Die Abschweifung-023 “Diskussionskultur” und der Fall Till Lindemann

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Heute geht es um Diskussionen in den sozialen Medien und was sich seit der Corona-Pandemie eigentlich schon davor verändert hat und auch um die Kommentare unter den Beiträgen zu den aktuellen Ereignissen um die Band Rammstein so wie um Till Lindemann.

Ergänzende Beschreibung:

Ein faszinierendes Phänomen, das heutzutage unsere Aufmerksamkeit fordert, ist der Wandel der Diskussionskultur in den sozialen Medien. Dabei rückt insbesondere die Frage in den Fokus, wie sich diese Diskussionen seit der verheerenden Corona-Pandemie, ja sogar schon vor deren Ausbruch verändert haben. Interessanterweise lassen sich hierbei spannende Parallelen und Zusammenhänge entdecken, die einen tiefgreifenden Einfluss auf die Interaktionen in den virtuellen Weiten der digitalen Kommunikation haben.

Besonders ins Auge fallen dabei die Kommentare, die unter den Beiträgen zu den aktuellen Ereignissen rund um die renommierte und kontrovers diskutierte Band Rammstein sowie ihrem charismatischen Frontmann Till Lindemann entstehen. Diese Kommentarlandschaft spiegelt nicht nur die Hingabe und Leidenschaft der Fans wider, sondern gewährt auch Einblicke in die Vielfalt der Meinungen und Emotionen, die in der heutigen Zeit durch soziale Medien kanalisiert werden.

Man kann zweifelsohne behaupten, dass die Corona-Pandemie als ein einschneidendes Ereignis fungierte, das die Dynamik der Diskussionen in den sozialen Medien maßgeblich beeinflusst hat. Die weitreichenden Auswirkungen dieser globalen Krise haben zu einem verstärkten Bedürfnis nach Informationsaustausch, Solidarität und Austausch geführt. Doch gleichzeitig haben sie auch die Schattenseiten der digitalen Welt verstärkt, indem sie Unsicherheit, Angst und Frustration in den Diskussionen angefacht haben.

Als eine der einflussreichsten und provokantesten Bands unserer Zeit haben Rammstein eine treue Anhängerschaft, die ihre Botschaften mit Leidenschaft und Begeisterung verteidigt. Die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Band und ihrem Frontmann haben neue Diskussionsebenen eröffnet und unterschiedliche Standpunkte hervorgebracht, die in den sozialen Medien in Form von Kommentaren zum Ausdruck gebracht werden.

In der Tat kann man sagen, dass diese Diskussionen in den sozialen Medien zu einem Spiegelbild unserer heutigen Gesellschaft geworden sind. Sie zeigen die Bandbreite an Meinungen, Emotionen und auch das Potenzial für Polarisation, das in den virtuellen Räumen existiert. Es ist eine Welt, in der sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven treffen, um ihre Ansichten zu teilen und miteinander in Dialog zu treten.

Allerdings sollten wir uns auch bewusst sein, dass diese Diskussionskultur in den sozialen Medien sowohl Chancen als auch Herausforderungen birgt. Es liegt an uns, eine gesunde und respektvolle Kommunikation zu fördern, die auf konstruktivem Austausch und gegenseitigem Verständnis basiert. Nur so können wir das volle Potenzial der sozialen Medien nutzen, um uns als Gesellschaft weiterzuentwickeln und die Vielfalt der Meinungen und Ideen zu schätzen.

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Hallo und willkommen zu einer neuen Ausgabe der Abschweifung.
Da wo ich hin und wieder mal vom eigentlichen Thema abschweife.
Ja, das heutige Thema.
Das ist die Diskussionskultur in den sozialen Medien.
Kurz zur Geschichte.
Mir ist so aufgefallen, dass in den Jahren der Pandemie und eigentlich schon davor
es nicht mehr so einfach war, vernünftige Diskussionen in den Kommentarbereichen von etlichen Posts,
sei es jetzt Massenmedien oder private Meinungen,
dort in den Kommentarbereich Diskussionen zu führen, dass das eigentlich gar nicht mehr möglich ist.
Man bekommt radikale Antworten, man wird beleidigt, es wird sich überein lustig gemacht,
man wird als Jüngchen oder als Mädel betitelt, wenn man eine andere Meinung hat als diejenigen,
die halt kommentiert haben oder des Erstellers des Posts.
Und manchmal bekommt man auch einfach nur als Reaktion einen lachenden Smiley,
was so viel heißt, wie dass man sich über die Person oder über die Aussage halt lustig macht.
Besonders ist mir das jetzt die letzten Tage wieder aufgefallen,
da es ist ja zurzeit die Diskussion um das Verhalten auf den Aftershow-Partys oder Pre-Show-Partys der Gruppe Rammstein
und besonders dort von den Frontsänger Till Lindemann.
Zurzeit wirklich ein großes Thema.
Und ich will es gar nicht so auf das Geschehen eingehen,
aber für alle, die es noch nicht so mitbekommen haben,
es ist zurzeit mehrere Berichte von jungen Frauen aufgetaucht,
die darüber berichten, dass sie eingeladen wurden,
quasi regelrecht rekrutiert und dann mit Alkohol oder auch mit K.O.-Tropfen
gefügig gemacht, um halt Sex mit ihnen zu haben.
So viel nur zur Einordnung.
Ich kann mich noch erinnern an die Diskussion,
wie die Impfpflicht für Kindergartenkinder und Grundschüler eingeführt wurde,
was Masern betrifft.
Und das ist damals schon eine verdammt heiße Diskussion gehabt.
Viele Leute dann halt kamen mit "Meine Tochter hatte damals einen schweren Impfschaden"
und dann halt heiß diskutiert wurde der Bevormundung des Staates und so weiter und so fort.
Da fing das schon irgendwie an, dass man halt nicht mehr vernünftig und sachlich diskutieren konnte.
Es wurden auch keine anderen Meinungen mehr zugelassen.
Und ich muss sagen, zu dem Zeitpunkt bin ich halt wirklich auch oft einfach blockiert worden.
Was man halt in verschiedenen sozialen Netzwerken daran sehen kann,
dass man die Antworten oder die Post von denjenigen halt nicht mehr sieht.
Das ist eine bedenkliche Entwicklung, also für mich,
weil das ja auch zeigt, dass ein normaler Diskurs gar nicht mehr möglich ist mit anderen Menschen,
sondern nur noch die Leute in ihrer Blase leben und nur noch die Meinungen und die Ansichten zulassen,
die ihrer Meinung entsprechen.
Damals zu dieser Masern-Diskussion sind mir dann halt auch so Zitate von Ärzten eingefallen,
auf die Frage, ob man alle seine Kinder halt impfen lassen musste.
Und da hat auch ein Arzt mal gesagt gehabt,
ja, also sie müssen eigentlich nur die impfen, die sie auch behalten wollen.
Das sagt ja schon eigentlich alles aus.
Also für mich jetzt, weil es die Notwendigkeit zeigt,
dass es gewisse Möglichkeiten und Methoden gibt,
um Kinder vor schwersten Erkrankungen oder Komplikationen zu beschützen.
Ich will das schon mal ein bisschen ausholen.
Ich habe meinen Großvater väterlicherseits immer kennengelernt als netten, lieben Mann.
Der ein Problem mit dem Laufen hatte.
Und ich habe erst später erfahren, dass das eine zurückgebliebene Lähmung war von Polio,
also von der Kinderlähmung.
Und dass mein Opa da eigentlich ziemlich viel Glück gehabt hat,
dass das quasi nur noch die Lähmung im Bein, beziehungsweise im Fuß zurückgeblieben ist.
Und er halt nicht einer der Kandidaten war, die damals als Kind in die eiserne Lunge gekommen ist.
Er hat natürlich viele schlimme Sachen erlebt.
Also als Kind Ausgrenzung und Diskriminierung.
Später im Zweiten Weltkrieg, da schwerste Diskriminierung.
Und das bleibt dem Mann wohl, glaube ich, auch für sein Leben lang gezeichnet.
Und heutzutage haben die Menschen einfach vergessen,
weil es diese Krankheiten nur noch vereinzelt gibt,
wie schlimm und wie lebensverändernd Schäden, die halt durch diese Erkrankung durch sind,
also die übrig geblieben sind, für das Leben sind.
Ja, Kinderkrankheiten, so niedlich wie die Namen manchmal auch sind,
Röteln, Wumms, sind als Erwachsene durchzumachen eine ganz andere Hausnummer.
Und auch wenn man mal überlegt, bei Masern, was das für Komplikationen mit sich bringt,
wenn man schwanger ist, was da für Missbildungen und für eine Gefahr für das umgeborene Kind da ist.
Nicht umsonst werden halt Mädchen, bevor sie das erste Mal Geschlechtsverkehr hatten,
nochmal geimpft gegen Masern oder auch gegen andere Erkrankungen.
Es gibt ja auch mittlerweile die Impfung gegen HPV,
gegen den Virus, der im Endeffekt den Gebärmutterhalskrebs verursacht.
Bei Mädchen und bei Jungshaltern Brossertabkrebs verursacht.
Das muss man sich ja auch mal vor Augen bringen. Ein und dasselbe Virus ist das.
Und es macht Sinn, Mädchen und Jungs zu impfen, bevor sie Geschlechtsverkehr haben.
Ja, ich kenne mittlerweile viele Eltern, die ihre Kinder halt nicht mehr impfen lassen.
Und man hört ja immer wieder dasselbe.
Meistenteils irgendwie sowas komisches wie "davon kriegt man Autismus" und so weiter.
Da weiß man ja heute auch, dass es da halt eine Veranlagung gibt und auch neurologische Problematiken,
die zu diesem Krankheitsbild des Autismus führen.
Wobei das ja heute ja nicht mehr Autismus heißt, sondern Störung im Autismus-Spektrum,
was ja so viele Aspekte betrifft. Und auch eigentlich mehrere Krankheiten sind,
die halt alle sich unterschiedlich äußern, aber im Endeffekt denselben Ursprung haben.
Ja, die Diskussion aktuell um die Gruppe Rammstein führt natürlich immer wieder vor Augen,
dass sich in den letzten Jahren wirklich gar nichts geändert hat.
Und was ich dabei auch so schlimm finde, ist diese ständigen Versuche von Relativierungen.
Als junge Frau muss man doch wissen, wenn man zu so einer Party geht, was da passiert.
Das ist genauso eine Relativierung wie, wenn du so ein kurzes Rock, ein kurzes Kleid,
so einen tiefen Ausschnitt trägst, musst du dich nicht wundern, wenn du vergewaltigt wirst.
Das ist genauso eine Verharmlosung, eine Normalisierung der Situation,
wie halt jetzt unter dem Posting stehen der Medienhäuser.
Ich fände auch bedenklich, wie viele Frauen diese Gruppe unvoreingenommen in Schutz nehmen
und sagen, das kann doch gar nicht sein und so eine tolle Gruppe und so weiter und so fort.
Man muss sich eins vor Augen führen, das sind alles Menschen.
Da gibt es andere Menschen, die jetzt alle immer mehr berichten von diesen Vorfällen
und die Geschichten ähneln sich. Da kann was dran sein.
Ich meine, wir haben in Deutschland die Umschuldsvermutung
solange er jetzt nicht rechtkräftig verurteilt wurde oder auch die Leute, die dabei mitgeholfen haben,
soll der gute Mann halt unschuldig sein.
Aber die Vergangenheit und spätestens seit der #MeToo-Debatte hat ja gezeigt,
dass an solchen Unschuldigungen immer was ist.
Ich finde auch ganz schlimm, dass halt ein Kachelmann oder
Ach mein Gott, wer ist denn sonst noch so betroffen?
In der letzten Zeit gab es ja immer wieder mal solche Vorfälle, dass halt Frauen
berichtet haben, dass sie von einem Promi vergewaltigt wurden,
woraufhin die Karriere desjenigen halt zerstört war.
Selbst ein Kachelmann sagt, das habe ich heute gelesen auf Twitter,
dass er nicht möchte, dass er halt in einem Abenzug damit halt genannt wird,
weil seine Situation eine ganz andere war.
Dort gab es eine Person, die diese Behauptung aufgestellt hat.
Auch wenn sein Handeln, Beziehungen mit mehreren Frauen zur selben Zeit zu führen,
nicht ganz korrekt ist, moralisch gesehen, ist das eine andere Ausgangssituation,
als wenn einen ganzen Haufen junger Mädchen ein und dasselbe berichten, was da passiert ist.
Ich finde auch super problematisch, dass dann dort immer wieder angeführt wird,
die jungen Frauen wären geil auf Klicks, auf Geld.
Ich meine, wenn man sich überlegt, wir leben in einer Zeit, wo jede zweite Frau
einmal in ihrem Leben mindestens einmal sexuellen Missbrauch, sexuelle Anfeindungen
oder auch sexuell belästigt wurde, wieder fährt.
Das muss man sich überlegen, das sind 50 Prozent.
Und selbst in einem zivilisierten Land wie Deutschland ist sowas gang und gäbe.
Ich hatte vorhin mit meiner Mutter telefoniert und da kamen wir auch schon mal auf ein Thema,
dass ich mir mal einen Tatort angesehen hatte aus den 70er, das war der Tatort in Essen.
Und ich das echt merkwürdig fand, wie die Sprache dort war.
Man hat junge Frauen mit Puppe angeredet und immer wieder irgendwelche sexuellen Anspielungen gemacht.
Und da sagte meine Mutter, ja, das war damals normal.
Das muss man sich mal vorstellen.
Sowas war mal normal, dass man halt so mit Frauen geredet hat.
Ich hatte auch Tage ein Video gesehen von derselben, die jetzt das Video gemacht hatte,
wo sie von ihren Erfahrungen auf dem Rammstein-Konzert letzten Jahres, also im Sommer 2022 gesprochen hatte,
dass man als Frau immer wieder darauf angesprochen wird, wenn man Nippel hat und wie ätzend das ist.
Ich kann das verstehen. Ich meine, okay, ich bin ein Mann.
Ich bin in der privilegierten Situation, dass ich ein Mittelalter Mann bin.
Ich bin Mitte 40, also ich kenne solche Situationen nicht.
Mir hat man mal in der Disco einen Hintern gefasst und ich fand dieses Gefühl damals,
so Anfang Mitte 20, extremst befremdlich.
Ich habe als Teenager das erste Mal mitgekriegt, wie ein Mann einer Kellnerin am Hintern gefasst hatte
und war damals regelrecht empört darüber.
Und zu sehen, dass sowas mehr oder weniger zur Normalität gehört, finde ich wirklich sehr traurig.
Und dann halt die Kommentare zu lesen, wo dann Männlein wie Weiblein sagt,
das ist doch bekannt, das muss man doch wissen.
Wenn man da hingeht, finde ich echt beschämt, weil wir schauen uns mal die Statistik an.
Wie viele Menschen melden eine Vergewaltigung wirklich?
Und das ist gar nicht mal so viel.
Ich weiß die Prozentsatz nicht, aber die Dunkelziffer ist wesentlich höher,
weil das ja auch mit Scham behaftet ist.
Ich weiß, wie man als Frau, wenn man aus einer gewalttätigen Beziehung,
das ist in meinem privaten Umfeld passiert, zur Polizei geht und dann halt das zur Anzeige bringt,
weil man sich an das nicht mehr weiß zu wehren, welche dummen Fragen man da beantworten muss,
welches Gefühl die Polizisten da einvermitteln.
Und die junge Frau, die den Twitter-Post vor zwei Wochen da losgeschickt hatte,
die auf dem Konzert in Litauen war, in Viljus,
die hat ja berichtet, dass sie bei der Polizei war und dass man sie weggeschickt hatte
mit der Bitte, doch einen Bluttest im Krankenhaus zu machen auf Drogen.
Und wenn der dann positiv, dann könnte sie ja wieder vorbeikommen.
Das zeigt doch, dass man den Opfern in keinster Weise glaubt.
Und alleine diese Demütigung, die man da wieder fährt zu vermeiden, geht man dann halt nicht dahin.
Und erst wenn eine Frau, ein Mensch den Mut gefunden hat, dieses anzuführen,
aufzuzeigen, dass es da diese Problematik oder dieses Fehlverhalten gegeben hat,
und man muss ja sagen, so wie es sich anhört, ist das ja eine Sache, die schon längere Zeit läuft,
weil das ja systematisch ist. Es hat ja schon Routine.
Es ist so oft wiederholt worden, dass man eine Art Routine dabei entwickelt hat,
um halt das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen.
Erst dann hat man ja auch quasi den Mut, wenn das andere gesagt haben,
dass man sich selber offenbart, weil man weiß, man bekommt Anfeindungen bei so einer Band,
die diese Größe hat und auch die vielen Fans.
Selbst wenn man sagt, halt, stopp, da muss was dran sein an den Gerüchten,
weil es ja schon so lange diese Gerüchte gibt.
Und bei anderen Leuten scheint das ja auch ein offenes Geheimnis gewesen zu sein,
dass es diese Partys gab.
Ich finde das alles sehr, sehr beschämend für unsere Gesellschaft,
wie damit umgegangen wird und vor allen Dingen auch,
wie viele Menschen sich dort ein Urteil erlauben,
die noch nicht einmal das Ursprungvideo oder den Ursprungspost sich angesehen haben.
Dann meinen, man mache das nur für Fame oder für Geld.
Ja, also es ist eine wirklich unschöne Entwicklung und es zeigt mir immer wieder,
wie kaputt unsere Gesellschaft ist.
Und diese ständigen Verharmlosungen und Relativierungen,
die da stattfinden in den Kommentaren, zeigen,
wie manche Menschen wirklich denken und ticken.
Und das ist erstaunlich.
Meine Mutter hat heute im Bus gesessen und ist halt von Punkt A nach Punkt B gefahren.
Und da saßen zwei Männer, so Anfang, Mitte 30, sagte sie.
Die haben sich darüber unterhalten, dass da vorne eine sitzt,
da wüsste man gar nicht, wie die aussieht.
Und so wie sie sitzt, wüsste man gar nicht, wie sie alt ist, so wie sie aussieht.
Und da müsste man sich ja nicht wundern, wenn man da halt vergewaltigt wird.
Und sie machen sich darüber noch ein bisschen lustig.
Und alleine schon die Tatsache, dass das dann halt so normal ist, macht mich fassungslos.
Man hört vielleicht, dass sich dieses Thema zur Zeit sehr bewegt,
weil meine Freundin bewegt sich im Internet als Content Creator.
Und was sie manchmal so an Nachrichten bekommt,
hauptsächlich von Männern, aber manchmal auch von Frauen,
das ist sexuell Ermiedrigen auf höchstem Niveau.
Vor allen Dingen so im Laufe der Jahre hat sich eine wahre Dickpic-Sammlung auf ihrem Handy ergeben.
Wie oft sie umgefragt von Mitspielern, Zuschauern, Follower,
einfach mal umgefragt einfach so ein Foto bekommt.
Und wie normal damit umgegangen wird.
Und dann auch unter Kolleginnen, dass mehr oder weniger als,
ja damit muss man leben, wenn mal sein Gesicht ins Internet streckt, abgetan wird,
ist beängstigend und zeigt eindeutig eine Verschiebung der Grenzen.
Ich habe wirklich gedacht gehabt, dass nach der großen #MeToo-Debatte
sich etwas verändert hätte.
Es gab einen Riesenaufschrei auf Twitter und alle Medien haben darüber berichtet.
Ich meine damals mitbekommen zu haben, dass viele Menschen damals gesagt haben,
dass sich da jetzt was ändern muss.
Aber die Diskussion zur Zeit um Rammsteins zeigt mir eindeutig,
dass sich das nicht geändert hat.
Es kann doch nicht angehen, nur weil ich irgendjemandem als Idol, als tollen Musiker,
wovon ich ein Fan bin, ihnen nicht zutraue, junge Mädchen gezielt auszusuchen,
betrunken zu machen, gegebenenfalls unter Drogen zu setzen
und dann ihren bewusstlosen Körper missbrauche.
Das kann doch nicht angehen, dass das als normal angesehen wird.
Ich kann auch nicht verstehen, dass man das als normal ansieht,
dass ich, wenn ich dahin gehe, damit rechnen muss,
gegen meinen Willen Sex zu haben oder zum Sex genötigt zu werden,
weil ich in der privilegierten Situation bin,
ausgesucht worden zu sein für genau solche sexuellen Handlungen.
Nein, das ist etwas, was ich für mich nicht begreifen kann
und es wirklich ganz dramatisch finde, wenn so etwas als heutzutage normal angesehen wird.
In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Tag, schönen Abend und guten Morgen.
Mahlzeit, je nachdem, wann ihr das hört und sage, danke schön, dass ihr dabei wart
und bis zur nächsten Ausgabe der Abschweifung, wo ich von Themen mal ganz gerne abschweife.
Tschüss, euer Sascha.
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Anzal der Downloads: 194 /  Spieldauer: 0:22:19 /
Tag der Aufnahme: 07.06.23 /  Diese Folge stammt aus der Staffel 3, es gibt insgesam 4 Staffeln.

Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.


Vorschau auf eine kommende Veröffentlichung im LautFunk Podcast:

Die nächste Episode "Die Abschweifung 35 KI, Memes und die Grenzen der Symbolik" erscheint am 27. Juni 2024 um 10:31 Uhr und hat 3 Kapitelmarken, unter anderem "Intro", "Die Abschweifung Symbole", "Outro". Du kannst Dich auf 0:21:31 feinste Unterhaltung freuen.

Podcast Lizenz:


Autor: Sascha Markmann

Legastheniker am Werk (Mehrfaches lesen meiner Postings kann zu irreparable Schäden an den Augen führen z. B.. Pseudotumor-zerebral-Syndrom) Leicht gestörter bis Mittel schwerer Fall von Überlebens Künstler, Maler, Blogger, Musiker, Podcaster und Video Produzenten "Audiovisueller STUMPFSINN mit keinem Nutzwert"

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