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0:00:23 – 0:00:29
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0:00:29 – 0:00:42
Hallihallo und willkommen zu einer neuen Abschweifung, da wo ich gelegentlich, eigentlich fast immer,
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0:00:42 – 0:00:55
vom Thema abschweife. Ich bin Sascha Markmann und ich sage Hallo. Das heutige Thema. Wie
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0:00:55 – 0:01:02
beschreibe ich das am besten? Kotze in der Creator-Welt? In der Informatik werden ja auch
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0:01:02 – 0:01:11
gerne große Buzzwords verwendet und da gibt es auch eine Transferleistung, aber die ist eher
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0:01:11 – 0:01:22
technischer Natur. Also wie viel Daten kann ich halt durch einen Bauteil jagen oder wie viel Bits
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0:01:22 – 0:01:30
Bytes pulzen durch einen Datenbus durch. Das ist auch eine Transferleistung. Die Definition von
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0:01:30 – 0:01:36
Transferleistung, also von kognitiver Transferleistung, ist übrigens die Fähigkeit,
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0:01:36 – 0:01:45
Gelerntes aus dem Kontext erfolgreich auf einen vollen, neuen, sogar fremden Kontext
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0:01:45 – 0:01:57
umzusetzen oder anzuwenden. Das ist Transferleistung, vor allem kognitive Transferleistung, kommt aus
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0:01:57 – 0:02:12
der Bildungssychologie. Interessantes Fach übrigens, kann man viel lernen. Aber es sind ja nicht nur
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0:02:12 – 0:02:21
diese Sachen. Während meiner Zeit im Chaos Computer Club, der geneigte Stalker wird schon herausgefunden
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0:02:21 – 0:02:26
haben, dass ich auf der Mastodon Instanz des Chaos Computer Clubs ein Konto habe.
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0:02:26 – 0:02:40
Raumwelle @ChaosSocial. Und ja, da bin ich auch aktiv. Früher mehr, jetzt weniger. Das ist ein
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0:02:40 – 0:02:48
ruhiger Ort voller Nerds, wo man sich halt austauschen kann. Ich mag es sehr. Also es ist
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0:02:48 – 0:02:58
wirklich ein schöner Ort, wo halt ein gewisses, ja, kognitives Level vorhanden ist und man nicht
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0:02:58 – 0:03:07
auf Menschen trifft, die halt eine Engstirnigkeit in den Tag legen, die halt bei anderen körperliche
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0:03:07 – 0:03:14
Schmerzen verursacht, weil man halt nur große Worte von sich gibt und da ist gar nichts dahinter.
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0:03:14 – 0:03:23
Tja, dieses körperliche Unbehagen erlebe ich in letzter Zeit sehr oft. Vor allen Dingen in
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0:03:23 – 0:03:32
Selbstgesprächen habe ich immer wieder das Gefühl, dass da zu viel kohlenstoffangereichetes Wasser
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0:03:32 – 0:03:43
ist. Während meiner Zeit als Rettungssanitäter nannte man das übrigens C2-Intox. Puh, ja,
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0:03:43 – 0:03:51
wieder so ein großes Wort. Wieder so ein buzzword, was man so in den Raum wirft. Aber jeder, der sich
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0:03:51 – 0:03:59
halbwegs mit Chemie auskennt, weiß, dass es einen Kohlenstoffkomplex gibt, der halt mit C2H2 anfängt
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0:03:59 – 0:04:07
und äußerst große Beliebtheit vor allen Dingen im deutschsprachigen Raum hat,
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0:04:07 – 0:04:13
schon fassad, ein kulturgutes. Aber da haben wir es wieder, Transferleistung,
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0:04:13 – 0:04:23
Wissen von A nach B zu bringen. Wenn bei A nichts ist, kann bei B auch nichts sein.
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0:04:23 – 0:04:28
Das erlebe ich auch sehr oft in irgendwelchen Selbstgesprächen. Ja,
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0:04:28 – 0:04:33
jetzt nicht von mir, aber es gibt Menschen, die lassen einen an seinen Selbstgesprächen teilen
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0:04:33 – 0:04:41
haben. Man wirft ja auch eine Art von Themenlosigkeit vor. Wie gesagt, der geneigte Stalker
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0:04:41 – 0:04:50
sollte eigentlich wissen, dass es auf dem Plattformen, die ich betreibe, ein riesen Portfolio an Themen
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0:04:50 – 0:04:58
gibt. Von Technik über Nerdkram über Medienkritik, die äußerst beliebt ist, vor allen Dingen beim
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0:04:58 – 0:05:09
Stalker und halt auch Gesellschaftskritik. Ich meine, wofür sollte man sonst halt ein abgeschlossenes
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0:05:09 – 0:05:17
Studium der Ethik, der Philosophie und vor allen Dingen auch Religionswissenschaften haben, wenn
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0:05:17 – 0:05:25
man nicht das halt alles in seinen Kontexten, in seinen Themen, in seinen Content einbaut.
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0:05:25 – 0:05:33
Philosophie ist sowieso so ein schönes Ding. Man kann Prozesse zerdenken, sich hineindenken,
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0:05:33 – 0:05:38
sich große Fragen stellen. Ich meine, die Menschheit stellt sich seit je die Frage,
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0:05:38 – 0:05:44
woher komme ich, wer bin ich, wohin gehe ich? Alles sehr große Fragen. Viele finden einfach
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0:05:44 – 0:05:53
keine Antwort drauf und manche, die frönen den Ethanol und berauschen sich daran und lenken sich
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0:05:53 – 0:06:01
ab. Und während ich jetzt gerade einen Sargnagel konsumiere, der übrigens handgeklöppelt ist,
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0:06:01 – 0:06:13
denke ich halt über empathische Dissonanz nach. Ja, Dissonanz, ein tolles Wort.
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0:06:13 – 0:06:20
In manchen Selbstgesprächen quasi ein Totschlagargument. Es erklärt quasi alles.
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0:06:20 – 0:06:29
Man wäre nicht in der Lage, sich empathisch in ein anderes Lebewesen zu versetzen,
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0:06:29 – 0:06:39
weil man halt eine Dissonanz hat. Aber der Begriff ist eigentlich nicht richtig. Das ist ein Fehler.
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0:06:39 – 0:06:49
Denn wissenschaftlich gesehen ist das ziemlich schwammig, denn man meint eine kognitive Dissonanz.
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0:06:49 – 0:06:57
Es ist ein Widerspruch zwischen Wissen und Handeln und dadurch wirft man den anderen ein
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0:06:57 – 0:07:03
mangelndes Mitgefühl auf. Also wenn ich hingehe und sage eine empathische Dissonanz,
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0:07:03 – 0:07:09
meint man halt eine kognitive Dissonanz, was wissenschaftlich halt korrekter wäre.
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0:07:09 – 0:07:15
Ja, ich meine, ich habe da halt längere Zeit für gebraucht, um das alles zu verstehen.
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0:07:15 – 0:07:22
Ich habe halt meinen Hintern, obwohl ich einen Schlaganfall hatte, das wirklich eine schwere
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0:07:22 – 0:07:26
Zeit war, weil ich zu dem Zeitpunkt ja auch noch viel wieder neu zu lernen hatte,
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0:07:26 – 0:07:33
halt in eine Universität bewegt und habe da halt das nachgeholt, was mich interessiert hat.
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0:07:33 – 0:07:42
Nicht weil ich damit angehen wollte, eher für mich. Denn ich bin jemand der Fragen stellt,
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0:07:42 – 0:07:49
viele Fragen und es auf viele Fragen einfach keine Antworten gibt. Und da ich mir dessen
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0:07:49 – 0:07:59
total bewusst bin, habe ich halt mir gedacht, nutze deine Zeit und ja, bilde dich persönlich
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0:07:59 – 0:08:09
weiter. Mach halt etwas, was dir was bringt für deine Zukunft und wenn es nur das dafür ist,
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0:08:09 – 0:08:15
die Menschheit einfach ein bisschen besser zu verstehen. Aber es ist leichter, anderen halt
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0:08:15 – 0:08:24
eine empathische Dissonanz vorzuwerfen. Klingt schlau, ergibt aber keinen Sinn in diesem Kontext,
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0:08:24 – 0:08:33
Denn eine Anreihung von irgendwelchen auswendig gelernten Basswords, das ist kein Inhalt,
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0:08:33 – 0:08:42
das ist auch keine klare Rede, oft der Klartext wird geredet. Das ist eher eine Störung,
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0:08:42 – 0:08:50
eine Störung in der Matrix, eine Fehlverdrahtung in irgendwelchen Protokollen, in irgendeinem
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0:08:50 – 0:09:03
Algorithmus, der, tja, C2 getriggert, eine leichte Dissonanz erzeugt. Oh man, wieder dieses schlimme
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0:09:03 – 0:09:12
Wort Dissonanz. Tja, aber wie sagte mal ein schlauer Mensch zu mir, Fachbegriffe sind wie
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0:09:12 – 0:09:19
Gewürze, sie verfeinern den Inhalt, ersetzen ihn aber nicht. Momentan schmecke ich nur Gewürz.
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0:09:19 – 0:09:31
aber kein Fleisch. Ja, wenn ich anfange Fachbedrücke so zu verwenden, dass sie verwässern und keinen
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0:09:31 – 0:09:38
Wert mehr haben, dann brauche ich das auch nicht so machen. Der geneigte Zuhörer, Zuschauer,
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0:09:38 – 0:09:49
ist selten vom Fach und man muss Inhalte so verpacken, dass sie diese verstanden werden.
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0:09:49 – 0:10:00
Aber da gibt es einfach manchmal Menschen, die meinen, man überhöht sich selbst, indem man halt
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0:10:00 – 0:10:10
intellektuell, ja aufwendig, hochgestellt, gehstellst redet, nur um sich zu erheben über
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0:10:10 – 0:10:21
andere. Das ist keine Größe, das ist der pure Beweis von Schwäche. Muss ich eigentlich jetzt
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0:10:21 – 0:10:29
auch so laute Musik im Hintergrund haben? Mit so vielen Obertönen, dass es quasi im Sprachspektrum
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0:10:29 – 0:10:42
mit reinstört? Ach, ja, da kommt so ein bisschen der Musiker in mir durch. Tja, sorry, es sind ja
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0:10:42 – 0:10:50
nur Gedanken. Es ist ja fast ein Selbstgespräch. In diesem Zusammenhang denke ich mir eigentlich
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0:10:50 – 0:10:58
immer, bevor du meine kognitiven Fähigkeiten bewertest, definier mir doch bitte mal kurz,
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0:10:58 – 0:11:10
Transferleistung im psychologischen Sinne und dann werde ich bewerten. Tja, ist so. Sorry.
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0:11:10 – 0:11:18
Ach ja, Finger jetzt ganz groß. Jetzt haben wir halt mal wieder ein bisschen über Psychologie
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0:11:18 – 0:11:25
und blablabla geredet. Interessiert doch keine Sau sowas. Das sollen die Menschen machen,
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0:11:25 – 0:11:32
die sich damit auskennen, die halt die fachliche Kompetenz dazu haben. Und wir wollen auch hier in
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0:11:32 – 0:11:40
der Abschweifung eher trockene Themen haben und dabei halt einen schönen Gedankenaustausch. Ja,
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0:11:40 – 0:11:48
Gedanken. Gedanken teilt man manchmal, ne? Ich bin einfach nur fasziniert davon, wenn andere,
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0:11:48 – 0:12:00
ja schon fast Stalker die gesamte Plattform, die man selber anbietet durch wühlen und dann halt
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0:12:00 – 0:12:05
Links folgen, so Profilen, nur um dann zu sehen, dass eigentlich überall der gleiche Blödsinn
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0:12:05 – 0:12:11
steht. Werbung für Postings, Werbung für YouTube Videos, Werbung für einen Podcast,
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0:12:11 – 0:12:22
Werbung für Blogbeiträge. Aber so relevant ist? Nein. Schon aufgefallen, dass die Webseite eine
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0:12:22 – 0:12:30
eigene Instanz ist im FreeDiverse? Dass man sie von allen Stellen im FreeDiverse erreichen kann?
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0:12:30 – 0:12:39
Nein? Einfach mal ausprobieren. Geht super. FreeDiverse ist sowieso das bessere soziale
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0:12:39 – 0:12:46
Netzwerk. Da gibt es viele tolle Stellen. PairTube zum Beispiel. Da kann man auch Videos hochladen.
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0:12:46 – 0:12:52
Leider verdient man dort nur kein Geld. Tja, ist deswegen für viele einfach nicht interessant,
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0:12:52 – 0:13:03
ihren Content halt auf die Monetarisierung dessen setzen. Manchmal schaue ich mir so die
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0:13:03 – 0:13:08
Kommentare unter dem Podcast beiträgen oder hin und wieder, wenn ich auch mal ein Video gemacht
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0:13:08 – 0:13:17
habe, da fallen eigentlich immer so gewisse Namen auf. Manche schwellen da wirklich gerne in Nostalgie
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0:13:17 – 0:13:27
und es ist auch sofort zu sehen, wenn ich da halt sehe, so wie "Goldene Jahre". Ein merkwürdiger
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0:13:27 – 0:13:41
Content, den man dort findet. Auch merkwürdige Kommentare, irgendwie so von Neid zerfressen,
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0:13:41 – 0:13:49
manchmal patzig, wie ein kleines Kind. Früher hatte man gesagt gehabt, man sollte dem kleinen
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0:13:49 – 0:13:55
Kind mal den Hintern versohlen. Macht man natürlich heute nicht mehr. Ist ja auch irgendwie falsch,
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0:13:55 – 0:14:02
ist übergriffig. Ja, aber es werden immer irgendwelche großen Versprechen gemacht und
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0:14:02 – 0:14:09
"Oh, was für große Abrisse!" und manchmal folgt auch einfach nichts. Oder es werden Erklärungen
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0:14:09 – 0:14:17
geliefert, warum etwas nicht mehr kommt, die sich im Nachhinein einfach als falsch herausstellen.
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0:14:17 – 0:14:25
Ich glaube, der Hang der Selbstdarstellung ist in dem Punkt einfach größer als der Gehalt
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0:14:25 – 0:14:36
der Wahrheit. Denn Kritik gibt es nicht. Kritik wird als purer Hate abgetan und der Hate entpuppt
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0:14:36 – 0:14:42
sich doch als Kritik. Natürlich sind manche total drüber und übertreiben es. Manche haben auch
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0:14:42 – 0:14:52
wirklich harte Wörter. Aber der Großteil des Hates ist Kritik und ich glaube es ist einfach
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0:14:52 – 0:15:00
nur eine Verschiebung der Wahrnehmung oder eine Wahrnehmungsdissonanz. Und wieder dieses Wort.
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0:15:00 – 0:15:09
Um halt sich vielleicht selbst das Konstrukt aufrecht zu erhalten, dass man doch großartig
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0:15:09 – 0:15:14
ist. Denn man hat ja schnell erkannt gehabt, dass die Kernkompetenzen in einer Gesprächsführung
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0:15:14 – 0:15:22
liegen, in einem interviewartigen Szenario. Aber liegen die Kompetenzen nicht eher da drin,
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0:15:22 – 0:15:33
dass man sich mit jemand der einen Hang zu einer CO2-Indox eher in der Konstruktion
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0:15:33 – 0:15:41
einer alternativen Realität bewegt. Es ist interessant, wenn man sich mit einer großen
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0:15:41 – 0:15:47
Zahl von Menschen austauscht, anstatt den ganzen Tag vor dem PC zu sitzen oder mit dem Laptop im
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0:15:47 – 0:15:54
Bett oder den Handy in der Hand, sondern mit Menschen redet, mit wahren Menschen, realen
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0:15:54 – 0:16:07
Menschen und dann einfach Aussagen, Ereignisse und auch die Wahrnehmung der Menschen miteinander
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0:16:07 – 0:16:15
abgleichen und feststellt, dass zwei Menschen da draußen sind, die gewaltig die Fäden ziehen,
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0:16:15 – 0:16:28
nur um seinen Nutzen daraus zu sehen. Zwei Menschen. Und einer Angelegenheit, einer Wichtigkeit und einer
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0:16:28 – 0:16:40
Bedeutungshaftigkeit zusprechen, indem man das ja auch schon mit Ereignissen, die auf der Welt
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0:16:40 – 0:16:49
passieren quasi gleichsetzt. Aber in YouTube Deutschland 99,9 Prozent und da können wir
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0:16:49 – 0:16:54
noch ein paar Neuner dahinter machen, hinter dem Komma, überhaupt nicht interessieren,
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0:16:54 – 0:17:04
weil diese Bubbles nicht groß sind. Das was dort passiert interessiert nur wenige hundert Menschen,
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0:17:04 – 0:17:14
Vielleicht tausend, vielleicht zehntausend, die sich das noch amüsiert anschauen und sich fragen,
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0:17:14 – 0:17:24
was hier gerade passiert. Oder einfach nur amüsiert nicken und sich denken "it's true baby,
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0:17:24 – 0:17:26
Es ist wahr.
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0:17:26 – 0:17:37
Ja, aber schon interessant, wenn man so offen in die Kommunikation geht und sich einfach die
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0:17:37 – 0:17:43
Geschichten der Menschen anhört. Das scheint auch eine der Kernkompetenzen bei mir zu sein.
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0:17:43 – 0:17:51
Ich kann zuhören. Etwas, was man übrigens in der Altenpflege lernt, da nennt man das aktive
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0:17:51 – 0:18:00
zuhören oder auch später in der Psychologie, dass das auch irgendwie neben auswendig Lernen
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0:18:00 – 0:18:11
von Tabellen und Statistiken ein großes Thema ist, zuhören. Nicht bewerten, einfach nur zuhören.
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0:18:11 – 0:18:24
Wieder so Weisheiten. Weisheiten in homopathischen Dosen. Kommt mir bekannt vor. Hab ich in manchen
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0:18:24 – 0:18:30
Profilen irgendwo stehen, neben dass Lesen meiner Postings aufgrund meiner Legasthenie doch für
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0:18:30 – 0:18:40
Kopfschmerzen sorgen kann. Es ist interessant, dass es Menschen gibt, die gerne in den Profilen von
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0:18:40 – 0:18:51
anderen herumschauen, sich auf jeden kleinen Fehler, jeden kleinen Foupard stürzen, um daraus eine
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0:18:51 – 0:19:03
riesen Welle zu machen, um zu zeigen, derjenige, welcher, der hat, aber selber die eigenen Verfehlungen
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0:19:03 – 0:19:10
und Fehler nicht einsieht, nicht akzeptieren kann und in keinster Weise kommunizieren kann.
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0:19:10 – 0:19:22
Ich denke halt nur an Menschen, mit denen man zusammengearbeitet hat, die jetzt halt im sonnigen
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0:19:22 – 0:19:28
Gefühl da unterwegs sind. Mein Gott, was können diese Menschen erzählen und diese Gastfreundlichkeit,
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0:19:28 – 0:19:38
Spektakulär. Ja, und dann gibt es halt die anderen, mit denen man sich unterhält und die halt das Bild
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0:19:38 – 0:19:51
Stück für Stück verfestigen, es erweitern oder einen gewaltigen Brocken oben draufsetzen. Ach,
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0:19:51 – 0:19:59
wenn man darüber doch nur ein Buch schreiben könnte. Apropos Buch. Ich habe gelesen gehabt,
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0:19:59 – 0:20:06
dass jemand ein Buch schreibt, eine Autobiografie vom ersten Atemzug bis Content Creator. Wow,
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0:20:06 – 0:20:17
was für ein Subtitel. Da passt so viel rein. Wenn man da nicht das Problem hätte einer
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0:20:17 – 0:20:25
zeitlichen Desorientiertheit oder wie würde jemand anderes sagen, eine chronologischen Dissonanz?
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0:20:25 – 0:20:33
Ha, ich habe wieder Dissonanz gesagt. Was meine ich denn damit? Aus einem 2-Stunden-Podcast wird
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0:20:33 – 0:20:40
ein 3-Stunden-Podcast. Aus 6 Monaten wird ein 3/4-Jahr. Aus einem 3-Stunden-Podcast wird ein
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0:20:40 – 0:20:46
fast fünf Stunden Podcast. Mein Gott, die Zahlen werden ja immer größer, die Zeitabstände
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0:20:46 – 0:20:57
gewaltiger. Wenn man das Empfinden einer Zeit, die ja linear verläuft und wir als dreidimensionale
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0:20:57 – 0:21:03
Wesen können die Zeit ja nicht wahrnehmen, wir können nur ihre Veränderung sehen, sollte man
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0:21:03 – 0:21:10
sich ganz bewusst dagegen entscheiden, eine Autobiografie zu schreiben, die ja doch schon
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0:21:10 – 0:21:18
einen zeitlichen Zusammenhang hat zwischen Zeugung, den aktuellen Stand, wo man gerade ist.
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0:21:18 – 0:21:27
Dazwischen passieren an chronologischen, wichtigen Stellen, ja, Ereignisse, die man halt einordnen
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0:21:27 – 0:21:37
muss. Man kann nicht hingehen, individuell durch Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart springen. Man
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0:21:37 – 0:21:43
kann einfach nur hingehen von der Schule oder sagen wir mal Geburt, aber ich glaube nicht,
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0:21:43 – 0:21:50
dass man sich an der Geburt erinnern kann. Ansonsten wäre das ein dramatisches Erlebnis.
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0:21:50 – 0:22:00
Aber sagen wir mal, früheste Kindheit, Kindergarten, Schule, weiterführende Schule, Berufsausbildung,
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0:22:00 – 0:22:11
ja, klammern wir die lieber mal aus, die lassen wir mal lieber, Berufserfahrung und dann das
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0:22:11 – 0:22:18
Dasein als Content Creator. Mit den kleinen Stellen, die man halt offen lassen sollte,
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0:22:18 – 0:22:25
weil man Verfehlungen gegenüber der Schuld einer Gesellschaft getan hat.
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0:22:25 – 0:22:36
Nee, dann sollte man keine Biografie schreiben, vor allen Dingen keine Autobiografie. Vor allen
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0:22:36 – 0:22:48
Dingen, wenn mir als Legastheniker in Social Networks auffällt, dass die Postings gespickt
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0:22:48 – 0:22:56
von Rechtschreibfehlern und ich meine, wir alle haben ein Schlau-Phon, ein Klug-Phon, das ist
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0:22:56 – 0:23:05
die wörtliche Übersetzung von Smartphone, in der Hand haben. Hat dieses heutzutage technische
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0:23:05 – 0:23:13
Möglichkeiten, Texte zu korrigieren? Man kann auch Texte schreiben, sie in seine Lieblings-KI
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0:23:13 – 0:23:20
hineintransferieren – da haben wir schon wieder Transfer – und dann halt in einer korrigierten
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0:23:20 – 0:23:32
Form zurückkopieren, dann wieder zutransferieren und diese dann tatsächlich fehlerfrei mit einer
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korrekten Kommasetzung und Punktsetzung in die Postings eintragen. Oder, was auch oft sehr gut
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funktioniert ist, man fragt Menschen, ob das so geht. Aber es ist immer schwierig,
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andere Menschen zu fragen, wenn man 24/7 gefühlt vor seinem Computer sitzt und schon
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0:24:00 – 0:24:08
Nackenstarre hat, weil man viel zu viel den Kopf bewegen muss, weil es da einfach gefühlt 40
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0:24:08 – 0:24:21
Monitore gibt, ah 55 Zoll. Ja, das Leben kann grausam sein. Tja, kommen wir zurück auf die
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0:24:21 – 0:24:30
Biografie. Meine Biografie kann man nachlesen in der Über-Mich-Seite oder wenn man halt so
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0:24:30 – 0:24:39
professionelle Business-Netzwerke sich anschaut. Da ist das chronologisch feinsäuberlich aufgeführt.
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0:24:39 – 0:24:47
Ich hätte da jetzt weniger ein Problem mit, eine Autobiografie zu schreiben. Ich bin da zeitlich
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0:24:47 – 0:25:01
sehr orientiert und nicht dissonant unterwegs. Schon wieder über 30 Minuten mit Intro und Outro.
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0:25:01 – 0:25:10
Das wird manchen Leuten schon zu lange sein. Hoffen wir, dass diese Menschen diese Transferleistungen
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0:25:10 – 0:25:18
hinbekommen, die Informationen, die ich es hier gegeben habe, die Gedanken, das Selbstgespräch,
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0:25:18 – 0:25:29
ja, verarbeitet zu haben, mitbekommen, es verstanden zu haben und nicht dabei eingeschlafen zu sein.
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0:25:29 – 0:25:36
Zur Not kann man sich auch das Transkript ziehen. Da kann man das wunderbar auch auf der Seite des
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0:25:36 – 0:25:44
Blogs des Podcasts. Da gibt es das Transkript ja auch in einer schön sauberen, lesbaren Form.
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0:25:44 – 0:25:55
Ach, herrlich. Ich liebe Technik. Ich bin da. Ich gehe da total auf. Bei mir erklärt sich,
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0:25:55 – 0:26:03
warum halt die Stromrechnung eine gewisse Höhe hat. Hier stehen mehrere Server, die halt Dinge tun,
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0:26:03 – 0:26:10
die halt zu Server tun und mein Computer ist halt auch ein ziemlich fettes Ding. Das verbraucht
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0:26:10 – 0:26:15
schon ordentlich Strom, deswegen habe ich meinen Rechner gar nicht so oft an und die Server,
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0:26:15 – 0:26:22
ja die sind halt optimiert. Lieber ein paar Takte weniger, dafür weniger Umdrehungen auf
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0:26:22 – 0:26:31
das Stromohr. Optimierung ist ja wirklich wichtig und Selbstoptimierung. Vielleicht sollte man nicht
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0:26:31 – 0:26:39
einfach jeden Rotz ins Internet ejakulieren und einfach mal sich überlegen, ist das, was ich tue
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0:26:39 – 0:26:51
und was ich mache redlich, verantwortungsvoll oder fröhle mich da einfach nur den schlöden Mammon.
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0:26:51 – 0:27:00
Auch schon wieder so ein Wort. Mein Gott, nee. Ich bin aber auch wirklich einer, der zu viele
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0:27:00 – 0:27:07
Bassmeth verwendet. Schlimm, schlimm, schlimm, schlimm, schlimm. Böser Sascha, ich muss mir
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0:27:07 – 0:27:16
gleich erstmal hingehen und die Hände bügeln. Ja, wenn euch das gefallen hat, was ich hier mache
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0:27:16 – 0:27:26
und das ist eher unwahrscheinlich. Dann hypedisk, likedisk, macht einen Kommentar, abonniert den
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0:27:26 – 0:27:33
Podcast, abonniert auf YouTube und ich würde mich freuen, wenn ihr bei der nächsten Ausgabe wieder
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0:27:33 – 0:27:44
dabei seid, wenn es die Abschweifung ist, grenzwertig, rektaldigital, unverblümt oder
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0:27:44 – 0:27:50
irgends ein anderes der Formate. Ihr könnt auch gerne euch mal bei dem Probe-Podcast umschauen,
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0:27:50 – 0:27:58
wenn ihr euch für Musikproduktion interessiert. Da sind immer wieder interessante Themen fernab
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0:27:58 – 0:28:07
von Medienkritik. Ja, dann sage ich mal Dankeschön fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Tschüss,
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0:28:07 – 0:28:09
Euer Sascha.
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0:28:09 – 0:28:12
[Musik]
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0:28:12 – 0:28:17
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0:28:17 – 0:28:22
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0:28:22 – 0:28:27
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0:28:27 – 0:28:32
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0:28:32 – 0:28:38
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0:28:38 – 0:28:41
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0:28:41 – 0:28:47
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0:28:53 – 0:28:59
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0:28:59 – 0:29:05
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0:29:14 – 0:29:20
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0:29:20 – 0:29:26
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0:30:47 – 0:30:50
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In dieser Abschweifung geht es um große Worte – und das, was oft dahinter fehlt.
Buzzwords, Fachbegriffe und vermeintlich kluge Konzepte begegnen uns ständig: in der Creator-Welt, in Selbstgesprächen, in Medien, Kommentaren und öffentlichen Debatten. Begriffe wie kognitive Dissonanz, Empathie, Transferleistung oder Kompetenz werden inflationär benutzt – oft ohne verstanden zu werden.
Ich spreche darüber, warum Fachbegriffe Inhalte nicht ersetzen können.
Warum klug klingen nicht gleich klug sein bedeutet.
Und warum echte Transferleistung mehr ist als das Wiederholen auswendig gelernter Wörter.
Diese Folge ist ein gedankliches Selbstgespräch über Denken, Zuhören und intellektuelle Ehrlichkeit. Über Selbstdarstellung, Scheinintellekt und die Frage, wie viel Substanz wirklich hinter großen Worten steckt – besonders in digitalen Öffentlichkeiten.
Eine Abschweifung zwischen Medienkritik, Psychologie, Philosophie und Alltag.
Ohne Belehrung, aber mit Klartext.

🧠 Themengliederung der Episode
1. Einstieg: Abschweifung als Methode
Begrüßung und Einordnung der Folge.
Warum diese Abschweifung kein klassisches Thema verfolgt, sondern Gedanken verbindet, zuspitzt und bewusst Umwege geht.
2. Große Worte, große Wirkung
Erste Beobachtungen zu Buzzwords und Fachbegriffen.
Warum bestimmte Begriffe sofort Kompetenz suggerieren – und weshalb genau darin ein Problem liegt.
3. Was Transferleistung wirklich bedeutet
Einordnung des Begriffs aus psychologischer Sicht.
Abgrenzung zwischen echtem Verstehen und dem bloßen Wiederholen gelernter Worte.
4. Wenn bei A nichts ist, kann bei B nichts ankommen
Gedanken zur Leere hinter Begriffen ohne Substanz.
Warum fehlendes Grundlagenwissen keine neuen Kontexte tragen kann.
5. Die Creator-Welt als Resonanzraum
Beobachtungen aus digitalen Öffentlichkeiten.
Selbstdarstellung, Ego und die Neigung, Inhalte durch Sprache aufzublasen.
6. Kognitive Dissonanz – korrekt verstanden
Klärung eines häufig missverstandenen Begriffs.
Warum „empathische Dissonanz“ meist eine falsche Zuschreibung ist.
7. Fachbegriffe als Gewürz – nicht als Hauptgericht
Warum Sprache Inhalte verfeinern kann, sie aber nicht ersetzen darf.
Die Grenze zwischen Präzision und Blendwerk.
8. Zuhören als unterschätzte Kompetenz
Gedanken über Gesprächskultur, aktives Zuhören und echte Kommunikation.
Warum Verstehen oft wichtiger ist als Reagieren.
9. Kritik, Wahrnehmung und Selbstschutz
Warum Kritik häufig als Angriff empfunden wird.
Die Verschiebung von Wahrnehmung und die Rolle von Selbstbildern.
10. Öffentlichkeit, Bedeutung und Relevanz
Einordnung von digitalen Bubbles.
Warum viele Konflikte größer wirken, als sie außerhalb der eigenen Szene sind.
11. Zeit, Erinnerung und Erzählungen
Gedanken zu Biografien, Chronologie und der Verantwortung gegenüber Fakten.
Warum Zeit kein frei verschiebbares Stilmittel ist.
12. Technik, Struktur und Ordnung
Ein kurzer Blick auf Systeme, Optimierung und saubere Prozesse.
Warum Klarheit auch technisch eine Haltung ist.
13. Abschluss: Weniger Pose, mehr Substanz
Zusammenführung der Gedanken.
Ein Plädoyer für Redlichkeit, Verständnis und bewussten Umgang mit Sprache.
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Mitwirkende dieser Episode
Spieldauer: 0:32:29
Tag der Aufnahme: 04.02.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.
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Podcast Lizenz:
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