Was mir aufgefallen ist,
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0:17:34 – 0:17:41
einfach im Laufe der Zeit, ist Kritikfähigkeit ist jetzt nicht eine der besonderen Stärken von
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0:17:41 – 0:17:50
von Bernie auf dem Balkon. Ich meine, wer hört denn schon gerne, dass man halt hier und da einen Fehler
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0:17:50 – 0:17:56
gemacht hat und kann damit umgehen? Es gibt Menschen, die können das. In gewisser Weise kann
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0:17:56 – 0:18:04
ich das auch, wenn eine Kritik sachlich ist und auf einer Grundlage basiert und nicht nur
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0:18:04 – 0:18:11
stumpfe Beleidigung ist. Aber das, was dort stand, war ja neben der stumpfen Beleidigung zwar auch
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0:18:11 – 0:18:16
Kritik, aber die ist halt in der stumpfen Beleidigung untergegangen und daraufhin hat
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0:18:16 – 0:18:24
Bernie sehr emotional reagiert, was ich total verständlich finde. Das, was ich nicht verstanden
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0:18:24 – 0:18:28
habe ist, wie der Chat und vor allen Dingen auch die Anrufer ihn dazu gebracht haben,
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0:18:28 – 0:18:38
ja, sich sogar zu entschuldigen, dass er zu forsch war, zu impulsiv. Und da sieht man einfach mal,
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0:18:38 – 0:18:49
was für ein Fähnlein im Winde Bernhard eigentlich ist. Und da gibt es keine vernünftige Erklärung
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0:18:49 – 0:18:57
oder eine vernünftige Herleitung, warum das so passiert ist.
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0:18:57 – 0:19:03
Sondern einfach nur so, er hat sich ein paar Gedanken gemacht, weil er ist ja ein paar Stunden
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0:19:03 – 0:19:09
später nochmal live gegangen und hat dann halt seine Erkenntnisse uns allen mitgeteilt.
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0:19:09 – 0:19:19
Ich finde es aber auch einfach dahinsichtlich interessant, dass das dann, weil man ja vermeintlich
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0:19:19 – 0:19:25
auf der guten Seite steht, dass dann vollkommen in Ordnung ist, wenn man seine Argumentation,
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0:19:25 – 0:19:33
seine Werte so einfach über Bord wirft und dann halt eine komplett andere Meinung ist.
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0:19:33 – 0:19:47
Aber bei anderen ist das ein massiver, verwerflicher Fehler, ein Lebensfehler und der
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0:19:47 – 0:19:52
muss maximal bestraft werden und man muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass man ja
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0:19:52 – 0:19:59
moralisch äußerst flexibel ist. Finde ich wirklich sehr interessant und ich glaube das hängt damit
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0:19:59 – 0:20:05
zusammen, auf welcher Seite der Bubble man steht. Ob man jetzt in der ist oder nicht in der, also in
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0:20:05 – 0:20:12
Group, out Group, wir gegen die und bla bla bla. Das könnte man jetzt riesengroß aufdröseln.
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0:20:12 – 0:20:22
Hin und wieder mache ich das ja mal auf meinem Blog, da schreibe ich dann halt sehr ausführlich und lange Texte, wo ich versuche das möglichst einfach zu erklären.
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0:20:22 – 0:20:34
Aber ich glaube auch, dass es einfach bei den Adressaten gar nicht ankommt, weil das gar nicht ankommen soll, weil das Mindset schon so ist.
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0:20:34 – 0:20:42
ist. Wenn ich mir dann so Akteure wie, nehmen wir mal Victoria, die V-Perspektive anschaue,
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0:20:42 – 0:20:49
da ist kein Interesse daran, irgendwie mal den Blickwinkel zu erweitern oder so. Das
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0:20:49 – 0:20:58
einzigste Bestreben ist die Bestätigung ihrer Meinung. Und ich weiß, wovon ich rede. Wir waren
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0:20:58 – 0:21:06
schließlich mehrere Monate extremst aktiv in einer Gruppe, in unserer Gruppe und auch privat
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0:21:06 – 0:21:12
waren wir extremes in einen Austausch. Und da kriegt man ja mit, wie jemand so ein bisschen
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0:21:12 – 0:21:16
tickt. Natürlich nicht das gesamte Bild, wo wir halt beim ersten Themenblock wären,
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0:21:16 – 0:21:23
sondern halt nur das, was derjenige halt nach außen darstellen will. Aber das Gefühl,
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was ich da hatte war schon so, dass es extrem authentisch war und das zeigt eine Person,
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die von Hass so dermaßen zerfressen ist, dass es kein anderes Bild mehr zulassen kann,
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0:21:39 – 0:21:46
außer die Bestätigung darüber, dass alles und jeder, der positiv mit Frank Butterman zu tun hat,
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0:21:46 – 0:21:57
das absolut negativste und boshafste auf dieser Welt ist. Es werden nur solche Sachen zugeschrieben.
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0:21:57 – 0:22:02
Es ist ja sogar so, dass halt in endlosen Podcast-Formaten, wo wir gar nicht Thema sein
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sollte, Lautfunk ein Thema ist. Und da merkt man einfach, wie voller Hass diese Person ist.
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0:22:09 – 0:22:20
Nicht Enttäuschung, es ist blanker, schierer Hass. Und ich glaube, dass aufgrund meiner
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0:22:20 – 0:22:29
Lebenserfahrung, die jetzt 49 Jahre ist, ich eins gelernt habe. Hass ist auf keinen Fall
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ein guter Wegbegleiter. Hass ist etwas, was destruktiv ist. Wenn mir jemand egal ist,
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Gleichgültigkeit, dann ist das vielleicht nicht immer empathisch, also mitfühlend,
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Aber Hass ist so destruktiv und so zerstörerisch, dass der denjenigen nicht gut tut, der diesen Hass
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fühlt und derjenige, der den Hass abbekommt und alle die da drum stehen. Ich würde mir da wirklich
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mal Gedanken machen, ob mein Mindset in Ordnung ist, wenn ich so voller Hass bin. Ein Mensch,
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der dir eigentlich scheißegal sein müsste und ob da was nicht in Ordnung ist und das ist jetzt
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keine fachliche Einordnung, das ist einfach nur menschlich intuitiv. Oh Gott, jetzt habe ich das
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falsch ausgesprochen. Jetzt macht man sich darüber wieder lustig. Blöder Schlaganfall,
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Blöder Schlaganfall! Blöder Schlaganfall! Das ist etwas, was Menschen so spüren, dass das falsch ist.
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Aber ich glaube, Viktoria merkt das einfach nicht mehr. Und da gibt es noch andere Gestalten,
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0:23:55 – 0:24:03
andere Menschen, bei denen das genauso ist. Hier, mir, Fensterbank und wie sie alle heißen. Das
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sind genauso solche Menschen, die von Hass zerfressen sind. Und wenn das so weitergeht,
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bleibt außer einer halbwegs ansehnlichen Hülle von der Menschlichkeit, von dem, was sie als
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besonders herausgestellt hat, nichts mehr über, außer blanker, schierer Hass. Tja,
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das sind nur meine bescheidenen zwei cents dazu. Gott sei dank ist nicht jeder von uns so und
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0:24:36 – 0:24:41
Gott sei dank kann jeder von uns ein bisschen seelenhygiene betreiben und einfach mal das
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leben mit schönen sachen füllen und dazu wenn herr wagner sich gerne auf den balkon stellt oder setzt
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und darüber philosophiert, was er gerade eingekauft hat und die Sachen voller Freude in die Kamera
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hält. Da kann jeder halten, was er davon will, aber das ist bei weitem positiver Content,
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wie das, was andere Leute in der Kommentarspalte von sich geben. Sorry, ich hatte gerade einen
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Frosch im Hals. Die Kommentarspalte, definitiv. Dass manche Leute da hineinrotzen, das ist
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eher abgrundtief von Hass zerfressen. Tja, was bleibt uns jetzt hier? Eigentlich nicht viel,
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außer, sagen wir mal 27 Minuten, irgendwelche Zeitverschwendung. Im besten Fall Arbeitszeitbetrug,
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0:25:42 – 0:25:50
im schlechtesten Fall Lebenszeit, die einfach verschwendet wurde. Ich bedanke mich dafür,
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0:25:50 – 0:25:54
dass Sie zugehört haben und wünsche mir, dass Sie beim nächsten Mal auch dabei wären.
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0:25:54 – 0:26:05
Und gebt uns die Erlaubnis, den Inhalt der Butterbieren-Gruppe zu veröffentlichen.
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0:26:05 – 0:26:09
Danke, tschüss, bis zum nächsten Mal, euer Sascha.
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Gedanken bleiben, Fragen auch. Weiterdenken, weiterfragen, weiterreden.
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Das war KlarFunk. Klar, klar, funk, klar funk. Reden wir darüber.
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[Musik]
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Wann wurde aus psychologischer Aufklärung eigentlich ein Werkzeug, um andere Menschen öffentlich abzustempeln? Und warum gelten in manchen YouTube-Communitys offenbar unterschiedliche moralische Maßstäbe – je nachdem, wer gerade betroffen ist?
In dieser Folge von KlarFunk beschäftigt sich Sascha Markmann mit zwei Entwicklungen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, bei genauerer Betrachtung jedoch erstaunliche Parallelen aufweisen.
Psychologische Fachbegriffe als soziale Waffe
Begriffe wie Narzissmus, Manipulation, Trauma oder Persönlichkeitsstörung gehören längst zum alltäglichen Sprachgebrauch auf TikTok, YouTube und anderen sozialen Netzwerken. Was ursprünglich der differenzierten Beschreibung menschlichen Erlebens und Verhaltens dienen sollte, wird zunehmend als vermeintliche Erklärung für jede unangenehme Begegnung herangezogen.
Ausgehend von einem Video des YouTubers LeFloid hinterfragt Sascha, wie viel fundiertes Wissen tatsächlich hinter solchen Aussagen steckt, warum kurze Social-Media-Videos komplexe psychologische Zusammenhänge häufig verzerren und welche Folgen es haben kann, wenn psychiatrische Diagnosen zur öffentlichen Abwertung von Menschen benutzt werden.
Dabei geht es auch um die Grenze zwischen normalen Persönlichkeitseigenschaften und einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung sowie um die Gefahren vermeintlich gut gemeinter Ratschläge zu psychischen Erkrankungen und Medikamenten.
Wenn aus Überzeugung plötzlich Anpassung wird
Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf einen Livestream von Bernies Nachtcafé. Kritische Kommentare, emotionale Reaktionen, Anrufe aus der Community und eine bemerkenswerte Veränderung der öffentlichen Position werfen Fragen auf.
Wie stark beeinflussen Zuschauer und das eigene soziale Umfeld die Meinung eines Content Creators? Wann ist ein Meinungswechsel Ausdruck ehrlicher Selbstreflexion – und wann entsteht der Eindruck, dass Gruppendruck die Richtung vorgibt?
Im Zusammenhang mit den Reaktionen auf Kontakte zu Frank Battermann beleuchtet Sascha außerdem, wie schnell Menschen bestimmten Lagern zugerechnet werden und warum ein sachliches Gespräch zwischen unterschiedlichen Positionen bereits als vermeintlicher Loyalitätsbruch verstanden werden kann.
Doppelmoral, Feindbilder und die Macht der eigenen Community
Abschließend geht es um die Mechanismen von Ingroup und Outgroup, um selektive Wahrnehmung, fehlende Kritikfähigkeit und die zerstörerische Wirkung anhaltender Feindseligkeit.
Warum wird vergleichbares Verhalten bei den einen entschuldigt, während es bei anderen dauerhaft als moralisches Versagen gilt? Und was passiert mit einer Community, wenn nicht mehr Argumente, sondern Zugehörigkeit darüber entscheidet, welche Meinung akzeptiert wird?
Eine Folge über psychologisches Halbwissen, öffentliche Zuschreibungen, Gruppendynamik und die Notwendigkeit, Menschen differenzierter zu betrachten.
KlarFunk – Nicht nur laut. Hinterfragen. Reden wir darüber.

Themen dieser Folge
- Therapiesprache auf Social Media: Warum psychologische Fachbegriffe auf TikTok, YouTube und in Kommentarspalten immer häufiger zur Bewertung und Abwertung anderer Menschen verwendet werden.
- Psychologische Aufklärung oder gefährliches Halbwissen? Wie stark vereinfachte Kurzvideos komplexe Zusammenhänge verzerren können und warum ein selbstbewusster Auftritt noch keine fachliche Kompetenz bedeutet.
- Narzissmus zwischen Persönlichkeitsmerkmal und Störung: Weshalb einzelne Verhaltensweisen keine psychiatrische Diagnose rechtfertigen und warum eine differenzierte Betrachtung des Menschen notwendig ist.
- Wenn psychiatrische Diagnosen zur Waffe werden: Wie Menschen durch Zuschreibungen und vermeintliche Ferndiagnosen stigmatisiert werden und warum das besonders für tatsächlich Betroffene problematisch ist.
- Psychische Erkrankungen und Medikamente in Kommentarspalten: Welche Risiken entstehen, wenn persönliche Erfahrungen als allgemeingültige medizinische Empfehlungen weitergegeben werden.
- Bernies Nachtcafé und ein emotionaler Livestream: Wie kritische Zuschauerkommentare, Konflikte innerhalb einer Community und der Kontakt zu Frank Battermann eine öffentliche Diskussion auslösen.
- Der Einfluss von Chat und Anrufern: Wie die Reaktionen des Publikums auf einen Content Creator wirken können und welche Fragen sich aus einem auffälligen Meinungswechsel ergeben.
- Meinungsänderung oder Doppelmoral? Warum vergleichbares Verhalten innerhalb verschiedener YouTube-Lager unterschiedlich bewertet wird und welche Rolle persönliche Loyalitäten dabei spielen.
- Wenn Gespräche als Verrat gelten: Weshalb bereits die Kommunikation mit Menschen aus einem vermeintlich gegnerischen Lager Misstrauen, Unterstellungen und Ablehnung hervorrufen kann.
- Ingroup, Outgroup und das Wir-gegen-die-Denken: Wie digitale Gemeinschaften Feindbilder entwickeln, die eigene Sichtweise bestätigen und kritische Perspektiven zunehmend ausblenden.
- Kritikfähigkeit und Eskalation in Kommentarspalten: Wo sachliche Kritik endet, persönliche Angriffe beginnen und warum Beleidigungen, Einschüchterungen und öffentliche Abwertungen keine konstruktive Diskussion ersetzen.
- Hass als dauerhafter Begleiter: Welche Auswirkungen anhaltende Feindseligkeit auf das eigene Denken, zwischenmenschliche Beziehungen und das gesamte Diskussionsklima haben kann.
- Mehr Differenzierung statt vorschneller Urteile: Warum es sinnvoll sein kann, Widersprüche auszuhalten, andere Perspektiven zuzulassen und Menschen nicht ausschließlich nach ihrer Gruppenzugehörigkeit zu beurteilen.
Links zur Ausgabe:
-
Wie Social Media Beziehungen zerstört!
-
Gefangen im Drama-Dreieck: Wie YouTube-Konflikte die Psyche und Algorithmen füttern - LautFunk Podcast & Blog
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Zugehörige Episoden:
- Wie Hass uns verbindet
- KlarFunk-002 Die Empörungs-Maschinerie, Opportunisten und das „dumme Klickvieh“
- Brainwash in der Bubble - Balkon-Philosophie trifft Medienkritik
- Echo-Kammern, Dunning-Kruger und die Doppelmoral auf dem Balkon
- Wenn Diagnosen zur Waffe werden - Therapiesprache, Gruppendruck und YouTube-Doppelmoral
Mitwirkende dieser Episode
Spieldauer: 0:26:38
Tag der Aufnahme: 08.10.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.
Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.
Podcast Lizenz:
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