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00:00 – 0:00:02
*Musik*
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0:00:02 – 0:00:31
[Musik]
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0:00:31 – 0:00:39
Hallo und willkommen zu einer neuen Folge der Abschweifung, da wo ich gelegentlich eigentlich
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0:00:39 – 0:00:47
fast immer vom Thema abschweife. Ich bin Sascha Machmann und sag Hallo. Das heutige Thema ist
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0:00:47 – 0:00:56
schon etwas, ja das betrifft auch irgendwie uns. Es gab ja in der Vergangenheit von YouTube immer
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0:01:03 – 0:01:11
Akkukalypse. Da wurden halt bei jedem Kanal tausende von Abonnenten gelöscht. Damals waren
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0:01:11 – 0:01:21
das bei mir irgendwie 160 gewesen, als ich so 500, 600 hatte. Und das war für manche Kanäle echt
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0:01:21 – 0:01:30
eine Katastrophe, weil die halt die Monetarisierung verloren haben. Dann gab es immer wieder mal
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0:01:30 – 0:01:39
Anpassungen, dann haben Leute halt ihre Monetarisierung verloren aus verschiedensten Gründen und das gab
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0:01:39 – 0:01:48
immer solche Wellen und aktuell gibt es eine Demonetarisierungswelle für Kanäle, die halt
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0:01:48 – 0:01:55
nicht authentischen Inhalt produzieren und das ist uns auch passiert. Ja, ich weiß, wir kommunizieren
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0:01:55 – 0:02:03
immer nach außen. Wir monetarisieren nicht. Ja, wir monetarisieren auch nicht. Wir könnten es aber.
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0:02:03 – 0:02:09
Wir haben die kleine Monetarisierung an. Also da, wo man Kanalmitgliedschaft machen kann. Und das,
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0:02:09 – 0:02:17
was mir persönlich am wichtigsten war, dass man den Shop einbinden kann. Warum? Ich meine,
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0:02:17 – 0:02:24
der Shop wirft keinen Gewinn ab. Es ist ein No-Profit-Shop. Es sind die Reihenpreise von
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0:02:24 – 0:02:33
Spreadshirt. Es ging einzig und allein darum, Frank zu ärgern, indem man halt diese schlecht
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0:02:33 – 0:02:43
und mies designten Tassen halt darüber sichtbar macht. Es gab keinen anderen Grund und vor allen
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0:02:43 – 0:02:52
Dingen auch diese Sachen wie halt, dass man Kanalmittelstrafen machen kann, ist nie wirklich
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0:02:52 – 0:02:58
kommuniziert worden. Ja gut, es steht da, man kann es anklicken, es gibt aber auch
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0:02:58 – 0:03:04
halt einen angepinnten Kommentar, einen Hinweis darauf. Aber beworben oder so
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0:03:04 – 0:03:10
aktiv, großartig? Nein, das wird nicht gemacht, weil wir monetarisieren das
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0:03:10 – 0:03:15
nicht. Und auch selbst wenn wir regelmäßig von YouTube eine E-Mail
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0:03:15 – 0:03:20
bekommen haben. Leute, ihr könntet so und so viel Umsatz
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0:03:20 – 0:03:28
machen? Monetarisiert doch! Ein Klick geht 15 Minuten, mehr braucht ihr nicht. Machen wir das
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0:03:28 – 0:03:39
nicht. So, so viel dazu. Letzte Woche war das gewesen. Ich glaube einen Tag, also in der in
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0:03:39 – 0:03:47
den frühen Morgenstunden, nachdem wir das letzte Video hochgeladen hatten, ist das eingetreten,
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0:03:47 – 0:03:56
dass wir demonetarisiert wurden. Mit den üblichen Hinweisen, nicht authentische Inhalte, KI, Slop und
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0:03:56 – 0:04:03
so weiter. Vielleicht muss ich jetzt kurz erklären, was KI-Slop ist. KI-Slop ist halt billig produzierte,
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0:04:03 – 0:04:16
inhaltslose, automatisch generierte KI. Scheiße. Um es mal so zu sagen. Und da dachte ich mir so,
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0:04:16 – 0:04:23
jo, davon hast du schon gehört, weil ich hatte Nachrichten bekommen gehabt, wo einige Leute sich
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0:04:23 – 0:04:29
darüber beschwert haben, dass sie halt ihre Monetarisierung verloren haben. Dann halt sich
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0:04:29 – 0:04:33
überlegen mit einem Anwalt einen Widerspruch zu machen und so und ich habe mir gedacht gehabt
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0:04:33 – 0:04:40
"shit happens" schreibst du einfach einen Zweizeiler nach dem Motto. Finde ich schwierig,
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0:04:40 – 0:04:47
wir machen einen Podcast, die meistenteils länger dauern und verwenden ein statisches
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0:04:47 – 0:04:56
Hintergrundbild und halt ein bisschen KI-Musik, um halt thematisch das zu unterstreichen. Intro,
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0:04:56 – 0:05:04
Outro fertig. Und das hatte ich so geschrieben. Daraufhin gab es natürlich eine automatisch
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0:05:04 – 0:05:12
generierte Antwort. Ja, vielen Dank, wir machen das, wir prüfen das. Wir melden uns in spätestens
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0:05:12 – 0:05:21
zwei, drei Wochen. Innerhalb der 24 Stunden habe ich eine Antwort bekommen von einem Menschen,
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0:05:21 – 0:05:30
von einem Sachbearbeiter vom Support und er sagte "Wir haben es geprüft. Herzlich Willkommen,
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0:05:30 – 0:05:38
Glückwunsch. Die Monetarisierung ist wieder da. Kannst du wieder aktivieren." Ja, und da habe ich
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0:05:38 – 0:05:45
mir gedacht, cool. Dann kam natürlich kurz darauf die automatische E-Mail. Ja, du bist drin. Und dann
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0:05:45 – 0:05:51
kam noch mal eine Entschuldigung von einem Mitarbeiter und mit den freundlichen Dankeschön,
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0:05:51 – 0:05:57
dass man jetzt ja dabei zu beigetragen hätte, den automatisierten Prozess besser zu machen.
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0:05:57 – 0:06:12
Ja, vielen Dank dazu. Und was sehe ich? Die letzten Tage ploppen immer wieder neue Community-Beiträge
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0:06:12 – 0:06:20
oder auch theatralische Videos auf, wo halt Kreatoren schreiben "ich mache nichts mehr,
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0:06:20 – 0:06:28
jetzt werde ich meine kreativen Beiträge halt nicht mehr auf YouTube posten" und dann stellt
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0:06:28 – 0:06:36
sich die Frage "warum hast du es denn gemacht? ging es denn da nur ums Geld, was man da verdienen kann?"
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0:06:36 – 0:06:43
Und seien wir mal ehrlich, als kleiner Kanal ein paar hundert Euro im Monat kannst du nur machen,
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0:06:43 – 0:06:49
wenn du dann noch die ganzen Kosten, die du so hast, Steuern, bla bla bla, absiehst,
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0:06:49 – 0:07:01
die Hälfte davon geht ungefähr weg. Was bleibt dir dann? Von 150, von 200, 100? Gut,
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0:07:01 – 0:07:07
Ist nett, wenn man mit einem Hobby auch noch nebenbei ein bisschen Geld machen kann, aber ist
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0:07:07 – 0:07:16
es das, was man will? Ist es das, weswegen man das gemacht hat und deswegen nichts mehr macht? Und
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0:07:16 – 0:07:22
vor allen Dingen, wo lehnt man nicht seine Beiträge jetzt hoch? Also die Dinger, wo man noch Geld
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0:07:22 – 0:07:32
verdienen könnte, haben keine Bedeutung und die Dinger, wo man kostenlos was hochladen kann,
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0:07:32 – 0:07:44
die haben keine Reichweite oder sind zu kryptisch oder zu merkwürdig zu bedienen per Tube und so
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0:07:44 – 0:07:57
weiter. Also was machen? Die meisten Podcasts werfen auch kein Gewinn ab. Also was war der
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0:07:57 – 0:08:05
Grund, weswegen auf YouTube, wenn es dann dort nicht die Reichweite war, war es vielleicht doch
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0:08:05 – 0:08:12
das Geld? Fragen über Fragen. Man wird doch noch wo immer fragen dürfen, würde manch einer jetzt
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0:08:12 – 0:08:24
Ich habe jahrelang und ich mache es heute noch für plus minus null die Podcast. Ich betreibe
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0:08:24 – 0:08:34
einen Blog für plus minus null und die anderen Formate mit plus minus null. Es gibt ein paar
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0:08:34 – 0:08:40
nette Menschen, die halt ein paar Euros in einen großen Topf werfen und damit werden die
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0:08:40 – 0:08:50
Bereitstellungskosten bezahlt für den Server. Und das war's. Mehr gibt es da nicht, was irgendwie
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0:08:50 – 0:09:00
Gewinn abwerfen würde. Für mich ist es ein schönes Hobby, eine Beschäftigung. Ich weiß,
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0:09:00 – 0:09:07
dass ich mich jeden Tag ein, zwei Stunden mich einem Rechner setzen kann und mich mit dem Material
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0:09:07 – 0:09:13
beschäftigen, ein bisschen Gedanken machen, ein bisschen Recherche, die Aufnahmen, das Bearbeiten
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0:09:13 – 0:09:21
und damit kriege ich halt kontinuierlich über die Woche vor allen Dingen halt einen netten,
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0:09:21 – 0:09:29
abwechslungsreichen Zeitvertreib. Und mehr ist das nicht. Es ist ein Hobby. Hobby kosten in der Regel
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0:09:29 – 0:09:36
Geld. Gut, wenn ich mir das neue Software kaufe, muss ich bezahlen, kostet Geld. Wenn ich mir neues
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0:09:36 – 0:09:43
Equipment kaufe. Kostet Geld. Aber es sind ja alles Sachen für mein Hobby. Das ist genauso,
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0:09:43 – 0:09:50
als wenn ich mir ein neues Instrument kaufe. Einen neuen Software-Synthesizer oder, was ja
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0:09:50 – 0:09:56
schon Ewigkeit nicht mehr war, einen neuen Hardware-Synthesizer. Es ist für mein Hobby.
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0:09:56 – 0:10:03
Und damit verdiene ich kein Geld. Ich meine, auf meinem Musik-Blog kann man mal nachlesen,
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0:10:03 – 0:10:10
dort habe ich in unregelmäßigen Zeitabstellen – das müsste ich auch mal wieder aktualisieren – wie viel
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0:10:10 – 0:10:19
Geld ich mit der Musik verdient habe. Und da sind wir halt in, ja, sagen wir mal, in zweistelligen
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0:10:19 – 0:10:26
Cent-Bereich, regelmäßig. Es gab auch mal einen Monat, wo es vielleicht mal zwei Euro waren. Da
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0:10:26 – 0:10:34
tatsächlich irgendwie in einem asiatischen Raum mal jemand mal was gekauft. Also das sind Beträge,
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0:10:34 – 0:10:44
die fernab jeglicher, ja, dass es sich lohnen würde, sind. Wenn ich überlege, dass ich dann
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0:10:44 – 0:10:53
mindestens 50 Euro ansammeln muss, damit ich die erste Auszahlung kriege, ja hallo, wie viele Jahre
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0:10:53 – 0:11:00
soll ich da warten? Das ist nichts, womit ich mit dich rechne und das ist wie gesagt Hobby und die
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0:11:00 – 0:11:09
Bezahlung, die ich aus diesem Hobby ziehe, ist Interaktion, Menschen, die sich die Musik anhören,
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0:11:09 – 0:11:15
Streams, Menschen, die sich die Podcast anhören und dann mal gegebenenfalls mal eine Bewertung
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0:11:15 – 0:11:25
da lassen oder ein Kommentar. Das ist die Bezahlung, Reichweite und Interaktion, wie man so schön sagt
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0:11:25 – 0:11:38
in Neudeutsch "Engagement". Also, wenn es doch jetzt diese Demonetarisierungswelle gibt wegen
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0:11:38 – 0:11:42
nicht authentischer Inhalte, ich weiß gar nicht, ob diese Welle jetzt schon einen Namen hat,
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0:11:42 – 0:11:56
und kleine Kreaturen aufhören, Content zu erzeugen, weil sie es nicht mehr versilbern können. Was war
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0:11:56 – 0:12:03
dann der Grund, weswegen sie es gemacht haben? Also YouTube hat ja mal so ein Sprichwort gehabt.
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0:12:03 – 0:12:14
Wie war das da nochmal gewesen? Irgendwas mit "yourself"? "Broadcast yourself" soviel wie
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0:12:14 – 0:12:27
"Sende dein Selbst". Sei authentisch, mach das was du willst. Und das bei Podcasts genauso. Natürlich
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0:12:27 – 0:12:32
gibt es da viele Leute, die auch dann halt die Dollarzeichen in den Augen haben, aber das sind
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0:12:32 – 0:12:40
die wenigsten. Es gibt so wenig Leute, die von ihrem Podcast-Business leben können. Sei es,
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0:12:40 – 0:12:49
weil sie von irgendwo finanziert werden oder weil sie Werbung schalten, Produktplatzierung und so
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0:12:49 – 0:12:58
weiter. Ich meine, das ist ja vollkommen okay, wenn da jemand Geld verdient mit dem, was er macht. Und
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0:12:58 – 0:13:01
Was gibt Schöneres als mit dem Hobby Geld zu verdienen?
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0:13:01 – 0:13:06
Aber dann ist es ja auch kein Hobby mehr, dann ist es Arbeit und da muss man.
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0:13:06 – 0:13:08
Und nichtdestotrotz sehe ich ja immer wieder
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0:13:08 – 0:13:13
irgendwelche jungen Influencer, die dann halt nach fünf Jahren
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0:13:13 – 0:13:18
jeden Tag live streamen, total ausgebrannt,
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0:13:18 – 0:13:23
mit einem Burnout mal eine kurze Auszeit nehmen müssen
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0:13:23 – 0:13:25
von drei Monaten, sechs Monaten,
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0:13:26 – 0:13:36
damit sie wieder so fit hergestellt sind, dass sie dann wieder einen Arbeitsalltag nachgehen können und aufpassen müssen.
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0:13:36 – 0:13:41
Es ist hart. Es ist wirklich hart.
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0:13:41 – 0:13:47
Ich habe auch mal eine Zeit lang halt viel mehr gemacht und habe viel mehr rausgehauen.
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0:13:47 – 0:13:51
Und das ist anstrengend. Das artet in Arbeit aus.
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0:13:51 – 0:13:56
Und selbst wenn das nur 20 Minuten Dinger sind, die man raushaut.
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0:13:56 – 0:14:02
Aber wenn ich mir manche Leute anschaue, dann frage ich mich immer,
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0:14:02 – 0:14:07
machst du das, weil du damit Geld verdienen willst?
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0:14:07 – 0:14:09
Und lohnt sich das überhaupt?
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0:14:09 – 0:14:14
Oder weil du dem Menschen einfach was mitteilen möchtest?
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0:14:14 – 0:14:17
Ich meine, wir sitzen jetzt hier.
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0:14:17 – 0:14:36
Die einen hören mich beim Autofahren, die anderen im Bus, auf dem Weg zur Arbeit, die nächsten halt zu Hause, die anderen auf YouTube, der eine auf PearTube, irgendeine andere Plattform, wo man Podcasts konsumieren kann, selbst auf Spotify.
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0:14:36 – 0:14:42
Und folgt meinen Gedankengängen.
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0:14:42 – 0:14:45
Und das ist schon geil.
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0:14:45 – 0:14:52
Seien wir doch mal ehrlich, ihr hört mir zu, wie ich halt vor mich hin siniere.
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0:14:52 – 0:14:55
Und das ist doch schon eine tolle Bezahlung.
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0:14:55 – 0:15:01
Ich meine, wenn man jetzt davon ausgeht, und ich meine, so manch ein Content Creator dichtet
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0:15:01 – 0:15:07
mir ja auch einen Narzissmus an, ist es nur ein bisschen schwierig, mit der Borderline-Diagnose
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0:15:07 – 0:15:08
zu vereinbaren.
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0:15:08 – 0:15:12
Aber das ist ein Thema für einen anderen Podcast.
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0:15:12 – 0:15:25
Dann könnte man meinen, ja, das hat schon rassistische Züge. Und ich verrate euch ein Geheimnis, jeder Mensch hat da so einen kleinen Rassisten.
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0:15:25 – 0:15:28
Es ist die Frage nur, wie stark er ausgebildet ist.
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0:15:28 – 0:15:37
Und ich denke mal in in einer der nächsten Ausgaben werde ich mal das Thema
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0:15:37 – 0:15:46
so gesunden Egoismus mal thematisieren. In Verbindung mit
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0:15:46 – 0:15:56
Obertonisten. Das ist ja, ja, ja, ja, ja, das denke ich mal wird ein spannendes Thema. Da wird so manch einer mal
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0:15:56 – 0:16:09
neue Gedanken zu finden. Ich finde es ja interessant, dass das Thema, so Aufmerksamkeit und Reichweite,
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0:16:09 – 0:16:19
immer so als ultimatives Totschlagargument genommen wird, wenn man jemand anderes kritisiert. Wie oft
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0:16:19 – 0:16:24
haben wir in der letzten Zeit, vor allen Dingen seitdem wir die Akter Flattermann-Reihe und vor
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0:16:24 – 0:16:30
einigen auch das Format Rektal-Digital wieder stärker bespielen, gehört, ihr macht das ja nur
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0:16:30 – 0:16:42
wegen der Aufmerksamkeit. Aber selbst diese Aufmerksamkeit generieren, indem man halt auf
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0:16:42 – 0:16:53
bestimmte Themen, die eine gewisse Aktualität haben, selber Content machen. Oder Fragerunden
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0:16:53 – 0:17:00
machen, über was man im nächsten Live oder Video reden könnte. Und damit schließt sich ja dieser
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0:17:00 – 0:17:08
Gedankenkreis. Niemand will Content machen, den keiner sich anschaut, also keiner konsumiert.
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0:17:08 – 0:17:19
Also macht man das, was halt die Zielgruppe konsumieren möchte. Also fragt man nach oder
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0:17:19 – 0:17:28
macht das, was halt am meisten gesehen, geklickt wird oder sonst was. Und dann macht man halt das,
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0:17:28 – 0:17:35
was halt ankommt, was gefällt. Aber es wird tatsächlich als das ultimative Totschlagargument
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0:17:35 – 0:17:42
gemacht. Der da, der macht das nur wegen der Reichweite und wegen der Klicks. Wenn man das
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0:17:42 – 0:17:51
jetzt monetarisieren würde, dass da wenigstens mal ein paar Zahlen rausploppen, so ein paar Geldzahlen,
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0:17:51 – 0:17:58
dann würde man das ja verstehen. Aber so kleine Leute, die überhaupt nicht monetarisieren können
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0:17:58 – 0:18:04
oder andere, die das nicht machen wollen, denen kann man das dann im Endeffekt nicht vorwerfen,
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0:18:04 – 0:18:13
weil es gibt ja keinen größeren Grund, außer dass man vielleicht doch gehört werden will.
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0:18:13 – 0:18:20
Ich sagte ja vorhin schon, für uns ist es quasi ein Lohn. Für mich ist es ein Lohn,
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0:18:20 – 0:18:27
wenn jemand halt einen Kommentar auf den Blogpost schreibt und sagt, du, finde ich okay,
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0:18:27 – 0:18:33
finde ich geil. Du, ich habe da eine komplett andere Meinung zu. Ich sehe das anders. Das
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0:18:33 – 0:18:39
sehe ich aber jetzt kritisch. Finde ich super, wenn es dann einen interessanten Austausch und
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0:18:39 – 0:18:46
Diskurs gibt. Ich sehe das ja auch bei YouTube bei gewissen Videos und Themen. Dann knallt es
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0:18:46 – 0:18:56
manchmal richtig in den Kommentaren und ich weiß, dass viele von sich behaupten, ich lösche keine
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0:18:56 – 0:19:05
Kommentare, vor allen Dingen auf YouTube. Das sagen so viele. Ich bin die Transparenz in persona. Ich
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0:19:05 – 0:19:13
bin konsequent ehrlich. Löschen aber wie die Berserker. Wenn ich mir anschaue, dass manche
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0:19:13 – 0:19:26
Kanäle so in den letzten 30 Tagen 5.000, 4.000, 1.700 Kommentare gelöscht haben und ich rede jetzt
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0:19:26 – 0:19:32
nicht von irgendwelchen großen, sondern von Kanälen in so einer kleinen Seitenbubble. So
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0:19:32 – 0:19:41
so ein Seitenarm auf YouTube und dann halt so ein kleiner Ast und da so ein kleiner Knosp dran. Von
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0:19:41 – 0:19:51
Von so einer Bubble rede ich. Also von Kanälen, die 30.000, 40.000 Abonnenten haben, wo vielleicht
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0:19:51 – 0:19:59
5.000 aktive sind oder auch bei Kanälen, die noch weniger haben, vielleicht unter 10.000
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0:19:59 – 0:20:07
Abonnenten. Also ich finde das schon heftig. Klar, bei uns verschwinden auch Kommentare,
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0:20:07 – 0:20:13
weil die Leute es selber löschen, weil der Hauptkommentar, wo drunter sage ich mal 100 oder
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0:20:13 – 0:20:23
200 Kommentare sind, gelöscht wird von denjenigen, der es selber erstellt hat, weil wir hin und wieder
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0:20:23 – 0:20:30
mal ein Kommentar löschen, wo extrem beleidigt wird, extrem irgendwas gedoxed wird oder wo wir
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0:20:30 – 0:20:37
darum gebeten wären, das zu löschen, weil das ein persönlicher Angriff auf einen anderen Kommentator
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0:20:37 – 0:20:45
war. Aber das wägen wir immer ab und da kann man dann halt hingehen und behaupten, ja aber ihr sagt
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0:20:45 – 0:20:53
doch immer ihr löscht nicht. Ja, aber so haben wir das nie gesagt. Wir haben gesagt, ja wir löschen
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0:20:53 – 0:20:59
auch, aber nur ein bisschen. Das meiste bleibt stehen, bis auf harte Beleidigungen, Doxen von
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0:20:59 – 0:21:07
Daten und da gibt es leider doch ein paar Kandidaten, die gerne mal Vornamen von Frauen überwiegen,
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0:21:07 – 0:21:17
ja, doxen, ohne dass das halt aus dem Benutzername halt ersichtlich wird. Und wenn dann nicht der
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0:21:17 – 0:21:23
jenige sagt, du kannst das bitte löschen, natürlich machen wir das. Aber sagen wir mal
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so, bei einem Video, wo dann 400 Kommentare sind und da löschen wir selber vielleicht 5,
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manchmal zehn, ist das ja nicht gerade so viel wie andere Leute löschen, die innerhalb von 24
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Stunden - was habe ich vorhin die Analyse gezogen - 1200, 500, 300 Kommentare löschen. Das ist ein
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kleiner Unterschied. Natürlich werden die alle sagen "Nein, nein, nein, nein, nein, nein, das mache ich nicht!"
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Aber ja, das passiert schon regelmäßig, weil ich sehe diese Zahlen regelmäßig.
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Das ist halt der Punkt zu diesem "Ich bin authentisch", weil ich mache das ja nur, weil ich das ja gerne mache,
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weil ich ja aufklären will und mir ist das ja vollkommen egal, ob das jetzt hier angeschaut
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wird oder so. Aber die anderen, die machen das nur wegen der Reichweite und wegen der Aufmerksamkeit
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und die haben ja sowieso keine eigenen Themen. Ja, das hört man immer wieder und dann sieht man
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auf einmal, dass halt Videos, Kanäle gelöscht werden und verschwinden, weil halt YouTube
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zurzeit Content, der nicht authentisch ist, ich meine das ist ja auch bescheuert,
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demonetarisiert werden. Jetzt habe ich euch schon wieder 20 Minuten, nach 23 Minuten eures
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wertvollen Lebens gekostet und ich wollte nur sagen, wenn jemand wirklich das macht, weil er
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was zu sagen hat, ist es klar, dass der auch gerne gehört werden möchte und der macht das dann aber
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auch, wenn er dafür kein Geld verdient. Denn es war noch nie so einfach und so billig,
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Videos, Podcasts zu machen und sogar auch ziemlich kostengünstig diese zu veröffentlichen,
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wie wir es jetzt haben. Du kannst vernünftiges Equipment für kleines Geld kaufen und da sind
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200 Euro schon verdammt hoch gegriffen und kann dann halt ein interessantes Hobby nachgehen,
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wo man halt viele interessante Menschen kennenlernt, aber auch toxische und Menschen,
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wo man sich denkt, ne, die hätte ich in meinem Leben besser nicht kennengelernt. Aber das ist
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überall so. Das kann dir im Karnevalsverein passieren, das kann dir bei der Hobby ferngesteuerte
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Autos Club passieren, RC Racing Club. Das kann dir aber auch im Schachverein passieren oder bei der
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Leinen Schauspielertruppe. In diesem Sinne danke fürs Zuhören und tschüss, euer Sascha.
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YouTube räumt auf – oder versucht es zumindest. Aktuell trifft eine neue Demonetarisierungswelle viele kleine Kanäle, die wegen angeblich „nicht authentischer Inhalte“ aus der Monetarisierung fliegen. KI-Slop, automatisch wirkende Inhalte, statische Bilder, künstliche Musik, Podcastformate auf YouTube: Plötzlich steht die Frage im Raum, was eigentlich noch als echter Content gilt.
In dieser Folge der Abschweifung geht Sascha genau dieser Frage nach – nicht aus sicherer Entfernung, sondern aus eigener Erfahrung. Denn auch der eigene Kanal war kurzzeitig betroffen. Die Monetarisierung war weg, der Widerspruch wurde geprüft, ein Mensch vom Support schaute drauf – und plötzlich war alles wieder aktiviert. Doch genau daraus entsteht die größere Frage: Was sagt diese ganze Situation über kleine Creator, YouTube, Reichweite und Motivation aus?
Geht es vielen wirklich um Ausdruck, Austausch und das eigene Hobby? Oder hängt doch mehr am Geld, als öffentlich zugegeben wird? Was bedeutet es, wenn Creator sofort ankündigen, nichts mehr veröffentlichen zu wollen, sobald sich Inhalte nicht mehr versilbern lassen? Und ist Aufmerksamkeit wirklich etwas Schlechtes – oder bei kleinen Formaten oft sogar der eigentliche Lohn?
Diese Folge ist eine ehrliche Abschweifung über Hobby-Content, kleine Kanäle, Podcastarbeit, KI-Verdacht, Algorithmus-Logik, gelöschte Kommentare, Reichweite als Bezahlung und die alte YouTube-Idee: Broadcast Yourself.
Am Ende bleibt die unbequeme, aber wichtige Frage:
Wenn man wirklich etwas zu sagen hat – macht man dann weiter, auch wenn kein Geld dabei herumkommt?

Themengliederung
1. Einstieg: Willkommen zur neuen Abschweifung
Die Folge beginnt mit der typischen Einordnung des Formats: Sascha begrüßt die Zuhörenden und leitet in ein Thema ein, das nicht nur allgemein interessant ist, sondern auch den eigenen Kanal direkt betrifft.
2. Rückblick: YouTube und frühere „Akkukalypsen“
Sascha erinnert an frühere Wellen, bei denen YouTube massenhaft Abonnenten bereinigt oder Kanäle durch Änderungen an der Monetarisierung getroffen hat. Schon damals konnten kleine Kanäle dadurch spürbar an Reichweite oder Einnahmemöglichkeiten verlieren.
3. Die aktuelle Demonetarisierungswelle
Im Mittelpunkt steht die neue Welle, bei der Kanäle wegen angeblich „nicht authentischer Inhalte“ demonetarisiert werden. Begriffe wie KI-Slop, automatisch generierte Inhalte und künstlich wirkender Content werden dabei zur Grundlage für YouTubes Bewertung.
4. Eigene Betroffenheit des Kanals
Sascha erklärt, dass auch der eigene Kanal kurzzeitig betroffen war. Obwohl nach außen immer klar kommuniziert wurde, dass LautFunk nicht aktiv monetarisiert wird, waren bestimmte Funktionen wie kleine Monetarisierung, Kanalmitgliedschaften und Shop-Einbindung verfügbar.
5. Warum die Monetarisierung überhaupt aktiviert war
Es folgt die Einordnung, dass es nicht um Gewinnabsicht ging. Besonders die Shop-Einbindung wird als eher humorvoller und symbolischer Zweck beschrieben – etwa für Tassen und andere bewusst trashige Fanartikel – nicht als ernsthafte Einnahmequelle.
6. Der Widerspruch bei YouTube
Sascha schildert den eigenen Einspruch gegen die Demonetarisierung. Statt großer juristischer Schritte gab es eine sachliche Erklärung: Der Kanal produziert längere Podcastinhalte mit statischem Bild, Intro, Outro und thematisch unterstützender KI-Musik.
7. Die schnelle Reaktion des Supports
Überraschend schnell kam eine menschliche Rückmeldung von YouTube. Nach Prüfung wurde die Monetarisierung wieder aktiviert, inklusive Entschuldigung und Hinweis, dass die Rückmeldung helfe, automatisierte Prozesse zu verbessern.
8. Beobachtung der Creator-Reaktionen
Danach richtet sich der Blick auf andere Creator. In Community-Beiträgen und Videos kündigen manche an, künftig nichts mehr auf YouTube zu veröffentlichen, weil ihnen die Monetarisierung genommen wurde.
9. Die zentrale Frage nach der Motivation
Aus diesen Reaktionen entsteht die Leitfrage der Folge: Warum wurde der Content überhaupt gemacht? Ging es um Mitteilung, Austausch, Hobby und Reichweite – oder am Ende doch stärker um Geld, als viele offen zugeben?
10. Kleine Kanäle und die Realität der Einnahmen
Sascha ordnet ein, dass kleine Kanäle selten wirklich nennenswerte Gewinne machen. Selbst ein paar hundert Euro im Monat relativieren sich durch Kosten, Steuern, Aufwand und den tatsächlichen Zeitverbrauch sehr schnell.
11. Hobby, Kosten und kreative Arbeit
Die Folge wechselt zur persönlichen Perspektive: Podcasten, Bloggen, Musikmachen und Contentproduktion sind für Sascha vor allem Hobby. Wie bei Synthesizern, Software oder anderem Equipment kostet dieses Hobby eher Geld, als dass es zuverlässig Gewinn bringt.
12. Musikveröffentlichungen als Beispiel
Als Beispiel nennt Sascha die eigenen Musikveröffentlichungen, bei denen Einnahmen oft nur im Centbereich liegen. Sichtbarkeit, Streams, Kommentare und echtes Feedback sind hier wichtiger als eine Auszahlung.
13. Reichweite und Interaktion als eigentliche Bezahlung
Die Folge arbeitet heraus, dass Aufmerksamkeit nicht automatisch etwas Negatives ist. Für kleine Formate kann schon ein Kommentar, eine Bewertung oder ein ernst gemeinter Austausch der eigentliche Lohn sein.
14. Wenn Hobby zur Arbeit wird
Sascha spricht über den Druck, regelmäßig Content zu produzieren. Besonders bei Influencern und Streamern kann aus einem Hobby schnell ein Arbeitsalltag entstehen, der zu Erschöpfung, Überforderung oder Burnout führen kann.
15. Die alte YouTube-Idee: „Broadcast Yourself“
Es folgt der Bezug zur ursprünglichen YouTube-Idee: Sende dich selbst, zeige das, was du sagen willst. Genau daran misst Sascha die heutige Creator-Kultur und die Frage, wie viel Authentizität noch übrig bleibt, wenn Geld und Algorithmus dominieren.
16. Aufmerksamkeit als Totschlagargument
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Vorwurf, jemand mache Inhalte „nur wegen Aufmerksamkeit“ oder „nur wegen Reichweite“. Sascha stellt dagegen: Wer Inhalte veröffentlicht, möchte natürlich auch gehört, gesehen oder gelesen werden – sonst müsste man sie nicht öffentlich machen.
17. Zielgruppe, Themenwahl und Klicklogik
Die Folge beschreibt, dass Content fast immer auch danach entsteht, was Menschen interessiert. Creator schauen, welche Themen geklickt werden, welche Diskussionen laufen und worauf die eigene Zielgruppe reagiert. Das allein macht Inhalte aber nicht unehrlich.
18. Authentizität und Kommentar-Kultur
Sascha geht auf die Diskrepanz zwischen öffentlicher Transparenzbehauptung und tatsächlichem Verhalten mancher Kanäle ein. Besonders das Löschen großer Mengen an Kommentaren steht im Kontrast zu Aussagen wie „bei mir wird nichts gelöscht“.
19. Eigene Moderation und Grenzen
Auch beim eigenen Kanal wird eingeordnet, dass Kommentare nicht völlig ungefiltert bleiben. Harte Beleidigungen, Doxing, persönliche Angriffe oder auf Wunsch betroffener Personen gelöschte Beiträge werden entfernt – aber nicht als Mittel zur Meinungskontrolle.
20. Rückkehr zur Kernfrage: Was ist echter Content?
Am Ende schließt sich der Kreis zur Demonetarisierungswelle. Wenn YouTube Inhalte als „nicht authentisch“ bewertet und Creator deshalb aufhören wollen, stellt sich noch deutlicher die Frage, was echte Motivation, echter Ausdruck und echte Kreativität bedeuten.
21. Fazit: Wer etwas zu sagen hat, macht weiter
Die Folge endet mit dem Gedanken, dass es heute so einfach und günstig wie nie ist, Podcasts, Videos oder andere Inhalte zu veröffentlichen. Wer wirklich etwas mitteilen möchte, kann das auch ohne große Monetarisierung tun.
22. Abschied
Sascha bedankt sich fürs Zuhören und beendet die Folge mit dem Hinweis, dass Contentproduktion viele interessante Menschen bringen kann – aber wie jedes Hobby auch anstrengende, toxische oder merkwürdige Begegnungen mit sich bringt.
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Mitwirkende dieser Episode
Spieldauer: 0:29:09
Tag der Aufnahme: 03.05.26
Diese Folge stammt aus der Staffel 4, es gibt insgesamt 4 Staffeln.
Eine LautFunk Publikationskartell Produktion - Wo Geschichten unüberhörbar übermittelt werden.
Podcast Lizenz:
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