Nächstenliebe! Ist das heute noch ein Thema?

“Nächstenliebe ist erweiterte Eigenliebe.”
(*1957), deutsche Sozialpädagogin

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Eine Freundin brachte mich auf die Idee, mal das Thema Nächstenliebe anzugehen. Wir hatten jetzt ja vor einiger Zeit, den Sankt Martin. Ein Feiertag an denen wir Sankt Martin gedenken und da wir in der nächsten Zeit ja auch wieder Weihnachten haben und auch das Erntedankfest gefeiert wurde, finde ich dieses Thema sehr interessant.

Was ist Nächstenliebe?

Zunächst einmal was ist Nächstenliebe? Ich denke die Geschichte von Sankt Martin, hat genau gezeigt und erklärt was Nächstenliebe ist.

In dieser Geschichte geht es um einen Römischen Feldherrn, der auf einen Bettler stößt. Der nichts hat außer die paar Fetzen Kleider an seinen Körper. Und das er friert. Dann geht der Feldherr hin und zerteilt seinen Mantel und gibt ihm eine Hälfte davon. Ohne darüber nachzudenken,  ohne großartig sich Gedanken zu machen, welche Auswirkung und welche Konsequenzen das haben könnte für sich selbst. Er hat einfach geholfen. 

Dies ist jetzt nichts, was besonders ist. Es gab immer wieder mal Taten von Nächstenliebe. So haben während der NS-Diktatur im Dritten Reich, Menschen anderen Menschen geholfen. Auch, wenn man jemand gar nicht kannte oder nur flüchtig so hat man einander geholfen. Sei es durch was zu essen oder einem versteck. Ein jeder war für den anderen da. 

Auch heute engagieren sich Menschen, ehrenamtlich in verschiedenen Vereinen z.b. den Tafeln oder den Feuerwehren. Sie Opfern dafür ein Teil ihrer Freizeit um anderen Menschen zu helfen. Ohne dafür irgendwie einen Gegenwert zu erwarten. Ein Dankeschön reicht oft aus. Wobei sie auch das nie verlangen würden. 

Viele Menschen spenden besonders in der Weihnachtszeit, für hilfsbedürftige. Ich hatte die Tage erst ein Gespräch gehabt mit einer guten Freundin. Die mich gefragt hat, was man der Tafel spenden könnte z.b. Andere machen sich stark in der Arbeit, für Obdachlose und sammeln dort Spenden, oder verteilen dort warme Sachen für den Winter. 

Aber besonders in der Weihnachtszeit, da Spenden die Leute gerne. Ich glaube es hat auch was damit zu tun,   das man das Gefühl hat, was Gutes getan zu haben. Diese Besinnlichkeit und diese besondere Zeit, in der man froh sein kann, dass man etwas hat was andere nicht haben. 

Ich selbst habe jahrelang beim DRK im Katastrophenschutz mitgewirkt und habe dort auf verschiedene Veranstaltungen Sanitätswache geführt.

Ich habe dafür ein Teil meiner Freizeit geopfert, um anderen Menschen ein schönes Erlebnis zu bescheren. Und gegebenenfalls, wenn was passiert, sie medizinisch erstmal zu versorgen.

Aber warum machen wir das?

Das ist evolutions- technisch bedingt. Das hat etwas damit zu tun, dass wir wissen, dass wir in einer Gemeinschaft stark sind. Und, dass wir auf die Hilfe von anderen angewiesen sind. Und nun ist es so, dass wenn wir jemand anderem helfen, wissen wir bzw. erhoffen wir, dass uns geholfen wird, wenn wir in der Not sind. 

Das ist ja auch das Prinzip des Solitären Systems, in dem wir leben. Wir Zahlen in die Kasse ein. In dem wissen, dass wenn wir es mal in Anspruch nehmen müssen, uns auch geholfen wird. Das kann die Rentenkasse sein, das kann aber auch die Krankenkasse sein, oder die Pflegekasse. Derzeit zahlt man dafür ein, dass denjenigen geholfen wird, die jetzt die Hilfe brauchen. Mit dem Wissen, dass wenn ich die Hilfe brauche, dass mir dann  geholfen wird. 

Und selbst bei Leistungen wie Arbeitslosengeld 1 oder Arbeitslosengeld II, was gerne “Hartz 4” genannt wird, gilt das gleiche Prinzip. Viele Zahlen ein, damit den Menschen, geholfen werden kann. 

Also spielt Nächstenliebe auch im übertragenen Sinn heute noch eine große Rolle. Und ich bin froh, dass es so ist. Denn es gab oder gibt, viele Momente, in denen ich auf Hilfe von anderen angewiesen bin oder war. 

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich als Schüler, wo noch keine 11 Jahre alt war, mal zu Hause anrufen musste. Weil ich eher von der Schule zurückkam und von der Bushaltestelle abgeholt werden musste. Ich hatte aber nur ein 50 Pfennig Stück, damit konnte ich in einer öffentlichen Telefonzelle nicht telefonieren. Ich musste diese gewechselt haben in zehn Pfennig Stücke also habe ich Passanten gefragt. 

Da fragte ich ein Mann, den ich angesprochen hatte, ob er mir das Geld wechseln könnte.er fragte, was ich damit vorhabe. Ich erklärte ihm die Situation und er gab mir, ohne großartig nachzudenken 30 Pfennig und sagte ich könnt  die 50 Pfennig behalten. 

Ja dies ist auch eine schöne Geste von Nächstenliebe. 

Wir sind als Menschen so  darauf gepolt anderen zu helfen. Das ist etwas, was in uns steckt, auch wenn wir oft selber in stressigen Situationen sind und nicht immer so die Zeit haben dafür. So wird einem bewusst, dass wir immer, wenn es uns möglich ist anderen helfen sollten. Ohne irgendwie eine gegen Hilfe oder einen Lohn dafür zu erwarten. 

Dies ist Nächstenliebe

Ich bin froh darüber, dass wir so sind. Denn auch wenn wir alle gefühlt mehr egoistisch werden, so gibt es immer noch diesen tiefen Impuls anderen zu helfen, wenn sie in Not sind. Das ist etwas was mich sehr beruhigt. Denn es zeigt, dass wir Menschen immer noch menschlich sind. 

Wie ist eure Erfahrung damit? Haben euch auch schon andere geholfen? Oder habt ihr anderen geholfen, ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten? Schreibt es in die Kommentare. Ich würde mich sehr darüber freuen! 

Euer Sascha

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Autor: Sascha Markmann

Legastheniker am Werk (Mehrfaches lesen meiner Postings kann zu irreparable Schäden an den Augen führen z. B.. Pseudotumor-zerebral-Syndrom) Leicht gestörter bis Mittel schwerer Fall von Überlebens Künstler, Maler, Blogger, Musiker, Podcaster und Video Produzenten "Audiovisueller STUMPFSINN mit keinem Nutzwert"

Ein Gedanke zu „Nächstenliebe! Ist das heute noch ein Thema?“

  1. Lieber Sascha

    Nächstenliebe ist so eine Sache. Wir schließen aber gerne mal so manche(s) dabei aus. Und gerade da wird es dann interessant, weil es uns dann zeigt, woran wir an uns zu arbeiten haben, was eine Änderung bedarf, damit sich die Liebe ungehindert entfalten kann. Aber die größte Liebe offenbart sich bekanntlich gegenüber der Wahrheit, der Gerechtigkeit, dem Frieden, der Barmherzigkeit, der Sanftmut, … um sogar die Feinde zu lieben. Und spätestens bei solcher einer gewaltigen Überwindung kommt man an Jesus nicht mehr vorbei. Wie denkst du darüber?

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